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Full text of "Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustinerchorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag"

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Die 

Schriftsteller 
der noch 
bestehenden 
Augustinerch... 



Berthold Otto 
Cernik, Johannes 
Chrysostomns ... 



HARVARD COLLEGE 
LIBRARY 




FROM THE FLJND OF 

CHARLES MINOT 

CLASS OF 1828 




) 



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0 



Die Schriftsteller 

der noch bestehenden 

Üngiistiner-Cliorbcrrenstifte 

von 1600 bis auf den heutigen Tag. 

Von 

Berthold Otto CtRiNiK. 

regiil. latenui. Chorherrn des Stiftes Klosteraeulnirgp 
unter Mitwirkung der reg. lai Chorherren: 

t Dr. JOHANNES CHRYSOSTOMUS MITTERRUTZNER aus dem Stifte Ncup 
ttfft bei Brixen, AUOUSTIN BLACHUT aus dem Stifte Krakau» THEODO- 
RICH LAMPEL aus dem Stifte Vorau, GOTTFRIED SCHNEIDERQRUBER 
aus dem Stifte St. Florian und KONRAD BANOERL aus dem Stifte Reichersberg. 




WIEN, 1905. 
VERLAG VON HEINRICH KIRSCH, 

1, SINOERSTRASSE 7. 



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« 



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Den hochwfirdigsten 
Herren Prälaten der Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs 

ehrfurchtsvoll zugeeignet 



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Vorwort. 



Schon bei meinem Eintritte in das Augustiner*Chorlierrenstift 
Klostemeuburg hegte ich großes Interesse für die Schriftsteller des 
Ordens der Augustiner-Chorherren und für ihre literarischen Leistun- 
gen. Da mir durch die Liberalltit des nunmehr leider zu frfih ver- 
storbenen hochwfirdigen Herrn Bibliothelcars Professors Agyd KopHva 
die reiche Bibliothek des Stiftes bereits in meinem Noviziat offen 
stand» konnte ich bald darangehen, mein Interesse zu befriedigen. 
Zu meinem höchsten Erstaunen fand ich aber, daß die literarischen 
Arbeiten der Augustmer-Chorherren zum großen Teil Oberhaupt 
unbekannt sind und daß so begreiflicherweise selbst bedeutende 
Schriftsteller des Ordens in Werken, in denen ich sie zu finden 
vermeinte, wie zum Beispiel in dem berühmten Kirchenlexikon von 
Herder, kein Plätzchen erhatten haben. 

Darum reifte in mir der Plan, eine Bibliographie meines Ordens 
zu schreiben. Dieses Unternehmen erschien mir jedoch bald als — 
wenigstens in absehbarer Zeit — undurchführbar, da ja auf diesem 
Gebiete wenig vorgearbeitet wurde und von Tausenden Klöstern 
der Augustiner-Chorherren gegenwärtig nur mehr wenige bestehen. 
Es blieb mir nichts anderes übrig, als meiner geplanten Arbeit 
engere Grenzen zu ziehen. Ich beschränkte mich vorläufig darauf, 
die literarischen Leistungen der noch bestehenden Augustiner-Chor- 
herrenstifte Österreichs, nämlich St. Florian, Reichersberg, Kloster- 
neuburg, Herzog^enburg, Neustift bei Brixen, Voran und Krakau, 
und zwar vorderhand vom Jahre 1600 an bis auf den heutigen Tag 
auf Grund der verläßlichsten Quellen, der Archive und Bibliotheken 
jener Stifte, zu verzeichnen und zu veröffentlichen. Kurze Bio- 
graphien der Schriftsteller sollten deren Person und deren individuelle 
Umstände dem Leser näherrücken und das Urteil über deren Arbeiten 
klären. 

Dieser mein Entschluß wurde in allen Augustiner-Chorherren- 
stiften Österreichs freudig begrüßt Er fand daher auch dori tat- 
kräftige Unterstützung. Der erste, der mein Unternehmen förderte, 
war der greise und gelehrte Chorherr des Stiftes Neustift bei Brixen 



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Vi 



Dr. Johannes Chrysostomus M i 1 1 e r r u t z n e r, der nicht mehr unter 
den Lebenden weilt Trotz seines hohen Alters — er stand damals 
tief im 83. Lebensjahre — suchte und forschte er nach Neusttfter 
scriptores und sandte mir öfter eine Menge wertvoller Notizen 
Aber sie, stets mit einem lieben Worte der Aufmunterung zu un- 
verdrossener Weiterarbeit — - Im Stifte Vorau lieh mir der hoch- 
würdige Herr Bibliothekar Theodorich Lampel seinen trefflichen 
Beistand. Dort hatte schon der Chorherr und langjährige Biblio- 
thekar Felix Martin Kramberger (geboren zu St Wolf gang bei 
Wisch und Temovetz am 27. Oktober 1813, ordiniert den 29. Juli 1838, 
t am 7. Dezember 1891) vorgearbeitet Seine bibliographischen 
Aufzeichnungen fiber literarische Arbeiten der Chorherren von 
Vorau taten fflr unser Werk gute Dienste. — Bei den regulierten 
lateranensischen Chorherren zu Krakau hatte ich an dem Chorherm 
und Prior, dem hochwürdigen Herrn Augustin Bl'achut, einen 
unermüdlichen Förderer meiner Arbeit Nicht die geringste Vorart>eft 
stand ihm zur Verfügung, ja nicht einmal ein älterer Katalog der 
Bibliothek des Stiftes, welche wiederholt geplündert wurde. — In 
St Florian trug das auf die Schriftsteller dieses Stiftes bezügliche 
gewaltige Material der hoch würdige Chorherr Gottfried Schneider- 
grub er zusammen, angeleitet und unterstützt vom hochwürdigen 
Herrn Bibliothekar und Archivar Professor Franz Asenstorfer. 
Hier fanden sich mehr Vorarbeiten. Der am 17. Juli 1903 verstorbene 
Chorherr und Universitätsprofessor Dr. Engelbert Mühlbacher 
hatte 1874 eine bis Jodok Stütz (f 1872) reichende Monographie über 
»Die literarischen Leistungen des Stiftes St Florian« als Manuskript 
herausgegeben, die mit gütiger Erlaubnis des hochwfirdigsten Herrn 
Propstes von St Florian Josef Salier auch von uns benutzt wurde. 
Außerdem waren für uns die bibliographischen Noiata des Chorherm 
Joh. Bapt Wiesinger (f am 27. Mai 1894) und des Propstes 
von St Florian Ferdinand Moser (f am 29. Oktober 1901) von 
großem Nutzen. — Im Stifte Reichersbeig leistete mir der Chorherr 
Hochwürden Konrad Bangerl schätzenswerte Mitarbeit 

Allen, die mir so freundlich, ohne Mühe und Arbeit zu scheuen, 
Unterstützung gewährten, besonders auch dem hochwürdtgen Herrn 
Archivar des Stiftes Klosterneubuig Wilhelm Köhler und meiner 
Schwester Olga, welche an dem Index mitarbeitete, sei hier der 
gebührende Dank abgestattet Verbindlichsten Dank sage ich auch 
Sr. Gnaden dem Herrn Abt des Augustiner-Chorherrenstiftes Krakau 
Stanislaus Stotwinski und Sr. Onaden dem Herrn Propst von 
Klosterneuburg Bernhard PeitI für die materielle Förderung meiner 
Schrift 



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VII 



Zur rechten Beurteilung des Bildes, das die vorliegende Arbeit 
von der Uterarischen Tätigkeit in den Augustiner-Chorherrenstiften 
Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag gibt, ist vor allem 
die Kunde der Geschichte der einzelnen- Häuser notwendig. 

Die Geschichte der einzelnen Augustiner - Chorherrenstifte 
Österreichs ist mit der Geschichte der österreichischen Kronllnder, 
in denen sie sich befinden, innig verknflpft Sie haben in traurigen 
Tagen mit diesen gelitten. Die verderblichen Wogen der Reformation 
schlugen mehr oder weniger an sämtliche Augustiner-Chorherren- 
stifte Österreichs, die wir behandeln, und schädigten in ihnen nicht 
nur das geistliche^ sondern auch das geistige und literarische Leben 
empfindlich. Diese Wunden waren zu der Zeit, bei der unsere 
Arbeit einsetzt, noch nicht völlig geheilt Ebenso blieben für das 
geistige Leben In den genannten Augustiner-Chorherrenstiften auch 
die anderen tristen Ereignisse in unserem Vaterlandes so der Dreifiig- 
jährige Krieg mit seinen Bauernaufständen (siehe die Geschichte von 
St Florian und Reichersberg), der Einfall der Türken im Jahre 1ö83 
(siehe die Geschichte von Klostemeuburg, Herzogenbutg und Vorau) 
und die Invasionen der Frana>sen (siehe die Geschichte von Neu- 
stift, Reichersberg, St Florian, Herzogenburg, Klostemeuburg und 
Vorau) nicht ohne schädigenden Einflufi. Das Augustiner* Chor- 
herrenstift in Krakau teilte stets die mannigfaltigen traurigen Ge- 
schicke der Stadt Krakau und ihrer Vorstädte. 

Da der Stand der Forschung Aber die Hausgeschichte der Stifte, 
welche in dieser Arbeit berflcksichtigt werden, seit Jahrzehnten leider 
fast unverändert geblieben ist und icii mit Neuem nicht dienen könnte, 
sehe ich von einer historischen Einleitung zu voriiegender Schrift, 
die ich plante und die vielleicht auch vermißt wird, ab und verweise 
bloß auf Sebastian Brunners Chorherrenbuch (Wurzburg 1883, 
Woerl), das die Geschichte sämtlicher noch bestehenden Augustiner- 
Chorherrenstifte Österreichs in kurzer Zusammenfassung bietet, 
ferner auf Stülz' »Geschichte des regulirten Chorherren-Stiftes Sanct 
Florian« (Linz 1835, Haslinger), auf Appels »Geschichte des regu- 
lierten Chorherrenstiftes zu Reichersberg in Oberösterreich c (Linz 1857, 
Feichtinger) und auf Fischers »Merkwürdigere Schicksale des Stiftes 
und der Stadt Klostemeuburg« (Wien 1815). 

Bei Würdigung des literarischen Schaffens der Cliorherren in 
den bezeichneten Stiften mögen aber auch noch folgende Umstände 
Beachtung finden. Der Orden der Chorherren in Österreich ist schon 
seit 1600 vorwiegend ein Seelsorgeorden, pp.nz besonders gegen- 
wärtig. So hat zurzeit beispielsweise das Stift St Florian 33, das Stilt 
Klostemeuburg 23 und das Stift Herzogenburg 16 Pfarren zu 



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VIII 



pastorieren. Da der Mitgliederstand in den sieben Augu$tiner-Chor- 
herrenstiften Österreichs nicht hoch ist (St Florian hatte Mitte 1904 
in runder Zahl 90, Klostemeuburg 80, Neiistift 60, Herzogenburg 40, 
Reichersberg und Voran, je 30 und Krakau blofi 10 Mitglieder), so 
wirkt der weitaus größere Teil der Chorherren in der Seelsorge. 

Das wissenschaftliche und literarische Leben in einzelnen jener 
Häuser wurde in neuerer Zeit durcii die Lehranstalten, die von ihnen 
erhalten werden, begünstigt. Im Stifte Klostemeuburg besteht seit 1801 
eine vollständige theologische Lehranstalt, ebenso Im Stifte Sankt 
Florian seit dem Jahre 1846. Das Augustiner-Chorherrenstift Neubtift 
besorgt seit 1836 den Unterricht am k. k. Gymnasium zu Brixen. 

Ich übergebe nunmehr meine Arbeit der Öffentlichkeit mit 
der Feilte, die Fehler und Mängel, die der Schrift anhaften, im Hin- 
blick auf die Größe und die Art des Stoftes zu entschuldigen. An 
diese Bitte schließe ich meine Wünsche: 

iMöL^e vorIie,ü:endes Buch eine Lücke Inder SO spärlichen Litera- 
tur über den Orden der Augustiner-Chorherren ausfüllen, möge es 
Zeugnis ablegen von der Wissens- und Bildungsfreundlichkeit dieses 
Ordens und mögen uns die Oeisteswerke unserer Vorfahren im Orden 
anspornen, diesen in der wissenschaftlichen Arbeit nachzufolgen. 

Ein Chorherr, dem ich seinerzeit meinen Plan, eine Biblio- 
graphie der Augustiner-Chorherren zu schreiht n. mit der Bitte um 
Beistand vorlegte, sagte mir freudigst seine Hilfe mit den Worten 
zu: »Es ist ja ein i^eineinsames Interesse, das uns zusammenführt 
und hoftentiich einmal auch die Augustiner-Chorherrenstifte Öster- 
reichs zusammenbringen wird zu einer Kongrei^ation.« — Dieses 
Werk, das Ergebnis gemeinsamer, mühevoller Arbeit mehrerer Mit 
glieder der Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs, zeigt deutlich 
wie gemeinsames Streben in gemeinsamen Interessen Früchte zu 
zeitigen vermag, die dem einzelnen nicht beschieden sind. Möge 
es daher auch erkennen lassen, wie vorteilhaft eine Vereinigung 
der genannten Stifte wäre zu gemeinsamem Wirken in gemein- 
samen Angelegenheiten. 

In allem soll aber die Schrift, die jetzt in die Welt hinaus- 
geht, zur größeren Ehre Gottes dienen, denn demütig müssen wir 
mit dem heiligen Augustinus (Super Psalm. 70) gestehen: 

>Haec tota scientia magna hominis, scire, quia ipse nihil est 
per se, et quoniam, quidquid est, ex Deo est et propter Deum.« 

Kritzendorf, den 24. November 1904, am Feste des heiligen 
Prosper. 

Berthold Otto Cernfk, 

reir. totem. Cborh«rr. 



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Inhaltsverzeichnis. 



I. Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes St. Florian 
von 1600 bis auf den heutigen Tag/ 1-179. 

Seite 

Franz Klaiidius KröH (Predigt, Askese)**) 3 

Johann Leopold F.rh (Prctii^'^t) 4 

Johiinn Fv. Pachl (Geschichte, Tlieolo>(ie) 4 

Johann Jakob Olben (Mathematik) . . 6 

Josef Phih'hcrt Gros v. Fhrenstein (Predigt) . 6 

Ignaz Josef Ftix (i^redigt) 7 

Damian Franz Schuemaiin (Predigt) 8 

Johann Georg Wiesmayr (Geschichte, Theologie) 8 

Leopold Woifgaiig Trebcrer (i^redigt) 14 

Konrnd Meimersdorf f (f^reciigt) [5 

Ignaz Lintner (Predigt) IS 

Josef Anton Pröller (Askese) 16 

Josef lakob Weiller (Askese) 16 ♦ 

Engelbert Hoffmann (Predigt, Askese, Geschichte) 17 

Christoph Richard Zacher v. Sonnenstein (Predigt) 18 

Johann i^aul flauer (F^rcdigt) \9 

Fran? Ser. Au mann (Mnsik) 20 

Johann Georg Pfisterer (Theologie) 22 

Theophiliis Hertnanseder (i^redigt) 23 

Johann Michael Ziegler (Bibliographie) 24 

Josef Reiter (I\jesie, Theologie) 27 

Franz J. Frcindaller (Thc()logie) 32 

Johann Ev. Kurnpfliofer (Predigt, Geschichte) 38 

Aiigiistin Pscharr (Geschichte) 39 

Franz Ser. Kurz (Gescliichte) 40 

Karl Eduard Klein (Bibliographie) 49 

Josef Frcnner (['ocsie) 50 

Michael Arncth (Theologie. Philosophie, Pädagogik) 52 



•) Die Schriftsteller der einzelnen Augusliner-Chorherrenstifte sind nach 
den Jahren ihres Eintrittes in das betreffende Stift chronologisch geordnet. 

••) Innerhalb der Klammern sind die Gebiete bezeichnet, auf welchen 
sich die angeführten Schriftsteller vornehmlich literarisch betätigten oder noch 
betätigen. 



X 



Seite 

Josef Schmidberger (Pomologie, Entomologie) 56 

Franz Xav. Danzwohl (i\ida};^ogik) .»» 60 

Josef Qugger (Poesie) 61 

Franz Xav. Pritz (Geschichte, Theolo^^ne) 62 

Franz Ser. Balthasar v. Schwinghaimb (Theologie) 65 

Josef Qaisberger (Archäologie, oberösterr. Geschichte) 68 

Josef Reind! (Diploniatik, Archäologie) 73 

Josef Clitnci (Oeschichtc) 74 

Ferdinand Sterneder (Poesie) > 100 

Josef Stern (Bienenkunde, Askese) 100 

Jodok Stülz (Cjeschichte) 102 

Kar! Ritter (Kirchcngeschichte. Askese) 113 

Dr. Josef Reiter (Theologie) 114 

Georg Schafflinger (Literaturgeschichte) 117 

Peter Riepl (Pädagogik). 117 

Johann Georg Winterstcller (Theologie) HS 

Ignaz Traumihler (Musik) 119 

Josef Putz (Preciigt) 121 

Alhin O.erny (Geschichte, Bihliograi^hie) 122 

Ernst Marinelli (Poesie. Reiseheschreihiing. Rethorik) 127 

Anton V. P. Ozlberger (Geschichte, Biographik) 134 

Karl Reichhart (Sozioh^gie) 135 

Karl V. Bergmann (Theologie) . . 135 

Michael Dörr (Sozialpolitik) 136 

Johann B. Bieselmayr (Ruhrizistik, Liturgik) 137 

Albert Pucher ( Kirchenrecht. Kirchengeschichte) 139 

Johann N'ep. Faigl (Geschichte. Sozialpolitik) 141 

Jakob Wayll (Geschichte) 144 

josef Sailcr (Thecjlogie) 144 

Josef Hubcr (Geschichte) 146 

Wilhelm Pailler (Belletristik, Biographik) 147 

Josef \Vc\l\ (Theologie) 153 

Matthias Ruperlsberger (Entomologie) 157 

Bernhard Deubler (Theologie, .Wusik) 159 

Dr. Engelbert .Mfihlbacher (Geschichte) 160 

Franz Althuber (Belletristik) 164 

Dr. Michael Gitibaucr (Philologie) . . 164 

Johann B. Langthaler (Volks- und Jugendliteratur) 168 

Dr. Johann v. Kr. Ackcrl (Theologie) 171 

Josef Hofmaninger (Theologie) 173 

I^r. Josef MoisI (Theologie) 174 

Alois Pachinger ( Iheologie) 174 

Leopold Vetter (Theologie) 175 

Franz Xaver Prandl (Theologie) 175 

Matthias Silber (Askese) 176 

Matthias Lehner (Predigt) 177 

Franz Xaver Ritz (Reisebeschreibting, Geschichte) 177 

Franz Xaver Asenslorfcr (Tlu-okigie) 178 

Franz Xaver Müller (Musik) 179 



XI 

II. Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes Reichers- 



berg von 1600 bis auf den heutigen Tag. 181—204. 

Srit» 

Johann Chnsostomus Simon (Diploniatik) 183 

Gabriel Adler (Biographik) 183 

Gregor Schuemann (Hagiographic) 184 

Quarin Föckler (Askese) 184 

Sigismund Schupert (Biblische Exegese) 184 

Augustin Lipowsky (Geschichte) 185 

Raphael Buz (Geschichte) 186 

Nikolaus Tolentinus Geisler (Biographik) 186 

Leopold ReuB (Botanik) 187 

Eduard Zöhrer (Poesie. Musik) • 187 

Bernard Appel (Geschichte) 1Q3 

Gregor Dohlhamer (f^oesie, Sozialpolitik) 103 

Floridus Harrer (Predigt) 198 

Leander Schaff er (Askese) 199 

Konrad Meind! (Geschichte, Biographik, Predigt) 199 

Floridus Blfimlinger (Belletristik) « 202 

Odulf Bliimlinger (Puhli/istik) 204 

Bertrand Zallinger (Kunstgeschichte, Belletristik) 204 



Hl. Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes Kloster- 
neuburg von 1600 bis auf den heutigen Tag. 205 273. 

Nebridius Müller von Mündelheini (Theologie. Philosophie) 207 

Norbert Heermann (Geschichte) 208 

Ernest Sauer (Geschichte) 211 

Adam Scharrer (Geschichte) 211 

Augustin Weillender (Predigt) 212 

Johannes Keß (Poesie, Geschichte) 213 

Patritius Aicliingcr (Predigt) 213 

Dr. Augustin Pistl (Theologie. Geschichte) 213 

Dr. Gregor Grueber (Predigt) 214 

Alexander Stahel (Geschichte) 215 

Dr. Ferdinand Karl Ristl (Theologie) . . . . ♦ 215 

Benedikt Prill (Archäologie. Kunstgeschichte) 216 

Wilihald Levrer (Geschichte) 216 

Florian Ulbrich (Mathematik) 223 

Dr. Daniel Tobenz (Theologie) 225 

Amhros Conrad (Nun)isniatik) 227 

Dr. Petrus Fourerius Ackermann (Biblische Archäologie. Exegese) . . . . 228 

Jakoh Ruttenstock (Kirchengeschichte) 234 

Andreas Mock (Orientalische Sprachen) 237 

Franz Xaver Schwoy (Theologie) 238 

Maximilian Fischer (Geschichte, Bibliographie) 240 

Vt^ilhelm Sedlac/ek (Predigt) 242 

Alois Schützenberger (Geschichte) 243 

Hieronymus Österreicher (Theoh)gie) 244 

Otto Wolf (Rom. Choral. Poesie) 245 



XII 



Sdl£ 

Friedrich Baiimann (Askese) • 246 

Dr. Vinzenz Sebacic (Theologie, Biographik) 246 

Florian Th.iller (Kunst- und Kirchengeschichte) 250 

Dr. Hartmann Zeibig (Geschichte, Bibliographie) 251 

Koioman Krieger (Kunstgeschichte. Predigt) 254 

Ubald Kostersitz (Qeschichte) 255 

Adam Mally (Kirchengeschichte, Sozialpolitik) 256 

Engelbert Fischer (Volks- und Jii;^^cndliteraliir, Theologie) 257 

Ivo Sebald (Kunstgeschichte, (jescliichte) 262 

Severin Wen/louskN' (Kirchengescliichte) 263 

Berthold F.gger (i^ihlizistik, Hagiographie, Philosophie) 266 

Rudolf Eichhorn (Soziologie) 267 

Roman Minmielbauer ([Publizistik) 268 

Karl Drexler (Kunstgeschichte, Geschichte) 264 

Ubald Felbinger (( leograiiliie) 270 

Friedrich l'iffi (I>ubli7.istik. Sozialpolitik) 270 

Dr. Wolfgang l'auker (Geschichte, Kunstgeschichte, Theologie) 270 

Hermann Pfeiffer (I)i|>loniatik) 271 

Vinzenz Ludwig (1 heologie, Soziologie) 272 

Berthold (^ernik (( )rdensgescliiclite, Hagiographie) 272 

Andreas VVeilienbäck (Musik) • 272 



IV. Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogen - 
burg von 1600 bis auf den heutigen Tag. 275—288. 

Dr. Martin Müller (Hagiographie) 277 

Georg Donberger (Musik) 278 

Augustia Beyer (Geschichte) 279 

Petrus Schreiber (Biblische Exegese) 280 

Johann von Klöckern (Poesie) 280 

Frigdian Mies (Geschichte, Katechetik) 280 

Anton Fank (Predigt) 281 

Dr. Florian Appel (Theologie) 281 

Matthias Eigl (Pastoraltheologie, Askese) 282 

Alipius Szovik (Geschichte) 283 

Wilhelm Bi^lsky (Geschichte) 283 

Fmmerich Wallncr (Predigt) 285 

.Wichael Faigl ( Diplouiatik) 286 

Ferdinand Mann (Askese) 286 

Frigdian Schmolk (Geschichte) 286 

Otto Schweizer (Geschichte) 287 

Georg Baumgartner (Geschichte) 287 



V. Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes Neustift 
bei Brixen von 1600 bis auf den heutigen Tag. 289—314. 

Adam Weber (Theologie, Philosophie) 291 

Fortunat Troyer (Askese) 291 

Kaspar Remich (Geschichte) 292 



XIII 



Seite 

Dominikus Koler (Geschichte) 292 

Philipp Neri Puell (Qeschichte) 293 

Possidius Fent (Theologie) 2Q4 

Franz Xaver Oroß (Orientalische ['hilologie, Bihlio^aphie) 294 

Ambros Hevsler (Klass. Philologie) 295 

Benedikt Paldele (Geschichte) 296 

Gregor Bachlechner (Botanik) 2VS 

Franz Sales Crazolara (Pädagogik) 298 

Heinrich Mohr (Zoologie) ♦ 299 

Theodor Mairhofer (Geschichte) 299 

Dr. Johannes Chrvs. Mitterrut?.ner (Theologie, Lingiiistilc, Biographik) . . 300 

Ludwig Tschiirtschentlialer (Mineralogie, Geologie) 307 

Peter Hofmann (Bibliographie) 307 

Leo Unterherger (Klaas. Philologie) 308 

Ingenuin Moser (Klass. Philologie) 308 

Aidohrand Weissteiner (Klass. Philologie) 309 

Albert Unterweger (Philosophie) 309 

Alois Glira (Klass. und indische Philologie) 310 

Isidor Steurer (Geschichte) 310 

Aniluos Hänimerle (Literaturgeschichte) 311 

Eduard Jochum (Klass. Philologie) 311 

Hartmann Ammann (Geschichte) 312 

Theodor Wieser (Kulturgeschichte) 312 

Firmin Prast (Belletristik) 313 

Benno Rutz (Musik) 313 



VL Schriftsteller des Augustiner -Chorherrenstiftes Vorau 
von 1600 bis auf den heutigen Tag. 315 -333- 

Dr. Eusebius Kendlmayer (Askese) 317 

Ildephons Kobald (Musik) 317 

Amandus Haring (Theologie) 318 

Johann Zunggo (Ordensgeschichte) 318 

Dr. Marcellin Simbinelli (Askese) 319 

Dr. Julius Oußmann (Theologie, Philosophie, Bibliographie) 319 

Anianus Stadler (?) , 320 

Dr. Aquilin Caesar (Geschichte, Theologie) 320 

Leopold Brigido (Askese) 322 

Eduard Domainko (Askese) 322 

Theophilus Kerschbaumer (Geschichte) 323 

Gottfried Schreitter (Entomologie) 324 

Franz Sales Prugger (Pädagogik) 325 

Ivo Eiselt (Musik) 327 

Dr. Marcellin Schlager (Theologie) 328 

Augustin Rathofer (Qeschichte) 328 

Norbert Lampe! (Musik) 328 

Ottokar Kernstock (Geschichte, Kunstgesch., Literaturgesch., Poesie). . . 329 

Eberhard Höfler (Predigt, Homiletik) 332 

Theodorich Lampel (Bibliographie) 333 



XIV 



VII. Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes Krakau 
von 1600 bis auf den heutigen Tag. 335—361. 

, Seite 

Christophor Loniewski (Hagiographie, Askese) 337 

Dr. Paul Pukata (Ordensgeschichte) 338 

Johann Biesiekierski (Askese, Hagiographie) 338 

Dr. Martin Kloc/yriski (Kirchenrechl, Liturgik) 340 

Dr. Hyazinth Liherius (l^redigt) 342 

Johann Kuklewicz (Ruhri/istik) 346 

Dr. Simon Augustin Zegarth (Dogmatik, Mathematik) 346 

Dr. Ludwig Fa^ciS7.ewski (Predigt) 346 

Stephan Ranothowicz (Hngiographie. Geschichte) 347 

Dr Michael Ruaiecki (Askese) 348 

Dr. Aquilin Michael Gorc/yriski (Theologie) 348 

Dr. Johann Herkulaii Maluszewic/ (Ortiensgeschichte, Dogmatik) . . . ■ 352 

Dr. Adalbert Bertrand Grabowski (Hagiographie) 3S3 

Felix Sliwinski (Dogmatik) 355 

Johann Kanty Chodani (Übersetzung, Thentogie) . 355 

Peter Arbncs Studentowicz (Ordensgeschiclite) ... 357 

Bertrand Jabloriski (Theologie) 357 

Eduard Gaimw (( icschiclne) 357 

Stanislaus Stotwinski (Predigt) 357 

Joannes Onarinus Hnhra) (Geschichte) ... 350 

Augustin HIacluit (Theologie, Geschichic) . . . 3^> 



Personenregister 363 

Orts- und SaL-hregistcr . 381 



1. 

Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes 

St. Florian 

von 1600 bis auf den heutigen Tag. 



i 



^crafk, SdirifM*ll«r d«r AogniMiier^liorhcrreiiitlfM. 1 



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Franz Klaudius Kröll. 

Kröll wurde am 16. April 1657 als Sohn vornehmer Eltern 
2U Wolfsberg in Kärnten geboren. Er trat am 21. November 1675 
in das Stift St Florian ein und legte am 22. November 1676 die 
ProfeS ab. Seine philosophische und theologische Bildung genoß 
er am Collegium Germanicum in Rom, wo er auch seine Primiz 
— den 15. August 1682 — feierte. Dort hatte er sich in jeder Be- 
ziehung so hervorgetan, daß die Jesuiten am Ende seiner Lauf- 
bahn im Kollegium an den damaligen Propst des Stiftes St fHorian 
David schrieben: »Angelum nobis misisti; hunc et virum Infula 
dignum remütimus.« Kröll war zunächst Pfarrverweser im Stifte, 
dann in Hargelsbeiig (vom 6. Oktober 1686 bis Jänner 1687), seit 
1. Jänner 1690 in Ebelsberg und vom Jahre 16^ an in Lasberg. 
1697 wurde er zum Stiftsdechant und am 21. OIctober 1700 zum 
Propst gewählt Als solcher erwarb er sich um das Stift groBe 
Verdienste. Emsig wurde an dem von seinem Vorgänger Propst 
JMatthäus von WeiBenbeig begonnenen neuen Stift^ebäude fort- 
gearbeitet und die ganze Hauptseite (die westliche) mit dem Portal 
und dem schönen Stiegenhause zu Ende gebracht An der Kirche 
baute Propst Franz den Frauenturm. Maler, Bildhauer und andere 
Jfinger des Kunsthandwerkes aus Deutschland und Italien fanden 
sich in St Florian ein, um wetteifernd ihre Kunst zum Schmucke 
der Kirche und des Klosters anzuwenden. Außerdem baute Propst 
Franz noch das Schloß zu iVlarbach und den Pfarrhof zu Wind- 
hag, nachdem er diesen Ort vom Verbände mit GrOnbach getrennt 
und zur Pfarre erhoben hatte. 

In Anerkennung seiner großen Verdienste um das Vateriand 
und das Kaiserhaus in den damaligen Wirren bot ihm Kaiser 
Josef L in einem eigenhändigen Briefe ein Bistum an, was aber 
Ptopst Franz bescheiden ablehnte. Er starb am 16. April 1716. 

Von i Ii ni stammt die Rede: 

Sri Benedictlnus oder Kellf^lantzendcr Sonnen-Planet deß Benedictinischen 
Himineis an dem uarbtnerischeti Horizonte, das ist: Unvergleichliche Wunder- 
luid Tttgoid^Strabicn deß Heiligen Bertholdip sonderbahren SdintZ'Patroii und 



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4 



Ersten Abbtens deß Löbl. Stifft und Closters Garsten in Österreich ob der 
Ennß. Den 27. Jiily 1704 als an dessen Hochfeyerlichen Solennitet in seinem 
Ehren-Tempel allda mit schuldigister Lob-Rede scheinbahr vorgestellt von Fran- 
cisco Probsten der Regulierten Chor-Herren zu S. Florian. Oedruckt zu Lintz, 
bey /ofiann RSdlmayr, 35 & 4*» und 

Statuta quaedam specialia Canoniac ad s. Florianum publice in capHuIo 
16. Dec. 1701. propotfta a Francisco Praeposito. Makt, Xi» 181. A. 8 ßi. 4«.') 

Johann Leopold £rb. 

fohann Erb, geboren zu Ebelsberg (Oberösterreich) am 
U. Oktober 1673, studierte die Philosophie in Linz, die Theologie in 
Wien iiiui trat am 2. Juni 1697 in das Stift St. Florian ein. An dem- 
selben Tage des Jahres 1698 legte er die Profeß ab, und am 2. Fe- 
bruar 1702 las er seine erste heilige Messe. Er wurde zunächst im 
Stift I^arrvikar 1714 in Mauthausen, 1725 in Ebelsberg, 1729 in 
Walding. 1730 kehrte er in das Stift zurück, wo er das Amt eines 
Stiftshofmeisters übernahm und am 4. Mai 1736 das Zeitliche segnete. 

Von ihm erschienen im Druck die Reden: 

Dies solemnis, oder Herrlicher Feyrtag, das ist: Hochfeyerliches Danclt- 
und Freuden-Fest über die Erhöhung Ihro Durchlauchtigsten Eminenz des allcr- 
vortrefflichstcn Kirchen-fürsten und Oeyittrpitrten Vatters, des Hochwürdigsien 
Herrn der H. Rom. Kirchen Cardinais und Ertz-Bischoffs zu Benevent Fr. Vin- 
cent!) Mariae Ursini, nunmehr Benedict! des Dreyzchendent aus dem Heil. 
Prediger-Orden S. P. Dominici des Vierdten Römischen I^psts auf dem PIpst- 
liehen Thron. Da in der Pfarr- und Prediger-Kirch des Marckts Myntzbach In 
Ober-Ös( erreich am Sechsten Sonntag nach Pfingsten, als den 16. Julij 1724. von 
Jhro Hochwürden und Gnaden (Tit.) Herrn, Herrn Josepho, des Mochlöbl. 
Collegiat-Stüffts der Regulierten Chor-Herren Congr. Lateran, /u WaUihaußcn 
Würdigsten Probsten das Ambrosianisch<Augustinianische Lob-Oesang ange- 
stimmet, das hohe Ambt abgesungen, und Sotemne Procession mit HochwAr" 
digsten Altars-Sncrnmenl gehalten worden, vor einen Voickreichen Auditorio 
unter vilmalilij^eri Irompeteii- und Paucken-Schall, auch continuirliche Abfeurung 
des Geschützes mit 12. Pöllern, mittels zierlicher Cantzel-Kede angestellet von 
. . . Joanne Leopoldo Erb, . . . und aus Verordnung ... in öffentlichen Druck 
herausgegeben. Steyr, gedr. bey Joseph Oriinenwald. 13 S. 2". 

Trinum perfectum, das ist: Dreyfache Festivität an einem Tag, nemlicb 
den 24. April 1731. . . . Linz, gedr. bei Job. Michael Felchtinger. 24 S. 4". 

Johann Ev. Pachl. 

Johann Pachl, oreboren zu St. Veit (Oberösterreich) am 
4. AujTiist 1674, studierte die Huinaniora und die Philosophie in Linz, 
die Theologie in Wien und wurde am 28. Oktober 1099 im Stift 
St. Florian cint^a^kleidet. An demselben Taoe des Jahres 1700 legte er 
die Profeß ab und am 11. April 1706 feierte er seine Primiz. Schon 

^) Die mit der Fachnummer XI und mit arabischen Zahlen signierten 
Handschriften des Stiftes St. Florian befinden sich in der Bibliothelc dieses Stiftes. 



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5 

nach dreijaliren wurde er Novizenmeister und 1714 überdies Dechant, 
am 27. Mai 1716 legte er aber beide Ämter nieder. Der Propst ernannte 
ihn nun zunächst zum Verwalter der stiftlichen Weingärten in Wein- 
zier!, am 14, November 1716 zum Pfarrverweser von Grunbach, am 
17. Juli 1717 von St Marienkirchen. Doch schon am 1. Oktober 1719 
kehrte Pachl in das Stift zurück, wo er seit 1720 als RiMiothekar und 
seit 1722 auch als Archivar fungierte. Von 1726 bis 1727 war er Ver- 
walter des dem Stifte gehörigen Schlosses Marbach. Im Jahre 1728 
in das Stift zurückberufen, übernahm er abermals die Verwaltung 
der Bibliothek und des Archivs. Am 23. Jänner 1733 wurde er zum 
zweitenmal zum Stiftsdechant gewählt, und ihm zugleich das Amt 
eines Novizenmeisters und Examinators pro cura animarum nost- 
rorum religiosorum« übertragen. 1735 legte er das Dekanat freiwillig 
nieder, wurde aber sogleich einstimmig zum drittenmal zum De- 
chant gewählt und blieb es bis zum 20. Februar 1736, worauf er 
abermals resignierte. Er bekleidete dann neuerdings das Amt eines 
Novizen m ei sters, dessen er aber schon am U. November 1737 auf 
seine Bitte hin enthoben wurde. Er starb am 14. Februar 1744. 

Pachl war ein Mann von seltenen Kenntnissen. Ohne Zweifel 
angeregt durch den großartigen Aufschwung der historischen 
Wissenschaft in Österreich, welcher den Brüdern Pez') aus Melk 
zu verdanken war, vielleicht auch von ihnen, als sie sich in St. Florian 
aufhielten, um die Handschriften zu durchforschen, persönlich 
bestimmt, ging er daran, eine urkundliche Grundlage zur Ge- 
schichte seines Hauses zu legen. Er ordnete und registrierte zu- 
nächst das Archiv; dann katalogisierte er auch die Handschriften 
der Bibliothek. 

Folgende Arbeiten verdanken ihm ihr Entstehen: 
Diplomatarlum Florianense seu Domtts S. Flori mi iim sui- t cc'esiis et 
confoederatione cum Lateranensihus ex vetustis diploniatihus exhibita. 1724. 
Mscr. CIL 4". I und II, 154 S. (eigentlich 177), Iii, 182 S.») 

- Bencbictores Ctnoni« ad Sanctum Florianum, quorum plurtmi per aliquot 
saecnla erant incogniti, ex vetustis M. S. Domestlds velut e tenebris in lucent 
notitiae educti, ordineque alphabetico primiim descriptl, nunc vero iussu Reve- 
rendissimi, Perillustris, ac Amplissimi Doniini, Doinini. Praesulis Joannis Baptistae 
gloriosissime modo repcntis ad perpetiiani gratamque eorum mcmortani tvpo 
vulgati. Anno. M.DCC. XXIX. Lincii, Typih Joannis Caspari Leidenmayr, Siatuuni 
Sttperioris Austrfae Typographi. It S. Tf, (Anonym.) 

Topographia Florianensis seu Structura Canoniae ad S. Florianum annexae. 
1743. Mskr. LXXVIll. 

^) Pacht stand mit ihnen In regem Briefwechsel und lieferte ihnen manchen 

wichtigen diplomatischen Beitrag zu ihren historischen Sammlungen. 

) Die tritt römischen Zahlen bezeichneten Manuskripte von St. Florian 
haben ihren Standort im Archive. 



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6 



Series Praeiatorum. 

Index JMttiiitarlptoriini Cuimitee ad S. Flmianum sectuidum duaes et 
lecundttnt alphabetuiti. Mscr. XI. 679. 58 BI. 2*. (Eine Abschrift dieses Kod. ist 

das Mskr. XI. 6S0. 81 Bl. 2".) 

Mnniiductio ad Perfectionem Re!ij»io5am per vin^ rectas et planas ad 
usuni privatum Novitiorura concinnata et in duas partes distribnta authore . . . 
Mscr. XI. 177. S. 1 -174. 4". (Eine Abschrift dieser Manuductio von der Hand 
des Prälaten Johann OeorgWiesniayr(s.d.] enthält das Mskr. XI. 178. Bl. labi«46b.4*.> 

In dem Snbsidium ad Religiosomm Catalogum des Propstes Johann Georg 
lesen wir auf pag. 5 : Pacht mansuetiorlbus et severioribus disciplfnis Theologiae 
spcculativae prapprimfs inier coaevos princeps; juvandae memorhe erffo tomum 
in 4*' pro oppui^nationtbus philosophicis et theologicis propria manu conscrip- 
sit cum numenciatura exterius apposita: Amicus in necessitate.^ (Wahrschein- 
lich efne Apologie der katholischen Religion; ist leider verloren gegangen.) 

Johann Jakob Olben. 

Olben, geboren zu Kralnbuii^ in Kraln am 5. Juli 1643, ab- 
solvierte in Wien die Theologie und wurde 1008 zum Priester 
geweilii Er war zunäclist drei Jahre als Pfarrvikar in der Stadt 
Laa tätig, fungierte dann dreizehn Jahre als Hofkaplan in Passau 
und wurde schließlich Dechant von Freistadt und Pfarrer in 
Traiskirchen. Um seine Tage ruhiger den Wissenschaften, be- 
sonders der Mathematik, in der er bedeutende Kenntnisse besaß, 
widmen zu können, resignierte er freiwillig und trat am 5. Mai 17Q2 
in das Stift St Florian ein. Am 5. Mai des Jahres 1703 legte er 
die Oelfibde ab. Interessant ist, daß er völlig erblindete, gegen 
alles Erwarten aber wieder das Gesicht erlangte und bis zu seinem 
Tode am 10. Juni 1725 sehr gute, scharfe Augen besaß. 

Von ihm haben wir fol ölende Schriften: 

Novae Ephemerides Florianenses, quibus praeter alia hic annexa, ignutum 
hactenus illud, operationum tanien humanarum acuto discretoque visui magno 
pere necessarium, idoneum & accommodum dluroae lucis roomentum, restricta 
Dilucuii & Vesper! denomlnatton^ ad indytae Canoniae S. Florian! Meridlanum 

& Horizontem praecise exhibetur, pro anno Domini 1704. concinnatae . . . Pubti- 
cata ex inventis, studio et opera Joannis Jacobi Olben, . . . Lincii, Typis Caspari 
Josephi Freyschmid. Inclyt: Superior: Stat: Typogr. 1704. 14 S. 2 , 

Mehrere mathematische Abhandlungen. Mskr. in der Stiftsbibliothek. 

Josef PhiUbert Gros v. Ehrenstein. 

Er wurde am 20. Jänner 1084 in Linz geboren, studierte daselbst 
die (^hilos()i)hie, am C()lle«{iuin üermanicum in Rom die Tlieolügic und 
trat am 1. November 1702 in das Stift St. Florian ein. Am 1. November 
des tolL^i'iiden Jahres legte er tiie I'rofclj ab und am 24. Jiinner 1707 
zeielMierte er in Rom seine erste heilij^e Messe. Er war vom 10. Sep- 
tember 1712 bis 6. Oktober 1714 Stiftsptan vikai, vom 27. Mai 17löan 



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7 



Stiftsdechant, von 1 723 bis 1 725 Pf arrvi kar in Lasberg. Am 30. März 1 745 
wurde er zum zweitenmal zum Stiftsdechant gewählt, als welcher 
er am 19. Mai 1751 aus diesem Leben schied. 

Von ihm stammen folgende Predigten: 

Sepulchrum gloriosutn oder Herrliches Grab, weilen in diesen durch die 
Tugend, der Tod Anselmi begraben worden, das ist: Schuldigiste Leich- und 
Ehren-Red: über das TugendhafHe Leben und aeelige Abieiben deS weylttid 

Hochwfirdigen in Ooit Wohl-Edlgebohrn- und Hochgelehrten Herrn, Herrn 
Anselmi würdigisten Abbten deß weitberühmbtesten Hoch-Löbl. Stiiffts Garsten 
. . . Bey solenner Seelen- und Ehren-Begäng^nuß, vor einen Hochwürdig-Hoch- 
Adelich und volckreichen Auditorio in der Stüfft- und Cioster-Kirchen gehalten 
den 14. Maij, Anno 1715 — Permissu Superiorum. Steyer, Gedr. bey Joseph 
Orflnenwald, im Jahr 1715. 19 S. 2*. 

Pastor bonus. Der gute Schääffler. Das ist: Schuldige Ehren-Predig in 
der anderen T^imitzen deß Hocliwürdigen Herrn Francisci Schääfflers Can. Reg. 
zu St. Florian Capitularis Senioris, und dermahiigen Pfarr-Vicarii zu Ansfelden, 
da jene den 6. Jenner 1724 in der Collegiat-Kirchen bemeldten Stüffts hoch- 
feyrlich begangen worden, . . . Linz, gedr. bey Johann Caspar Leydenmayr, 
. . . 16 S. 4«. 

Das mit dem Himmel frohlockende Florian. Oder schuldige Ehren-Predlg 

deß Hoch-Ehrwiir Jigen Herrn Laurentii Pitteroff, deren reguHrtcn Chor-Herren 
deß Löblichen Stüffts St. Florian Professi, da selbiger den 15. Augusti 1729. in 
seiner Collegiat-Kirchen als ein 5ü.jähriger Jubel-Priester bey dem Altar deß 
Herrn gestanden . . . Lintz, gedr. bey Johann Caspar Leidenmayr, ... 23 S. 4*. 

Ignaz Josef Fux. 

Fu X, geboren zu Nikolsburg in Mähren am 11. Februar 16Q7, 
empfing am 4. Oktober 1713 in St Florian das Ordenskleid, legte 
am 14. Oktober 1714 die ProfeB ab und feierte am 30. Juni 1720 
seine Primiz. Er wurde noch Im selben Jahre Kooperator In Vöckla> 
brück, 1722 Pfarrverweser im Stifte, 1726 in Kleinzell, 1734 in Ebels- 
beig, 1730 in Ried, am 26. Juni 1741 Stiftsdechant, am 4. Februar 7431 
außerdem Novizenmeister, 1745 Pfarrvikar in Vöcklabruck und siari> 
daselbst am 19. Juh' 1759. 

Er verfaßte: 

Panegyricus Divo Joanni ante Portam Latinam, primo in terris Theologo, 
Theologiae Conditori; quam olim in Copna didicit, sub Cruce docuit, in Oleo 
propufifnavit, dum in l^rincipe Divi Sti plinni Proto-Martvris Basilica inclyta 
Facultas theulugica ejusdem Sancti 1 uteiaris aui annua Sulennia ad aras cele- 
braret, coram intiquitsimae, ac celeberrimae Unlversitatis Vienncnais Senatn 
Popnloque Academlco . . . dictut a . . . Anno IMDCCXV. Die VI. Mafj. Viennae 
Aiittriae. Typis Ignatii Dominici Voigt, ... 14 S. 2". 

Concio PanegT,Tica de S. l^^atio Lojofa dicta apud R. H. W P. Soc. Jesu 
in Traunkirchen Anno 1750. Mskr. XI. 3S2. A. 23 Bl. 4\ Handschr. des Verfassers. 



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8 



Damian Franz Schuemann. 

Er wurde am 16. September 1696 zu Wien geboren und genoB 
seine theologische Bildung im CoUegium Oermanicum zu Rom. Am 
4 Oktober 1715 erhielt er im Stifte Si Florian das Ordenskleid und 
ein Jahr später legte er die Profeß ab. Seine Primiz feierte er in Rom 
am Q. i^ärz 1721. Er war von 1722 bis 1728 Kooperator in Feld- 
kirchen und starb zu Wien am 4. Juli 1729. »Vir magnae spei, 
eruditus, praeprimis in poeticis«, schreibt Pscharr (s. d.) fiber ihn in 
seinem Catalogus . . . Canonicorum Regularlum . . . Ecciesiae colle- 
giatae St Floriani. (Mskr. XI, 537. A. in der Stiftsbibliothek Si Florian.) 

Von ihm erschien eine 

Lohrede auf den Ii. Patriarchen und Pflegvater Christi, Joseph. Gesagt in 
dem hochlöbl. Gottesiiaus derer wohlehrw. P. P. Carmeliter-Barfüßern in Linz» 
von Damiano Francfsko Sdinemann, reg. Ciiorherni zu St Florian. Wien, gedr. 
in der kais. Reicli»- und Hof'Baciidrttckerey. 1722. 20 S. 4*. 

Schuemann ist auch Schreiber der Codices XI, 213 (1719 und 1720) und 
XI» 214 (1718 und 1719) der Stiftsbibliolhek von St. Florian. 

Johann Georg WlcsmayrO 

Johann Georj^ Wicsmayr wurde am 4. April 1695 zu 
St. Florian geboren. Er trat am 29. Jimi 1716 in das Stift ein, legte 
ein Jahr später die Profeß ab und feierte bereits am 1. Oktober 1719 
seine Primiz. Er wirkte vom Jalne 1722 bis 1730 gleichzeitig 
mit Treberer (s. d.) als Kooperator an der Stiftspfarre, wurde dann 
Pfarrvikar in Ebelsberg und am 19. Oktober 1732 wählten ihn die 
Chorherren von St. Florian fast einstimmig zum Propst. Er starb 
am 9. Juli 1755, kaum zurückgekehrt vom BmiIl- ( :a>tLm, an dessen 
Heilquelle er, vom Schlage gerührt und von der Wassersucht er- 
griffen, Mcilung gesucht hatte. 

lohann Georg war einer der verdienstvollsten Vorsteher des 
Stiftes Florian. Selbst ernst und mäßig bis zur Übertreibung, Feind 
alles äulJercn Gepränges, fromm und rein in Gesinnuni: und Wandel, 
suchte er diesen Geiht auch seiner ganzen Umgebung, vurzüglich 
seinen Kapitularen, einzujiflaii/cn. Mit Ernst und Nachdruck, aber 
auch mit Erfolg eiferte er für Zucht und Ordnung, für die treue 

>) Vgl. Mflhlbacber, Die iiterarisdien Leistungen des Stiftes St Florian. 
(Als Manuskript gedruckt.) S. 51-53, 58, 60-62, 65—90; Stülz, Gesch. d. rtg. 

Chorh.-Stiftes St. Florian, Linz 1835, S. 166- 180; Piicher. Das Chorherrenstift 
St. Florian in Oberösterr. ; siehe Brunner »Fin Cliorherrenbuch , Würzburg 1883, 
S. 38 —40 ; Pscharr, Catalogus . , . Canonicorum Heg. . . . Eccles. colleg. St. Florian. 
Mskr. in St. Florian, p. 153, 161. 



9 



und gewissenhafte Verwaltung der Seelsorge, für Würde und An- 
stand bei der Verrichtung des Gottesdienstes. Der päpstliche 
Nuntius am Wiener Hofe, der gelehrte Passionei, äußerte nach 
einem Besuche des Stiftes im Jahre 1745: »Die Ordnung und 
Zucht der Kanoniker hat mich in Erstaunen gesetzt . . .« Besondere 
Sorgfalt widmete Johann Georg der Einführung der Novizen und 
Kleriker in das geistliche Leben und in die Wissenschaft. 

Er ist nicht nur der Erbauer, sondern auch der eigent- 
liche Gründer der Bibliothek, im Haag, in Venedig, Lucca, Rom^ 
Salzburg, Regensburg, München, Wien hatte er Agenten zur An- 
kaufung seltener und wichtiger Werke; von 1736 bis 1754 wurden 
11^ fl. 36 kr. dafür verwendet.^) Ihm verdankt die Bibliothek 
ihr wissenschaftliches Fundament Hatten die früheren Erwerbungen 
größtenteils der Theologie gegolten, so fanden nun auch andere 
Gebiete des Wissens, namentlich die Geschichte, besondere Be- 
rücksichtigung; die sogenannte Corpora und Thesauri, die Scriptores 
und Opera, die Polyglottenbibeln und Maurinerausgaben der Kirchen- 
väter wurden von ihm angeschafft Bei hervorragenden Gelehrten, 
wie Euseb Amort, P. Odo Scharz, früher Professor und Rektor 
der Universität in Salzburg, holte er sich Rat, andere, wie Abt 
Bessel und P. Debiel (der erste Direktor der theologischen Fakultät 
in Wien nach ihrer Reform und der erste Rektor des Theresianums), 
sandten ihm als Beweise ihrer Achtung ihre Werke. Hanthaler und 
P. Basil Hölzi, Servit in Wien, lieferten ihm weitläufige Abhand- 
lungen über die Ordnung der Bibliothek, weiche auch 1745 von 
Timer Hölzl und dem Linzer Buchhändler llger neu katalogisiert 
wurde. 

Besondere Aufmerksamkeit widmete Johann Oeorn- dem Arciiiv. 
Hier ginr^eti ihm besonders Hanthaler und Hieronymus Pcz an die 
Hand. Er hatte aucfi einen seiner Oeistliciien, Josef Pro 11 er (s. d ), 
für diese Arbeiten m Aussicht genommen und sandte ilm danmi 
nach St. Pölten, damit er »in ordine ad instruendam Bibiiothecam et 
Archivum am und andere Information die alten Codices zu lesen 
von H. Duellio einholen khönte . M Timer wurde nach Wien ge- 
schickt, um sich in der französischen, italienischen und hebräischen 

') Die Kammereirechnungen des 16. und 17. Jahrhunderts geben keine 
Spezifikation der angekauften Bücher. Joh. OcorR:? Buchführung (Ms. XI, 684) ist 
sehr genau und bietet nicht uninteressante Daten über die damaligen Preise der 
Bücher. Em Auszug bei Czerny, Die Bibliothek des Chorherrenstiftes St. Florian, 
Linz 1874» S. 241 f. 

-) Einem Choriierrn von S(. Florian. 
Johann Georg an den Prilaten des Chorherren-Stiftes St. Pölten; 
21. Sept 1735 Konz. 



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ip 

Sprache sowie in der Fiibliothekswisseiischaft auszubilden; er be- 
nützte diese Zeit auch, um sich numismatische Kenntnisse zu er- 
werben. 

Johann Geor^^ erstand 1748 um den Preis von 20.000 fl. die 
Münzsammlung des berühmten Venezianers Apostolo Zeno (10.766 
Stücke, davon 433 von Oold), nachdem sie der j^eleiirte Professor 
und Bibliothekar am Theresianum in Wien Erasmus Fröhlicli für 
eine der vorzüglichsten, dergleichen man in Deutschland nach den 
Münzsammlungen der höchsten Fürsten finden kann«^, erklärt hatte. 
Auch das Naturalienkabinett und die Kunstsammlung fanden in 
liim einen Gönner. Bedeutende Summen wurden für die Aus- 
schmückung des eben vollendeten Hauses durch prachtvolle Ge- 
mälde von Altomonte und anderen erübrigt. 

Für die Stiftskirche lieli Propst Wiesmayr eine Kanzel von 
schwarzem Marmor aus einem Bruche bei Lilienfeld von dem Bild- 
hauer Jüsef Res! in Wien anfertigen und von dem Hofjuwelier 
Johann Andre eine Monstranze von Gold, deren innerer Wert auf 
9500 fl. geschätzt wurde, außerdem mehrere, darunter zwei sehr 
wertvolle, Ornate. 

Er mußte auch das Spital und das mit demselben verbundene 
Bruderhaus, welche 1746 abgebrannt waren, wieder aufbauen. 

Da sich bezüglich der mit dem Ansclilusse an die Lateranen- 
sische Kongregation verbundenen Rechte und Privilegien Zweifel 
erhoben, erwirkte Johann Georg eine Bestätigungsbulle des Papstes 
Benedikt XIV. mit spezieller Autzäiiiung der Privilegien (15. No- 
vember 1741). 

Ein Freund des Friedens, bemühte er sich, sch^^ ankende oder 
streitige Rechtsverhahiiisse zwischen dem Stifte und dessen Nach- 
barn gütlich zu ordnen, um allen Prozessen zuvorzukommen. Lin 
derartiger Vergleich brachte auch das Patronat der von den Grafen 
von Starhemberg errichteten und düliciten Pfarrkirche zu St. Gott- 
hard an das Stift St. Florian, wogegen letzteres das Patronat von 
Guttau an den Grafen von Starhemberg, jenes von Heinnrlisschlag 
im Viertel ober dem Manhartsberg in Niederöstei icieh an das Kloster 
Wilhering zur tntschädiguiig für mehrere Häuser abtrat, welche 
der Pfarre üraiiiniastetten entzogen und St. Goiiiiarü cinverieibt 
wurden. 

Unter seinem Vorgänger, dem mitiiunigen I^ropst Johann 
B. Födermayr, hatten sicfi in der Wirtschall manche Miührauchc ein- 
geschlichen. Diesen trat Joliann Georg mit unerlnitlu lier Strenge 
entgegen und wachte mit groiier Sorgfalt über Spai:sainkeit und 
Ordnung in der Hauslialtung. 



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11 

Als Vorstand St. Florians nahm Johann Georg auch an den 
Landesangelegenheiten tätigen Anteil, so 1748 als ständi6cher Ver- 
treter an der AbschÜeßung des sogenannten Dezennalrezesses, an 
der Zustandebrfngung der Steuerrektifikation, die infoige dieses 
Rezesses vorgenommen wurde, und als eine Hofentschließung vom 
1. September und 17. Dezember 1749 den Ständen die freie Mani- 
pulation mit ihrer Kasse abnahm und eine Kasseadministration 
unter dem Präsidium des Orafen Andiern anordnete, wurde auch 
er zu einem der Beisitzer und Räte bei dieser Administration be- 
stellt Obgleich er einer der jüngsten Prälaten war, wurde er 
wiederholt zum Landtagskommissär ernannt und wohnte vielen 
Prälatenwahlen als kaiserlicher Kommissär bei. Zum Zeichen ihrer 
Gnade ließ ihm Maria Theresia bei ihrem Besuche des Stiftes am 
26. Juni 1743 ein sehr schönes, mit Smaragden besetztes Kreuz 
Qberreichen. 

Die begeisterte Liebe zum Hause, welche diesen ausgezeichneten 
Mann beseelte, lieh ilim aber nicht nur die Kraft, die äußeren und 
inneren Verhältnisse des Stiftes mit der größten Sorgfalt bis ins 
kleinste Detail zu ordnen, sondern wandte seine Mühe auch dem 
wissenschaftlichen Gebiete zu. Mit klarem Blicke erkannte er, daß 
wissenschaftliches Streben eines der unerläßlichsten Fermente des 
klösterlichen Lebens sei, daß diesem ohne jenes einseitige Ver^ 
flachung drohe. Johann Georg war keiner jener großen Geister 
welche durch ihre Arbeiten die Wissenschaft mächtig förderten; aber 
er hatte für sie ein inniges Interesse, ein tiefes Verständnis; er 
besaü umfassende Kenntnisse, er entwickelte eine erstaunliche 
Unermüdlichkeit, tr selbst zählt Ql Folio- und 12 Quartbände, die 
er entweder selbst schrieb oder durch andere schreiben ließ.') 
Davon sind freilich die wenigsten unter die literarischen Leistungen 
im eigentlichen Sinne zu rechnen und ebensowenig als solche 
beabsichtij^t; die meisten wurden nur durch praktische Zwecke 
veranlalit. hiir die Öffciitlit likeit war nichts bestimmt. Aber jene 
Aufzeichnungen und Sammlungen gehören jetzt der Geschichte an 
und sind zu vortrefflichen Quellen jener Zeit geworden. 

Man kann mit Recht sagen: Für keine Zeit ist so umfassendes 
Material zur Geschichte St. Florians vorhanden als für die Re- 
gierung Johann Georgs; durch ihn ist das Archiv des Stiftes zum 
instruktivsten Privatarchiv für die Geschichte Oberösterreichs in 
der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geworden. 



'} Einige sind in duplo, ebenso sind einige Arbeiten Pachte (s. d.) eln> 

gerechnet 



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12 



Unter anderem verfaßte Wiesmayr 1744 einen »Cataiogus 
Canonicoriim Reg. Lat. Colle?^. Ecciesiae ad S. Florianum' , der mit 
dem Jalire 1600 hep^irnit und später fortgesetzt wurde, und 174S 
ein Verzeichnis der Seeisorgi r der einzelnen stiftliclien Pfarreien 
seit dem Jahre 1600 unter dem Titel: *RapuIare seu Autographum 
Catalogfi Vicariorum et Cooperatorum in parochiis Collejrjo S. Floriani 
incorpuratis, recte ordine Succedentium.« (Mskr. Xi, 532. A, 56 Bl. 
in 2".) 

Im -Subsidium ad Catalogum« brachte er reichlichere Daten 

über die Mitlebenden. 

Sein »Informatorium domesticum (Mskr. XCVll, 3 Bde.) enthält 
allerlei Fingerzeige für einen neugewählten Prälaten, Formulare, Kotein, 
Aktenstücke etc. 

Das von ihm zusammengestellte «Directorium Decanalc tripar- 
titum Menstruale, Rituale, Disciplinale« (Mskr. XI, 513. A., XXIV 
und 530 S. 2".) bietet AufschluB über alle Angeleq^enheiten der 
Disziplin, des Ritus im Stifte St Florian, über üewolmheiten und 
Gebräuche des Hauses. 

Im »Cophinus Statutorum^ sammelte er die Statuten der 
Augustiner-Chorherreiistifte St. Pölten, Herzogenburg etc. 

Er verfaßte auch Statuta doniestica ') und das Rituale seu 
Caeremoniale pro Induitione, Professione et Primitiis pro Ecclesia 
S. Floriani. 

Zu Nutz und Frommen der wissenschaftlichen Sammlungen 
des Stiftes legte Propst Oeorg 1753 die »Collectanea pro adornando 
Cimelio, Techno|)liysiotameo, Bibliotheca et Archivo (Mskr. XC) 
an; für das Münzenkabinett ließ er die dreibändigen Catalogi in rem 
numariam anfertigen und ein Buch Hölbling's über das päpst- 
liche Muii/eiikabinett ( Notwendige Einleitung in das neuauf- 
gerichtete päpstliche Münzkabinett ) kopieren. 

Von grolier Bedeutung sind Wiesmayrs umfangreiche historische 
Samn]lungen, die bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts reichen 
und eine Fülle von kaiserlichen Patenten, Resolutionen auf die 
Beschwerden der ober- und niederösterreichischen Stande, Gutachten 
naim iitiich in puncto religionis, von Dokumenten zum BauenikMcge, 
SchriUeii in betreff der Besteuerung der geistliclien Güter, ständischen 
Schlüssen, Schriften übermihtärischeOrgam'sation, über die Leistungs- 
fähigkeit des Landes ob der Enns, über und gegen die Säkularisation 

') Solche erlieHcn in St. Florian auch die Pröpste: Leopold Veit (1600 12), 
Leopold L (1612-46), Franz (1700 15), Matthäus II. (1766 77), l eopoid IL 
(1777 - 93) [Mskr. XI, 513. B.. p. 1- lOJ, Friedrich (1834-58). Die Statutea aus 
dem Jahre 1855 sind gedruckt 



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13 



des Kirchengutes, von Verordnungen der preußischen Regierung etc. 
enthalten. 

Das größte dieser Sammelwerke ist das »Informatorium Pro- 
vindale,« das 14 Bände umfaßt und in drei Abteilungen — Sectio 
oeconomica, politica, militaris — eine Unzahl von AktenstOcIcen, 
Anschlägen, Verzeichnissen ffir die ständische Finanzgebarung, eine 
Sessions- und Exekuttonsordnung, Dokumente Qber den Einfall 
der Bayern nach dem Tode Karls VI., Reglements fiber die Ver- 
pflegung der Truppen, die Landmiliz, Nachwelse über Kriegskosten 
und Befestigungen etc. birgt. 

Wie eifrig und gewissenhaft Propst Wiesmayr die verschiedenen 
öffentlichen Geschäfte, welche ihm anvertraut wurden, leitete, be- 
zeugen die in seinem »Verordneter-Raths Protocholl« (Mskr. XLVll, 
6 Bde.), welches alle ständischen Verordnungen von 1735—44 
enthält in den »Praeparatoria ad decennalem Recessum« (Mskr. 
XLIV, 2 Bde. 1752), im dreibändigen Manuskript XLV »Fasci- 
culus Myrrhae oder bittere Samblung aller bey Ausarbeithung des 
anbefolchenen Steur-Rectifications-Plan commissionaliter gepflogenen 
Beratschlagungen, eingeholter ]n-undauswärtigerB6richt,0uettachten 
und Reflexionen« und im »Ordinari Ausschuss-Raths-Protocholl von 
Anno 1745 bis 1750« (Mskr. LI) vorhandenen Aufzeichnungen samt 
den als Beleg dienenden Aktenstflcken, Outachten, Vorschlägen, 
Entwürfen, Berichten etc. 

Während die bisher angeführten Manuskripte Wiesmayrs viel 
treffliches Material zur Geschichte, aber nicht Geschichte selbst, 
enthalten, finden wir in den von ihm 1745 verfaßten »Flebile pro 
Memoria id est Funesta Imago Austriae ex Invasione Galli ac 
Bavari Depravatae oder Diarium, wass sich bey französisch* und 
Chur-Bayrischen Einfahl, Innhabung und Abzug aus unserem lieben 
Vateriand, sonderheitlich bey unseren lieben Stöfft St Florian annls 
1741 et 1742 zugetragen« (Mskr. LXXI, p. 143, 2% bereits eine Ver- 
arbeitung des historischen Stoffes. 

1752 ging er daran, zur Verteidigung gegen den Vorwurf, daß 
die Klöster Oberösterreichs auf die Pfarreien nur unfähige Leute 
schickten, und daß diese am Weitergreifen des Protestantismus 
schuld trügen, eine weitläufige Schrift: »Vindiciae Regularium seu 
Motiva contra Regularium Parochiarum Austriae superiores invasores 
etaggressores« zu verfassen, die aber nur Entwurf blieb. (Mskr. LXXV 
p, 163—217.) 

Von Wiesmayrs theologischen Schriften seien die trefflichen 
Festtagspredigten (Mskr. XI, 378, 402 S. in 4^), seine »Manuductio ad 
Perfecb'onem Religiosam in IV Partes et LV Paragraphos divisa pro 



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14 



DirectioneNovitionim Magistii ipso umqueNovitiorum Canoniae San 
Florianensis« (Mskr. XI, 174, XXXU und 687 4^ dal Ex Praetatura 
nosira ll.Julii 1747) und sein »Tradatus canonico moralis de voto 
rdigiosae paupertatis« erwähnt Das »Manuale Smgularis Pietatis 
Cxertia Continens Quotidiano Usui Dedicatum« (Mskr. XI, 184.A^ 
100 Bl. in S\) dürfte ebenfalls Wiesmayr zum Autor haben. Dessen 
»Sjmopsis Theologiae moralis cum regulis conscientiae directivisc ist 
nicht mehr vorhanden. 

Leopold Wolfgang Treberer. ') 

Tr eberer, geboren zu Haag in Niederösterreich am Q.Mai 1693, 
studierte die Humaniora in Linz und trat am I. November 1717 in 
das Stift St Florian ein. Nach Ablauf eines Jahres legte er die Profeß 
ab. An der Universität in Oraz gebildet, promovierte er dort zum 
Magister der freien Künste und der Philosophie und zum Bakkalau- 
reus der Theologie. Am 18.0ktober 1722 las er seine erste heilige Messe. 
Er wirkte nun elf Jahre an der Stiftspfarre, wurde 1733 zum Pfarr- 
vikar in Hargelsberg ernannt und drei Jahre später, am 20. Februar 1 736, 
zum Stiftsdechant gewählt 1741 wurde er Pfarrvikar in Ried, 1742 
in Ansfelden, wo ihn am 22. September 1745 ein plötzlicher Tod 
hinwe.frraffte. 

Treberer war ein trefflicher Redner. Populär, durch und durch 
orij^inell in seinen I^redigten, wirkte er ebensosehr auf den Verstand 
als auf das Gemüt und den Willen seiner Zuhörer ein. 

Treberer besaß eine außerordentliche Belesenheit, und zwar 
nicht nur in der HI. Schrift, sondern auch in den Kirchenvätern — 
er zitiert Lactantius, Tatian, den heiligen Auji;-ustin, Ambrosius, Hierony- 
mus, Basihus und andere in den Scliolastikern, Mystikern und 
neueren Theolo<^en. So beruft er sich auf Beda, Hrabanus Maurus, 
Anselm, Bernard, Thomas v. Aquin, Thomas v. Kempen, Suarez usw. 
Mit Vorliebe beniitzte er nii;:h Stellen aus Klassikern, namentlich 
Aristoteles, Seneka, Plinins, Piutarch; doch auch CicerOj Vergil und 
Ovid waren ihm «geläufig. 

Die wenigen lateinischen Reden Treberers zeis^en gründliche 
klassische Bildung und eine nicht gewöhnliche Eleganz. 

Aus Treberers Feder stammen: 

Oer Frid unter denen Waffen. Dm ist: Heiliger Antonius von Padua, 

welcher in dem fridsamen Tugend-Lauff seines heiligen Lebens durch seine 
Jugend wider sicli selbst, durch sein übriges Alter wider die Holl» und ilven 

*) Slelie Mühlbaclier, Die literarischen Leistungen des Stiftes Si Phrnan, 
S. 41-51. 



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I 



15 



Anhaag, md endlich durch sdne niigemehie Wunder wider die ganize Natur 

gesiget. An dem jährlichen hochen Fest-Tag dises Heiligen den 13i Junll 1730. 
bey denen Wohl-Ehrwürdigen P. P. Minoriten zu EnnS vorgetragen von . . . 
Lintz, gedr. bey Joh. Casp. Leidenmayr ... 19 S. 4°. 

Ehren-Rede bei dem Jubel-Opffer, welches in der Löbl. Stüttt-Kirchen 
deren Regutirten Chor-Herrn deB. Hell. Augustbil su S. Florian nach einem 
50. Jihrigen Priesterthum, an dem Fest-Tag des Heit. BischofEs und Beichtigers 
Martini, unter feyerlichen Gottes-Dienst 1736. vorgestellet hat der Hoch-Ehr- 
würdige Herr l ennardus Fischer deR besagten St!ifft<; Capitular, Professus 
jubilatus und Senior . . . Lintz, gedr. hev Johann Caspar Leuknniayr, ... 18 S. 4°. 

Sonntägliche, und auf ein recht christliches Leben abzihlendte Lehren. 
Mdcr. XI, m 267 Bl. 4^ 

Festtagspredigten. Mskr. XI, 371». 362 81. 4«. 

Oelegenheitsreden (darunter acht lateinische). Mskr. XI. 377. 143 Bi. 4*. 
Alle Autographa. Entstehungszeit die erste Hälite des 18. Jahrhunderts. 

Konrad Mennerstorff. 

Mennerstorff, geboren zu Zeillern (Niederösterreich) am 
12. September 1Ö99, wurde am 24. Juni 1723 in St Florian ein- 
gekleidet Nach Ablauf des Probejahres l^e er die Profeß ab, 
und am 17. August 1727 feierte er seine Primiz. 1730 kam er als 
Kooperator nach Waldkirchen, 1735 nach Vöcidabruck. Im Jahre 1738 
kehrte er in das Stift zurück und starb daselbst in demselben Jahre 
am 6. August Mennerstorff sprach ausgezeichnet französisch und 
italienisch und war ein vorzüglicher Prediger. 

Zwei gedruckte Predigten sind von ihm noch 
vorhanden: 

Das Evangelische Hundert-fältige, erfüllet in einen außbündigen Muster 
Evangelischer Vollkommenheit. Das ist: Lob- und Ehren-Rede von dem Heiligen 
Benedido^ Grossen Ordens-Stiffter. In dem Ldblich- und uralten Stifft und 
Kloster Mondsee in Österreich, L^nds ob der Enn6, Ord. S. Benedict!, den 
21. Monats-Tag Martii 1737 . . . Cum permissu superiorum. Saltzburg, Oedr. bey 
Joh. Joseph Mn\ rs, seel. Erben, ... 17 S. 4". 

Die Königliche Hochzeit Das ist: Lob- und Ehren-Kede von dem König- 
Heben Ptieslerthum, da der Wol-Ehrwürdige, und Woi-Edl-Oebohme Herr 
Carolus von König Oott dem Allmächtigen sefai erstes McB-Opfer hi der Stadt- 
und Pfarr-Kirchen zu Sdiwannenstatt abgestattet den 5. Monats-Tag May 1737. 
Untz gedr. bey Johann Adam Auhiger ... 19 S. 4°. 

Igfiaz Lintner. 

Ignaz Lintner, geboren zu Linz am 25. Juli 1707, trat am 
31. Juli 1725 in das Stift St Rorian, legte am 4. August 1726 die 
Profeß ab und las, nachdem er in Wien die Theologie absolviert, 
am 9. Dezember 1731 seine erste heilige Messe. Er wurde 1732 
Kooperator in Wallern, 1734 in Niederwaldldrchen, 1738 in Vöckla- 



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16 



brück, im Jahre 1739 Vikar der Stiftspfarre, 1742 Pfarrverweser in 
Kleinzell, 1750 in Ebelsbeig, 1754 in Lasberg, kelirte am 22. Mai 1755 
in das Stift zurück und starb am 13. März 175Ö. 

Von ihm erhielt sich eine 

Laudatio in Divuni Joannem Apostolum 6c Evangelistam, corain anti- 
quissima«, ac cdeberrimae Üniversltatis Vleimensls Senatu, Populoque Aca« 
demico» dum in Metropolitana dlvi Steplianl Ecclesia indyfa Facultas Theologica 
ejusdem D. Tutelaris sui ante Portam Lattnnm passi annuam memoriam solenn! 
ritu obiret . . . Viennae Austriae, Typis Wolffgangi Schwendimann . . . 1728. 
25 S. 2*. 

Josef Anton Prdller. 

Pro Her, Maj^ister der Philosophie, Lizentiat der Rechte und 
Bakkalaureus der Theologie, erblickte am 2. September 1706 zu 
WQrting (Oberösterrcich) das Liciit der Welt, trat am 26. Dezember 1728 
in das Stift St. Florian ein, legte ein Jahr später die Profeß ab und 
las am 1. Oktober 1730 seine erste heilij^^e Messe. Er war seit 1736 
Professor der Morahheolo^ie an der theologischen Hausicliranstalt, 
seit 1737 zuf^leich Novi/enmeister, seit 1741 Kooperator in Nieder- 
waldkircheii, 1745 wurde er Kustos der Stiftskirche, noch in dem- 
selben Jahre Pfarrvikar in Ebcisberg und 1750 in Ansfelden. Am 
1. Mai 1770 kehrte er in das Stift zurück und starb daselbst am 
8. Juni 1779 im Kufe der Heiligkeit. 

Seine Arbeiten sind: 

Oratio de divo Joanne Evangclista liabita in Arcfii-tpiscopali D. Stcpliani 
Basilica coram Antiquissima, ac ( ^'I^hcrrinia Universitate Viennensi dum inciyta 
hacuitas Theolo^ca D. Tutelaris sui memoriam, prid. Non. Maj, celebraret . . . 
VIeanae Austriac, Typis Mariae Tbereslae Voigtin VIduae, . . . 1732. 19 S. 2". 

Recollectfo spfritualis trlduana, seu meditationuni quarundam puncta 
principaliora cum adnotatione fructuum collectorum ab anima rdigiosa salutis 
Sttae cupida. Mskr. XI, 177. S. 176 05. 4". 

Triduanus aniinac telitjio.sae secessus ante sacram Professioncni institutus 
complectens Meditationes vitam religiosam, et exinde resultantem obligationem 
tendendi ad perfectionem, necnon votorutn reHgiosorufii substantiam quoad 
onus, et commodum concementes. Mskr. XI, 177. S. 196—223. 4*. 

T'rüller schrieb auch untir Pachls (s. d.) Anleitung im Jahre 1736 das älteste 
Kopiaibuch aus dem 14. Jahrhundert — Codex Traditionum seu Uber Privi- 
legiorum — ab. 

Josef Jakob Weiller. 

Weiller, freboren zu St. Florian am 20. Februar 1717, trat 
am 28. Oktober 1737 in das Stift St. Florian ein und legte ein Jahr 
später die ProfeB ab. Am 1, November 1738 wurde er nach Wien 
geschickt, um dort Theologie zu hören, und im September 1741 



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17 



kehrte er als Magister der Philosophie und Balcicalaureus der Theo- 
logie ins Stift zurOclc Am 15. November 1741 feierte er seine 
Primiz. Cr wurde 1742 Hof- und Kellermeister, 1743 Professor der 
Moraltheologie, 1745 zugleich Novizenmeister, 1754 Pfarrvikar in 
Ebelsberg, wo er am 25. Mai 1759 als Opfer seines Berufes — er 
hatte sich durch einen Krankenbesuch ein hitziges Fieber zuge- 
zogen — starb. 

Weiller schrieb: 

Exercitia triduana pro via purgativa a N'üvitiis siib annum obeuiida. 
Item pro via illuminattva a Novltiis nostris ante l^ofesstonem pcragenda. Demum 
Instmctlo compendiosa fructuose meditandi. 1747. Mskr. XI, 179. 6B Bl. A\ 

Nodus Gordicus seu Dubia contra morales responsiones Thanhauserianas 
in materia privilegiorum mota eorumque solutio. (Im Diplomatarium Florianense.) 

Engelbert Hoffmann. 

Engelbert Hoff mann wurde geboren zu Scittendorf in 
Schlesien am 16. Jänner 1708. Er studierte die Philosophie und 
Rechtswissenschaft in Breslau, trat am 28. Oktober 1737 in das 
Stift St. Florian ein, legte ein Jahr sp.iter die Profeß ab und brachte 
am 27. März 1740 sein erstes heiliges Meiioplcr dar. Vom Jahre 1741 
an war er Vikar der Stifts] )farre, vom 20. November 1751 Stifts- 
dechant, seit 1754 zugleicii Nuvizenmeister und seit dem 3. Septem- 
ber 1755 Propst. Die ersten Jahre seiner Regierung wurden durch die 
Drangsale des Siebenjährigen Krieges und die inaiilosen Forderungen, 
die der Staat an die Klöster stellte, sehr getrübt. Er kaufte die Herr- 
schaften Tillyshurg und Stein und errichtete im Stifte eine theologische 
Lehranstalt für die Stiftskleriker, welche bisher mit groUen Kosten 
in Wien oder an anderen entfernten Anstalten ausgebildet werden 
mußten. Propst Engelbert, ein Mann von großer Frömmigkeit und 
wissenschatilicher Bildung, starb am 11. Juli 17ö6. 

Von ihm stammen folgende Schriften: 

I>ns Frohlocken der Gerechten in dem Lob Gottes . . . vcirpfetragen bey 
den wohlehrw. I'. P. Capucinern im \\'ein;,Mrten zu Linz . . . Linz 1774. 26 S. 4'. 

Lima triformis oder Lob- und Ehren-Rede über das in seinem Wachs- 
thum geseegnet'in seinem Abnehmen standhafft-und endlich in seiner Vöile 
Slorwürdis;-uhr>aIt-ttnd berfihmte Stifft und Closter Monndsee, des Ordens 
des heiligen Patriarchen Beneilicfi, als selbiges sein grosses Saecuhini oder 
tatisentl-jährigen Zeitlaiiff in alldasijier Stift- und Closter-Kirchen . . . den 29. Sep- 
tember Anno 1748 hochfcyerlich celebriret. Verfasset und ffirpetrag^en den 3Ü. Sep- 
tember ... Abgedruckt in der »Mantissa Chronici Lunae-Lacensis bip.« 1749. 
P. 47-79. 4*. 

Die Olüdclich ausgefallene, und Glorreich aufgenommene Wahi des 
Seligen Priesters Josephl von Cupertino, des Mindern Conventual-Orden des 
Ccrnfk» ScbriftsteNer der Attg:ti«tider*Cborficrreiittifte. 2 



18 



Heflfo-en seraphischen Viters Francisci, als in t!em Lobwurtli>>:en Oottes-Haus 
deren Wohl-Ehrwürdigen IM*. Convenhial-Minorilen zu Lintz, dessen Selig- 
sprecliung den 16. 17. und IS, Septenibr. Anno 1753. hochfeyeriich begangen 
worden, in einer Lob- und Ehren-Rede verfasset, und zum Beschluß vorgetragen 
. . . Cum Hcentia Superiorum. Unz, gedr. bey Jobann Adam Auinger. 16 S. 2". 

Ehr- und Sitten-Rede am hohen Fest der Heil. Jungfrau, und Martyrin 
Catharinae: Als der Hoch-Wohl-Elirwürdig-Wohl-Edl, auch Hochg^elehrtp Herr 
Petrus de Alcantara jMülIncr. der Regulirt-Lateranensischcn Chor-Herrn Ord. 
S. Aug. zu St. Florian Professus, in aldasig-Löblicher Collegiat-Stifts- und Pfarr- 
Kirchen Anno 1754. sein Erstet Heiliges MeB-Opfer abgeleget . . . Lintz, gedr. 
bei Joh. Adam Auinger. 15 S. 2^ 

Ehren-Rede als an dem Hohen Fest der glorreichen Auffahrt Christi der 
Hochwürdig - Wohl - Edl- nn i Hochgelehrte Herr Joseph Bernard Weidinger, 
Kegulirt-Lateranensischer Chor -Herr Ord. S. Augustini zu Sanct Florian, Jubt- 
h'rter Professus, Senior und Pfarrer zu Niderwaldkirchen, nach Hinterlegten 
56. Jahren sefnes Geistlichen Stands, 49. seiner Seelsorg, und 50. seines Priester- 
thums in allhiesig-Löbl. Stifts- und Collegiat-Kirchen den 8. May im Jahr 1755. 
seine änderte Primi/ abgelegt. . . . Mit Oenehmhaltung der Obern. Unz, gedr. 
bey Joh. Adam Auinger. 20 S. 2". 

Lateinische Übersetzung des französischen asl<etischen Werkes : » Le Glaneur 
asc^ttque et monl Ott un recueil des pens^ ^ves et touchantes pour faire la 
satut de son ame avec plus d'empressement üri des discours du R^rend Pire 
Jean le Jeune de l'oratoire de Jesus et decrit en laiin par un Novice des Cha> 
noines Rt'-uliers du St. Augustin . Mskr. XI. 177. 125 S. 4°. (Unvollendet.) 

Vermischte Predigten. (In den Jahren 1740- 49 in St. Florian und in be- 
nachbarten Orten gehalten.) Mskr. XI, 379. 2 Bde. in 4' zu 205 und 160 Bl. 

Florilegium Simllitudinum et Sententiarum sacrarum et profanarum ex 
variorum scriptomm hortis transumptum ad exornandas Panegyres cujuscunque 
generis perquam commodum et horis subsecivis collectum , . . 1753. Mslff. X!, 
m 366 Rl. in 4". (Mit BI. 303. folgt ein alphabetisches Register.) 

Historia domestica. Mskr. IC. 

Protocoiium eines löblichen O. üe. Raith-Raths Coilegii de 10. Decembris 
annl 1762 über die 1761jährige sowohl Particnhtr als Einndimer-Ambts^Haupt» 
rechnungen sub praesidio lllustrissimi D. D. Ernesli Comttts de et in Sprinzen- 

steln, breschricbcn und geführt von mir Engelbert II . . . als den hochselig. Herrn 
Prälaten von Schlogcl supplirenden Raith-Rafh. 1762. Mskr. XF. 515. A. 120 S. 2 . 

Specificntiiin der natural Kost(inoad ijuantnin, Sodenen Herrn Canonicis 
ad St. Florianuin abzuraichen. Mskr. XI, 313. D. 20 S. 2. 

Eng. Hoffmann setzte Joh. Georgs (s. d. S. 8 ff.) Aufzeichnungen über 
die Sttftsgeschichte und die Landtagsverhandlungen (vgl. Hist. dorn.), den Cata- 
logus des Joh. Ceorg (s. S. 11) und sein Subsidlum ad Catalog. fort (s. S. 12). 

Christoph Richard Zacher v. Sonnenstein. 

7 a c h e r V. S u n n e n s t e t n, g-eborin ni Wien am 7. Pebruar 1724, 
trat am 24. August 1742 in (hts Siilt bt. Florian ein, lej^e am 
25. August 1743 die ProfeH ab und las am 18. juni 1747 seine erste 
hei'i!:^^e Messe. Er wurde 1749 AushilfspriLster in Mautliausen, 
1751 Kooperator und 1757 Ptarrvikar daselbst 1766 wurde erzürn 



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19 



Stiflsdechant erwählt, resignierte aber wieder, bevor er nocli das 
Dekanat angetreten hatte. 1774 Icehrte er in das Stift zuruclc und 
starb hier noch in diesem Jahre am 8. August Zacher war 
Magister der freien Künste und der Philosophie sowie Bakicalaureus 
der Theologie. 

Er gab folgende Reden heraus: 

Ehren-Reüe der thrwürdigen in Gott Geistlichen Schwester Mariae Annae 
Stögmayrin bey feyerHchen Einkleydung in dem Hochlöblichen Orden von der 
Verkfind^ung Mariae deren Colestinerinnen genannt in Steyr den 28. August! 
Anno 1753 ... Cum Facnltate Superiomm. Steyr, gedr. bey Oregori Menhtrdt. 
25 S. 4". 

Lob-Rede von dem Heiligen Joseph dem Nähr-Vaftcr Christi an dessen 
feyerlichen Fest-Tag bey denen Wohl-Ehrwürdigen Closter-Frauen deren bar- 
fflasigen Cannelitertnen in Untz 1754 . . . Cum Facultate Superiorum. Steyr, 
gedr. bey Oregori Menhardt. 30 S. 4 . 

Lob- und Trauer-Rede, über den schmerzlichen Todesfall des Hochwürdig- 
in Gott Andächtigen, Hoch-Fiie! f iel ihrnen, Hochgelehrten Herrn Herrn Leopoldi 
des Leiblich- und wciiiieruhmten Stift und Closters Garsten Ordinis Sancti 
Benedicti Weyland Ruhmwurdigsten Abbtens . . da seine Leichbesingnuli in 
besagter Hoclildbllclier Stifts-Kirchen zu Oirsten den ffinften Julii 1757. feyerlich 
gebalten und vorgetragen worden . . . Auch auf Verhingen In Druck gegeiien. 
Mit Oenehmhaltung deren Obern. Steyr, gedr. bey Oregori Menhardt. 25 S. 2". 

Ehren Rede an dem Festtag des hei i^en Bischofs Martini bey erster 
feyerlicher Primiz deren Hoch-Ehrwürdi^jen, in ( lott (jeistlich- auch Hochgelehrten 
Herrn, Herrn F. Caroli Stöginayr, und F. Ambrosii Müdlhamer, beeder sacri, 
ft ab origine sua exempti Ord. Cisterciensium des Hochldblichen, . . . Stifts 
Wiilering Professen, in aidaaigen prächtigem Tempel den obbemeldten II. Monats^ 
tag Novembris 1760 ... Cum Licentia Superiorum. Steyr, gedr. bey Or^ri 
Menhardt 29 S. 2». 

Johann Paul Pauen 

Pauer, geboren zu Passau am 20. Juni 1727, empfing das 
Ordenskleid in St. Florian am 1. November 1743, legte am näm- 
lichen Tage des folgenden Jahres die Profeß ab und feierte am 
20. November 1749 seine Primiz. 1751 wurde er Kooperator in 
Vöcklabruck, 1757 Vikar der Stiftspfarre^ 1759 Pfarrvikar in Ebels- 
berg, 1764 Stiftsdechant, 1766 abermals Vikar der Pfarre Ebelsberg. 
Er starb dort am 25. November 1775. 

Von ihm erschienen im Drucke: 

Lob- und Ehren-Rede auf das Fest des Welt-kündig grossen Wunders- 
Mann Heiligen Antonii von Padua als an eben diesem Tag im Jahr 1758. in 
der KayserL Königl. L.andsffirstL Haupt-Stadt Linz in Oesterreich ob der Enns 
der sonders prSchtfg in dem unlängst neu-erbaut Seraphischen Conventual« 
Gottes-Haus der WW. EE. PP, Minoriten jüngstens erbaute, und deren Hochlöbl* 
Oberosterreicbis. Herren Herren Ständen gehorsamst dedicirte Hochaltar zum 

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20 



ersten mal eröffnet ; ... Mit Oenehmhaltung der Obern. Linz, gedr. bey Joh. 
Mich. Pramsteidel. 33 S. 4". 

Alexander der Vollkommene. In einer Trauerrede bey der feyerlichen 
Leichenbesingnuß Ihro Excellenz des Hochwfirdig, Hochedelgebohrn, und Hoch* 
gelehrten Herrn, Herrn AlexandrI III. des Löblichen Stiffs, und Closters Crems^ 
munater Prefswurdlgsten Abbten, ... da selbe in seiner Stiftskirche den 12. Kör- 
nung 175Q. begangen wurde. . . . Mit Oenebmbaltung der Obern. Steyr, gedr. 
bey Oregon Mcnhardt. 20 S. 2". 

Die MaclU der Priester an dem Hohen Namen Jesus-Fest, da der Wohl- 
Ebrwfirdig-Hochgelehrte Herr P. Alanus Kastenhofer, Profess. des weltberühmt« 
und uralten Cisterzienser' Stifts Wilbering das erste Heilige Me6-Opfer in be> 
meldtcr Stifts-Kirchen gehalten. . . . Zum Druck an verlanget, und beförderet von 
dem WohI-f:dJen Herrn Joseph Kastenhofer. Mit Erlaubnis Geistlicher Obrigkeit. 
Linz, gedr. bey Juliann Adam Auinger, 1762. 16 S. 2'. 

Kotula auf Engelbert Hofmann, Propst zu St. Florian. 1766. 12 S. 2 . 

Franz Ser. Aumann. 

Franz Aumann, «geboren zu Traismaucr in Niederöbierreich 
am IQ. Mär/ 1728'). studierte fn Wien Pfiüosophie und wurde am 
2Q. April 1753 im Augustiner-Chorlierrenstift St. Florian eingekleidet 
Nach Ablauf des Noviziates legte er die Profeß ab, und am 
30. Jänner 1757 verrichtete er sein erstes heiliges McHopfcr. Am 
1. Dezember 1755 war er bereits zum Regenschori enianrn worden. 
Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode am 30. März 1797. 
Schon Pscharr bezeichnet ihn in seinem Catalogus als praeclarum 
musicarum renim compositorem*'. Aber auch jetzt noch finden 
seine Kompositionen die Achtung und Bewunderung der Kenner. 

Aumann kom'ponierte unter anderem Folgendes: 

Der am Rausche nnschnidige B.idius. Ein Singspiel in einem Aufzug. 
(2 Baß, 1 Tenor, 1 Alt. 2 Sopran, 2 Violinen mit Clavicembalo und Violone, 
2 Cnrnf und 2 Qboi.) Text von P. Maurus Lindemayr aus Lambach. Mskr. in 

Lambach. 

Bäurische Lieder von P. Maurus Lindemayr mit Melodien von Aumann Fr. 
Eigenh. Msicr. in St. Florian XI, 577. A. 

Cassatio ä 2 Violini, Viola obliR. e Basso. Mskr. im Stifte Lambach, 
dto. in n .T 2 Violini, FIrnitello Conc*", Alto, Viola e Violoncello. I bd. 
dto. in (j ä 2 Violini, Viola oblig. Violoncello Solo, Basso et Fagotto 
obligato. llbd. 

Divertimento in O ä 2 Violini, 2 Corni, Viola obllg. ClarinI 2 Basso. Ebd. 
dto. in C i 5 Instrument (2 Violini, 2 Violae dl Prazzio con Violone). Ebd. 

dto. in A. Ebd. 

dto. in n. 2 2 X'idlne e Basso. Ebd. 

1 Vidi uijiiaiii (teniji. pascli.) ä 4 voc. in Contrapunctü con Org^ano. Ebd. 
1 Regina coeli {teinp. pasch.) ä 2 Soprani Conc'*, Alto, Tenore Basso, 
ripieno; Violini 2, Clarini 2 con Organo. Ebd. 

') Nach P sc harr wurde er am 24. Februar 172Q geboren. 



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21 



Hymnus de iledicatione ecclesiae. k 4 voc. und kleines Orchester. Ebd. 

2 Veni Sancte Sjiiritus. Ebd. 

Psalmen: a) Beatus vir, in D; b) Confitebor, in G; c) Confitebor (De 
Angelis); d) Laudate pueri, in F; e) De profundis, in B; f) Memento Domine 
David, in D; g) Credidi, in B; Ii) Domine probasti me, in O-moil; i) Laetatus 
sum, in A; k) Nisi Dominus, in E; I) Lauda Jerusalem; m) Lauda Jerusalem, 
in C; n) Beati omnes. Alle diese Psalmen a A voc. mit kleinem Orchester. Ebd. 

Dixit Dominus et Magnificat, longius durant. ä 4 voc 2 Violini, 2 Clarini, 
Organe et Violone. Ebd. 

Dixit Dominus et Magnificat, brevius durant. — dto. Ebd. 

6 IMAgttiflcat i 4 voc. con Organo et Violone. Ebd. 

8 Magnificat. — dto. Ebd. 

Vesperae solemnes et breves in pleno cum Clarinis. Ebd. 
1 Requiem in C-tnolI it 4 voc. 2 Violini, Violone e Organo. Ebd. 
1 Requiem in Es ä 4 voc. 2 Violini, Violone, 2 Corni e Organo. Msicr. 
in St Florian. 

1 MIssa in O i 4 voc. Conc, 2 Viotinl, Violone e Organo. Ebd. 

1 Missa in C — dto. - 2 Haubois e 2 Clarini. Ebd. 

1 Missa in C — dto. — Tympani. Ebd. 

1 Missa in F - dto. — Ebd. 

1 Missa in C — dto. — 2 Clarini. Ebd. 

1 Missa in C — dto. — 2 obligat. Tromboni, 2 obligat. Clarini, Tympani. Ebd. 
I Missa pastoralis in O & 4 voc. 2 Violini, 2 Qarini, Org. e Violone. Ebd. 
1 Missa pastoralis in O & 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini e Organo. Ebd. 

1 OffertdriinTi de tcnip. pasch. Ebd. 

1 Offertonuni Ii. M. V. Ebd. 

Aria ä Üue pro sepolchro Domini f. cant. und Baß-Soli, 2 Violini, Vioia. Ebd. 
Responsoria ad Matutinum in Festo Nativ. D. N. j. C. In Si Florian. 

2 Responsoria fär die Charwoche: a) Ecce quomodo moritür Justus; 
b) Tenebrae factae sunt. Ebd. 

Betrachtung über dem von dem Creuz ab<(enohtnenen Leichnam (!es Lrlosers 
bey dessen allerheiligsten Grab an dem H. Chor-Freytaj^ in lier Stiifft-Kirchen 
deren Regulirt-Lateranensisclien Chor-Herrn S. Augustini zu St. Florian. Gesungen 
in dem Jahr 1759. In die Music gesezt von R. D. Francisco Aumon Professen, und 
Chori Directore allda. Mskr. XI, 541. E. in St. Florian. Nur Textheft. 10 & 2". 

Der für die Sünde der Welt gemarterte, und sterbende Jesus in einen 
oratorio am Heil. Chor Freytajf Bey dessen heil. Grab vorgetrajjen in die Mtisic 
gesezt von J. Francisco Aunionn des Loblichen Stiffts zu St. Florian capitular 
und Chori Musici Directore. 1771. Mskr. Xi, 541. E. in St. Florian. Nur Text- 
heft 8 S. 4». (2 Exemplare.) 

Anfierdem sind von ihm noch mehrere andere handschriftliche Komposi- 
tionen im Stifte St. Florian und einige Messen im Musikarchiv von Krems- 
münster vorbanden.') 



•) Siehe Hviemer, Pflege der Musik im Stifte Krcmsmiinster, Wels 1877, 
J. Haas, S. 119. Von älteren Kumpoi.ileurea im Siiite St. Florian ist uns iuir Johann 
Me rkl bekannt, geboren am 20. Mai 1676 zu Linr, eingekleidet am 28. Oktober 
1698, professus seit 28. Oktober 1699, ordiniert den 8. Dezember 1704, f am 
21. April 1713. Wie Propst Johann Georg Wiesmayr schreibt, war jener Com- 
positor Musicae, Organoedus, Fidicen, Rythmifex gernianicus amoenissimus«. 



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Johann Georg Pfisterer. 

Pfisterer wurde geboren zu Graz am 8. August 1735, 
studierte daselbst die Humaniora und die Philosophie, in Wien die 
Theologie und trat am 12. Mai 1754 in das Stift Si Florian ein. 
Am 12. Mai 1755 legte er die ProfeB ab, und am 29. Sefstember 1758 
feierte er sein erstes heiliges Meßopfer. 17(K) wurde er Professor 
der Theologie an der Hauslehranstalt, 1766 Kustos des Münz- 
kabinetts und Stiftshofmeister, 1773 Professor der HL Schrift am 
k. k. Lyzeum in Linz. Von 1774 bis 1800 war er Pfarrvikar in Maut- 
hausen. Er starb zu Linz am 16. Juni 1801. 

Pfisterer erwarb sich zu Graz die Würde eines Magisters der 
Philosophie und in Wien das Bakkalaureat der Theologie. 

Er verfaßte: 

Zwo Predigten. Die erste von der Pflicht des Unterthans gegen seinen 
Landesfursten, auf den zwey und zwanzigsten Sonntag nacli Pfingsten» an 

welchem zugleich das Fest der heiligen Theresia feyerlich begangen wurde. Die 
zwote von der \^)rsohung Gottes, auf den Sonntatj nach der Geburt Christi, 
und das am letzten Ta^^^e im Jnhre ^jewijhnliclie Dankfest, seinen Pfarrkindern 

vorgetragen von Joh. G. Pf ini Jalire 1780. Mit Erlaubnis der k. k. Buciier- 

censur. Unz» gedr. mit Feichtingerlschen Schriften und im Verlage der Fren* 
nerlschen Buchhandlung. 3S S. 4**. 

Reden, welclie vier Schüler der Trivialschnle zu Mauthausen bey der 
daselbstam?«). September 1783 öffentlich gehaltenen Prüfung^ vnrpfctrngfen haben. 4*. 

Johann Georg Pfisterer regulirten Chorherrns zu St. Florian uiui d. z. 
Pfarrers zu Mauthausen bei Einführung des Armeninstituts an seine Pfarrkinder 
gehaltene Reden im Jahre 1784. Mft Erlaubniß der k, k. Buchercensur. Linz, 
gedr. mit Feichtingerlschen Schriften. 48 S. 4 . 

Entwurf zur Errichttinjr ordentlicher Arbeitsschulen für arme, zu gleicher 
Zeit die I.ehrschulc besuchende Mädchen. Linz 1783, 20 S. 4"., gedr. bei Joh. 
Thomas Edlen von Trattnern. 

Anleitung zur doppelten Spinnart. Linz 1786. 4^ 

Die Orfinde der Religion in ffinf Tabellen vorgestelH. Linz. 1787. 4". 
|L Tab.: Von der Nothwendigkeit einer Relij^ion. 11. Tab, : Von der Nothwendfgkeit 
einer geoffenbarten Religion. III. Tab.: Von der Wirklichkeit einer geoffenhartcn 
Religion. Auf 2 BI. IV. Tab. : Von der Wahrheit der christlichen Religion. 
V. Tab.: Von der Wahrheit der kath. Religion. Auf 2 Bl.J 

Lehrreiches Gebet eines frommen Kindes. Linz 1788. 12'. 

Predigt an dem ersten Sonntage in der Fasten, von den Wirkungen der 
wahren Religion, und von den üblen Folgen der Irreligion. Auf die Empörungs> 
gescliichte Frankreichs vor^rctrnj^en in der Pfarrkirche /u Mauthausen in Öster- 
reich üb der Enn^. 1793. W ien, bey fnh. Georg Edlen v. MöHIe. 32 S. 8^ 

Rede an das kais. königl Cirat Rimptschische Grenadierbataillon, bey 
Gelegenheit einer Fahnenweihe den 8. des Heumonaths 1793 vorgetragen von 
. . . Wien 1793, bey Joh. Georg Edlen v. Möfile. 15 S. 8". 

Predigt auf den zweyten Sonntag nach Pfingsten, als den Tag eines um 
glücklichen Forti^-an-; vier k. k. Waffen angeordneten Stunden-(jebeths. Vor- 
getragen von ... im Jahre 179b. Linz, gedr. mit Feichtingerlschen Schriften. 16 S. 8". 



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Betrachtungen über einige aus der Heilij,'en Schrift gezogene, und während 
der Zeit des im Jahre 17Q5 für die kais. kon. ErbfnnJen verliehenen Jubiläums 
in der Linzer Diöces, zur heilsamen Betrachtung^ aiifL^t lj< I fiie Lehren, in seiner 
Pfarrivirche vorgetragen, und auf Verlangen zur öilcren Lrneueruug des üeistes, 
und als eine Vorbereitung auf atle andere vorfoUende Ablaßtage im Drude ge- 
geben von . . . Wien und Linz 1796, bey Jolt. Oeorg Edlen von MöBle. 152 S. 8*. 

Qesaninielte Lehr- und Denksprüche zu hundert Vorschriften. Nebst einem 
Anh^incre von den gewöhnlichsten Abbreviaturen. Wien 1798, bey Joh. Georg 
Edlen V. MöCIc. 44 S. 8\ 

Das wiciitigste Geschäft des Menschen: Die Vorbereitung zu einem seligen 
Ende. Ende gut, alles gut< Unz 1800. 8". 

Merkwürdigere Oemählde im regul. Chorherrnstift zu St. Florian. Mskr. 
im Stiftsarchiv. 60 S. 4^ 

Theophlluft Hermanseder. ^ 

Hermanseder, geboren zu Schwanenstadt (Oberösterreich) 
am 19. September 1734, studierte die Humaniora und die Philosophie 
in Linz, die Theologie in Wien und erhielt am 29. September 1755 im 
Stifte St. Florian das Ordenskleid. Am nämlichen Tage des folgenden 
Jahres legte er die Profeß ab, und ani 5. März 1758 brachte er sein 
erstes heiliges Meßopfer dar. Bald nach der Primiz erhielt er die 
Stellung eines Subbibliothekars, 1759 wurde er Kooperator in Feld- 
kirchen, 1761 in Vöckiabruck. Seit 1765 war er Vikar der Stiftspfarre 
und seit 1767 zugleich Archivar, 1774 war er Pfarrvikar in Hof- 
kirchen, von 1775 an in Ebelsberg, von 1785 bis 1805 verwaltete 
er die Pfarre Vöckiabruck. Er starb in Niederrana am 17. No- 
vember 1805. 

Von Hermanseder liaben wir einige »Lobreden«, 
die von entschiedenem Werte sind, so: 

Lobrede auf den Heiligen Ignatius, Stifter der Oesellschaft Jesu, an dessen 
Festtage, in der Collegiumskirche dieser Gesellschaft, zu Linz, im Jahre 1767. . . 
Auf Befehle zum Druclce gegeben. Linz, gedr. bey Joh. AAich. Ftamsteidel. 20 S. T, 

Lobrede auf den Heil. Joseph von Kupertin aus dem Orden der Konven- 
tualen des H. Franciscus, da man dessen rfeiltf^?|irechung in der Kirche dieses 
Ordens zu Linz im Herbstmonde des 176S Jahres feyerlich begieng, ... Linz, 
gedr. bey Joh. Mich. PranistciUcl. 22 S. 2 . » 

Lobrede auf den Heiligen Johannes von Nepomuk, da man desselben 
Festtag In der kaiserlich-königlichen Stadt Stein mit größter Feyerlichkeit be- 
gieng im Jahre 1769. Crems, gedr. bey Ignatz Anton Praxi, Wiennerischen 
Universitätäbiichdnickem sei. hinterlaßenen Erben. Mit Bewilligung geistlicher 
Obrigkeit. 14 S. 2 . 

Lobrede auf den seiigen Altmannus Bischofen von Passau und Stifter 
von Odttwefg, anno 1770 in diesem Stifte gehalten. JUskr. XI, 381. 14 Bl. In 4*. 

') Auch Hörmanseder. 



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Johann Michael Ziegler. *) 

Johann Michael Zfegler, geboren am 29. April 1743 zu 
Linz, wo er auch die Humaniora und die Philosophie absolvierte, 
empfing am 2Q. September 17Ö1 Im Stifte St Florian das Ordens- 
kleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profe6 ab. Ein Jahr später 
wurde er ins Collegium Oermanicum nach Rom geschickt Er weilte 
dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie 
und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Meßopfer. Nach 
seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule 
Vorlesungen fiber Natur- und Zivilrecht und bildete sicJi in den 
Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theo- 
logie an der Hauslehranstalt in St Florian; 1771 wurde er, nach- 
dem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars be- 
kleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 
1778 zum Custos ecciesiae ernannt Diese drei Amter — nur in 
dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 
ein — versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst ge- 
wählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer 
Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 ver- 
lieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei 
Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer 
Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs 
Anton Call eriedigte Bistum Linz antragen lassen.^) Um das Land 
ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum 
Prälaten dadurch ein großes Verdienst, daß er als Bevollmächtigter 
des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errich- 
tung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorzüglich betrieb. 
Das Anerbieten von jährlichen 1200 fl. von Seiten der einzelnen 
Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen 
Lehranstalt in Linz. Propst Michael L starb — als Stiftssenior und 
Jubelpriester — nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre 
alt ") Selbst in den schweren und traurigen Zeiten, welche die fran- 
zösische Revolution fiber Österreich heraufbeschworen hatte, war 
seine Regierung für das Stift von größtem Segen gewesen. 

Ziegler, »ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll 
römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie 
wenige«', wie Hormayr ihn schildert^), besaß neben echter und 

') Nach Mühlbachcr, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff. 
Vgl. Pucher, Das Chorberrenstift St. Florian in Oberösterreich in 
Brunners ^ Chorherrenbuch S. 43. 

) Nekrolog in der Linzer Zt{^. 1823» 16. Mai. 
Taschenbuch iür 1845, S. 12. 



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tiefinniger Frömmigkeit eine seltene Bildung. Er schrieb nicht 
nur ein treffliches Latein und handhabte die italienische und 
französische Sprache mit vollendeter Meisterschaft, sondern er war 
auch »Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll 
Liebe für die Wissenschaft^ voll Enthusiasmus für die bessere^ 
humane Aufldärung«. ') Wie in der Theologie und Philosophie so 
besaß er auch in den anderen Zweigen des Wissens ungewöhnliche 
Kenntnisse. Immer war er bemüht, sein Wissen zu vertiefen und 
zu bereichem, an seine Ansichten auch den MaBstab fremder 
A4einungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der B i b 1 i o t h e k 
zu, die er mit seltenem Geschmacke und richtiger Einsicht auf einen 
hohen Grad der Brauchbarkeit erhob; die deutsche Literatur und 
die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theo- 
logie fanden besondere Berücksichtigung.^) Er selbst verfaBte 
als Bibliothekar einen »Catalogus Codicum manu- 
scriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in biblio- 
thca St Floriani asservantur« (Mskr. XI, 676. 71 S. 2^.) 
und einen »Catalogus I n cunabulorum Bibliothecae 
s. Floriani« (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2«). Wie dieser viele wert- 
volle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit be- 
sonderer Genauigkeit und mit außerordentlichem Fleiße ausgearbeitet; 
die beigefügten Notizen zeugen von der seltenen Gelehrsamkeit 
des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 
297 Handschriften.») 

Ziegler war es, der dem Stifte jenen strebsamen, wissenschaft- 
lichen Geist einpflanzte, dessen Nachwirkungen auch heute noch 
nicht erloschen sind. Darin liegt Zieglers Bedeutung. Wie kein 
anderer verstand er es, die jungen Leute zu behandeln, sie für die 
Wissenschaft zu begeistern, ihre Arbeitslust zu wecken und zu 
fördern. Sein freundliches Benehmen, seine Güte, sein wahrhaft 
väterUcher Ton erwarben ihm in seltenem Grade die Liebe und 
Verehrung der ihm Anbefohlenen. Seinem Scharfblicke entging kein 
Talent; jede Fähigkeit wurde ausgenützt, jedes Fach gepflegt, jeder 
Mann an seinen Platz gestellt. 

Schon Zieglers einflußreiches Amt eines Novizenmeisters bot 
Ihm treffliche Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stifte 

Stölz, Gesch. d. reff. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186. 

•) Czerny, Die Bibliothek ties Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118. 

') Außer diesen Katalogen erhielten sicli von ihm noch Statuten für die 
in Um studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian«. 1803. Mskr. XI, 542. A. 
4 Bl. in lcI.-2*. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. De> 
zember 1^), von dem die SchluBbemerkung stammt. 



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einen festen Grund zu legen und sie zu hieben. Propst Leopold, 
dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoß, förderte in jeder 
Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Junglierren 
wurden wissenschaftlich beschäftigt, und die Zeit, welche sonst häufig 
unbenützt bleibt, mit regem Eifer für literarische Versuche verwertet. 
Ohne Zweifel entstanden auf Zicgicrs Anregung und unter seiner 
Leitung mehrere Übersetzungen theologisclier Werke aus dem Fran- 
zösischen, von denen der IVälat zwei — Neue Beobachtungen 
über die verschiedenen Arten zu predioren ') und Th.eologische 
Oedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit«=^) — der 
Öffentlichkeit übergab. 

In um SU größerem MalJe konnte Ziegler seinen Plan, dem Stifte 
St.Florian eine wissensciiaitliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, 
als das V^ertraucn der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses ge- 
stellt hatte. Die fähirrstt n Köj^fe v/urden an die Universität nach Wien 
geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körper- 
liches Wohl, noch mehr um ilire sittliche Veredlung, ihre geistige Aus- 
bildung. Stets \N ar er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen 
und sch< iitr Llaliir keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte 
zu speziellen Lächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteile an. 

Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der 
noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der 
vorzuglichsten Schriften alter und neu- t Zeit suchte, sobald er etwas 
Interessantes gefunden oder erworben hatte, dit- Kleriker zu sich 
kommen zu lassen, zeigte es ilinen, fragte um ihr Urteil und be- 
richtigte es. tat es not, in ebenso eingehender als liebevoller Weise. 
Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissen scliaft- 
Ifche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem 
Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung 
studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen 
lasen unter Klein (s. d.) Klassiker, die anderen widmeten ihre 
freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. 

*) Aas dem Franzdsischen übersetzt von den Domicellani des Coltefirtat* 
Stifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers 
sei. Söhnen. .Mit Erlaubniß der Obern, XXIV und 207 S. 8 . 

-) Aus licm Französischen iiberset?! von Einigen der jüngern Chorherren 
des reg. lat. Kollco^ialstifte? zu St. f Imiaii in Oherostorreieh. Steyr 17S2, mit 
Wimmer'schen Schriften gedr. XXVi und 452 S. 6 . Mit KrlaubniÜ der k. k. Biiciier- 
revlsion des Landes ob der £nns. Zugleich mit den »Theologischen Gedanken«: 
sind gedrucict: »Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspidis . . . 
Leopoldi II. . . . pubKcae disputattoni exposuit Rev. ac Rclij:^. D. Michael Scheer 
dictae ecciesinc canon. praesidentihus Jacobo Pollack et Franc. Freindnller . . . 
anno MDCCLXXXU mtnse Nov. [22 S. 8". Styriae, typis Abrah. Wimmer.J 



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So wurde Propst Zfegler der efg^entUche Begründer des 
liierarischen Rufes von Si Florian. Männer wie Kurz, Chmel, Pritz, 
Oaisbeiger, StQlz, deren Namen in der literarischen Welt unsterblich 
sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und vererbten ihren 
wissenschaftlichen Geist und ihre literarische R^samkeit auch auf 
den jüngeren Nachwuchs des Stiftes. 

Heute noch zeitigt das edle Streben Zieglers manche schöne 
Frucht 

Josef Reiter.') 

Reiter wurde am 8. Jänner 1750 zu Weinberg (Oberöster- 
reicli) g'eboren und trat am 15. November 17Ö7 in das tq^. Chor- 
herrenstift St. Florian ein. Nach Ahlauf des Noviziats le^e er die 
Profeß «ib Am 18. April 1773 hi;iLhte er sein erstes heiliges Meß- 
opfer dar. im Jahre 1775 ernannte ihn der Obere zum Kustos des 
Munzenkabinetts im Stifte, 1780 kam Reiter als Kooperator nach 
St. Marienkirchen, 1784 als Pfarrvikar nach Krenglbach und 17Q0 
in gleicher Eigenschaft nach Kleinmünchen. 1799 kehrte Reiter 
in das Stift zurück, wo er am 29. Mai 1809 starb. 

Von Reiter erschienen im Drucke: 

Rotula in ohitum Matthaei II., Praeposili ad S. Florianuin. 1777. 15 S. 2". 

Dissertatiu numismatica de consensu veterum populorum circa quaedam, 
quae ad religionetn, ac morum virtutisque praecepta pertinent. Viennae anno 1778. 
Typis Josephi Nobilis de Kurzböck. 29 S. 8 . 

Gedanken bey einem Spatziergange. Vom J. R. K. zu S. Fl. 13 S. 8 . 

Andachlsübtin^ am OedächtniRtag der armen Seelen. Von einem Seel- 
sorger für seine Pfarrkinder gemacht 1781. Linz, gedr. von Feichtinger. 23 S. 8". 

Katholische Lieder für gemeine Leute. Linz 1781, gedruckt bey Franz 
Xav. Attinger. 3S S. 8". 

Katholische Lieder für gemeine Leute. Linz 1782, gedr. mit Fdchtingerischen 
Schriften. 86 S. 8*. 

Empfindunjren eines Patrioten im Lande ob der Enns, über den Sieg am 
Rimnik, und die Eroberung Belgrad. Von Herrn Joseph Reuter, . . . Im Jahr 1789. 
Wels, gedr. bei Jakob Grassenmayr. 16 S. 8^ 

An (Titl.) Herrn Anton Scholber, Kapituiaren des Idbl. Kanonilcatstiftes 
zu St. Florian ; und der Zeit würdigsten Pfarrern zu St. IWartin. Da Selber den 
17. Oktober 17<X) Sein fünfzigjähriges Priesterthum feyeriich begteng. Von einer 
Ihm ganz ergebenen Familie. 4 S. 4'. 

Die Österreicher ob der Enns als die k. k. Majestäten Franz, und Theresia 
die Zweyten von der Krönung in Frankfurt nach UnzzurficMcamen. den 28. July 1792. 
Linz, gedr. mit Feichtingerischen Schriften. 9 S. 4". (Dasselbe Gedicht erschien 
als »Beylage zur Unzerzeitung N. 63. 1792«. 7 S. 8".) 



') Auch Reither, Reitter, Reuter genannt. 



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Warnung eines Patrioten im Lande ob der Enns, bey Gelegenheit der 
Etnpörungsgeschichte Frankreichs. Im Jahre 1793. Von J**. R**. Wien 1793> 
bey Joh. Geor^ Edlen von Moßle. 16 S. 8". 

Ode eines Patrioten im Lande ob der Lnns uiber die Empörungsgeschichte 
Frankreichs. Linz 1793, gedr. mft Prantsteldelischen Schriften. 13 S. 8*. (Ein 
zweilesmal, mit einer Einleitung und anderen Zusätzen versehen, veröffentlicht) 

Rotula in obitum Leopold! II., PrMpositi «d S. Florlsnum. Lincü 1793. 
Typis Feichtingerianis. 11 S. 2". 

Versuch einer Übersetzung der in lateinischer Steinschrift abgefaßten Rolle 
auf den Tod Leopolds, Probsts zu St Florian, im Lande ob der Enns. Wien 1793. 
bey Joh. Georg Ritter v. Mößle. 39 S. 4«. (Lat. Text S. 1—19, deutsche Ober- 
Setzung S. 21-39.) 

f iliu kwunscli nn dem Einkleiditnßfstajije des jimjrcn Herrn Jakob von Dom- 
feld im Stifte S. Florian. Den theuren Altern, und ihrem Sohne. Verfaßt von 
Joseph Reiter, . . . 1794. b S. ö'. 

Auf die Zurückreise Seiner AAajestät des Kaisers von der Armee nach 
Wien im Jahre 1794. 8". 

Ode bey Erneuerung der OrdensgelQbde des Hochwfirdigen Herrn Franz 
Xavier Huebmer, Dechant und Senior des regulirten KoIIe^Matstifts zu S(. Florian. 
Gesungen von Joseph Reither ... im Jahre 1796. Mit Feichtingeriscben Schriften. 
4 S. 4 . 

An die neuen österreichischen Krieger. Von Joseph Keither. (Im Anhang 
zur Lfaizer-Zeitung. N. 72. 1796. Montag den 5. Septemb.«.) 

Österreichischer Volks-Oesang am Neuenjahrs-Feste. Von J. R. Linz 1796b 
gedr. bei Franz Auinger. 4 S. 8*. 

Dankhymne wegen der näheren Friedensaussichten zwischen Österreich 
und der Franzosischen Republik. Verfasset in der ( )sterzeit von Joseph Reither » , . 
Wien 1797. Bey Franz Joseph Rötzel, Buchhändler in der Singerstr. 7 S. 8". 

Gesundheiten und Tanzlieder in bäurischer Sprache, welche in Gegenwart 
des Erzherzogs Karl königl. Hoheit in der Zieziau abgesungen wurden. Von 
Joseph Reither . . Linz 1798, gedr. bei Joh. Thomas Edel« von Trattnem. 7 S. 8*. 
<Mskr. XI, >t!. B. in St. Florian. 2 S. S".) 

Der Sieg bey Chatillon. Besungen von Joseph Reiter, ., . Linz. Qedr. mit 
Feichtingeriscben Schriften. 13 S. S . 

Mehrere Gedichte In der »Sammlung aller im Lande ob der Enns zur 
Zeit der Anwesenheit Sr. kön. Hoheit, des Erzherzogs Karl, k. k. und Reichs- 
marschalls, verfaßten und Höchstdemselben ehrfurchtsvoll überreichten Gedichte 
und E^enkschriff'-n I ;;i /. im Monath September 170S 8 . 

Joseph Kcitlier Seelsorger in Kleinmünchen widmet seiner heben Pfarr- 
gcmeinde dieses Lied bey seinem Abschiede zum ewigen Andenken. 1. J. u. 
H. 1799. Wien, gedr. bey Mathias Andreas Schmidt. 7 S. 8>. 

Ode auf den Si^ Se. K. H. Prinz Karls, über die Jourdanische Armee. 
Gesungen von Joseph Reither . . . den letzten März 1799. Wien, gedr. bey 
Mathias Andreas Schmidt. 7 S. S". 

-Auf den Todt Pius VI. von Joseph Reither . . . Wien 1799, gedr. mit 
Hummeiischen Schriften. 4 S. 8". 

Wunsch bey dem Anbruche des letzten Jahres in diesem Jahrhunderte. 
V. J. R. 4 S. 9\ 

Volks-Lied auf die Melodie, der Heiland ist erstanden, verfaßt im Anfange 
des Aprilmonates dieses iauffenden Jahres 1799 von einem Patrioten, bey Ge- 



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29 



legenheit der «o zahlreich herriichen Si^ über die Franzosen. Linz 179Q, 
gedr. bey Job. Ignatz ZIemwald. 4 S. 8**. 

Zum Primitz-Feste des hochwürdigen Herrn Leopold Dierl» regulirten 
Chorherrn zu St. Florian. Am 15. November 1804. 1 S. 2*. 

An die Verfasser der theologisch-praktischen Linzer-Monathschrift. J. R. 
1805. 7 S. 8". (Auch abgedr. in »Erinnerung an Franz Josef Freindaller , von 
Jos. Oaisberger. Siehe »TheoL^pralct Quartalschr.* 1848, iL Heft» S. 11— IZ) 

Die Trösterinnen. Bey Gelegenheit des Friedensschlusses mit Frankreleh 
im Jahre 1805. Von Joseph Reither ... Linz 1806» mit Feichtinger'schen 
Schriften. 7 S. 4". 

Lied auf die Heilig^sprechunp tier H. Angela, Stifterin des Onicns der 
Ursulinerinnen (24. Mai 1807). Im Ton: Kommet, lobet ohne End etc. Linz, gedr. 
bey Joh. Ignatz Ziernwald. 4 S. S\ (Ein Mskr.: »Volkslied am Festtage der 
Heiligsprechung der H. Angebt, Stifterin des Ordens der H. UrsuU» gesungen 
in der IGrche dieses Klosters in Linz.« 2 S. 2*. im Stiftsarcbiv.) 

Klagelied am Grabe Joseph Antons weiland zweyten Hochwürdigsten 

Bischofs unseres Landes. Gesungen von einem seiner Diöcesanen Joseph Reilher 
. . . Linz 1807. Mit Feichtinger'schen Schriften. 7 S. 2\ (Mskr. mit einer Ein- 
leitung im Stiftsarchiv. 10 S. 2". Ein 2. Mskr. ebd. 7 S. 2".) 

MeBlied für Landgemeinden. Auf die Arie: Deinem Heiland» deinem 
Lehrer etc. Steyr 1807» zu finden bey Martin Kaltenböck. Gedr. mft Greisischen 
Schriften. 4 S. 8". 

.Manes Majorum. Carmen aiithori fastoruni Collej^. Ecciesiac ad S. Floriani, 
fbidenique Canonico Reg-ulari, Francisco Kur/ dicntnm ab ejusdem CoUegii 
Canonico Josephe Keither. Lincii IS()S, Tyjiis FeuliiinKerianis. 8 S. 4". 

Lied beim Einmarsch des löblichen Klebekischen Linien-lnfanterie-Kegiments 
aus dem ffir dasselbe so glorreichen Feldzug von 1809. Gewidmet dem IfibL 
Regiment von dem Verfasser. Linz, mit Kastnerischen Schriften. 4 S. 8^ (Zwar 

gezeichnet v. Leopold Frh. v. Hahn» Linz am 9. Jänner 1810, aber unter den 
Reiter'schen Gedichten tn St. Florian, mn^ also immerhin ans seiner Fe Ii r sein.) 

Auf Leopold Alcxamicr, Lr/lier/o}j von Osterreich, Bruder Kais, hranz II., 
Palatin von Ungarn. Gedruckt. Ohne jede Angabe. 1 S. 4 '. (Lateinisch : En 
chieres Leopoldl ... und deutsch: Siehe Leopolds Aschentopf . . .); 

Avitae in Ai^stos pietatis haeredi genti Hungaricae ob liberalissuma 
adversus Oallum comitlis nuper Posoniensibus divae Theresiae nepoti Francisco IL 
optumo prfttCipi decreta militis annonae armentum subsidia Panegyricas Oer* 
manus grales pprsnlvit Josephus Reither C.nn Rcj^ nri S. Flor. 1 S. 4". 

Krieg und Friede. An meinen verehrten Freund Herrn Joseph Gugger, 
regulirten Chorherrn zu St. Florian. Am 12. Junius 1S12. 2 S. 4". 

Gesicht. Von Joseph Reiter. Linz, gedr. v. Feichtinger. 10 S. 4". 
Der erfSilte Traum. 4 S. 4^ 

Soldatenlied. («Muthlg ihr Brüder! . . .<) 4 S. 8*. (Wahrscheinlich von Reiter.) 

Im Manuskript besitzt das Stift SL Floiiaii unter 
anderen f o ! e n d e u n v e r ö f f e n 1 1 i l h t e A r b e i t e n Reiters: 

Vita Josephi PrÖller a Josepho Reither conscripta. Anno MDCCLXXIX. 
JUsIcr. Im Stiftsarchiv. 12 S. 4". 

Gedanicen am Muttergrabe. Von J. Reitter, Pfarrer in Kleinmünchen. 1796. 
(Prosa.) Mskr. XI, 541. B. In der Stiftsbibliothek. 3 S. T, 



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30 



Des besten Landesvaters Franz des Zweiten, römisch-deutschen Kaisers 
sie;^'re]l [icn Rntder iimi Heerführer der Deutschen Kari widmet auf diesem Blatte 
die dankbahre iierzenssununung der biedere Österreicher Joseph Reiter, Can. 
Reg. des Stiftes St Florfam Im Jabre des Herrn 179& Mskr. XI, 541. 

2 S. 8*. (Vom Verfasser Sr. K. Hoheit auf der Ebelsbergerbriicke persönlidi 
fiberreicht am 4. Sept.) 

Oedanken eines Priesters in seiner schweren Krankheit V. J. R. Im 
Jahre im Mskr. XI, 541. B. 17 S. 4<*. 

Psalm bey Anfang des zweiten Französischen Krieges. Im Jahre 1805. 
Mskr. XI, 541. B. 3 S. 2 ". 

Elegie am Gedächtnißfeste des Wahltages des Hochw. Herrn Propstes 
Michael des Stiftes St. Florian. Im Jahre unseres Herrn 1806. Mskr. XI, 541. B. 

3 S. 4". 

Auf die Abreise unserer theologischen Schüler H.Joseph Gucker. H. Petrus 
Haidinger. Von J. R. Reg. Can. des Stiftes St Florian. 1806. Mskr. XI, 541. B. 
U S. 8». Ein zweites Mskr. L Stiftsarchiv. 13 S. 8«. 

Dank-Hymne zu Gott, bey Gelejjjenheit eines von mir verfaßten Kirchen- 
liedes am Festtage der Heiligsprechung der H. Angela. Mskr. XI, 541. B. 

2 S. 4". 

Epigramm auf den Todfall des II. v. Mohr. Mskr. XI, 541. B. 1 S. 8°. 
Auf die Tiroler. Mskr. Xi, 541. B. 2 S. 4 . 

Invaliden! Mskr. XI, 541. R. 2 8. 8". (Gefunden unter den Gedichten von 
Jos. Reiter, also wahrscheinlich von ihm.) 

Eucharisticon Reverendissimo Michaeli Praeposito geminis cum Gallo 
bellls fortlssumo suomm consoiatorl. Jos. Reither. Can. Mskr. XI, 541. B. 
5 & 4*. 

Reverendissima Michaeli. Praeposito. PIo. Forti . . . Mskr. XI, 541. B. 
1806. 4 S. 4 *. 

In raonedulas tyronum canonlcorum. Mskr. XI, 541. B. 6 S. 4". 

Reisewunsch an Karoline Pichler. Von J. R. Mskr. XI. 541. B. 2 S. 4^ Von 
Knrol. Ptchler befindet sich in St. Florian das Mskr.: .\n den H. Canonicus 
Keither in St. Morian. (Siehe Guppenberger, Bibliographie des Klerus der Diözese 
Linz. Linz 1893. S. 172.) 

An Karoline Pichlcr. V. J. R. Mskr. XI, 511. B. 1 S. 8". 

Gedicht an Karoline Picliler. Mskr. XI, 541. B. 4 S. S . 

Epigramma. In Senatu*» - consuitum Oallicum quo exuvias Pii VI. viva 
calce conspergi decretnm est Mskr. XI, 541. B. 1 S. 4^ 

I. Auf den Frieden* II. An die Furie Kriegeagöttin und Consorten. III. An 
Se. köttigl. Hoheit, den deutschen Friedensfürsten Karl. Mskr. XI, 541. B. 2 S. 8«. 

Epitaph einer Oattin auf ihren Mann. Mskr. XI, 541. B. 2 S. 8*. 
Herr Reltter auf Kayser Frenzen. Mskr. im Stiftsarchive. 2 S. 4*. 
Kriegs-Messe für das Landvolk. Auf die Weise : Kommet, lobet . . . Mskr. 
in der Stiftsblbl. XI, 541. B. 8 S. 8». 

Sancti Patris Nostri Angustsni XXII Libromm de Civitate Dei Epitome 
Tabeüt^ duabus exhibita a Jcscfibu Rcither . . . A. S. MDCCCVL Mskr. im 
Stiftsarchiv. 34 S. 2". (Ein zweites Exemplar 18 S. 2 .) 



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31 



Carmen Paneg>'ricum . . . Mskr. ebd. 13 S. 2^ 

Annens Denkniahl Von einem Ihrer Frenntif» J. R. Mskr. ebd. 4S. 2". 
Lied für die zur Landwehr sich übenden Schüler. Mskr. ebd. 1 S. 2". 
Dank-Psalm für das verflossene Jahr 1SÜ7. V. J. R. A\skr. ebd. 14 S. 4". 

Passions-Lied. Mskr. ebd. 10 S. 4". (Ein zweites Exemplar, halbseitig 
geschrieben, 6 S. T.) 

Medltatlo matutlite. Mskr. ebd. 2 S. 2*. 

Lied der in Waffen geflbien Landjugend ffir die Landwehre. Mskr. ebd. 
2 S. 2*. (halbseitig geschrieben). 

Verschiedene Epitaphien einer Witwe auf ihren Oatten« Mskr. ebd. 3 S. 2*. 

Die Wege der Vorsicht. Mskr. ebd. 12 S. 2«. 

Auf die Landwehr. Mskr. ebd. 3 S. 2*. {Halbseitig gesehrieben). 

Der Naehtwicfater. Mskr. ebd. 2 S. S". (Halbseitig geschrieben). 

Unterricht des H. Vater Basilius Bischofes von Caesarea in Cappadocien 
an die lünL^Iinge: Wie man die heidnischen Schriftsteller mit großem Nutzen 
lesen könne. Mit Gutheissung^ des Hochw. Onädipsten Herrn l^ropsles Michael. 
Als Geschenk unserer kanunischen Jugend gewidmet von dem Übersetzer J. R., 
Kapltularen des Stiftes St. Horian. Im J. U. H. 1807. Mskr. l Stiftsarcbiv. 52 S. 2>. 
(Als Anhang: L Sinngedicht des Ansonlus auf die Bildsäule der Göttin Oe- 
legenbdt. II. Die schöne Stelle aus einem Oespridi des Socrates, bey Plato.) 

Venerabill, ac Reverendlssfano Hospiti Episcopo Cabillionensi pro g^Ioria 
Dei palria Exuli Carmen hoc Paramythettcon ohtulft josephus Reither Can. Reg. 
S. Floriani S. MDCCCVllI«. Davon vier Mskr. i. Stiftsarch. 2 S. 2\ 3 S. 2% 

4 S. 4\ 3 S. 2\ (Das Motto dazu 2 S. 2 .) 

Uber die Heiligsprechung folgender Personen : Franz Caracciolo, Benedict 
V. st Philadelphia» Angela v. Merid, Coieta Boilas, Hyacintha Mariscottl. Mskr. 
ebd. 8 S. 2^ 

Ein Gedicht. (Zwei Strophen.) Mskr. ebd. I S. 4^ 

Ein Gedicht. Mskr. ebd. 8 S. 2**. (Halbseitig geschrieben.) 

Alle geoffenbahrte Geheimnässe der christlichen Religion sind sowohl 
Insjjemein, als Insbesondere höchst nutzbahr, und Trostreich für die Menschheit, 
in einem 21 5 Seiten umfassenden, im Stiftsarchiv aufbewahrten Foliobande. S. 1 — 10. 

, Wichtige Fragen, und Antworten von Gott und seinen Vollkommen- 
heiten. Ebd. S. 12-45. 

Von den Kennzeichen das unsere christliche Religion göttlich seye. Ebd. 
S. 46-47. 

Von den Wundem oder Mirakeln. Ebd. S. 47-52. 

Von der Offenbanmpf oder o-eoffenhahrtcn Relij^ion. Fhd. S. 51—50. 

Frome Gedanken am hoclien Fronleichnamsfeste. ISOl. Ebd. S. 62—75. 

Heilsam, und christliche Erinnerungen an das L^dvolk über die der- 

mahligen Drangsalen. Ebd. S. 106 — 120. 

Erinnerung am Feste alier Seelentag. Ebd. S. 122—]^ 

Das achtzehnte Jahrhundert oder die Hunde in einem Gukkasten. Eine 

Legende für Jakobiner» und Iliumlnaten von J. R. 1797. Ebd. S. 136—142. 

Warum bekehrten sich die Platoniker vor allen übrigen heidnischen Heiden 
Secten, so gern zur Lehre des Evangeliums? Beantwortet in einem Gespräche 
zwischen Philaiethes und Philarethes. Von J. R. Ebd. S. 204—211. 



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32 



Franz J. Freindaller. 0 

Freindaller, geboren zu Ybbs (Niederösterreich) am 
2. Februar 1753, leg^te seine Gymnasial- und philosophischen Studien 
in Krems und Linz zurück und wurde im Jahre 1770 in das Stift 
St Florian aufp^cnomineti. lYopst Matiiiaas sandte den talentvollen 
Jungling nacii Wien, damit er an der von Maria Theresia neu- 
gestalteten Hoclischule seine tlieologischen Studien vollende. Der 
jüngere Cjazzanijra, Bertieri, Martini und Würz waren seine Lehrer. 
Er schlüli sicii namentlich an den ersteren an und teilte dessen 
Ansichten: alle Leistungen Freindallers tragen unverkennbar das 
Gepräge dieser Schule. Allmählich bildete sich zwischen dem Lehrer 
und Schüler eine so innige Freundschaft, wie sie selten unter gleichen 
Verliäi missen Wurzel zu fassen vermag. 

Nach rühmlicher Ablegung der strengen l^rüiuiigLn kehrte 
Freindaller 1777 in das Stift zurück utid, zum Priester geweiht, erhielt 
er seine Bestuiunung als Kooperator in Fekikirchen, von wo er 
nach kurzem Aufcnthalif als Lehrer der geistlichen Beredsamkeit 
an die theologische Hauslehranstalt zurückberufen wurde. Bedeutungs- 
voll wui\ie diise Zeit für Freindaller dadurch, daß sie ihm reiche 
Gelegenheit imd Muüe bot, an seiner wissenschaftlichen Durch- 
bildung fortzuarbeiten. Er tat es mit rastlosem FleiBe. Eine aus- 
erlesene Bibliothek stand ihm zu Gebote. Propst Ziegler förderte 
sein Streben in jeder Beziehung. In dieser Zeit erwarb sich Freindaller 
jenen seltenen Schatz von Kenntnissen, der ihn später befähigte, 
an die Spitze einer Zeitschrift zu treten, welche sich in kurzem den 
Ruhm erwarb, die gediegenste ihrer Art in Österreich zu sein. 

Bei der Errichtung der Generalseminaricn 1784 wurde auch 
die theologische Lehranstalt des Stiftes aufgelöst. Freindaller fand 
nun wieder Verwendung in der Seelsorge, der er sich mit ebenso 
großem Eifer als Geschicke widmete. Die heiklen Verhältnisse seiner 
Pfaire Regau, in der sich nach dem Toleranzedikt eine protestan- 
tische Gemeinde gebildet hatte, boten ihm reichliche Gelegenheit, 



*) Biographisches: Qaisberger, Erinnerung an Franz |. Freindaller. 
»Thcol.-prakt. Quartalschr.^ 1848, II, S. 3—32; III, S. 3—27. — Felder, Oe- 
lehrten- und Scliriftstt ller-Lexikon der deutschen kath. Geistlichkeit, 1, S. 240-243. 
- Osterr. Nationai-Knzyklopädie, II, S. 203-204. — Wurzbach, BiofH"- Lexikon. 
4, S. - Linzer Musealbericht, 17, S. 187 190. ~ Necrolog im Österr. 
Bürgerblatt«, abgedr. in Stiilz, Geschichte von Vdcklabruck. - Mühlbacher. 
Die Lit. Leistungen des Stiftes St. Florian, S. 112—139. — Österr. Vierteljahrs- 
schrift, 11, S. 411 bis 452 (acht Briefe d. Kard.-Erzbisch. Karl Kajetan Grafen v. 
Qaisruck an Franz Freindaller). Wetzer und Wtlt«, Kirchcnlexikon, 4. Bd^ 
1990—1991. Unsere Skizze ist nach Oaisberger und Mühtbacher gearbeitet 



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33 



seinen Takt zu bewähren. Die Erfahrungen, die er hier sammeltep 
wirkten befruchtend auf seine schriftstellerische Tätigkeit; mit Vor- 
liebe beschäftigte er sich fortan mit den Kontroverspunkten. Seine 
materielle Stellung jedoch war eine geradezu dürftige; Er bat deshalb 
schon am 18. November 1784 resignieren zu dürfen; Denunziationen 
verleideten ihm noch mehr den Aufenthalt in Regau. Mit Freude 
begrüßte er daher seine Versetzung nach St Gotthard 1786, das er 
fünf Jahre später mit St Martin vertauschte. 

Während seiner seelsorglkhen Wirksamkeit war Freindaller 
den wissenschaftlichen Bestrebungen treu geblieben. Als daher nach 
Aufhebung der Oeneralseminarien die Errichtung einer theologischen 
Lehranstalt fQr Oberösterreich geplant wurde, wurde Freindaller 
fQr die Lehrkanzel der Dogmatik sogleich in Aussicht genommen. 
Freindaller rechtfertigte später als Theologieprofessor am k. k. Lyzeum 
zu Linz dieses Vertrauen im vollsten Maße. »Was er an dieser 
Stelle«, bemerkt sein Biograph'), »Segensvolles gewirkt, wie er 
seinen Unterricht durch die innigste Wärme der Überzeugung von 
der Wahrheit des Votgetragenen, durch den Edelmut seines 
Charakters und durch die Reinheit seines Wandels bei seinen 
Schülern erst wahrhaft wirksam und fruchtbringend machte, darüber 
war von jeher nur eine ungeteilte Stimme.« Dieselbe Anerkennung 
für seine Lehrtätigkeit sprach ihm der Bischof, der ihn ztim 
Konsistorialrat ernannte'), und der Kaiser aus, der ihm die goldene 
Medaille der größeren Gattung samt Kette veriieh.^ 

Wegen seiner angegriffenen Gesundheit legte Freindaller, der 
eine Berufung an die Wiener Universität abgelehnt hatte, 1803 seine 
Professur nieder. Er wurde Pfarrverweser in Niederwaldkirchen und 
drei Jahre später in Vöcklabruck. Der Wiener Friede (1809) hatte 
jenen Teil des Hausruckviertels, in dem Vöcklabruck liegt, bis zur 
definitiven Regelung der Leitung einer Landeskommission in Ried 
unterstellt. Als diese 1810 das Verbot erließ, von dem Konsistorium 
in Linz Verordnungen und Befehle anzunehmen, erhob Freindaller 
dage<Ten freimütige und unerschrockene Einsprache. Bald kam aber 
jene Gegend an Bayern. Freindailerjwurde von der provisorischen 
Regierung aufgefordert, sich der Deputation anzuschließen, welche 
die neue Provinz der Onade des Königs empfehlen sollte, und fand 
in München die schmeichelhafteste Aufnahme. Bald darauf wurde 
er von der bayrischen Regierung »in Erwägung seiner bisher be- 

•) Oaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller, Separatabdr. S. 9, vgi. 
Linzer Musealbericht 17, S. 18S. 
*) 23. August 1803. 
^ 6. Oktober 1803. 
Cerndc, Sdiriftsteller der AnsastiDcr-ChortierreafUft«. 3 



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34 



wiesenen Einsichten, seines rühmlichen Fleißes und seiner Ver- 
dienste um die öffentlichen Unterrichtsanstalten« definitiv als 
DistriktsschuUnspektor bestätigt; ein Jahr früher war er bereits zum 
Dechant ernannt worden. Freindaller wurde auch mit der Belehrung^ 
und Bekehrung der sogenannten Pöschiianer, einer schwärmerisch- 
chiliastischen Sekte, die zu Beginn des Jahres 1814 um Vöcklabruck 
auftauchte, betraut Sein rastloser Eifer, seine liebevolle Ausdauer 
wurden — freilich erst nach geraumer Zeit — vom besten Erfolge 
gekrönt, es gelang ihm vollständig, die ernüchterten Unglücklichen 
von ihrer Verirrung zunickzuführen. Die letzten Jahre widmete er, 
nachdem er 1818 das Dekanat niedergelegt und eine Berufung in 
das Domkapitel von Salzburg abgelehnt hatte, der Weiterführungf 
seiner Arbeiten zur Veibesserung des Diözesanrituals, die noch 
vom Konsistorium von Salzburg eingeleitet worden waren. Trotz 
ihrer Gediegenheit lielJ man sie unbenützt. 

Es war Freindaller nicht meiir gegönnt, seine nahe Sekundiz, auf 
die er sich kindlich gefreut hatte, zu erleben. Er starb am 29. De- 
zember 1825, verehrt und geliebt von allen, die ihn kannten. Hätte 
ich in meiner Diözese und vorzüglich unter meinen Dechanten«, 
schrieb ihm einmal der neuernannte Bischof von I in? Hohenwart '-), 
»mehrere Freindaller, so möchte ich mich der Zukunft wegen noch 
eher beruhigen; allein wo fände ich solche Männer?« 

Freindaller verfaßte folgende Werke: 

Traue« rede auf die Allertlurclilauchtigsle,üroüinäclitigste, weiianu Humibche 
Kalserinn, Königfnn, Maria Thereala, Königinn von Hungarn, Böheitn, . . als 
für Ihro Kaiserliche, Köntgl. Apostol. JMajestät den 21. Chrlstmonals 1780. in 

der Kolieglatkirche der reg. Chorherren des heiligen Augustin zu St. Florian 
in Oberösterreich das erste feyerliche Seelenamt fjehalten wurde. Verfasset und 
vorgetragen von . . . Wien, bey Joseph Fdlen von Kiir/bcck. 53 S. 2". 

Rede von der priesterlichen Sendung, als Herr Ignatz Mayr reg. Kanonikus 
des heiligen Augustlns im KoIIegiatstifte zu St. Florian am 1. Sonntage nach 
Ostern im Jahre 1782. sein erstes lidliges JSIefiopfer dem Allerhöchsten ent*- 
richtete. Linz, mit Feichtingerischen Schriften, 38 S. S*. 

Kurze Prcdifrtf^n bei der nachmittäg^iqfen Andacht am Ostertas;^c. Mit zwo 
österlichen Komniunionreden an Kinder. Wien 179Ü, bey Jos. Edlen v. Kurz- 
beck. IV und 52 S. S'. 

Rede am priesterlichen Jubelfeste des hochw., wohlgebohrnen, hoch- 
gelehrten Herrn Joseph Schiffermayr, Im KoIIegiatstifte der reg. Chorherren zu 
St. Florian würdigsten Dechants. Gehalten den VI. Sonntag nach Cliristl Ef- 
schclnunfr 1791. Wien 17Q1, bei Jos. Tdlen v. Ktirzbeck. 45 S. 8". 

Trauerrede auf weiland Ihre königliche Majestäten Ludwig XVI. König 
in Frankreich, und Maria Antonia, Erzherzoginn von Österreich, Königinn von 

«) Dekret vom 11. Juni 1813, Nr. 12.907. 
■) Brief vom 1. März 1815. 



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35 



Frankreich. Gehalten zu Valenciennes, als es kaiserlich war, am 21. Jänner 1794 
von Herrn Abbe Levis. Au? lern Französischen ubersetzt. Linz, gedruckt mit 
Feichtingerischen Schriften. 50 S. S . 

Predigt von der Nachfolge Jesu. Gehalten am Feste des Meli. Stephanus 
1796 bey einer häuslidien Feyerllchkeii der reg. Chorherren zu St Florian von 
cüieRi derselben. Unz 1797, bey Feicfatinger. 28 S. 8". 

Kurze Reden bey dem akademischen Gottesdienste in Linz. Linz 1799, 
zu finden bey Joseph Fink. Oedruckt mit Feichtinger'schen Schriften. XVi und 
295 S. 8 '. 

Akademische Rede über die Pflicht studierender Jünglinge, in der Reli- 
gionswissenschaft ohne UnterfaiB fortzuschreiten. Vorgelesen bey der feyerlidien 
Wiedereröffnung der Schulen am k. k. Lycaeum zu Linz, den 20. Oktober 1800. 
Oedr. mit Feichtinger'schen Schriften 24 S. 8'. 

Caji, Romanf presbyteri, (uti videtur) frajj^mentum acephalnm de canone 
divinorum novi foederis librorum. Lincii 1801, typis Feichtingerianis. 50 S. 8". 

Animadversiones in iibellum, cui tituius: Recensio critica dissertationis 
de Rosarlo a Linclensibus Theologis editae. Undi 1806. 15 S. 9*. [Anonym.] ^) 

Versuch eines Leitfadens zu ehtem stufenweise fortschreitenden Unter- 
richte der Kinder in der Religion, als Anhang zur theol.-prakt Linzer-Monath' 
Schrift. Ltnz 1806, bey Joseph Fink. 151 S. 8". 

Populäre Darstellung der Wahrheit: daß Christus in uns wohne. In einem 
Schreiben an gewesene Religionsschwärmer [PöschlianerJ. ') 

Biographische Nachrichten von weiland dem HochwOrdlgsten, am 
IS. Junius 1807 verstorbenen Bischof In Lmz, Joseph Anton OalK Unz 1808. 
45 S. S . (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 253—295.) 

Skizze einer christkathnlischen Dogmatik, oder christl. Olaiibenslehren 
nach dem echten kath. Lehrbegriffe. Linz 1810. XII und 90 S. 8 . 2. Aufl. 1815. 

Predigt über I. Petri : II, 13, 14. Am allerhöchsten Nahmensfeste Seiner 
Majestit IMaximilian J(»eph Allerdurchlauchtigsten Königs von Bayern. Nach 
erfolgler Besitznahme des abgetretenen Theils Oberösterreichs. Gehalten in der 
F^arrkirche zu Vöcklabruck. Salzburg 1810. Oedruckt in der JVUiyr'schen Buch- 
druckerey. 16 S. 8". 

Über das Benehmen des Seelsorgers in Lrtheiiung des sechswochenllichen, 
in den österr. k. k. Staaten bey dem Übertritt zu einer tolerirten Confession 
gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Ein Nachtrag zum Oift- 
schützischen Lehrbuch der Pastoraltheologie. Salzburg 1812. In Commission 
der Mayr'schen Buchhandlung. Gedruckt in der Zaunrith'schen Buchdruckerey 
zu SalzhurjT. 56 s. S\ 

Handbuch zur gleichförmigen Lrtheiiung des sechswochenllichen, in den 
kaiserlieh-Österreichischen Staaten beym Übertritt zu einer tolerirten Confession 
gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts! Sammt einer nachträglichen 
Anweisung, wie dasselbe bey anderen seelsorglichen Amtshandlungen zu ge- 
brauchen ist. Verfaßt im Jahre 1808.9. Linz 1813, bey Cajetan Haslinger, 
Buchhändler. XII und 356 S. 8". 

') Auch deutsch unter tieni Titel: Etwns zur Reitntworhinfr der Schrift: 
Recen.sio critira a Linciensibus Theologis editae de Rosarlo dissertationis in 
forma responsi ad amicum pirl)Iici iuris facta. Posonii 1805. Neue theol.-prakt. 
JVlonathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 282—294. 

Spiter in der Neuen theoL-prakt. Monathschr. V, 2, S. 323—339 ver- 
öffentlicht. S. 334 wird auch ein früheres Schreiben erwähnt. 



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36 

Über das Bibellesen des gemeinen Mannes. Ein Gespräch. Salzburg 1815. 
Oedruckt mit Zaunrith'schen Schriften. 48 S. 8".') 

Ablaß - Fredigt. Salzburg 1816. In Commission der Mayr'schen Buch- 
handltint:, und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz. 
26 S. 8^ (Auch itt der Quartalschr. IV. Jg., 2. Bd., S. 126-147.) 

EwigdenkwQrdiges Mayenfest des Jahres 1816. Qefeyert in den zwey 

Städten des vom Hause Österreich zurückgenommenen Hausruckviertcis, VöcUa- 
hriick imti Sch\vnnnenst;uit. Salzbiirgf, pciir. mit ZaimritirsclKMi Scliriftcii. 24 S. 
Darin: Anrede, welche bev i-icm Dankfestc zu Viicklabruck von Franz Frcin- 
daller, Stadtpfarrer und Dechant, gehalten wurde. S. 17 24. (Vielleicht das 
ganze Buchlein von FreindaHer verfaSt und herausgegeben.) 

Vertraute Reden an junge Diener der Kirche hi den Tagen ihrer jihr- 
kiun Geistes Versammlung. Salzburg 1817. In der Mayrischen Buchhandlung. 
VIII und 160 S. 8 . ) 

Denkschrift auf den seligen Herrn Oeorj^ Recliber^^cr, tler Reehle Doktor, 
und Kanzler des biscliofl. ('onsistorfitms in Linz, l.inz 1609, bey Cajelan Haslinj^er, 
46 5. 8". (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. VII. Jg., l.Bd.. S. 161- 203.) 

Freindallcrs gröijtes literarisches Verdienst bestellt m der Heraus- 
gabe der Theolot^.-Prakt. Monathsciirift zunächst für See!sor<^er 
Sie trat im Jahre 1802 ins Leben. Ihre Gedie}^a*nheit brach ihr bald 
Bahn, und in kurzer Zeit fand sie weil über die Grenzen Österreichs 
liinaus Verbreitung. Schon 1805 wurde eine zweite Aufla^re nöticjf. 
Das Kriegsjahr 1805 aber brachte das Erscheinen der Zeitschrift ins 
Stucken. Nach einjähriger Uiiterlirechunj^^ erscliien sie 1807 wieder 
als Neue theolo^.-prakt Monathschrift zunächst für Seelsorj.[er 
(Linz, in Cumniiss. bey ("ajetan Maslin<4:er, mit Feicfitinj^er'schen 
Schrillen), dazu kam in demseU)en Jahre ein literarischer Anzeif^er. 
1812 erschien der erste Band der Quartaischrift für katii, (jeistliciie. 
Als Foilserzuu}^ der tlieulou.-prakt. Linzermonathschrift in Salzburg 
(in Commiss. der Mayr'schen Bucliliandlung und für die k. k. österr. 
Staaten in der Haslinger'schen zu Linz, mit Zaunrith'schen Schriften). 
18IÖ erllieh sie den Titel: Neue Quartaischrift für kath. Geistliche. 
Als Fortsetzung . . ; daneben führte sie den Titel: Neueste Theo- 
logisch-praktische Monathschrift zunäclist für Seelsorger.' ISIQ legte 
Fieindaller die Redaktion nieder; einer seiner Freunde sollte das 
Werk weiterführen. Doch es kam nicht zustande, obgleich sich 
Freindaller erboten hatte, den Vorrat au Aufsätzen seinem Naclifolger 
zu überlassen und selbst noch an der Zeitschrift mitzuarbeiten. So 
entsciilol) sich Fren dalU-r nacii einjähriger Unterbrechung 1821 noch 
einen letzten Jahrgang seiner Zeitschrift zu veröffentUchen. Das 

*} Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 1. Bd., S. 133 -178. 
^ Auch in der Quartalschr. III. Jg., 1. Bd., S. 89—11% 264-285; Z Bd^ 
S. 27—55, 296—321; IV. Jg., 1. Bd., S. isn 211; 2. Bd.. S. 266 - 293. 

^) Herausg. in Linz von einer QescUsch. Mit Feichtinger'schen Schriften* 



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37 



ganze Werk umfaBt 34 Bde. in 8".^ Fretndallers eigene Arbeiten fOr 
die Zeitschrift sind ebenso zahlreich als trefflich; außer den bereits 

erwähnten heben wir noch hervor: 

W*s Ist christliches Dogini? Theot.-Prakt.Mona(hschr. I. Jg., 1. Bd., S.l -20. 

Kürze Gcsehtchtc des unter Kaiser Leopold I. von Spinola, Bischof zu 
Neustadt gemachten Reunionsversuches der Protestanten. Ebd. I. Jg., 1. Bd., 
S. 67-85. 

Ist eine erl^nbare mortlftciie Beziehung ein wesenflidies ErfordoniB 
eines Dogmas? Gibt es Dogmen, die Iceine haben? Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 112—126. 

Skizze der christlichen Glaubenslehren nach dem echten katholischen 
Lehrbegriffe in ihrer Verbindung, und moralischen Beziehung. Ebd. I. Jg., 1. Bd., 

S. 237-348. 

Beyträge zur Kenntniß und Berichtigung der vorzüglichsten religiösen 
Volksinrtfimer. Ebd. IL Jg., l.Bd., S.37— 52 ; Dogmatische Volksirrtfimer S.89-131 { 
Moralische ... S. 197-229; Liturgische ... S. 165-291. 

Über den sechswöchentlichcn Unterricht angehender Akatholiken. Ebd. 
II. Jg.. 1. Bd., S. 333—346 ; 2. Bd., S. 1-33, 89—101, 177—197, 257 - 274 ; 3. Bd., 
S. 33-42, 111 — 138. 

Von der ursprünglichen Einführung des Christenthunis in Oberösterreich, 
nnd dessen baldigen Verbreitung. Ebd. III. Jg., 1. Bd., S. 1—42. 

Über das praktische Moment des christlichen Hauptdogma von der Mensch- 
werdung des Sohnes Gottes. Ebd. IV. Jg., 2. Bd., S. 3—39. 

Kurze Darstellung des Zustandes der theologischen Wissenschaften im 
katholischen Deutschlande seit ungefähr fünfzifr Jahren, als Einleitung zum 
Iftterarischen Anzeiger. Neue theol.-prakt. JVlonailischr. V. Jg., 2. Bd., S, 346—397. 

Von dem Unterrichte, den der Seelsorger den Hebammen zu ertheilen 
hat Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 165-1^ 

Über einige gewöhnliche Entschuldiq:nng^en der Nachlässigkeiten beym 
Seelsorgeramte. Ebd. VIII. }^., 1. Rd., S. 204 222. 

Aus dem pfarrJichen Amtßlcbcn. Quartalschrift. I. Jjr., 2. Bd., S. 292-310; 
IL Jg., 2. Bd., S.253 - 294;lII.Jg., 1. Bd., S. II3-13Ö, 351 -377; 2. Bd., S. 108—131, 
348-360; IV. Jg., 1. Bd., S. 38-65; 2 Bd., S. 102—125, 315—351; (Neue 
Quartalschr.) V. Jg., 1. Bd., S. 128-151, 331-350 ; 2. Bd., S. 135-171, 301—322; 
VI. Jg., 1. Bd., S. 225-287; 2. Bd., S. 101-149, 323-355; VIL Jg, l.Bd., 
S. 150 ISO, 257-2%: 2. Bd., S. I3S-100, 275—2%, 346—372. 

Antwort auf die Frage, ob es war sey, was der protestantische Gelehrte, Herr 
Prof. Eichhorn, in seiner Geschichte der Litteratur von ihrem Anfange bis auf die 
neuesten Zeiten (zweyten Band, erste Hälfte, S. 671) schreibet: »daß selbst die 
Theologen der kath. Kirche zuletzt dem Strome der Zeit hätten weichen müssen, 
und ihre patristisch-scholasti.sche Dogmatik als exoterischc Lehre hätten stehen 
lassen, zur esoterischen aber den philosophischen Deismus gemacht haben.« Quar- 
talschr. U. Jg., 1. Bd., S. 134-152. 

Unterredung eines Pfarrers mit Brautleuten über das Zechen und Tanzen 
vor der Copulation. Ebd. IL Jg., 1. Bd., S. 282—295. 

Anzeige eines sehr merkwürdigen Buches: Friedensworte an die kath. 
und Protest. Kirche für ihre Wiedervereinigung. Sulzbach . . . 1810. Ebd. Iii. Jg., 
2. Bd., S. 322-347. 

') 1828 erschien ein aiphabet. Verzeichnis aller darin enthaltenen Aufsätze 
und Abhandlungen. 



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38 



Beylage zu dem Aufsatze Über form und Reform der Klöster.« Neue 
Quartalschr. V. Jg., 2. Bd., S. 45 55. 

Ober die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Mailand. Ebd. 
VI. Jg., 1. Bd., S. 177- 192. 

Recen$ioii des vierten Fragments vom sei. Domherrn Kramer: Fragmentum 
historicnm, nannte er es, ad praecedentia fr^rmenta de Neot«-ica Religionis et 
Eccleslae Catholicltate subsidiarium. Ebd. VI. Jg., 2 Bd., S. 273—289. 

Denkschrift auf den seligen Herrn .Aloys Sandbichler, Doktor und Pro- 
fessor der rhcoloi,n'e nni k. k. Lyceimi in Salzburg. Iihil. VI!. Jg.. 1. Bd., S. 1-31. 
(Auch in dem Büchlein: Dem Andenken Aloys Sandbicider's, Professor ... 
Biogr. Skizze von einigen Freunden des Seligen» welclie ihn näher Innnten, 
entworfen. Besonders abgedr. aus der Neuen Quartaischiift f&r kath. Geistliche. 
Salzburg 1820. In der Mayr'schen Buchhandlung. IV und 43 S. 8". 

An Sandl>ichlcr's Grabe. Ode. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 41 43. 
Nacherinnerung" rn dem Aufsätze: >Gedanken zu Dr. Pcßler's An- 
sichten von Religion und Kirclienthum. Vom verewigten Herrn Dr. und Pro- 
fessor Sandbichler, in Briefen an den Herausgeber.« Ebd. Vtl. Jg., 1 . Bd., S. 1 18 — 133. 

Revision des Aufeatzes über das Ehe-Aufgeboth im I. Jahrg. der Linzer- 
Monathschrift I. Bande S. 52. Nach beyden Auflagen. Ebd. VII* Jg., 1. Bd., 
S. 134-149. 

Über das Oescliichtliche der göttlichen Offenbarung. Mit Beantwortung 
der von den Rationalisten aufgeworfenen Vorfrage : Ob es nicht besser gewesen 
wire, im Falle Ckitt eine Offenbarung den Menschen machen wollte» sie ohne 
Geschichte in einem bündigen Systeme mitzutheilen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., 

S. 207 221; 2. Bd., S. 61-102, 193-225. 

Revision des Aufsatzes von den rfeheimen Ehehindernfssen im ersten 
Jahrg. der Linzer-Monathschrift, zweyten Band, S. 170. Ebd. VII. Jg., 1. B<t, 
S. 222 - 256. 

Ober das so angerfihmte Buch: Stunden der Andacht, besonders nach 
der fünften Auflage. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 297-334. 

Warum ist Jesus so frühe von dem Schauplätze dieser Erde abgetreten. 
Ebd. Vit. Jg., 2. Bdn S. 51—60. 

Johann Ev. Kumpfhofer. 

Johann Kumpfhofer wurde am 23. November 17Ö8 zu 
Linz geboren, studierte daselbst die Humaniora und die Philosophie 
und trat am 5. September 1790 in das Stift St. Florian ein. Nach 
dem Noviziat studierte er drei Jahre lang Theologie an der Wiener 
Hochschule. Am 6. Oktober 17Q3 legte er die feierliche Profeß ab 
und wurde noch in diesem Jahre (20. November) zum Priester ge- 
weiht Zu Beginn des nächsten Monats wurde er bereits Kooperator 
in St Marienkirclu i]. Im Jahre 1802 erhielt er die Verwaltung der 
Pfarre in St Oswald, wo er bis 1814 verblieb. 1814 kam er als 
I^arrvikar nacli ürünbach, 1823 nach Hofkirchen und 1826 nach 
Ried. Er starb im Stifte am 6. August 1841.') 

•) Vgl. Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon 1, 424; Wurzbach, 
Biographisches Lexikon 13, 374; Piliwetn, Linz einst und jetzt 2, 39. 



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39 



Kumpfhofer schrieb: 

Geschichte der Franzosen in St. Marienkirchen. 1801. Mskr. 

Oespr^rh zwischen einpm Pfirrer, und einem Bauer über die Kuhpoclcen- 
impfung. Neue thcol.-prakt. Moiiathschr. V. Jg. (li'OT), 1. Bd., S. 127 142. 

Predigt von der Pflicht der Eltern ihren Kindern die Kuhpocicen ein- 
impfen «I lassen. Lins 180^ C. Hidteger. 16 S. kl.-8". 

Rede über die noch immer herrschenden Vorurtheile wider die ebenso 
bewihrte, als wohlthätige Kuhpockeneinimpfung. Gehalten den sechsten Sonn- 
tag nach Ostern 1812. Linz 1812, bey Cajetan Hashnger. 16 S ? . 

Rede über den Aufblick des Christen zur göttl. Vorsehunji; bei den gegen- 
wärtigen Krieg. Gehalten am ersten Sonntag im Advent läl3. Linz 1S14, 
C Haslinger. 16 S. id.-8*. 

Rede fiber die Beleuchtung der herrschenden Religionsvorurtheile wider 
die ebenso bewährte als wohlthätige Kuhpockenimpfung. Gehalten am fünften 
Sonntage nach Ostern 1816. Linz 1816, C. Hashntrer 16 S. k!.-S . 

Noch ein Wort der Belehrung und Auftnuntcriin;^ /i r Ausrottung der so 
gefährlichen, natürlichen Menschenblattern durch Cinimptung der Schutz- oder 
Kuhpocken. Vorgetragen in der Rede am sechsten Sonntage nach Pfingsten. 
Linz 1819, bey C. Haslinger. Oedr. bey Jos. Feichtinger's, sei.» Witwe. 15 S. kt.-8". 

Predigten auf alle Sonn- und Festtage des Jahres. Wien 1822. 2 Bde. 
268 und 366 S. 8". 

Versuch einer liturgischen Beucht und Communion für ICinder. Linz 
1826. 34 S. 12\ 

Fastenpredigten filier die Leidens- und Todesgeschichte Jesu auf alle 
Sonntage bi der Fasten nebst einer Predigt am Gharfreytag. Vorgetragen im 

Jahre 1829. Mit LinzePscher Konsistorial-Bewilligung. Linz 1830. Im Verl- bey 
C Haslinger. Oedr. in Linz mit J. C. Quandt'schen Schriften. 86 S. 8". 

Sechs Lrntcjnedij^ten. Mit Linzer'schcr Ordinariats-Bewilh'gung. Linz 1S31. 
Bei Joseph Fink und Sohn. Oedr. bei Jos. Fcichtinger's sei. Witwe. 53 S. 8 . 

Predigten über die sonntäglichen Evangelien der Fasten, mit Bezug auf 
die heilige Fastenzeit, nebst einer Predigt am Charfreytage. Vorgetragen im 
Jahre 1832. Linz 1833. Im Verl. der k. k. priv. akad. Kunst-, Musik- und Buch- 
handlung des Friedr. Eurich und Sohn. Aus d. Buchdruckerei des Friedr. Eurich. 

Au^stfn Pscharr. 

Pscharr wurde am 28. Aut^ust 1772 zu Waizenkirchen in Ober- 
österreicli geboren. Er trat 1790 in das Stift St. Florian, l<am im 
Jahre 1705 als Kouperaior nacii Obertiiallieim, 1708 in gleiclier 
Eigenschaft nach Niederwaldkirchen. Im nächsten Jahre übernahm 
er die Leitung der Stiftspfarre St. Florian, von 1S04 bis 1806 war 
er Pfarrvikar in Oberthaliieim , von 1806 bis zu seinem Tode am 
12. November 1823 Rarrvikaj- von Hargelsber^. 

Das Stift St. Florian verwahrt folgende hand- 
schriftliche Arbeiten von Pscharr: 

ijber die tretgnisse zur Zeit des Kriegen zwischen Österreich und Frank- 
reich bloB allein den Pfarrbezirk Oberthalheim betreffend. 1805. Mskr. im Archiv 

Catalogus omnium, quorura notitia ad nos pervenit, Canonicorum Re- 
gularium Divi Augustini Ecclesrae Coliegiatae s. Floriani fnde a restitutione 



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per B. Altmannum Episc. Pat. anno 1071 ad novissima usque tempora coMectus 
et consignatus. 1S14. (Poriges, bis 1847, mitBiographien). Mskr. XI, 537 A. der 
SWtsbibliothek St. Florian. 258 S. 4". 

Beschreibung der Pfarre Hargelsberg. 1817. Mskr. XI, 554 A. der SUfts- 
biblfoihek von St. Florian. 64 S. 4«. 

Versuch einer Beschreibung der Pfarre Hargelsberg im Erzherzogthume 
Österreich oh der Knns, im Traunkreis, Dekanat Enns. 1822. Mskr. XI, 537 B. 
der Stittsbibliothek St. Florian. 96 S. 4". (Mit vielen losen Dokumenten aus 
dem Jahre 1822.) 

Franz Ser. Kurz. ) 

Kurz wurde geboren zu Kefermarkt, unweit Freistadt, im unteren 
Mühlviertel am 2. Juli 1771. Sein Vater war Schulmeister. Der Knabe 
zeigte schon früh treffliche Anlagen. Der Vater war daher darauf 
bedacht, ihn einer seinen Geistesgaben entsprechenden Bestimmung 
zuzuführen. Noch sehr jung kam Kurz an das damals von Mit- 
gliedern des aufgehobenen Jesuitenordens geleitete Gymnasium in Linz. 
Unter dessen Lehrern scheint besonders der bekannte F. Nißlmüller 
auf den jungen Kurz vorteilhaft eingewirkt zu haben. Die vorzüg- 
lichste Frucht seiner Oymnasialstudien war eine genaue Kenntnis 
der lateinischen Sprache, die Kurz nicht nur mit Meisterschaft 
schrieb, sondern auch sehr fertig sprach. Fortan blieben auch Virgil, 
Horaz, Ovid, Livlus und Tacitus seine Liebiingslektüre. Nach Voll- 
endung des philosophischen Kurses entschloß sich Kurz in das 
Stift St. Florian einzutreten. Der vieiverheißende Jüngling wurde 
mit Freude aufgenommen. 

Der damaligen Einrichtung zufolge durften die Kandidaten des 
Klosterstandes erst dann das Ordenskleid empfangen, wenn sie ihre 
theologischcti Studien in einem Oeneralseminar vollendet hatten. Kurz 
wurde demnach im Schuljahre 1789/90 in das Generalseminar nach 
Wien gesendet, wo er den ersten theologisclien Jahrgang absolvierte. 

Am 5. September 17Q0 empfing Kurz das Ordenskleid und 
begann das Noviziat. Hier war es namentlich der damalige Novizen- 
meistei und nachherige Propst Michael Ziegler, selbst ein gelehrter 
Mann und wie wenige geeignet, junge Leute zu beurteilen und zu 

1) Nach dem Nekrolog von Stfilz in »Zeitschrift des Museums Francisco 
Carolinum« 1843» Nr. 15, S. 57-60, und nach Mfihibacher, Die literarischen 

Leistungen des Stiftes St. Florians S. 166-255. Weiteres Biographisches über 
Kur/: Vaterländische Blätter für den österreichischen Kniserstaat 1S12. 42; 
Felder, üelehrten- und Schrittsieller-Lexikon 1, 423; Hormayrs Archiv IS. Bd. 
1827, Nr. 137 und 138, S. 748 ff.; Wiener jaliibücher der Literatur 1, 52; Wurz- 
bach, Biographisches Lexikon 13, 421 ; Österreichische National •Enzyklopädie 
3^ 323; Oberdsterreichische Jahrbucher 1844, S. 26(1; Allsetneine Deutsche Bio- 
graphie XVII^ S. 419; ^Allgemeine Zeitung» 1843, III., S. 1709. 



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behandeln, welcher die Fähigkeiten des jungen Klerikers zu wßrdigen 
und zu entwickeln verstand. Er verwendete ihn zur Katalogisierung 
der Inkunabeln und zur Beschreibung der Handschriften. So erwarb 
sich der strebsame Novize Fertigkeit im Lesen der Handschriften und 
in der Beurteilung des Alters derselben, welche ihm später sehr zu- 
statten kam. Nach dem Noviziat ging Kurz wieder nach Wien, um an 
der Universität seine theologischen Studien zu vollenden. Die Vor- 
lesungen ließen ihn vielfach unbefriedigt, das Leben im erzbischöf- 
lichen Konvikt behagte ihm nicht Erholung boten Musik und die 
lieb gewordenen historischen Studien. FQr diese ging ihm Denis 
In der liebenswürdigsten Weise an die Hand. Fast jeder Brief von 
Kurz enthält literarische und bibliographische Notizen, die von 
r^em Eifer und Wissensdrange zeugen. Auf Zieglers Verwendung 
konnte er bei Albrechtsberger Unterricht in Generalbaß und 
Kontrapunkt nehmen. So wurde er nicht nur ein trefflicher Oiganist, 
sondern schrieb später auch Kompositionen, welche Anerkennung 
fanden. 

Im Herbste 1703 kam Kurz Ins Stift zurück, bald darauf wurde 
er zum Kustos des Münzkabinetts ernannt Mit rastlosem Fleiße 
machte er sich an die Ordnung und Beschreibung desselben. Neu- 
mann, der selbst nach St Florian kam, revidierte diese Arbeiten 
und spendete ihnen volles Lob. Vorzüglich auf dessen Anregung 
wurde Kurz im März 17Q5 wieder nach Wien geschickt, um sich in 
der Numismatik auszubilden. Mit gewohntem Eifer gab er sich 
diesen Studien hin; fast den ganzen Tag war er bei Neumann, 
der die Hoffnung aussprach, sein Schüler werde in zwei Monaten 
ein guter Numismatiker sein. Daneben trieb er fleißig Italienisch. 
Musik war auch jetzt wieder seine Erholung; Händeis Messias 
begeisterte ihn. Schon im Mai kehrte Kurz wieder zurück. Am 
30. Juni wurde ihm vom Kapitel einstimmig die Zulassung zur 
feierlichen Profeß erteilt, welche er an seinem Geburtstage ablegte. 
Am 26. Juli feierte er die Primiz, Schon am 1. Jänner 1796 wurde 
er zum Kooperator an der Stiftspfarre ernannt, an der er später — 
seit 1810 als Pfarrer — fast ein halbes Jahrhundert mit hingebender 
Treue wirkte. Mit ausdauerndem Fleiße setzte er die Katalogisierung 
des Münzkabinetts fort. Doch er beschränkte sich nicht darauf, er 
gewann und bildete auch jüngere Kräfte wie Fr. Danz\\'ohl und 
L. Dierl. Aber bald häuften sich seine Obliegenheiten, 1797 wurde 
er zum Leiter des Musikchors, 179Q zum Archivar ernannt. Dies 
entschied über seine künftige wissenschaftliche Laufbahn. Bewahrte 
er der Numismatik und Altcrtufiiskunde auch fortan reges Interesse, 
so galten doch jetzt seine Arbeiten ausschließlich der Geschichte. 



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42 



Kurz hatte zunächst nur die Aufgabe, das Archiv fibersichtlicher 
zu ordnen, da gerade solcher Mangel an Leuten war, daß man kein 
Stiftsmi'tglied für das Archiv allein verwenden konnte. Mit der Arbeit 
wuchs die Liebe zum Gegenstände. Je mehr sich aber Kurz mit den 
Quellen beschäftigte, um so mehr mußte sich ihm die Überzeugung 
aufdrängen, daß auf dem Gebiete der vaterländischen Geschichte fast 
noch alles zu tun sein, daß hier erst fester Orund und Boden ge> 
Wonnen werden müsse. Es ist eine bekannte nicht zu leugnende 
Tatsache, daß die Geschichtswissenschaft im Beginne des IQ. Jahr- 
hunderts in Österreich gänzlich daniederlag. »Du Cu schichtsforschung 
war allmählich zur Oeschichtschreibung, die Geschichtschreibung 
zur Geschichtsmache herabgesunken; die Geschichte, die historische 
Wahrheit, war fast zur Mythe geworden. Und sie mußte es werden, 
da man verlernt, aus dem reinen Born der Quellen zu schöpfen.- 
Führte nun Amt oder Zufall einen jungen, kräftigen Geist zu den 
ersten und unmittelbarsten Quellen zurück, da mußte sein Erstaunen 
groß sein, wenn er bemerkte, wie sich die erzählte Geschichte zur 
wahren, tatsächlichen verhalte.*^ Auch Kurz faßte den Entschluß, 
seine Zeit der Auffindung und Bekanntmachung urkundlicher Quellen 
und der kritischen Darstellung der vaterländischen Geschichte aus 
denselben zu widmen. Zuerst wendete er sein Augenmerk auf die 
Archive der Klöster, in welchen sich bis auf die neuesten Zeiten 
herab viele ehrwürdige Reste des Altertums gerettet hatten. Er war 
noch Augenzeuge der fanatischen Wut oder der unglaublichsten 
Sorglosigkeit gewesen, mit welcher man derlei Schätze zerstörte oder 
zugrunde gehen ließ. Darum schien es ihm dringende Pflicht zu 
retten, was noch zu retten war. Überall fand er freundliches Ent- 
gegenkommen, besonders erinnerte er sich stets mit rührender 
Dankbarkeit der Unterstützung, welche ihm die Staatsverwaltung 
namentlich durch die obersten Kanzler, die Grafen von Saurau und 
Ugarte, angedeihen ließ. In rüstiger Eile durchforschte Kurz das 
ständische Archiv, die Archive zu Baumgartenberg und Waldhausen, in 
Garsten und Gleink, in Lanil ach und Wilhering, die Archive der Städte 
Linz, Steyr, Wels, Freistadt, Enns — hier war er so glücklich, das be- 
rühmte Stadtrecht von 1212 zu entdecken — der landesfürstlichen 
Märkte Rohrbach, Haslach, Leonfelden, Perg und einer Reihe von 
Schlössern. Die Ausbeute war eine sehr ergiebige; reiches Material 
lieferte namcntlicli das Archiv von Riedeck. Die Abschriften Kurz' 
zeiclmen sich durch ihre Treue und Genauigkeit vorteilhaft aus. 
Das Kriegsjahr 1809 unterbrach diese Arbeiten. Eine feindliche Ein- 
quartierung folgte auf die andere. Ba!d wurde auch das Stift in ein 
französisches Spital umgewandelt. Mit treuer Hingabe widmete sich 



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43 



Kurz hier seinem seelsoiigUchen Berufe, seiner opferreichen Pflicht; 
sie wurde unendlich erschwert durch die sittliche Verlcommenheit 
der Kranken. Er selbst erbte am Krankenbette den Typhus und 
hatte sein Leben lang an dessen Folgen zu leiden. Am 11. Mai 1811 
wurde Kurz »wegen Oberkommung aller in das geheime Archiv 
gehörigen Urkunden und Instrumentec von der Regierung auf- 
gefordert, Aufschlösse Aber den Archivbestand des Landes ob der • 
Enns zu geben; in einem Berichte vom 11. Juni*) kam er diesem 
Verlangen nach. Dieser sowie Abschriften ffir das geheime Archiv 
lenkten die Aufmerksamkeit auf ihn. Der Kaiser trug daher mit 
Handbillett vom 30. Dezember 1811 dem obersten Kanzler Graf 
Ugarte auf, Kurz »ein eigenes Belobungsschreiben mit dem Bedeuten, 
daß sich Allerhöchstdieselben bei der Fortdauer seiner ruhmlichen 
Bemühungen solche noch weiters zu belohnen vorbehalten, aus- 
zufertigen und ihm das allerhöchste besondere Wohlgefallen zu er^ 
kennen zu geben«. Eine gleich schmeichelhafte Belobung ertloß 
von Metternich, mit dessen Bewilligung Kurz in den Jahren 1810 bis 
1812 viermal durch mehrere Monate im geheimen Archiv zu Wien 
arbeitete. Er maclite viele Auszüge, wichtigere Urkunden wurden 
zu Hunderten abgeschrieben, doch beschränkte er sich seinem Plane 
gemäß auf österreichische Urkunden, verfaßte aber zugleich ein voll- 
ständiges chronologisches Verzeichnis derselben, das ihn auch später 
in den Stand setzte um die Benützung bestimmter Urkunden ansuchen 
zu können. Während aber das Wiener Archiv sich bald verschloß, 
öffnete sich Kurz eine andere reiche Fundgrube. Fürst Josef 
Schwarzenbetg gestattete ihm die Benützung des damals noch 
gänzlich ungeordneten Arcliivs der Rosenberger in Wittingau und 
Krumau. Kurz durchforschte dasselbe 1813. Die Ausbeute war eine 
größere, als er erwartete; besondere Freude gewährte ihm der Fund 
des Originals des Friedensschlusses zwischen Ottokar und Bela 
(3. April 1254). 1814 und 1816 kam Kurz nochmals nach Böhmen. 

1816 wählte ihn die Mährisch-schlesische Oesellschaft des 
Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde, 1821 die Historische Ge- 
sellschaft in Frankfurt zum Mitgliede; 1824 sandte ihm das Vater- 
ländische Museum in Prag das Ehrendiplom, 1827 erhielt er die 
große goldene Verdienstmedaille mit der Kette und als Anhang die 
Ernennung zum Konsistorialrate. 1831 wurde er Mitglied der Bayrischen 
Akademie der Wissenschaften und erhielt von der Königlich böhmisclien 
Gesellschaft der Wissenschaften in Prag das Ehrendiplom; 1836 
Motrde er Mitglied des Historischen Vereines für Niedersachsen. Er 



Kon2q>t im Stiftsarchiv. 



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44 



war auch Ausschuü der historischen Sektion des Museums Francisco- 
Carolinum in Linz. 

Trotz seines kräfti«-en Körpers kränkehe Kurz durch 23 Jahre 
fast ununterbroclien. Melirere sehr schwere Krankheiten, wie der 
Typhus und eine e|3idemische Ruhr, die er am Krankenbette ge- 
erbt, dann die sitzende Lebensweise, welche seiner Konstitution 
wenig zL'sncfte, hatten seine Gesundheit zerstört. Alljährlich wanderte 
er in das -liochgelobte Wasser- und Luftbad des oberen Mühl- 
vierteis«. Hier wurde der Grundsatz, nichts zu lesen oder zu schreiben 
sondern selbst bei arj^^'m Wetter fleißige Bewegung zu machen, 
strentre ringehalten. War die Badekur in Miihllacken vollendet, dann 
begann das Luftbad, Fußparfien im »goldenen MühK'icrtel . Diese 
Kur wirkte immer ungemein wohltätig und erfrischend auf seinenGeist 
und Körper. Eine zweite Fahrt galt jährlich dem Besuche seines 
Vaters, der ihm bis ins hohe Alter erhalten blieb — er starb am 
5. November 1821. Allein mit dem Jahre 1841 nahmen Kurz* Kräfte 
sichtbar ab; die alten Krankheitsfälle wiederholten sich immer heftiger, 
und er konnte das Lager kaum mehr verlassen. Sein Leiden trug 
er mit seltener Geduld, gegen alle gleich freundlich und milde. Er 
Starb in den Armen seines Schülers Stiilz am 12. April 1843. 

Kurz ist vor allem Geschichtsforscher. Seine Darstellung ist 
eine streng (.iiulhMimäßige. Aber er begnügt sich nicht mit dem 
vorhandenen Material ; mit rastlosem Fleiße ist er bemüht, neue 
Quellen aufzudecken, die aufgedeckten der Wissenschaft zuzuführen. 
Fast jede seiner Arbeiten stützt sich auf Material, das er zuerst 
ans Licht gezogen, und macht dadurch ein neues Feld der Ge- 
schichte urbar. Ebenso streng ist er im Sichten desselben. Un- 
wesentliches wird unnachsichtiich ausgeschieden, überall sind es 
die treuesten Zeugen der Vergangenheit, die Urkunden, auf welche 
er vorzüglich seine Darstellung baut. Damit geht vollkommene 
Beherrschung des Stoffes Hand in Hand. Mit der Nüchternheit 
des Urteils verbindet er die strengste Llnparteiliciikeit, die gewissen- 
hafteste Wahrheitsliebe. Seine Darstellung ist durchaus nicht von 
poetischem Hauche umflossen; sie ist schlicht und schmucklos 
wie die Wahrheit selbst, manchmal trocken, doch auch gelegentlich 
höheren Schwunges nicht bar, aber sie ist klar und durchsichtig, 
es ist die Sprache des Forschers. 

Außer durch die eigenen Arbeiten erwarb sich Kurz namentlich 
dadurch Verdienste um die Wissenschaft, daß er bemüht war, der 
Geschichtsforschung immer neue Jünger zuzuführen'), diesen die- 

') So gewann er .Millaiier, Mnximüian Fischer (<:. d.), Muchar für die 
Geschichte, ebenso angelegentlich nahm Mailath in literarischen Nöten immer 



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45 



selbe Uebe und Treue för sie, welche ihn selbst beseelte, einzu- 
flößen und zu erhalten. Jedes ernste Streben fand bei ihm die herz- 
lichste Aufnahme, die kräftigste Förderung durch Rat und Tat; 
aber er geizte auch nicht mit der Strenge des Urteils, wenn ein 
Historiker auf Abwege zu kommen drohte. Nicht minder verstand 
eres, anregend einzuwirken und den Arbeiten anderer feste Grenzen 
zu setzen, ihrem Streben ein bestimmtes Ziel zu zeigen. Kurz^ 
größte Sorge aber war es, dem Stifte selbst einen literarisch 
tätigen Nachwuchs zu erziehen. Seinen jüngeren Mitbrfidem, 
welche gleiche Neigungen für die Geschichte mit ihm teilten, war 
er ein väterlicher Ratgeber, er nahm den herzlichsten Anteil an 
ihren Fortschritten. Von jenem grämlichen Neide, der in jedem 
selbständigen Auftreten anderer eigene Verdunkelung furchtet, war 
keine Ader in Kurz. Sein Verdienst ist es, daß im Stifte das Geschichts* 
Studium eingebürgert wurde. An zweien seiner Zöglinge, Chmel 
und Stülz, erlebte er noch die Freude, die FrGchte seiner Schulung, 
den wissenschaftlichen Ruf seines Hauses gesichert zu sehen. Mit 
vielen der ausgezeichnetsten Gelehrten stand Kurz in freundschaftlicher 
Verbindung, so mit Hormayr und Hammei^Puigstall, Mailath und 
Primisser, der durch die Widmung seiner Ausgabe des Peter Suchen- 
wirth seiner Hochachtung gegen Kurz ein öffentliches Denkmal setzte^ 
mit Dolliner und Ladislaus Pyrker. Mit ganzer Seele hing Kurz an 
seinem Stifte, die Ehre und Wohlfahrt desselben ging ihm über alles. 

Kurz' literarische Arbeiten: 

Beiträge zur Geschichte des Landes Osterreich ob der Fnns. 

I. Band: Versuch einer Geschichte des Bauernkriejjes in Oherosterreich 
unter der Aniührung von Stephan Fadinger und Achatz Willinger. Leipzig 1805, 
F. J. Eurich, VIII und 607 S. 4'. Mit 36 urkunaiichen Beilagen. 

II. Band: Zwey historische Abhandlungen nebst einem Anhange von Ur- 
kunden. I. Geschichte des Aufruhrs im Hausruckviertel, welchen der König von 
Schweden, Gtislav Adofph bef^imstiRte. ^Wi 20 urkiindhclieii Bcilaj:^en. II. Ge- 
schichte der Unruhen, welche iMartin Laimhaiir im Jahre UVJö im Machland- 
viertel erregt hat. III. Anhang. Sammlung der vorzüglicheren Urkunden der 
iGöst«' Lambach und Garsten. Mit zwey Portrait«. Linz 1806. Im Verlage der 
alcademischen Kunst-, Musik> und Buchliandlung. Mit Feichtinger'schen Schriften. 
XX and 564 S 4 . 

III. Band: Merkwfirdij^'ere Schicksale der Stn M '.orcli, der Gränzfestung 
Ennsburg und des alten Klosters St. Florian bis ium tndc des 1 i . Jalirhiiiiderts. 
Nebst einer Sammlung der vorzügiiciieren Urkunden der Klöster üleink und 
Baamgartenberg. Linz 1808. Cajetan Haslinger. Mit Feichtinger'schen Schriften. 
XXIV und 453 S. 8*. 

seine Zuflucht zum Vater und Nestor der österreichischen Geschichte.- (Mailath 
an Kurz, 24. März 1836.) Millauer tleB Kurz' Briefe heften, in dieser Gestalt 
finden sie sich noch in Hohenfurth. 



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46 



IV. Band : Oeschiclite des Kriegsvolkes, welches K. Rudolph II. im 
Jahre IblU zu Passau anwerben ließ. Nebst einer Sammlung der vorzüglicheren 
Urkunden der Klöster Waldhausen und Wiihering. 1. Theil. ') Linz 1809, CajeUti 
Haalingen Oednickt mit Feichtinger'schen Schriften. XVI und 548 S. 8 . 

Geschichte der üuidwehre in Österreich ob der Enns. Unz 1811, Cajetan 
Haslinger. Qedr. mit Feichttnger'scheii* Schriften. 2 Bde. XII, 242 und V, 
376 S. S\ 

Österreich unter Kaiser Friedrich dem Vierten. Wien 1812, Anton Doli. 
Gedr. bey den v. Qhelenschen Erben, 2 Bde. 292 und 310 S. 8 . 

Österreich unter den Königen Ottokar und Albrecht I. Unz 1816» C. Has- 
linger. Gedr. bey Jos. Feichttnger's, sei., Witwe. 2 Bde. XIV, 327 und X, 275 S. 8<*. 

Österreich unter K. Friedrich dem Schönen. Linz 1818, Haslinger. Oedr. 
bey Jos. Feichtinger's, sei., Witwe. XIV und 511 S ^" 

Österreich unter Herzog Aibrecht dem Lahmen. Linz 1819, Haslinger. 
Gedr. bey Wenzel Schlesinger. 379 S. S°. 

Österreich unter Herzog Rudolph dem Vierten. Linz 1821, Haslinger. 
Oedr. bey Jos. Feichtinger's, sei., Witwe. 413 S. 8\ 

Österreichs Handel In alteren Zeiten. Linz 1822, Haalinger. Qedr. bey 
Jos. Feichttni'pr's, se(., Witwe. XII und 4S7 S. 8°. 

Österreiclis Mililärverfassung in älteren Zeiten. Linz 1825, Haslinger, 
üedr. bey Job. Feichtinger's, sei., Witwe. VI und 457 S. 8". 

Österreich unter Herzog Aibrecht dem Dritten. Linz 1827, Haslinger. 
Oedr. bey Jos. Feichtinger's, sei., Witwe. 2 Bde. 310 und 316 S. S\ 

Österreich unter Herzog Albrecht IV. Nebst einer Übersicht des Zu- 
standen Österreichs während des vierzehnten Jahrhunderts. Linz 1830, Jos. Fink. 
Oedr. bey Jos. Feichtinger's, sei.. Witwe. 2 Bde. VIII, 394 und 497 S. 8». 

Schicksale des Passauischen Krie^svuli<es in Böhmen bis zur Auflösung 
desselben im Jahre 1611. Aus den Abhandlungen der königt. böhm. Oesellschaft 
der Wissenschaften.«) Prag 1831. Oedr. bei O. Haase Söhne. 123 S. 8\ 

Österreich unter K. Albrecht dem Zweyten. Wien 1835. Verl. bei Kuflffer 
und Singer. Gedr. bey Leop. Orund. 2 Bde. VIII, 334 und 380 S 8'. 

Der Einfall des von Kaiser Rudolf II. in Passau angeworbenen Kricgs- 
volkes in Oberösterreich und Böhmen (1610—11.) Von Franz Kurz, regul. Chor- 
herm von St Florian. Aus dessen NachlaB mitgetheilt und mit einer Einleitung 
versehen von Albhi Czerny. Linz 1897, Verlag des Vereines JMuseum Francisco- 
Carolinum. Druck von J. Wimmer. 376 S. 8". (Das Werk erschien zuerst in den 
Jahresberichten des Mtiseum<i Francisco-Carollnum : 53. J.-B. 1S95, 47. L., 
S. 1-117; 54. J.-B. 189Ö, 48. L, S. 1-119; 55. J.-B. 1897, S. 1-134.) 

Außer diesen selbständigen Werken schrieb Kurz noch 
folgende wertvolle Aufsätze: 

Bcyträgc zur Geschichte der Reformation in Österreich. Aus dem einst 

Graf Jörgerischcn, nun Weißenwolfischen Archiv in Steyercck. Archiv f. Geogr., 
Hfst., Staate- nnti Kriegskiiii';!. Herausgegeben v. Hormayr. Wien, gedr. und 
im VerL bey Anton Strauß. 4 . Erster Jg. 1810, Nr. 110 und III, S. 467 - 472. 



') Der zweite Teil erschien nicht mehr. 

*) Neuer Folge dritter Band aus den Jahren 1831 und 18^ historischer 
Teil. Prag 1833. In Kommisston der Calve'schen Buchhandlung. Oedmelct bei 
Oottlieb Haase Söhne. 8\ 



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47 



Topographisch-historische Beschreibung aller Städte, Märkte, Schlösser» 
Pfarren und anderer merkwürdigen Örter des Landes Österreicli ob der Enns. 
Von Ignatz Oielge. Recension. Ebd. Siebent. Jg. 1S16, Nr. 69 und 7ü, S. 281 -285. 

Die Salinen in Österreich ob der Ens. Ebd. Siebent. Jg. 1S16, Nr. 147 
und 148, S. 619-623; Nr. 149 und 150» S. 630-633. 

Glossarium zum Werlte des heillgeii Oregorius : Liber regulae fiastoralis. 
Jahrbücher derLlieratlir. Gedr. und verlegt bey Carl Gerold. S '. 37. Bd. (Wien 1827), 
Anzeige-Blatt f. Wissenschaft und Kunst Nro. XXXVll, S. 1 S. Ancfi Scparatabdr. 

Aus7ii«^ nüer fürstlichen Eiukhunien unnd geistlichen Lehenschatftcn. 1438. 
In Chmel s .Waienaiien 2ur ost. Geschichte.» 1. Bd. Wien 1S37, S. 94-98. 4". 

Auszüge zur Geschichte des 16. Jahrhunderts. Aus den Handschriften 
des Starhembergischen Archives zu Riedeck. (Veröffentlicht von Stulz). In 
Chroei's »JVlittbetlungen zur Geschichte und Topographie Österreichs Blitter f. Ut. 
und Kunst, ... (Gedr. bei A Strauß's sei. Witwe & Sommer. 4^) Viert Jg. 
Wien 1847. Nr. 102, S. 407 -408; Nr. 137, S. 543 - 544; Nr. 144, S. 572; Nr. 150, 
S. 596; Nr. 162, S. 644; Nr. 168, S. 667-668; Nr. 174, S. 691-692; Nr. 179, 
S. 711-712; Nr. 180, S. 714-716; Nr. 187, S. 742-744; Nr. 241, S. 958-960; 
Nr. 242, S. 963-964. 

Kurz war gegen andere mit seinen Mitteilungen überaus frei- 
gebig. Dem geheimen Archiv in Wien machte er diplomatisch 
genaue Abschriften der wichtigsten Urkunden St. fHorfans zum 
Geschenke und veranstaltete für dasselbe eine Kopierung der be- 
rühmten Pancharta Rudolfs 11. fflr Wels und der Privilegien von 
Enns und Wels {vgl. Hormayr, Taschenbuch 1836, S. 478). Hormayr 
stellte er den größten Teil des Materials für die historisch-geo- 
graphischen Abhandlungen der Taschenbücher von 1812 und 1813 
bei So fußen auf den von Kurz gelieferten Beiträgen die Ab- 
handlungen: »Kaiser Wenzels Gefangenschaft in Osterreich € 
(Taschenbuch 1812, S. 81—108), »Das Land an der Enns zwischen dem 
8. und 12. Jahrhunderte (Taschenbuch 1813, S. 10—194) und andere. 
Außerdem lieferte er Hormayr auch Mitteilungen über Tilly, über 
die Entscheidungsschlacht zwischen Ottokar und Rudolf von 
Habsburg, ein Verzeichnis der Urkunden Friedrichs des Streit- 
baren und anderes; zu seiner Geschichte Wiens gab er ihm eine 
nicht unbedeutende urkundliche Beisteuer. Am 14. Jänner 1830 
ersuchte ihn Hormayr um einen Elenchus der Stiftsurkunden von 
Kaisern, den bayrischen Herzögen und Bischöfen von Passau bis 
zur Zeit Rudolf von Habsburg. Hormayr war und blieb überhaupt un- 
erschöpflich im Fragen, Kurz unermüdlich im Mitteilen. Regen Anteil 
nahm Kurz auch an einem anderen Projekt Hormayrs, der Heraus- 
gabe eines »Corpus diplomaticum Austriacum« oder der >Monu- 
menta Austriaca«, die aber nicht zustande kam. Dem Erzherzog 
Johann, der Kurz bei seinen Arbeiten durch Übersendung von Ur- 
kundenabschriften gar oft aus der Verlegenheit half, lieferte er 
wieder Urkundenabschriften für das Johanneum und unterstützte 



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ihn in der Konstatierung alter Inschriften, namentlich jener in 
Klingenberg. Dem Salzoberamte Omunden teilte er Urkunden für 
eine Geschichte der Salinen Oberösterreichs, deren Bearbeitung der 
Bergmeister A. Dicklberger übernommen, mit, wofür ihm ein Dank- 
schreiben (dat 29. Juni 1819) ausgefertigt wurde. 

Ais Darnaut die Herausgabe einer kirchlichen Topographie 
plante, wandte er sich an Kurz um Rat und Beihilfe. Kurz ver- 
sprach, die Revision der Pfarrberichte des ganzen Mühlviertels zu 
übernehmen. Diese nahm er auch an den Dekanaten Peuerbach und 
St. Johann, den Pfarren Vöcklabruck, Regau, Attnang und vielleicht 
noch an anderen vor. Die Bearbeitimg der Geschichte seines Stiftes, 
welche er lange im Au^e pfehabt zu haben sciieint, deren schwierigster 
Teil übrigens bereits handschriftlich vollendet war, lehnte er schließ- 
lich ab, und er lieferte für die kirchliche Topographie nur eine 
Anzeige der Quellen, aus denen sie zusammengestellt werden müsse. 
Später verstand er sich sogar dazu, für jene die Urgeschichte des 
Bistumes Linz zu bearbeiten. Die Arbeit kam indes nicht zustande. 
Lebhaftes Interesse nahm Kurz an den »Monumenta Boica« und 
lieferte für dieselben topographische Noten. 

Ein Wunsch, den Kurz lange gehegt, war die Veröffentlichung 

eines chronologischen Directoriums aller edirten Urkunden-- — 
also die Publikation von Re^^fcsten zur Geschichte Österreichs — 

und eines Diplomatoriums Austriae als unentbehriicher Vorarbeit 
zu einer vollkommenen österreichischen Geschichte«, bei der er gern 
mithelfet! wollte, doch er blieb unerfüllt 

Handschrift blieben folgende Arbeiten von Kurz: 

Ottalogttt Authorum quorum opera a divinae artis inventtone ad annum 1500 
typis impressa sunt. Exccrptus ex Catalogo majori chronologico a Francisco 
Kurz, juvene Canonici). Mskr. XI 682 der Stiftsbihl. 36 BI. 2'. 

Catalogus TypograiihoruiJi ex quurutn ofticina incunabula nostra Typo- 
graphica prodierunf. Ex Catalogo maiori nostro chronologico excerptus a juvene 
Canon ico Francisco Kurz. Mskr. XI, 683 der Stfftsbibt. 29 BI. 2". 

Geschichte der merkwürdigeren Schicksale des Stifks St. Florian VOn 
dem Jafirc (ier \V iedtThcr^,teIIun^ desselben durch den Bischof Altmann bis zu 
den Zt'iU'M des Kaisers Maximilian des Ersten. .N^it einer Sammlung der vor- 
zügliclisien Urkunden des Stiftes St. Horian. iöOS. Mskr. XI, 53V. A. der Stiflsbibl. 
366 S. 4*^. Das Werk ist unedtert; die Urkunden sind in verschiedenen Werken 
von Kurz und in der Geschichte St. Florians von Jod. StSlz abgedruckt. Von der 
Hand lies letzteren finden sich hie und da Randbemerkungen. Die Schrift ist 
die des Verfassers. 

Geschichte des krieL;^.Vl>ike^, welrfu-s Riulolf II. im Jahre HilO zu F'assau 
anwerben ließ. Mskr. XI, bS'^. H. 21b S. 4 . Ein zweites, bereits zensuriertes 
Exemplar als Mskr. XI, 539. C. in der Stiftsbibl. 594 S. 4*. 

Notizen zur Geographie und Geschichte des Landes Österreich auf der 
Nordseite der Donau, vorzüglich des Mühlviertels von den iltesten Zeiten bis 



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1809. Mskr. XI, 537. F. der Stiflsl>ibl. 36 S. 4V Ungedrackt Eigene Handschrift 

des Chorherrn Franz Kurz. 

Östcrreirhs kirchliche Angelegenheiten in älteren Zeiten. Mskr. XI 538. A. 
der Stiftsbihi. 260 und 38 S, Sollte bei Kajetan Haslinger (Linz, 182hi m Druck 
erscheinen, was aber unterblieb. Dafür wurde ein großer Teil davon verotfentlicht 
in dem Werke von Kurz; Österreich unter Herzog Albrecht IV. Unz 1630, 
Haslinger; im II. Teile, S. 162 ff., 213 ff. Ein zweites Exemplar als Mskr. XI, 
539 in der StiftsbibL 409 S. 4\ 

Darstellung; des gesellschaftlichen Zustandes in Österreich während des 
XIll. und XIV. Jahrhunderts. (Urspnmj^lich sollte nur dargestellt werden Öster- 
reichs innerer Zustand vom Regierungsantritt Friedrichs des Schönen bis zum 
Tode Herzogs Rudolph des Vierten«.) Mskr. XI, 538 der Stiftsbibl. 176 S. T. 
Undatiert, zweifelsohne aber aus dem jähre 1826. In dieser Form ist die Arbeit 
ungedruckt, wurde aber vielfach vom Verfasser bei seinen historischen Publikationen 
benützt, besonder? in: Österreich unter den Königen Ottokar und Albrecht 1. 
(2. Teil) und: Österreich unter Herzog Albrecht IV. (1. Teil S. 241 —392; 
2. Teil S. 5 ff.) 

Besdtddbttch, Kirchen- und Schulsachen in Oberösteneleh betreffend, 
1576—1690. Mskr. XI, 594 der SUftsbibl. 

Außerdem verfaßte Kurz für die einzelnen Stiftspfarren Register der auf 

sie bezüglichen Urkunden und Akten des Archivs, stellte die üternrischen 
Leistunfifpn der Stiftsniitglieder zusammen und schrieb eine kurze Geschichte von 
Vöcklabruck, deren Konzept sich im Stiftsarchiv befindet. 

Karl Eduard Klein ). 

Klein, geboren zu Wien am I.November 1773, empfing am 
13. Oktober 1793 in St Florian das Ordenskleid, legte am l.Jinner 
17Q8 die feierltehen Gelübde ab und feierte am 21. Jänner 1798 
seine Primiz. Er wurde noch in demselben Jahre Kooperator in 
Ebelsbelg, 1801 an der Stiftspfarre, 1808 Bibliothekar und bekleidete 
dieses Amt bis zu sehiem Tode am 7. Mai 1837. Cr war auch 
Vizedirektor des k. k. Gymnasiums in Linz. 

Klein, »einer der gelehrtesten Bibliographenc dessen aus- 
gebreitete Kenntnisse die Wertschätzung von geachteten Ge- 
lehrten wie von Hormayr, Böhmer, Pertz und anderen fanden, besaß 
eine unversiegbare Begeisterung für die Schönheiten der klassischen 
Literatur. Er gehörte zu jenen Naturen, deren einziger Beruf es zu 
sein scheint, zu lesen und Lesenswertes zu sammeln. Die sinnlich 
blendendsten Seiten des Lebens scheinen ihnen nicht so reizend 
wie die Seiten ihrer BQcher. Nicht nur seine Zeit, sondern auch 
sein väterliches Vermögen — er stammte von wohlhabenden Eltern 
— opferte er der BCcherliebhaberei. Er gehört zu den großen 

M SiL-hc Czern>% Die Bibliothek des Sliftes St. Florian, S. 126-127; 
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S. 109—110. 
*) Primlsser, RelsenAchrichten 30. 
Ceralk, SdtHftstetler der AöpirtiBcr-Clior h e r rcnsmt«. ^ ■ 



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Donatoren der Bibliothek von St Florian. Die seltensten und niedlichsten 
Drucke wie die größten und schönsten der Engländer Baskerville, 
Foulis, Brindley, der Franzosen Barbou, Renouard, Didot, der Holländer 
Wetstein, Janson, Clzevtr, der Wiener Schrimbl und Degen, Bodonis 
aus Parma und vieler anderer» mehrere hundert Bände an der Zahl, 
wurden in tadellosen Einbänden in seiner Privatsammlung auf- 
gesteUt und erhalten ihn jetzt noch in der Stiftsbibliothek fortwäh- 
rend in gefeiertem Andenken. Wie gut Klein die besten Ausgaben 
der Produkte des menschlichen Geistes kannte, beweisen die von 
ihm geschriebenen Kataloge: 

Catalogus SS. Patrum, Historiae Utenriae, Historiae naturis et Incunabn» 

lorum in Ribliotheca San-FIoriana asservatorum. In aiphabet. Ordnung mit 
litcrarhist. Zusätzen. Mskr. XI, 673. 4 Bde. zu 70. 112. 31 und 103 Bl. in 2". 

Metnurandenbuch. Führt meist seltene Bücher der Bibliothek des Stiftes 
St Florian in alpiiabet.Ordnungaii und bringt wertvolle literarhist. Nadiweise. Mslcr. 
XI, 674. 2". Enthält neben den 110 numerierten ebensoviele eingeschaltete Blitter. 

Catalog der modernen lateinischen schönen Literatur. Reich mit literarhist. 
Notizen versehen. Mskr. XI, 675. 138 Bl. 2\ >KIein's Catnioee . heißt es in 
einer Biographie'), -sind die Frucht einer erstaunenswerthen Helescnheit und 
eines eisernen Fleißes, einzig in ihrer Art und ein wahrer Reichthum und Schatz 
von Gelehrsamkeit.« 

Der Klein anvertraute Schatz wurde mit Aigusaugen bewacht, 
aber nicht bloß bewacht, er wurde auch verwertet Bis an den Abend 
seines Lebens las Klein mit den begabteren Klerikern ausgewählte 
lateinische und griechische Schriftsteller, suchte durch kleine BQcher- 
spenden ihre Liebe zur Lektflre anzufeuern und ließ in ihnen eine 
unvergängliche Erinnerung an seinen belehrenden, anregenden Um- 
gang und an seinen edlen, liebenswflrdigen Charakter zurück. 

Josef Frener. 

Josef Frener wurde zu Linz am 18. Februar 1775 geboren, 
trat am 13. Oktober 1793 in das Stift St Florian ein, legte am 
IL April 1799 die feieriichen Gelübde ab und las am 16. Sep- 
tember 1798 seine erste heilige Messe. Noch in demselben Jahre 
wurde er Kooperator in Regau, 1800 in Vöcklabruck, 1805 Pfarr- 
vikar in Regau. Er starb schon am 21. November 1809. 

Frener versuchte sich vorzugsweise auf dem Gebiete der Poesie. 
Wir haben von ihm nebst der bibliographischen Arbeit: 

Catalogus locorum, ex quorum officinis incunabula nostra tjrpographica 
prodierunt. DescriptttS a juvene Canonico Josephe Frener. Anno primo ingressus 
sui in Canoniam nostram. 1794. Mskr. XI, 681 der Stiftsbibliothek in St Florian. 

Österr. Nationatenzyklopädie, Suppl. 6, 513. Vgl. Wurzbacb, 12, 59, 
Nr. 11. Erwähnenswert ist auch Kleina »Blumenlese aus deutschen Diditern«. 
Mskr. Xt 541. F. 87 Bl. 4«. 



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40 Bl. 2* nrnd einer Anrede an die Uutdwehre bei den Eidscliwure zur Fahne. 

Gehalten den 19. März 1809 zu Regau. Mskr. im Stiftsarchiv. 4 S. 4*. 
folgende, größtenteils nichtveröffentlichte Dichtungen: 

Lied um Gedeihen der Feldfrüchte (Nach der Arie des Salzburger MeÜ- 
gesanges : iiier liegl vor deiner Majestät und so fort.) 8 S. 8". 

Danklied für die gesegnete Lrndte. (Nach der Arie des Saizburger Meß- 
gesanges: Nimm an, o Herr! die Gaben und so fort) 7 & 4* (auch 8*). 

Gebet um den gdttlichen Segen f&r die Feldfrficbie. (In der Linzer Diözese 
im Gebrauche.) 2 S. 12 '. 

Versuche in dem Oebiethe der Dichtlcunst Mskr. im Archiv des Stiftes 
St. Florian. 171 S. 8 '. 

Darin: Die edle That ') — Das Bewustse)n des Edlen — Lob der schwarzen 
Farbe — Preis des Landlebens — Die Scbntepocicen — Epitaphium uxoris in 
virum suum — Der Gatvanismus — Das Gewissen» ein Geschenk der Gottheit 

— Gedanken auf einem hohen Berge — An den December — Grabschrift eines 
Müssiggänger«; — Die beiden Arme des Staates — Das Daseyn Oottes — Nur 
Zeit und Fleiß fuhren zu den Wissenschaften — Der Geitz — Auf einen Spieler 

— De mortuis nil nisi bonum — Der Tag der Befreyung — Die Wohllust — 
Die vier Jahreszeiten >- An die Erde ~ Die Dichtkunst Die Geisterstunde 

— Die Versammlung auf dem Bloxberge — etc. 

Gedichte von J. F. Mskr. im Stiftsarchiv. 4 Hefte zu 83, 20. 16 und 24 S. 4".^ 
Darin : An einen Bach im Winter — Das jung'c Herrchen - An den 
Winter — An die Sonne — Die Spinne — Ermunterung zur Freude — Die 
Freundschaft — Die Nachtigall — Sinngedichte — Witziger Einfall - Pfründen- 
Erwerb — Auf ein geistloses Sinngedicht — Varietas ddectat — Erinnerung 
an mein Knabenalter — Zum neuen Jahr 1799 — Wunsch einer noch jung ver- 
storbenen Gattin an ihren Gemahl — Der Einhill der Franken — Gute Aus- 
rede - etc. 

Versuche in religiösen Liedern. Mskr. im Stiftsarchiv. 27 S. 4 . (Kommu- 
nionHed für katholische Kinder. Vor der Kommunion. Nach der Arie: Großer 
Oott, wir loben dich etc. — Adventiied. L Nach der Arle: Maria sey gegrfiOet etc.; 

Adventlicd. II. Nach der Arie: O Herr! ich bin nicht würdig etc. — Weihnachts- 
lied. 1. Nach der Arie: Dieß ist der Tag von Gott gemacht etc.; Weihnachts- 
lied- II. Nach der Arie: Nimm an, o Herr! die Gaben etc. — O^terlied. Nach 
der bekannten Arie an Festtagen der seiigsten Jungfrau Maria: Wunderschön, 
Prächtige etc. *) — Lied am neuen Jahro-Feste. Nadi der Arie des Fronleichnams- 
liedes: Deinen Heiland» deinen Lehrer etc.) 

Lyrische Gedichte von J. F. Mskr. im Stiftsarchiv. 15 S. 4". (Antwort der 
Dori' nn Dämon An die Liebe — An eine Geschminkte*) — Die offene 
Schuld — Nos Troji fnimii — etc.) 

Lied bei einer Seelenmesse. Mskr. XI, 541. B. 4 S. 4^ in der Stiftsbiblioihek. ^) 
An das Nichts. Gedicht Mskr. hn Stiftsarchiv. 2 S. 4'. 



') Auch Mskr. XI, 541. B. der Stiftsbibl. 3 S. 4^ 
*) Enthalten auch einige der obengenannten Gedichte. 
■) Ein zweites Osterlied, obigem fast gleich, nur etwas länger» ebd. 3 S. S\ 
Auch Mskr. XI, 341. B. 4 S. 8 . 
^) Nach Owen. 

'^) Dasselbe Mskr. XI, 541. B. enthalt auch ein Gedicht über einen Dichter 
V. Frener» 2 S. 8*. 

4* 



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52 



Frcun.r Gedicht Mskr. im Stiftsarchtv. 4 S. 4'. 

Enipfindiingen und Wünsche des Dankbahren v.J. F. Gedicht Mahr, im 

Stiftsarchiv. 2 S. 2". 

Elegie auf den Tod meines Freundes Wanderer. Mskr. im Stiftsarchiv. 
7 S. A\ 

Werthester Herr Klein! Gedicht Mskr. im Stiftsardiiv. Unz 1797. 2 S. 4*. 
Neun verschiedene, vicrzelUge Inschriften auf EltemgriLber. Mskr. im 
Stiftsarchiv. 2 S. 4 '. 

Michael Arneth.^) 

Michael Arneth wurde am 9. Jänner 1777 zu Leopold- 
schlag (im JMfihlviertel, Oberösterreich) schlichten, wahrhaft christ- 
lichen Eltern geboren. Da er hervorragende Oeistesgaben besafi» 
faßten seine Eltern den Entschluß, ihn den Oymnasialstudien zu 
weihen, die er teils zu Linz, teils (und zwar die Humaniora sowie 
die Philosophie) zu Wien absolvierte. Er wollte sich anfangs dem 
Weltpriesterstande widmen, trat aber schon nach Veriauf kaum 
eines Jahres in das Stift St Florian ein; am 21. September 1794 
empfing er das Ordenskleid. Nachdem er das Noviziat beendet 
und am 21. September 1795 die feieriiche Profeß abgelegt hatte, 
trat er das Studium der Theologie an, das er drei Jahre hin- 
durch an der k. k. Universität zu Wien betrieb und dann am 
k. k. Lyzeum in Linz mit Auszeichnung beschloß. Früher schon 
zeichnete er sich durch Klarheit seines Verstandes und durch 
Schärfe seines Urteils aus, die mit eisernem Fleiße verbunden 
waren. Der berühmte Theologieprofessor der Wiener Universität 
Johann Jahn zählte ihn zu seinen talentvollsten und eifrigsten 
Schülern. Ganz besonders fühlte sich Arneth zu dem Studium der 
Hl. Schrift hingezogen; er unterwarf sich daher im Auftrage seines 
gelehrten Propstes Michael Ziegler den strengen Prüfungen aus 
den Fächern des Bibelstudiums, die er mit Applaus bestand. Mit 
großer Liebe gab er sich- auch, den philosophischen Studien hin; 
eifrig las er die Schriften Friedr. Heinr. Jakobis und des tiefsinnigen 
»Magus des Nordens«, welche mit Franz Saltgnac de Fenelon bis 
zu seinem Tode seine Lieblingsschriftsteller verblieben: er kannte 
und verstand sie auch wie kein zweiter. 

Am 10. September 1797 brachte Arneth das erste heilige 
Meßopfer dar. Er war dann vom 25. April 1798 an Kooperator an 

*) Vergl. Felder, Oelelirtcn-Lexikon i, ö; Österr. Nationalenzyklopädie I, 
123; Nekrolog in der Wiener Zeitung- 1854, Nr. 121 (von seinem Bruder 
Josef Arneth), auch als Separatabzug erschienen (8 S.) ; Nekrolog fn der «Unzer 
Zeitung 1854, Nr. 79 (von K. Ritter), als Separatabdruck 10 S.; Nekrolog in 
dem vösterr. Btirgerblatt< 1854, Nr. 51. 



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53^ 

der Stiftspfarre und wurde am 8. Dezember 1800 zunächst zum 
provisorischen und am 2. Jänner 1801 zum öffentlichen und ordent- 
h'chen Professor des Bibelstudiums des Alten und Neuen Testaments 
für das k. k. Lyzeum in Linz ernannt Dieses Amt bekleidete 
Michael Arneth mit gewohnter Treue und Gewissenhaftigkeit. 
Durch seine Vorträge, voll Gründlichkeit und Klarheit, sowie durch 
seine freundliche und humane Behandlung erwarb er sich in 
kürzester Zeit die Liebe und Verehrung seiner Schüler. Nicht minder 
segensreich wirkte er während der Zeit seines Lehramtes durch 
seine einfachen, aber ruhig und schön vorgetragenen Kanzelreden 
auf die akademische Jugend ein. Schon im Jahre 1806 erhielt er 
unter diesen Umständen den Ruf als Professor des Bibelstudiums V.F. 
an die k. k. Universität nach Wien, der bescheidene Mann lehnte 
jedoch diese Anerkennung seiner Tätigkeit ab. Als im Jahre 1808 
das Bibelstudium auf höheren Befehl unter zwei Lehrer verteilt 
wurde, entschied er sich für das Lehramt der Hl. Schrift des Neuen 
Testaments, den Alten Bund übernahm der Chorherr von St. Florian 
Franz X. Dan zwo hl (s.d.). Zu Ende des Schuljahres 1814(1. Oktober) 
kehrte Ameth in das Stift St. Florian zurück, woselbst Ihm am 
1. November Propst Ziegler das Amt eines Kanzleidirektors über- 
trug, das er bis zum Juni 1823 versah. Kurz vor seinem Rücktritte 
vom Lehramte war er wegen seiner Verdienste zum Konsistorial- 
rai ernannt (14. September) und mit der großen pfoldenen Verdienst- 
medaille samt Kette dekoriert worden (22. September). Das Jahr 1815 
brachte Arneths Ernennung zum Direktor des k. k. Gymnasiums 
in Linz; drei Jahre später wurde er einstimmig zum Stiftsdechant 
erwählt und nach dem Tode des hochverdienten Propstes Michael I. 
Ziegler (t 5. Mai 1823) erhoben ihn seine Mitbrüder auf den 
Prälatenstuhl (10. September 1823). Im November (am 27.) des- 
selben Jahres bestimmte Kaiser Franz I. den würdigen Nachfolger 
Zieglers zum Generaldirektor der oberösterreichisclien Gymnasien, 
welches mühevolle Amt Propst Michael Ii. bis zum jaiire 1848 be- 
kleidete. Das hohe verordnete ständische Kollegium in Linz ehrte 
seine Verdienste, indem es ihn im Jahre 1831 zum Ausschuß und 
1834 zum Verordneten vs'ählte. In dieser Stellung, in der er bis 1841 
verblieb, leistete er durch seine tiefe Kenntnis der Verfassung und 
der Verhältnisse Österreichs viel Ttreffliches. 

Michael Arneth führte die Regierung des Stiftes durch volle 
30 Jahre. St. Florian darf ihn mit Recht seinen bedeutendsten Pröpsten 
beizählen. Echt geistlichen Sinn und reges wissenschaftliches Streben 
unter seinen Klerikern zu wecken und zu nähren, ihnen womöglich 
Gelegenheit zu höherer Ausbildung darzubieten, war das unablässige 



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54 

Streben des edlen Mannes. Die Stiftsbibliothek hatte in ihm 
einen ihrer größten Wohltäter und auch die übrigen Sammlungen 
des Hauses, besonders die Münzensammlung, verdanken ihm un- 
gemein viel. Lange lag ihm die Wiedererrichtungi der theologischen 
Hauslehranstalt, die seit 1783 nicht mehr bestand, am Herzen, doch 
erst im Jahre 1846 erfüllte sich dieser sein sehnhcher Wunsch. Die 
Finanzen des Klosters wurden unter seiner Regierung geordnet und 
gehoben, so daß es imstande war, 1836 die Herrschaft Pulgarn im 
Mühlviertel durch Kauf zu erwerben. Propst Arneth bereicherte auch 
die Kirche mit neuen Paramenten und restaurierte das Innere und 
Äußere derselben sowie den ^größten Teil des Stiftsgebäudes in 
den Jahren 1837, 1838 und 1843- 50 auf das geschmackvollste. 
Wie bei Kaiser Franz I. so fand auch bei Ferdinand 1. das Wirken 
des tatkräftigen Prälaten gerechte Würdigung. Kaiser Ferdinand 
zierte ihn im Mai des Jahres 1843 mit dem Ritterkreuz des Leopold- 
ordens. Die letzten Jahre seines Lebens verlebte der edle Greis 
in stiller Zurückgezogenheit, doch nicht untätig. Er starb am 
24. März 1854. 

Arneths literarische Arbeiten: 

Rede bei Gelegenheit der Betstunden wegen des glückltclien Fortganges 
unserer Waffen. Gehalten am dritten Sonntage nach Pfingsten In der Stifts- und 

Pfarrkirche zu St. Florian. Linz 1799, gedr. bei Jos. Feichlinger. 14 S. 8". 

Akademische Rede über die Verbindung der Philosophie mit der Theologie. 
Zur Fe>er der Wiedereröffnung der Studien am k. k. Lyceum zu Linz 180Z 
Linz, gedr. mit Feichtinger'schen Schriften. 29 S. 8". ') 

Ober die Bekanntschaft Marzions mit unserem Canon des neuen Bundes 
und insbesondere über das Evangelium desselben. Linz 1809, Cajetan Haslinger. 
44 S. 4 (Das Mskr. mit Zusätzen und Bemerkungen in der Stiftsbibliothek XI, 
543 A. 23 Bl. 4".) 

Die Ihtcrschiede zwischen der bloß rationellen und der katholischen 
Schriftauslegung. In Briefen an einen älteren gelehrten Freund [nänil. Frein- 
daller, siebe S.32ff.| auseinandergesetzt. Nebst zwey Zugaben verwandten Inhaltes. 
Linz 1816, Haslinger. XVI und 182 S. kl.-8". (Das Mskr. mit Zusätzen und Be- 
merkungen in ik-r Stiftsbibliotliek XI, 543. B. 106 S. kl.-8^) 

Worte an den Herrn Johann und die Frau Mrttnlalena Arneth zur Fever 
ihrer Jubelhochzeil am 6. Juny 1820 in ihrer Pfarrkirche zu Leopoldschlag ge- 
sprochen von Ihrem Sohne Mich Arneth, Canonicus regularis und Stiftsdechant 
zu St. Florian. Linz 1820, gedr. bey J. C. Quandt, Kastner's seel. Eidam. 15 S. 8 ". 

Auszüge aus den Werken hervorragender Oelehrten. Mskr. 16 Bde. Stifts- 
bibliothek zu St. Florian XI, 543. -) Vielfach von Ameth eigenhändig geschrieben 
und mit Noten von ihm versehen. So: 



*) Diese Rede Ist mit Zusätzen und Eriäutemngen nochmals abgedruckt 

in der unten an vierter Stelle nniregebenen Schrift von S. 155-182. 

') Siehe Czerny» Die Handschriften der Stifts-Bibliothek St Florian. 
Linz 1871, pag. 184. 



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55 



Friedrich Heinrich Jakobi : Über menvcl liche Begehnin^^s- und Er- 
kenninis- Vermögen. Nebst Vorwort über seine Philosophie, zugleich Heltgioiu 
1 B. 355 S. 8 . 

F. H. Jakobi: Menschliche Erkenntnis und Sprache. 1 339 S. 8*. 

F. H. Jakobi: Ober Religion. 3 Bde., 306^ 18% 326 S. 8». 

F. H. Jakobi: Von dem Wahren und der Wahrheit, von Wissenschaft und 

Meinung. 1 B. 359 S. S 

F. H. Jakobi: Theorclisrhe Philobuphie. 1 H, 293 S. 8". 

Über Geistesbildung durch Classiker. (Üeni Bibliothekar von St. Florian 
Klein gewidmet) 3 Bde. 284, 232 wid 306 S. 8*. 

Soll man das Lesen der griechischen «nd lateinischen Cbsslker bloß um 
ihrer Sprache und schönen Darstellung willen oder auch wegen ihres Inhaltes 

an Schönem, Gutem und Wahrem mit der Jugend treiben? Oymnaslalstudien 
Im Sinne des Erasmus o<ier der Jesuiten '■' Zur Aiinclnnmg und Unterstützung 
eines neuen Gymnasiallehrplanes in Österreich. (Zwei Abteilungen, welche die 
besonderen Titel fähren: ^Der Gymnasiallehrplan der Jesuiten will Griechisch 
und Lateinisch bloB wegen der Sprache und schönen Darstellung als Zweck 
an sich, nicht als Mittel f8r dassiMhe Studien und höhere Geistesbildung« und 
Der Gymnasiallehrplan der Jesuiten ist mit Unrecht so bescliränkt und mangel- 
haft, wie er es wegen des Inhalts der Classiker ist«.) 1845, 1. B. XVlll und 
423 S. 8°. Dazu fünf Bändchen Anhang: 

Anhang I: Einseitig betrieben, auch übertrieben und mißbraucht wurde 
das klassische Studium frühzeitig nach seinem Erwachen. 82 S. 

Anhang Ii; Ol>er den Einfluß der classischen Studien auf die sittlich- 
religiöse O esinnung nebst einigen Bemerkungen über Vereinfachung des Qjrmnasial- 
unterrichtes. Cassel 1843, Druck und Verlag von H. Hotop. 43 S. 

Anhang III: Aus den Analekten des Grafen Vinzenz Piccolomini : Über 
Erziehung und Unterricht im Pensionat der Jesuiten zu Freiburg in der Schweiz. 
Einiges über Erziehung und Unterricht in den Schulen Englands. Noch etwas 
aus Stolberg über Classiker und Christenthum. Aus Thiersch. Über gelehrte 
Schulen. Ober Schulunterricht und Schulerziehung zur Religion und Aber Schul> 
zucht 154 S. 

Anhang IV: 1. Aus den Verhandlungen der Q. Versammlung deutscher 
Philologen zu Jena 1846. Erscliienen in Jena 1847. 2. Die Erziehung des Ge- 
wissens. Aus Der Katholik 1846, Heft Nr. 149. 42 S. 

Anhang V: Hirscher über lebendige und wirksame Pflege des positiven 

Christentums. SO S. 

Zwei Abhandlungen: die eine über Gymnasiaistudien in Österreich, die 
andere Ober wahre menschliche SchHftauslegung. Als Beitrag zur Lösung der 
Unterrichtsfrage. Herausgegeben von Jos. Calas. Ameth, dem Bruder Michael 
Amcths. Linz 1849^ Vinzenz Fink. 8". — Vorerinnerung XI S. Erste Abhandlung: 

f^emerkungen Ober die Mängel der österreidiichen Ciyrnnn inlcinrichtung und 
Vorschläge zur Besserung derselben.') Mit einer Kechtfcrtigungsbeilage. IX und 
147 S. Zweite Abhandlung: Die allgemeinen Grundsätze der wahren mensch- 
lichen Auslegung. Kurz dargestellt und nur zum Behufe der Sachauslegung, 
vorziigllch des Neuen Bundes, näher erörtert. Mit einem Anhange von Er- 
läuterungen und Beispielen. XV und 234 S. 

0 Mskr. XI, 542 in der Stiftsbibliothek zu St. Florian. 1838. 36 S. in 4". 



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56 



Zwei Abhfindlunfjen usw. , . . zur Lösung der Unterrichtsfrage, mit Rfick- 
9icht auf die Bedürfnisse der Zeit. Herausgegeben usw. . . . Zweite verbesserte 
und vennehrte Auflage. ') Linz 1853, gedr. bei Joh. Huemers Vitwe. 8*. — Vor- 
erinnerung XIV S. Erste Abhandlung: Bemerkungen usw. . . . Mit einer Recht- 
fertigungsheilnge für das fortdauernde Studium der Klassiker ai> Hauptaufgabe 
des Gymnasiums. IX und 216 S. Zweite Abhandlung : Die allgemeinen Grund- 
sätze usw. . . . XV und 304 S. 

Die allgemeinen Grundsätze der wahren menschlichen Auslegung. Zwei 
JManuskripte hi der Florianer Stiftibibltothek, von denen das eine (XI, 82. A. 
zur 2. Auflage 1893 mit zahlreichen Noten) 164 Selten In 4*. zihlt, das andere 
(XI, 82. B. mit Beilagen, welche in die gedruckten Ausgaben vom Jahre 1S49 
und 1853 nur 7imt kleinsten Teil Übergegangen sind), 3 Bände in 4". zu 532, 
372 und 200 Sfiteii umfaßt. 

Eigenhändige Zusätze und Bemerkungen zu dem Werke des Erzbischofs 
Clemens Aug. Freiherm Droste zu Vischering von Cöln «Ober den Frieden 
unter dar Kirche und den Staaten« (JMunster 1843, Thelssing). JMskr. in der 
Stiftsbibliothek XI, 543. C. 153 Blätter in 8\, wovon manche leer sind. 

Schließlich sei noch erwähnt, daß Arneth JVlitarbeiter an Freindallers 
>Theolog.-prakt. Monatsschrift war. 

Josef Schmidberger.-) 

Schmidbergerwurdein Urfahr bei Linz am 4. November 1 773 
geboren. Naclidem er die Gymnasial- und philosophischen Studien 
zu Linz mit Auszeichnung vollendet hatte, ging er nach Wien» um 
Medizin zu studieren. Hier wurde er durch die beiden Jacquin, 
Vater und Sohn, in das Oebiet der Naturwissenschaften eingeföhrt» 
denen er fOr immer treu blieb. Ein Nervenfieber unterbrach seine 
begonnene Laufbahn und fQhrte ihn zu dem Entschlüsse, im Stifte 
St. Florian Aufnahme zu suchen. Nach erfolgter Bewilligung wurde 
Schmidberger am 18. September 1796 eingekleidet Im Noviziat 
trieb er fleißig Botanik. Dann studierte er in Linz Theologie unter 
Preindaller und GeishOttner, deren er sich stets mit besonderer 
Liebe erinnerte. Am 19. Oktober 1798 legte er die feierlichen Ge- 
lübde ab und las am 14. September 1800 seine erste heilige 
Messe. Propst Michael Ziegler schickte ihn dann als Kooperator 
nach Ansfelden, wo er bis 1810 mit Lust und Eifer seinen seel- 
sorglichen Pflichten oblag. 

Während der drei feindlichen Einfälle von selten der Franzosen 
in den jähren 1800, 1805 und 180Q zeichnete sich Schmidbeiger 

') Mskr. XI, &4i D. in der Stiftsbibliothek St. Florian. In derselben Biblio- 
thek (IV, 1232. A.) befindet sich ein Exemplar der zweiten Auflage »mit Nach- 
besserungen letzter Hand«. 

») Siehe 'Nekrolog Sr. Hochwürden Herrn Joseph Schmidberger, r^. 
Chorherrn zu St. Florian von J. StiiI/ in der Zeitschrift des Museums Francisco- 
Carolinnm in Linz Jahrg. 1844, Nr. 26, S. 103 105, 



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57 



durch Mut und Entschlossenheit aus; er rettete, was zu retten 
war, und erwarb skh durch seine stets heitere Laune vielfältig 
das Wohlwollen der feindlichen Gäste, die stets den großen 
Pfarrhof füllten. Gegen das Ende des Jahres 1810 wurde Schmid- 
berger in das Stift zurückberufen, um das Küchenmeisteramt zu 
übernehmen. Schon in Ansfelden hatte sich der stets tätige 
Priester in seinen Erholungsstunden im Garten des Pfarrhofes 
mit Pflege der Obstbäume beschäftigt und dabei mancherlei Er- 
fahrungen gesammelt Als dann (1817) seiner Obsorge die Gärten 
des Stiftes anvertraut wurden, sah er sich um so mehr bestimmt, 
das Studium der Pomologie, und zwar sowohl das theoretische als 
auch das praktische, zu seiner Lebensaufgabe zu machen. Zwar 
fand er schon eine Baumschule vor, allein es fehlte in derselben 
wie an Ordnung so auch an der natur- und kunstgemäßen Er- 
ziehung der Bäume. Schmidberger hob die Anstalt in kurzer Zeit 
so sehr, daß sie sich fortan eines höchst ehrenvollen Rufes selbst 
über Österreichs Grenzen hinaus erfreute. Viele tausend veredelte 
Obstbäume wurden von dieser Zeit an aus der Baumschule zu 
St. Florian über Österreich-Ungarn und Deutschland verbreitet Un- 
entf^cltlich versandte er alljährlich viele tausend Pfropfreiser nach 
allen Seiten hin. Er bemühte sich nicht bloß, die edelsten Obst- 
arten öfters sogar mit bedeutenden Oeldopfern in seine Baum- 
schule zu überpflanzen, sondern er war auch bestrebt, neue Arten 
zu erzielen. Manche sehr schmackhafte und edle neue Fruchtarten, 
insbesondere Apfel- und . Pfirsichsorten, verdanken ihr Bestehen 
Schmidbergers Bemühung. 

Schmidberger beschränkte sich nicht bloß auf praktische 
Pomologie, er studierte auch die Physiologie der Pflanzen, er war 
zugleich ein unermüdlicher Beobachter und suchte die Natur seiner 
Pfleglinge und die Gesetze ihres Wachstums und Gedeihens zu 
erforschen, um nach ihnen seine Behandlung einzurichten. 

Neben seinen pomologischen Studien und Versuchen befaßte 
sich Schmidberger mit besonderer Vorliebe mit der Entomologie: 
er legte eine Insektensammlung an und beobachtete eifrig das 
Leben und Treiben dieser Tierchen, besonders derjenigen unter 
ihnen, welche er als gefährliche Feinde der Bäume erkannt hatte, 
um dadurch in den Stand gesetzt zu werden, ihrem verderblichen 
Einflüsse zu begegnen, was ihm auch vortrefflich gelang. 

Als warmer Freund jedes wissenschaftlichen Strebens war er 
dem Museum Francisco-Carolinum in Linz äußerst zugetan. Er 
förderte das Gedeihen dieser Anstalt mit Wort und Tat. Selten 
unterließ er es, an den Ausschußsitzungen teilzunehmen, bei den 



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Generalversammlungen hielt er gewöhnlich Vorträge über irgend- 
einen Gegenstand seines Faches; eifrigst war er bemüht, dem In- 
stitut neue Mitglieder zuzuführen. 

Der so rastlos tätige Chorherr fand während seines Lebens 
vielfache Anerkennung seines eifrigen und erfolgreichen Strebens. 
1821 \Mirde er korrespondierendes Mitglied der k. k. Landwirtschafts- 
gesellscliaft in Steiermark, 1822 der k. k. Mäh risch-sch lesischen Ge- 
sellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landes- 
kunde, 1824 wirkliches Mitg;lied der k. k. Landwirtschaftsprpsellschaft 
in Wien. 1826 Lhrenmitglied des Vereines zur Beförderung des 
Gartenbaues in den königlich preußischen Staaten, 1828 korre- 
spondierendes Mitglied der k, k, und ständischen Ackerbaugesell- 
schaft in KärnteTi, 1830 Ehrenmit<:lied der Praktischen Gartenbau- 
gesellschaft in Frauendort und Mitglied der Societas Naturae Scruta- 
torum Helvrtuium, 1834 ordentliches Mitglied des Pomologischen 
Vereines in Brünn und Flirenniitglied der Altenburger pomologischen 
Gesellschaft, 1835 korrespondierendes Mitglied der Schiesischen Ge- 
sellschaft für vaterländische Kultur zu Breslau, 1836 Ehrenmitglied 
des Vereines zur Beförderung des Obstbaues in der Oberlausitz, 
1839 korresj^ondierendes Mitglied der k, k. Garten baug es eüschaft in 
Wien und 1840 der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft für Tirol und 
Vorarlberg. Die Landwirtschaftsgesellschaft in Wien yltIilIi ihm 
die Ehrenmedaille in Silber m Anerkennung *des ausgezeichneten 
Verdienstes um die Obstkultnr überhaupt und die hierauf zunächst 
sich beziehende Entoniülogie . In der Entomologie und Pomoiogie 
wurde sein Name verewigt, indem Kollar eine Fliege, Siegel einen 
Apfel nach ihm benannte. 

Schmidberger starb am 10. August 1844 nach emem langen 
Leiden, das er mit großer Gelassenheit ertragen hatte. 

Er schrieb: 

Schicksale des Pfarrhofs iinii der Pfarre Ansfelden bey dem Einfall der 
Franzosen, und während ihres Aufenthalts in Österreich ISOO. Einfall der 
Franzosen im Jahre 1805. Einfall der Franzosen im Jahre 1809. Mskr. cum XI, 
541. E. in der Stiftsbibl. 28 S. AK 

Kurztr praktischer Unterricht von der Erziehung: der Obstbiume in 
Oarfentöpfen, oder der sogenannten Obstoran^erie-Bännichen. Linz 1820, bei 
f:ajetan Hasling-er.. Oedr. bei Jos. Feichtinger's sei. Witwe. 78 S. 8% Neue» fUlZ 
umgearbeitete Aufla^^e 1S2S. III S. 8". 

Leichtfalilicher Unterricht von der Erziehung der Zwcr^bäumc. Mit emem 
Anhange von der Naturgeschichte des Zweigabstechers, de^ grünen Spanners 
und des Apfel>Russelkafers. FürOirtner und Gartenfreunde. Linz 1821, bei C 
Haslinger. Oedr. bei Jos. Feichlinger's, sei., Witwe. 196 S. 8". 

Lciclitfalilicher l^nterriciit von der Er/iehimj^ der Olislbäiime, gegeben, 
in einer kritischen Darstellung des gegenwärltgen Zustandes der Obstbaum- 



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59 



zucht in Österreich ob der Enns. Mit einem Anhange von der Naturgeschichte 
einif^Tpf den Obstbäumen schädlichen Insekten. Linz 1824, bei C Haslinger. 
Gedr. bei Jos. Feichtinger's sei. Witwe. 260 S. 8*. 

Beiträge zur Obstbaumzucht und zur Naturgeschichte der den Obstbäumen 
sdtSdIichen Insekten. Linz, bei C Haslinger. Gedr. bei Jos.. Feichtinger's, sei* 
Witwe. 1. Heft 1827, 195 S.; Z Heft 1830, 271 &; 3. Heft 183% 243 S.; 4. Heft 
18136, 297 S. 8". 

LeichtfaBHcHer Unterricht über Erziehung und Pfieffe der Obstbäume. 
Mit zwei Steintafein. Herausgegeben vom k. k. MuseuiTisvereine in Österreich 
ob der ^Enns und Salzburg. Linz 1837, im Verl. des Vereines. Gedr. bei Joh. 
Huemer. 127 S. 8". 

Naturgeschichte der schidtichen Insekten in Beziehung auf Landwirtschaft 
und Forstkultur. Auf Veranlassung der k. k. Landwfrtschaftsgesellschaft von 
mehreren ihrer Mittrlirdfr hearbeitet, und herausgegeben von Vincenz Kollar. 
Wien 1837. Auf Kosten der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft. Gedr. bey Ferdinand 
Ullrich. VIII und 421 S. 8". Wurde auch ins Enghsche übersetzt.') Darin von 
Schmidberger: der Rebenstecher, S. 170--173; der Baumweißling, der Ooldafter, 
S. 192—207; der Qroßkopf, S. 209—211; die dunkelbraune Eule, der grüne 
Spanner, der Birnspanner, der Lindenspanner, die Obstmotte, der Apfclwickler, 
die röthliche Pflaumenraiipe, die rothe Knospenraupe, der Pflaumenbohrer, der 
purpurfarbige Rüsselkäfer, der Stängelbohrer, der Apfel-Kusselkäfer, S. 217—257; 
der Schmalbauch, der Rothfuß, der Qarten-Laubkäfer, der Apfel>Borkeakäfer, der 
rothaftrige Stutz-Borkenkifer, S. 258—273; die Pflaumensigewespe, die Bim- 
Blattwespe, die Pfirsich - Blattwespe, der Birnsauger, die Apfel -Afterblattlaus, 
die Blattläuse, die kleine und große Birnmiicke, die schwarze Gallmücke, 
die paradoxe Birnwespe. S. 275— 315 (meist Abdrücke aus den obigen Werken). 

Ober den Nutzen mehrerer insecten. Museal-Blatt 1839, Nr. 4, S. 19—20; 
Nr. 5, S. 28-29; Nr. 6, S. 31-32 (4°). 

Von den Ursachen des Fehischlagens der Obsternte in den Jahren 1835 
bis 1839, und einigen Mitteln dagegen. Ebd. 1840, Nr. 4, S. 14-16^ Nr. 5, & 20-21. 

Über die Lebenskraft der Ooldafter-Raupen. Ebd. 1840, Nr. 20, S.96-Q7. 

Von dem Instinkte der Insecten. 4. Bericht über das Mus. FranoCar. 1840, 
1. Uef., S. 96-112. 

Über die Obsternte 1840 in Österreich ob der Enns. Mus.-BL 1841, Nr. 7, 
S. 26-28. 

Ober die Obsternte 1841 in Österreich ob der Enns. Ebd. 1841, Nr. 35, 
S. 142-144. 

Über den Werth des Studiums der Insecten. (Vortrag bei der 6. General- 
Vers, d. Museum Franc.-Car. am 3. Aug. 1S40. ßer. i. Mus.-BL 1840, Nr. 16, S. 73.) 
5, Ber. über d. Mus. hraiic.-Carol. 1841, 2. L., S. 30—40. 

Recension Aber: Systematische Anleitung zur Kenntnis der Pflaumen, 
oder das Geschlecht der Baumen in seinen Arten und Abarten. Von O. Liegel. 
Verl. von Friedr. Winkler in Passau. 2 Hefte, 1838 und 1841. Mus.-BL 1842, 
Nr. 6^ S. 24. 

Über die Obsternte 1842 in Österreich ob der Enns. Mus.-Bl. 1842, Nr. 36, 
S. 148-150. 



*) A Treatise on Insecls injurious to Oardeners, Poresters, 8t Farmers. 
By Vincent Kolhur, ... Translated . . . by J. And M. Loudon. London: William 
Smith, 113, Fleet Street MDCCCXL. XVI und 377 S. 8». 



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60 



Von der Fürsorge Oottes für die fcrhaituny der Insecten, dass sie nicht 
aussterben. (Vortrag b. d. 7. Oeneral-Vers. des Mus. Franc.-Car. am 2. Aug. 1841. 
Ber. i. Mus.-Bl. 1841» Nr. 22, S. 87.) 6. Ber. aber d. Mus. Franc-Ctr. 184% 3. U 
S. 48*60. 

Von den Oirten der Alten und der neueren Zeit (Vortrag b. d. 8. allg. 

Vers. d. Mus. Franc.-Car. am 21. Nov. 1842. Ber. hierüber: Mus.-BU 1842, Nr. 34, 
S. 139.) 7. Ber. über d. Mus. Franc.-Car. 1843, 4. L, S. 98-115. 

Über die Obsternte Österreichs ob der Enns im Jahre 1843. Mus.-Bl. 1844, 

Nr. 3, S. 13-14. 

Über die Blattläuse (Aphidinä). Ebd. 1844, Nr. 34, S. 136-138; Nr. 35, 
S. 139—140. Aus seinem lit. Nachlasse. 

Land- und Forstwirtschaft in Oberösterreich betreffend. Mskr. im Archiv 
des Museums Franc-Car« 12, Fasz. 1. 

Lied von den Geheimnissen der Erlösung. Zum Oebrauche bcy Beth- 
stunden und Processionen. Nach der belcannten Arie des Dreyfattiglcelt-Liedes. 
Linz 1808, bey Cajetan Haslinger. 8**. ') 



Franz X. Danzwohl. ^) 

Franz Danzwohl wurde geboren zu SL Florian am 18. No- 
vember 1778. Er studierte in Linz die Humaniora und die Philosophie 
und wurde am 18. September 1796 im Stifte St Florian eingekleidet 
Nachdem er in Wien das Studium der Theologie vollendet hatte, 
legte er am 6. Juni 1802 die feierliche Profeß ab, empfing am 12. die 
F^riesterweihe und las am 17. eine erste helh'ge Messe. Noch in dem- 
selben Jahre wurde er Kooperator in Grünbach, 1804 im Stifte, 
1808 ordentlicher öffentlicher Professor des Bibelstudiums des A. B. 
am k. k. Lyzeum in Linz, 1817 Pfarrverweser in Wallern. 1818 er- 
hielt er die große goldene Verdienstmedaille. Der Linzer Bischof 
ernannte ihn in demselben Jahre zu seinem Konsistorialrate. 1823 
wurde er Kanzleidirektor und Kustos der Stiftskirche, 1825 Pfarrvikar 
in Kleinzell, 1831 in St. Peter (zugleich Ruraldechant), 1841 in 
Niederwaidkirchen. 1852 feierte er seine Sekundiz, 1855 kehrte er 
in das Stift zurück, wo er am 24. März 1857 starb. 

Von ihm stammt folgende Rede: 

Akademische Rede über die Zwecke des Stiidiercns. Vorgelesen bey der 
feyerliclun VC iedereröffnung der Schulen am Lyceum zu Linz den 3. Nov. 1810. 
Oedruckt mit Fcichlingerischen Schriften. 29 S. 8". 



*) Dieses Lied scheint nicht b^nders gut ausgefiillen zu sein; ein noch 
vorhandenes Gedicht Schmidbergers: »Auf das Trinkgeld, das mir dergnidige 
Herr für das präsentirte Kirchenlied gab- (Mskr. XL 541. B. der StIftsbibL 

2 S, 4") deutet darauf hin. 

*) Vgl. Felders Gelehrten- und Sciiriftsteilerlexikon 1, 151. 



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Josef Gugger. 

J osef Gugg er (oder Ouger) wurde am 26. Oktober 1785 zu 
Sieming in Oberösterreich geboren. Er studierte die Humaniora in 
Kremsmflnster» die Philosophie in Linz, trat am 20. OIctober 1805 in 
das Stift St Florian ein, legte am 7. Novemtier 1809 die feterilche 
Profeß ab und feierte am tO. Dezember desselben Jahres seine Primiz. 
1810 wurde er Hitfspriester in Ansfekien, jedoch noch in demselben 
Jahre Kooperator In Mauthausen, 1815 Präfekt der Cimeltensammlung 
im Stifte, 1818 Hilfspriester in Wallern, 1823 in Wösendorf, 1824 
in Oberialheim, 1825 Exkurrens nach Asten. Er starb daselbst am 
22. Juli 1837. 

Gugger verfaßte: 

Am Onbe der Nina Kästner. Uns 1809. 5 S. 8'. 

Anrede an Ihre Kaiserl. König). Majeatit fjouise, Kaiaerinn von Frank- 
reich, Königinn von Italien, Erzhcrzog^inn von Österreich etc. gehalten von 
Mädchen des Marktes Ebcisberg. als sie Höchstderselben bey der Durchreise 
nachstehendes Gedicht allerunterthänigst zu überreichen die hohe Gnade ge- 
nossen. Linz 1810, gedr. mit Feichtinger'schen Schriften, 6 S. 2*^. (Mskr. int 
Museum Frandsco-Carolinum?) 

Gesinnungen der Bürger in Lins beim Einzug der k. k. österr. Truppen 
am 6. Jänner ISIO. Linz, mit Kastnerischen Schriften. 6 S. 8". 

Bey Rückkehr der allgemeinen Impf-Zeit der Schutzpocken. Aufruf an 
meine geistlichen Amtsbrüder. Freindaller's Quartalschrift, I. Jg. 1812, 2. Bd., 
S. 166—169 (8"). Erschien auch als Separatabdruclc unter de» Titel: Aufruf 
an meine geistlichen Amtsbrüder zur Schutzpocken>Impfung. Unz 1812. JHit 
Kastnerischen Schriften. 5 S. 4* (auch 8*0. 

Gedichte. Mskr. im Stiftsarchiv. 1322 S. in 4« und 65 S. in 8*. (Aus den 

Jahren 1812-1836.) 

Oktoberkränze. Linz Riirirerhlatt, IX. Jahrg. 1827, S. 81. 
Ländliche Novemticrkranze. Ebd. S. 90. 

An den hochw. Franz X. Domböclc, letzten von Oleint^ Pfarrer in Losen- 
stein. Ebd. XIV. Jahrg. 1832, S. 96. 

Nachklänge zur Feier der Siegeshelden und des Weltfriedens im großen 
Thntenjahrp IST 5. Gesungen von Österreichs Sohne, Florian Pichlern.*) Mit 
einem Antiange über SilbenmaHc. Mskr. XI. 541. B. (fcr Stiftsbibl. QS S. 8". 

Ein Cyclus von Gedichten über den Kuhin uiiu ülanz Österreichs nach 
Beendigung der napoleon. Kriege» Mskr. XI, 541. B. der StfftsblbL 104 S. 8*. 

Gebete und Litaneien. Mskr. Im Stiftsarchiv. 43 S. 8^. 

Gedicht auf (den Dichter) Collin. 

An KaroHne Pichier.*) Mskr. XI, 541. B. der Stiftsbibliothek. 

') Er schrieb auch unter dem Namen -Theodor von Ipf*, »Schäfer« und 
'Sänger ^m Iptbache . 

*) Pseudonym fflr Jos. Gugger. 

') Briefe der Karoline Pichler an Ongger im Stiftsarehiv. 



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62 



Franz X. Pritz.*) 

Pritz, der Sohn eines Kaufmannes, erblickte am 4. November 
17Q1 zu Steyr in Oberösterreich eins Licht der Welt. Er besuchte das 
Gymnnsiiirn in Linz und wurde am 22. Oktober 180Q im Chorherren- 
stifte St. Morian eingekleidet. Seine feierliclie IVofeB befrfnf^r er nm 
24. Oktober 1813 und seine Primiz den 4. Juni 1815. Im Juli 1815 
kam Pritz als Kooporator nach Mauthausen; im Novembtr 
des Jahres 1817 übernahm er das Lehramt des Bibelstudiums 
V. F. und der orientah'schen Sprachen am Lyzeum in Linz 
welchem Institut er später auch als Rektor vorstand. 1855 kehrte 
er, geschmückt mit dem Franz Josef-Orden, in das Stift zurück, 
nachdem er schon früher mit der Würde eines Konsistorialrates 
ausgezeichnet worden war. Seit Oktober 1856 wirkte er als Pfarr- 
vikar in Wallern und seit September 1862 in Ansfelden. Pritz, der 
weg^en seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auf dem Ocl iru (jt r 
\ Mtoriändischf n Cjeschichte im Jahre 1851 zum korrespondierenden 
Mitj^^ltede der Kaiserliclien Akademie der Wi'^senschaften ernannt 
wurde und Ehrenmitglied der Historischen Gesellschaft in Klagen- 
furt sowie vieler anderer gcU lnkTi ( jrsellschaften war, feierte am 
4. Jänner 1865 seine Sekundiz und segnete am 22. März 1Ö72 das 
Zeitliche. 

Wir haben von ihm folgende literarische Arbeiten: 

I. Selbständige \^ e r k c. 

Beschreibung iirui üeschichte der Stadt Sleycr und ihrer nächsten Um- 
gebungen. Nebst mehreren Beilagen, betreffend die üeschichte der Eisengeweri(- 
scliaft und der Klöster Garsten und Gleink. Mit einer Ansidit der Sttdt Sleycr. 
Um 1837, Quirin Haslingfer. Gedr. bey Jos. Feichtinger's sei. Witwe. 464 S. 8*. 

Geschichte der ehemaligen Benediktiner>Kldster Garsten und Gleink, im 
Lande ob der Enns, und der dazu f^ehüriffcn Pfarren. I.inz 1841, Qu. Haslinger. 
Gedr. bey Jos. Feichtinger's sei. Witwe. VHI und 219 S. 8". {Rezens. von Ksrl 
Schmutz,' Mus.-Bl. 1841, Nr. 24. S. Q5-96.J 

Kurzgefaßte Lebensgeschichte des heiligen Berthoid, ersten Abtes des 
einstigen Bcnediletlner-Klosters Garsten» im Lande ob der Enns, sammt frommen 
Betraditungen, Gel>eten und einer Litaney zur Jubelfeier am 27. Juli 1842. 
Linz 1842. Bei Qu. Haslinger. Gedr. bei Jos. Feichtinger's sei. Witwe. 76 S. 12*. 

Erinnerung an das siebenhundertjährige Jubel-Fest des sei. Rerthold, 
ersten Abtes zn Garsten, im Jahre 1S42. \n einem Vorworte und acht Predißlen 
auf d^sscHic Fest. Linz J843, Bei Qu. Haslinger. Oedr. mit Feichtinger'schen 

Sclinften. 115 S. 8". 



*) Vergleidie «Allgemeine deutsclie Biographie« 26. Bd., S. 611—612; 
»Katholische Bl&tter« Linz 1854, S.3; Wurzbach, Biogr.Uxikon XXIII, S.313ff.; 
»Alpenbote< 1856, Nr. 45 und 46. 



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63 



Geschichte des Landes ob der Enns von der ältesten bis zur neuesten 
Zeit. Linz, Qu. Haslinger. Gedr. bei j. P. SoUinger. i. Bd. 1S46> X und 432 S. 8»; 
II. Bd. 1847. IV und 743 S. 8 . 

Geschichte (?e? Landes ob der Enns kurz bearbeitet für Schule und Haus. 
Linz 1849, Qu. Haslinger. Druck von Jos. Wimmer in Linz. IV' und 233 S. S\ 

II. Arbeiten in den Publikationen des Museums Francisco- 

Carolinum in Linz. 

Über das Gebirgsland an der Enns und Steyer im Allgemeinen. Museal-Blatt 
1840, Nr. 14, S. 63—66. Fortsetzung: Über einzelne, interessantere Gegenden 
und Orte an der Enns und Steyer. L Ein Ausflug zur Burgruine Losenstetn. 
Mus^BI. 1840, Nr. 15» S. Nr. 16» S. 75-77. 2. Ausflug nach den Ort- 

schaften : Arzberg, Reiefi- und QroB-Raniing, Oaflenz und W^er. IMus.-6l. 1841» 
Nr. 19, S. 73->74, Nr. X, S. 78-79. (4».) 

Beiträge zur Geographie und Geschichte Österreldis im Jliliitelalter» 
Zcitschr. d. Mus. Franc.-Car. 1842, Nr. 5, S. 17-18. (4".) 

Geschichtliche Nachrichten über die Stadt Linz von der ältesten Zeit bis 
zum Tode K. Albrecht's I. im Jahre 1308. Zeitschr. d. Mus. Franc.-Car. 1843, 
Nr. 5, S. 17-19; Nr. 6, S. 22—24; Nr. 7, S. 25—27; Nr. 8, S. 29-32; Nr. 9, 
S. 35-36. 

Über die größeren Orabmiler zu Garsten bei Steyer. Zeitschr. d. JUns. 
.Franc-Car. 1843» Nr. 1?» S. 45-46; Nr. 13, S. 51-52; Nr. 14» S. 53-56; 
Nr. 15, S. 60. 

Geschichtliche Nachrichten über die Stadt Enns, von ihrem Ursprünge bis 
zum Jahre 1278. Zeitschr. d. Mus. Franc.-Car. 1844, Nr. 7» S. 27—29; Nr. 8, 
S. 31-34: Nr. 10, S. 39 - 42; Nr. 12, 5. 47-~4S. 

Älteste Geschichte des Landes ob der Enns bis zum Untergange der 
keltischen Herrschaft durch die Römer südlich der Donau im Jahre 15 und 
durch die Markomannen nördlich derselben Im Jahre 8 v. Chr. Zeitschr. d. 
Mus. Franc-Car. 1844, Nr. 17, S. 67-69; Nr. 18, S. 71-74; Nr. 19, S.75— 78; 
Nr. 20, S. 79-80; Nr. 21, S. 83-85; Nr. 22, S. 88-90; Nr. 23, S. 91-93. 

Abhandlung über die steyerischen Markgrafen Ottokar III. oder Ozy, und 
Ottokar IV., vorzüglich als Stifter des Klosters Garster? 4. Bericht über das 
IMus. Franc.-Car. 1840, 1. Lief, der Beiträge zur Landeskunde f. Ost. ob d. 
Enns und Salzburg , S. 42-62. (8"). 

Geschichte der steierischen Ottokare und ihrer Vorfahren, bis zum Aus- 
sterben dieses Stammes im Jahre 1192. 5. selbstind. Lief, der »BeHrige . . .« 
Linz 1846, VerL v. Frledr. Eurich & Sohn, S. 121-366. 

Überbleibsel aus dem hohen Alterthume im Leben und Glauben der Be- 
wohner des Landes ob der Fnns. 13. Bericht über d. Mus. Franc.-Car. 1S53, 
8. L., 94 S. Druck von Jos. Wimnier. Auf Kosten des Mus. Franc.-Car. 2. Aufl. 1854. 

Jörg von Stein, der Herr und F^e^ierer der Herrlichkeit Steier. Ein Bruch- 
stuck aus der Geschichte des Landes ob der tnns. 14. Bericht . . . 1854, 9. L., 
42 S. Druck von Jos. Wimmer. Auf Kosten des JVlus. Franc-Car. 

Beiträge zur Oesdiichte des aufgelassenen Chorherrenstiftes Suben. 
16. Bericht . . . 1856, 11. L., 66 S. Druck v. Jos. Wimmer. 

Über die Natur-Anschauung und Verehrung im Alterthume und einige 
Überreste derselben In unserer Zeit. 23. Bericht ... 1863, 18. L., S. 1—44. 



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64 



HL Arbeiten In den Publikationen der Kaiserlichen Akademie der 

Wissenschaften in Wien. 

Dfe Gründung des Co II egiat Stiftes weltlicher Chorherren zu Matighofen. 
Archiv für Kunde öst. OeschichtsquFUen Wien. Aus d. k. k. Hof- und Staats- 
druckerei. II. Bd. (1830). S. 639 -65v. Auch besond, abgedr. 21 S. 8^ 

Lin Beitrag zur Geschichte der Lamberge von Steier, besonders in jüngerer 
Zeit. Ebd. VII. Bd. (1851), S. 187-m Sep.-Abdr. 17 S. 8\ 

Geschichte des aufgelassenen Stiftes der regulirten Chorherren des 
heil. Augustin zu Waldhausen im Lande ob der Enns. Ebd. IX. Bd. (1853), 
S. 305—350. Auch besond. abgedr. 46 S. 8*. 

Geschichte des einstigen Collegiatstiftes weltlicher Chorherren zu SpiUl 
am Pyrn im Lande ob der Enns. Ebd. X. Bd. (1853), S. 241 --328. Sep.-Abdr. 

88 s. r. 

Geschichte des aufgelassenen Cisfercienser-Klosters Baumgartenberg im 
Lande ob der Enns. Aus Urkunden und anderen Quellen. Ebd. XU. Bd. (1854), 
S. 1—62. Sep.-Abdr. 1853. 62 S. S'. 

Beiträge zur Geschichte von Munzbach und Windhaag in Oberösterreich 
im einstigen Machlandviertel. Ebd. XV. Bd. (1856), S. 133-184. Sep.-Abdr. 1855. 
52 S. 8<>. 

Oeschichte des aufgelassenen Stiftes der regulirten Chorherren des heiligen 
Augustin zu Hanshofen in Oherösterreich. Ehd. XVII. Bd. (1857), S. 327—435. 
Sep.-Abdr. 109 S. 8". In Commission bei Karl (jeroki's Sohn. 

Matricula episcopalis Dioec Passav. per Austriam superiorem etc. 
MDCXXXlIi. Notizen-Blatt d. Kais. Akad. d. Wiss. in Wien. 1853^ Nr. 23, & 459 
bis 472; Nr. 24, S. 484—496. 

IV. Arbeiten in verschiedenen Zcitsc Ii riften und Sammelwerken. 

l 'ber das hohe Alter und die Glaubwürdigkeit der üenesis. »Neue theol. 
Zeitschr. , herausg. v. Jos. Pietz, Wien, im Verl. bey Fr. Wimmer, 2. Jahrg. 
(1829): LBd., S.206->228; II. Bd.» S. 71-105. 218- 249 ; 3. Jahrg. (1S30): I. Bd.. 
S. 129—152; II. Bd., S. 59-78, 279-200; 4. Jahrg. (1831): I. Bd., 8.258-275; 
II. Bd., S. 211-243. (8".) 

Über den Mfmotheismus als l^rrelijjion der Menschheit. El>d. 6» Jahfg. 
(1833): I. Bd.. S. ISQ 210. 305 -329; II. Bd., S. 26-50. 

Das göttliche Werk der Erlösung und Wiedergeburt der Menschheit, 
betrachtet In seiner geschichtlichen Entwickeinng und Voltendung. Ebd. 9. Jahrg. 
(1836): II. Bd., S. 287-310; 10. Jahrg. (1837): I. Bd., & 55- 72, 232-253; 
II. Bd., S. 257- 27S; 11. Jahrg. (1838): I. Bd., S. 235 -270, 401 422; 12. Jahrg. 
(1839) 1 Rt' S. 127 140; 13. Jahrg. (1840): I. Bd., S. 15S- 190; Ii. Bd., S. 44 66. 

Ii her iien höchsten Zweck der Menschheit und ihrer Geschichte, und die 
Vüillührung desiietben durch die Gottheit. ^Theol.-prakt. Quartalschrift«, Linz 
1849. S. 1-22, 161—199, 313—335, 453-478; 1850, & 89-98^ 495—505; 1851, 
S. 359—394, 478-500, 551-558, 625-635^ 660-698, 716-724; 1852, S. 8-19, 
139—152. 

Recenston über: Lnmprecht, Beschreibung der k. k. oberöst. Grenzstadt 
Schärding am Inn und ihrer Umgebungen. Ebd. 1861, S. 217—221. 

Ober den Ursprung des einstigen Kapuziner-Klosters in Urfahr bei Linz. 
Ebd. 1861, S. 509—512. 

Kurze Oeschichte des Ursprunges und der Ausbreitung des Christen* 
thums Im Lande ob der Enns. »Kathol. Blätter«, Linz 1853. 



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65 



Sagen des Orients. Ebd. 1854, Nr. 2, 5, 12, 23. 

Kurze Darstellung der Gründung; aller Klöster iimi ähnücficr, geisllicher 
Institute in Oberösterreich von der ältesten Zeit bis jetzt. Ebd. 1855, Nr. 41— 30. 

Handschriften in dem Archive der Stadt Steyer. »Notizenbl. für öst. Ge- 
schichte« im »öst Oetchichisforscber« IL Bd., % Heft, S. 84—85. 

Die alte Burg Leonstein. Album aus Österreich ob der Enns. Linz 1843» 
V. Fink, S. 2% -302. 8«. 

Aite Dichtungen und Sagen über die Stiraburg und ihre ersten Bewohner. 
»Der Oberösterreicher Linz 1S55, V. Fink. S. 129-132. 8". 

Die Anschauung und Verehrung der Natur in der Vorzeit. >Linzer- 
Zeitung 1858, Nr. 49, 51, 54, 57, 58, 59, 60. 

V. Handschriftlicher Nachlaß. 

Geschichte der Herren und Grafen von Schaunberg. Eigenhindlges Mskr, 
in der Stiftsbibl. zu St. Florian XI. 541. C. 343 S. 4". 

Geschichte der Pfarren Wallern und Krenglbacb. Eigenhändiges Mskr* 
in der Stiftsbibl. zu St. Florian. Xi. 541. D. 312 S. 4«. 

Geschichte der Pfatre Ansfelden. Eigenhändiges Mskr. in der StHtsbibL 
zu St Florian, cum XI. 541. D. 186 S. 4*. 

Der Marien-Cultus in Oberösterreich. Ein umfangreiches, leider aber nicht 
mehr druckfertig gewordenes Mskr.. das den Mirienculttis, seine Geschichte und 
seine Denkmäler in Oberösterreich behandelt. Im Archiv des Stiftes St. Florian. 
[P. Georg Koib S.J. hat in seinem Werke >Marianisches Oberösterreich« unter 
der Kfirznng »Pritz, JMan.« ausgedehnten Od>ranch davon gemacht.) 

Franz Ser. Balthasar v. Schwinghaimb*') 

Sch winghaimb, geboren zu Linz am 15. Oktober 1790, 
trat 1811 in das Stift St. Florian ein, studieile die Theologie in 
Linz und wurde 1815 zum Priester geweiht Er war 1816 Kooperator 
in Niederrana und von 1817 an in Vöcklabruck. Im Jahre 1824 
ernannten ihn seine Oberen zum Novizenmeister und Kustos der 
Stiftskirche, 1825 erhielt er noch das Amt eines Rentmeisters dazu. 
1831 wurde er Pfarrvikar in Windhag, 1843 kam er in gleicher 
Eigenschaft nach Hofkirchen. Er starb im Stifte am 18. Februar 1850. 

Schwinghaimb war ein tüchtig geschulter Theologe. Nament- 
lich in der Dogmatik und Bibelkunde war sein Wissen sehr um- 
fassend. Er bildete sich vorzüglich an Thomas von Aquin, Bellarmin, 
Hosius; er war aber auch in der neueren theologischen Literatur 
trefflich bewandert — mit Vorliebe beruft er sich auf Bossuet, Fene- 
lon, Pascal, Sailer — wie nicht minder in der klassischen und in 
der deutschen Literatur. Nach seinen Exzerpten zu schließen, waren 
dort Plutarch und Seneca, hier Qaudius, Jung-Stilling, Lavater 



') Vgl. JVlflhlbacher, Die Kt Leistungen des Stiftes St. Florian. S. 153-160; 
Plllwein, Linz einst und jetzt. 2, 40. 

Cernfk, Scliriftoteller der Attaustiher*C]u)rticrreasttHe. 5 



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66 



seine UebUngsschriftsteiler. Zugleich besaß er große Sprach- 
kenntnisse und einen eisernen Fleiß. Früh schon versuchte er sich 
in literarischen Arbeiten. 

Er schrieb Folgendes: 

Über das Wesen der Seele. 1814. Mskr. 

Über das Wesen der Tugend. Scheint veröffentlicht worden zu sein.') 

Über die Erbsünde. Oeschr. am 27. Juni 1815. Mslcr. XI, 212, S. U— 12. 

Ober die Stelle aus dem zweyten Briefe des hl. Ap. Paulas an die 
Koritither XII. Cap. 7. bis 9. Vers. Ckeschr.am 1. Aug. 1815. Mskr. XI, 212» S. ^10. 

Schulunterricht für die zweite Klasse im Wlnterkurse 1819. Mskr. XI, 
295. A. 16 S. 4 . 

Religions-Unterricht für die zweyte Klasse im Schuljahre 1820. Mskr. XI 
295. A. 8 S. 4 . 

Dreye! nigkeit. Oeschr. am 29. und 30. Nov. und 1. Dec 1820. (Mit Zu- 
sätzen vom 25. Dec. 1822 und 29. April 1834.) Mskr. XI, 212, S. 12—15. 

Katechetischer Unterricht für die II. Klasse Ztt Vöcklabruck, bearbeitet 
mit fortlaufender Ver^leichung lies alten Katechismus mit Selincrs Lehrbuch, 
dann mit Schrifttexten und bibl. Geschichte fortwährend erläutert. 1820^21. 
Mskr. XI, 295. A. 23 S. 4". 

Ober die in Dr. |ahn's Nachtrigen zu seinen theologischen Werken 
(Tfibingen 1821) enthaltene Abhandlung: »Was that Jesus während der vierzig 
Tage von seiner Auferstehung bis zu seiner glorreichen Auffahrt.« Geschr. vom 
10. bis 15. Dec. 1821. (Mit einer Widmung an Freindailer.) Mskr. XI, 212. 
S. 17-31. Auch Mskr. XI, 295. A. 36 S. r. 

Predigt am Neujahrstage 1822. Oeschr. am 31. Dec 1821. Mskr. XI, 
295. A. 12 S. 4*. 

Bemerkungen über die Ordensgelflbde nach den drey gewöhnlichen 

evangelischen Käthen, als Beförderungs-Mittel einer höheren Stufe der christ- 
lichen Tugend. 1822-1824. Mskr. Xi, 212, S. 35-82. Auch Mskr. XI, 295. A. 
102 S. 4' . 

Fredigt am 17. Sonntage nach Pfingsten gehalten bey dem ersten Meß- 
opfer des H. Jakob Fleischanderl den 10. Sept. 1826. Geschrieben den 8. Sept 1821 
Mskr. XI, 295. 23 S. 4 . 

Predigt am 11. Sonntag,' nach Pfingsten, offerente hac die primum Missae 
Sacrificium D. Laurentio Hartmann, 23. Aug. 1829. Geschr. d.20. und 21. Aug. 1829. 
Mskr. XI. 295. A. 10 S. 4. 

Rcccnsio operis P. Antonit Viehboeck intitulati: Sacrae Litterae Novi 
Foederis per integrum ad nostrum genium exhibitae. (Im Dec 1833 von Bischof 
Ziegler dazu aufgefordert.) Mskr. XI, 212, S. 167- 184. 

Ober das ßrevit r inii Berücksichtigung der dagegen erhobenen Ein- 
wendungen. Lin? 1838. nrucl< und Verl. von Joh. Huemer. 156 S. 8 . (Mskr. XI, 
212, S. 83 -160.) Kec. Pietz, Neuetheol. Zeitschr., r2.Jg.(1839), I. Bd., S. 109-127. 

') Das eigenhändige Mskr. dieses Werkchens ist unter Schwinghaimbs 
Papieren; dabei unter dem Titel: »Vom Verfasser der Schrift: Ober das Wesen 
der Tugend. St. Florian 1815 Febr. eine Antikritik gegen kdie vor Kurzem in 

Wien erschienene Rccension dieses kleini n Versuches«, zwar VOn anderer Hand 
geschrieben, aber von Schwinghaimb korrigiert. 



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*7 



Über Kirchensprachc und Landessprache in der Liturgie. Linz 1830, Druck 
und VerL von Joh. Huemer. 107 S. 8 . (Mskr. XI, 212, S. 185 - 233.) 

Recension der von Dr. C. H. Blumenbach 7\i Cölln bey Bachem 1838 
herausgegebenen Broschüre, betitelt: Beleuchtung der Schrift des Hochw. 
Bischofes von Linz unter dem Titel: »Sechszehn Thesen, welche der Hoch- 
wördigste Eitbischof von Cölhi Clemens Angutt seinem Cterat xu untenEelchncn 
vorgelegt hat mit den Einwendungen gegen dieselben und mit der lUth. Dogmetik 
vergliechen.« Vollendet am 4. Juli 1839. iMslcr. XI, 212, S. 236 ^270. Auch Mskr, Xl, 
212. A. 45 S. 4 . Abgedruckt in der »Athanasia« 1840, 1. Bd. 

Predigt gehalten in der Stadtpfarrkirche zu Freystadt bey Gelegenheit 

des von Sr. Heilifrkeit Pabst Gregor XVI. aus Anlaß des dort neu erbauten 
Kreuzweges verliehenen v ollk imnienen Ablasses. Gehalten am 3. July 1844 am 
5. Tage der Feyerlichkeit. Mskr. XI, 295. A. 16 S. 4'^. 

Über die Definition der Erbsünde in P. Weninger's, S. J. »Summa doctnnae 
Christianae«. (Zwei Briefe an P. Weninger vom 15. Februar 1845 und & Mirz 1846.) 
Mskr. XI, 212, & 233-236 und 273-280. 

Predigt bey der 700 jährigen Jubelfeyer des Klosters Qleink, ebendort 
gehalten am 4. August 1845. Mskr. XI, 295. A. 15 S. 4*. 

Predigt am Feste des Heiligen Franz von Sales, Bischofes und Stifters 
des Ordens von der Heimsuchung JMariä. Voltendet am 22. JSnner 1846. JMskr. XI» 
295. A. 13 S. 4". 

Rezension des Werkes : Über die kirchlichen Psalmen. Von Pf. Englmann. 
Hgg. durch Pf. Köppl in Pram 1846. Mskr. XI, 212. 6 S. 4". 

Ober das Hervorsegnen unverehelichter Wöchnerinnen. Oeschr. im De- 
cember 1S46. Mskr. XI, 212, S. 281—293. Abgedr. In den »Kath. Blättern aus 
Tirols 1847, Jännerheft, S. 25-40. (8 .) 

Liebe Landsleute! (Ein Schreiben, handelt von der Glaubensfreiheit) 
Mskr. XI, 212. 10 S. 8*. 

An meine lieben Landsleute ! besonders die Hofidrchner ! (Ein Schreiben, 
famidelt von der PreBfreiheit.) 29. März 1848. JMskr. XI, 212. 8 S. 8«. 

An die Redactlon des mit der Unzerzeitung verbundenmi Volksblattes! 
(Ein Schreiben, handelt von der PreBfreiheit) 10. April 1848. Mskr. XI, 2IZ 
4 S. 8*. 

Rezension des Werkes: Die allgemeinen Grundsätze der wahren mensch- 
lichen Auslegung dargestellt und vorzüglich zum Behufe der Sachausiegung 
der Bücher des N. B. erläutert von Mich. Arneth. Mskr. XI, 212. 12 S. 8'. 

Natur und Gnade. 7. Heftchen. Mi,i<r. 

Ein Wort über Wunder in den gegenwärtigen Zeiten. Mskr. unvollendet. 
Philosophische Vorbegriffe im Moral nach Reinhard. Mskr. 
Über den Cölibat. Mskr. XI, 212. B. 17 S. 4'. 

Material für den katechetischen Unterricht. Mskr. XI, 295. A. 63 S. 4*. 

Im Auftrage des Bischofs Ziegler unternahm Schwinghaimb die Revi. 
sion der Bibelübersetzung Ailiolis, die ihn mehrere Jahre beschäftigte. Dafür 
aovirle fiir seine Schrift fiber das Brevier wurde er 1836 zum »wirklichen geist- 
lieben Rathe« ernannt Er beteiligte sich auch an den Art)eilen ffir das neue 
Rituale der Diözese Linz» 

5» 



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68 



Josef Oaisberger.O 

Josef Oaisbereer erblickte am 6. jänner 1792 zu Maria- 
Brunnenthal in Obcröski reich das Liclit der U elt. Die frühzeitig zu- 
tage tretenden herrHchen Oeistesgaben des Knaben mochten wohl 
die Eitern — schhchte Bauersleute — bestimmt haben, ihm ein 
höheres Lebensziel vorzustecken und die Kosten nicht zu scheuen, 
die mit der wissenschaftlichen Ausbildung eines Jünglings ver- 
bunden sind. Dafür ging aber auch ihr Herzenswunsch in Erfüllung: 
ihr Sohn weihte sich, nachdem er zu Linz die Gymnasial Studien 
absolviert hatte, dem Priesterstande und suchte um Aufnahme in 
das Stift der Augustiner-Chorherren zu St. Florian an. Seinem An- 
suchen wurde Gehör geschenkt, und mit dem 2Q. Stincniber 1811 
begann sein Noviziat- Die Ungunst der Zeitverhallnisse, welche 
einen französischen Bischof gezwungen hatte, innerhalb der stillen 
MauLin von St. Florian ein gastliches Asyl zu suchen, war für den 
lernbegit'ti^^en Novizen ein gijnstiger Uniäiand, der ihm Gelegenheit 
bot, sich in der französischen Sprache auszubilden und an der 
damals im Stifte nicht seltenen Konversation in französischer Sprache 
zu beteiligen. 

Den theoIogibcliLn Studien oblag Gaisberger teils in Linz, 
teils in Wien. Am 4. September 181Ö le^^te er in die Hände des 
damaligen Propstes Michael Ziegler die feierlichen Gelübde ab, und 
am 22. September desselben Jahres feierte er sein erstes heiliges 
Meßopfer. Im November kam er als Koopcrator nach Windhag, 
von wo er nach zwei Jahren abberufen wurde, um in gleicher 
Stellung in der Pfarre Oberthalheim zu wirken. War es bisher seine 
Freude gewesen, im Weinberge des Herrn für das Heil der Seelen 
zu arbeiten, so wurde er dieser Berufssphäre alsbald entrückt, 
da er noch im Jahre 1818 von seinem Oberen als Professor 
an das Gymnasium zu Linz beordert wurde. Eine neue Bahn war 
hiermit seiner Tätigkeit vorgezeichnet Daß er sich auf dieser zurecht- 
gefunden, das bezeugen die 37 Jahre lebensfrischer Wirksamkeit 
und unermüdlicher Arbeftsliebe auf dem Gebiete der Wissenschaft. 
Als er durch zehnjährige Ausübung des Lehramtes in den vier 

*) Stehe Wur/bach, Biographisches Lexikon V. S. 56 und OiUbatier »Erlnn> 

erunp an JnsL'f Gaisberger« im 30. Bericht über das Museum Francisco- 
Carolinuni in l.in/ 1871, welche Arbeit unserer Skt/ze zji^runde liegt. Über 
seine Schrillen siehe Arneths Bericht in den Sitzungsberichten der K. Akademie 
der Wissenschaften in Wien IV, 1, S. 255—262 und S. 313-321. Almanacli der 
K. Akad. der Wissensch. IV, 292 ff. und Kenner «Archäologische Funde im 
Lande ob der Enns in den Mitteilungen der Zentralkommissfon für Kunst'tind 
historische Denkmale« 11. Jahrg. Juli- und Augustheft. 



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w 

Grammatikalldassen seinen Ruf als tüchtiger Schulmann fest begründet 
hatte, rflckte er 1828 in die Humanltätsklassen (Poesie und Rhe- 
torik) vor. Nach vierjähriger Tätigkeit in den oberen Oymnasial- 
klassen trat er unter die Lehrer am Lyzeum als Professor der 
Weltgeschichte und der lateinischen Philologie ein, und in 
dieser Stellung arbeitete er vom Jahre 1832 bis zum Jahre 1849. 
Von 1842 bis 1845 bekleidete er auch die WQrde eines Rektors des 
Lyzeums. 

In der Mitte der Dreißiger-Jahre hatte sich in Linz eine wissen- 
schaftliche Anstalt gebildet, die Oaisberger stets unter ihre Haupt- 
b^rflnder zählen wird, obwohl der bescheidene Mann von diesem 
Umstände in seinen Schriften keine Silbe fallen läßt, eine Anstalt, 
für die er leibte und lebte, der er seine ganze Arbeitskraft widmete 
— nämlich das Museum Francisco-CaroHnum. Gaisberger erscheint 
schon in den Jahren 1835 bis 1838 im Verwaltungsrate des Museums, 
dann als adjungierter Referent fflr die Bibliothek, bis er im Jahre 1843 
in eigener Person die Geschäfte eines Bibliothekars der Anstalt 
Qbemahm. Auf seine Anregung hin entstand das »Musealblatt«, dessen 
Redaktion er mit aufopfernder Bemühung durch zweieinhalb Jahre 
fOhrte (siehe den 6. Bericht Ober das Museum Frana-Carol). Hatte 
Oaisberger auch inzwischen die Stelle eines Verwaltungsrates nieder- 
gelegt, so konnte er doch der »angelegentlichsten Bitte des Aus- 
schusses« nicht widerstehen und nahm wenn auch nicht als Mit- 
glied, so doch als äußerst willkommener sachverständiger Ratgeber 
an den Ausschußsttzungen des Museums teil. Im Jahre 1852 er- 
scheint er wieder neugewählt im Verwaltungsrate. 

Seit der Neugestaltung des Gymnasialplans (1850) trug er 
noch sechs Jahre lang unter Beibehaltung des Ranges und Ge- 
haltes eines Lyzealprofessors am Obergymnasium Latein und Ge- 
schichte vor. Auch der auszeichnende Titel eines k. k. Schulrates 
wurde ihm zuteil. Nachdem ihm am Schlüsse des Schuljahres 1855 
Se. k. k. Majestät in Würdigung seiner Verdienste während eines 
37 jährigen Lehramtes das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ver- 
liehen hatte (laut Diploms vom 19. Juli 1855, Wien), ging er im 
darauffolgenden Jalire am Schlüsse des ersten Semesters wegen 
schwankender Gesundheit und Schwäche der Aiii:« n in den Ruhe- 
stand und kehrte am 10. Februar 1856 in das Stift zurück. 

Aber merkwürdig! Weit entfernt, jetzt auf den Lorbeeren seiner 
wissenschaftlichen Arbeit auszuruhen, trat er mit dieser nun erst noch 
in ein neues Stadium. In einem Alter, in dem andere ihre Tätigkeit ein- 
stellen, begann bei ihm eine neue Periode zum Teil \ eränderter, aber 
an Frische nichts fehlen lassender Wirksamkeit Am L März übertrug 



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TO 



ihm nämlich Propst Friedrich Mayer die Pfkge des Münzkabinetts. 
Obwohl mit der antiken Archäologie ungemein vertraut, hatte sich 
Oaisberger doch der viel spezielleren Numismatik bisher nie ganz zu- 
gewendet So machte er sich denn nun, ein zweiter Cato, in einem 
Alter von mehr als 60 Jahren an das ABC dieser Wissenschaft. 
Binnen Jahresfrist hatte er es durch numismatischen Selbstunterricht 
so weit gebracht, daß er daran gehen konnte, den bis zum 21. Tribunat 
des Antoninus Pius reichenden Münzenkatalog fortzusetzen, ihn ihm 
Jahre IÖ57 bis Diokletian und im folgenden Jnhrc bis zur Auflösung 
des weströmischen Reiches fortzuführen. Im Jahre 185Q kam auch die 
Katalogisierung der Münzen des oströmischen Kaisertums zustande. 
Dann ging es an die Ordnung der mittelalterlichen und neueren 
Münzen und Medaillen, die er, nachdem er sie geschaffen, alsbald 
wieder abänderte, well er es im Einverständnisse mit Fachmännern, 
die er konsultiert hatte, für passender hielt, Medaillen und Münzen 
nicht getrennt voneinander zu ordnen. Auf sein Betreiben wurde auch 
die Verschönerung der Münziädchen in Angriff g^enommen und im 
Laufe einiger Jahre vollständig durchgeführt (18ö2). Im Jahre 1868 
begann er Vorbereitungen zur Reinschrift des Katalogs der neueren 
Münzen und Medaillen zu treffen, die schon im folgenden Jahre 
fertig auflag. Als Archäologe schon längst gefeiert, hatte sich Oais- 
berger in kurzer Zeit auf dem Felde der Numismatik einen solchen 
Namen erworben, daß man auch hierin seine Autorität anerkannte 
und ihm selbst vom Auslande Münzen zur Bestimmung vorlegte. 
Es sei noch erwähnt, daß unter Oaisberger die Münzsammlung 
des Stiftes um beinahe 500 Stücke bereichert wurde, und daß auf 
seine Anregung hin für das numismatische Fach vorzügliche und 
kostspielige Werke — wir nennen nur Mionett — angeschafft 
wurden. 

Nebenbei las Oaisberger mit den Novizen eifrig römische und 
griechische Klassiker. Auf die drei Unterrichtsstunden, die er den 
Novizen wöchentlich gab, bereitete er sich sorgfältig vor. Wie nicht 
leicht jemand verstand er es, die klassisclie Lektüre durch aus- 
gezeichnete Einleitungen und passend angebrachte historische und 
archäologische Nntizen zu einem kulturhistorischen Gemälde der 
antiken Völker umzugestalten. 

Oaisberger, der als Oelehrter die verkörperte Bescheidenheit 
war und Auszeichnungen, weit entfernt, sie zu suchen, sogar 
floh, schied trotzdem reich an solchen aus dem Leben. Er war 
Ehrenmitglied des Historischen Vereines von Unterfranken und 
Aschaffenburg (laut Diploms vom 2. Oktober 1841. Wurzburg), Ehren- 
mitglied des hennebergschen altertumsforschenden Vereines (laut 



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Diptoms vom 14. November 1841, Meiningen), ordentliches Mi^üed 
des Industrie- und Gewerbsvereines in tnner^terreicli (laut Diploms 
vom 13. Juli 1842, Oiittz), konrespondierendes Mitglied des Histo- 
rischen Vereines fflr Obeipfalz und Regensbuig (laut Diploms vom 
9. Juli 1844, Regensburg), Ehrmmhglied des Königlich schlesischen 
Vereines zur Erforschung und Erhaltung vaterländischer Altertümer 
(laut Diploms vom 2. August 1852, Dresden), korrespondierendes 
Mi^ied in der philosophisch-historischen Klasse der Kaiserilchen 
Akademie der Wissenschaften (laut Diploms vom 31. Dezember 1852, 
Wien), Mitglied des Altertumsvereines in Wien (laut Diploms vom 
20. Mai 1854, Wien), geistlicher Rat, ernannt vom Bischof in Linz 
am 31. Mai 1861, ordentliches Mitglied dell' Institute dl corri- 
spondenza archäologica (laut Diploms vom 21. April 1867, Roma, 
Berlino & Parigi), ordentliches Mitglied der Numismatischen Oesell- 
schaft in Wien (laut Diploms vom 20, Mai 1870). 

Allein nicht bloß ein Gelehrter in des Wortes eminentester 
Bedeutung war Oaisberger, sondern auch Priester und Ordensmann. 
Tiefe Pietät gegen Wohltäter, liebevolle Freundlichkeit und fast 
beschämende Zuvorkommenheit gegen alle, die in näherer Be- 
ziehung zu ihm standen, innige Religiosität, wahre Frömmigkeit, 
echt kirchlicher Geist mußten ihm die Achtung und Liebe der Welt, 
ganz besonders aber seiner Mitbrüder, sichern. Er starb am.5. Sep- 
tember 1871. 

Seine literarischen Arbeiten: 

I. Selbständige Schriften. 

Oratio de ntilitate et necesssitate conjunctionis Uttenirum Omecaram cum 
reliquis disciplinis. Inauguralrede 1831. Mskr. 12 S. 4". 

Worte r\n Josef und Maria Oaisberper zur Feier ihrer Jubelhuchzeit am 
23. Mai IS 3() in ihrer Pfarrkirche zu Maria-Hrunnenthal bei Scheerding, gesprochen 
von ihrem Sohne Josef Oaisberger. Linz 1&36, Druck von Job. tiuemer. 9 S. 8 . 

Systematischer Katalc^ der Bficher des Francisco-CaroUnum In Unz. 
Linz 1845. 8*. 

Geschichte des Klosters der Elisabethinerinnen zu Linz. Aus Veranlassung 
der Feier der einhundertjälirigen Grundsteinlegung. Linz 1846, in Kommission 
bei Haslinger. % S. 12'. 

Ferdinand Mayer, reg. Chorherr von SL Florian, Pfarrer zu Feldkirchen. 
Nekrolog, 1869. 

Zur Geschichte des Münz-Kabinets. (Autobiographische Notizen, die sich in 
Oalsbergers Nachlasse vorfanden und vom Jahre 1356 bis zu seinem Tode reichen.) 

Materialien für Qeschiclite de'^ Schulwesens, gesammelt von Prof. Oais- 
berger. Mskr. im Stiftsarchiv. yS S. in 4 und 8 . 

Für Friedrich Kenners Werk: ^Die Mfinzsammlung des Stiftes St. Florian 
In Gbeiteterreich. !n einer Auswahl ihrer wichtigsten Stücke beschrieben und 
erkürts Wien 1871, BnumüUer, XXXII u. 221 S. 4', schrieb Oaisberger »eine die 
Geschichte der Sammlung betreffende Einleitung«» S. VI1<-XXV111. 



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II. Arbeiten in den Publikatiünen des Muieums Frtncitco- 

Carolinu m i n Linz. 

Oaisberger redigierte in den Jahren 1839, 1840 und 1S41 das Museal- 
blatt Im 'Muscalblati oder in der Zeitschrift des Museums 
Francisco-Carotinum-, unter welchem Titel das ^Musealbtatt« 
seit 1842 erscliien, veröffentlichte Geitberger folgende Artikel: 

Vorwort der Redaction. Musealbiatt 1839, Nr. 1, S. 1—2. 

Unter der Rubrik zur Chronik des Francisco- Carolinum: Oennanisdie 
Atterthumer. (Keltische Rronzesichc-l.) Musealblatt 1S40. Nr. 2, S. 5 7, 

Oroßmüthige Sorjrfalt der obder-ennsischen Landstände für die Zustande« 
bringung eines Diplomatars. Ebd. Nr. 9, S. 41. 

Medaille auf die Ankunft der Oemafalm Karls VI. zu Linz. 1713. Ebd. 
Nr. 9, S. 41-42 und Nr. 10» S. 4S-47. 

Schönes Gebetbuch desOrafenJoachimvon Windhaag. Ebd. Nr. 12, S. 57 5S. 

Besuch der Anstalt durch die kais. Prinzen Franz Josef Karl und Karl 
Ludwig, Söhne des durchlauchtigsten Herrn ['rotcktors. Ebd. Nr. 16, S. 73—74. 

Medaille auf Gottfried Bessel. Ebd. iNr. 22, S. 105—107. 

Karte des BUthunis Linz. Musealblatt 1841, Nr. 14, S. 55-56. 

Ausgrabung römischer Alterthumer zu Linz. Ebd. Nr* 20, S. 77—78, und 
Nr. 21, S. 65. 

Re^Mcli der Anstalt durch den durchlauchtigsten Herrn Protektor, S. Ictloheit 
den trzlii r/uK Fran7 Karl. Ebd. Nr. 21, S. 81. 

Siebente allgemeine Versammlung. Ebd. Nr. 22, S. 87— 8S. 

Der Krieg um die spanische Erbfolge, insoweit auch das Land ob der 
Enns dessen Schauplatz war. »Zeitschrift des Museums Frandsco^rollnum« 
1842, Nr. 1, S.2 -4; Nr. 2, S. 5-6; Nr. 3, S. 10-11 ; Nr. 7, S. 28; Nr. 8, S. 29—30; 
Nr. 9. S. 35; Nr. 10. S. 37-39; Nr. 25, S. 103-104; Nr. 26, S. 109-110; Nr. 27, 
S. 111-112; Nr. 28, S. 116-118.') 

Römische Sepulchral-Monuniente. Ebd. 1843, Nr. 1, S. 1—3; Nr. 2, S. 7—8; 
Nr. 3, S. 9-11. Mit Abbildungen. 

Der Aufetand des baierischen Landvolkes gegen die Kaiserlichen im 
Jahre 1705, insoweit das Land ob der Enns dessen Schauplatz ward. Ebd. Nr. 32, 
S. 125-12S : Nr. 33, S. 131—132-, Nr. 34, S. 133—136; Nr. 35, S. 141-143; Nr. 36> 
S. 145-147. ) 

In den Berichten über das Museum Francisco-Carolinum« 
finden wir folgende Beiträge von Gaisberger: 

Rertch! über die Ausj/rabung römischer Alterthumer tu Schlögen und die 
Laj^e des allen Joviacuni — vorgelesen in der 5. Generaiversammhinff der Mit- 
glieder des Museum rrancii»co-Carolinum zu Linz. 4. Bericht, 1. Lieferung der 
»Beltrige zur Landeskunde für Österreich ob der Enns und Salzburg«. Linz 1840^ 
Eurich. S. 11-35. (Auch separat gedruckt. 25 Seiten mit 2 Utfaogr. Tafeln.) 

Lauriacum und seine römischen Alterthümer. 5. (vom 9. Bericht Qber das 
Museum Franciscn-CaroHnum getrennte) Lieferung der »Beiträge zur Landes- 
kunde für Österreich ob der Enns und Salzburg«. Linz 1S46, Eurich. V u. 69 S. 8\ 



■) Diese Beiträge erschienen auch als Sonderabdruck unter dem Titel: 
Der Krieg um die spanische Erbfolge und der Aufetand des baierischen Land^ 

Volkes gegen die Kaiserlichen im Jahre 1705, in<iuweit das Land ob der Enns 
deren Schauplatz war. Linz 1844, feichtinger. 86 S. 8". 



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Dir Gräber bei Hallstatt im österreichischen Salzkammergute. 10. Berich^ 
6. Lieferung der »Beiträge zur Landeskunde. 1848, VI und 56 S. 

Römische Inschriften im Lande ob der Enns. 13. Ben, 8. LieL der >Bei- 
trige etc.«, 1853. IV und 88 S. 

Qeichicbte des Ic k. akademischen Oynmasiiims zu Linz. 15, Ber., 10. Lief, 
der »Beiträge etc.s 1855, IV und 1:^4 S. Erschien auch seibstindlg. 

Die römischen Gräber bei Wels im Lande ob der Enns, mit 2 lithogr. 
Tafeln. 17, Ber., 12. Lief, der Beiträge etcs 1857. S. 257 276. 

Alterihümer aus dem Strombette der Donau. Mit 1 lithogr. Tafel. 18. Ber., 
13. UeL der »Beitrage etc.«, 1856. & 155-171. 

Zur Oescliichte milder Stiftungen im Lande ob der Enns: a) Daa Semi- 
narium St. Ignatii zu Linz, b) Das Colleglum Nordlcum zu Linz. 19. Ber^ 14. Uef. 
der »Beiträge etc.s 1859, S. l-fiO. 

Ehemalige Waisenanstalten in Linz. 20. Ber., 15. Lief, der Beiträge etc.% 
1Ö60, S. 1—71: a) Das Linzer Bürgerspital und die damit vereinigten Stiftungen. 
22. Ber., 17. Ua, der. »Bdtrige etc.«, 1862, S. 169-231. 

Archaeologische Nachlese. 24. Ber., 19. Uef. der »Beftrige etc.«, 1864» 
S. 1-76; 25. Ber., 20. Lief, der Beiträge etc«, 1865, S. 33-64; 28. Ber., 23. Uef. 
der »Beiträge etc.«, 1869, S. 229—306. 

IIL Arbeiten in den Publi^kationen der Kaiserlichen Akademie 

der Wissenschaften in Wien. 

Ovihba und die damit in nächster Verbindung stehenden römischen Alter- 
thumer. in den Denkschriften der K. Akademie der Wissenschaften in Wien. 
Pbflos.-Iiistor, Klasse. IIL Band, 2. Abteilung, S. 1—20, 4^ IWt 3 lithogr. und 
titbochrom. Tafeln. Auch besonders abgedruckt 18 S. 

Die Gräber bei Hallstatt im österreichischen Salzkammergute. Notizenhlatt 
der Kais. Akademie der Wissenschaften In Wien. VlIL Jahrg. Nr. 17, S. 324-328; 
Nr. 19, S. 364-369. 

Ferner veriaüte Oaisberger noch Artikel für das 'Österreichische Bürger- 
Watt«, seit 1839 »Die Warte an der Donau« genannt, für die »Linzer Zeitung«, 
ffir die »österreichische Revue« und für die Linzer »Theologisch »praktbche 
Quartalschrift«, in welcher unter anderem von ihm erschien: 

Erinnening an Franz Freindaller. Jahrg. 1848^ U, S.3— 32, und HI, S. 3—27, 
Davon erschien auch ein Separatabzug. 

Schließlich sei von Gaisbcrger noch eine Arbeit in dem am Schlüsse des 
Schuljahres 1834 herausgegebenen Jahresbericht <S. 3—14) des k. k. akademischen 
Gymnasiums in Unz crwihnt: 

Das k. k. akademische C^rmnasium zu Unz in seinen sechs ersten Jahr- 
zehnten. 

Josef Reindl. 

J. Reindl wurde am 25. Dezember 17Q3 zu Lorch in Ober- 
Österreich geboren. Er trat am 1. Oktober 1815 in das Augustiner- 
Chorherrenstift St Florian, wo er am 29. Oktober 1818 seine Ordens- 
profeß und am 27. August 1820 seine Primiz feierte. Der junge 
Priester wurde alsbald in die Seelsorge außerliaib des Stiftes ge- 



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sandt, arbeitete als Kooperator in St Peter von 1820 bis 1823, in 
Ried von 1823 bis 182Q und in Vöcklabruck von 1829 bis 1834. 
Im Jahre 1834 erhielt er als Vikar die Pfarre in Kattstorf, 1843 die 
in Windhag", 1850 die in Hargelsberg und 1859 die in Feldkirchen. 
Am 24. August 1870 beging er seine Sekundiz. Aus diesem Anlaß 
erhielt er den Titel eines Konsistorialrates. Reindl starb am 5. Mai 1875. 

Von ihm stammen folgende Manuskripte: 

Urkundenabschritten und Auszüge aus dem V'öcklabrucker Archiv. 407 S. 2^ 
Mskr. im Stiftsarchiv. (Von anderen Urkundenabschriften sind nur S. 225—417 
erhalten*) 

Beschreibung der Leichensteine» Epitaphien, eisernen Kreuze und anderen 
Inschriften in Schöndorf, 1831. Msicr. im Stiftsarchiv. 

Josef ChmcLO 

Josef Chmel, geboren zu Olmfiiz am 18. iVlärz 1798, kam 
schon in frühester Jugend (1803) nach Linz, wohin sein Vater'), 
ein Mathematiker von Ruf, als Lyzealprofessor fibersiedelte. In Linz 
besuchte Josef Chmel von 1809 bis 1811 das Gymnasium, die 
übrigen Gymnasialklassen und die philosophischen Studien absol- 
vierte er mit ausgezeichnetem Erfolge im Konvikt zu KremsmQnster. 
Am 19. September 1816 wurde er in St. Florian eingekleidet Vier 
Jahre später legte er die Oelfibde ab und empfing 1821, nachdem 
er die theologischen Studien am Lyzeum in Linz vollendet hatte, die 
Priesterweihe.^) Er fand zunächst in der Seelsorge Verwendung. 
Nach einjährigem Dienste in Wallern wurde er 1822 Kooperator 
in St Martin, 1824 in Ansfelden, im April 1826 an der Sttftspfarre 
St Florian. 'Propst Arneth ernannte ihn zugleich zum Adjunkten 
des alternden Bibliothekars Klein und entsprach so einem schon 



') Nach Mühlbacher, Literarische Leistungen d. Stiftes St Florian, S. 255—365. 
Biographische«; über Chmel: Wnrzbach, f^iosirr. Lexikon B. 2, S. 351—355. und 
B. 11, S. 379; Osterreichisclie National-Lnz) klopädie B. 1, S. 531; Brockhaus' 
Konversationslexikon» 10. AufU, B. 4, S. 130; Meyers Konversationslexikon, 
Suppl.-B. 2, S. 983; Allgem. Deutsche Biographie» B. 4, S. 130-132; Nelcroloff 
in der Augsburger allgem. Zeitung» 1858, Nr. 338a. Beil.; Almanach der 
Wiener Akademie der Wissenschaften 1859, S. 83-91; 21. Jahresbericht des 
Historischen Vereines von Oberbayern; Nekrolog: in der »Linzer Zeitung 1858, 
Nr. 288, von Jos. Oaisberger. Verzeichnis der Arbeiten Chmels: Almanach der 
Kais. Alcademie der Wissenschalten in Wien 1851, S. 149 - 168, und Sitzungs- 
berichte der Kais. Akademie der Wissenschaften Ib, S. 24—26. 

Der Vater Chmels bekleidete von 1794 bis 1803 das Lehramt des Oettie> 
faches an der mähr.-ständ. Akademie in Olmütz. 

-') Am 2. September 1821 feierte er seine Primiz. 



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75 



lange gehegten Wunsche. Mit rastlosem Pflichteifer widmete sich 
Chmel dem seel$c»rglichen Berufe. Besonders durch seine gehalt- 
vollen Kanzelreden, von denen sich noch etwa 200 handschriftlich 
erhielten, sicherte er sich ein treues Andenken bei den Gläubigen. 
Seine Liebenswürdigkeit und Herzensgute erwarben Ihm die un- 
geteilte Liebe der Gemeinden, in welchen er wirkte. 

Seinen wissenschaftlichen Wünschen und Bestrebungen zurfick- 
gegeben, widmete er sich mit eisernem Fleifie den geschichtlichen 
Studien, welche durch Kurz Im Stifte SL Florian heimisch geworden 
waren. Dieser war es, der ihn in die Geschichte einfahrte, der Ihm 
anregend zu Seiten stand und Ihm bei seinen ersten historischen 
Arbeiten fördernd an die Hand ging. Chmel beschäftigte sich zu- 
nächst mit den Handschriften der Bibliothek. 1829 Obemahm er auf 
Ersuchen des Grafen Heinrich von Starhemberg die Ordnung des 
Archivs von Riedeck. Aber auch andere Archive, namentlich Im 
Lande unter der Enns, durchforschte Chmel. 1830 ging Chmel, 
aufgemuntert von seinem »väterlichen Freunde« Kurz, zum Zwecke 
historischer Studien nach Wien. Im Staatsarchiv fand er in den 
Registraturbüchern eine uberreiche Quelle für seine geschichtlichen 
Arbeiten Von bedeutendem Nutzen für Chmel wurde seine Verbin- 
dung mit Böhmer. Der überlegene Geist desselben, der ein 
riesiges Material mit Meisterschaft beherrschte, suchte dem jungen 
Forscher, den der Stoff immer zu überwältigen und den Nebensäch- 
liches zu erdrücken drohte, feste Wege zu weisen. Im Jahre 1831 
konnte Chmel nur eine kleine literarische Reise unternehmen. Er 
durchforschte namentlich die Handschriften in Seitenstetten. Im 
März 1832 traf er wieder in Wien ein. Er hatte sich diesmal einen 
möglichst vollständigen Realkatalog der österreichischen Geschichts- 
quellen und über alle Urkunden Regesten verfertigt, um geschwinder 
und sicherer arbeiten zu können als das erstemal. Chmels Vorrat 
stieg; schon 1832 hatte er Über 50.000 Regestennummern gesammelt, 
und diese Zahl hoffte er noch zu verdoppeln. Mitte Juni des 
nächsten Jahres war er wieder in Wien. 

Um diese Zeit erfüllte sich auch ein Wunsch, den Chmel lange 
gehegt hatte. Lebhaft drängte sich ihm oft das Bedürfnis auf, mit 
Männern von wissenschaftlicher Durchbildung .wie Böhmer und 
Pertz über seine Arbeiten sich zu besprechen. Etwa Ende 
August 1833 kam Büiimer (mit Pertz) nach Wien und »schloß mit 
Chmel Freundschaft, die fürs Leben dauerte«. Am 5. November 
verließ Chmel Wien wieder; er mußte sich aushilfsweise in der 
Seelsorge verwenden lassen. In Ried bei Mauthausen erhielt er 
am 14. März 1834 die Nachricht, daß er zum zweiten Archivar des 



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76 



k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchivs in Wien ernannt worden sei. 
Sogleich eilte er seiner neuen Bestimmung entg^egen. Am 27. März 
war er bereits in Wien. Es war eine ungewöhnh'che Arbeitskraft, 
die er nun entwickelte, es war eine frohe, fast möchte man si^n, 
eine endlich ganz befriedigte Arbeitslust, die ihn jetzt beseelte. Im 
Herbste 1835 lernte er in Wien Kopp kennen und schloß mit ihm 
innige Freundschaft 1840 wurde Chmd zum ersten Archivar und 
k. k. wirklichen Regierungsrat ernannt; 1843 wurde ihm nach Baron 
Reinharts Tode die provisorische Leitung des Archivs übertragen. 
Das Direktorat fiel 1846 Baron Hügel zu, Chmo! wurde Vizedirektor. 
Eine besondere Auszeichnung und die beste Anerkennung seiner 
wissenschaftlichen Tüchtigkeit war es, als die Oermanisten- 
versammlung von Frankfurt 184ö zur beschlossenen Herausgabe 
der Reichstagsakten Chmel, Stälin und Stenzel >einmüthig 
als die Tüchtigsten der Bundesversammlung empfahl«. Chmel 
selbst war zwar nicht nach Frankfurt gekommen, obwohl er kurz 
vorher in Berlin gewesen war. Doch der Plan der Herausgabe der 
deutschen Reichstagsakten scheiterte infolge der Stürme der nächsten 
Zeit Erst ein Jahrzehnt später wurde er mit glücklicherem Erfolge 
wieder aufgenommen. Chmel nahm aber trotz einer freundlichen 
Einladung Sybels an der Durchführung dieses Unternehmens 
nicht mehr teil. 

Mit der Gründung der Akademie der Wissenschaften in 
Wien, zu deren ersten am 14. Mai 1847 ernannten wirklichen 
Mitgliedern Chmel z.üilte, beginnt für sein iiterarisches Wirken eine 
neue Fpoche. Chmel entfaltet eine staunenswerte Tätigkeit. Mit Recht 
hat man ihn desliaib den fleißigsten Akademiker genannt. Er ist einige 
Jahre Berichterstatter der Historischen Kommission und redi'j^iert 
dann das »Notizenblatts für das er selbst die meisten und um- 
fangreichsten Beiträge liefert. Daneben führt er eine ausgebreitete 
wissensciiattliciie und geschärtliche Korrespondenz und unter- 
nimmt mehrere literarische Reisen. In den ersten Jahren ist er 
geradezu die Seele der lustorischen Bestrebungen der Akademie. 
Die Akademie betraute i!m mit der Redaktion der Monumenta Habs- 
burgica , deren Herausgabe von Chmel selbst am 2U. Juni 1849 be- 
antragt worden war. Zu dem Zwecke unternalim er 1850 eine vier- 
monatliche ht erarische Reise, die zugleich für die Konzilsakten des 
XV. Jahrhunderts, deren Kommission er beigetreten war, nicht un- 
bedeuteiuien Stoff lieferte. Die größte Ausbeute bot München, 
wo Sc hm eil er und Deutinger ihm in der zuvorkommendsten 
Weise an die Hand gingen ; reiches Material lieferten auch Stutt- 
gart und Basel. Am 3. November 1851 legte Chmel, »der sich bis 



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77 



dahin fiberwiegend und mit wahrer Aufopferung den Geschäften 
der Historischen Kommission unterzogen hatte«, seine Stelle als 
Berichterstatter derselben nieder. Kurz vorher hatte Chmel wieder 
eine literarische Reise unternommen. Er ging über Laibach und 
Triest nach Venedig. Der Rflckweg führte ihn über Klagenfurt, 
von wo er mit Ankershofen einen Ausflug nach Maria-Saal machte. 
Nach Italien kam er nur noch einmal im Jahre 1856. Das Ziel 
dieser Reise war Mailand. Im Herbste 1857 und im Sommer 1858 
war Chmel in ICämten. Mitteilungen über den verwahrlosten 
Zustand des Archivs führten ihn nach Millstati Die Ausbeute war 
jedoch geringer, als er gehofft hatte. Leidend kehrte er nach Wien 
zurück. Das rastlose Arbeiten begann seine Kräfte aufzureiben 
Chmel konnte auch nicht mehr an der konstituierenden Konferenz 
der Historischen Kommission in MQnchen, zu der er eingeladen 
worden war, teilnehmen. Er starb am 28. November 1858. 

Chmel zählt zu den tätigsten und tflchtigsten Oeschichts- 
förschem Österreichs, er ist durch mehr als zwei Dezennien der 
eigentliche Träger und Vertreter der Geschichtswissenschaft seines 
Vaterlandes. Dies wurde auch im Auslande anerkannt Die hervor- 
ragendsten gelehrten Gesellschaften (im ganzen 27) ehrten ihn 
durch die Wahl zu ihrem Mitgliede: Chmel war Mitglied der 
Akademie der Wissenschaften zu München, Berlin, Pest, Prag, der 
Sozietät zu Göttingen, der Gesellschaft für ^nordische Altertums- 
kunde zu Kopenhagen und Ehrenmitglied einer ganzen Reihe 
historischer Vereine Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. 
Von der Prager Universität erhielt er auch das Doktordiplom der 
Philosophie. 1854 wurde er mit dem Franz Josef -Orden aus- 
gezeichnet Was Chmel fehlte, war der kritische Blick für das 
Wesentliche, die sichtende Beherrschung des massenhaften Stoffes 
und die Gabe der Darstellung. Mit wahrer Begeisterung hing Chmel 
an seiner Wissenschaft; dieser Begeisterung entsprang aucfi eine 
Fülle von trefflichen Plänen und Anregunp^en, die Geschichtswissen- 
schaft zu heben, ihr in Österreich ein frisches Gedeihen zu 
sichern. 

Chmel verfaßte oder edierte folgende Arbeiten: 

I. HelbstüiidlK» Werlte und Samnelw^rk«. 

Regesta chrunologico-diplomatica Rupert! .regis Romanorum. Auszug aus 
den im k k. Archiv zti Wien sich befindenden Reichsregistraturhfichern vom 
Jahre 1 4UU bis 1410. Mit Benützung der gedruckten Quellen. Frankfurt am Main 1834, 
bei Franz Varrentrapp. VIII und 244 S. 4". 

Materialien zur österreichisclien Geschichte. Aus Archiven und Btblio- 
tbeicen. Wien, bei Peter Rohrmann. 1. Bd. 1837, 98 + IV + 380 S.; 2. Bd. 
1838, 417 S. 4 '. (Das 1. Heft des 1. Bandes ffilirt den speziellen Titel: Beyträge 



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78 



zur Geschichte K. Friedrich'« des Vierten. Unz 1632, bey Joseph Fink und Sohn. 

98 S. 4' .)>) 

Kegesta chrunologico-diplomatica Friderici IV. Rümanonim Regis. (Im- 
peratoriä III.) Auszug aus den im k. k. geheimen Haus-, Hof- und Staatsarchiv 
zu Wien sich befindenden Reichsreffistraturbfich«ii vom Jahre 1440 bis 1493. 
Nebst Anszfigen aus Original-Urkunden, Manuscripten und Bflchem. Erste Ab- 
teilung. Vom Jahre 1440 bis März 1452. Wien 1838, bei Peter Rohrmann. Oe- 
druckt hei j. P. Solltnger. VIII. 283 und CXX S. 4 . Zweite Abteilung. Vom 
Jahre 1452 (März) bis 1493. Wien . . . 1S40. S. 2S5-S02 und CXXI-CLXXIX. 4'- 

Geschichte Kaiser Friedrichs IV. und seines Sohnes Maximilian I. Erster 
Band: Geschichte K. Friedrichs IV. vor seiner Königswahl. 1840. XII und 642 S. 
Zweyter Band: Geschichte K. Friedrichs IV. als König (1440-1452). 1843. 
812 S. 8'. Hamburg, bei Friedrich Perthes. 

Urkunden, Briefe und Aktenstücke zur Geschichte Maximilians 1. und 
seiner Zeit. Stuttgart 1S45, gedr. auf Kosten des iit. Vereins. VI und 579 S. 8'. 
(Kam nicht in den Buchhandel.) 

Die Handschriften der Ic Ic Hofbibliothelc In Wien, im Interesse der Oe^ 
schichte, besonders der österreichischen, verzeichnet und exceipirt. Wien. Ge- 
druckt und im Verlage bey Carl Gerold. Erster Band 1840. IV und 771 S. 
Zweiter Band 1S41. S. 8'. ' 

llabsburgiscties Archiv. Wien 1346, in Kommission bei P. Rohrmann. 
2 Hefte 8". I. Herbersteins Gesandtschaftsreise nach Spanien 1519. 65 S. II. Acten- 
stficice zur Geschichte Kroatiens und Slavoniens in den Jahren 1526 und 1527. 
V und 64 S. 

Der österreichische Geschichtsforscher. I. Bd. (3 Hefte): Wien 1S3S. 
F. Beck'srhe Untversitäts-Buchhdlg. Vlil und 604 S. 8»; II. Bd n Hefte): 
Wien 1S41 bis 1842. Gedr. und im Veri. bei Carl Gerold. IV, 586 und CXXVII S. 8«. 
(Darin auch das »Notizenblatt für österr. Geschichte «.) Unter Mitwirkung der 
Herren Freiherr O. JM. v. Anlcershofen, Bergmann, Birlc, Böhm, Emmert, Feil, 
V. Fräst, v. O^vay, v. Karajan, Keiblinger, Kopitar, Pritz, Rally, v. Sava, Stütz. 

VonChmel sind folgende Artilcel im »Geschichtsforscher« 

I. Band, 1. Heft (ganz von ihm): Vorwort, S. III- VIII. 

Beyträge zum dsterr. Codex diploroaticus: 1. Zum österr. Stadtewesen. 

S. 1-27. 

A. Waidhofen an der Vbbs. S. 2-11. B. Ybbs. S. 12-20. C. Nußdorf. 
(Oerechtsame der Sdiiffer-Innung zn Nussdorf 1450.) S. 21 - 27. 

Zur österr. Finanzgeschichte in der ersten Hälfte des vierzehnten Jahr- 
hunderts (Rationarium der österr. Herzoge von den Jahren 1326 bis 1338). 

S. 28-49. 

Zur Geschiciite der Wiener Universität im fünfzehnten Jahrhundert. S. 50—63. 

a) Ein Edict des Hectors an die Studierenden, vom 2ü. Sept. 1450. 

b) und c) Medizinische Vorlesungen nnd Voriesebucher. 

d) Publicandum der mediz. Fakultät gegen Kurpfuscherei etc. 1465. 
Hlstoria Friderici IV. et Maximiliani 1. ab Jos. Orfinbeck. S. 64-97. 

') VergL Vier Instructionen des Erzherzogs Albrecht VI. an seine Miinz- 
meister. Aus Chmels Materialien zur österr. Geschichte. 40. Bericht iiber das Museum 
Francisco 'Carolinum. Nebst der 34. Lief, der Beiträge zur Landeskunde von 
Österr. ob der Ens. Anhang/. S. 153—166. Linz 1882. Verl. des Museums Francisco- 
Carolinum. Druck v. Jos. Wimmer. 8*>. 



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79 



Auszüg^e aus (5) interessanten Handschriften der k. k. Hofblbliolhek, zur 
Oeschichte des sechzehnten Jahrhunderts. S. 98—152. 

Notizenblatt. S. 153-167. 

a) Auszug aus dem Handschriftenverzeichnis der Bibliothek und des 
Archivs zu Riedeck. S. 153—155. 

b) Die Inhaltsangabe von zwei interessanten auslindiicben Quellenwerken 
(1. Oachard's CoIlecHon de Documens in^dito ooncemant l'hlstolre de Ii 
Belgique III. Tomes. - 2. Hittor. Zeittchr. für den Unter-Malnkrels In Bayern). 

& 156-163 und 163-165. 

c) Varia (Notizen. Hist. Arbeiten und Bestrebungen). S. 165—167. 

2. Heft: Notizenblatt. S. 331-39Q. Literatur der österr. Oeschichte seit 
1829. Acht Jahrgänge der öst. hist. Zeitschr. (v. Mühlfeld-Hohler 2, Ridier 3 
und Kaltenbäck 3). 1829 bis 1837. Hist. Arbeiten und Bestrebungen. 

3. Heft: Diplomat Anhang zu J. Frast's: >Das Nonnenkloster Imbach 
(Minnbach).« XIV Urkunden von 1269bls 1280mitgethe]It und erliufert S. 547-565. 

Notizenbiatt. & 586-604» Utetatnr der österr. Oesdiicbte seit 1829. Acht 
Jahrginge der öst hist. Zeitschr. 1829 bis 1837. Bemerkungen Aber die Leistungw 

nnd Ergebnisse dieser acht Jahrg. (der öst. hist Zeitschr. von 1829 bis 1837). 
II. Band, 1. Heft: Vorwort, S. III-IV. 

Zur Geschichte der tirolischen Landesfürsten im ersten Drittel des vier- 
zehnten Jahrhunderts. 1300 bis 1330. S. 133-1S7. 

Amtsrechnungen über die fürstlichen Gefälle in der Grafschaft Tirol 
von den Jahren 1303 bis 1305. S. 133-171. 

Auszuge aus einem Diplomatarium des tirolischen Landesfiirsten 
K. Heinrichs von Böhmen, Herzogs von Kärnthen und Grafen von Oörz und 
Tbol. Von den Jahren 1326 bis 1330. Aus dem k. k. geheimen Hausarchiv. 
S. 172-187. 

Notizenblatt für österrefchischc Geschichte, Nr. 1, S. I-XXVll. 

Literatur. 1. Österreich unter der Enns. — Wien. Bergmann, Medaillen 
auf beriihmte und «usgezeichnete IMinner des Kaiserthunu österreldi vom 
15. bis zum 19. Jahrhundert; SchnItheB-Rechberg, Thaier-Kabinett. II. Österreich 
ob der Enns. Museaibl. 183Q bis 1840; Vierter Bericht über das Museum 
Francisco-Carolinum. Nebst der 1. Lief, der Bciträjje zur Landeskunde von Öster- 
reich ob der Lnns und Salzburg. III. Tirol und Vorarlberg. Neue Zeitschrift des 
Ferdinandeums. 6 Bde. ; Sopra quaiche punto della Sturia Trentina Üiscorst. 
Von Fr. Filos. Rovereto dali' I. R. Stamperia dl L. Marchesani 1839; Ddta 
Sloria e della Condizione dei Trentlno sotto la dominazione Romana discorso 
di Giuseppe Frapporti Trentlno. Trento dall' Imp. Regia. Stamperia Monauni, 1840; 
Deila Storia e della Condizione del Trentlno sotto la dominazione de' Qoti, 
de' Franco-Baioaril, e de' Lonirobardi discorso di Giuseppe Frapporti Trentlno. 
Trento dall' Imp. Reg. Stamperia Munauni MDCCCXL; IV. Siebenbürgen 
Noütia Hist-Diplomatica Archiv! et Literalium Capituti Albensis Transsilvaniae 
Auetore Kem^y. 1836. 2 Tomi. — Kem^ny» Deutsche Fundgruben der Oe- 
schichte Siebenbürgens, 2 Bde., 1839 bis 1840. 

Über das Troppauer Museum und ein fAs. in demselben. Varia. 

2. Heft: Zur österr. Finanrgeschichte in der ersten Hälfte des vierzehnten 
Jahrhunderts. Aus einem Cod. niscr. des k. k. geh. Haus-Archivs : Rationarium der 
öst Herzoge von 1326 bis 1338. S. 203-259. (Fortsetz, der Arbeit im I. Bd. 
1. fi, S. 28-49.) 



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80 



Zur Geschichte der tiroHschen Landesffirsten im ersten Drittd des vier- 
zehnten Jahrhunderts. 1300 bis 1330: 

Urkunden von und an König Heinrich von Böhmen und Polen, Herzog 
von Kärnthen und Grafen von Görz und Tirol. (3^^ Stücke von 1311 bis 1332.) 
Aus den im k. k. Haus-Archiv befindlichen Originalen mitgeteilt S. 350—398. 
{Fortsetz, der Art»eit im II. Bd., 1. Heft, S. 133-^187.) 

Notizenblatt für österr. Geschichte. Nr. 2. S. XXIX— LXXIV. 

Handschriften in der Bibliothek des Klosters Oöttweich. 

Literatur des Auslandes. (1. Anzeiffer für Kunde des deutschen 
Mittelalters von Aufseß und Mone, acht Jahrgänge 1832—1839. 2. Ta&chenbuch 
für Oeschidite etc. von Dr. H. Schreiber, 3 Jahrgänge 1839, 1840, 1841. 3. Jahr- 
bücher des Zlttaulscben Stadtschreibers Johannes v. Guben, von E. Fr. Haupt 

4. Le Glay, Correspondance de TEmpereur Maximilien F. et de Margueritc 
d'Autriche, sa fille etc. 2 Tomes. 5. M^moires etc. de la Sociöt^ etc. dn 
Hainau t etc. etc. 1839.) 

Varia. 1. Wapen am Herzoghof in Medling. 2. Preisaufgabe. 

3. Heft: Znr österr. Finanzgeschichte in der ersten Hälfte des vierzehnten 
Jahrhunderts. Aus einem Cod. mscr. des k. k. geh* Hausarchivs: Rationarium der 
österr. Herzoge von 1326 bis 1338. S. 418 - 447. (Fortsetz, der Arbeit Im Z H^ 
II. Bd., S. 203 - 259; im ganzen LXXVIII Urkunden.) 

Znr Geschichte Herzojj Sig^munds von Österreich. (1448 bis 1451.) Nach- 
trag zu den Materialien zur österr. Geschichte I. Bd.; S. 448—474. 

I. (20) Akten-Stücke zur Geschichte der Vermählung mit Eleonoren von 
Schottland (1448). 

II. Übereinkunft des H. Sigmund v. Österreich mit der Markgräfln Elisa- 
beth V. Hochberg (1449). 

III. Herzog" Sie^miind v. Österreich erläßt ein Münzpatent (1430). 

IV. Bericht der Salz-Amtleute an den Herzog Sigmund von Österreich (1450). 

V. Aufzeichnung einiger Geschäfte H. Sigmunds v. Österreich (1451). 
Zur Geschichte des Grafen Heinrich (V.) von Görz (1444 bis 1451. 

40 Urkunden.) Als Nachtrag zu den Materialien zur österr. Geschichte I. Bd. Mit- 
getheüt aus den Original-Documenten und gleichzeitigen Abschriften im geheimen 
Hausarchiv. S. 498- 535. 

Urkunden zur Geschichte des Nonnenklosters Imbach. 23 Stücke aus dem 
13 Jahrh. Mitgeteilt ans den Originalurkunden des k. k. geh. Hansardiiva. 

5. 559- 575. (S. Geschichtsforscher 1. Bd., 3. H., S. 547—565. im ganzen XXXVIl Ur- 
kunden.) 

Xoti/eiiMatt für ostcrr. Qeschicfito. Nr. 3. S. LXXV— CXXVU. 

Inlaiulisctie 1 itcralur der Oescliichtc. 

I. Österreich unter der tnns. Wien. v. Gevay: Urkunden und Akten- 
stücke zur Geschichte der Verhältnisse zwischen Österreich, Ungarn und der 
Pforte im XVI. und XVII. Jahrhunderte. Aus Archiven und Bibliotheken. 2 Bde. 

Wien 1838-41, Schaumburg und Comp. S. LXXXV-XCIll. II. Österreich 

ob der I nns. 1. \'. Bericht über das Miisenm Francisco - Carolinum nebst der 
2. Lief, der lk'iiras.,'e zur Landeskunde von Osterrcicli oh der Enns und Salz- 
burg. 2. Monograpiiicn ein/einer Städte, Kloster, Geschlechter usw. im Lande 
ob der Enns (Steyr [l'rluj, Stift St. Florian [Stülzj, Kloster Wnhering [Stütz]). 
S. XCUI-CXXIII. 

Bestrebungen und Arbeiten a) in Wiener-Neustadt; b) in Yps; c) In den 
Klöstern Unter-Österreichs). S. CXXIII-CXXVII. 



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81 



Seit 1843 erschien dts Notlzenblatt selbstindfs unter dem Titel: Notizen- 
blatt für österreichische Geschichte und Literatur. Wien, in Kommission in 
Fr. f^ecks Universitätsbuchhandlung. Herausgeber: J. Chmel, Ic k. Hof- und 

Hausarchivar. 

In der neuen Ausgabe des ^Notizenblatt«^ sind von Chmei nur einige 
kleinere Beitrige. 

JI. .VufNnf/c. IHcrMvische Anzeigron, I?<'>( hroibiins'*'!! von IIand<ichrirten and 
urkundliche MiiteiluBi^en in periodix-hcu SiUrifteu und Hammelwcrken. 

1. In den Jahrbüchern der Literatur. Wien. Oedruclct und verlegt 

bey Carl Gerold. 8'. 

Probe des in der Stiftsbibliothek /u St. Florian aufbewahrten »Psalterium 
trilinque« (lateinisch, deutsch und polnisch). 39. Bd. 1827, Anzeige -Blait tur 
Wissenschaft und Kunst S. 38-41 (vgl. 40. Bd. 1827, Anz.-Bl. S. 35). 

Das Cfaunigel. (Mittelhochdeutsches Gedicht.) Aus dem reichen Hand* 
scbriftenschatze der Kanonie St. Florian, abgeschr. vom . . . J. Chmel. Aus 
einem Papierkodex aus den Tagen Kaiser Friedrichs IV., und zwar aus der 
zweyten Hälfte seiner Regierung. 40. Bd. 1S27, Anz.-BI. S. 15 — 17. 

Hymnus Fange linqua gloriosi. (Alte deutsche Übersetzung.) Aus dem- 
selben Kodex. 40. Bd. 1827, Anz.-Bi. S. 17-18. 

Ein Beytrag zur Botanik der Väter. Aus einer Handschrift des Macer de 
virtutibus herbarum von Pergament aus dem 112. oder 13. Jahrb. 40. Bd. 1^, 
Atiz.-Bl. S. 18—19. 

» Notiz ^ aus einer Handschrift (einem alten Evangelienbuch mit Kommentar) 
der StiUsbibliothek St. Florian als Berichtigung zu Kurz' »Friedrieb dem Schönen« 
(S. 207->209). 40. Bd. 1827, Anz.-Bl. S. 19. 

Literarische Notizen aus der Bucher- und Manuskriplensammlung des 
Stiftes St Florian. 41. Bd. 1828, Anz.-Bl. S. 13-30. 

I. Nachtrag und Berichtigung zu dem im Anzeige-Blatt der Wiener Jahr- 
bücher (XXXVIL Bd.) abgedruckten Glossarium aus dem zehnten Jahrhunderte. 
S. 13-16. 

n. Auszug aus einem lat-deutsch. Vocabular in einem Cod. mscr. des 
XIV. Jahrh. in St. Florian. S. 16-26. 

III. a) Aus einem Kod. aus dem 15. Jahrh. (XI. 102). Eine Flugschrift des 
bekannten Johann von Gmunden, der das Gerücht von einem verkündeten con- 
cursus planetarum widerlegt. S. 26—27. 

b) Calendarium des Johann von Omunden. Cod. mscr. XI, 569. (anno 1461). 
S. 27-28. 

c) Ein noch älterer Kalender des Johann von Gmunden (a. 1416). S. 28—29. 

d) Kalender des Johannes Regiornontan. (Xylograph.) S. K). 

J. E. Schlager: Wiener Skizzen aus dem Mittelalter. Wien 1S35 bis 1842. 
4 Bde. in 8^ 101. Bd. 1643, S. 217—253. 

Archiv ffir Schweiz. Geschichte, herausgeg. auf Veranstaltung der allg. 
gcschicbtforschenden Gesellschaft der Schweiz. 1. Bd. Zfirich 1843. 8*. 102. Bd. 
1843, S. 1S2-214. 

Michael Hchrim's Ruch von den Wienern 1462 bis 1465. ... Herausgeg. 
von Th. G. V. Kar.ijan. Wien 1843. 8'. 103. Bd. 1843, S. 222 244. 

Beiträge zur Geschichte Basels, herausgeg. v. d. bist. Ges. zu Basel. 
Basel 1839. 8'. — Beitrige zur vaterländ. Geschichte, herausg. v. d. bist Oes. 
zu Basel. Basel 1843. 8*. 105. Bd. 1844, S. 250—270. 

Cemik, Sdiriftslelter der Anguttiner-ChorlierreitsttRc. 6 



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82 



Regesten Kaiser Ludwigs des Balem und seiner Zeit (1314 bis 1347). Von 
J. Fr. Böiimer. Frankfurt «m Main 1839. 4*. — Additamentum primuin ad Re- 
gesta Imperii inde ab anno 1314 usque a<! annum 1347. Von J. Fr. Böhmer. 
Frankfurt am Main 1841, 4". — Fontes rerum Qermanicarum. Herausg. V. 
J. Fr. Böhmer. 1. Bd. Stuttgart 1843. 8'. 106. Bd. 1844, S. 225 -260. 

Gescliiclite des Hauses Habsbnrg. Von dem FQrsten E. M. Ucfanowsl^. 
8 Bde. Wien 1836 bis 1844. 8". lOa Bd. (1844), S. 147-187; 109. Bd. (1845), 
S. 246-268. 

Korrespondenz des Kaisers Carl V. . . . von Dr. Carl Lanz. Leipzig 1844, 
1845. 2 Bde. in 8". UO. Bd. 1845, S. 178-209: III. Bd. (1845), S. 174-198; 
112. Bd. 

Messager des sciences historiques de Belgique. 6 Jahrgänge. 1839 bis 1844. 8**. 
— Histolre des Beiges k la lin du dixhuitiftme si^cie» par Ad. Borgnet. 2 Tomes. 
1844. 8^ 113. Bd. 1846^ S. 118-148; 114. Bd. (1846), S. 178-218. 

Beitrag zitr Oescfilchte Wallensteins. Warhaffte Relation wie der endlelble 

Hertzog von Friedtlandt under dem praetext gesuechter Winterquartieren vor 
die Kayserliche Soldatesca, sich des ^inhen firtzstiifft Salczburg impatroniren 
wollen, so Ihme aber durch sonderbahre schickhuny; üottes mießlungen, und 
dadurch seine vorgehabte grausambe Rebellion vornemblich an Tag komben, 
deBwegen dan auch die gerechte Straff Gottes über Ihnen und seine vor- 
nembste Redelsffihrer ergangen, so alles auf das kurtzest hierinen erzehlet und 
mit vollen Kayserhchen, Chur-Bayrischen, Friedländischen, Qallaßischen, Aldrin- 
jjerischen, Piccolominischen und andern annoch vorhandenen Schrifften erweiset 
und probirt wrird. 118. Bd. 1847, Anz.-Bl. S. 54-73; 119. Bd. 1847, Anz.-Bl. 
S. 1-lS. 

2. Im österreichischen Archiv für Geschichte, Erdbeschreibung, 

Staatenkunde, Kunst und Li terat u r. H auptred.: Joh. Wilh. Ridler. 
Im Verl, der F. Beck'schen Uni v.-ßucfihdlg. Gedr. bey den Edlen 

V. Gheien'schen Erben. 4". 

Ruedolff der Anndcr von Gottes jrcnaden Erweltcr Röm. Kaiser 7« Allen 
Zeiten iMcrcr des Reichs etc. Ordnun«^ unii hofstat für Alle und Jede unser 
Hohe und Nidere Amblleit, Offizier und Diener An unserm Kayserhchen Hofe 
auch was alnes Jeden Ambt und Dienst sein und wie es mit der Besoldung 
gehalten werden solle. Jetzt von Neuen genedigcitch fürgenommen und ver- 
ordnet Alls hernach volgt (Aus einem Cod. ms. . . . Lincz. Im 1577 Jar. Im 
Archive des Schlosses Riedegg.) Jahrg. I 1831, Urknndenblatt Nr. 1, 2, 3. 

Briefe des Prinzen Fuj^en von Savoyen an den Grafen Guido von 
Stahrenlber^^ Aus dem Archiv zu Riedcck . . . Iniirg. I 1831, Nr. 48. 49, 52. 
53, 54, 157; Jahrg. II 1832, Nr. 2, 5; ürkunüenbl. Nr. 8-12; Jahrg. Iii 1833, 
Urkundenbl. Nr. 11, 12, 13, 15. 

Memorial des Evangelisch Exercltium im Landt Ob der EnnB betreffendt 
Jahrg. II 1832, Urkundenbl. Nr. 1. 

Urkunden des 13. Jahrhunderts, aus dem Archiv zu Riedeck. (13 Nummern.) 
Jahrg. II 1S32, Urkunc!cnb!. Nr. 1, 2, 3. 

Beneficia curala ad j>raesentationern D. I>ucis Austrie pertinentia. Secuntur 
non curata beneficia ad praesentatiuneni Duciä pertinentia. Aus einem Ms. auf 
Perg in 12*' (14 BI.) mit der Aufschrift: Auszug aller fürstlichen einkomen und 
geistlichen Lehenschaften 1438. urbar. BI. 8 et 9. Jahrg. II 1832, Urkunden- 
blatt Nr. 10. 



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83 



Briefe Carls III^ Königs von Spanien (Kaiter Carls VI.)» an den Grafen 
Otlido von Siafaremberg, in den Jahren 1706, 1708 bis 1713^ Aus dem Archiv 
zu Riedeg^gr g^esamnielt, und diplomatarisch copirt von . . . Jahrg. U 1832, Nr. 38, 
39, 40, 43, 44, 45, 50, 64; Jahrg. III 1833, Nr. 142, 144, 145, 146, 14Ö, 151. 153; 
Urkundenbl. Nr. 15, 16, 17. 

Nachtrag zur Anzeige des ersten Heftes der Materialien zur öslerr. Ge- 
schichte, aus Archiven und Bibliotheken etc. in den Nummern III und 112 des 
österr. Archivs vom 15. und 18. Sept. 1832. Jahrgf. II 1832, Nr. 118, 119. 

3. In den Österreichischen Blättern fürLiteratur und Kunst, Ge- 
schichte, Geographie, Statistik und Naturkunde. H e r a u s e g e b e n 
und redigiert durch Dr. A. Adolf Sc h midi. Wien. Gedruckt bei 
Anton Strauß' sei. Witwe & Sommer. 4* 

Über die neueste Geschichtsliteratur Kärntens. 1. Reihe der Bischöfe von 
Lavant Von Karlmann Tangl. Klagenfurt 1841* 2. Handbuch der Geschichte des 
Herzogtums Kärnten bis zur Vereinigung^mit den österr. Ffirstenthumern. Von 

Gotttieb Freiherrn v. Ankershofen. 2 Hefte. Klagenfurt 1842. 3. Handbuch der 
Geschichte des Her/r^f^hunis Kärnten in Vereinigung mit ifcn österr. Fursten- 
thüniern. Von Heinrich Hermann. 1. Heft. Klagenfurt 1843. 4. Kärntens röm. Alter- 
thfimer in Abbildungen. Herausg. von M. F. v. Jabornigg-Altenfeis und Grafen 
Alfred Christalnigg. 1. Heft. Klagenfurt 1843. Erster Jahrg. (1844), Literatur- 
blatt Nr. 2, S. 9-15; Nr. 3, S. 22-24; Nr. 4, S. 30-32; Nr. 14, S. 110-112; 
Nr. 15^ S. 119-120. 

Archiv des Vereins für siebenbürgfsche Landeskunde. 1. Bd., 1. Heft 

Hermannstadt 1843. Erster Jahrg. (1844), Literatur Nr. 32, S. 249 -250. 

Was thut der österreichischen Geschichte nolh? Zweiter Jahrg. (1845), 
Nr. 1, S. 1-6. 

Magazin für Geschichte, Literatur und alle Denk- und jMerkwürdigkeiten 
Siebenbürgens . . . von Anton Kurz. 1. Bd., 1. Heft. Kronstadt 1844. Zweiter 
Jahrg. (1845), Nr. 54, S. 419-421. 

Mitthdlttttg«! zur Geschichte und Topographie. Zusammengestellt von 
Josef Chmel. 165 S. 4». Nr. I-IX. (1-26.) Vierter Jahrgang (1847), Nr. 27, 

S. 105-108; Nr. 28, S. 109—112; Nr. 33, S. 129-132; Nr. 34, S. 133-136; 
Nr. 41, S. 161-164; Nr. 42, S. 165-168; Nr. 47, S. 185-188; Nr. 48, S. 189 -192; 
Nr. 51, S. 201-204; Nr. 52, S. 205 -208; Nr. 53, S. 209 -212; Nr. 59, S. 233-236; 
Nr. 60, S. 237 -240; Nr. 65, S. 257-260; Nr. 66. S. 261-264; Nr. 71, S. 281-284; 
Nr. 72, S. 285-288; Nr. 77, S. 305—308; Nr. 84, S. 333-336; Nr. 85, S. 337—340; 
Nr. 89, S. 353-356; Nr. 90, S. 357-300; Nr. 101, & 401-404 ; Nr. 102, S. 405-408; 
Nr. 107, S. 425-428; Nr. 113, S. 449-452; Nr. 114, S. 453-456; Nr. 120, 
S. 477-4S0; Nr. 124, S. 4Q3 496; Nr. 125, S. 497 - 500; Nr. 133, S. 525-528; 
Nr. 137, S. 541- 544; Nr. MI, S. 569-572; Nr. 150, S. 593-596; Nr. 162, 
S. 641—644; Nr. 168, S. 665-668; Nr. 174. S. 6Sq-6Q2; Nr. 179, S. 709-712; 
Nr. 180, S. 713—716; Nr. 187, S. 741 744. Auch besonders abgedruckt. 

Darunter vom Zusammensteiler folgende Nummern: 

I, 1: Zeitschrift für die Archive Deutschlands. Besorgt von Friedrich 
Traugott Friedemann. Gotha 1846, Verl. v. Friedrich und Andreas Perihes. 
1. Heft, VIll und 89 S. In 8«. Nr. 27, S. 105-108; Nr. 28» S. 109—110. 

I, 5: K. Rudolfs II. Liebe zur Kunst etc., beleuchtet durch Briefe usw. 
Nr. 33, S. 131-132; Nr. 34, S. 134-136; Nr. 51, S. 202-204. 

6' 



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II» 6: Beiträge zur Geschiebte und Utoratw vorzüglich aus den Archiven 
luu! Bibliotheken des Kantons Aargati. Herau-^'r v. Dr. Heinr. Kurz und Placidus 
WeiUenbach. 1. Heft. Aargau 1846. M. K. Sauerländers Verlagsbuchhdlg. Vlll 
und 136 S. in 8 '. Nr. 41, S. iöl - 164; Nr. 42, S. 165 -168. 

II, 7: Oeschicfatc der rheinischen Pfalz nach Ihren polit, Idrchl. und lit 
Verhältnissen, von Dr. Ludwig Hiufler. Heldelberg 1845, aL Verlagshandlung 
von J. C B. Mohr. 2 Bde. 8^ Nr. 47, S. 185-188; Nr. 48, S. 189 190. 

IV, 11: Der Konstanzer Sturm im Jahre 154S von (leors: V'ö^eli, ... 
Belle- Vue bei Constanz lS-4(). V'crlaj^sbuchhandlunj^ zu Beile-Vue. Mit dem 
lithogr. Bildnisse des Auibrusius Blaurcr. X und 183 S. 6. Nr. 52, S. 205 - 206. 

IV, 12: Beiträge zur 'Adeisgeschichte des Landes unter der Enns. 1. Die 
Familie der Eyzinger von Eyzing. Nr. 53, S. 209-210; Nr. 59, S. 234-236; 
Nr. 60, S. 238-240; Nr. 65, S. 258-260; Nr. 66^ S. 261-264; Nr. 71, S. 283 - 284. 

VI, 16: Zur Geschichte der bischöflich Freisinglschen Herrschaften in 
Österreich, während der Zeit Bischofs Sixtus (1474 bis 1494). Nr. 77, S. 305 303; 
Nr. 84. S. 331 336; Nr. 85, S. 338 -340; Nr. 89, S. 354-356; Nr. 90, S. 358- 36Ü; 
Nr. 101, S. 402 - 404; Nr. 102, S. 405 407.*) 

Vlll, 22: Zur Geschichte K. AftaxHnnians L Nr. 107, S. 425 - 428; Nr. 113, 
S. 450 452; Nr. 114, S. 454-456; Nr. 120, S. 476-480; Nr. 124, S. 494—496; 
Nr. 125, S. 499 500. 

Vlll, 24: Zur Chronik österreichischer Städte und Märkte. 1. Markt Bert- 
holdsdorf, gewöhnlich PrtcrsiJorf genannt Nr. 125, S. 497-499; Nr. 133, 
S. 525 528; Nr. 137, b. 541 543; Nr. 144, S. 569 -572; Nr. 150, S. 594 - 596; 
Nr. 162, S. 641-643. 

4. In der Österreichischen Zeitschrift für Geschichts- und Staats» 
künde. Herauf?geg^eben und redifif. v. J. P. Kaltenbäck. In Kom- 
mission der h. Bcck'schen B u c h h a n d 1 u n s^. Oedr. bei den Edlen 

V. (i h e I c n's c h e n Erben. W icn. 4 . 

(Als Beilage: Biaiiei für Literatur, Kunst und Kritik.) 

An die österreichischen Geschichtsforscher. Erster Jahrg. (1835), Nr. 11, 

5. 41-44. 

Der Würfel. Gedicht von Suchenwirt. Aus dem Papierkodex in 4' Nr. 69 
der Stiftsbibliothek zu Kremsmflnster. Erster Jahrg. (1835), Blätter fBr Ui., Kunst 
...Nr. 16, S. 61-63. 

Reichard Strein's Guetbeduncken wegen des Paurn>Aufstand anno 159S. 
Aus dem Archiv zu Riedegg. Erster Jahrg. (1835), Nr. 40, S. 159-160; Nr. 41, 
S. 164: Nr. 42, S. 167 16?; Nr. 43, S. 172; Nr. 44, S. 174 17ö. 

Über die liehaiullungsweise der ücscliichte Österreichs im Mittelailer. 
Eine unmaügebliche Meinung. Zweiter Jahrg. (1S30), Nr. 7S, S. 309-310; Nr. 79, 
S. 313-316. 

Das vaterländische JVlusenm zu Linz. Zweiler Jahrg. (1836), Nr. 8i, 

S. 335 336; Nr. 85, S. 337 -339; Nr. 86, S. 343-344. 

Ikiicht über eine im Jahre 1831 unternommene kleine Reise zum Rehufe 
der Oslcrr. Geschichts- Quellen - Sammlung. Zweiter Jahrg. (1836), Nr. 93, 
S. 369 371 ; Nr. 94, S. 376; Nr. 95, S. 379 - 380; Nr. 96, S. 383 384; Nr. 97, 
S. 388; Nr. 98, S. 392 ; Nr. 99, S. 395 396 ; Nr. 101, S. 404; Nr. 102. S. 407-40«. 

') In der Einleitun«^ thrn schreibt Chmel das Verdienst dieser Arbeit 
^ülz zu. Chmel hat sie eigentlich nur veröffentlicht. 



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as 



Zwei Outachten von Reichard Strein. Aus dem Riedecker-Archiv. I. Quet- 
bedunckcn, Ob Ir Fürstliche Durchlaucht etc. sich zu Hahuug des Keiciistags 
gebrauchen lassen soll. Anno 15Q7. II. üuetbeduncken per Aufholt des zwain- 
czigisten Manns 19. Nouembris Anno etc. 97. Dritter Jahrg. (1837), Nr. 3, 
S. 11 - 12. 

Ausstattung eines adel{chen Frluleins im ersten Viertel des 16. Jahr- 
bunderts. (Aus dem Riedecker-Archiv.) Dritter Jahrg. (1837), Nr. 7p S. 28. 

Beilagen zu dem Bericht über eine im Jahre 1831 unternommene kleine 
Reise zum Behufe der Österr. Geschichts-Quellen-Satnmiung. Dritter Jahr jj. (1837), 
Nr. 32. S. 127 -128; Nr. 33. S. 131 132; Nr. 35, S. 139-140; Nr. 38, S. 152; 
Nr. 39. S. 156; Nr. 40, S. 159 1Ö9; .Nt. 41, S. 164; Nr. 44, S. 176. 

5. I in N e ti e n Archiv f ü r 0 e s c h i c h t e, S t a a t e n k u n d e . L i t e r a t n r i! n d 
Kunst. Red.: Q e o r M e e r 1 e v. M ii h I f e I d. — F. ni. T h. Hohler. Wien, 
gedruckt und im Verlage bey Fran^ Ludwig. 4. 

Literarische Notizen aus der Bücher- und Manuscripten-Sammlung des 
Stiftes St. Fiorian. (S. Wiener JahrbQcher der Literatur Bd. 41. A. Bl. S. 13.) 
IV. Pergamentlcodex des XIV. Jahrh., 80 BL gr.-8'. 1. Metrische Bearbeitung 

der fünf Bücher Decretalium. 2. Constitutiones Passavienses apud S. H> ppolitum 
(a. 1284). 3. Brief des Rischofs Bernhard von Passau, dat. von Eferding, den 
21. August nn seine Diözesanpeistlichkeit, in welchem er ein Einladungs- 

schreiben des lirzbischofs Rudolf von Salzburg tu einer abzuhaltenden 
Provinzial-Synodc mitteilt. Zvireyler Jahrg. (XXI. als Fortsetzung). ISJt). Nr. 102 

5. 712. 

6. In der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft ... von Dr. W. 

Adolf Schmidt Berlin. Verlag von Veit und Comp. 8". 

Rilatfone di M. Vicenzo Quirini Oratore a Massimlliano Imperatore 
I'anno 1506. Aus dem Ic. It. Haus-, Hof- und Staatsarchiv. Zweiter Band (1844), 
S. 272-288 und 334-356. 

7.1m Archivder Gesellschaft für ältere deutsche Oeschlchtskunde 
zur Beförderung einer Gesamtausgabe der Quellenschriften 

deutscher Geschichten des Mittelalters, herausgegeben von 
O. H. Pertz. Hannover, in der Habnschen Hofbuchhandlung. 8** 

Petrus de Vinea. VII. Bd. (1839.) 1. Wilhering. mbr. sec. XIV. in 4to. in 

Rothlederband, eine umfassende Sammlung päpsti. und kaiserl. Briefe, denen ein 
Formular lier Kan/Ieien vorhergeht. S. 892-9)2. 2. St. Florian, membr. in 4to. 
sec. XV. 67 Bl. S. 943. 3. Kremsmünster. Nr. 183. 2. 32. chart. sec XV. S. 971. 

S. Im Österreich ischenKalenderzurVerbreitunp^jemetnnütziger 
Kenntnisse. Für das Scliaftjahr 1844. Hcrausgctjeben v. Dr. Moritz 

V. S t u b e n r a u c h u n d Dr. L d u a r li v. T o ni a s c h e k. 

Maria Theresia untl der Geist ihrer Reuderun^'. S. 3.2 33. 

9. In den Monumenta Oernianiae historica medü aevi. 

^Abschriften und Kollationierungen päpsti. und kaiserL Briefe aus ob- 

dercnnsischen Klostern. 

10. Beiträge für das L' r k u n d e n b u ch des Landes ob der Enns*. 

12. In der Wiener Zeitung. 
An die deutschen KatiioUken. Juli 28, Nr. 207, Beilage. 



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86 



III. Aufsütze, Abhaitdluni^en, Anzei^n, Berichte, Mitteilnnireii In den PnUl* 
katione» der Kais. Akademie der Wiaseauli. in Wien, ykUos.-IÜ8lor. KlaiM. 

I. In den SItzunsrsberIchten der KaiserL Akademie der Wissen- 

Schäften.') Philosophisch-Iiistorische Klasse. Wien. Aus der 
k.k.Ho{- und Staatsdr uclcerei. InKommission bei W.Brauiiiüller.S'*. 

Erster Band. 1848.*) 

Vorb'ag in der Sitzung der ii!stor.-pliilolog. Klasse am 24. Nov. 1847 fiber 
die Aufgaben der Akademie. 1. Heft, S. 59—64. [S. 3 S ] 

Programm der Hist. Kommission. (Sitzung am 22. Dez. 1847.) 1. H., S. 72—77. 
IS. 16-21.] 

Vorträge: 1. Über die hist. Vereine und [Vovinzialmusern und die 
wünschenswerte Verbindung mit denselben. 2. Über Firnhaber's hisi. Aufsati: 
Vincenzo Guldoto's Gesandtschaft am Hofe König Ludwig's von Ungarn 1523 
bis 1525 und Karajan*s Leistungen. (Sitzung vom 5. Jänner 1848.) 1. S. 80—85. 
|S. 24-29.) 

Vorschlag zur ersten hist Preisaufgabe. (Sitzung vom 12. Jinner 1848.) 

1. H., S. 89 90. (S. 33 - 34.] 

Vürsclila^ /II einem C-. ; I:is von fünf consecutiv auszuschreibenden Preis- 
Aufgaben. (Sitzung vom 28. janner 1048.) l.,Heft, S, 97 - 103. Vergl. 1. H., S. 43-47. 
IS. 41-48.] 

Vortrag über Dr. RöBler's BeariMitung der »Notitia bonorum ecclesiae 
Frisingensis« und Qber das erste Heft des > Arcliivs«. (Sitzung vom 16. Febr. 1848.) 

2. Heft» $.7-13. [S. 50-57.) 

Uber die Pflege der Geschichtswissenschaft in Österreich. (Sechs Vorträge.) 

2. Heft, S. 16-3f). 90^108; 3. H., S. 54 -86 ; 5, H., S. 55-81; 4. Bd. 1850, 
S. 29-49, 122 143. |S. 60 - 80. 131 149, 197 - 228, 345 -372.J Auch besonders 
abgedruckt. 39, 32, 27, 21, 21 S. 8'. 

Bericlit über die Erfolge der durch die Hist. Kommission getroffenen 
Einleitungen. (Sitzung vom 23. Febr. 1848). 2. Heft» S. 38-42, iL (Sitzung vom 
22. März 1848.) S. 60-65. [S. 82-85. 103-106.] 

Vorsciilag zur Stiftung eines hist.-arcliIolog. Vereines in Wien. (Sitzung 
vom IZ April 1848.) 2. Heft, S. 85-87; 3. H., S. 33-38. [S. 127-129. 177-182.] 

I iterarisi lu- Berichte über historische Arbeiten auf dem Felde deutscher 
Oeschiihte. 4. Heft, S. 10 43. (Sitzung vom 4, Okt. 1848). [S. 273-295.J 
Aucli Ijcsonders abgedruckt. 25 S. S . 

Bericht fiber eine Actensendung des hoben A^inisteriums des Innern, rüde- 
sichtlich bist. JVlaterialien ffir d. Hisi Comm. der Kais. Alcad. d. Wissenschaften 
in Wien. 5. H., S. 4-9. (S. 297 - 302.) 

Kleinere historische Mitteilungen. (Sitzung vom 6. Dez. 1848.) 5. Heft, 
S. 25-38; 2. Bd. 1849. S. 23 34,46 102,142 187,207-211,360 406. 427 491 ; 

3. Bd. 1849. S. 12-48, 32u jhb. (S. 317-330.J Auch besonders abgedruckt 
unter dem Titel: Hist. Mitteilungen. 



) Linige ganz kurze Berichte, Anträge etc. wurden übergangen. 

*) Der erste Band der Sitzungsberichte erschien In zweifaclier Ausgabe; bei 
der reichhaltigeren Ausgabe sind die Hefte einzeln paginiert, die andere bat 
eine durchgängige Paginierung, auf die wir bei den folgenden Beitrigen Chmels 
innerhalb der eckigen Klammern Rucksicht nehmen. 



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87 



Zweiter Band. 1849. 

Bericht nber ein hist. Maniiscript: Beiträge zur neueren Geschichte aus 
unbenutzten Handschriften, gesammelt von Matthias Koch. (Sitzung vom 
3. Jänner 1849.) S. 3-5. 

Bericht und Antrag fiber Dr. Andreas v. Meiller's Werk: ^Die öst. Landes- 
ffinten aus dem Oeschlechte der Babenberger, nachgewiesen aus Urkunden und 
Saalbüchern.« (Sitzung vom 10. Jänner 1849.) S. 11-23. 

Bericht ijber zwei Manuscripte von JViax. Fischer, Chorherrp v<m Kloster« 
neuburg. ( Einstige Klöster und Ortschaften Im Linde imt^^r der Enns aus dem 
Klosterneuburger Archiv nachgewiesen und »Beiträge zu den lateinischen und 
deutschen Glossarien ue:> Mittelalters süddeutscher Zunge aus den Kloster- 
neuburgschen Archivschriften .) (Sitzung vom 7. März 1849.) S. 221—222. 

Berieht fiber die Leistungen der Hist. Commission Im ersten Jahre Ihrer 
Wirksamkeit (1848). (Sitzung vom 14. März 1849.) S. 244 247. 

Bericht über die Einsendungen des Hist Vereines für iCämten. (Sitzung 
vom 18. April 1849.) S. 357-360. 

Dritter Band. 1849. 

Bericht und Antrag über eine Abhandlung von Dr. Gustav Heider: »Ober 
Tiersymbolik und das Symbol des Löwen in der christl. Kunst* (Wien 1849^ 
und die zu unterstützende Arbeit über »Die romanische Kirche zu Schöngrabern 
und ihre Sculpturwerkc . (Sitzung vom 13. Juni 1849.) S. 6 12. 

Bericht über üeschichtsquellen für Tirol und Antrag aui Vermehrung der 
der Hist. Commission bewilligten Bogenzahl ihrer j&hrlichen Pubiicatlonen 
(150 statt 100). (Sitzung vom 3. Okt 1849.) S. 115-129. 

Bericht über die Leistungen des Hist. Vereines zu Bamberg, insl)esondere 
über die »Quellensamnihing für fränkische Geschichte«, herntisn.e(^eben von 
dem Hist. Vereine zu Bamberg . Baireuth, 1S49. 2 Hefte. S . (Sitzung vom 
31. Okt. 1849.) S. 183-216. Auch besonders abgedruckt. 34 S. 8". 

Bericht über das Werk »Quellen und Forschungen zur vateründischen 
Geschichte, Literatur und Kunst«. (Sitzung vom 28. Nov. 1849.) S. 283--300. 
Auch besonders abgedruckt. 18 S. 3". 

Bericht über die Zeitschrift des Hist. Vereins für Innerösterreich, Heft 1, 
und über das von Palackv herausgegebene Archiv iesky« (20 Hefte) und 
Antrag auf Obersetzung einiger wichtigen Urkunden dieses Archivs* und auf 
die Verstärkung der Hist. Kouunission durch Beitritt des Herrn Schafafik und 
Palacky. (Sitzung vom 12. Dez. 1849.) S. 407—425. 

Vierter Band. 1S3{). 

Schreiben an Herrn Palacky in Angelegenheit der Hist. Kommission. 
(Sitzung vom 16. Jänner 1850.) S. 55 64. 

Fünfter Band. 1S50. 

Antrag der Hist. Kommission, einige ausländische hist. Vereine mit den 
Schriften der Klasse zu betheilen. (Sitzung vom 9. Okt. 185Ü.) S. 209—212. 

Bericht über Kink's Bearbeitung des Codex Wangianus. (Sitzung vom 
9. OkL 1850.) S. 356-360. 

Bericht fiber die von ihm im f rfibjahr und Sommer 1850 unternommene 
literarische Reise. (Sitzung vom 9. Okt. 1850), S. 361—450; (Sitzung vom 
13. Nov. ISSO), S. 591- 728: 6. Bd. (Sitzung vom 8. Jänner 1851), S. 44-100. 
Auch besonders abgedruckt. 288 S. 8'. 



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88 



>Eine Hypothese.« (Sitzung vom 4. Dez. 1850), S. ä06-816. Auch be- 
sonders abgedruckt. 11 S. 8". 

Vorwort zu Jäger's Aufsatz: Ober die den Kardinal und Bischof von 
Brixen, Nicolaus v. Cusa, betreffenden Oeschichtsquellen in den Tiroler Archiven. 
(Sitzung vom 11. Dez. 1850.) S. 868-860. 

Sechster Band. 1861. 
> Habsburgische Exkurse.« (Sitzung vom 12. März 1851) S. 240 -277; 
7. Bd. (1851), (SitzunjT vom 25. Juni 1851), S. 94-134 ; 8. Bd. (1852), Sitzung 
vom 4. Febr. 1852), S. 54-112; 9. Bd. (IS53), (Sitzung vom 14. Juli 1852), 
S. 254-305; 11. Bd. (1854), (Sitzung vom ö. Juli 1953), S. 183-241; 18. Bd. 
(1856), (Sitzung vom 14. Nov. 1855) S. 63—114; 25. Bd. (1858), (Sitzung vom 

4. und 11. Nov. 1857), S. 161-212; 28. Bd. (1858), (Sitzung vom 13. Okt 1858), 

5. 473-S36. Auch besonders abgedrucict. 39, 4% 60, 54, 61, 54 S. 8*. 

Siebenter Band. 1851. 
Mittheitung eines Schreibens von fferrn Dudik aus Stockholm vom 

24. Juni 1851. (Sitzung vom 16. Juli 1851.) S. 238 - 242. 

Bericht über zwei lit. Reisen, eine kleine ini Irilandc, eine ^oRe im Aus- 
lande. (Sitzung vom 29. Okt. 1851.) S. 656-682. Auch besonders abgedruckt. 
28 S. &'. 

Achter Band. 1852. 
Versuch einer Begründung meiner »Hypothese« über den Ursprung des 
»Privilegium majus« von 1156. (Sitzung vom 12. Mai 1852.) & 435—481. Auch 
besonders abgedruckt 48 S. 8*. 

Neunter Band. 1853. 
Zur Streitfrage über den Ursprung des Fridericianiim majus von 1156. 
(Sitzung vom 10. Nov. 1852.) S. 616 - 642. Audi besonders abgedruckt. 29 S. 8», 

Zehnler Band. 1S53. 
Beiträge zur Lösung akademischer Autgaben. (Sitzung vom 23. Febr. 1853.) 
S. 206-258; 11. Bd. (1854), (Sitzung vom 30. Nov. 1853), S. 871—053. Auch 
besonders abgedruckt. 55, 85 S. 8". 

Dreizehnter Band. 1854. 
Die Pflege der Geschichte und Statistik in Österreich seit dem Jahre 1848. 
(Im Auszuge.) (Sitzung vom 14. Juni 1854.) S. 4-7. 

Neunzehnter Band. 1^. 
Über den zweiten Bericht an S. E. den Herrn Minister des Innern über 
die Literatur im österr. Kaiserstaate im Jahre 1834. (Sitzung vom 13. Febr. 1856.) 
S. 163-165. 

Zwanzigster Band. 1856, 
Das Recht des Hauses Habsburg auf Kärnten. (Sitzung vom 26. März 1856.) 
S. 169-184. Auch besonders abgedruckt. 18 S. 8". 

Zweiundzwanzigster Band. 1857. 
Bericht über den Fortgang einiger akademischer Unternehmungm, namenl- 
lieh der »Monumenta Habsburgica-. (Sitzung vom IZ Nov. 1856.) S. 29—90. 
Auch besonders abgedruckt. 64 S. 8". 

Dreiundzwanzigster Band. 1857. 

Die österreichischen Freiheitsbriefe, (Sitzung vom 15. April 1857.) 
S. 517-574. (Sitzung vom 2^ Juni 1858), 28. Bd. (1858) S. 91—126. Auch be- 
sonders abgedruckt. 60, 38 S. 8', 



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89 



SecbsimilzwaiizifBter Band. 1858. 

Studien zur Geschichte des 13. Jahrhunderts. (Sitzung vom 10. Mirz 1858.) 
S. 3 56. Au€h besonders abgedruckt. 56 S. 8*. 

2. In den »Fontes rerum Austriacarum«. 

Österreichische Geschichtsquellen. Herausgegeben von der Hist. Kommission der 
Kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Wien. Ans der k. k. Hof- und 

Staatsdruckerei. 8*. 

Urkunden zur Geschichte von Österreich, Steiermark» Kirnten, Krain, 
Oörz, Triest, Istrien, Tirol. Aus den Jahren 1246 bis 1300. Aus den Originalen 
des kais. kön. Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Zweite Abteilunj». Diplomataria 
et Acta. I. Bd. Diplomntantim miscelliini seculi XIII. 184y. CIX und 320 S, 

Urkunden, Briefe und Aktenstucke zur Geschichte der Habsburgischen 
Fürsten K. Ladislaus Posth.« Erzherzog Aibrecbt VI. und Herzog Siegmund 
von Österreich. Aus den Jahren 1443—1473. Aus Originalen oder gleich- 
zeitigen Abschriften. (Meist des k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchivs.) Zweite 
Abtheilung. Dfptortiataria et Acta. II. Bd. Dipiomatarium Habsburgense secuii XV. 
1850. LXXV und 454 S. 

3. Im Notizenblatt . 

Beilage zum Archiv für Kunde österrcichisrlier Opschichtsquellep . I leraus- 
geg'eben von der HistoMsclien Kouimission der Kais». Akademie ik'r Wissen- 
schaften in Wien. \)k len. Aus der kais.-königl. Hof- und Staatsdruckerei. 8 '. 

Erster Jahrgang. 1851. 

Vorwort. Nr. 1, S. 1 2. 

Eilfter Bericht des Museums Francisco-CaroUnum in Linz. 1850. Nr. 1, S. 3—4. 
Carlo Cerri: Straßen* und Postkarte von Italien. Wien 1850. Nr. 1, S. 4—5. 
C. Halm (In München) : Zur Handschriftenkunde der Ciceronischen 
Schriften. 1850. Nr. 1, S. 5. 

Über die österreichischen Ocschichlsijuellen . Nr. 1, S. 6-7. 
Über die iMonumcnta Habsbur^nca . Nr. 1, S. 7—8. 
1307, 5. Februar. H. Friedrich. Nr. 1, S. 9. 
1301, 28. Juni. H. Rudolf. Nr. 1, S. 9-10. 

1303» 13. Dezember. HH. Rudolph, Friedrich, Leopold (Teck). Nr. 1, S. 10. 
1307, 15. Mirz. H. Friedrich (Voitsberg). Nr. U S. 11. 
1307, 6. Mai. H. Friedrich r*V iHau und Chyau). Nr. 1. S. 11 12. 
1314, 31. Mai. Türkhelm im Elsaß (Herzoge von Östcrr.) Nr. 1. S. 13 -14. 
Die schwäbische Familie der Waüsec . Anm. unter d. Striclie, Nr. 1, S. 16. 
Mittheiiungen des Hist. Vereines für Steiermark. Gratz 1850. 1. Heft. Nr. 2, 
S. 17-20. 

Ketblittger: Geschichte von Melk etc. 1851. Nr. 2, S. 20-22. 

M. Borgnet: Philippe II. et la Betgique. (1555 bis 1598.) 1851. Nr. % 

S. 22-23. 

Lepsius: (ieschichte der Hisciiofe des Hochstifts Naumburg vor der Re- 
formation etc. 1. Theil. IS-k). (Mit einer Urkunde des Bischofs Berthold II. für 
die St. Peterskirche in Zeitz, vom Jahre U%.) Nr. 2, S. 23-27. 

1301, 20. Mai. Herzoge von Österreich (Pfiri). Nr. 2, S. 27-28. 

1310, 26. April. H. Friedrich (Frauenkloster Tuln). Nr. 2, S. 26-29. 

1316, 4. Dezember. Margarethe von Lanzberg (Amt Kiburg). Nr. 2, S. 2Q -30. 

1322, 23. Mai. Die Bruder Schurberg für H. Otto. Nr. 2, S. 30-31. 



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Handschriften fiber das Basler Konzil in Ulm, Melk» Müncbeo, Stuttgart, 
Basel. Nr. 2. S. 32. 

B. Duilik : iV\ährens Geschichiäqueilen. 1. Bd. Cerruni's Handschriften- 
Sammlung. Brfinn 1850. Nr. 3^ S. 33-35. 

j. C Schüller: Das k. k. geti. Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, als 
Quelle siebenburg- Fürstengeschichte. Hermannstailt 1850. Nr. 3, S. 35 — 37. 

Urbar der (ehemaÜK'en) Staatsherrschaft Falkenstein (im Müblkreise) vom 
J. 157Ü. Nr. 3, S. 37 43; Nr. 4, S. 51-57; Nr. 5, S. (>6-74. 

1313, 29. September. Stadt Ulm (an Österreich). Nr. 3, S. 43—44. 

1315, 26. Mirz. Vermittlung zwischen K. Friedrich und einigen Anhängern 
Ludwigs von Baiem. Nr. 3» S. 44 - 45. 

1316, 13. August. Oralen von Wirtenberg mit K. Friedrich. Nr. 3. S. 45—46. 
Nachträge zu Lichnowsky: Regesten der habsburgischen Ffirsten. (Von 

1361- 13Q7) Nr. % S. 46-47; (von 1399-1422) Nr. 4. S. 60-61. 

Nachtr.itje zur Geschichte K. Friedrichs IV. etc. etc. Von Jos. Chmel. 
2 Bde. (lianiburg 1840 bis iö43.) Nr. 3, S. 47-4S. 

Mutheilungen des Histor. Vereines für Krain. Jahrgang 1850. Nr. 4^ S. 49^51. 

Allgemeine Bemerkungen über einen Codex diplomaticus Austriae in- 
ferioris. Nr. 4, S. 61-62. 

Angabe einiger bandschriftL Sammlungen zur Geschichte von Selten» 
Stetten. Nr. 4, S. 63. 

Altenburg Kloster (150 Urk. kopiert) Nr. 4, S. 63. 

Handschriften In der Bibliothek des Stiftes Neukloster (Cisterzienser) in 
Wiener-Neustadt. Nr. 4, S. 63-64. 

Geschichte und Verhandlungen der Gesellschaft des böhm. Museums in 
den Jahren 1846 bis 1850. Prag 1851. Nr. 5, S. 65-66. 

Einleitung zu W. Bi^lsky's Arbeit: Nachträge (und Bemerkungen) zu 

V. Meiller's Rr^rcsten. Nr. 5, S. 75. 

Zur Geschichte *)os ilcnlscficn Kaiserreiclics. Nr. 6, S. 85—86. 

1308, 6. Dezember- ii. Leopold (Teck). Nr. 6, S. 93-95. 

1315, 20. Jänner. Erzblschof Peter von Mainz (K. Ludwig). Nr. 6, S. 95-96. 

Verzeichniss von 283 Original-Urkunden Im Franzens-Museum zu Brünn, 
die sich auf «Österreich^ (Erzherzogthum) beziehen. Nr. 7, S. 106—111; Nr. 8^ 
S. 119-123. 

Volkslied über den Aufruhr der windischen Bauern in Kärnthen, Steier- 
mark etc. 1516. Nr. 7, S. III -112. 

Maximilians I. Ansichten über Regentenweisheit. (Gedicht: »Gespräch der 
Vögel.«) Nr. 10, S. 153-156. 

Herzogenburger Constitutions-Urkunde von 1378. Mitgeteilt von Bi^Isky, 
mit Bemerkungen von Chmel. Nr. 10, S. 158-160. 

Pertz: Arcliiv der f lesellschaft für ältere deutsche Geschichtskiinde etc. 
X. Bd., 4. I idt (Wattenbach : Heise nach Österreich in den Jahren 1847 bis 1849). 
Hannover is^l. Nr. 14. S. 20y— 212. 

Die Kegimentb-Kälhedes Niederusterreichischen Regiments. Von 1529 — 1657. 
Die Cammer-Räthe der NIederösterreicbischen Kammer. Von 1539—1606. Aus 
dem Friedeshaimlschen Wappen- und Regentenbuche in der Bibliothdc des 

Klosters Göttweig. (Nr. 629. 630 und 631, 3 Bde. in 4 .) Nr. 14, S. 212-224; 
Nr. 15, S. 228- 240; Xr. 16, S. 241-251; Nr. IT, S. 203 2()S. 

Allgemeine Bemerkungen über den HisU Atlas für Alt-Österreich«. Nr. 17, 
S. 268- 269. 



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91 



Zur Geschichte der Stadt Friesach in Kämthen. Nr. 18, S. 277-283; Nr. 19, 
S. 294 298; Nr. 20, & 310-314; Nr. 21, S. 325-328; Nr. 22, S. 337-341; 
Nr. 23, S. 354-361. 

Abhandlunf^en der K. böhm. nescilschaft der Wissenschaften. Fünfter 
Folge sechster Band. 1848—1850. i^rag 1851. Nr. 1^, S. 28^—294. 

Hiltor. VereiQ in MAnchen: Oberbaieriscbes Archiv fnr vaterl. Geschichte. 
Xli. Bd., 1, Heft. München 1851. It dreizehnter Jahresbericht des Hisi Vereines 
(1850). Nr. 21, S. 321-325, 

Dr. Pr. Wiinmer: Vertraulicher Briefwechsel des Kard. Otto, Truchseß 
von Waldburg, Bischofs von Augsburg, mit Herzog Albrecht von Baiern. 1851. 
Nr. 23. S. 353- 354. 

Solothum: Urkundio etc. 1. Bd., 1. Heft. 1851. Nr. 24» S. 360-371. 

Zweiter Jahrgang. 1852. 

J. Ed. Jörg: Deutschland in der Revolutionsperiode von 1522—1526 etc. 
Freibiir^^ im Breisgau 1851. 8". — »Nachträge dazu aus dem Wiener Haus-, Hof- 
und Staatsarchiv aus den Jahren 1522 bis 1524. Nr. 2, S. 17-25; Nr. 3, S. 36-43; 
Nr. 4^ & 52—58; Nr. 6^ S. 81-87; Nr. 7, S. 97-103; Nr. 8» S. 113-118; Nr. 16^ 
S. 241-254; Nr. 17, S. 257 - 262; Nr. 18, S. 273-279. 

Auszfijje aus einem Kanzleibuclie (Konzeptensammlung) K. Frledrich's IV. 
Vom Jahre 1478. Nr. 3, S. 43-48; Nr. 4, S. 58 - 64; Nr. 6, S. 93-96; Nr. 7, 
S. 110-112; Nr. 8, S. 118-124; Nr. 9, S. 138-144; Nr. 10, S. 157-160; Nr. 11, 
S. 172—176; Nr. 12, S. 183-18Q; Nr. 20, S. 317- 320; Nr. 22, S, 340-350; 
Nr. 23, S. 361—368; Nr. 24, S. 377-384. 

Geschichte und ' Beschreibungr der Prager Universitäts-BibÜcthek. Von 
J. Hanslik. Prag 1851, 8 . Nr. 4, S. 49. 

Schriften der hislorisch-statisttschen Section der K. k. inährisch-schlesischcn 
Oesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und I nm^pskunde. Brünn 1851, gr.-8'. 
1. Heft. Die Olmützer Chronik. (1619, 1620.) Nr. 4, S. 49-50. 

Schreiben Herzog Albrechts V. (c. 1420?) an den Papst über Ablösung 
von Zmsen. Nr. 12, S. 19Z 

Schreiben an Kdnig Maximilian (II.) von Primus Traber und ffir ihn. 
Nr. 13, S. 199—208; Nr. 14, S. 213-224. 

Die Salzbur^nT Diöcese im fünfzehnten Jahrhunderte. Nr. 17, S. 265— 272; 
Nr. 18, S. 279-288; Nr. 19, S. 289 -291. 

>Zur österr. Adelsgeschichte. Urkunden zur Geschichte der Herren von 
Wallsee. Nr. 20, S. 313—317; Nr. 21, S. 329 -336; Nr. 24, S. 374-377; dritter 
Jg. (1853): Nr. 1, S. 6-U. 

Die Olockeninschrift von Feldbach in Steiermark. Schreiben des Frei- 
herm von Hammer-Purgstatl. Bemericung der Redactton. Nr. 21, S. 321—323. 

Dritter Jahrging. 1853. 

Register der Ehiicfinfte des Bischofs von Passau von den Besitzungen in 

Österreich, im ersten Viertel des vierzehnten Jahrhunderts. Nr. 1, S. 12—16; 
Nr. 2, S. 27^32; Nr. 3, S. 40 45 ; Nr. 4, S. 57 -64; Nr. 5, S. 75-88; Nr. 6, 
S. 92-96; Nr. 7, S. 112-118; Nr. 8, S. 142-150; Nr. 9, S. 162—176; Nr. 10, 
S. 193—200. 

Forschungen in Schweden ffir mährische Geschichte. Im Auftrage des 
hohen mährischen Landes- Ausschusses im Jahre 1851, unternommen und ver- 
öffentlicht von Doctor Beda Dudik (Benediktiner von Raygern). Brünn 1852. 
Druclc von K. Winilter. Nr. 3^ S. 33 40. 



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92 



Urkundenbuch des I.aniles ub lier Enns. Herausgegehen vom Verwaltungs- 
Ausschusse des Museums Prancisco-Carolinuni zu Linz. I. Bd. Wien 1S52. Aus 
der k. k. Hof« und Staatsdruckerei. Nr. 6, S. S9. 

Urkundenbuch für die Geschichte des Benediktinerstiftes Kremsmünster, 
seiner Pfarrelen und Besitzungen vom Jahre 777^1400. Im Auftrage des 
P. T. hochw. Herrn Abtes Thomas Mitterndorfer, bearbeitet von P. Theodoiich 
Hagn, Stiftsarchivar. Oedruckt in der k. k. Hof> und Staatsdruckerei in Wien, 1852. 
Nr. 6, S. 89 92. 

MeiRau'sche Herrscfnf<* n und Erträgnisse im 14. Jahrhundert Nr. 6, 
S. 97-104; Nr. 7, S. lH) 128; Nr. S. S. 150 152. 

Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Herausgegeben von dem 
Landesarchiv zu Karlsruhe, durch den Direktor desselben F. J. Mone. I. Bd. in 
4 Heften. Karlsruhe 1850; 11. Bd. 1851: III. Bd. 1852; Nr. 7, S. 105-112; Nr. 8. 
S. 129-137. 

Noch efnmal die Glocken-Inschrift in Feldbach. (Aus einem Schreiben des 
Herrn Professors Hdfmann in Qratz.) Bemerk der Red. Nr. 8» S. 137—142. 

Briefe von Ki'p^qt. Nr. 9, S. 153 lö2. 

Auszug aus den Handschriften-Verzeichnissen der Bibliotheken zu Stutt- 
gart und Basel. Nr. 10, S. ia6-ig2; Nr. 11, S. 201-212. 

Salzburgische Urkunden und Urkunden-Auszüge von 1440 bis 1457 am 
dem k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv. Nr. 11, S. 212-219; Nr. 12, S. 225-228; 

Nr. 13, S. 243-254; Nr. 14, S. 267- 276; Nr. 15, S. 285-289; Nr. 16, S. 297— 303; 
Nr. 17, S. 321-329; Nr. 19, S. 361-368; Nr. 20, S. 385-393; Nr. 21, S. 409-416; 
Nr. 22, S. 425-428; Nr. 24, S. 473—479. Vierter Jahrg. 1854: Nr. 1, S. 1 9; 
Nr. 2, S. 25- 37; Nr. 10, S. 230 232; Nr. 11. S. 251-256; Nr. 13, S. 289 294. 

Zins- und Dienst-Buch der Grafschaft Litschau. Anno 1369. Nr. 13, S. 
255-264. 

Ober Nationalgeschichte und den gegenwärtigen Stand ihrer Pflege in 
Österreich. Von Jos. Alex. Helfert. Prag 1853. Nr. 15, S. 281 285. 

Aus einem Rationarium uiul Diploniatnrium der Grafen von Görz. Aus 
den Jahren 139S mul 14()2. Nr. 13, S. 290 2%; Nr. 16, S. 311—320. 

Urkunden und Briefe zur Geschichte Herzog Aibrechts V. (als König 
Albrechts II.). Von 1411 — 1437. Aus dem k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv. 
Nr. 16, S. 303-311 ; Nr. 17, S. 329-336; Nr. 18, S^ 352-360; Nr. 19, S. 378-384; 
Nr. 20, S. 405-408. 

Vierter Jahrgang. 1854. 

Das Lehenbuch Königs Ladislaus Posth. fQr Österreich ob und unter der 
Enns. (In aiphabet. Ordnung.) Nr. 1, S. 15-24; Nr. 2, S. 41-48; Nr. 3, S. 65 72; 

Nr. 4, S. 89 -96; Nr. 5, S. 113-120; Nr. 6, S. 137—144; Nr. 7, S. 161168; 
Nr. 8, S. 1S5-1<>2; Nr. 9, S. 209-216; Nr. 10, S. 233-240: Nr. 11, S. 257 264; 
Nr. 12, S. 281-288; Nr. 13, S. 305 312; .Nr. 14. S. 329 336; Nr. 15, S. 353- 360; 
Nr. 10, S. 377-384; Nr. 17, S. 401-408; Nr. 18, S. 425 432. 

Einleitung zur Arbeit Valentinelli's : < Zur Geschichte der Patriarchen von 
Aquileja.' Nr. 3, S. 49 - 50. 

Urkundliche Beiträge zur Adelsgeschichte. I. Die Herren von Wallsee 

im H.Jahrhunderte. Nr. 4, S. 79—88; Nr. 5, S. 100 -108; Nr. 6, S. 125-132; 
Nr. 12, S. 278-2S0: Nr. 13. S. 294 -296; Nr. 14, S. 316 321 ; Nr. 15, S. 337 -345; 
Nr. 17, S. 385- ] H); Nr. 19, S. 433-437; Nr. 22, S. 531 - 536 ; Nr. 23, S. 549 -568; 
Nr. 24, S. 589-607. 



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93 



Adenstfidce zur Geschichte der Gesandtschaft, welche K. Maximilian II. 

im Jahre 1567 an die Könifrin Elisabeth von Cngland abgescJiickt" hat. Nr. 7, 
S. 145-160; Nr. S, S. Ui9-lS4; Nr. Q, S. 200 208; Nr. 10, S. 217-219. 

Vor Vernichtung Gerettetes. Nr. 10, S. 222 -23ü; Nr. 16, S. 361 371. 

f ürstenbriefe usw. aus dem 15. Jahrhunderte, unter der Regierung K. 
FriedHcfa's IV. (Im Oertnanischen Museum zu Nürnberg und im Archiv zu 
Müncben die Originale oder die Abschriften.) Nr. 18, S. 417--424; fünfter 
Jg. 1855: Nr. 4, S. 83-88; Nr. 7, S. 158-160; Nr. 9, S. 202-208; Nr. 10, 
S. 222-232; Nr. 11, S. 249 - 256; Nr. 12, S. 278 - 280. 

Vorerinnerung zur Literatur Nr. 20, S. 457-458. 

Kriegerische Ereignisse im Herzogthume Sal/burg in den Jahren l8fN1. 
Ibüb und \S0^. Gearbeitet von Anton Ritter v. Scliailhanimer, k. k. Hauptmann. 
Mit drei Karten und zwei Stahlstichen. Salzburg 1854, in Commission der 
Mayr'schen Buchhandlung. 8'. VI und 592 S. Nr. 20» S. 458-461. 

Die Besitzungen des Benedilctlnerlclosters Nieder-Altalch in der Passauer 

Diözese. Nr. 20, S. 473-4S0; Nr. 21, S. 505 -512; Nr. 22, S. 537- 544; Nr. 23, 
S. 569—576; fünfter Jg. 1855. Nr. 4, S. 89- 96; Nr. 5, S. 113—120; Nr. 6, 
S. 137- 144; Nr 7, S. 161-168; Nr. 8, S. 185-192; Nr. 9, 8.209 - 216; Nr. 10, 
S. 233-240; Nr. 11, S. 257-264; Nr. 12, S. 281-288; Nr. 13, S. 309 312; 
Nr. 14, S. 329 - 333; sechster Jg. 1856: Nr. 15, S. 353 - 360; Nr. 16, S. 377—384; 
Nr. 17, S. 401-406; Nr. 18, S. 425-432; Nr. 19, S. 449-456; Nr. 20, S. 473-480; 
Nr. 21, S. 505- 512; Nr. 22, S. 537-544; Nr. 23, S. 569-576; Nr. 24, S. 603-608. ' 

Die Stadtredite von Brünn aus dem XIII. und XIV. Jahilitradert . . . von 
Emi! Franz RÖßler . . . Mit fünf Steindrucktaf. (Vorstellungen aus den Rechts- 
hüchern). Prag 1852, J. ü. Calve'sche Buchhandlung Fricdr. Tempsky. 8'. XXIV, 
CXXXI und 432 S., 1 Blatt Nachträge und Berichtigungen. Nr. 21, S. 461-48Z 

Hofmarch- und Lanndtgerichts-Puecbl der Herrschaft Wartenbnrg Im 
Unde ob der Enns. 1611. Nr. 21, S. 484-496. 

Voilstäniiige Topographie der Karlstädter Militär-Orenze in Kroatien, . . . 
von Franz Julius Fras ... 2. Aufl. Agrani 1S50. Gedr. und im Verl. hei Franz 
Suppan. in Leipzig bei F. A. Herbig. In Wien bei F. Tendier und Comp. 
XIX und 426 S. 8", dann 11 Bl. Subskribentenverzeichnis. (553.) Nr. 22, 
S. 513-515. 

(Zur Austria sacra.) Die Kirchen der Stadt Krakau. Eine Monographie 
Eur Oeschicbte und Kirchengeschichte des einstigen Königreichs Polen. Von 

Dr. Konstantin Wurzbach . . . Wien 1853. Druck und Verl. der Mechitaristen- 
Kongregations-Buchhandlung. In 8^ XIV und 402 S. (S. 380-402 Inhalt, das ist 
Register.) Nr. 23, S. 545 540. 

Lungau, historisch, ethnographisch, statistisch . . . von Ignaz v. Kürsinger, 
. . . Inglorius, dum utilis. JVUt artistischen Beigaben. Salzburg 1853. In Commission 
der Oberer'schen Buchhandlung. 785 S. in 8 '. Nr. 24, S. 577—589. 

Fünfter Jahrgang. 1855. 

Pflege der Geschichte und Statistiic in Österreich seit 1848. Nr. 1, S. 1—9; 
Nr. 2, S. 25-36: Nr. 3, S. 49- 64; Nr. 4, S. 73 83. 

Relazione dell' Ambasciata estraordinaria inviata net 1763 daila Kepublica 
dl Venezia in Inghilterra per lo avvenimento al trono del Re Giorgio III. 
Venezia 1854 dalla tipografia dl F. A. Perini. 43 pp. in 8*. Nr. 5^ S. 97-9a 

Der Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt im Felde und am Hofe in 
Spanien 1695 bis 1701. Nach den Urkunden dargestellt von Heinrich Künzel. 



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(Im 1. H. des 8. ßdes. des Archivs für hessische Geschichte «nd Altertiinms- 
loindc. Artikel III. 1S54. S. 65-200.) Nr. 5, S. gS-102. 

Mittheilungen der ( jeschichts- und Alterthumsforschenden Gesellschaft des 
Osterlandes zu Altenburg. Von 1841—1848, 2 Bde. in 7 Heften. Nr. 6, S. 121-131. 

Das Bischofs- und Dienstmannenrecht von Basel in deutscher Aufzeichnung 
des XIII. Jahrb. Herausgegeben von W. Wackemagel. Basel 1852; In der Scbweig- 
hauser'schen Universitäts-Buchdruckerei. 43 Seiten 4*. Nr. 7, S. 145—146. 

Beiträge zur vafcriänd. Geschichte. Herausgegeben von der Hist. Gesell- 
schaft zu Basel. 4. Bd. 1850. XI und 404 S. in 8^ 5. Bd. 1S54. X und 318 S. 8". 
Schweij^haiiser'sche V'erlagsbiiclihaiuilunpf. Nr. 7, S. 146 — 154. 

Ba&ler la^chenbuch auf das Jahr 1853. Herausgegeben von Dr. Wilhelm 
.Theodor Streuber. 4. Jahrgf. Basel 18^. Schwefghauser'sdie Verlagsbachhandlung. 
Vlll und 207 S. in 12". Nr. 7, S. 155-158. 

Die Zeit Constantins des Großen. Von Jak. Burckbardt Basel 1853. Druck 
und Verl. der Schweighauser'schen Verlagsbachhandlung. VII und 512 S. in 8*. 
Nr. 7, S. 15S. 

Zeitschrift des Vereins für thüringische Geschichte und Alterthumskunde. 
1. Bd. in 4 Heften. Jena 1852 bis 1854. Friedr. Frommann. 450 S. In 8^ Mit 
lithogr. Tai Nr. 11» S. 241-247. 

Zwei Programme als Einladnngsschriften zu den General- Versammlungen 

des Vereins für thüringische Geschichte und Alterthumskunde in den Jahren 1853 
und 1854. Vom Justizrath und Professor Michelsen. 1. Der Mainzer Hof zu Erfurt. 

1853. 46 S. in 4°. Über die Ehrenstücke und den Kautenkranz als hist. Probleme 
der Heraldik. 1854. 43 S. in 4 . Nr. 11, S. 247 -248. 

Michelsen: Specimen Codicis diploniatici Jenensis. 1852. 16 S. in 4'^ Nr. 11, 
S. 248—249. 

Rechtsdenimiale ans Thüringen. 1. Uef. Namens des Vcrans für thfiringiscfae 

Geschichte und Alterthumskunde, herausgegeben von A. L. J. Michelsen. Jena 185Z 
Friedr. Frommann. 100 S. 8". 2. Uef. Jena 1853. S. 101—198. 8». Nr. 1^ 

S. 265-267. 

Michelsen; Die Hausmarke. Line germanistische Abhandlung. Mit drei 
lithogr. Taf. Jena 1853. Fr. Frommann. 68 S. gr.>8*. Nr. 12; S. 267. 

Codex Thurfngiae diplomaticns. Sammlung ungedruckter Urkunden zur 
Geschichte Thflringens. 1. Lief. . . . von A. L. F. Michelsen. Jena 1854. Fr. From- 
mann. % S. In 4". Nr. 12, S. 267—268. 

Codex diploniaticus et epistolaris Moraviae. Tom. V. VI. (Chytil.) 1850; 

1854. Nr. 13. S. 2SQ-2t)5. 

Die Landtafel 'ic^ .Warkj^rafthunis Mähren. 1. Lief. Bojj. 1—24. Erstes Buch 
der Olmützer Cuda. l.ninn 1S54. (R. v. Chlumecky.) Nr. 13. S. 2<)5- 2<y7. 

Bibii.ügraphisch-staiistische Übersicht der Literatur des österr. Kaisei- 
staates. Vom 4. Sept 1852 bis letzten Dez. 1853. Erster Bericht, verfaßt . • . 
von ... Dr. C. v. Wurzbach. Wien 1854. Buchdruckerei der Edlen von Qhelen- 

schen Erben. VI und III (lOQ) S. in 8". Nr. 14, S. 313—316. (In der Note 1, 
S. 314, über Wurzbachs Buch: Die SiirichwörU-r der Polen etc. etc.) 

Zur Oeschichte der Stadt Wien. (Wiener Stadlrechnungen usw. 1368 
his 140 5.) Aus einem Original-Codex des 14. Jahrh. (Papierkodex in Fol.) und 
aus einem Original-Heft des 15. Jahrhunderts. (13 Bl. Fol.) Im Beritze des Herrn 
v. Feil. Nr. H S. 325-328; Nr. 15, S. 350-352; Nr. 16^ S. 365-376; Nr. 17. 
S. 391-400. 

Rationarlum Austriacum (c. 1275). Original, auf Pergament in 12», 31 Blatt in 



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95 



Folio. Haus- und Staatsarchiv. Nr. H S. 333 > 336; Nr. 15^ S. 353-360; 

Nr. 16, S. 377-384; Nr. 17, S. 401 408; Nr. 18, S. 425-428. 

Germanisches Museum zu Nürnberg. Ersier Jahresbericht des German. 
Nationalmuseunis zu Nürnberg vom Sept. 1S53 bis Ende August 1854 mit 
Ruckblick auf das Jahr 1852, verlaßt von — Dr. W. Harleß. Nürnberg, in der 
lit-aitist Anstalt des Oermta. Museums. Leipzig, bei Friedr. Fleischer 1854. 4*. 
18 S. Nr. 16, S. 361-364. 

Oesammtverdn der deutschen Oeschichts- und Alterthumsvereine. 1. Corre- 
spondenzblatt des Gesammtvereins der deutschen Oeschichts- und Alterthums- 
vereine . . . von Prof. Dr. M. L. Löwe. 1. Jg. 1853 (Nov. 1852 bis Sept. 1853). 
13Nummern. lI2S.in 4". Dresden, in CommisF. Icr Arnoldischen Buchhandlung; 
2. Jg. 1854 (Okt. 1853 bis Sept. 1854). 13 Nummern. 12S S. in 4 . 3. Jg. 1855 
(Okt. 1854 bis Sept. 1855). Nr. 1—4 noch in Dresden unter Dr. Lowe's Redakt. 
Von Nr. 5 angefangen in Hannover, in Commiss. der Hahnschoi Hofhuchhandlung. 
Redadion besorgt vom Archivsekretir Dr. C L. Orotefend. (Nr. 5-8.) Z Be- 
schreibung der deutschen Gaue. Herau^regeben durch den Gesammtverein der 
deutschen ("ie<^chichts- und Afterthumsvereinc. 1. Bd.: Beschreibung des Gaues 
Wettereiba, von Dr. G. Landau. Mit einer Karte. Kassel 1855. Nr. 18, S. 400- 412. 

Zechend, Dienst- und Sammlungsregister der Pfarre Oallneukirchen 
Anno 168Z Nr. 18, S. 428. 

Zeugnisbrief des Aneas Sylvius (als P^er zu Aspacb) iiber eine ge- 
stiftete Messe in der Schloß-Capelle zu Wildenau. Nr. 18, S. 428—430. 

Urbarium. Pfarr Althamb oder Maumperg betreffend. Nr. 18, S. 430~>432; 
Nr. 19, S. 455-456. 

Denkschrift zur Feier ihres 5Üiährif^en Rpsteh« lis, lierausgegel)eu von der 
schlesischen Gesellschaft für Vaterland. Cuitur. Breslau 1853. Verl. von Josef 
Max et Comp. 282 S. 4«. Nr. 19. S. 433-442. 

Die Landtafel des Markgrafthums Mähren. Z und 3. Lief. Bog. 1—60. Das 
U bis VI. Buch der Brünner Cuda mit vier Beilagen. Nr. 20, S. 457—458. 

Schriften der hist.-statist. Section der K k. mähr -srlilcs. Ges. des Acker- 
baues, der Natur- und Landeskunde. Heft 11. Brunn 1S32. 98 S,. gr.-8 . Heft III, 
148 S., gr.-8». Heft IV, Brünn 1852, '200 S., gr.-8''. Heft V, Brünn 1853, 268 S., 
gr.-8 . Bd. Vi, Brfinn 1854^ 340 S., gr.-8". Bd. VII, Brünn 1854, 109 und 312 S., 
gr.-8^. Nr. 20, S. 458-460; Nr. 21, S. 481— 49S. 

Uber delegationum, seu traditionum rerum Salzburgensium canonicorum. 
(Cod. jMs. Perg. in Fol. saec. XII et XIII im Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu 
Wien.) Nr. 20, S. 472-480; Nr. 21, S. 506-512; Nr. 22, S. 523-544; Nr. 23, 
S. 554 576; Nr. 24, S. 5%-608. 

MittheiUingen des Hist. Ver. für Steiermark. 2. Heft. Mit 7 Steindruck- 
beiiagen. Graz 1851. in Commiss. bei Aug. Hesse. 6'. iV und 183 S. 3. H. 
Mit 8 StdndruckbeiL Graz 1852. IV, 227 S. 8«. 4. H. Mit 2 Taf. Abbildungen. 
Graz 1853. IV und 260 S. 8° 5. H. Mit 2 Taf. Abb. Oratz 1854, IV 240 S. 8*. 
— 2. Jahresbericht über den Zustand und das Wirken des Hist. Ver. für 
Steiermark vom 1. Febr. 1S54 bis 1. März 1855. Von Dr. Göth. Gratz 1855. 
47 S. 8". — 3. Bericht über die 5. allg. Vers, des Hist. Ver. f. Steiermark am 
2Z März 1855. Von Dr. Göth . . . Gratz. 6 S. 8". — 4. Der atiK'ebliche Oötter- 
dualismus an den Votivsteinen zu Videm und Aquileja gegen den neuesten 
Bcbauptungs-Versuch wiederholt in Abrede gestellt vom Pfoirer Richard KnabI 
. . . Oratz 1855. In Commiss. bei Aug. Hesses Buchhandlung. 52 S. 8". Nr. 22, 
& 513-520, Nr. 23, S. 545-554; Nr. 24, S. 577-500. 



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96 



Sechster Jahrgang. 1856. 

Neues Lausitz'sches Magazin. 32. Bd^ l*i 2. und 3. (Doppelheft) Heft 
Mit 9 Taf. Görlitz 1853. Herausgabe besorgt vom Sekretär der Oes., K. O. Th. Neu^ 
mann. 316 und 64 S. in 8". Nr. 1, S. 1-3. 

Donaclones fundaciones et dotactones ecciesie sancti petri Salczburg:e. 
über primus anno 1004 editus. (Ad Cistam M. siih Nr. IX. E. Nr. 17. 23ö. 
(Orig. zu St. Feter in Salzburg.) Nr. i, S. 17-24; Nr. 2, S. 41-46; Nr. 3. 
S. 65-72; Nr. 4. S. 89-96; Nr. 5, S. 113-120; Nr. 6^ S. 137-144; Nr. 7, 
S. 161—168; Nr. 8^ S. 185-192; Nr. 9, S. 209-216; Nr. 10, $. 233-240; Nr. 11. 
S. 257-264; Nr. 12, S. 281-288; Nr. 13, S. 305-312; Nr. 14, S. 331-336. 

Briefe und Actenstückc zur Geschichte der Herzoge von Mailand von 
1452 bis 1513. Nr. 2, S. 30—38; Nr. 3, S. 56 - 64; Nr. 4. S. 77 - 88; Nr. 5. 
S. lOQ-112; Nr. 6, S. 129—136; Nr. 7, S. 156-160; Nr. 8, S. 176-184; Nr. 9. 
S. 193—201; Nr. 10, S. 217-227; Nr. 11, S. 245-256; Nr. 12, S. 271-280; 
Nr. 13, S. 298-302; Nr. 14, S. 325—330; Nr. 15, S. 346-352; Nr. 16, S. 3ro-376; 
Nr. 17, S. 395-400; Nr. 18, S. 420-424; Nr. 19, S. 443-448; Nr. 20, S. 466-472; 
Nr. 21, S. 484-494. 

Hist. Verein zu .Mtenbiirgf; Mittheiliin^en der geschichts- und alterthums- 
forschenden ües. des üsterlandes zu Altenhur^'. 3. Bd. und Heft l des 4. Bdes. 
1850-1854. (Vgl. Notizenbl. 1855, Nr. 6.) 5 Hefte. Nr. 3, S. 49-55. 

1. Zeltschrift ffir deutsche Mythologie und SIttenknnde. Herausgegeben 
von J. W. Wolf. 1. Bd. Oöttlngen 1863. Verl. der Dietrichschen Buchhandlung. 
VIII und 480 S. 8". 2. Bd. 1855, 448 S. 8". (8 Hefte.) 2. Beitrag zur deutschen 
Mythülüj:ie von Friedr. Panzer. 1. Bd. Mit vier Kupfertafeln. München 1848. 
Christian Kaiser. IV und 407 S. 8'. 2. Rd. Mit vier Kupfertaf. 1855. XXIV und 
592 S. Auch unter dein Titel : Baierisclie Sagen und üebräuche. 3. Beitrag zur 
deutschen Mythologie und Sittenkunde aus dem Volksleben der Deutschen in 
Ungarn . . . Mltgetbellt durch K. J. Schröer. PreBburg 1855. Mascbinendmck der 
vormals Schmid'scben Buchdruckerei. In 0>mmlss. bei K. F. Wigand. 40 S. in 4*. 
Nr. 4, S, 73-77; Nr. 5. S. 97-99. 

Vidimus der österreichischen Freibeitsbriefe, vom 11. Juli 1360. Nr. 5, 
S. 99-109. 

»Austria sacra. Mähren. 1. Kirchliche Topographie von Maliren, ... 
durch P. Gregor Wolny ... 1. Abtheil. Olmfltzer Erzdiözese. 1. Bd. Brfinn 185S. 
Selbstverlag des Verf. In Kommission der Nitsch' und Orosse'schen Buch- 

handlung. Gedr. bei \X'. Burkart. XI und 454 S. 8". 2. Chronica domus Sarensis . .. 
von Dr. Riciiard Koepell . . . 1854. 63 S. S 3. Her Romanum. Im Auflraj^e des 
hohen niahr. Landesausschusses in ileii Jahren 1052 und 1853 unternommen und 
veröffenliicht von Dr. Beda Dudik ... I. Tlieil. Hist. Forschungen. Wien 1855, 
Jn Kommiss. bei F. Manz und Comp. XX und 360 S. in 8". II. Theil. Das päpst* 
liehe Regestenwessen. Wien 1855. X und 231 S. in B\ Nr. 6^ S. 121-129; Nr. 7, 
S. 145-156; Nr. 8, S. 16Q-173. 

Herzog Siegniund's Oesandtschaft nach Oberösterreich, nach dem Tode 
Er7her/o<jf> Albrecht, Dezember 1463 un<l Jänner 1464. ,\ls Frfjiin^unp zu dem 
2. Bande der 2. Abth. der >Fontes rerum Austriacaruni-. Nr. 9, S. 201^208; 
Nr. 10, S. 229-232. 

Zur Literatur der Geographie, Geschichte und Statistik Österreichs seitl84& 
Nr. 11, S. 241—245; Nr, 12, S. 265—266, 

(Zur Germania sacra.) Thüringen. 1. Zeitschr. des Ver. für thüring. Ge- 
schichte und Alterthumskunde. 2* Bandes 1. und 2. H. Jena 1855. fr. Frontann. 



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156 S. 8\ 2. Thüring. Geschicbtsquellen. 2. Bd.: Chronicon Ecciesiasticum 
Nicolai de Siegen O. S. B. . . . von Dr. Franz X. Wegcle . . . Jena 1855. 
Fr. Fromann. XVI und 510 S. in 8 '. 3. Die Rathsverfassung von Erfurt im Mittel- 
alter. Eine urkundliche Mitteilung, als Programm zu der 3., am 30. Juli 1855 
io Erfurt zn^haltenden Oeneralvers. des Ver. f. thfiring. Ocscfa. und Alterthums- 
knnde . . . von A. L. J. Michelsen. Jena 1855. Fr. Fromann. 47 S. in 4*. Nr. 16» 
S. 337^341; Nr. 16, S. ^1-365; Nr. 17. S. 385- 389. 

Die Regestcn der Archive im Markgrafthume Mähren und Anton Roczek's 
Berichte über die Forschunj^en in diesem Lande. I. Bd. I. Abth. . . . von P. Ritter 
V. Cblumecky. . . . Mit einem Schriftfacsimile. Brünn 1S56. In Komniiss. bei 
Nilsch und Grosse. XLI, 222 und 334 S. in 8". - Druck von Franz Qastl in 
Brünn. Nr. 18» S. 409-413; Nr. 19, S. 433—438; Nr. 20. & 457—461 ; Nr. 21, 
& 481-484. 

Archäologie, Kunstgeschichte, a) Leistunge nder K. k. Central-Commission 
zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale. (Mittheilungen. VHI Hefte 
in 4«. 1856. Jahrbuch. I. Jahrg. in 4".) Nr, 22, S. 513—523; Nr. 23» S. 548 -553. 
Nr. 24, S. 577-586. 

Siebenter Jahrgang. 1857. 

Jahresbericht des Vereines für siebenbürg. Landeskunde 10^4-— 1856. Nr. 2 
S. 17-18. 

Teutsch, Programm des evang. Gymnasiums in SchiBborg. 1856-1856» 

Nr. 2, S. 18-20. 

Haltrich, Die Stifmiitter etc. Nr. 2, S. 20—21. 

Meißauisches Lehenbuch. Nr. 2, S. 28—32; Nr. 3. S. 44-48; Nr. 4, 
S. 61-64; Nr. 6, S. 93-96; Nr. 7, S. 109-112; Nr. 8, S. 125^128; Nr. 9, 
S. 141-144; Nr. 10, S. 157-160; Nr. 11, S, 173-176; Nr. 12, S. 188-192; 
Nr. 13» S. 205—208; Nr. 14» S. 221-224; Nr. 15» S. 237-240; Nr. 16, S. 253-256 ; 
Nr. 17, S. 269-272; Nr. 18, S. 285-288 ; Nr. 19, S. 301—304; Nr. 20, S. 317-320; 
Nr. 21, S. 333 336; Nr. 22, S. 347—352. 

Venedig. (Friaul, D^Imatien.) 1. Cicog;na (a — f) usw. Nr. 3, S. 33 — 37; 
Nr. 4, S. 49-51.12. Foucard. Zwei Publikationen. Nr. 4, S. 51-53. 3. ValentineUi, 
Olittbicli. (Dalmatien.) Nr. 7, S. 97-103; Nr. 9, S. 129-133. (Aquileja, Friaul.) 

4. Tafel und Tiiomas (Venedig). Cornet. Cantu. Nr. 10, S. 145—148. 

Fratemitatsboch des Chorherrenstiftes Pölau in Steiermark. (Cod. Ms. 
sec. XVI. in 4». chartacens, foUorum 12.) Nr. 16, S. 248-250; Nr. 17, S. 261-264. 

Urkunden des XIIL Jahrhunderts zur Geschichte von Innerösterreich und 
Tirol. (Aus den Orijjinalen des k. k. geh. Haus-, Hof- und Staatsarchivs.) Nr. 17, 

5. 264—266; Nr. 18, S. 277—282; Nr. 19, S. 297—300; Nr. 20, S. 313- 316^ 
Nr. 21» S. 328-331. 

Bischöflich - Chiemsee'sches Urbar aus den Jahren 1486—1496. Papier« 
Kodex dos XV. Jahrhunderts in Quart. 102 Bl. Nr. 23. S. 364-368; Nr. 24, 
S. 380-384. Achter Jahrg. 1S5S: Nr. 1. S. 12-16; Nr. 2, S. 33-40; Nr. 3, 
S. 53- 56; Nr. 4, S. 73-80; Nr. 5, S. 90—96; Nr. 6, S. 113-120; Nr. 7, 
S. 132-136; Nr. 8, S. 153-160; Nr. 9, S. 173-176; Nr. 10, S. 193-200; Nr. 11, 
S. 213-216; Nr. 12, S. 233-240. 

Achter Jahrgang. 1858. 

Mähren. Prachtausgabe der ältoien mibr. Landtafel. — Geschichte der 
Landlafel der Markgrafschaft Mähren, von K. J. Demuth. — Kirchliche Topo- 
graphie von .Mähren, von Wolny. — Schriften der hist.-stat. Sektion der K. k. 
Cernik, Schriftsteller der AugusUner-Chorherrenstifte. 7 



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98 



mähr.-schles. Ges., des Ackerbaues, der Natur- u. Landeskunde. Notizenblatt der 
hist.-statist. Sektion der K. k, mähr.-scliies. He«, etc. Kedig. von Christian d'Llvert. 
Nr. 15, S.281-2S6; Nr. 16, S.297-3ü2; Nr. 17, S. 321-324; Nr. 18, S. 337-341. . 

Zur Streitfrage über den Ursprung des Majns. Nr. 19, S. 361—364. 

Das Lefaenbttch Herzog Albrechfs V. von Österreich* Papier^Handschr. des 
k. k. Haas-, Hof- und Staatsarchivs in Foi. — Nr. 61. Österr. Mslcr. Nr. 2D, 
S. 393- 400; Nr. 21, S. 417-424; Nr. 22, S. 441-448; Nr. 23, S. 466-472; 
Nr. 24, S. 490-496; neunter Jalirj?. 1859: Nr. 1, S. 13-16; Nr. 2, S. 33 -40; 
Nr. 3, S. 53-56; Nr. 4, S. 73-SO; Nr. 5, S. 93-96; Nr. 6, S. 107-112: Nr. 7, 
S. 125-128; Nr. 8, S. 140-144; Nr. 9, S. 156-160; Nr. lü, S. 172-176; Nr. 11, 
$. 187-192; Nr. 12, S. 204-206; Nr. 13^ S. 219-224; Nr. 14, S. 236—240! 
Nr. 1$, S. 257-264; Nr. 16^ S. 280-288. 

Mähren. Bericht über das roahr.- stand. Landes-Archiv, dem hochlöbl. 
mähr.-ständ. Landesansscluissc erstattet von Peter Ritter V. ChlumeclQr und 
Dr, J. Chytil. Für das Jahr 1857. Nr. 21, S. 401- 402. 

xm. bis XVII. Bericht des Mus. Francisco-CaroHnum in Linz 1853 bis 1857. 
Nr. 22, S. 425 - 430. 

JVUttheilungen der K.k.CentraNConiniission zur Erforschung und Erhaltung 
der Baudenlonale. 1. und II. Bd., 1856 bis 1857. — Jahrbuch der K. Ic Central- 
Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale. II. Bd. 1857. 
Nr. 23, S. 449 456; Nr. 24, S. 473 484. Neunter Jahrgang 1859: Nr, l, S. 1 - 7; 
Nr. 2, S. 17-26; Nr. 3, S. 41-45; Nr. 4, S. 57-67. 

Neunter Jahrgang. 1859. 

N'otizia della J. R. scuola di PaIeog;rafia in V'ene/ia presso Tarchivio 
generale e degli studi paleografici e storici fatti degli aliievt ed uditort dali' 
Aprile 1855, all' Agosto 1858. Venczia 185S. S". Nr. 6, S. 97-102. 

4. Im ^Almanach der Kaiser!. Akademie der Wissenschaften . 
Wien. Aus der k. k. Hof» und Staatsdruckerei. In Commiss. bei Karl Gerold s 

Sohn. 8^. 

Die Aufgabe einer Geschichte des österreichischen Kaiserstaates. Ein 
Vortrag, gehaiten in der feierlichen Sitzung der Kais. Akademie d. Wiss. am 
30. Mai 1857. Achter Jahrg. 1858. S. 221-'2S0. 

5. In den >Denkschriften der Kais. Akademie der Wissen- 
schaften«. 

Philos.-hist. Klasse. Wien. Aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. 4°. 

Zur Kritik der österreichischen Geschichte. Vorgetragen in der Sitzunp 
der philüs.-hist. Klasse am 21. Juni 1S4S. 1. Bd. 1850, 1. Abtb, S. 219-27Z Auch 
besonders abgedruckt. Wien 1849. 54 S. 4'. 

Zur Kritik der Österreichischen Geschichte. Beiträge zur Beleuchtung 
der kirchlichen Zustilnde Österreichs Im 15. Jahrhunderte. Vorgelesen in der 
Sitzung der phüosoph.-hist. Klasse am 14. Febr. 1840 II. Bd. 1851, 1. Abth., 
S. 315-408. Auch besonders abgedruckt. Wien 1851. 78 S. 4^ 

6. Im «Archiv ffir Kunde österr. Geschichtsquellen«. 
Herausgegeben von der zur Pflege vaterländischer Geschichte angestellten 
Commission der Kais. Akademie der Wissenschaften. Wien. Aus der k. k. Hof- 

und Staatsdruckerei. 8". 

vHermanniis Altahensis etc.« Urkunden- und Notizensammlung des Abtes 
Hermann von Niederaltaich und mehrerer seiner Nachiolger. 1242 bis c. 13Ü0. 



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99 



(Pergtmenthandschrift im k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv in 4*. 247 BK> 
Elster Jahrg. 1848. 1. H. S. 1-72. 

Zur Geschichte des Königs Matthias (Corvinus) von Ungarn. Eilf Docu- 
mentc, aus den Originalen des Mailänder-Archiv's. Erster Jahrg. 1848. 1. H. 

S. 73 -100. 

Zur Oescbtehte des d«terreichfsdiea FreiherrengescUeehte« der Elzinger 
von Eizing. AuszQge aus einem Diplomatariuni dieses Oesdiledites, das in dem 

Archiv der Herrschaft Aspeman der Zaya aufbewahrt wird. I. (Nr. 1—136. 1438 
bis 1450.) (Als Fortsetzung der in den Österr. Blättern für Liternlnr etc. Jahr- 
gang 1847, Nr. 59, 60, 65, 66 und 71 mitgeteilten Auszüge aus den Jalucrt 1402 
bis 1437.) Erster Jahrg. 1848. 11. H. S. 1-69. II. (Nr. 136-271. Kegesten und 
16 Beilagen vollständig abgedruckt Aus den Jafiren 1438 bis 1561.) Erster Jahr- 
gang 1848. V. H. S. 19-146. 

Instruction Erzlierzog Ferdinands von Österreich etc. etc. für Carl von 
Burgund, Herrn zu Bredam, den er zu seinem Bruder Kaiser Kart (V.) ab- 
gesendet hat. 1524 ini Juni. Aus dem gegenwärtig im k. k. Haus- und Staate- 
archiv aufbewahrten Original. F.rster Jahrg. 1848. II. H. S. 83—149. 

Ältestes Urbarium der Abtei Seitenstätten. Aus einer Pergamenthandschrift 
des vierzehnten Jahrhunderts (aus der Zeit des Abtes Konrad IV^ von 1290 
bis 1306) in Querto (34 Blitter), mit der Signatur: Llt N. Sig. 1. Erster Jahi^ 
gang 1848. V. H. S. 3-18. Auch besonders abgedruckt. 16 S. 8«. 

Kaiser Ferdinand's I. Antwort auf einen Rathschlag, den ihm die ober- 
österreichische Regierung zu Innsbruck vorgelegt hatte. 29. Jänner 1562. F.in 
Beitrag zur Geschichte Kaiser Ferdinands I. Zweiter Jahrg. 1849. 1. Bd. S. 137 -172. 
Auch besonders abgedruckt 36 S. 8". 

Das Formelbuch K. Albreehts 1. Aus der im ic. k. geh. Haus-, Hof- und 
Staatsarchiv aufbewahrten Handschrift. Zweiter Jahrg. 1840. 1. Bd. S. 211^307. 
Auch besonders abgedruckt. 97 S. 8\ 

Zur Geschichte K. Friedrichs des Schönen. Zweiter Jahrg. 1849. 1. Bd. 
S. 511-557. Auch besonders abgedruckt. 47 S. 8\ 

Urkundliches zur Geschichte K. Friedrichs IV. Zweiter Jahrg. 1849. ii. Bd 
S. 77—157. Auch besonders abgedruckt 81 $. 8*. 

Actenstflcice zur Oeschichte des österreichischen römisch-katholischen 
Kirchen wesens unter K. Leopold II. (1790.) Dritter Jahrg. 1850. 1. Bd. S. 1>-156. 
Auch besonders abgedruckt 156 S. 8". 

7. In denMonumenta Habsburgica. Sammlung von Actenstücken 
und Briefen zur Oeschichte des Hauses Habsburg In dem Zeit- 
räume von 1473 bis 1576. Herausgegeben von der Historischen 
Kommission derkaiserl. Akademie der Wissens chatten zuWien. 
Wien. AusderKaiserlich königlichen Hof- und Staatsdruckerei. 8". 

Actenstficke und Briefe zur Geschichte des Hauses Habsburg im Zeit- 
aller .Maximilinns I. Aus Archiven und Bibliotheken. Frste Abtheiliing: Das Zeit- 
alter Maximilians I. Erster Rand 1854. CXLIV und 545 S. Zweiter Band 1855. 
LVI und 963 S. Dritter Band 185a LH und 799 S. 

1?. Handsebrlttiieher Kaehlass, 

Predigten aus den Jahren 1824 bis 1831, gehalten zu Anmelden und 
St. Florian, einzelne an verschiedenen Orten« Mskr. XI, 358. A. der Stifts- 
bibliothek. TeiU 4% teils 8". 

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100 



Skt77e der Bibliothek St. Florian. Mskr. XI, 541. A» der StiftsbibliotheL 
1827. 12 Bl. 4" und 4 El. 8". 

Amtliche Outachten, die kleine historische Abhandlungen bilden : Über 
die im Haunrehlv noeh befindlichen Adelssachen und das Recht zu adeln 1843, 
fiber daa angebliche Vorrecht der Grafen von Puchheim und der Bischöfe von 
Laibach oder Scckau, den Adel verleihen zu können 1842, fiber das Eigentum»' 
recht der deutschen Reichskleinodien 1857, über Mutanellis Storia arcana ed 
aneddotica d' Italia 1857. Im Staatsarchiv zu Wien. 

Ferdinand Sternedcr. 

F. Sterneder, geboren am 4. Jänner 17Q7 zu Furth in 
Niederösterreich, im Stifte St. Florian am 29. Oktober 1818 ein- 
gekleidet, leg^e am 2Q. Oktober 1818 die feierliche ProfeH ab und 
empfing im Jahre 1820 die heilige Priesterweihe. In demselben 
Jahre kam er als Kooperator nach Mauthausen und 1825 in .gleicher 
Stellung nach Wallern. 1831 ubernahm er das Amt emes Novizen- 
meisters. Von 1837 bis 1848 war er Pfarrvikar \u Attnang, von 
1848 bis 1857 in Mauthausen. Oichtkrank kehrte er in das Stift 
zurück, wo er — am ganzen Körper gelähmt — den Klerikern 
UnterriclU in der französischen und englischen Sprache erteilte 
und sich mit Lektüre (Hebräisch, Griechisch, Lateinisch, Französisch 
und Fnfrh'sch) auf seinem Schmerzcnsiaqrr tröstete. Der Tod erlöste 
ihn am 26. Juli 1860 von seinen Leiden. Rudigier, der hochselige 
Bischof von Linz, bezeugte wiederholt, daß Sterneder der beste 
Katechet gewesen sei, den er je gehört. Sterneder übte sich auch 
in der Dichtkunst. Die Stiftsbibliothek besitzt von ihm eine band- 
schriftliche Sammlung von Gedichten. 

Auf Bitten setner Freunde und Verehrer ver- 
öffentlichte er im Druck: 

Die heiligen PMimen nach der Vulgata in metrischer Form mit er- 
klärenden Anmerkungen för das Christenvolk. Linz 1859» Ebenhöch. XII und 

552 S. 8". 

Festgedicht zur Feier des 50jährigen Pnesteriubiläums des hochw. Herrn 
Thomas Herz 12. Sept 1858. 

Josef Stern. 

Der Chorherr des Stiftes St Florian J. Stern wurde im 
Jahre 1797 zu Alherndorf in Niederösterreich ^^eboren und 1823 
zum Priester geweilit. Er wirkte als Kooperator in Windhag (von 1823). 
Regaii (seit 1824), Vöcklabruck (seit 1826) und im Stute St. Florian 
(seit 1827), wo er zugleich die StoHung eines Kustos des Münzen- 
kabinetts innehatte. 1841 karn er als i^arrvikar nach Weißen- 



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101 



kirchen und beschloß hier am 11. Mai 1871 sein tatiges und ver- 
dienstvolles Leben. 

Stern, der vielen landwirtschaftlichen Vereinigungen als korre- 
spondierendes, wirkliches oder Ehrenmitglied angehörte, war ein 
äußerst fleißiger Schriftsteller, und zwar vornehmlich auf dem Ge- 
biete der Landwirtschaft, speziell der Bienenzucht. Er lieferte viele 
Aufsätze für das 'Monatsblatt für die js^esamte Bienenzucht (heraus- 
gegeben von Anton Vitzthum, LaiKisliLii, Palmschc \ crlagshandlung), 
für die Bieneiizeitung« von Dr. Karl Barth und Andreas Schmid 
(Nördlingen, Becksche Buchhandlung), für die »Allgemeine land- 
und forstwu ischaftliche Zeltung« (herausgegeben von der K. k. Land- 
wirtschaftsgesellschaft in Wien) und die »Weinlaube (Zeitschrift 
für Weinbau und Kellerwirtschaft von A. W. Freiherrn von Babo 
in Klosterneuburg). Im vierten Jahresbericht des Museum Francisco- 
Carolinum in Linz (1840, L Lief. S. 113—156) veröffentlichte er 
eine längere Studie »Über den Instinkt der Honigbienen' . 

Selbständige Schriften haben wir von Josef Stern 
folgende: 

Anleitung zu einer naturgemäßen und nützlichen Pflege der Bienen. Mit 
einer lithn<_'raphierten Tafel. I.inz 1840, Qu. Haslinger. XII und 23S S. S". Re- 
zensiert HM 1 irucr Muscalblatt 1840, Nr. 11, S. 49 — 51, von Anton Chr. Iidi. von 
Michelshausen. Ein Exemplar mit Noten vom Verfasser befindet sich in der 
Stiftsbibliothek zu St. Florian (VI, 1209. A.). 

Wie kann man Bienenzucht mit Nutzen betreiben? Wien 1654^ Druck 
V. C. Gerold und Sohn* 60 S. 12*. Abdruck aus der »Allgem. land* und forste 
wirtschaftlichen Zeitung« 1854, herausgegeben auf Kosten der V. Sektion (für 
Bi enenziicht) der K. k. LandwirtschaftsgescHschaft in Wien* 2* Aufi* Linz 1865, 
Haslinger, 75 S. 12". 

Jesus die ewige Wahrheit, der einzige Weg zum HitiuiKl, das ewig 
Leben. Volbtindiges christkatholisches Gebetbuch. Unz 1835, Jos. Huemer. 
248 S. 8« mit vier Stahlstichen. 

Autobiographie. Mskr. 

Matthias Rupertsberge r, Chorherr von St Florian, schreibt 
über Stern:») 

»Stern hat in literarischer Beziehung wohl nie Ausg^ezeichnetes 
geliefert, doch bind seine Schriften immerhin verdienbdicii, theils 
weil sie anregend auf andere einwirkten (seine Zeitungsartikel), 
theils weil sie für gewöhnliche Bienenzüchter ganz gut brauchbar 
waren und noch sind. Seine Schreibweise ist korrekt und gefällig 
nur häufig gar zu weitläufig. Weit mehr hat Stern für Bienenzucht 
und ganz besonders für Weinbau durch praktischen Unterricht und 

>) Siehe »Sterns Werke« von Matth. Rupertsberger. Mskr. In der Stifts- 
bibliothek von St. Florian. 



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102 



mandliche Belehrung gewirkt Was Stern that, das that er mit Liebe 
und ausdauerndem Fleiße, und darum stand er in Tlieorie und Praxis 
immer auf der Höhe seiner Zeit Groß ward sein Ansehen bei den 
gleichzeitigen Imlcem, besonders eng war er befreundet mit Re- 
daicteur Schmid, mit Kleine und Dzierscon. Sein Ansehen 
grflndete sich nicht so sehr auf seine Schriften, als vielmehr auf sein 
reiches Wissen. Wie hoch man seine Kenntnisse schätzte, geht unter 
anderem daraus hervor, daß er wiederholt aufgefordert wurde, privatim 
oder in der »Bienenzeitung« in streitigen Dingen sein Urteil abzugeben, 
und daß er bei Versammlungen wiederholt zum Preisrichter und in 
Kommissionen gewählt wurde. . . . Seine Vorträge in diesen Ver- 
sammlungen erireuten sich einer durchaus beifälligen Aufnahme.« 

Jodok Stfilz. ) 

S t fi 1 z, geboren zu Bezau im Bregenzerwald am 23. Februar 1 799, 
begann seine Oymnasialstudien in Kempten und setzte sie in Inns- 
bruck und Salzburg fort. Er oblag seinen Studien zur Freude seiner 
Lehrer mit auszgezeichnetem Erfolge, in edlem Wetteifer mit 
seinen Mitschfllem. Zugleich lernte er Französisch. Nach Absol- 
vierung des Gymnasiums dachte er daran, sich in Mfinchen der 
Philologie zu widmen, doch gab er diesen Plan auf, als er hörte, 
daß Thiersch im nächsten Jahre durch eine Reise nach Ägypten 
und nach Griechenland seiner Lehrtätigkeit entzogen sei, und be- 
warb sich, angezogen durch Kurz" Ruf, dessen Werke er im 
Hartmannschen Hause in Salzburg kennen gelernt hatte, um die 
Aufnahme in St Florian. Am 1. Oktober 1820 empfing er das 
Ordenskleid. Bald knüpften sich engere Beziehungen zwischen dem 
Altmeister Kurz und dem strebsamen Jungherm. Propst Zieglers 
scharfer Blick entdeckte bald dessen hervorragende Begabung; 
gleich war ihm der »frische Jungiierr« sympathisch geworden. Am 
2L Mai 1823 legte Stülz die feierliche Ordensprofeß ab, am 19. August 
1824 wurde er zum Priester geweiht, und am 22. August feierte er sein 
erstes heiliges Meßopfer. Der gütige und gelehrte Propst Arneth, der 
1823 Ziegler in der Regierung gefolgt war, ernannte ihn zum Koope- 
rator an der Stiftspfarre, eine Stellung, die ihm gestattete, unter 
Kurz' Augen an den Schätzen der Bibliothek und des Archivs sich 
wissenschaftlich auszubilden. 

Gab sich der jun^e Seelsorger auch mit der vollsten Be- 
geisterung seinem geistlichen Berufe hin, so ließ dies doch seine 

') Vergl. W. Pailler, Jodok Stfilz, Prälat von St. Florian. Ein Lebens- 
bild.« Linz 1876, Ebenböchsche Buchhandlung. 



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103 



Liebe, seinen Eifer fflr die Wissenschaft keineswegs ericalten. 
Wenige Wochen nach seiner Anstellung als Kooperator erhielt er 
die Schlüssel des Archivs mit dem Auftrage, dieses zu ordnen. 
Wir kennen das Resultat dieses emsigen Grubenbaues: das reich- 
haltige und wohlgeordnete Stiftsarchiv und die Foliobände des 
trefflichen Registers dazu — die Frucht von fast zehnjähriger 
Anstrengung. Dem Ordner selbst erwarb diese Mühe die nachher 
oft bewunderte seltene Gewandtheit im Urkundenlesen, die Kenntnis 
zahlloser historischer Details und erneuerte Anregung, jene 
Kammerkleinode zu verwerten. Es war aber auch der Grund 
gelegt zu jener lange dauernden Kränklichkeif, welche in dieser 
Lebensperiode unserem Jodokus bald alle genußreiche Arbeit ver- 
leidete, allen Frohsinn raubte. In seinem »Denkbuche« finden wir aus 
dieser Zeit eine Menge längerer oder kürzerer Exzerpte aus seiner 
Lektüre, besonders aus historischen und verwandten Werken, zum 
Beispiel aus Raumers Hohenstaufen, Muchars Norikum, Rebmans 
Zunftwesen usw. Die Herausgeber der »Kirchhchen Topographie 
Österreichs- waren, wie es scheint, durch Kurz auf den jungen 
Archivar aulriu rksam geworden, und schon in den Jahren 1828 und 
1Ö2Q w aiultc sich der Leiter jenes Unternchiiiens Domherr J. Cli. 
Stelzhainnier zu Wien an Stülz nm dem Lrsuchen um dessen Mit- 
arbeiterschaft. Dieser sagte bereitwillig zu, scheint aber durch mannig- 
faltige andere Arbeit und durch Unpäßlichiveit lange Zeit an ausgiebiger 
Mitwirkung gehindert worden zu sein. Propst Arnetli sandte im 
Sommer 182Q unseren Stülz für längere Zeit nach Wien, um dort 
Notizen und Regesten für eine Geschichte Maximilians i. zu sammeln; 
allein Stülz mußte, da seine Kränklichkeit bedeiiklicli zunahm, ohne 
ein nennenivveries Resultat zurückkehren. Zu bewundern ist es nur, 
daß der so vielfach durch Seelsorge, Katechese, durch den Frondienst 
im Archiv und durch gelehrte Arbeit in Anspruch genommene und 
überdies kränkelnde Jodokus noch Zeit und Kraft fand, anderweitige 
ausgedehnte Lektüre zu betreiben. Die Klassiker von Hellas und 
Rom wurden von ihm eifrig gelesen. Vorzugsw eibe aber waren die 
»freien« Augenblicke den altdeutschen Literatui kleinoden gewidmet. 
Auch Barlaam und Josaphat, Suchenwirt, Konrads von Würzburg 
Partonopier, Sebastian Brants Werke, Gottfrieds von Straßburg 
Marienloh, Freidank - und neben diesen Heinrich Suso, Thomas 
von Kempen und aiiiieie AAystiker sind durch viele Exzerpte, 
Stellen nnd Urteile m Jodoks -Denkhuclie vertreten. Da sich 
das Leiden unseres jodokus trotz aller Bemühungen der Doktoren 
stets mehr geltend machte, wurde er 1832 nach Wildbad Oastein 
gesandt Hier genas der Langgequälte vollständig. 



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104 



Jodok Staiz gehörte zu den ersten Mitgliedern des »Vater- 
ländischen Vereines zur Bildung eines Museums fflr das Erzherzogtum 
Österreich ob derEnns«, der sich am 14. Juli 1834 Iconstttuierte und 
seit 1839 den Namen »Museum Francisco-Carolinum« fflhrt 1835 
wurde Stülz in den Verwaltungsausschufl des Museums gewählt Alle 
Jahrgänge des »Musealblattesc, das von 1839 bis 1844 inldusive er- 
schien, sowie die Jahresberichte der Anstalt sind ausstattet mit 
zahlreichen Aufsätzen und trefflichen Monographien aus seiner 
Feder, mit quelltfichtigen »Beiträgen zur Landeskunde«. Als 1836 
Propst Ameth das bisher von ihm versehene Referat fflr Geschichte 
wegen fCränklichkeit niederlegte, wurde dasselbe am 27. Dezember 1836 
Stülz fibertragen. 

Im Spätherbst 1837 zog StOlz nach Wilhering und begann 
das sehr reichhaltige und für die Landesgeschichte kostbare Archiv 
des Klosters Wilhering zu sichten und zu schlichten. >Oanz un- 
ermüdbar« (»schreibt Kurz an Mormayf), rettete der arbeitsfreudige 
Archivarius, was zu retten war, und am 12. Mai 18JS konnte Kurz 
jenes Archiv als wolil und ischön zu tinde geordnet schildern. 
Einij^e Monate später, im Oktober, traf Stülz, einer Einladung des 
Propstes von Reichersberg folgend, im Stifte Reichersberg ein und 
fand dort im Archiv »manche sehr schöne Sachen-. Noch erfreu- 
licher war seine Ausheute im Regierungsarchiv, in welcher er mit 
Erlaubnis der Regierung vom 10. Februar 1844 Einsicht nehmen 
durfte. Er entdeckte ein wahres diplomatarisches Kleinod, den ur- 
alten Codex traditioiium des Klosters Mondsee, dessen erste Auf- 
zeichnungen der ersten Hälfte des X. Jahrhunderts angehören, al>n 
somit überhaupt die älteste noch im Original vorhandene Cie- 
schichtsquclle für Oberösterreich. Am 12. April 1843 war der Stifts- 
pfarrer Kurz, der würdige Meister des würdigen Scfiiilers, gestorben. 
Noch in demselben Monat hatte Propst Arneth den Kaplan Stülz zum 
»Hauspfarrer' ernannt, wodurch für diesen die Arbeit auf dem Ge- 
biete der Seelsorge bedeutenden Zuwachs erhielt 

Auf die Anregung des gelehrten Josef Kitters von Koch- 
Sternfeld, mit dem Stülz seit April 1840 bis zum August 1863 
einen regen Briefwechsel unterhielt. \\ urde Stülz am 25. August 1844 
von der bayrischen Akademie der Wissenschnften zum korre- 
spondierenden Mitglied ernannt. Bereits unterm 2. Oktober 1841 
hatte ihn der Historische Verein von Unterfranken uiul Aschaffen 
bürg zu Würzburg zu seinem Ehrenmitgliede ernannt und am 
9. Juli 1844 der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg ihn 
als korrespondierendes Mitglied in seinen Kreis aufgenommen. 
Am I.Jänner 1846 wurde Stülz zum »k. k. Reichshistoriographen«. 



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105 



ernannt Am 14. Mai 1647 bestätigte Kaiser Ferdinand das Statut 
der Kaiserlichen Alcademie der Wissenschaften und ernannte an 
demselben Tage die ersten Mitglieder dieser Anstalt Unter ihnen 
befand sich Jodok Stfllz. Im OrOndungsjahre der Alcademie sandte 
auch der Historische Verein ffir Kärnten zu Klagenfurt ein Ehren- 
diplom an unseren Geschichtsforscher (1. Juli 1847)« 1848 begab 
sich StQlz als Abgeordneter nach Frankfurt a. M. zum deutschen 
Reichstag. 

1850 hielten die Katholikenvereine Deutschlands ihre General* 
Versammlung zu Linz (24. bis 27. September). Der amtliche Bericht 
mit allen Reden und Debatten der einzelnen Sitzungen wurde von 
Stulz eingeleitet und redigiert. Am 8. April 1850 ernannte ihn Bischof 
Ziegler zum Linzer Konsistorialrat ; in demselben jähre wurde er auch 
Ritter des kaiserlich österreichischen Franz Josef-Ordens. Der Histo- 
rische Verein für Steiermark ernannte Stülz am 21. April \Sb2 zum 
Lhi ciiniitglied. Die K. k. ZciUralkoiiiiTiission zur firforseliuiig und Er- 
haltung der Kunst und historischen Denkmale sciiiug unseren Forscher 
im November 1853 als Konservator« für Oberösterreich vor. Stülz 
lehnte jedoch diese Ehre ab. Von dem Oermanischtn Museum zu 
Nürnberg wurde der Historiograph am 14. Februar 1854 in den Ge- 
lehrtenausschuß« dieses Institutes gewählt. Eine Art von ehrendem \ l r 
trauen lag wohl auch darin daß nach dem Tode des Ruraldechants 
Vorbuchner (Pfarrers von Niedcrneukirchen beiSt. Florian) die Admini- 
stration des Dekanats Enns und die Schulaufsicht am IQ. Dezember 1853 
Stülz übertragnen wurde. Bis zum I.Juli IÖ54 versah er dieses ehrende, 
aber schreibereivolle und mitunter verdrießliche Amt. Eine ihm 1851 
angebotene Lehrkanzel der Geschichte an der Universität zu Pest 
oder Innsbruck hatte Stülz dankend abgelehnt. 

Am 13. Oktober 1854 wurde Stülz vom Stiftskapitel einstimmig 
zum Dechant gewählt. Als solcher versah er nach wie vor die 
Stiftspfarre. Nur das Archiv entließ er aus seiner unmittelbaren 
Obhut. Es wurde dem Stiftskapeiian Ferdinand Moser anver- 
traut. Bischof Rudigier, den sich der Oeneralvisitator sämtlicher 
geistlichen Orden und Orilenshäuser in Österreich Kardinal Friedrich 
von Schwarzenberg zum Konvisitator der regulierten Chorherren er- 
beten hatte lud Stülz, nachdem m St. Florian die Visitation statt- 
gefunden hatte, em, mit ihm m die noch übrigen Chorherrenstifte 
zur Visitation zu reisen. Stülz nahm die ehrende Einladung an. 
Das Jahr 1856 brachte der Stadt Linz abermals eine General- 
versammlung der katholischen Vereine Deutschlands (23. bis 26. Sep- 
tember), an welcher Stülz als »Referent für äußere Verhältnisse- 
Anteil naiim. Besonders ehrend darf uns wohl die Aufnahme Stülz' 



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106 



in dfe Kopenhi^ener Altertumsgesellschaft (30. Jänner 1857) erscheinen. 
Unterm 27. Februar 1859 lud der Propst des Stiftes Klostemeubuiig 
Adam Sclireck die Prälaten und sonstigen Vorsteher des Chorherren- 
ordens in Osterreich zu einer Beratung bezfiglich der OrOndung 
einer Chorherren-Kongr^ation nach Klostemeuburg ein. An den 
Verhandlungen, die am 14. März begannen, nahm auch Stfllz teil, 
der damals (seit 4, Jänner 1859) Administrator des Stiftes war, da 
Propst Friedrich Mayer, der seit 1854 dem Stifte verstand, am 
29. Dezember 1858 in Rom gestorben war. Leider führten die Ver- 
handtungen zu keinem Resultat. 

Am 11. Mai 1859 wurde Stfilz zum Prälaten des Stiftes 
St Florian gewählt; er war der besten einer. An Anerkennungen 
erntete Stfilz während seiner Regierung unter anderem die einstimmige 
Wahl zum Präsidenten der K. k. oberösterreichischen Landwirt- 
schaftsgesellschaft zu Linz (25. Oktober 1859) und die Ernennung 
zum korrespondierenden Milgliede von Seiten der K. k. Landwirt- 
schaftsgesellschaft zu Wien (18. Mai 1860), dann das Ehrenmitglieds- 
diplom des Vereines fflr Geschichte und Altertumskunde West- 
falens zu MQnster und Paderborn (1. Juni 1801). Die Oesellschaft 
fOr ältere deutsche Oeschichtskunde zu Frankfurt und Beriin er- 
nannte den Prälaten am 22. September 1863 zum ordentlichen Mit- 
gliede. 

Wie bekannt und wohlklingend der Name Stütz in gelehrten 
Kreisen war, ist daraus zu ersehen, daß das Komitee für ein Kepler- 
denkmal zu Weil in Württemberg am 1. November 1864 auch ihn 

zum Ehrenmitgliede erkor. Vom 3. August 18ö5 ist die aus- 
zeichiiendste Ehrunjr datiert, die unserem Jodok von einer gelehrten 
Korporatiun /utL'il wurde : das Diplom der Würde cmcs Doktors der 
Theologie von der Univcrsiiät in Wien. A:ti 23. März 1861 wurde 
Stülz von der Klasse des Grüügrundl)esitzes znm Landtaq^sahpe- 
ordneten gewählt (und blieb es bis 1867). Er starb in üastcin am 
28. Juni 1872. Sein Leichnam wurde in der Chorherren - Gruft zu 
St Florian beigesetzt. 

Stolz war Geschichtsforscher und Geschichtschreiber. Seine Dar- 
stellung ist klar und durchsichtig, fest gefücrt wie sein ganzes Wesen- 
Er verstand es, den Siutf kritisch zu siclitcn und zu beherrschen. 
Wie sein inneres Leben und sein äußeres Wirken, so trägt auch der 
größere Teil seiner literarischen Arbeiten den .Stempel der immer 
<7!eichcn Entschiedenheit seiner religiösen Überzeugung und seines 
tietinnerlichen Glaubens. Auch als Literat blieb Stülz stets seiner 
Devise trcn : Entweder \y\e ich denke oder gar nicht « Wir ver- 
danken seiner schriftstelierisciien Tätigkeit reichliche Frucht: 



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107 



I. Selbständige Werke. 

Geschichte des resnlierten Cborhemen-Stiftes St Florian. Ein Beitrag zur 
Geschichte des Landes Österreich ob der Enns. Unz 1835^ bei Cajetan Haslinger. 

Oedruckt bei Jos. Feichtingers sei. Witwe. Vlli und 334 S. 8\ (Msicr. XI, 541 
4% der Stiftsbibl. Bl. 44a bis 107b). 

Geschichte des Ctstercienser-KIosters Wilhering. Ein Beitrag zur Landes- 
und Kirchengesciiiclite Oberösterreichs. Linz 1840. Bei Quirin Haslinger. Oe- 
dnidct bei Jos. Feichtingers sei. Witwe. VIII und 616 S. 8°. >) 

Als Anhang: Zur Genealogie des Geschlechtes der Herren von Wilherlng 
Wachsenberg und Griesbach (S. 375- 387). Unruhige Bewegut^n der Unter- 
tanen im Oarstentale (S. 388-432).*) Uricundenbuch (S. 433-616). 

II. Arbeiten in den u bi i kat ionen der Kaiserl. Akademie der 
Wissenschaften in Wien, philos.-hi8i Klasse. 

Historische Abhanuiung. [Propst Gerhoch 1. von Reichersberg. Verzeichnis 
«ier Schriften Gerhoch's.] Vorgetragen in der Sitzung der phiIos.-hi8L Klasse am 
26. April 1848. Deni(schrlften der Kais. Ak. d. Wiss. Philos.-hist Klasse. Wien. 
Aus der k. k, Hof- und Staatsdruckerei. I. Bd. 1849, S. 113 166. 4o. (Siehe Sitzungs- 
bericht d. Kais. Alaid. d. Wissensch. l.Bd. 1848» S. 131.) Auch SeparaUbdruclc 
54 S. 4 \ 

Das Leben des Bischofes Altmann von Passaii. Ebd. IV. Bd. 1853, S. 219 
— 287. (S. Sitzungsber. d. Kais, Akad. d. Wiss. 8. Bd. 1852, S. 3.) Auch Separat- 
abdruck. 71 S. 4". 

Zur Geschichte der Herren und Grafen von Schaunberg. Vorgelegt in 
der Sitzung der philos.-hist. Klasse vom 6. Jänner 1862. Ebd. XII. d. 1862 
S. 147- 368. (S. Sitzungsberichte d. Kais. Akad. d. Wiss. 39. Bd. 1862, S. 18.) Auch 
besonders abgedruckt. 224 S. 4\ Mskr. XI, 515, Bl. 19—158 der Stiftsbibl. 2". 

Die ältesten Urkunden des Klosters Oleink. Archiv für Kunde öster- 
relehischer Geschidits-Qnellcsi. Herausgegeben von der zur Pflege vateriindischer 
Geschichte aulgestellten Kommission der Kais. A. d. W. Wien. Aus der k. k. Hof- 
und Staatsdruckerei. II. Jahrg. 1849, 2. Bd., S. 267—280. 8'. Auch Separat, 
abdruck. 14 S. S^ 

Anmerkungen zu Genealogische und topographische Forschungen über 
die Stifter, die Stiftung und Ausstattung von Eberndorf, Qiirniz, Teinach und 
St. Lorenz zu Burg Stein in Kärnten von Ritter von Koch-Sternteid . hbu. 
III. Jahrg. 1850, 1. Bd., S. 231-254. 

Die Jugend- und Wanderjahre des Grafen Franz Christoph von Kheven- 
hiller nach seinen eigenen Aufzeichnungen. Ebd. III. Jahrg. 1850, 1. Bd., 
S. 331-395. (S. Sitzungsber. d. Kais. Akad. d. Wiss. 3. Bd. 1849, S. 162-163, 
182-183.) 

Einige Bemerkungen zu dem Aufsatze des Herrn Professors Tangl im 
Archiv I. 137 und ff. Die Grafen, Markgrafen und Herzoge aus dem Hause 
Eppcnstein. Ebd. III. Jahrg. 1850, 1. Bd., S. 643—654. 

Ausschußtag der fünf niederösterrefchischen Lande in Wien 1556. Ebd. 
8. Bd. 1852, S. 155-173. Auch Separatabdruck. 19 S. 8°. 

>) Das Mskr. dieses Werkes in der Stiftsbibl. XI, 540. 277 S. 4°, enthält 
vieles, was im gedruckten Werke fehlt. 

•) Das Mskr. XI, 515, Bl.la bis 17b, 2 , in der Stiftsbibl. führt den Titel: 
»Geschichte der Unruhen der Unterthanen des Stiftes Spital am Pirn.t 



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106 



Über den Grafen Ulrich von Schaunberg, den angeblichen Erzieher des 
Herzogs Rudolf IV. von Österreich. Ebd. 8. Bd. 1852, S. 323-331. (S. Sitzimgs- 
berichte d. Kais. Akad. d. Wiss. 9. Bd. 1853, S. 3.) Auch Separaiabdruck. y S. 8". 

Zur Charakteristik des Freiherrn Georg Erasmus von Tschern embi und 
zur Geschichte Österreichs in den jähren 1608—1610. Ebd. ^. Bd. 1853, 
S. ioy-22o. (S. Sitzungsber. d. Kais. Akad. d. Wiss. 9. Bd. 1853, S. 3.) Auch Separat- 
abdntck. 58 S. 8*. 

Bericht des Landeshauptmanns Sjegmnnd v, DIeirichstein an den Erzherzog 
Ferdinand über den Oberfall zu Schladmlnsr am 3. Juli 1525. Ebd. 17. Bd. 1857, 
S. 131 ' 148. Auch Separatabdrudc 18 S. 8". 

Anmerkungen zur »Geschichte der Herrschaft Windeck und Schwertberg 
im Lande ob der Enns^. Von Julius Stmadt. Ebd. 17. Bd. 1S57, S. 205 - 207. 

Des Propstes Gerhoh von Reiehersber^ Abhandlung: De investigatione 
AntiChristi. Codex mscr. im Stifte Reichersberg. Auszugsweise mitgeteilt von 
J. St. Ebd. 20. Bd. 1859, S. 127-188. Auch Separatabdruck. 62 S. 8 . 

Zur Geschichte der Grafen von Schaunberg Im l ande ob der Enns. 
Notizenblatt. Beilage zum Archiv für Kunde österr. Geschichtsquelten. Heraus- 
gegeben von der hist Kommission der Kais. Alcad. d. Wi8s.^n Wien* Wien. Aus 
der Ic. k. Hoff- und Staatsdruckerei. 8**. Erster Jahrg. 1851, Nr. 20, 5. 315 320; 
Nr. 2t, S. 329-336; Nr. 22, S. 341-347: Nr. 23, S. 361->368; Nr. 24, 
S. 372-382. Zweiter Jahrg. 1852, Nr. 1. S. 7 13. 

Ober den Ufgau. Ebd. Erster Jahrg. 1851. Nr. 22, S. 347-352. (S. Sitzunss* 
berichte d. Kais. Akad. d. Wiss. 7. Bd. 1S51, S. ö41.) 

Nekrolog. Vier l-*ergamentblätter aus dem 13. Jahrhunderte in St. Florian. 
Ebd. Zweiter Jahrg. 1852, Nr. 19, S. 291—298. (S. Sitzungsber. der Kais, Akad. d. 
Wiss. 7. Bd. 1851. S. 641.) 

Regelten aus den Urkunden im Archiv zu Eferding. Ebd. Zweiter Jahr- 
gang 1852, Nr. 20, S. 305-312; Nr. 21, S. 323-329; Nr. 22, S. 337-340. Re- 
Siesten aus dem fürstlichen Archive zu Eferding. (S. Notizenblatt 1852; S. 11) 
Ebd. Dritter Jahrg. 1853, Nr. 12, S. 236-240; Nr. Ii, S. 276-280. 

Notizen aus und über Hanshofen am Inn. Ebd. Vierter Jahrg. 1854, Nr. 18, 
S. 409 -416; Nr. 19, S. 445-448; Nr. 20, S. 465 -472; Nr. 21, S. 496-504; 
Nr. 22. S. 524-530. 

Pfarrkirche Tauersheim. Ebd. Sechster Jahrsr. 1856, Nr. 18, S. 413—416. 

Nachträge zu dem Aufsatze »Über die Vögte von i-*erg« in Chmels 
»Österreichischem Oeschiditsforscher« II. S. 260 und ff. Ebd. Siebenter Jahr* 
gang 1857, Nr. 13, S. 198—200; Nr. 14, S. 213-215. 

I. Bericht fiber den Aufruhr der Anhinger Wyctiffs gegen K. Heinrich V. 

von England. II. Über die Gewaltthätigkeiten, welche sich ein Herr von Sunberg 
erlaubt hat (im 14. Jahrhundert). Sitzungsberichte der Kais. Akad. d. Wiss. Philos.- 
hist. Klasse. Wien. Aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, in Kommission bei 
W. BraumüUer. Fünfter Bd. 1850. 64 -70 S. 8'. 

III. Arbeiten in den Publikationen des Museums Francisco- 

Carolinum in Linz. 

Des Grafen Franz Christoph Khevenhillers Brautwerbung. Musealblatt 183ft, 
Im Verl, der Quirin Haslinger'schen Buchhandlun^r. Gedruckt bei Josef Feidi- 
tingers sei Witwe. 4*. Nr. 1, & 2-5; Nr. 2, S. 9-11. 



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109 



Der Minnesinger DidniM' von Alst, elttOberöstcrreicher. MnMalbUttlMO, 

Nr. 1, S. 1-3. 

Finc Zugabe zum siebzehnten Bande der kirchlichen Topog^raphie, welcher 
die Besciireibung des Dekanats Peuerbach enthält. Musealblatt 1840, Nr. 17, 
S. 79-81; Nr. 18, S. 86-88; Nr. 19, S. 91-92; Nr. 20, S. 95-96; Nr. 21, 
S. 100—102. Mskr. (18 S. 8*) im Museum Frandsco-Carolinwm. 

Nelcrologr. Johann Christoph Stelzhammer, k. Ic Rath, Doctor der Theo- 
logie und [Domherr zu St. Stephan in Wien. Musealblatt 1840, Nr. 20, S. 93 -95. 

Des Grafen Franz Christoph Khevenhiller's zweite Vermahlung. Museal- 
bUtt 1841, Nr. 13, S. 50-51: Nr. 15, S. 57-58. 

Wie Graf Franz Christoph Khevenhiller den Orden des goldenen Vlieses 
erhidi Musealblatt 1841, Nr. 25^ & 90-100. 

Die Sdtaunbergischen Orabmller zu Wilhering. 1. Die Schaunberge im 
Lande Österreich ob der Eons. Musealblatt 1841, Nr. 32, S. 129-130; Nr. 33, 
S. 134-136. 

Die Stiftung der Pfarre Pergkirchen im Machlande. Zeitschrift des Mus. 
Franc-Carol. auf das Jahr JS42, Nr. 4, S. 13-15. 

Gutachten des Prof. Dr. Sandbichler über die Inschrift auf dem Idol, 
welches in der Oötzengrotte zu Hellbrunn bei Salzburg entdeckt wurde. Zeit> 
sdirift des Mus. Franc-Carol. auf d. J. 1843, Nr. 6k S. 21—22. 

Wie die Annalen des Grafen v. Khevenhiller entstanden. Zeitschrift des 
Mus. Franc.-Cnro!. auf d. J. 1S43. Nr. 7, S. 27- 28. 

Eine Bemerkung zu dem Stiftbrief des Klosters Kremsmünster. Zeitschr. 
d. Mus. Franc-Carol. auf d. J. 1843, Nr. 9, S. 33—35. 

Franz Kurz. Zeltsdir. d. Mus. Franc-Carol. auf d. J. 1843, Nr. 15, S. 57—60. 

Wie kamen die Volkenstorfischen O&ter in den Besitz der Oralen von 
Tilly? Zeitschr. d. Mus. Franc-Carol. auf d. J. 1843, Nr. 2$, S.89-91; Nr. 24, 
S. 05—96. 

Die Sage über den Ursprung des Marktes Ried im Innviertel und dessen 
Wappen. Zeitschr. d. Mus. Franc-Carol. auf d. J. 1844, Nr. 12, S. 48-50; Nr. 13, 
S. 51-53. 

Nekrolog Sr. Hochwfirdcn Herrn Josef Schmidberger, reg. Chorheim zu 
St Florian. Zeitschr. d. Mus. Franc-Carol. auf d. J. 1844, Nr. 26, S. 103-105. 
Kaiser Maximilians Hinscheiden in der Burg zu Wels. 3. Bericht über 

(fie lefstutiffen de;; vaterl. Vereines zur Bildung eines Museums für das Erz- 
herzügiutTi (Österreich ob der Enns und das Herzogtum Salzburg. Linz 1839, 
1. Anhang, S. 87 -94. 4*. Aus der Buchdruclverey des Friedr. Eunch. 

Vortrag, gehalten bei der Generalversammlung des Museumvereins für 
österreidi ob der Enns und das Herzogtum Salzbiurg im Jahre 1839. (Ober die 
Leistungen zur Sammlung eines Diplomatars für Österreich ob der Enns.) 
4. Ber. über d. Mus. Franc.-Cnr. 1840, 1. Lief, der Beiträge zur Landeskunde 
für Österreich ob der Enns und Salzburg*, S. 1—10. 8 ". Aus der Buchdruckerei 
des Friedr. Eurich. Mskr. XI, 499 (6 BI. 2") der Stiftsbibliothek. 

Geschichte des Klosters des heiligen Geist-Ordens zu Pulgarn. 5. Ber. . . . 
1841, 2. Uef. .... S. 60-110. Mskr. XI, 541, Bl. la bis 17b der StiftsbiU. 4^ 

Im OeneAl<^e des Geschlechtes der Herren von Capellen. & Ber. . . . 1842, 
3. Lief. . . n S. 73—167. Mskr. XI, 541, Bl. 19a bis 43b d. Stlftsbibl. 4*. 



') Über Dietmar von Alst (Ast, Eist) Siehe K. Ooedeke, Deutsche Dichtung 
im Mittelalter, Hannover 1854, S. 913. 



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110 



Ein Fragment aus der Chronik des ehemaligen Stiftes reg. Chorherren 
zu Hanshofen am Inn. 13. Ber. . . . 1853, 8. I , 35 S. (Druclt von Jos. Wimmer.) 

Schicksale des Klosters und der Umgebung von Ransbofen im bayrischen 
Erbfolgekriege 1504. 14. Ber. . . . 1854, 9. I , 32 S. 

Zur Oeacbldite der Pfarre und der Stadt VdcklabrucL 17. Ber. . * . 18S7, 
12. Lief. ...» S. 1—190. Auch besonders abgedruckt. 

Ober die Abstammung der Herren und Grafen von Schaunberg. Vor* 
getragen bei der Generalversammlung des Mus. Franc.-Car. am 12. Jänner 1860. 
21. Ber. . . . 1S61, 16. Lief. . . ., S. 1 13. (Anhang. Einige Ortsnamen nach der 
gegenwättif^^en Schreibung und nach der urkundlichen Schreibung. S. 13.) 

Zur Geschichte des Grafen Ulrich von Schaunberg. Gelesen in der 
Generalversammlung des Mus. Pranc-Car. am 12. Jinner 1861. 21. Ber. . . . 1861, 
16. Uef. . . n S. lS-'25. 

Berthold Preuhaven, der berühmte Deutschordens-Comthur, ein OI>eröster- 

reicher aus Steyr 25. Rer. ... 1865, 20. Lief S. 1-21. (Den ScbluB der 

Abhandhmg bilden Steilen aus Jeroschins Reimchronik') mit erläuternden An- 
merkungen von Stülz.) 

Urkundenbnch des Landes ob der Enna. Herausgegd>en vom VerwalterngSF 
ausschuB des Museum Frandsco-Carolinum zu Linz. 1. bis 5. Bd. 1852 bis 1868. 
Wien. Aus der Ic. Ic. Hof- und Staatsdruckerd. 8*. 

IV. Arbei ten inanderenperiodischenSchriften und Sammelwerken. 

Ebelsberg oder Fbersbcrg? Siehe : Österr.Zeitschr. für Geschieht? und Stin'.'i- 
kunde, Heransgeg. und redig. von J. P. Kaltenbaeck. Wien. In Komtuission der 
F. Beckschen Buchliandlung. Gedruckt beiden Edlen v. Ghelenschen Erben. 4 \ 
1. Jahrg. 1835» Nr. 87, S. 348. 

Das Ottt Ecleendorf. Ebd. 3. Jahrg. 1837, Nr. 102, S. 406. 

Die Resolution Kaiser Rudolph II. vom 6. May 1597 oder das soi^cnannte 
Interimale. Ebd. 1. Jahrg. 1S35, Nr. 19, S. 73-76; Nr. 20, S. 77-80; Nr. 21. 
S. 81—83; Nr. 22, S. 85-88; Nr. 23, S. 89 -92; Nr. 24, S. 94-96. 

loh. Kepler's Leben und Wirken . . . von j. L. C Freiherrn v. Breit- 
schwert Stuttgart 1831, bei F. C. Löf! und Sohn. 8^ Ebd. Blatter für Literatur, 
Kunst und Kritilc. 1. Jahrg. 1835, Nr. 80, S. 353- 354; Nr. 00, S. 350-360. 

Ober-Pinzgau oder der Beziric MiitersilL Eine geschichtl.-topograph., Statist, 
und naturhist. Skizze, dargestellt von Ignaz v. Kürsinger. Salzburg 1S41. Siehe: 
Österr. Blätter für Literatur und Kunst, Geschichte, Geographie, Statistik und Natur- 
kunde. Merau*;gcg. und red. von Dr. A. Adolf Schmitil. Wien Oedruckt hei 
Anion btrauli' sei. Witwe & Sommer. Erster Jahrg. 1&44, IL Quartal, Literatur, 
Nr. 21, S. 161-163. 4 *. 

Historisch-kritische Bemerkungen (über eine Sage vom RIeder Wappen 
und die Bestimmung der Ipfbäche). Ebd. dritter Jahrg. 1846, Nr. 27, S. 215—216. 

Kritische Notizen (v.u Prit?' und Lichnowsky's Werken) Unttr (""hmels 
>iV\itteilungen zur Geschichte und Topographie« I, 3. Ebd. Vierter Jahrg. 1847, 
Nr. 28, S. 112. 

Zur Geschichte der bischöflich Freisingischen Herrschaften in .Österreich 
während der Zeit BUchofs Sixtus (1474 bis 1404). Unter Chmels »JUitteilungen . . 
VI, 16. Ebd. Vierter Jahrg. 1847, Nr. 77, S. 305 -308, Nr. 84, S. 334-336; Nr. 85, 



') Über Jeroschins Deutschordenschronik siehe K. Ooedeke, Deutsche 
Dichtung im Mittelalter, S. 865. 



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in 



S. 338-340; Nr. 89, S. 354 356; Nr. 90, S. 358-360; Nr. 101, S. 402-404; 
Nr. 102, S. 405 - 407.') 

Bemerkungen und Nachträge zu Kciblingers Notizen über die Vö^^e von 
Pcrg. In Nr. 33 der öst. Bl. Jahrg. 1847. Unter Chmels »Mitteilungen . . 
IX, 26. Ebd. Vierter Jahrg. 1847, Nr. 187, & 741—742. 

Oesehichie des stlzburgisdiMi Benedictiner-Stiftes Michaelbeuern» von 
Michael Filz. Salzburg 1833. Duyie. Siehe :Jahrbücher der Literatur. Wien. Oedniclct 
und verlegt bei Karl Gerold, m. Bd. S', S 225 240. 

Neuere (leschfchte der Deutschen von der Rerormation bis zur Bundes« 
acte, von Karl Adolf Menzel. Breslau 1620 -1837. 7 Bde. Ebd. 81. Bd. 1838, 
& 148-193. 

Die Herren und Grafen von Schannberg und ihre Oräber in der Stifts- 
kirche von Wilhering. Siehe: Berichte und Mithteilungen des Alterthums-Vereines 
zu Wien. Druck von A. Pichlers Witwe 8t Sohn. In Kommission def Buch- 
handlung August Prandei. X. Bd. 1869, HI. Heft, 4°. S. 1^ 17 

Khlesls des Kardinals, Direktors des geheimen Kabinetts Kaisers Matthias, 
Leben. Beschrieben von Hammer-Purgstall. Vier Bde. Wien 1847 bis 1851. Siehe: 
Gelehrte Anzeigen. Herausgeg. von Mitgliedern der K. bayr. Alcad. d. Wiss. 
München, gedr. in der Je. Central -Schnlbuchdraclcerey. im Verl. der königl. 
A. d. W., in Commission der Franz'schen Buchhandlg. 4 . 26. Bd. 1848, Nr. 122, 
S. 977 982; Nr. 123, S. 985 -990; Nr. 124, S. 993 99S; Nr. 125, S. 1001-1008; 
Nr. 126, S. 1009-1016; 29. Bd. 1S49, Nr. 211, S. 649-656; Nr. 212, S. 657-^664; 
Nr. 213, S. 670-672; 31. Bd. 1650, Nr. 102, S. 817-819; Nr. 103, S. 825-832; 
Nr. 104, $. 833-840; 34. Bd. 1852, Nr. 28, S. 225-226;. Nr. 29, & 233-240; 
Nr. 30, S. 241—248. 

Kaiser Ferdinand II. im Kampfe gegen die protestantischen Stinde Oberöster- 
reichs. Hist.-pol. Siehe : Blätter für das kath. Deutschland, herausgeg. von G. Phillips 
und ü. üörres. München. In Kommission der lit.-artist. Anstalt. 8 .111. Bd. 1839, 
S. 673—684, 742—756; IV. Bd. 1839, S. 13— 21, 16S-17S, 219-230, 5Q3-604. 

Charitas Pirklieimer, Abbtissin des St. Clara-Klosters und die Reformation 
in Nfimberg. Ebd. Xlll. Bd. 1844y S. 513 -539. 

Ober den EinfluO der Kirchentrennung auf die Literatur. Ebd. XIX. Bd. 
1847, S. 25 - 51, 257- 286, 365—407, 705-724. 

Kirchliche Miltheilungen nus Oberösterrcich. Siehe: Katholische Blätter niis 
Tirol. Red. von Bartholomä Kotneter. Innsbruck. Verlag der Wagnerschen Buch- 
handlung. VI. Jahrg. 1848, 8", Nr. 17, S. 417-422; Nr. 20, S. 517-519; Nr. 26, 
S. 675-676; Nr. 42, S. 996-998. 

Die Klagen der Augsburger allgemeinen Zeitung Ober tirolische Zu- 
stände. Ebd. Vn. Jahrg. 1849, Nr. 75, S. 1535-1542. 

Kirchliche Mittheilungen aus Obcrösterrcich. (Über den Linzer Katholilcen- 
vcrein.) Ebd. Vill. Jahrg. 1850, Nr. ö, S. 113-115. 

Ein Kuriosum. Ebd IX. Jahrg. 1851, Nr. 97, S. 2517-2522. 

Die Clausnerin Wilbirg in St. Florian. Siehe: Linzer >Theül.-prakt. Quartal- 
schrift«. 1849, 8*, S. 70—114. 

Charitas Pirldieimer, Abbtissin des St. Clara-Klosters und die Reformation 
in Nürnberg Ebd. 1855. S. 1-54^ 193—259. (Auch SeparaUbdruck. Wels 1855. 
Job. Haas. 121 S. S .) 

Über Jugendbündnisse. Ebd. 1862. S. 162-175. 



*) Diese Arbeit hat Kurz begonnen. 



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112 



Zur kirchlichen Finthcilttr^t ^^'^ Landes ob der Enns. Ebd. 1862. S.223 — 227. 
Notizen zur Pfarrgeschichte von Lasherg. Ebd. 1S64. S. 137—170. 
Pfarrgeschichte von St. Oswald. Pfarre Grünbach. Pfarre Windhag. Ebd. 
1865. S. 338-m 

Einige Fragmeiite zur älteren Pfarrseschldite von Outau» St Leonhart 
Ebd. 1868. S. 210- 223. 

Eini^re Fragmente zur alteren Pfarrgeschichte von Wartberg. Ebd. 1868. 

S. 273 - 2gü. 

Rede auf der /weiten I^rovincial-Versammlung der katholischen Vereine im 
Bisthume Linz am 21. und 22. August 1850 zu Wels. Verhandlungen der zweiten 
Provincial-Vcrsammlung d. kath. Ver Jm Bilthnme Linz am 21. und 22. August 1880 
zu Wels. Druck von Joh. Huemers Witwe. 8*. S. 15—17. 

Rede auf der vierten Provinciai-Versammlung d. kath. Vereine im Bisthume 
Linz am 24. und 25. Auk'''^' 15^52 zu Stcyr. Verhandl. der vierten Provinciai- 
Versammlung. . . . Linz 1852. Druck von Joh. Huemers Witwe. 8". S. 18—25. 

Rede auf der fünften Provinciai-Versammlung d. kath. Ver. im Bisthume 
Unz, am 23. und 24. August 1853 zu Linz. Verhandlungen der fönften Provinciai- 
Versammlung. . . . Linz 1863. Druck von J. Huemers Witwe. 8*. S. 48—55. 

Einleitung zu den »VerbandLder vierten Generalversammlung des katho- 
lischen Vereines Deutschlands am 24., 25., 26. und 27. September 1850 zu Linz.< 
Amthcher Bericht. Linz. Papier und Druck von Joh. Huemers Witwe. Verlag: 
Linz bei Vinzenz Fink und Fr. Ignaz Lbenhöch, Regensburg bei Fr. Pustet, 1850. 

8». s. m-vi. 

Markgraf Konrad in den Urkunden des Stiftes Waldhausen und im Salbuche 
zu Oöttwelg. Siehe: Der österr. Geschichtsforscher. Herausgeg. von Jos. ChmeL 
Wien, F. Becksche Universititsbuchhandlung. 8*. I Bd. 1838, U. Heft» S. 226-230 
(Nr. IX). 

Ober die Vögte von Per{?. Zusammenstellung der ihren Namen ent- 
haltenden urkundl. Denkmähler. Ebd II Bd., Wien 1841 bis 1842. Uedruckt und 
im Verlag bei Karl Gerold. 8 . 2. Heft, b. 200-273 (Nr. IX). 

Beitrige zu einem Codex epistolaris aus HandschriÄen der k. k. Hof> 
bibliothek. Von Thomas Dollfaier. Mitgeteilt und erliutert vom Archivar Stülz 
in St. Florian. Ebd. II. Bd., 8«. 3. Heft. S. 39Q-417 (Nr. XIII). 

Geschichte des Klosters Wilhering. Siehe : Topographie des Erzherzo^hums 
Österreich. Das Dekanat St. Johann im Mühl-Kreise, sammt denStiften Wilhering 
und Enpelszeil in dem Decanate Peyerbach. Von Matthias Reisacher. Wien 1840. 
In Kommission bei Franz Wimmer. Der 3. Abt. 5., des ganzen Werkes 18. Bd. 
S. 1—128. 8*. (Auch besonders abgedruckt.) 

Pfarre Feldkirchen, Qoldwdrtb, Walding, St Gotthard; der Wtedbcig, 
Pfarre Waldkirchen, Nieder-Waldkirchen, St Peter am Windberg, St Marien, 

St. Johann am Windberge, St. Veit; Urkunden; das Cisterdenser-Stift Engelszell 
(Vallis Angelonini). Fbd. S ?=.5- 397. 

III. Prcdijift \ or^etrajtjeii in der Kirche 7U Garsten am 26. Juli 184Z Sielie: 
Erinnerung an das siebenhundertjährige Jubelfest des sei. Berthoid, ersten Abtes 
zu Garsten im Jahre 1842. (Von Fr. X. Pritz.) Linz 1843. Bei Quirin Haslinger. 
Gedr. mit J. Feichtingerschen Schriften. S. 39—51. 8^ 

Die Gründung des Hospitals am Pyhrn. Siehe : Album aus Österreich ob 
der Enns. Linz 1843, Veriag von Vinzenz Fink. S. 31 40. S". 

St. Florian. Siehe : Der Oherösterreicher, Geschäfts-, Hau« und Volkskalcnder 
uf das gemeine Jahr 1859. 5. Jahrg. Linz, VerL v. Vinzenz f ink. S. 23-51. 4". 



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113 



RiMdlieb. (Fragmente eines lat Gedichtes aus dem 11. Jahrb.) Entdeckt 
von Stfilz [1830]» veröffentlicht von A. Schmeller in dem Werke : Lat. Gedichte 
des X. und XI. Jahrhunderts. Herausgeg. von Jak. Grimm und Andr. Schmeller, 
Oöttingen 1S3S. Im Verl. der Dieterichschen Buchhandlung. 8 . S, 127 ff. 

Heinrich v. Türhn. ) Uiemers Bciträgezuraltdeutschen Liferatur.li.T.,S.50ff. 

Beiträge zu den .N^ainzer Regesten« des Kornelius Wiii. 

V. Handschriftlicher Nachlaß. 

Denkbuch. Im Stiftsarchiv. 175 S. 4^ 

Materialien zur Geschichte des Klosters Wilherins;. (Enthalten manches, 
was die im Druck erschienene Geschichte Wllherings von Stütz nicht bringt) 
Mskr. XI, 514 der Stiftsbibl. 157 Bl. 2^ 

Zur Geschichte des Stiftes Reichersberg. lS4ö. Mskr. Xi, 539. D. der 

Stiftsbibliüthek. 152 S. 4". 

Noten zu Strnadts Feuerbach (27. Bericht über das Museum Franc- 
Om>l. 1868» 22. Mef., S. 1-634); siehe Seite: 12, 21, 22, 23, 25, 30, 31, 35, 54, 
58, 123, 142, 143, 158, 200, 201, 204, 207, 222, 241, 247, 294, 314, 315, 366, 445, 
446, 447, 448, 463, 470. 4SI. 491, 495, 511, 514, 595, 596, 614. 

Beiträ{?e zur Geschichte der Herren und Grafen von Schaunberg. Ca. 1870. 
Mskr. X!. 53U. E. der Stiftsbibh'othek. 11 Bl. 4". 

Abhandlung von unser Herrenlichnanien. (Spurlos verschwunden.) 

Karl Ritten 

Ritter, geboren den 13. Okiober 1804 zu Hallstatt in Ober- 
Österreich als der Sohn eines Saltnenbeamten, absolvierte das 
Gymnasium in Kremsmflnster und wurde am 13. November 1824 
im Stifte St Florian eingekleidet Nachdem er am 22. November 1827 
die feierliche Profeß abgelegt und 1829 die heilige Priesterweihe 
empfangen, sandten ihn seine Oberen nach Wien an das k. k. höhere 
geistliche Bildungsinstitut zu St Augustin, wo er mehrere Rigorosa 
machte. Im Jahre 1834 war Ritter Graf Weißenwdffscher Schloß- 
kaplan zu Parz. 1835 erhielt er die Verwaltung der Stiftsbibliothek, 
seit 1837 versah er zugleich das Amt eines Novizenmeisters und 
das eines Kustos der Stiftskirche. 1846 übernahm er dazu noch das 
Lehramt des Bibelstudiums des Alten Bundes und der orientalischen 
Sprachen an der theologischen Hauslehranstalt. Von 1859 an wirkte 
Ritter in der Seelsorge, und zwar zuerst als Pfarrvikar in Maut- 
hausen (bis 1862), dann in Wallern und seit 1S70 in Vöcklabruck, 
wo er am 12. Juli 1878 starb. 

Nebst mehreren Au li. ätzen in verschiedenen 
Blättern haben wir von Ritter folgende wissenschaft- 
liche Arbeiten: 

Plan der Stadt ümunden und der nächsten Umgebung. Gezeichnet von 
K. Ritter, lithogr. von A. iMfilier, gedruckt bei J. Hafner in Linz 1849. Schwarz- 
drudc mit Schraffen. 41 X 3S Zentimeter. 

') Über Heinrich von (dem) Türlin siehe Ooedeke, Deutsche Dichtung 
im MitfeUlier, S. 775. 

Ccrafk, SchrifMellcr der A«CMtlii«r.Cborherreiittlfte. 8 



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114 



Plan des Marktes Ischl. 41 X 35 Zentimeter. 

Denkmäler von Omunden und dessen nächster Umgebung'. Sitziings> 
berichte der Kais. Akademie der Wissenschaften in Wien, XIII. B. S. 479» 481, 

Das Leben des heiligen Mönches und Apostels der Nonker S<"ver!n, he- 
schriehen von seinem Schüler Eugippius. Aus dem Lateinischen ubertraK(rn mit 
einer Einleitung und erläuternden Anmerkungen begleiteL Linz Fink. 1. Bd. 
175 S. 8«. 

Ameth Michael. Nekrolog in der Linzer-Zeitimg 1854» Nr. 79. Separat- 
abdnick 10. S. 

Der selii^^e Pclrus Fourier, ein regulierter Chorlterr des heiligen Augustin, 
dargestellt in seinem Leben und Wirken. Neb t < inciii Umrisse der Geschichte 
der regulierten Chorherren des heiligen Auguslin. tin Beitrag zur Geschichte 
des kirchlichen Lebens, besonders im Anfange des siehtebnten Jahrhunderts. 
Mit Beilagen. Unz 1855, Ebenhöch. XII und 414 S. 8\ 

Kaiser Josef IL und seine kirchlichen Reformen. Mit einer Beigabe: 
Pius* VI. Reise nach Wien, ihre Ursachen und Folj^^en. Aus dem Lateinischen 
des J. C. Cordara d. 0. J. Regensburg 1867, Manz. VIII und 418 S. 8". 

Hilter nahm mit mehreren Mitbrüdern auch an der Übersetzung der 
»Nachfolge des heiligen Herzens Jesu« von P. J. Arnold aus dem Lateinischen 
teil. Diese Obersetzung erschien 1864 in Ingetiohl Im Verlage der Walseimsfalt 
und umfaßt VI und 592 Seiten in 8". 

Dr. Josef Reiter. >) 

Reiter wurde am 8. Dezember 1805 In St. Florian geboren. 
Das Kind dürftiger Eltern kam als Konventknabe zur Erziehung 
und Dienstleistung in das Stift Si Florian und lenkte durch 
seine überreiche Begabung die Aufmerksamkeit des damaligen Biblio- 
thekars Eduard Klein auf sich, der es ihm ermöglichte, die Studien- 
laufbahn zu betreten. Nach glänzend absolvierten Studien am Gym- 
nasium und am Lyzeum in Linz trat Reiter den 1. Oktober 1826 
in das Stift ein, legte am 15. April 1830 die feierlichen Gelübde 
ab und wurde am 3. Juli 1831 zum Priester geweiht. Noch in 
demselben Jahre wurde er an die höhere geistliche Bildungsanstalt 
zu St. Au<^iistin in Wien geschickt und trat, nachdem er an der 
Wiener Universität zum Doktor der Theologie promoviert worden war, 
bereits 1834 das Ltrlnanit an. Zuerst wirkte Reiter als Supplent an 
den Humanitätsklassen des Gymnasiums in Linz, später wurde er 
von Kaiser Franz zum Professor der Kircliengeschichte und des 
Kirchenrechtes am k. k. Lyzeu-m in Linz ernannt. An diesem und 
später an der bischöflichen theologischen Diözesanlehranstalt lehrte 
Reiter, der eine Berufung an die theologische Fakultät in Salzburg 
und eine auf Dr. Felilers Lehrkanzel in Wien abgelehnt liatte, durch 
mehr als 40 Jahre ununterbrochen und unermüdlich. Sein hoher 

*) Siehe den Nekrolog: >Prof. Dr. Josef Reiter« von Ozlberger im Linzer 
Volksblatt 1876, Nr. 87. 



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115 



Geist, sein reiches Wissen und seine Herzensgüte verbanden ihm 
seine Schüler dauernd. 

In dieser Stellung brachen er und, durch unauflösliclie Bande 
der Freundschaft mit ihm verknüpft, Aug. Rechberge r, selbst 
beide geweckt und erfüllt vom Geiste der PP. Weninger und 
Stöger S. J., einer neuen, frischen, iL-lK-nsprühenden kirchlichen 
Richtung des obernsterreichischeii Klerus mit stiller, e^emes^-ener, 
nachhaltig wirkender Kraft die Bahn. Mit brennendem hifer hat 
Reiter die lang verschüttete Ghit der Andacht, des Gebetes, des 
sakramentalen Lebens im Volke wieder geschürt und angefacht. In 
der Geschiclite des katholischen Vereinslebens nimmt Reiter einen 
der hervorragendsten Plätze ein; gar manche Stratie ist er in 
den Jahren seiner besten Kraft gezogen, um in den General- 
versammlungen der katholischen Vereine Österreichs und Deutsch- 
lands seine Heimat zu vertreten, gar manches treffende Wort hat 
der gedankenreiche, sprachgewandte Redner als Samenkorn in die 
Furchen der Geister gelegt. 

Reiter war bischöflicher Theolog bei der Wiener Provinzialsynode 
im Jahre 1858 und nahm im Jahre 1862 als Ablegat an der Ver- 
sammlung der Bischöfe Deutschlands in Würzburg teil. Er gründete 
dem Bonifaziusverein in Österreich ein warmes Heim und leitete 
ihn als Präses. Die armen Missionen der katholischen Kirche an 
den Gestaden der Ostsee, am Harr, an der Weser und Weichsel 
kennen den Namen Retter und segnen ihn. In sicherer und rascher 
Auffassung, wie in gewandter Darstellung Meister, arbeitete er auch 
mit der Feder für die Sache, welcher er sein Leben geweiht hatte. Als 
scharfsinniger und durchgebildeter Kanonist war er in Wahrheit 
Konsistorial- und Ehegerichtsrat, mit dem Vertrauen der Bischöfe, 
denen er in unverbrüchlicher Treue ergeben war, in reichem Maße 
belohnt Mit Rechberger besorgte er die Herausgabe der theo, 
sophischen Schriften des genialen Mediziners Mayrhofen Es war 
keine leichte Arbeit, wie aus folgender Mitteilung Reiters an sehien 
Ordensbruder Mfihlbacher hervorgeht: »Nur die Oedanken sind 
von Mayrhofer, ... sie waren mühsam aus Briefen und abge- 
brochenen Aufzeichnungen zusammenzustellen.« Einige Zeit redi- 
gierte er die Linzer »Theologisch-praktische Quartalschrift« sowie 
die »Katholischen Blätter« und übernahm noch in den letzten 
Jahren die Vt^firde und Bürde eines Obmannes des Katholischen 
Preßvereines, an dessen Gründung er sich in hervorragender Weise 
beteiligt hatte. Er war auch Prosynodalexaminator und Mitglied 
vieler katholischer Vereine. Seinem Ordenshause und seinen Mit- 
brüdem war er inn^; zugetan. Sein großes, edles, opferwilliges, 



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echtes Priesterherz schlug aber in Liebe für den Klerus der 
ganzen Diözese; ihm diente Reiter demütig, freudig, mit Hingabe 
seincb ganzen Seins. Er starb am 12. April 1876. 

Reiters literarische Arbeiten: 

Ein Referat üher $ch\vin<;haimhs (s. d.) Werk : Über das Brevier mit Benick- 
sichtijTun^j der da^ej,'eM erhobenen hinwendiin^en. Lin? 1S3S. Siehe Pietz' 
»Neue theologische Zeitschrift^ XII. Jahrg. 1. B. Wien 1S33, S. 109—127. 

Predigt. Abgehalten am 13. Sept. 1S46 bei der 700 jährigen Jubelfeier des 
Stiftes Wilhering: 1946. (Text: ^Oott hat sein Volk heimgesucht« Lukas 7, 16.) 
In 'Erinnerung an die 700 jährige Jubelfeier des Zisterzienserstiftes Wilhering im 
Jahre 1846^ (vom 6. bis 13. Sept). Linz 1847. Oednickt bei Josef Feichtingcis 
sei. Witwe. S '. ^, 131 -150. 

Längeres Referat über Theoiiorich Hagns: Das Wirken der Benediktiner- 
abtei Kreniitmünster für Vt'issenschaft, Kunst und JugendbiiUung. Linz 1S4S. 
Inder »Theologisch-prakt. Quartalschrift« Jahrg. 134S, lif. Heft, Anhang S. 12—16. 

Das Meditieren. Ein Ritittel zur theoIog.-wissenschaftlichen Bildung. Ebd. 
1849, S. 63 - 6Q. 

Rezension über das Werk: Kirche und Staai in Österreich vor, während 
und nach der Revolution von 1S4S. München 1S40. F,bd. 1849, Anhang S. 20-24. 
Protestantische Zustände. Lbd. 1S49, S. 115-123. 

Reden auf der dritten Provinzialversammiung der katholischen Vereine 
im Bisthume Linz am 20. und 21. August 1851 zu Ried. Siehe »Verhandlungen 
der dritten Provinzialversaramlung ... zu Ried' . Linz 1851, in Kommission bei 
Ignaz Ebenhöch. S. 20-27; S. 79-86. 

Das dreieine Leben in Oolt und jedem Oeschof>fp durch katholische 
Sj^eciilation als Interpretation nachgewiesen. \'on Dr. Karl Maria Mayrhofcr. 
Aus dessen wissenschaftlichem Nachlasse zusammengestellt von zwei Professoren 
der Theologie in Österreich. Regensburg 1851. Manz. 1. Bd. XV und 309 S. 8^ 
bearbeitet von Rechberger; 2. Bd. 354 S., bearbeitet von Dr. Josef Reiter. Referat 
über dieses Werk in der vTheologisch-prakt Quarlalschrift« 1852, S. 79-103 
und S. 219-253. 

Die unehrbare Schwägerschaft, in der »Theologisch-prakt. Quartalschrift' 
Jahrg. 1852, S. 65 78. 

Über den Ablali. tbd. 1S52, S. 335-352. 

Rede auf der fünften Provinzialversammiung der katholischen Vereine 
im Bistum Linz» am 23. und 24. August 1853 zu Linz. Siehe Verhandlungen 
di r fünften Provinzialversammiung ... zu Linz. Linz 1853, Druck von J. Huemers 

Witwe. S. 55-64. S '. 

Pfarrkonkursfraf:cn ans ileni Kirchenrechte. Siehe Theolog.-prakt. Quartal- 
schrift Jg. 1854, S. 1-y. 631-038; Jg. 1855, S. 342 -354; Jg. 1863, S. 382 - 3S4; 
Jg. 1864. S. 180 ff., 450 ff.; Jg. 18öö, S. 246 - 250 uSW. 

Zur Geschichte des Bisthnms Linz. Ebd. 1861, S. 103-123, 195-206. 

Über Namenverwirrung in unserer Zeit, namentlich in dem, was man 
Fortschritt und Rückschritt nennt, und einiges aus dem Gebiete des Bonifazius- 
Vereines. \'ide \'erhandlungen der dreizehnten Generalversammlung der katho- 
lischen X'ereine im Bisthtim Linz zn Freistadt am 20. und 21, August 1862^. 
Linz 1S62, Druck von Huemers Witwe. S. 7. S . 

Ober den innigen Anschluß aller großen Missionäre an Rom, wie 
Ruperttts . . . Bonifacius und fiber des letzteren Wh'ken und fiber den Bonifadus- 



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117 



verein. Sfehe -Verhandlungen der vierzehnten Generalversammlung der katho- 
lischen Vereine im Bisthum Linz zu Braunau am 11. und 12. Auj^ust 1863.< 
Linz 1863k VerUg des Kftth. Centralverelnes. S. 11. S\ 

Dr. Jakob Oasselsberfer. Siehe »Theologisch -praktf sehe Quartelscbrift« 
Jahrg. 1869, S. 417-439. 

Das Beichtgeheimnis. Aus den hinterlassenen Schriften des selijj^en Pro- 
fessors Dr. Josef Reiter. Ebd. 1878, S. 24-30, 217 -226, 377-386. 553-561 

An(?crdcm erschienen von Reiter noch zahlreiche andere kleinere Beiträge 
in der -Theolog.-prakt. Quartalschrift , Aufsätze im >Religions- und Kirchen- 
freund« 1839, 1840, Im »Volksblatt für Religion und Gesetz«, Linz 1848, und 
viele Artikel (- mit J. R. gezeichnet -) in den »Katholischen Blättern« 1849-1863. 

Geoi^ SchaffHnger. 

Er erblickte am 5. April 1806 zu Hofgastein im Herzogtum 
Salzburg das Licht der Welt und wurde am 5. Oktober 1828 in 
St Florian eingekleidet Am 30. September 1831 legte er die feier- 
liche Profeß ab und 1833 empfing er die Priesterweihe. Im Jahre 1834 

war er Kooperator in St. Peter am Windberg, 1835 Pfarrprovisor 
in Waxenberg, 1836 kam er als Professor an das Gymnasium in 

Linz. Ausgezeichnet mit dem Titel eines bischöflichen Rates und 
mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone, schied er am 
18. September 1867 in Tephtz aub diesem Leben. 

Er verfaßte die I^rogrammarbeit: 

Blicke auf die Entwicklung der poetischen und historischen Literatur bei 
den Hauptvdlkem Mittel- und West-Europas. Jahresbericht des k. k. akademischen 
Gymnasiums zu Linz am Schlüsse des Schuljahres 18S5. Aus der Euricbschen 
Buchdnickerei in Linz. S. 3-23. 4*. 

Peter Riepl. 

P. Riepl, geboren zu Oberneukirchen in Oberösterreich am 
28. Juni 1810, trat am 28. August 1830 in das Stift St. Florian ein, 
legte am 21. September 1833 die feieriiche ProfeB ab und wurde 
1835 zum Priester geweiht Bald darauf wurde er Kooperator in 
Regau, 1840 Supplent und bereits 1841 ordentlicher Professor am 
k. Ic Gymnasium in Linz, von 1854 an war er zugleich Hofmeister 
des Stiftshauses in Linz. 1881 erhielt er das goldene Verdienstkreuz 
mit der Krone, 1885 wurde er geistlicher Rat; in demselben Jahre feierte 
er auch seine Sekundiz. Er starb am 28w Mai 1888 als Stiftssenior. 

Seine titerarischen Leistungen: 

Deutsches Rituale. Zusammengestellt aus der Unzer theol.-prakt. Monat- 
sctirift und dem Rituale Passav. und anderen Quellen. 1836. Mskr. 1. d. Stifts- 
bibliothek. XL 488. A. 158 S. 8". 

Ober Abfassung deutscher Lesebücher für österr. Gymnnsien. Zeitschr. 
f. d. österr. Gymn. Erster Jg. 1850. S. 401 -413. Wien. Druclc und Verl. v. Kar 
Gerold. 8". 



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118 



Über die Vertheilung des deutschen Lehrstoffes auf Gymnasien. Jahres- 
bericht d. k. k. Oymn. tu Linz am Schlüsse des Studienjahres 1851. Aus der 
Buchdruckerei des Frledr. Eurich. S. 3-19. A\ 

UnniaBgebliche Gedanken eines Schulmannes über unseren gegenwärtigen 
Gymnasialunterricht. Zeitschr. f. d. osterr. Oynin. Vierter Jg. 1853. S. 609 -626, 
693-707. 

Ptwas über die gegenwärtige deutsche Orthographie. Die deutsche 
Volksschule. Monalsblatt für Schule und Haus.^ Ked.: Jos. Vogl. Verleger: 
F. fr A. Eurich. Druck v. Fr. Eurlchs Witwe. 8<*. Dritter Jahrg., Line 1854; Nr. 3, 
S. 55-59; Nr. 4, S. 76-80; Nr. 5, S. 103-106; Nr. 6, S. 130-134; Nr. 7, 
S. 154-156; Nr. 8, S. 172 175: Nr. 9, S. 199-202; Nr. 10, S. 222-226; Nr. 11. 
S. 248-252; Nr. 12, S. 272 277. 

Etymologisches Mancherlei. Ebd. Vierter Jahrg^ Linz 1855; Nr. 3, S. 55—56; 
Nr. 4, S. 79-83; Nr. 5, S. 111-115. 

Über die Namen der Jahreszeiten, Monate und Wochentage. ^Der Ober> 
Österreicher.« Linz 1856. 8«. S. 25—30. 

Zur Frage über Abinderungen im Oymnaslalplane. Zeitschr. f. d. ötterr. 
Oymn. Neunter Jg. 1858. S. 189—195. 

Festrede bei der Schillerfeier |des Linker Gymnasiums am 10. Nov. 1859). 
Progranini des k. k. Gymnasiums tu Linz für das Schuljahr 1859/1860. Linz 1860.4". 
Druck von Jos. Feichlingcrs sei. Erben. S. 23—30. 

Zur Geschichte des Linzer Gymnasiums seit dem Jahre 1848. L Verände< 
rungen und Zustände unter dem Ministerium des Kultus und Unterrichls 1848 
—1860. II. Die Oymnasialfrage vor der Presse, dem Reichsrate und dem Land* 
tage. >Theoi.-pralct. Quartalschr.« Linz 1864, S. 356-371, 465-488. 

Johann Oeoi^ Winterstellen 

Winter st eil er, geboren zu Elsbetlien (Salzburp^ am 
25. jänner 1809, wurde im Jahre 1830 im Stifte St Florian tin- 
p^ekleidet und lef^te 1834 die feierliche Profeß ab. Noch in demselbt n 
Jahre empfing er das hellige Sakrament der Priester^'eihe und 
wurde alsbald als Kooperator in Grünbacli angestellt. 1839 kam er 
nach Niederwaldkirchen, 1842 nach St. Oswald und 1843 nach 
Vöcklabruck. 1845 wurde er Kooperator in St. Peter. Daselbst blieb 
er bis zum Jahre 1851, in welchem er als Pfarrer nach Krenglbach 
versetzt wurde. Er starb im Stifte am 24. Februar 1853. 

Wir haben von Winters teil er folgten de literarische 

Arbeiten: 

Em haiulschriftl. deutsches Rituale von 1S34. 

Ein längeres Referat Ober: >Katholischer Katechismus«, 2. verm. vnd 
veri>. Aufl., Regensburg 1848, Pustet >11ieol.'pnkl. Quartalschrift.« Linz 1848^ 
III. Anhang S. 1—11. 

üher die j^emischten Ehen. FhJ. 1S4Q. S. 401-435. 

Christliche Erinncnin^ der armen Seelen im Fejjfeuer. Von der Pflicht 
und den Mittein, den leidenden Seelen aller abgestorbenen Gläubigen zu iielfen. 
Wien 1850, Druck und Verlag von Karl Oberreuter. 64 S. kl.•8^ 



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119 



Andacht 711 Ehren des kostbarsten Blutes Jesu Christi. Linz 1852, Ignatz 
Ebenhöch. Druck von J. Haag in Wels. Größere Ausgabe 112 S., kleinere 90 S. 
(Rezensiert in der »Tlieol.-prakt. Quartalschriftc 1863, S. 183-184.) 

Verpflichtungsgrfinde zum {[dttl. OfflziuRi. >Theotog.-|inilci. Quarttl- 
Bchrift« 1852; S. 469-494» 551-570, 629-644; 1853^ S. 84-100, 274-308, 
702-754; 1854, S. 218 -278. 

Wie kann der Empfang der ersten hl. Kommunion der Kinder recht 
feierlich, erbauend und mit nachfialtigem Eindrucke veranstaltet werden? (Eine 
Konferenzmiuheilung.) Siehe Die deutsche Volksschule. Monatsblau lur Schule 
und Hftus.c Red. und faerausg. von Jos. Striegl. Erster Jahrg. Unz 1852. Buch- 
druck V. Fr. Ettrichs Witwe. 8«. S. 20-23. 

Ignaz Trautnihler.O 

Igfnaz Trautnihler wurde den 10. März 1815 zu Zwettl in 

Niederösterreich {Geboren. Seine Eltern gehörten dem Kaufmanns- 
stande an. Frühzeitig gewahrte man in dem heranwaclisenden 
Knaben große Anlagen zur Musik. In dem Zisterzienserstitie Zwettl 
erhielt er von einem bejahrten praktischen Schulmann trefflichen 
Unterricht in Gesang und VioÜnspie! und genoß zugleich als 
Sängerknabe des Stiftes den Unterricht in den Lehrgegenständen des 
Untergymnasiums. Von Zwettl kam er in das mit der Bcnediktiner- 
abtei Molk verbundene Gymnasium, das siebente und achte jaht 
seiner Oymnasiaistudien legte er in Kremsmünster zurück. Beide 
Abteien standen, auch was Pflege der Musik betrifft, in aus- 
gezeichnetem Rute. Neben der Kirchenmusik, worin man freilich 
dem Geiste der damaligen Zeit huldigte, wurde viel klassische 
Kammer- und Konzertmusik betrieben, was auf Traumihlers musika- 
lische Ausbildung von (^roßem Einflüsse war. Nach vollendeten 
Gymnasialstudien bat Traumihler um Aufnalime in das Augustiner- 
Cliorherrenstift St. Florian und wurde daselbst am 28. August 1835 
eingekleidet. Die theologischen Studien absolvierte er an der theo- 
Inn-fschen Diozesanlehranstalt ifi Linz, zugleich naiim Traumihler 
in Linz Unterricht in Generalbaß und Harmonielehre beim dortigen 
Domorganisten Jos. Schiedermaier, der zwar nicht als Kirchen- 
komponist, wohl aber als gediegener und äußerst praktischer Lehrer 
in genannten Fächern alle Anerkennung verdiente. Die feierlichen 
Ordensgelübde legte Traumihler am 4. November 1838 ab, 1840 
wurde er zum Priester geweiht und am Feste Mariä Himmelfahrt 
dieses Jahres feierte er sein erstes heiliges Meßopfer. 

Schon im Oktober desselben Jahres kam er als Kooperator 
nach Grünbach, allein nach zwei Jahren (September 1842) wurde er 

') Nach dem Nekrolog ignaz Traunniiler« von Bernhard Deubier in 
»ntegende Blätter f&r katli. Kirchenmusik'. 19. Jahrg. 1884. Nr. 11» S. 109-1IO. 



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129 



in das Stift zuiückberufen , um die Le tiiiiL^ des Musikcliors zu 
iibernehmen. Auch in St. Florian hielt man viel auf die I^lege der 
Musik, aber deren Leitung lag fast ausschlielilicli in den Händen 
weltlicher Stiftsbeamten, die zähe am Althergebrachten festhielten 
und sich von einem jungen, in ihren Augen noch unerfahrenen 
Manne, der gründlich reformieren wollte, nicht willig kommandieren 
ließen, sondern ihm die größten Schwierigkeiten entgegensetzten. 
Dies hatte zur Folge, daß Traumihler nur ein Jahr lang (bis Sep- 
tember 1843) den Dirigentenstab führen konnte und wieder in den 
Dienst der Seelsorge zurückkehrte. Er wurde Kooperator in St. Martin 
(September 1843), St. Peter (Februar 1846J und Ansfelden (AlUrz 1851). 
Traumihlers Andenken ist überall, wo er wirkte, ein gesegnetes. 
Groß war sein Seeleneifer, innig seine Frömmigkeit (bevor er 
komponierte oder rezensierte^ nahm er Stets zum Gebete seine Zu- 
flucht), kindlich sein Vertrauen zur heiligen Gottesmutter, werktätig 
seine Nächstenliebe, makellos sein priesteriicher Wandel. 

Es war im Mal 1852, als Propst Mich. Ameth, nachdem die 
früher erwähnten Schwierigkeiten größtenteils beseitigt waren, Trau- 
mihler in gerechter Würdigung seiner musikalischen Begabung 
definitiv die Stelle eines Regenschori im Stifte fibertrug, welche Trau- 
mihler durch volle 32 Jahre bis zu seinem Lebensende (am IZ Ok- 
tober 1884) bekleidete. Unter seiner ersprießlichen Tätigkeit schwanden 
nach und nach die unkirchlichen Tonstficke vom kirchenmusikalischen 
Repertoire. Er wählte die aufzuführenden Nummern stets mit Be- 
rücksichtigung des besonderen Charakters und der eigentfimüchen 
Grundstimmung der verschiedenen Feste; strenge drang er darauf, 
daß dieser Festcharakter auch bei dem prä- und postludierenden 
Orgelspiel zur Geltung komme. Als Dirigent war Traumihler ein 
gar gestrenger Herr, der jeden Fehler wenigstens durch Mienen- 
spiel und Gebärden rügte und unnachsichtlich schöne Tonbildung, 
deutliche Textaussprache und weihevollen Vortrag veriangte. Nament- 
lich ließ er sich die Heranbildung und Schulung eines tüchtigen 
Vokalchors sehr angelegen sein. Dies, um vieles andere nicht zu 
erwähnen, waren die Mittel, mit welchen es Traumihler dahin- 
brachte, daß der Musikchor von St Florian sichr bis heute in ganz 
Oberösterreich eines trefflichen Rufes erfreut Neue Anregung fand 
Traumihlers kirchenmusikalisches Wirken, als Witts »Fliegende Blätter 
für katholische Kirchenmusik« und die »Musica sacra« erschienen — , 
welche Zeitschriften Traumihler eifrig las und in weiten Kreisen zu 
verbreiten suchte, ~ ganz besonders aber durch die Gründung des 
»Cäcilienvereines für alle Länder deutscher Zunge , der Traumihler 
später dadurch aufs ehrenvollste auszeichnete, daß er ihn in sein 
Referentenkollegium aufnahm. 



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121 



Traumihler komponierte vieles. Das Musikarchiv des Stiftes 
St Florian besitzt von ihm zahlreiche Introitus, Oradualieii, Offer- 
torien, Festkantate zu den Namensfesten der Stiftsvorstände, eine 
einfache, aber würdige Instrumentalmesse und andere Tondichtungen 
im Manuskript. Seine Kompositionen besitzen im allgemeinen zwar 
keinen besonderen Kunstwert, bringen aber den Text in ent- 
sprechender Weise zum Ausdruck und sind durchweg wQrdig und 
schwungvoll gehalten. Einige derselben verdienen das Epitheton 
»wertvoll und gediegene. 

In Druck veröffentlichte Traumihkr einen längeren Aufsatz 
über Dr. Karl Severin Meisters »Das katholische deutsche Kirchen- 
lied«, Freiburg 1862, Herder, (siehe »Theologisch-praktische Quartal- 
schrift« 1863, S. 162—170), ein Tantum ergo in Witts »Musica 
Sacra« (V. Jahrgang 1872, 12. Musikbeilage), mehrere Beiträge in 
den Linzer > Christlichen Kunstblättern« und zahlreiche Rezensionen 
in den »Vereinskatalogen« des Deutschen Cäcilienvereines. 

josef Putz. 

J. Putz, geboren im Jahre 1811 zu Idria in Kärnten, fand 1837 
im Stifte St Florian Aufnahme. Im Jahre 1837 legte er die Profeß ab. 
Nach der Priesterweihe, die er in demselben Jahre empfing, wurde 
er Kooperator in St Oswald. 1841 kam er als Kooperator an die 
Stiftspfarre nach St Florian, 1846 als Pfarrvikar nach Asten und 
1855 nach Niederrana, wo er am IQ. Mai 1868 starb. 

Er verfaßte: 

Predigt, gehalten am dritten Sonntage nach Ostern 1855 in der Pfarr- 
kirche 7.U Niederrana bei der Feier der unbefleckten Empfänr^nis der seligsten 
Jungfrau Maria, wie sie in der Diözese St. Pölten gehalten WLirde. In Feier 
der dogmatischen Entscheidung usw. in der Diözese St. Pölten-, Öt. i^ulten 1S56, 
Pasty und Sydy. S. 166—169. 

Aus dem Oedenkbuehe der Pfarre Niederrana V. O. M. B. Zumeist nach 
den Regesten von J. Stölz. In »Hippol3rtu$s Jahr^:. 1863 (VI), Arcliiv für Didzeaan- 
geschichte, S. 25-45, und Jahrg. 1864 (VII), Archiv f. Diözesang. S. 133—152. 

Vom heih'gen Namen Jesu. Predigt auf das Namen Jesu-Fest. In JMelilers 
»Prediger und Katechet 1865, S. 38 ff. 

Ober den hohen Wert des Furbittgebetes. Ebd. 

Die Rache ein dreifaches Unrecht. Ebd. 

Ober die Bedeutung des Namens JMaria« Ebd. 

Drei Grundbedingungen alles geistlichen Oeddhens. Ebd. 

Maria eine liebreiche Freundin der Sünder. Ebd. 

Tagebuch des reg. Chorherrn Josef Putz, Papierhandschrift in der Stifts- 
bibliothek 71! ^t. Florian XI, 574. A. 77 Bl. S". Es beginnt mit dem 19. No- 
vember 1835 und schließt mit dem 28. September 1841. 



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122 



Albin Czern>r.') 

Albin Czerny wurde am 19. Februar 1821 in Wien geboren. 
Nach Voflendung der Gymnasialstudien, denen er zuerst am 
Schottengymnasium in Wien und später am Gymnasium in Krems- 
münster (1840) oblag, hörte er ein Jahr lang an der Wiener Uni- 
versität Vorlesungen über Naturrecht, Kriminalrecht und Statistik, 
trat aber dann am 28. August 1841 in das Stift St Florian ein. 
Der damalige Novizenmeister Karl Ritter, ein j?uter, edler Mann, 
teilte ihm auf Spaziergängen in den ausgedehritcn Gärten des 
Stiftes und in der herrlichen Umgebung desselben mit Freude von 
den reichen geistigen Schätzen, über die er selbst verfü^rtL. mit. 
hn Stifte führte er ihn in die römischen und griechisLhcn Kla^biker 
und in die hebräische Literatur ein. Das Werk, das Karl Ritter 
begonnen, setzte Propst Michael Arneth, selbst ein gelehrter und 
begeisterter Freund der Wissenschaften, fort, indem er dem eifrigen 
Hörer der Theologie das Studium der modernen Sprachen, des 
italienischen. Englischen und Französischen, ermöglichte und ihn 
auf die historisch-archäologischen Werke eines Winkelmann, Gott- 
fried Müller, eines Kreuzer und Peer aufmerksam machte. Schon 
damals iing Czerny an, sich Exzerpte aus wissenschaftlichen, 
namentlich historischen Werken zu machen und zu späterer hte- 
rarischer Verwendung zu sammeln. Der mühsame Weg eines Auto- 
didakten, den er, um zu selbständiger Tätigkeit auf dem Gebiete der 
Geschichte zu gelangen, bei dem Mangel eines pädagogisch ge- 
bildeten Historikers im Stifte notwendig gehen nniiiti-. wurde ihm 
durch die reiche Stiftsbibliothek emigermaßen erleiclitert. 

Am 19. September 1844 legte Czerny die feierlichen Gelübde 
ab, am 18. Juli 1840 wurde er zum Priester geweiht und bald darauf 
ging er als Kooperator von St, Oswald in die Seelsorge, im 
Jahre 1849 wurde er nach abgelegter Befähigungsprüfung mit dem 
Lehramt des Bibelstudiums des Neuen Bundes und der Patrologie 
betraut, welches er bis 1876 innehatte. Im Jahre 1859 übertrug 
ihm der Prälat Jodok Stülz die Verwaltung der Stiftsibliothek. Die- 
selbe zählte damals zirka 50.000 Bände, darunter viele Duplikate. 
Sie war nicht geordnet Nach neunjähriger Tätigkeit — ohne ständige 
Helfer — brachte Czerny Ordnung in die Bibliothek. Er legte den 
alphabetischen Zettelkatalog an, schrieb 36 Fachkataloge, darunter 

Siehe 59. Jahresbericht des Museums Francisco-Caroünuni in Un?. 1901, 
S. 1 — 20: Prof. Alb. Czerny« von Dr. Alex. Nicoladoni, Asenstorfers iNekrolojj 
in d. >MiUhciiungeu des österr. Vereines i. Bibliothekswesen«, Nr. 1, S. 48—49, 
und die Linzer Tages-Post 1896, Nr. 164. 



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vn 

den Inkunabeln- und H^indschritttnkatalüpf. Bis zu seinem Tode 
am 7. Juli IQOO vcr\saltete er treu und sorgsam das Amt eines 
Bibliothekars, nur unterstützt von den jeweiligen Novizen. Trotz 
der geringen Dotation der Bibliotliek gelang es ihm, den Bücher- 
schatz um mehr als 30.000 Bände zu vergrößern. 

Seine Vorliebe für die Geschichte zeigt sich ganz besonders 
in seiner schriftstellerischen Tätigkeit Das ihm 1878 übertragene 
Amt eines Kustos der Kunstsammlungen des Stiftes lenkte seine 
Tätigkeit aber noch auf ein anderes Gebiet, das der Kunst Czemy 
war auch hier literarisch tätig. Die Stellung eines Konservators 
der K. k. Zentralkommission für Erforschung und Erhaltung der 
Kunst- und historischen Baudenkmale, die er seit 1875 bekleidete, 
beanspruchte gleichfalls vielfach seine literarisclie Tätigkeit Die 
Zahl der literarischen Arbeiten Czernys, die in Druck erschienen, ist 
ungemein groß. Sein handschriftlicher Nachlaß ist ebenfalls ein be- 
deutender. Das Stift St Florian verwahrt von ihm lu bst den hand- 
schriftlichen Arbeiten Czernys, die wir unten anführen werden: 
Material zu einer Geschichte des Weinbaues in Oberösterreich, 
kritische Notizen Aber Stmadts Kampf gegen die Existenz des 
heiligen Florian und des alten Klosters zum heiligen Florian, Notiz- 
bucher wissenschaftlichen Inhaltes, Aulzeichnungen über verschiedene 
Archive^ dne Selbstbiographie usw. 

Durch eisernen Flei6 gelang es Czemy, der Wissenschaft 
Dienste zu erweisen, die seinen Namen auch in Zukunft ehren 
werden. Sie fanden gerechte Anerkennung durch seine Ernennung 
zum korrespondierenden JMitgliede des k. k. Archivrates (1896) und 
zum wirklichen Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissen- 
schaften in Wien (1898). Durch seine Arbelten in der Bibliothek 
hat er sich seine iVlitbrfider zu immerwährendem Danke verpflichtet 
Geradezu unersetzlich war er dem Museum Francisco-Carolinum 
als Pritfer und Begutachter der im Jahresberichte zu veröffent- 
lichenden Oelehrtenarbeiten. Das Museum Francisco-Carolinum nahm 
ihn daffir 1896 unter die Zahl seiner Ehrenmitglieder auf. 

Als Oeschichtschreiber behandelte Czerny das Land Ober- 
ösierreich, und zwar zur Zeit der religiösen und sozialen Revo- 
lution. »Czemy zählt zu den bedeutendsten Historikern des Landes. 
Seine Vorzüge liegen allerdings nicht in jenen Eigenschaften, 
welche andere moderne Geschichtschreiber, wie zum Beispiel 
Jannsen oder Lamprecht, auszeichnen. Aber er hat als ein em- 
siger und fleißiger Forscher, den ein richtiger Blick und gesunder 
Sinn, das Fehlen jeder Voreingenommenheit, die Feindschaft gegen 
jede gewaltsame Unterlegung und phantastische Verdrehung ge- 



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124 



eignet machte, Wahres von Falschem mit Sicherheit zu unter- 
scheiden, und der auch das Bestreben hatte, der Wahrheit unter 
allen Umständen Zeugnis zu geben, ja der geradezu ein fanatischer 
Verehrer der historischen Wahrheit war, eine ungeheure Fülle von 
Tatsachen, von Ereignis5?en und Personen, welche in viele dunkle 
Partien des Landes Licht zu werfen geeignet sind, ans Licht ge- 
zogen und uns darüber in gefälliger Form und logisch gegliederter 
Sprache berichtet. Czerny hat sich stets damit begnügt, die Tat- 
sachen aufzudecken, sie nebeneinander zu stellen, sie nach allen 
Seiten hin zu beleuchten, ihre Ursachen und Motive zu erforschen 
und ihren nächsten Folgen nachzugehen. Er ist aber stets jener 
Art von Geschichtschreibung aus dem Weg^e gegangen, welche 
Personen, Dinge und Ereignisse nur als Mörtel für den Prachtbau 
eines philosophischen Gebäudes benützt, welche in Personen, Dingen 
und Ereignissen nur die an den Fäden der Notwendigkeit gelenkten 
Puppen eines von den Naturgesetzen geleiteten Welttheaters sieht 
und welche insbesondere den Wert der Erforschung der Ver« 
gangenheit nur darin erblickt, daß aus ihr Nutzanwendungen für 
die Zukunft und Vergleiche mit derselben gezogen werden können. 
Czerny gehört zu jener Schule der Historiker, der als ihr größter 
Lehrer Johannes Ranke den Weg gewiesen hat« (Nicoladoni.) 

Albin Czernys literarische Arbeiten: 

I, S e 1 1") s t ä n (i i e Arbeiten. 

Die Handschriften der Stiftshlhliüthel< St. Florian. Geordnet und be- 
schrieben von A. C. Zur achthundertjährigen Gedächtnisfeier der Übergabe des 
Klosters St, Florian an die regulierten Chorherren des hl. Augustin. Linz 1871, 
Ebenhöch (M. Qufrein). Vllt und 334 S. 8". 

Die Klosterschule von St. Florian. Entstehung, Verlauf, Ende. 1071— ITSSn 
Linz 1873, Ebenhöch (H. Korb). VIII und III S. 8". 

Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian. Geschichte und Be- 
schreibung. Ein Beitrag zur Culturgeschichte Österreichs. Linz 1874, Ebenhöch 
(H, Korb). 

Ein Tourist In Österreich während der Schwedenzelt. Aus den Papieren 
des Pater Reginbald Möhuer, Benedictiners von St. Ulrich in Augsburgs. Linz 1874, 

Ebenhöch. VI und 128 S. S\ 

Bilder aus der Zeit der Bauernunruhen in Oberdsterreich 1626, 16^ 1648. 
Linz 1676, tbenhöch. VI und 302 S. 8". 

Der erste Bauernaufstand in Oberösterreich 1525. Unz 1882, Ebenhöch. 
IV und 211 S. 8\ 

Kunst und Kunstgewerbe im Stifte SL Florian von den iltesten ZeÜen 
bis zur Gegenwart Linz 1886. Ebenhöch. 317 S. 8'. 

Der zweite Bauernaufstand in Oberdsterreich 1595—1597. Linz 18Ml 

Ebenhöch. IV und 382 S. 8'. 

Bau und Einrichtung der deutschen Burgen im Mittelalter. Von Joh. N. Cori. 
2. Aull. Auf Veranlassung des Verwaiiungsrathes des Museum Francisco-Carolioum 



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123 



in Uqz durchgesehen und mit einem Anhange >Sechs Donauburgen und Schloss 
Wildberg bei Unz« aus Coris Nachlass vermehrt von Albin Ciemy. Mit 89 Ab- 
bildungen. Linz a. d. Donau 1895, Stadtebilderveriag (E. Mareis). VIII und 242 S. 8'. 

Der Einfall des von Kaiser Rudolf II. in Passau angeworbenen Kriegs- 
volkes in Oberösterreich und Hohmen (1610-1611). Von Franz Kur?, reorul. 
Chorherrn von St. Florian. Aus dessen Nachlaß mitgetheilt und mit einer Ein- 
leitung versehen von Albin Czerny. Linz 1897. 376 S. 8 . (Erschien zuerst in 
den Jahresberichten des Mus. Fn-Car. In Linz, nämlich 1806, 53. J.-B., 47. L., 
S. 1-117; 1896p 54. J.pB., 48. U S, 1-119; 1897, 55. J.-B., 49. U S. 1—134.) 

IL Arbeiten in periodischen Schriften, in Sammelwerken etc. 

- Die Bibliothek.« In dem Artikel «Das Chorherrenstift St Florian« in der 
»Öst. Rcvue.< (8°.) Wien 1867, 7. Heft (auch als Sonderabzug erschienen). 
S. 37—43. Druck und Verlag von Karl Gerolds Sohn. (Dazu d. Mskr. XI, 
537. G. in der Stiftsbibliothek.) 

Ein Dokument für das Vorkommen der Einmauerun^ Lei>Lndi^er in Ober- 
österretch. 31. Bericht über das Museum Franc-Carol. 26. Lief. U. Beiträge zur 
Landeskunde von Österreich ob der Enns. S. 41-50, Unz 1873, Verl. d. Mus. 
Franc-Car. (8*,) 

Wundsegen von den drei Brüdern. Germania. Vierteljahrsschrift f. deutsche 

Alterfhumskunde. (Begfn'indet von Fr. Pfeiffer. Herausgegeben v. Karl Rartscli, 
Druck und Verlag von K. Gerolds Sohn, Wien. S\) 18. Jahrg. Neuer Reihe 
16. Jahrg. 1883, 2. Heft, S. 234. 

Chronik-Aufzeichnungen eines Oberösterreichers aus der Zeit Kaiser .Wax' I. 
32, Ber. über das Mus. Fr.-Car. Linz 1S74. 27. Lief. 16 S. Verl. d. Mus. Fr.-Car. 

Das Calendarium necrologicum des Probstes Heinrich II. von SL Florian. 
36. Bericht Aber das Museum Franc* Carolinum. 30 Lief. Linz 1878. 54 S. VerL 
d. Mus. Fr.-Car. 

Das älteste Todtenhuch des Stiftes St. Florian. Archiv für österr. Gesch. 1878, 
LVI. Bd., II. Hälfte, S. 257 367 (8 ). Auch Wien 1S7S, tn Kommiss. hei Karl 
Gerolds Sohn, III S. 8'. Aus dem Archiv f. öst. Gesch. (LVI. Bd.. II. Hälfte, 
S, 257) besonders abgedruckt.(Vergl. Sitzungsber. d. Kais. Akad. d. Wissensch. 
PhiL-hist. Klasse. Wien ISH, LXXXVL Bd., S. 215.) 

1-^8^''^ gelehrte Rezension überd«i >Catalogus Codicum manoscriptorum 
in Bibliotheca Monasterii Cremefanensis O. S. B. asservatorum autore P. Hugone 
Schmid. Theolog.-praktische Quartalschrift <, Lin?. 1S7S. S. 677-681. 

Aus dem geistlichen Oeschäftslehen in Oberösterreich im 15. Jahrhundert. 
Ebend. 1878, 187^). ISSU. Auch Separatahdruck. Linz 1882, libenliöch. <J7 S. 8. 

Über .\rchive in Oher-Osterreich. Mittheiiungen der k. k. Central-Commission 
zur Erforschung und Erhaltung d. Kunst- und historischen Denkmale. Red. von 
Dr. Karl Und. Wien 1879. V. Jg. Neue Folge. S. CXIX-CXX. (Steyr, Oleink 
und Garsten); ebd. VI. Jg. Neue Folge. 1880. S. LXII— LXV. (Starhembergsche: 
Efferding, Hartheim und Haus; Weißenwolffsche: Steyreck und Parz, Wühering; 
Auerspergsche: VCels, Gschwendt, Losensteinleiten ; Pfarrarchive : Linz und Enns^ 
Stadtarchive: Linz und Wels.) 

Eine verschollene Bibliothek. Über die stand. Bibliothek des Hieronymus 
Megiser.« Mittheiiungen d. Instituts f. öst. Geschichtsforschung. Red. von E. Mühl- 
bacfaer. Innsbruck 1880, VerL d. Wagnerschen Universitäts-Buchhandlung I. Bd., 
S. 306-308, (8«). 



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126 



Ein archivalibcher Auitlug nach Spital. Pyrhn. Mitth. der Central-Conimiss. 
z. Erf. un4 Erb. d. Kunst- und histor. Denkmale. VII. Jg. Neue Folge. 1881. 
S. LXVIII— LXXI. 4". 

Zwei Aktenstücke zur Culturgeschichte Oberösterreichs im vierzehnten 
Jahrhundert, [a) Das Ohlaibuch von St. Florian; b) Calendnriiim Albcrft pleb^ni 
in Waldkirchen. Der handschr. Titel: Calendariuni AÜMrti plebani in Wald- 
kirchen speciales suos defunctos continens, dilectos, dilectiores, dominos, socios 
et amicos.) 39. Der. über d. Mus. Fr.-Car. Unz 1881. 33. Lief. S. 1 - 150. 

Segnung des Johannisweins. Germania. Vierteljahresschrift f. deutsche 
Alterthumskunde. 28. Jahrg. Neue Reihe. 16. Jahig. 1883. 1. H., S. 120-121. 

Gedicht aus dem XV. Jahrhundert. Ebd. 29. Jahrg. Nene Reihe 17. Jahrg. 
1884. 4 M., S. 404-405. 

Einige Blätter atis der Zeit der Oeffcnreformation in Oberösterreich. 
Linz IB84. 42. Bericht itber das Museum Franc-Carol. 36. Lief. S. 1 — 190, (Auch 
Scparatabdnick.) 

Steinmetz-Zeichen des Meisters Jörg, Maurers in St. Florian. Mittheilungen 
der k. k. Central-Commlssion z. Erf. und Crh. d. Kunst- nnd histor. Denkmale. 
X. Jg. Neue Folge. 1884. S. CCXIX-CCXX. 

Culturhistorische Rückblicke auf die Geschichte von Steyr und Umgebung. 

Steyrer- Ausstellungszeitung 1884, Nr. 24, S. 3; Nr. 2S, S. 3; Nr, 30, & 2; 
Steyrer Zeitung 1884, Nr. 75 und 7Q. (Auch Separatabdruck.) 

Die Qleink-Garsten-Urkunden auf der kultur-historischen Ausstellung in 
Steyr 1884. 

Die Stiftskirche von Garsten in Oberösterreich. Mitth. d. Central-Commiss. 
z. Erf. und Erh. d. Kunst- und histor. Denkmale. XL Jg. Nene Folge. 1885. 
S. 116-124. (Separatabdruck. Wien 1885, Kubasta.) 

Restaurierung des Stndtiluirmes in Fnns. Mitth. d. Central-Commiss. z. Erf. 
und Erh. d. Kunst- und histor. Denkmale. XI. Jahrjr. Neue Fol^^e 1SS5. S. LXXIX. 

Die Stiftskirche von Garsten bei Steyr. Steyrer Zeitung 1886, Nr. 44, 45, 46. 
Auch Separatabdruck. 8 S. 8". 

Aus dem Briefwechsel des großen Astronomen Georg von Peuerbach. 
Wien 1888, in Kommission bei F. Tempsky. 24 S. 8". Aus d. Archiv für österr. 
Geschichte (LXXIL Bd., I. HiHte, S. 281 - 304) separat abgedruckt 

Der Humanist und Historiograph Kaiser Maximilians L Joseph Orünpeck. 

Wien 1888, in Kommission bei F. Tempsky. 50 S. 8'. Aus dem Archiv för 
österr. Geschichte (LXXÜI. Bd., II. Hälfte, S. 315 - 364) separat abgedruckt. 

Die Anfänf^e der Reformation in der Stadt Steyr 1520-1527. Linz 1894. 
52. Bericlit über dns Museum Franc-Carol., 46. Lief., S. 1-46. Auch Separat* 

abdruck im Selbslverlaye. 

Regulativ für die Bearbeitung von Manuscripten-Katalogen (zunächst 
der österreichischen Stifter und geistlichen Korporationen) nach den Vor* 
schlagen der hochw. Herren Bibliothekare Albin Czemy (Stift St. Florian^ 
Dr. P. Otto Grillnberger (Stift Wilhering) und Gottfried Vielhaber (Stift Schlägl): 
entworfen von der historischen Sektion der Leo-Geselischaft* Wien 1895, Verl, 
d. Leo-Gesellschaft. 14 S. 8". 

Die Bischöfe von Passau. Separat-.-\bdriick aus dem Diü/esanschematisnuis 
pro 1396. 10 S. 8 . Ak.id. I'reßvereinsdruckerei in Linz. Verleger: A. Czemy. 

Das neue Landesarchiv in Linz und seine Ausgestaltung in der Zukunft^ 
JVUttheilungen der dritten (Archiv-) Sektion der k. k. Central-Commission zur £r* 



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127 



forschling und trhaltung der Knnst- und historischen Denkmale. IV. Bd. (Der 
gemischten Aufsätze 2. Bd.), Wien 1899, Commiss.-Ver). von Wilh. Braumüller. 
$. 60-114. 

Das Stift Si Florian. Ein Beitrag zur Oeschiclite des Barocicstiles in 
ÖsterrdciiJn »Kunst nndKnnsthandwerL« Monatsschrift des IdcÖsterr. Museums 

für Kunst und Industrie, herausg-egeben und redigiert von A. v. Scala. Verlag 
von Artaria und Co. in Wien II. Jahrg. 1899, Heft 2, S. 45-58; H.3, S. 104-115; 
H. 4, S. 148-156; H. 5, S. 181-192. 2". 

III. Handschriftliche Arbeiten. 

Katalog der Gemäldesammlung des Stiftes St. Florian. Mskr. 31 El. 2°. 

Codex epistolaris cotlectus ab Aug. Auer can. reg. s. Floriani anno 1486. 
Contuiet epistoiaspraepositomm, amicorum et aliorum sui temporis et priorfs. 1868. 
Msiir. XI, 498. A. in der Stiftsbibliothek. 21 Bl. T, Abschrift aus dem Codex XI, 

350 der Bibliothek. Mit Noten versehen. ') 

Codex episto!:iris jiraepositornm s, Florian! Joannis Stteger et Caspari 
Vorster nec non multorum aliorum antecedentis et subsequentis aevi (ab anno 1425 
-1485). 186S. Mskr. XI, 547. A. in der StiftsbibUothck. 332 Briefe auf einzelnen 
Quarfblittern. Geschrieben nach Codex 96 des Florianer Arctilvs. Die Briefe 
sind in chrono!. Ordnung gebracht, mit einer Einleitung, mit einem Register und 
mit erklärenden Noten versehen,') 

Beide vorstehenden Manuskripte wurden von Albin Czerny verwertet in 
dem Werke: 'Die Klosterschule von St. Florian.« 

Abschriften ausgewählter Aufzeichnungen eines Florianer Chorherrn im 
Cod. mscr. 1239 der herzogl. Bibl. in Wolfenbfittel, einst Eigenthum St. Florians. 
Angefertigt im August 1897. Das Original gehört dem XV. Jahrhundert an. 
Mskr. XI, 547. B. in der Stiftsbibl. 4«. JVUt Titelbl. 16 Bl. (S. 2Q-30 Czemys 
Bemerkungen Ober die Zeit der verschiedenen Aufzeichnungen dieses Kodex.) 

Ernst MarinelH.^) 

Ernst Marinelli wurde am 21. August 1824 zu Innsbruck 
geboren. Sein Vater war daselbst Kammeralrat und kam sp&ter, als 
der Knabe kaum sieben Jahre alt war, als Chef der Landesfinanz- 
verwaltung ffir Steiermaiic nach Oraz wo er 1849 auch staib. Die 



') ^) Zu Codex epist collectus ab Aug. Auer und Codex epist prae- 
positorum vgl. Sitz.-Ber. d. Kais. Akad. d. Wissensch. Phil.-hist. Klasse. Wi«i 1871» 
LXVi. Bd. S. 4. 

) Vgl. Ernst Marinelli als Jugendbildner und Dichter. Fine Lehensskizze 
entworfen von . . . Franz Riejjer. Wien löSS. S3 S. S'. — Ernst v. Marinelli f. 
EinTotenbildchen. Von Wilh. Hailler. ^LinzerVolksfreund» Nr. 125 vom 3. Juni 1887. 
(Auch im »Unzer Volksblatt« Nr. 125 vom 3. Juni 1887.) 

*) Nach der Qualiflkationsllste Emst IMarinelHs war der Vater Kammeral- 
rat und Bezirksvorsteher der steirisch- illyrischen Kammeralgefällenverwaltung. 
Die Familie gehörte dem alten Trientincr Stiftsade! an und stammtn ans der 
Zeit, da die Trientincr Bischöfe noch voligiiltijie Reichsfürsten waren. Da 
Fürstentum und Hochstift in Trient längst nicht mehr bestehen, bediente sich 
Ernst Marinelli nur äulkrst selten seines adligen Titels und Ranges. 



128 



Mutter war eine äußerst liebenswürdige, herae.nsgute und wahrhaft 
christliche Frau. Ernst, der ältere von zwei Söhnen, studierte am 

Gymnasium in Graz. Hier nahm der damalige Leiter der bdden 

4iuniaiiitätbklassen Poesie und Rlietorik< ,ProfessorEdmund Rieder, 
Benediktiner vom Stifte Admont, einen günstigen und entscheidenden 
Einfluß auf den Biluungs^ranjr des Jünglings. Rieder erkannte rasch 
die seltene Begabung Marniellis, welcher bald zu den Lieblingen 
des wahrhaft humanen Professors zählte und, von hm ermuntert, 
mit allem Fleiße nebst den obligaten Geafenstanden deutsche Literatur 
und italienische Sprache betrieb und so durch Umgang wie durch 
Studium unter der Leitung eines gewiegten Meisters aui die Bahn 
gefülirt wurde, die seinem Wesen voll entsprach. 

Dann studierte Marinelli die beiden Jahrgänge Philosophie an 
der Universität in Graz. Als -Philosoph« unterzog er sich der 
Prüfung zur Erlangung der Lehrbefähigung für den Unterricht von 
Gymnasialschülern. Er bestand dieselbe mit sehr gutem Erfolge 
und erliielt die Lehrbefuenis für öffentliche und Privatstudierende 
am 12. Dezember 1841, also im Alter von wenig über siebzehn 
Jahren. Nach absolvierter Philosophie frequentierte er durch zwei Jahre, 
1843 bis 1845, die juridische Fakultät in Graz. Seine Zeugnisse über 
diest Studien weisen für alle Gegenstände — zwei ausgenommen — 
»1. Klasse mit Vorzug aus. 

In den Ferien des Jahres 1845 besuchte er seinen einzigen, 
eineinhalb Jahre jüngeren Bruder Josef, welcher im Chorherrenstifte 
St. Florian als Novize weilte. Bei diesem Anlasse faßte Ernst den 
Entschluß, ebenfalls in das Stift St. Florian einzutreten. Er wurde 
auch, und zwar schon am 4. Oktober 1845, als Novize eingekleidet 
Während sein Bruder wieder austrat, blieb Ernst in St. Florian, 
absolvierte die theologischen Studien zum Teil hier, zum Teil in 
Linz, legte am 11. April 1849 die feieriiche Profeü ab und empfing 
am 21. Juli 1849 die Priesterweihe. Er fungierte hierauf zunächst 
als Hilfspriester, dann als Kooperator an der Stiftspfarre von 1850 
bis 1854. Im Monate März des Jahres 1853 hatte Josef Leonhard 
Mayr, ein biederer Tiroler aus Lienz im Pustertale, ehedem Groß- 
händler, zu jener Zeit Privatier in St. feilten, in den Zeitungen an- 
gekündigt, daß er entschlossen sei, eine Pilgerreise ins Heilige Land 
anzutreten, um dort am Grabe des Eriösers für die glückliche 
Rettung Sr. Majestät des Kaisers aus Meuchelmörders Hand*) zu 
danken. Diese Ankündigung, der die Einladung zur Teilnahme an 
der Pilgerfahrt angefugt war, weckte und reifte in dem jungen, 



Attentat Libeny vom 18. Februar 1853. 



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129 



patriotisch fühlenden Priester den gleichen Entschluß, und er führte 
ihn mit Begeisterung und Hingebung durch; ja er verweilte nach 
der Heimreise seiner Gefährten noch vier Monate im heih^^cii Lande, 
um ausgedehntere Studien über dasselbe zu machen. Anfang Septemt er 
wurde er in Jerusalem Ritter vom Heiligen Grabe des Erlösers.') 
Bald danach aber befiel ihn ein Fieber, das ihn nacli vergeblichem 
Erwarten einer Besserung zuerst zu einer Luftveränderung, einer 
Reise nach Afrika (Ägypten), schließlich zur Heimkehr zwang. 

Kurze Zeit darauf, am IQ. Februar 1854, wurde er probeweise 
zum geistlichen Professor ernannt und In das am 1. Mai 1854 er- 
öffnete und provisorisch zu Straß in Steiermark untergebrachte 
Kadetteninstitut als Lehrer der Religion, Poesie und deutschen Rede- 
kunst berufen. Mit dem Lehramte versah er seit 1856 auch zugleich 
die Seelsorge in dem Institut. Vom Eintritte in das Kadetteninstitut 
zu Straß bis zu seinem Tode blieb Marinelli im Verbände derMilitär- 
seelsorge. Am 1. November 1858 wurde Marinelli als {geistlicher 
Professor zweiter Klasse in die Genieakademie zu Kloster Bruck 
bei Znaim a. d. Thaya übersetzt. Den 1. Februar 1869 rückte er in 
die Rangklasse der winsüichen Professoren erster Klasse vor. Ge- 
legentlich der Vereniigung der Genie- und Artillerieakademie zur 
»Technischen Militärakademie in Wien wurde er nach Wien 
(1. Oktober 1869) transferiert, wo er an der genannten Anstalt als 
Professor der Rhetorik, Poetik, philosophischen Propädeutik und 
der deutschen Literaturgeschichte wirkte und zugleich die Seel- 
sorge versah (seit 1. März 1870 als Akademiepfarrer). Nach der 
Änderung des Studienplanes an den Militärakademien und der 
Rückverlegung des Unterrichtes der erwähnten Fächer in die 
Militäroberrealschule wurde Marinelli mit 1. Oktober 1877 — in der 
Stellung eines Akademieseelsorgers belassen — Lehrer der Religions- 
wissenschaften und Spiritual am Offizierstöchtererziehungsinstitut 
zu Hemals, welches Amt er aber wegen zu grofier physischer An- 
strengung, hervoigerufen durch die weite Entfernung beider Anstalten 
voneinander, schon am 30. April 1878 zurücklegen mußte. Im Jahre 
187Q wurde er mit der Abhaltung von Voriesungen über christliche 
Pflichtenlehre und Ethik an der im Nachbargebäude der Technischen 
Militärakademie befindlichen Wiener Infanteriekadettenschule betraut. 
In dieser Stellung blieb er seit dem 27. Oktober 1881 im Range 
eines Titularmilitär- und. Akademiepfarrers bis zu seinem Ableben 
am 25. Mai 1887. 

Dies der äußere Lebenslauf jenes Mannes, der als geborener 



') 1855 wurde er Ritter des kais. österr. Franz Josef-Ordens* 

CcrnCk, Schriftsteller der AuKustfoer-Chorkerrenstirte. 9 



130 



Pfldagog, als liebreicher» eifriger Seelsorger und geistvoller Kanzel- 
redner einen um so größeren Einfluß auf seine Schüler ausübte» 
da er als ein Mann von umfassender Bildung, seltener und viel- 
seitiger Begabung, wahrster Gottesfurcht und Frömmigkeit, muster- 
hafter Genauigkeit und Pflichttreue der Jugend als Leuchtsiem 
voninleuchtete und, einerseits selbst Dichter, anderseits ausgestattet 
mit dem bestrickenden Vermögen eines gediegenen und form- 
vollendeten Vortrages im Herzen seiner Zuhörer volle Begeisterung 
für alles Edle und Schöne zu wecken verstand. 

jy^arinellis literarische Arbeiten: 

I. SelbstSsdlg» Werke. 

Cantate zur Namensfeler des Hocfawurdigsten Herrn JMichad Arnetb. 
Hochadltungsvoll geweiht vom Chorherrn iMarinelli und in Musik gesetzt von 
A. Bruckner, Organisten. St. Florian den 29. Sept 1852. Linz 18S2. Druck 
V, Joh. Huemers Witwe. 4 S. 4'*. 

Ein Christnachtstraum. Linz 1852. Im Verl. v. Qu. Haslinger. Gedr. bei 
A. Pichlers Witwe und Sohn. XII und 183 S. S\ 2. Aufl. 1853. Rez. Wiener 
Kirchenztg. 1852, Nr. 131. 

D«s Singers Pilgerfahrt. Wien 1855. Druck und Verl. v. A. Pichlers Witwe 
und Sohn. 304 S. 8". 

Anrede hct Gelegenheit der Aü^musterting der 7<>alinge des vierten 
Jnhr(':inges der k. k. üenieakademie vertal>t und gesprochen von Professor 
Mannelii am 14. Mai 1866. K. k. priv. Buchdruckerei von M. F. Lenk in Znaim. 
3 S, 2».>) 

Saul, Trauerspiel in fünf Akten. Wien 1869, Wallishaussersche Buch- 
handlung (Josef Klemm), Druck v. A. Nawratil in Znaim. Den Bühnen gegen* 
Uber Manuskri|)t. 202 S. kl.-S . 2. Ausgabe 1870. 164 S. 8 . (Mskr. im Stifts- 
archiv, 195 S. in 4', ein 2. unvollst. S4 S. in 4".l 

Glockentöne zur Feier des 800 jährigen Jubiläums des Colle^iatstiftes der 
reg. lat. Chorherren in St. Florian. Wien 1871. Verl. v. Mayer öt Comp. Singerstr. 
Erste Wiener Vereinsbuchdrucicerei. 99 S. 8*. 

Oedenkblätter an die Feier des 800 jihrigen Jubiläums des reg. Chorherten- 
stiftes St. Florian. Wien 1872. Erste Wiener Vereinsbuchdruckerei. Im Selbst- 
verläge des Stiftes. 93 S. 8\ Darin von ihm: I. Kanzclvortrag : »Salus in 
Christo!« S. 24—31. 



*) Solche Kanzelreden — wahre Mditerwerke — veranlaßten auch die 
Einweihung einer Kapelle in Eisenstadt am 15. Aug. 1858, der Geburtstag Seiner 
Majestät nach dem unglflcidichen Kriege des Jahres 1859. die Erdffinung des 

Schuljahres 1866 bis 1867 nach dem unglückh'chen Kriege des ablaufenden 
Jahres, die Eröffnung der Technischen .Militärakademie Im Jahre 1S69. der Schul> 
beginn nach dem Okkupationsfcld/uyie von ISIS, des erlauchten K n erpaares 
silberne Hochzeit (24. April 1S7Q), zugleich Ausmusterung der Zugimge des 
vierten Jahrganges der Technischen Militiraicademie, der Stipendiumverlosungstag 
der Hermann Henselstiftung, Sr. Majestät Namensfest, das 25|ährige RegicrungS' 
Jubiläum des Kaisers (1873), des Papstes Leo XIII. Regierungsantritt 18^ 
des Feldbischofs Oruscha Hirtengruß an die Ic Ic. Armee, die Beeidung usw. 



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131 



Prolog zu der un 31. JInner 1880 abgehaltenefl musikalisch •deklama- 
torischen Produktion der Zöglinge der k. L technischen Militärakademie. Verf. 

V. d. Akademiepfarrer MarinelH tind vorg'etragen von dem Zöglinge des III. Jahr> 
ganges der Artillerie-Abtheilung Wilbeim Eichinger. Druck v. Adolf Holzhausen 
in Wien. 5 S. 8 '. 

II. Arbelten In perlodlsehen Bllttern. 

Aus dem Orient Wiener Kfarchenzeitung 1853, Nr. 71 und 7& OröBten- 
teils auch in »Des Sängers Pilgerfahrt- (siehe vorhergehende Seite), S. 195—227. 

Gedern und Krüppelholz. Ebd. 1853, Nr. 89. In »Des Singers Pilger- 
fahrt«, S. 228-235. 

Ölzweige. Ebd. 1853, Nr. 90. In Dts Sängers Pilgerfahrt , S. 251-257. 

Schlingkrant Ebd. 1853^ Nr. 91. Zum Teil in »Des Sängers Pilgerfahrt«, 
S. 257^258. 

Bilder aus Jerusalem mit und ohne Rahmen. Ebd. 1853, Nr. 103 ff. In 

>Dea Sängers Pilgerfahrt , S. 259 ff. 

Trinkspruch beim Diner beim österr. Generalkonsul Baron v. OÖdl in 
Beirut (1853). In Kerschbaumers Pilgerbriefe , die zuerst 18^3 im Österr. 
Volksfreund«^ und 1863 als Sondcrabiiruck erschienen; darin S. 214. (Das Qe- 
«licfatleln ist ein Akrostichon). 

Die Pilger Ins Heilige Land. Wiener Kirchenzeitung 1855, Nr. 30. 

»De gustibus.« Ebd. 1855, Nr. 94. 

Seifenblasen. Im »Zmdmer Botschafter« 1869. (Mskr., dat. 6. Dez. 1858» 

im Stiftsarchiv.) 

III. Marlnellis handschrlftlleher XachlaB 
ist bedeutend und wohlgeordnet und umfaßt : 

A. Dichterische Erzeugnisse. 

Eine Sammlung von Gedichten aus den Jahren 1S40 bis 1850. 141 S. 8 '. [An 
die Muse 1846. — Der Atbdst 1846. — Der arme Singer 1845. - Ludwig Xl. 
und der Sterndeuter 1845. — Carl der OroBe 1840. — Arion 1840. Der Un- 
getreue 1845. — Kaiser Maximilian I. 1840. — Der Nymphenquell 1842. — 
Adam und sein Schöpfer 1846. ~ Der Raubritter 1S42. - Junker Thedel von 
Wallmoden. (Ein wunderliches Heldengedicht in vier Gesängen.) 1846. — Der 
Berggeist 1845. — Der Türkensturz 1845. — Sarao's Tochter 1846. — An 
Laura 1842. — In ihr SUmmbuch 1843* ^ Das Röschen 1842. — Tambour- 
Ued 1846. — Die Liebe 184Z - An die Sterne 1843. - An den Becher 1841. 
Die Vögel 1841. — Frühlingsabend 1840. - Nachruf an Fräulein E. H. 1842. — 
An die Ginrkr 1S40 *') -- An den Becher 1841 (nicht dasselbe wie oben). — 
Elegie an einen Friedhof 1840. — An die Deutschen 1841. Abschied 1340.— 
Bei der Ankunft Sr. Majestät des Kaisers am IS. August 1841. Elegie auf 
•den Tod eines zu früh verblichenen Freundes 1840. — Lob des Weins 1841. — 
Helmweh 10. Mai 1846.t') - Am Grabe des Erlösers 16. Mai 1846.t - Der 
bKttde Greis 21. Aug. 1846w — An den Mond 22. Aug. 1846. — Glaube, Hoff- 



*) Die mit einem * bezeichneten Gedichte sind in den Linzer »Kathol. 
Biättemc erschienen. 

*) Die mit einem f bezeichneten Gedichte sind in »Des Sängers Pilgerfahrt« 
<siehe & 130) abgedruckt 

9* 



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132 



nnaz und Uebe 7. Sept. 1846.*t - Gebet 25. Aug. 1S46. - Schutzengel 
2. Sept. 1846b — Maria') 11. Sept. 1846.t - Das Kren? ) IS. Sept. 1846.'tl 

Dialog zwischen einem Jttden und seinem Schuldner, einem Kavalier, 
n. April 1843. 14 S. 8'. 

Veilchen, gepflückt im Garten des Christenthums. 49 S. 8«». itinleilung 

10. Nov. 1846. — Glaube, Hoffnung und Liebe 7. Aug. 1846.*t - (Auf de« 
Friedhofe.) Am Oedächtnistage aller Seelen 19. Nov. 1847.* - Maria 

11. Aug. 1846. t - Das Kreuz 18. Sept 1846. f - Der blinde Greis 21. Aug. 1846. 
_ Am Grabe des Erlösers 16. Mai 1846.t — An die Glocke 1840.' - Adam 
und sein Schöpfer 1S46. - Der arme Sänger 1846. — Der Atheist 1846. - 
Schutzengel 2. September 1846. - An den Mond. - Das Grab 14. Dez. 1S47.* 

— In's Gedenkbuch 25. August 1848.* f — Heimweh eines schuldlos Verbannten 
10. Mai 1846. t - Vergänglichkeit des Lebens 23. Dez. 1848. f — Wanderrast 

1. Mai 1860. — Das bethende Kind.* — Sternschnuppen 25. Febr. 1851. f] 

Lieder der Erinnerung an Tirol. 14 S. 8 . (Der Landsmann 24. Mirr 1847. 

- Der Ttroler an seine Büchse (nacll dem Befreiungskriege anno 1809) 
23. März 1S47. — Tirblers Freude 24. März 1847. — Die Schützen von Tirol 

23. Mär/ 1S47. - Der Scharfschütz 24, März 1847. — Der Adler von Tirol 

24. März 1847.1 

Denkblumen, gesammelt auf dem Grabe meines Heben Vaters. 4 S. 8*. 
(Vision 31. Mint 1850. - Auf seinen Grabstein 24. April 1850.] 

Hermann der Cherusker. Schauspiel in vier Aufz&gtn. i960. Davon 
5 Mskr, zu 171, 190, 166, 201 und 202 S. in 4'. Besprochen und au'^ziijrsv.eise 
abpet^ruckt in Ernst Marinelli als Jugendbildner und Dichter. Eine Lebens- 
skizze entworfen von . . . Franz Rieger. . . . Wien 1888«, S. 65—83. 

>Mein unvollendetes Epos (ursprünglich als «Florian' gedacht). > 7 Juli 1869 
bis 3. Jinner 1885. 60 S. 8". Besprochen und auszugsweise mltgetheilt ebd. S. 55 - 65, 

Einzelne Gedichte: Devise ins Gebetbuch meiner Freundin Marie v. Am- 
hach 15. Aug. 1849. — Katholikenverein 27. Sept. 1850. In d. Kath. Bl. 1850, 
Nr. 78 Das edle Herz 11. Mai 1851. — An Frau von Spaun, da sie mir 
Ortllparzers Gedicht auf den Tod ihres bei Novara den 23. März 1S49 ge- 
fallenen Sohnes Josef gesandt 8. Aug. 1852. — Zu des Herrn Prälaten Namens« 
feier 21. Sept 1852. - An ein teures Bild 24. Sept. 1852. - Teufeleien 1852 
bis 1853. - Karniel Z Febr. 1854.*) - Urissa 3. Febr. 1854.«) — Kadetten- 
Iled 17. August 1854. — Versuch eines unbedeutenden Feldzuges gegen Heiocs 
Romanzero 22. Au^- 1S54. - Zur Probe: Unromantischc Poesie nach Roman* 
zero. — Zur Namensfeier des Propstes Friedrich .Wayer am 18. Juli 1855. — 
Trinklied ... 9. Aug. 1855. — An Housctii<a, nach dem Tode seiner Frau 
26. Okt. 1855. — Tugend 6. März 1856. - Aus meinem Briefe an J. L.. Mayer 

2. April 1857. ^ Antwort auf das Gedicht »Das Gebet« von Baronesse von 
Bttdbcfg 12. Mai 1857. - Mein Vaterland 15. Mai 1857. — Mit vierzig Jahren 
19. Mai 1857. - Haspinger (13. August 1809) 21. Mai 1857. - Dem Genius 
des Friedens 21. Mai 1857. - Andr. Hofer am 20. Febr. 1810. 21. Mai 1857. - 
Der letzte Retter 24. und 25. Juli 1857. — Zur Sccundiz P. Cassian Zieglauers 
V. Blumenthai iJ. Okt. 1857. — Thränen auf des Herrn Prälaten von St Florian 



') In »Des Sängers Pilgerfahrt« unter dem Titel: »Mariä Heimsuchung.« 
') In »Des Sängers Pilgerfahrt' unter dem Titel: »Vor dem Altar der 

Kreuzigung.' 

*) Abgedruckt in «Des Sängers Pilgerfahrt« (siehe S. 130). 



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133 



auf der Jagd darch Holrat Krell erschofsenen Karo 15. Febr. 1858. — Fastrena 
26. Mal 185& - Zum 18. August. - Zwei Welten 2Q. Nov. 1858. - Am 
Wasserfall 2. Dez. 1858. - Tod und Leben 8. Dez. 1858. - Im Frühling 
8. Dez. 1858. - Der letzte Mensch 12. Dez. 1858. Secunden 12. Dez. 1858, — 
Augen 13. Dez. 1858. — Licht L 15. Dez. 1858; IL 16. Dez. 1858. — Gedanken 
19. Dez. 1858. - Aus dem Leben 13. Jänner 1859. - Lied 19. Jänner 1859. — 
Nachruf an den Hochwfirdigsten Herrn Friedrich Theophil Mayer, l^pst des 
Collegiatstlftes der reg. Lat Chorherren zu St. Florian etc. -l(k Jinner 1859. ^ 
An ein Kind 6. Febr. 1859. — Virtus Romana rcdiviva. Zur Säcularfeier und 
Fahnenweihe des 50. Inft.-Rgmts. Ghzg. Fried. Wilh. v. Baden 29. Jnü 1S63. — 
Skepsis 23. Apnl 1871. - Unter den Wolken. Karlsbad 11. Aug. 1872. — 
Physiognomisches 27. Jänner 1873. — Am 50. Geburtstage 21. Aug. 1873. — 
Prolog. — An Ameths Grab. — Meteore. — Die Auserwlhlten. — Kein 
Eremit! — Zum Namenstag des Herrn Kellermeisters. — An meine Mutter 
^des Sohnes Rückkehr). ~ Das Feuer (Muster von Poesie). — Nullen. 

(Eini^'c Gedichte können wir, da ihnen Marinelii keinen Titel gegel>en, 
nicht anführen.) 

B. über seine Reise nach Jerusalem (1853) geben uns Aufschluß 

Von Wien nach Jerusalem. 1854 . 60 S. 4". 

Ausliug durch Palästina und Ägypten. 1863. IV und 157 S. 4^ 

Zwei Reisetagebacher. Das eine (112 S. in 8') enthält ein Gedicht Nach 
Tische« dat. 4. juli, das andere (259 S. in 8^ birgt ebenfalls einige Gedichte % 
femer zahlreiche alphabetisch geordnete Notizen über das Heilige Land und 
über Ägypten (59 S. in 8 und 14 S. in 4") und einen Brief an den damaligen 
Prälaten Michael Arneth (dat. Jerusalem d. 1. Sept. 1853, 24 S. in 2"). 

C. In seine Lehrfächer schLiEren folgende Arbeiten ein: 

Orundzüge der deutschen Versbaulehre und ihrer vorzüglichsten Gattungen. 
Für den Gebrauch der Zöglinge an den k. k. Kadetteninstituten kurz zusammen- 
gestellt von E. M. 1855. 88 S. 4 *. (Ein zweites Mskr. dieses Werices zlbtt 
III und 200, ein drittes V und 3(» S. In A".) 

Anleitung zur deutschen Redekunst (Rhetorik) für den Gebrauch der 
Zöglinge an den k. k. Kadetteninstituten ziisnnimengestelit von E. M. 1856. 
253 S. 4". (Ein zweites Mskr. dieser Arbeit umrafit 341 S. in 4\) 

Kurzer Leitfaden für das Studium der Geschichte der deutschen Literatur. 
72 S. 4«. (Unvollendet.) 

Zur Rhetorik und Poetik. 38 S. 8^. 

Noten zur deutschen Chrestomathie. 11 S. 4\ 

Exzerpte. 41 S. 8" und 27 S. 4'-. 

Tagebuch über die Vortrage ans der Rhetorik und Poetik. 1. Jahrg. der 
Genie- und Artillerieabteilung der k. k. i echnistlien Militärakademie. 12. No- 
vember 1870 bis 19. Juni 1872. 28 S. 4 . — Tagebuch über die Vortrage aus 
der philos. Propädeutik. 2. Jahrg. der Oenie- und Artillerieabteilung der k. k. 
Technischen Mttitärakademle. 11. Nov. 1870 bis 21. Juli 1874^ 46 S. 4*. 

D. Seinem seelsorglichen Berufe verdanken ihr Entstehen: 
Zahhreiche Predigten. (299 aus den Jahren 1851 bis 1887 sind noch vor> 
banden). 

Zur Erklärung der Parabel vom verlorenen Sohne. 1869 bis 1870. 84 S. 8*. 

*) Zum Eteispiel Sommemachtsfehrt anf dem Meere 30. Sept. und 1. Okt 
Oedruckt in »Des Singers Pilgerfahrt«. 



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_ 134__ 

Anton V. P. Ozlberger. 

Er wurde zu Grieskirchen in Oberösterreich am 5. Oktober 1828 
geboren und trat am 28. August 1847 in das Stift St Florian 
ein. Nachdem er am 23. September 1850 die feierliche Profeß ab- 
gelegt und am 22. August 1852 die Priesterweihe empfangen hatte, 
feierte er am 26. August 1852 seine Primiz. Er studierte hierauf an 
der Universität in Wien Geographie und Geschichte. Schon im 
Oktober 1854 wurde er Professor am Je k. Staatsgymnasium in 
Linz und zugleich Hofmeister des Stiftshauses daselbst. Am 27. Mai 1886 
erhielt Ozlberger das goldene Verdienstkreuz mit der Krone, am 
10. Mai 1889 ernannte ihn der Bischof von Linz zu seinem Konsistorial- 
rat Als Ozlberger im Jahre 18Q3 nach nahezu vierzigjähriger Dienst- 
zeit von seiner Lehrtätigkeit schied, ernannte ihn Seine Majestät 
der Kaiser (am 2. August desselben |ahres) zum k. k. SchulraL 
Auch seine ehemaligen Schüler wollten ihm noch einmal ihre 
Huldigung darbringen; sie überreichten ihm am 18. Juli 1894 eine 
Ehrenspende, bestehend in einer Spareinlage von 1700 fl. »zur 
Unterstützung dürftiger Schüler des k. k. Staatsgymnasiums in 
Linz nach dem freien Crmessen des Jubilars« und eine kunstvoll 
gearbeitete Dankadresse mit 536 Unterschriften.') Ozlbeiger wir 
Mitglied des Museums Francisco-Carolinum in Linz und Ehren- 
bürger von R^u. Er starb In Linz am 7. April 1901. 

Mit ihm ging ein makelloser Priester, ein warmer Freund und 
trefflicher Führer der studierenden Jugend und ein begeisterter Lehrer 
der Wahrheit zur ewigen Ruhe. 

Ozlberger verfaßte: 

Hat Kaiser Friedrich 1. vor der Schlacht bei Legnano >iem Herzo^j Heinrich 
dem Löwen sich zu hüßen geworfen? Eine historisch-kritische Untersuchung. 
Programm des k. k. Oyrnmisiums zu Linz für das Schuljahr 18S9/18M» 
Linz 1860. Druck von Jos. Feichtingor's seL Erben. 4*. S. 3—22. 

Professor Floridus Harrer. (Separatabdruck aus den «Katholischen Kittern*.) 
Druck von Huemer« \X^t<we Danner in Linz. 1 S. 4'. 

Zur Erinnerung an f*rofessor Robert Riep!, t am 8, November 1S71. 
(SeparatabUruck aus dem »Linzer Volksblatt* und den '»Kath. Blättern«^.) Drucic 
von Huemers Witwe & Danner in Linz. Verleger: die Redaktion. 2 S. 4". 

P. Robert RlepK Neicrolog im Programm des k. Ic Gymn. in Linz 1872. 
4^ S. 44 und 45. 

Festrede am 2. Dezember 1873 als Gedenktag des Regierungsantrittes 
Sr. Majestät, gesprochen im k. k. Staatsgymnasium in Linz. Unzer Zdluag. 
(Separatabzug 8 S. 8 



') Vgl. »Zur Erinnerung an die Ehning Sr. Hoehw. des Herrn k, k. Schul- 
rates d. R. Anton Ozlberger am 18. Juli 1894«, Unz 1694; »Ehrung des Herrn 
Schulrates Anton Ozlberger in Linz am 18. Juli 1894«. Wien 1894. 



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135 



Nekrolog: Prof. Dr. Josef Reiter. Llnzer Volksblatl 1876, Nr. 87. 

Rezensionen in der Linzer »Theol.-prakt. Quartalschrift«, die ihn schon 18*il 
unter ihren Mitarbeitern nennt: 1S63, S. 117-126; 1876, S. 396—398; 1896, 
S. 178-179. 

Karl Reichhart. 

Karl R L i c Ii h art, freboi\'!i am 25. November 1827 zu Herzogen- 
burg in Niederösterreich, \\ urde am 28. August 1847 im Augustiner- 
Chorherrenstifte St. Florian einp^ekleidet und beging hier am 23. Sep- 
tember 1850 seine feierh'che Profeii. Bald nach seiner Primiz (am 
20. Aii^ni;>t 1852) kam tT als Aushilfspriester nach Niederwaldkirchen, 
wo er bis 18d5 verblieb. Vom Apni dieses Jahres an war er Koopemtor 
in St Oswald, vom Mai 1858 in Niederwaldkirchen, seit April 1861 
in Feldkirchen, im Juli 1861 übernahm er die Stellung eines Hilfs- 
priesters in Ansfelden und im September 1861 kehrte er in das 
Stift zurück. Im Jänner 1862 wurde er Kooperator in Ebelsberg, 
im Februar 1867 Pfairvikar in Krenglbach und im Jahre 1874 in 
Grunbach, wo er am 26. Februar 1880 aus diesem Leben schied. 

Die Linzer ^»Theologisch-praktische Quartalschrift« nennt 
Reich hart bereits in den Jahren 1862 und 1863 unter ihren Mit- 
arbeitern. Mit Sicherheit können wir aber Reichhart erst als Ver- 
fasser folgender späterer Beiträge in der »Theolog.-pralct Quartal- 
schrift« bezeichnen: 

Der \fifhhplfprhiin(i in der Pfarre Kirchdorf am Inn im Königreiche Bayern. 
Ein Versuch im kleinen zur Lösung der socialen frage. >Theolog.-praktische 
Quartalschr.« 1S64, S. 304-314. 

Zur Arbeiterfrage. Ebd. 1868. S. 318-356; 1869, S. 213-240, 281-319 
und 349- 3B1. (Diese Aufsitze ersciiienen separat unter dem Titel: >Zur Arbeiter- 
frage.« Vier zeitgetnäBe Aufsatze, separat abgedruckt aus der Linzer »Tbeolog.- 
prakt. Quartalschrift , Linz 186Q, Th. Ewert 140 S. 8*. Rezension darfiber siehe 
»Christlich-sociale Blätter 1870, S. 76.) 

Die Börse. Ein Beitrag zur socialen frage. ^Theolog.>prakt. Quartalschr.« 
1870, S. 448 - 459. 

Prinz Alois Lieditenstehi und die sociale Frage. Ebd. 1875^ S. 464-478. 
Rezension Ober Dr. Cöl. Wolfsgrubers »Das Vaterunser«. Ebd. 1879, 

S. 549- 550. 

Rezension über Schulers »Gibt es ein ewiges Leben?« Ebd. 1879, S. 835—837. 

für das »Linzer Volksblatt^ schrieb Reichhart, während Dörr (s. d.) die 
Redaktion führte, die sozialpolitischen Artikel ausschließlich, die politischen 
Leitartikel teilweise. 

Karl von Bergmann* 

Karl von Bergmann erblickte am 31. Jänner 1833 in Wien 
das Licht der Welt. Er empfing am 29. September 1850 zu St Florian 
das Ordensldeid der Augustiner-Cliorlierren, unterzog sich am 30. De- 



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135 



zember 1854 der feierlichen Profefi und feierte den 10. August 1856 
seine Primiz. Vom November 1856 bis Juli 1857 supplierte er an 
der theologischen Hauslehranstalt Katechetik, dann war er b^s No- 
vember 1863 Htlfspriester im Stifte, worauf er als Kooperator an 
der Stiftspfarre angestellt wurde. Im Jahre 1871 fibernahm er die 
Provisur der Pfarre Goldwörth. Hier wirkte er seit 1872 als Pfarr- 
vikar. 1878 erhielt er die Leitung der Pfarre St Martin, die er 1883 
verließ, um sich im Stifte von seiner Kränkitehkeit zu erholen. Im 
nächsten Jahre ging er zur Aushilfe auf die Pfarre KleinzelL 1890 
zwang ihn neuerdings Krankheit, nach St Florian zurückzukehren. 
Noch in demselben Jahre am 25. April schloß er seine Augen auf 
immer. 

Karl v. Bergmann wird schon 1862 unter den Mitarbeitern der 
Unzer »Theologisch-praktischen Quartalschrift« genannt Außer vielen 
längeren und kOrzeren Rezensionen lassen sich mit Bestimmtheit 
als Arbeiten Bergmanns anführen: 

Die russische Kirche. »TheoloK.-pra1ct Quartalschr.« 1863^ S. 341—362. 

Polens Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder seine Größe und 
sein Verfall, sein Untergang, seine Bedrängnis und seine letzte Hoffnung. (Eine 
kurze geschichtliche Studie.) Ebd. \SW. S 525-530; 1870, S. 80- ^1. 

Rußtand und Idolen und deren Gegensatz ihrer kirchlichen Entwicklung. 
(Eine zeitgemäße kirchengeschichtiiche Studie.) Ebd. 1871, S. 212-221. 

Bergmann nahm auch an der Obersetzung der »Nachfolge des heiligen 
Herzens jesu« (higebohl 196*) aus dem Lateinischen (eil. (Siehe Josef Weifl.) 

Michael Ddrr« 

Michael Dörr wurde geboren zu Windigsteig in Nieder- 
österreich am 27. Juli 1831, trat am 16. November 1850 in das 
regulierte Chorherrenstift St Fl orian ein, legte am 30. Dezember 1854 

die feierlichen Gelübde ab und las am 5. August 1855 seine erste 
heilige Messe. Er wirkte hierauf in folgenden StellunL^eri: als Milfs- 
priester in Wallern im Jahre 1855, als Kooperator in \X iiidliag 1856, 
in St. Peter von 1857 bis 1859, in Ansfelden seit 1850, in Feld- 
kirciien 18Ö1 und in St. Marienkirchen bei Eferding (a. d. Polsenz) 
seit 1862. Vom 1. Jänner 186Q bis 4. juli 1870 war er Redakteur 
des Linzer Volksblattes< und der Katholischen Blätter*. 1871 wurde 
er Pfarrer in Attnang, 1878 in Hegau, 1Ö82 in Niederwaldkirchen 
und am 12. Jänner 1886 starb er. Dörr war Ehrenbürger von 
St. Marfenkirciien, Katzenberg, Attnang, Niederwaldkirchen, St Ulrich 
und Ehrenmitglied des Katholischen Kasinos in Gmunden. 

Von ihm stammen: 

Katholisches Lcsestübchen. Mit Geschichten und Schilderungen aus allen 
Zeiten und Zonen eingerichtet von einem katholischen Priester. Mit einem SuW- 



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137 



stich. Unz 1865, Verlag von Fr. Wtnter. Druck von J. Feichtingers Erben. Erster 
Jfüirgang. Erstes Bändchen VIII und 160 S. Zweites Bändchen 15S S. 8". 

(Darin von Dörr: Die Jesuiten. 2. Bändchen, S. 19 45; Ein Blick ins 
heidnische Altertum. [Nach »Stimmen aus Roms Dupanloup Nächstenliebe 
und anderen.] 2. Bändchen, S. 74—80; Gott sei Dank, unsere Schwestern sind 
da! 2. Bindchen» S. 101-118; Nächstenliebe auf Bergeszinnen. 2. Bändchen, 
S. 132-138.) 

Von der Polsenz. I. Same und Frucht Ein Mahnwort ans Christenvolk. 

II. Reißt doch die Schule von der Kirahe los! Linz 1868, Hermann Danners 
Verlag. Druck von Hupmers Witwe und Danner in I inz. Q6 S. 8'. 

Der PreHprozc s des hochwürdif^sten Herrn Bischofs von Linz vor dem 
Scbwurgenciiie am 12. Juli 1S69. Stenogr. Bericht aus dem -^Linzer Volksbiatte 
nebst allen AktenstQcken, Mit einem Vorworte. Unz 1869. In Kommission bd 
Hermann Danners Verlag. XVI und 118 S. 8*. Druck von Haemers Witwe Bt Danner. 

Die k. k. Landwirthschaftsgesellschaft. 2. Aufl. 1869. 

Linzer V'olksblatt-Kalendcr für Stadt und Land auf das Jahr ISTO. Hcrniis- 
gegeben vom Redakteur des »Linzer Volksbiattes . Erster Jahr^i^. L:uz Iblü. hian/. 
Ignaz Ebenhöchsche Buchhandlung (M. Quirein). Druck von Huemers Witwe 
und Danner in Linz. 100 S. 8\ 

Aus der Gegenwart 6. Oabe des Kath. Volksver. für Oberösterr. Linz 1872. 
Druck von Huemers Witwe und Danner unter verantwortt Leitung des Job. Lech- 
f ellner. 28 S. 8 '. 

Eine Fahrt in den — April. 8. Gabe des Kath. Volksver. für Oberösterr. 
Linz 1872. Verl. des Kath. Volksver. f. Oberösterr. Druck von Huemers Witwe 
und Danner. 26 S, 8". 

Der k. k. Ob d. e. Landeaschuirttfa und das »Lfatzer Volksblatt«. 9. Qabe 
des Kath. Volksver. für Oberdsteir. Linz 1872. Verl. des Kath. Volksver. f. Ober- 
österreich. Druck von Huemers Witwe und Danner unter veräntwortl. Leitung 
des Joh. Lechfellner. 32 S. 8". 

Eine Unzahl größerer und kleinerer Artikel im »Linzer Volksblatt für 
Stadt und L^nd unter der Chiffre nid. 

Sehr viele Artikel in den »Kathol. Blättern«, herausgegeben vom Kathol. 
Zentralvcrein in Linz, Druck von Huemers Witwe und Danner, 4 ', unter der 
Chiffre md. 

Schon als Kooperator von St. Marienkirchen schrieb er viele Artikel 
für die »Kath. BI.« unter dem Titel: »Von der Polsenz.« 

Johann B. Breselmayr.*) 

Joh. B. Breselmayr, geboren zu St Florian am 18. April 1834, 
absolvierte in Linz die Gymnasialstudien aufs glänzendste und 
wurde am 2Q. September 1852 im Stifte St. Florian eingekleidet 
Am 27. September 1856 legte er die feierliche Ordensprofeß ab, 
und am 20. Juli 1857 wurde er zum Priester geweiht. Er bekleidete 
sodann das Amt eines Abteisekretärs vom November 1857 bis 

') Siehe den Nekrolog »Johann B. Breselmayr« von Fr. Asenstorfer In 
»Korrespondens des Priester -Oebetsvereines Associatio Perseverantiae Sacer- 
dotaltos Wien 1902, S. 15-16. 



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138 



Oktober 1870, in welcher Efg^enschaft er im Jahre 1858 den Propst 
von St Florian Friedrich Mayer auf seiner Reise nach Rom be- 
gleitete, wo letzterer starb. Von 1866 bis 1894 war er Novizenmelster 
und Kustos der Stiftskirche, von 1867 an auch Verwalter des 
Stiftsspitales, vom Mai bis Juli 1874 zugleich supplierender Pro- 
fessor der Dogmatik und vom Oktober 1883 bis Februar 1884 supplie- 
render Professor der Exegese an der theologischen HausIehranstaÜ 
Im Jahre 1890 wurde er geistlicher Rat Das große Vertrauen, das 
sämtliche iVlitbrflder zu Bresdmayr hatten, zeigte sich besonders 
darin, daß sie ihn dreimal nacheinander einstimmig zum Siifts- 
dechant erkoren. Das erstemal wurde er gewählt am 8. Jänner 1894, 
das zweitemal 1897 und zum drittenmal im Jahre 1900. Von 1897 
bis 1901 war er auch Rentmeister und von Oktober bis De- 
zember IQOl Stiftsadministrator. Nachdem er seine Lehensaufgabe 
auf das gclrtjiKjbtL' criüUl hatte, gab er seine Seele am 2, Jänner 1"!^Ü2 
dem Schöpfer zurück. 

Breselmayr war ein frommer Priester und als solcher ein ge- 
suclitcr Beichtvater, vielen ein trefflicher Ratgeber und Führer im 
geistlichen Leben. Als Kirchenherr sorgte er mit allem Ltler für die 
Schönheit und Reinlichkeit der Paramente und für die Sauberkeit 
der Kirche. Sein langjähriges Wirken als Novizenmeister und 
Klerikerdirektor war überaus segensvoll. In seiner Demut und 
Bescheidenheit suchte er die ihm Anvertrauten mehr durch Milde 
als durch Strenge zu leiten. Wie sehr er sich in dieser schweren 
Stellung die allgemeine Hochachtung und Liebe erworben, das 
zei<^te sich so recht, als ihm im Jahre 1891 zu seinem 25 jährigen 
Novizenmeisterjubiläum seine eliemaligen Novizen in feierlicher 
und herzlicher Weise gratulierten und als Zeichen ihrer Dank- 
barkeit ein kostbares Brevier überreichten.') Mit seinen her\'or- 
ragenden Oeistesgaben hatte er sich ein großes, viclseitit^es Wissen 
angeeignet. Ebenso sehr zeichnete er sich durch echten Kunstsinn 
und tiefes Verständnis des Chorales aus. Besonders bewandert war 
er in der Liturgie. Zeugnis von seinem großen Wissen, namentlich 
auf dem Gebiete der Liturgie, geben das St. Florianer Direktorium, 
das er zur größtmöglichen Vollkommenheit brachte, ferner folgende 
Arbeiten : 

Statuta a clericis commorantibus in instituto theologico Canoniae ad 
S. Florianum observanda. Lincii 1S78. Ex Typogr. Societatis. 8 S, 8*. 



0 Siehe das von Oitlbauer verfaßte FeBigedicht: »Joanni Bajitistae BreseK 
mayr, Canonico Rcgul«! O. S. Augustlni» ad St Floritii Magiatro perquam 
dilecto quintum officü lustrum celebranti grati alumni. Ad St noriani» a. d* VI» 
Id. April MDCCCXCL 



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139 



Horae diurnae offidorum a. S. Plo V. aliisque pontificibus pro canonic. 
reg; S. Augustini Conjjrep. Ss. Salvatoris Laternn^nsibus ncc non pro monia- 
libtts eiusdem nrdinis spedaiiter approbatorum. Ratisbonae 1879. Sumpt. Frid. 
Pustet IV und öO S. 8". 

Rezension: Wolfsgruber, Joannis Oersen de Imiiatione Christi llbri quathior, 
>Theol.-prakt. Quartalschr.« Linz 1679, S. 150<-153. Auch Sepcratabdruck unter 
dem Titel: Die neueste Ausgabe der Nachfolge Christi zur Orientierung Aber 
den Stand der Frage: ^Wer ist der wahre Verfasser derselben?« Unz X879, 
Preßvereinsdruckerei, Selbstverlag. 4 S. 8". 

Das Purifikatorium. Ebd. ISSl. S. 23 - 34, 245- 258. 

Missae propriae Sanctorum a. s. Pio V. aliisque pontifidbus pro can. reg. 
8. Augustini Congregationis Ss. Salvatoris Lateranensibus specialiter approbatae. 
Ratisbonae 1886. Sumpi chartis et typis Frfd. Pustet. 58 S. 2*. 

Proprium Florianense continens officia canonicis rcgularlbus lateranensi- 
bus O. S. P. Aug. ccd. collegiatae ad S. Florianum a sacrorum rituum con- 
gTCgatione concessa et novn in Breviariimi Roman um et proprium Ordinis 
nondum inserta. Sumptibus canoniae Florianensis. Campoduni 1886, ex typo- 
graphia olfm Ducali nunc Jos. Koesellana. XXVI und 340 S. 8*. 

Hymnen und Cantica In lateinischer Sprache aus Florianer Handschriften 
abgeschrieben v. Chorherm J. B. Breselmayr 1680. Papierhandschr. in 4"* und 6\ 
XI. 5426 (Stiftsbibl. St. Florian). 

Predigten in seinem handschrifti. Nachlaß. 

Albert Pucher. 

A. Puch er ist am 18. Jänner 1835 zu Linz geboren. Er trat 
am 29. September 1852 in das Cliorherrenstift St Florian ein, lep^te 
am 27. September 1856 die feierlichen Gelübde ab und empfmg am 
25. juÜ 1858 die heilige Priesterweihe. Nach der Primiz war er 
Hilfs])riester im Stifte, seit 1859 Prüfessor der Kirchengeschichte und 
des Kirchenrechtes an der theologischen Hauslehranstalt, von 1868 
bis 1874 Warrvikar in Herzoe^sdorf und von 1874 bis 1878 in 
Krengibach. 1878 übernahm er wieder das Lehramt der Kirchen- 
geschichte und des Kirchenrechtes an der theoloofischen Haus- 
lehranstalt. In dieser Anstellung verblieb er bis 1889. Seither ver- 
sieht er das Amt eines .Messelesers im Mutterhause der Armen 
Schulschwestern : zu Vöcklabruck. i-*ucher ist Mitglied des Museums 
>Francisco-Carolinum in Linz und dekoriert mit der EhrenmedalUe 
für vierzigjährige treue Dienste. 

Er verfaßte viele Artikel in der Linzer »Theo- 
logisch-praktischen Quartalschrif tt, und zwar u. a.: 

Haben Äbte das Recht, Altäre zu konsekrieren ? 1864. S. 220—225. 
Zur Erüuterung des § 32 der Anweisung für die geistlichen Gerichte 
des Kaiserthun» Österreich in Betreff der Ehesachen. 1866. S. 309-318. 
Die geistliche Verwandtschaft als Ehehindemis. 1866. S. 269-288. 
Rezension : Schneemann* Studien Ober die Honorius-Frage. 1866. & 394— 9M. 



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Rezension über: Hagfemann, Die römische Kirche und ihr Einfluß auf 
Disciplin und Dogma in den ersten drei Jahrhunderten. 1S66. S. 523— 530. 

Rezension: Dittrich, Dionysius der Große von Alexandrien. 1868. S. 72-75. 

Zur Lehre von der Legitimation außerehelicher Kinder durch nach- 
folgende Ehe der Eltern. 1868. S. 176- 204. 

Etwas aus der Geschichte des kirchlichen Strafrechtes. 186S. & 305 —318. 
Die Armenpflege 186Q. S. 104- HZ 

Wie war unser Heiland gekreuzigt? 1869. S. 248-261. 

Zur Lehre vom Ebehindernisse der nachgebildeten Scbwigerschaft 1869. 

S. 381 

Rezension über: "-Die Kirche Christi und ihre Zeugen oder die Kirchen- 
geschichte in Biographien von Friedr. Böhringer. (I. Bd. 2. Abt.: Die griechischen 
Väter des 3. und 4. Jahrhunderts. 1. Hatfte: Klemens und Origines. Z Aufl. 
Zarich 1669.) 1869. S. 466-472. 

Hat Honoriusex cathedra etwas Hiretisches als Glaubenssatz vorgetragen? 
1870. S. 343 -366. 

Von der Geschichte und vom Inhalte des Index. 1871. S. 265-297. 

Gedanken über unsere Katechismen. 1872. S. 69 - 80. 

Bemerkungen zu c. 3 D. XV. 1S72. S. 298 - 327. 

Bemerkungen über unsere Pterikopen. 1873. S. 202-220. 

Von der Verehrung des heiligsten und unbefleckten Herzens Marlens. 1874. 
S. 283- 301. 

Zum gegenwärtigen Jubiläum. 187*?. S. 335 154. 

Zur Geschichte der Andacht des kostbaren Blutes Christi. 1880. S. 81-89. 
Zum fünfhundertjährigen Geburtsgedächtniß des Verfassers der ^Nach- 
folge Christi«. 1880. S. 263-288, 500 - 526. 712 -724. 

Ein zur vorstehenden Frage ('Entsteht aus der Nuthcivilehe, welche in 
Österreich unter Umständen von der bürgerlichen Gesetzgebung gestattet wird, 
das kanonische Ehehlndemifi der Forderung der öffentlichen Sittlichkeit, das ist 

das Hindemiß der Justitia pubiicae honestatis? oder bringt diese Nothcivilebe 
Sponsalien zu Stande?«) gehöriger Fall. 18S0. S. 324 325. 

Zwei eherechtliche Fragen über Gelübde. ItsSO. S. 766—772. 

Heirath einer Schwiegermutter mit dem Schwiegersohne. 1881. S. 138—141. 

Die »Angustia loci« als Ehedispensgrund. 1881. S. 306-310. 

Kann ein Katholik mit einer Protestantin ein giltiges Eheverldbnis 
schließen? 1881. S. 568-571. 

Über passive Assistenz. 1881. S. 771—778. 

Stillschweigende Delegation zur Trauung. 1882. S. 117 — 121. 

Rezension: Vascotti Institutiones historiae ecclesiasticae , emendata et 
aucta a Dr. Hiptmair ed. 1662. S. 166—170. 

Papst Pius Vi. in Oberösteireich gerade vor 100 Jahren. 1882. S. 327—329. 

David und Bethsabee — ein EherechtsfalL 1882. S. 34S«'351. 

Irrthum in der Person. 1885. S. 375 —378. 

Vorgehen beim Einschreiten um Dispens von Chebindemissen und deren 
Ausführung. 18S5. S. 503 -320, 766-782. 

Ferner schrieb Pucher: 

Einige Mittieilungen fiber Leben und Sterben zweier Augustiner-Chorhenen 
(Petrus Arbues und- Job. Osterwik), welche Pius IX. feierlich als heil. Märtyrer 
erklärt hat am 29. Juni 1867. Mit Genehmigung des hochw. bisch. Ordinariates 



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141 



Linz 1868. Dnick v. Hueoiers Witwe und Dinner. 23 S. 8". Eigentum de$ Stiftes 

St. riorian; (anonym). 

Giovanni Gersen. In > Historisch-politische Blätter für das katholische 
Deutschland' 85 B. München 1880, S. 9S0— 992. 

Andachtsübungeti zur Vereiirung des kostbaren Blutes Jesu Christi. Mit 
einer Belehrung über die Etzbruderschaft vom kostbaren Blute Jesu ChrfsH. 
Linz 1881. 

>Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich- und >lm letzten Jahr- 
hundert aufgehobene Regularkanonieen nach der Regel des heil. Augiistin . In 
*Ein Chorherrenbuch von Seb. Brunner. Würzburg und Wien 1883. Woerl. 
S. 23-90. Auch Separatabdruck 1882, 68 S. 8\ (Mit einem Bilde des Stiftes.) 

Die Installation der Regulär« Pfarrvicare durch den Dechanten in der 
Diözese Unz. «Archiv ffir Intholiscbes Kirchenrecht.« Herausgegeben von Doktor 
Friedrich H. Vering. 5Z Bd. (Der neuen Folge 46. Bd.) Mainz 1884, 6. Heft, 
S. 459 - 463. 

Oer hl. Florian, Wetzer und Weltes KirchenlexikoUp 2. Aufl. 4. Bd., 
Spalte 1576 und 1577. Freiburg i. B. 1886, Herder. 

banct Florian, reg. Chorherrenstift in Überösterreich. Ebd. Sp. 1577—1580. 
Franz Ser. Freindaller, Ebd. Sp. 1990--1991. 

Unterbrechung des Noviziates. Archiv ffir katholisches fdrchenrecht 55. Bd. 
(Neuer Folge 49. Bd.) 1S86, 3. Heft, S. 443—446. 

Aunerdcm viele Artikel im ^Korrespondenz-Blatt für den katholischen 
Klerus Österreichs« (Wien, Fromme) und im Beiblatt dieser Zeitschrift 
^Augustinus*. 

Johann Nep. Faigl. 

Johann Faigl wurde am 17. April 1835 zu Lanf^enlois in 
Niederösterreich als der Sohn eines Weinhauers geboren. Er trat 
am 28. August 1854 in das regulierte Chorherrenstift St. Florian 
ein, legte am 1. November 1857 die feierlichen Gelübde ab und 
empfing am Jl.juli 185Q die hl. Priesterweihe. Im September des- 
selben Jahres wurde er Kooperator in WeiÖenkirchen. Gegen Ende 
des Jahres 1864 mußte er krankheitshalber in das Stift zurfickkehren, 
um sich volle zwei Jahre die äußerste Schonung aufzuerlegen. Im 
Oktober 1866 wurde er zum Stiftsarchivar ernannt. Am S.Juli 1870 
übernahm er die Redaktion des »Linzer Volksbtatt- und der »Katho- 
lischen Blätter« und führte sie bis April 1872. In diesem Jahre 
wurde er Sekretär des Stiftspropstes, 1883 Patronatsverwalter, 1800 
Sekretär und Ausschußmitglied des Katholischen Volksvereines sowie 
bischöflicher geistlicher Rat. Als Sekretär des Katholischen Volks- 
vereines beteiligte er sich an der Herausgabe des »Volksvereins- 
kalenders- und des »Volksboten (Druck von J. Stampfl & Cie., 
Braunau). Zugleich wirkte er als korrespondierendes Mitglied der 
k. k. Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- 
und historischen Denkmale und als Verwaltungsrat des Museums 
Francisco-Carolinum in Unz. Am 26. Jänner 1892 wurde Faigl von 



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142 



den Landgemeinden des Bezirices Linz zum Lahdtagsabgeordneten 
gewälilt, 1897 wurde er zum LandesausschuB ernannt Zweimal 
reiste er nacli Rom: im April 1878 und im Mai 18Q7 zur feieiüdten 
Kanonisation des seligen Petrus Fourier. Paigl starb im Stifte am 
19. Jänner 1899. 

Von Faigl erschien Im Druclce: 

Geschichte und Beschreibung des Stiftes St. Florian und der natnr- 
historisdien Sammlungen desselben. In dem Aufsatze »Das Chorherrenstift 
St Florians österr. Revue. 1867 7. Heft. (Auch separat gedruckt.) Druck und 
Verlag von Karl Gerolds Sohn, Wien. 8". S. 1 -36. 54 -55. (Mskr. XI, 537. a 
der Stiftsbibl.) 

Beiträge zu den »Mainzer Regesten« (des Kornelius Will). 1868, 1869. 
Im 1. Bde derselb. (Innsbruclc 1877) wird Faigl unter den Mitarbeitern genannt, 
welche Beiträge lieferten. 

Die Franzosen an der Polsenz. Unzer Vollcsblatt-Kalender ffir Stadt und 
Land auf das Jahr 1870. Herausgeg. v. Redakteur des > Linzer VolksbL« (Dörr.) 
Erster jahrfi:., Linz 1870. Franz Ig^az Ebenhöchsche Buchhdlg. (M. Quirein.) 
Druck von Hnenier« Witwe iS: Danncr in Linz. 8". S. 29—55. 

Urkundenbuch licij Landes üb der Enns. Herausgegeben vom Verwaitungs- 
Attssciluss des Museums Francisco -Carolinum zu Linz. 6. bis E. Bd. 1872 
bis 1683. VDIen. Aus der k. Ic Hof- und Staatsdruckerei. 8\ 

Schwurgerichtsverhandlung, durchgeführt am 20. Februar 1872 bei dem 
Ic k. Landes- als Preßgerichte in Linz über die Klage des liberal -politischeo 
Vereines für Oberösterreich gegen Herrn J. Nep. Faij^I. Lin? 1S72, 27 S. S\ 

Der oberösterr. Volkskredit. 1. Gabe des Kath. Volks\ er. für überösterr. 
Linz 1S73, Verl. d. Kath. Volksver. Buchdruckerei des kaih. Preßvereines in 
Linz. 36 S. 8 . 

Die Vaterlandslosen. 1. Abt. 3. Gabe 11. Abt. 7. Gabe des kath. Volksver. 
f. Oberösterr. Linz 1873, VerU d. Kath. Volksver. Buchdr. des kath. Preßver. in 
Unz. 36 und 24 S. S\ 

Wie man heutzutage zu viel Geld kommt. I. Abt. 4., II. Abt. 5. Gabe des 
Kath. Volksver. f. Oberöst. Linz 1873, VerL d. Kath. Volksver. Buclidr. des kath. 
Preßver. in Linz. 32 und 30 S. 8'. 

Den Vogel erkennt man am Gesang. 1. Gabe des Kath. Volksver. f. 
Oberöst. Unz 1874, VerL d. Kath. Volksv. Buchdr. d. kath. Preßver. in Unz. 
32 S. 8*. 

Der Zweck heiligt die Mittel. Wem wird dieser Grundsatz nachgesagt? 

und wer übt ihn? I. Abt. 5., 11. Ahl. 7. Gabe des Kath. Volksver. f. Oberöst. 
Linz 1874. Verl. d. Kalh. Volksv. Buchdr. d. kath. Preßv. in Linz. 32 und 32 S. 8". 

P. Jobann \vp. Minteröcker, Priester der Gesellschaft Jesu und apostolischer 
Missionär in Aubiralien. Ein Leben^biid, zusammengestellt hauptsächlich nach 
dessen noch vurhandenen Briefen. Mit einem Titelbild. Linz 1675, Verl. der 
F. J. Cbenhöch'schen Buchhandlung (Heinrich Korb). Buchdruckerei des kath. 
PreBvereines in Linz. IV und 239 S^ 8*. 

Der deutsch-konservatlve Parteitag in Unz am 22. Nov. 1880. (Aus den 
stenographischen Protokoll.) Linz 188Q. Verl.: Katb. Volksver. f. Oberöst Druck 
das kath. Preßver. in Linz. 56 S. 8'. 



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143 



Aus dem Jahre 1809. (Kriegerische Ereignisse um Mauthausen. Der kühne 
Zug Menninger's nach Amstetten.) Volksvercins-Kr^lender 1880, S. 18—24. 

Die Oberammerg:auer und ihr Passionsspiel. lilustr. kath. Volksvereins- 
Kalender für das Jahr 1881. 8'. S. 23-45. 

Ein Sieg des Recbtes und der Wahrheit. Schwuigerichtsverhandlnng fiber 
die Klage des neuliberalen Bauemvereines gegen das »Linzer Volicsblatt« am 
6. Dez. 1881. Mit einem kleinen Anliang. Redigiert von Isidor Bauernfreund. 
Linz ISSl. \''crlcrfer- jo^. Strimpfl und Comp, in Braunau. Dnicl^ ile« kath. Preß- 
vereins m 1 in.' iir.tt'r \rrantwürtl. Lciti;ni:; (jcs Joh. Lechtellner. 4S S. 8\ 

! las Jubeljaiu ler Diözese Linz 1885. Kurze Geschichte der Diözese im 
Volksvereins-Kalender 1885, S. 17-33. 

DasCentenarium der französischen Revolution. Volksvereins-Kalender 1889, 
S. «7-86. 

Kathalische Märtyrer aus der protestantischen Zeit Volksvcreins- 
Kalender 1890. S. 67-83. 

Msg^r. Friedrich Scheibeiberger. Volksvereins-Kalender 1391, S. 34 ff. 

Das Museum FraDcisco-CaroIinum in Linz. Preßvereins-Kalender 1891« 
S. 50—58. 

diristoph Columbus und die Entdeclcung von Amerika. Vollcsvereins- 
Kaiender 1892, 1893. 

Referat fiber »Katholisch «politische Vereine« in. der »Sedion für katho- 
lisches Leben und Vereinsthätigkeit«. Bericht über den III. altg* öst. Katholiken- 
tag in Linz vom 8. bis inkl. 11. Aug. 1892. Heraus^eg. vom vorbereitenden 
Comite. Wels 1892, Preßvereinsbuchdruckerei. Im Selbstverl, des Comite's. 8% 
S. 390- 392 und 436-438. 

Die Einnahme von Ofen im Mai 1849. Vülksvereins-Kalender 1894, S. 29 - 46. 

Der kath. Volksverein in seinen ersten 25 Jahren. Volksvereins-Kalender 1895, 
& 55-108. 

Die Schlacht von Santa Luda, 6. Mai 1848. Volksverehis-Kalender 1896, 

S. 40-59. 

Don Gabriel Garcia -Moreno, der Märtyrer der christlichen Staatsidee. 
Volksvereins-Kalender 1897, S. 74-97. 

Unseres Kaisers goldenes RegierungsjubiHnm. Volksverelns-Kalender 1896, 
S. 35-51. 

Außerdem schrieb Faigl noch eine Menge größerer und kleinerer Artikel, 
Mitteilungen etc. für das -Linzer Volksblatt und sehr viele Aufsätze in den 
Kathol. Blättern«, herausgegeben vom Kath. Zentralverein in Linz, Druck von 
Huemers Witwe & Danner, 4 , unter der Chiffre — ai— . 

Faigls handschriftlicher Nachlaß. 

Der erste Christbaum. Schauspiel in drei Acten mit mftnnL und wdbL 
Rollen. 32 BI. 8'. Stiftsarchiv. 

Die Schweden in Rudmans bei Zwett! oder Auf nach Patagonien! Schau- 
spiel in einem Akt mit nur niännl. Hollen. 32 BI. 8". Stiftsarchiv. 

Zigeunerin und Bettelweib. Schauspiel in fünf Acten nut nur weibL 
RottoL 63 BI. 8* Süftsardiiv. 

Zwei SparkassebüchL Schauspiel ffir Jungfrauen in drei Acten. 1867. 
54 BL 8^ Stiftsarchiv. 

Des Christen Rache. Schauspiel in drei Abth. mit nur männl. Rollen. 
26 BL 8'. Stiftsarchiv. 



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Die hl. Walburga oder die Rose von Jericho. Schauspiel in fünf Acten 
mit nur weibl. Hollen. Mit Liedern in Musik gesetzt von Jos. Seiberl, StiftV 
Organisten, und einem ausführlichen Prolog. 64 BL 8". Stiftsarchiv. 

Die heilige Kunigunde. Scheusplel in tun! Aufzügen. Mit nur weibL 
Rollen. Mit einem Prolog. (2 Exemplare.) 64 BL 6". Stiftsardilv. 

S. Cacilia. Schauspiel in fünf Acten mit Uedem in Musik gesetzt von 
Peter Leberbauer, reg. Chorherrn v. St. Florian. Mit nur weibL Rollen« 79 BL 8*. 
Stiftsarchiv. (Wurde bereits öfter aufgeführt.) 

Jakob Wayß. 

Jakob Wayß, geboren den 17. Juli 1828 zu Wien (Hernais), 
in St Florian eingekleidet am 2. Oktober 1854, legte am 1. No- 
vember 1857 die feieriiche Profefi ab und empfing am 31. Juli 1859 
die heilige Priesterweihe. Bald darauf kam er als Kooperator nach 
St Peter, wo er ein Jahr lang wirkte, im Jahre 1860 in gleicher 
Stellung nach Waltern. Hier verblieb er bis zum Juli 1871. Von da 
an bis zu seinem Tode am 19. Mai 1902 war er Pfarrvikar in 
Oberthalheim. 

Wayß veröffentlichte das Schriftchen: 

Zur ersten Säcular-Feier der Pfarre Oberthalheim in Oberösterreich. 1884, 
Verlag des Pfarramtes Oberthalbeim. 30 S. S\ 

Josef Sailen 

Sailer erblickte am 9. September 1839 zu Linz das Licht 
der Welt. Er trat den 28. August 1856 in das Augustiner- Chor- 
herrenstift St Florian, legte am 27. Dezember 1860 die feierlichen 
OelObde ab und empfing am 23. Mirz 1862 die heilige Priester- 
weihe. Hierauf weilte er als Lehramtskandidat an der Universität 
in Wien, von wo er aber schon 1863 als Aushilfspriester nach Ans- 
felden abberufen wurde. Im Oktober des Jahres 1865 wurde er zum 
Professor der Moraltheologie an der Hauslehranstalt des Stiftes 
St Florian ernannt. Bis zum Jahre 1873 wirkte er im Lehrfaches 
worauf er als Pfarrvikar nach St Oswald ging. Hier veiblieb Sailer 
bis zum Jahre 1886. Vom November 1884 bis zum Jänner 1886 
war er auch zugleich Administrator des * Dekanats Freistadt fAh 
dem Titel eines bischöflichen Rates ausgezeichnet, übernahm er 
sodann die Verwaltung der Pfarre Walding und 1891 die der 
Parochie Ried bei Mauthausen. Von demselben Jahre an fungierte 
er als Dekan des Dekanats Wartberg, als bischöflicher Schul- 
distriktsaufseher dieses Dekanats und Vertreter der katholischen 
Kirche im Bezirksschulrate Perg. Im Jahre 1893 erlntlt Sailer die 
Würde eines Konsistorialrates und 18^6 die eines Ritters des Franz 

< .... V •» 



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Josef-Ordens. Am 18. Dezember 1001 wähHen ihn die Chorherren 
des Stiftes St Florian zu ihrem Propst 

Sailer, der ein ausgezeichneter Professor und Seelsorger war, 
verdient, zu den fleißigsten Mitarbeitern der Linzer »Theologisch- 
praictischen Quartalschrift« gerechnet zu werden. 

Unter anderen stammen folgen cIl- Beiträge in der 
»Theolog.-prakt Quartalschrift« aus seiner Feder: 

Duo casus confessionales de VT. praecepto 1S76. S. 95—99* 
Zwei Heichtfälle über Rescrvnte. 1 >7ö. S. 231—234. 
Ein Kestitutionsfall wegen I heitruches 1876. S. 372 377. 
Restitution wegen einer ungerecht erworbenen Kindesali mentation 1876. 
S. 522—530. 

Ennichtigung zur Trauung 1877. S. 126—129. 

Praictische Winke für die Leitung von Bruderschaften 1878. S. 439—444. 

Das ewige Licht 1878. S. 637—640. 

Gleichzeitige Anwendung der Materie und Form bei der Taufe 1879. 
S. 119—123. 

Erfordernisse zur Gewinnung von Ablässen nach den neuesten kirchlichen 
Entscheidungen 1879. S. 138—146. 

Ein am Sterbebette entdecides Eliehindemia. 1879. S. 274—282. 

Ein Verwahrer, der zugleich Gewalthaber ist. 1879. S. 50S 513. 

Ist das Anhören der Predigt an Sonn» und Feiertagen Pflicht? 1879. 
S, 740-748. 

Verbesserung der im Beichthören begangenen Fehler. 1880. S. 123—130. 
Rezension: Berardi, De recidivis et occasionariis. 1880. S. 360—362. 
Sind in der Beicht Anklagen Aber blofie Unvollkommenheiten zuUssig? 
1880. S. 560-563. 

Können friiher gütig gebeichtete und nachgelassene Sünden wieder 
Materie der sacramentalen Beicht und Absolution wenicn? ISSO. S. 563 566. 

In welchen Fällen hat der Fieichtvater druij^eritle Veranlassung, die An- 
klage Uber eine schon früher nachgelassene Sünde von dem Pönitenten zu ver- 
langen? 1881. S. 115-120. 

In welcher Weise soll der Beichtvater den Pdnitenten zum Einschließen 
frfiher schon nachgelassener Sünden anleiten? 1881. S. 353—358. 

Vcrucchslnn^r hl. Öle. 1881. S. 578—581. 

Application der hl. Messe. 1881. S. 797—803. 

Pastorales Vorgehen gegen schlechte Blätter in der Gemeinde. 1882. 
S. 334— 34a 

Der Zufall trifft den Eigenthfimer. 1882. S. 867—871. 
Der Eigenthfimer bekommt die ihm gestohlene Sache zweimal zurficlc, 1883. 
S. 154-157. 

»Das ist der Fluch der bösen Tat . 1883. S. 345 350. 

Ein 7\veimal verkauftes Grundstück. 1SS3. S. 86(> <72. 

Ein unbeachteter Traum und seine traurige VerwirKiichung. 1884. S. 87— W 

Heiligung des Frohnleicbnamstages. 1884» S* 392—394. 

Ein Ehemann, der das Bdspiel des Origines nachahmt 1884» S. 628—631. 

Der lebendige Rosenkranz. 1884. S. 836—845. 

Anleitung der Kinder zur rechten Anhörung der hl. Messe. 1884. S. 863—864. 
Cernik, ScbrihfteUer der AugutinenChorbenreitsttfte. 10 



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t46 



Über das V'erhaltm in Cholerazeiten für Priester. 1884. S.. 962—963. 

Zwei Oster-Conimunicanten. 18S5. S. 105- 107, 

Die iieiligen Bilder sollen zwar verehrt, aber nicht verzehrt werden. 1885. 
S» 360—364. 

Zur Katechese über die Wirkungen des hl. BufiMitrametiies nach dem 
Katechismus des sei. Petrus Canisius. 1885. S. 599-601. 

Seelsorgiiche Behandlung eines Musikers, der bei allen Freitansen mit- 
wirkt. i>^>5^, s. 826 -sm 

üegenslan.i des üelübUes. 1SS6. S. 110-114. 

Restitutiunspflicht ohne vorausgegangene Schuld im Gewissen? IS66. 
& 363-367. 

Einführung und Förderung des dritten Ordens des hl. Franziskus in den 

einzelnen Gemeinden. 1886. S. 628 - 631. 

Wie kann dem traurij^en Schicksale, welchem sehr häiifif,'' die Biblio- 
theken der Geistlichen nach deren Tode anheimfallen, vorgebeugt werden ? 
S. 631-63Z 

Ein unvollständiges Testament und seine Folgen. 1886. S. 865 — 869. 

Oescbiftliche Usancen und ihre Folgen. 1887. S. 113—116. 

Freiheit In Ablegung der jährlichen Beichten. 1887. S. 119—121. 

Sollen den zum hl. Opfer bestimmten Hostien bildliche Darstellungen 
eingedrückt werden und welche? 18S7. S. 395- 396. 

ist es lauter Sündenbrot, was mit Schnapsbrennen zusammengebrennl 
wird?« 1887. S. ö22— 624. 

Pastorelles Vorgehen bei mangelhafter Sonntagsfeier. 1888. S, 358—362. 

Des Schnellaufers »Laufbahn« vom Standpunkte der Moral. 1888. S, 611 —617. 

Rezension: Oberer, Praktisches Handbfichlein ffir Katecheten. 1888. 
S. 660-662. 

Rp/ension : Berin^cr, Maurel-Schneider, Die Ablässe, ihr Wesen und 
Gebrauch. 9. Auflage. ISSS. S. 938-939. 

Der ernstliche Vorsatz im Bußsacramente. 1889. S. 869 — 873. 

Occasio proxima — oder man kann überall brav bleiben, wenn man nur 
will. 1890. S. 875-878. 

Gewinnung der Ablässe für die Rosenkranzandacht im Oktober 1890. S.629. 

Im Jnhre ]m noch 7.ehentpflichfi{,n 1891. S. 636—639. 

Re/.enäion: Beringer, Die Ablässe, ihr Wesen und Gebrauch. 10. Aufl. 
1894. S. 443-444. 

Sailers Feder verdanken iiu Lnliichen auch: 
Der 12 Stemen-Rosenkranz zu Ehren der unbefleckt empfangenen Gottes- 
mutter. Unz. Flitzendes Blatt 3 S. 9*. Druck von Huemers Witwe und Danner. 

Großmfitiger LiebesakI fiir arme Seelen im Fegefeuer. Linz. Fliegendes 
Blatt. 4 S. 

Predigt, ^'ehalten bei lier Priniiz des hochw. Herrn Joh. F.v. Piberhofer, 
reg. Chorherrn von St. Florian in der Pfarrkirche St. Oswald bei Freistadt am 
8. August 1893. Linz 1893. Druck vom Kath. Preßverein. 16 S. 8". 

Josef Huber* 

Josef Huber, geboren den 13. Mai 1841 zu Linz, erhielt 
am 28. August 1858 zu St. Florian das Ordenskleid, legte am 
29. August 18ö2 die feierlichen Gelübde ab und wurde am 22. No- 



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vember 1863 zum Priester geweiht. Naclidem er mehrere Jahre als 
Hilfspriester und Koopc:r:itor gewirkt hatte ilSöJ bis 1865 in Ebels- 
berg, 1865 in Niederwaldl<irchen, 1866 bis 1873 in Regau, 1873 
bis 1878 in Ansfelden), übernahm er die Verwaltung der Pfarre 
Hofkirchen und 18Q1 die der Rarre Walding. Seit 1895 war er 
Messeleser in ühnerfeld (Diözese St Pölten). Er starb am 
6. August IQOl im Stifte. 

Von Hu her haben wir folgende Schriften: 

Anrede gelegenilich der Jubelhoch^eit am 18. Mai 1875 in der filtaikirche 
zu Pcrg. (Pfarre Ansfelden.) Linz 1875, Preöverein. 6 S. 8". 

Tramtfigsrede, gehalten am 29. September 1878 in der St Matthfas-Pfirr« 
Urche zu Linz. Linz 1878| Selbstverlag. 7 S. 8". 

Oeschiclite von Ansfelden. Braunau 1883» Stampf und Comp. 50 S. 8*. 

Wilhelm Pailler. 

Wilhelm Pailler wurde am 23. März 1838 zu Linz als der 
Sohn eines Beamten geboren und studierte am Gymnasium in 
Linz. Er trat am 28. August 1858 in das Stift 31 Florian ein, legte am 
2Q. August 1802 die feierliche Profeß ab und empfing am 26. Juli 1863 
die heilige Priesterweihe. Nach seiner Primiz fand er als Hilfs^ 
priester Verwendung im Stifte. Im Oktober 1867 wurde er studien- 
halber an die Universität in Innsbruclc geschiclci 1868 flbemahm 
er das Lehramt des Kirchenrechtes und der Ktrchengeschichte an 
der theologischen HauslehranstalL Neben dem Lehramt versah er 
auch die Stelle eines Kustos der Kunstsammlungen des Stiftes. 1878 
legte er freiwillig beide Amter nieder und ging als Pfarrvikar nach 
Ooldwörth, im AprÜ 1886 nach St Peter am Wfndberg, wo er am 
17. März 1895 starb. 

Er war Konservator der k. k. Zentralkommission für Erforschung 
und Erhaltung der Kunst- und historischen Baudenkmale in Ober- 
Österreich (für den Distrikt Rohrbach und Freistadt), Ausschuß des 
Museums Francisco -CaroUnum in Linz und Elirenmitglied des 
Linzer Diözesan-Kunstvereines. 

Von Pailler besitzen wir folgende literarische 
Arbeiten: 

L Selbständige Werke. 
Florianibüchlein zum Gebrauche für Wallfahrer nach dem Kloster St. Florian. 
Mit Gebeten, Utanel, Liedern und anderen Andachtsubungen zu Ehren des 

heiligen Blutzeugen, nebst einer kurzen Beschreibung und Geschichte des- 
Wallfahrtsortes. Mit bischöfl. Linzcr'scher Ordinariatsbe\vill{^tin|T. Linz 1862. 
Druck von Huemers Witwe und Danner. 31 S. 8". (Mskr. im Stiftsarcliiv. 18 S. 4".) 

Das Passionsspiel zu Brixlegg 1868. Innsbruck 1868, Verlag der 
Wagnerschen Universitätsbuchhandlung. Druck der Wagnerschen Buchdruckerei. 
III & kl.*»*. (Mskr. im Stiftsarchiv. 90 S. 2>.) 

10* 



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Schauspiele für Jungfrauen-Vereine und weibliche Bildungsansialten. Mit 
Erlaubnis der Oberen. 3 Bde. Linz 1870. Ebenhöchsche Buchhandlung (M. Quirin). 
kI.-8^ [I. Bd. Die hl. Helena. Nach Bethlehem! (Ein Weihnachtsspiel.) Die 
Königin von Saba. 116 S. 11. Bd. Die hl. Af^nes. Wo sind die Hirten? (Weih- 
nachtsspiel.) Zwei Mütter. (Mskr. im Stiftsarchiv. 30 S. 2". Vollendet 31. Märr 
1870). 133 S. Mit vier Musikbeilagen (7 S.), Leipzig. III. Bd. Des Jairas 
Töchterlein. (Msicr. im Stiflsardiiv. 40 S. 2*.) Der Menschen Schuld und Gottes 
Huld. (Weihnachtttpiel.) Jesus im Tempel. (Mskr. im Stiftsarchiv. 24 S. 2^) 
137 S. .Mit vier Mnsikbeilap^en (5 S.).] 

Heitere Dramen für kleine Damen. Lustspiele für die weibliche Jugend. 
Linz 1872, M. Quirein. 146 S. kl.-8". 2. Aufl. 1875. — (Oockelhaß und Reue. 
(Mskr. im Stiftsarchiv. 28 S. 2 ; begonnen und vollendet 17. Mirz 1871.) Die 
Verlegenheit (Mskr. im Stiftsarchiv. 6 S. 2'.) Am St Nicolaus-Abend. Im Came- 
val. (Mskr. im Stiftsarchiv. 8 S. 2^) Die Prüfungsarbeiten. Die Besserung. (Mskr. 
im Stiftsarchiv führt den Titel: »Das gebesserte Kind.« 4 S. 2".) Eine Tasse 
Kaffee. (Mskr. im Stiftsarchiv. 20 S. 2\)\ 

Krippcnspicle für Jugendvereine. 1S74. 

Salve Domina. Deutscher Dichtcrgruti an katholische Frauen und Jung- 
frauen. Poetische Anthologie In neun Abtheiiungen mit zehn Illustrationen. 
Leipzig 1874. Amoldsche Buchhandlung. 

Weihnachts-Spiele für Mädchen. .Mit Musik-Beilagen von Bernhard Deubler. 
Linz. 1S75. M. Quirein. Druck von Jos. Feichtingers Erben. V und 159 S. kl.-S^ 
In acht Tagen vollendet. (1. Arm Jesulein. Weihnachtspiel mit Liedern in 
drei Akten. (Mskr. im Stiftsarchiv. 24 S. 2".) II. Wo Friede, da Gott. Weih- 
nachtspiel mit Oesang in einem Akt. (Mskr. im Stiftsarchiv. 12 S. 2^) HI. Der 
Tannenzweig. Ein Christbaumspiel mft Oesang. (Mskr. im Stiftsarchiv. 8 S. 2".) 
IV. Der schönen Liebe Mutter. Weihnachtspiel mit Oesang in zwei Akten. 
(Mskr. im Stiftsarchiv. 14 S. 2".) V. Der Altar des Himmels. (Ära coeli.) Weih- 
nachtspiel mit Gesang in einem Akt. (Mskr. im Stiftsarchiv. 12 S. 2^)1 

Volksthümltche Krippen-Spiele für Jugend-Vereine. Nebst römischen Weih- 
nachtsliedern. Mit einer nuisikal. Beilage (15 S.) von Bernhard Deubler. Linz 1875, 
Ebenhöchsche Buchh. (H. Korb). Prelivercinshucliur uckerei Linz. 139 S. kl.-8*. 
— [1. OroBes Weihnacht- und Drei-König Spiel mit Uedem in vier Abth. (Zum 
Teil mundartlich. Mskr. im Stiftaarchiv. 142 S. 4 '.) II. Frohe Botochaft Krippen- 
Spiel mit Liedern in vier Abth. (Zum Theil mundartlich. Mskr. im Stiftsarchiv. 
16 S. T.) III. Weihnachts-Lieder aus Rom. Dasselbe Werk 2. vermehrte 
Aufl. 1881. K. k. Hofbuchdruckerei v. Jos. Feichtingers Erben in Linz. 218 S. 
kI.-8', Beil. 15 S.J — (Enthält außer den bei der ersten Auflage genannten 
Spielen: IV. Die heilige Nacht Krippen -Spiel mit Liedern in einem Aufzuge. 
(Mskr. im Stiftsarchiv. 8 S. T,) V. Hirten und Konige. Ein Drelkönigs- Spiel 
in vier Aufzügen mit Oesang und Schlußbild. VI. S. Joseph in Bethlehem. 
Weihnachtsspiel in drei Aufzflgen. Mannt Rollen. (Mskr. im Stiftsarcbiv. 
24 S. 2'.)1 

Jodok Stül/, Prälat von St. Florian. Fin Lebensbild. Linz lö7ö. Verlag 
der F. J. Lbenhöchschen Buchhandlung. (Heinrich Korb.) Druck von Ig. Feich- 
tingers Erben. 344 S. 8". 

Religiöse Schauspiele für Mädchen. Mit Musik-Beilage (27 S.) von Bern- 
hard DeuMer. Linz 1876, Ebenhöchsche Buchhandlung (H. Korb). 164 S. kl.-8". 
2. Aufl. 1870, 1. Aufl. 1S0(), 4. Aufl. IS^W (166 S., Beil. 27 S.). — [1. S. Julia. 
Dramat. Legende in vier Aufzügen. (Mit Liedern. M$kr. im Stiftsarchiv. 30 5.2'. 



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149 



In drei Tagen vollendet). 2. Von Gottes Onaden. Schauspiel mit Liedern in drei 
Akten. (Mskr. im Stiftsarchiv. 22 S. 2". In vier Tagen vollendet). 3. S. Dorothea. 
Legden de in zwei Aufzügen. (Mskr. im Stiftsarchiy. 24 S. 2\ In vier Tagen 

volleniiel.)] 

Ein kleiner Blumenstrauß zum 23jahrigen Bischofsjubiiäum unseres hoch- 
wflrdigsten und vielgeliebten Oberliirten Franz Joseph Rudigier. Erweiterter 
Abdnide aus der Lfnzer tlieoL-pnict Quartalsclirift 1873, 2. Heft In Commission 

bei Quirin Haslinger in Linz. Buchdruckerei des katli. Prefiverelns in Unz. 
32 S. 8". (Mit einem Bilde Rudigiers.] 

Festgediclit zum fünfundzwanzigjähirigen Bischofs-Jubiläum unseres hoch- 
würdigsten Oberhirten. VerfaHt v. . . . für die Fest- Versammlung des kath.-pntrint. 
Casino für Linz und Umgebung. Am 3. Juni 1S7S. Vorgetragen von Kosa 
Oruber. Preßvereinsdruckerei in Linz. 2 S. 8". [Zehn Strophen.) 

Neue heit're Dramen für junge Herren und Damen. Sechs Lustspiele für 
die Jugend. Mit Musllc-Beiiage (19 S.). Unz 1878, Ebenhöch (H. Korb). Katli. PreB- 
verdnadmcicerel In Linz. 218 S. kl.-8*. — [1. Die Mördergrube. Schwank. (Ein 

Akt, weibl. Rollen.) 2. Das Leberlein. Märchen. (Zwei Akte, männl. und weibl. 
Rollen. Mskr. im Stiftsarchiv. 20 S. 2"; ein zweites Mskr.: Das Leberlein. 
Märchen-Spiel in zwei Akten. Mundartlich. 24. bis 26. Febr. 1874. 40 S. S .) 
3. Das Zauberglöcklein. Märchen. (Drei Akte, männl. und weibl. Rollen. Mskr. 
im Stiftsarchiv. 24 S. 2*; ein zweites Mskr.: Das Zauberglöcklein. Mlrchenspiel 
in drei Akten. 20. bis 27. Febr. 1875. 57 S. 8«.) 4. Ein Blick in's Mutterherz. Cha- 
rakterbild. (Ein Akt, männl. und weibl. Rollen. Mskr. im Stiftsarchiv. 10 S. 2".) 
5. 's Kranze!. Ländliche Szene in öst. Mundart. (Ein Akt, weibl. Rollen. Mskr. 
im Stiftsarchiv. 4 S. 2 .) 6. Der Torte Pilgerfahrt. Lustspiel. (Zwei Akte, weibL 
Rollen. Mskr. im Stiftsarchiv. 28 S. 4«.)) 

Festspiel für Österreichs Jugend zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer 
k. und k. Majestäten Franz Josef I. und Elisabeth am 24. April 167 ^. Linz 1S7^, 
Ebenhöch (H. Korb). K. Ic Hof-Buchdruekerel von Jos. Feichtingers Erben in 
Unz. 15 S. U.-8^ (Mskr. im Stiftsarchiv, d. daL 24. Aprit 1879). 

Fromm und froh. Sechs Theater-Stficke mit minnlichen Rollen. (1. Reil- 

giöse Schauspiele. II. Lustspiele.) Linz 1881, Ebenhöch (H. Korb). 276 S. kl.-S". 
— [I. »Fromm-: 1. Die Sendung des hl. Geistes. Bibl. Drama in zwei Ab- 
teilungen. (Mskr. im Stiftsarchiv. 14 S. 2".) 2. Aug" um Auge oder Der Friedens- 
EngeL Weihnachtsspiei mit Liedern In vier Aufzügen. (Mskr. im Stiftsarchiv. 
20 S, 2%) 3. Der heilige Laurentius. Geistliches Schauspiel in drei Akten. (Zum 
Teil nadi dem Italienischen). II. »Froh«: 1. Rlnaldo Rinaldini. Posse In drei 
Aufzügen. 2. Ein einziger Rock. Posse in einem Aufzuge. 3. Kaiser Tiberius; 
Burleske Komödie in vier Akten (mit Liedern).] 

Weihnachtlieder und Krippenspiele aus Oberösterreich und Tirol. I. Bd.: 
Weihnachtlieder aus Oberösterreich. Mit 38 Sin^weisen. Innsbruck f^rnck 
und Verl. von Wa^er. 424 S. 8". If. Bd.: Knppenspieie aus Oberrj ttrreich 
und Tirol. Mit 31 Singweisen. Innsbruck 18S3, Druck und Verl. v. Wagner. 
485 S* 8*. 

Franz Joseph Rudigicr Bischof von Linz. Ein Bild seines großen Lebens 
(von Wilhelm Pailler S. 3-39] und erbaulichen Sterbens {von Dr. Mathias 

Hiptmair S. 40—56]. Ergänzungsheft zum Jahrgange 1885 der Linzer "Theolog.- 

prakt, Quartalschrift. Herausgegeben von der Redaktion. Lin? 1SS5. Im Verl. 
der Red. der Quartalschrift. Akad, Buchdruckerei des kath. Preßvereins. 56 S, 8°. 



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190 



Der Kaiserbaum. Erzählung: für das Volk. Kath. Volksbibliothek. Serie I. 
54. Bändchen. München [1891], Druck und Verl. von C. Aug. Seyfried & Comp. 
64 S. kl.-8 . 

Dreimal Maiandtcht Ebd. Serie I. 77. Blndchcn. [1893.] 64 S. U^*. 
Mftkr. vollendet am X April 1865^ 154 S. 8*. 

Neue religiöse Schauspiele für JV\ädchen. Mit Musik-Beilagen von Bern- 
hard npiibler und Innef Qruber. Linz a. d. Donau TS06, Verl. d. F. J. Eben- 
höchschcn Buchhandlung (Heinr. Korb). V und 192 S. kl.-8". (Herausgegeben 
und mit einem Vorworte und einer kurzen Biographie Paillers versehen von 
Joh. B» Breselmayr.) [1. St. Marians letzter Tag. Dramat. Legende mit Liedern in 
drei Aufzagen. (Mskr. Im Stiftsarchiv. 43 Fol.) Z Von S. Marians Herzen. ReUg. 
Schauspiel mit Liedern in einem Vorspiel und fünf Aufzilgen. (Mskr. im Stifts- 
archiv. 59 Fol.) 3. Der armen Seelen Mutter. Relig. Schauspiel mit Liedern in 
drei Aufzügen. (Mskr. im Stiftsarchiv. 63 Fol.)] 

II» Arbelten In Zeltsehrlften^ Zdtwifen ete* 
A. In der Linzer »Theologiscb-praictischen Quartalschrift«. 

Umschau im Gebiete des auswirtfgen Icath. Missionswesens. 1865, S. 128- 147, 

485-500; 1S66, S. 502 520. 

Über das Theater - Spielen der Jugendbündnisse, Qesellenvereine und 
Kinder. 1863, S. 319-337. 

Nachruf an Hochw. Herrn Anton Radner, reg. Chorhemi von St. Florian etc. 
1866^ S. 256—260. [Auch: Anton Radner. Ein Nachruf. Druck und VerL von 
J. Feichtingers Erben fai Unz. 8 S. 8^. (Separatabdruck aus der Linzer theoL- 
prakt Quartalschrift.)] 

Ein kleiner Blumenstrauß zum Jubel-Jahr unseres Hochwürdigsten Herrn 
Bischofes Franz Joseph Rudigier. 1878, S. 173—205. [Mit Dr. Mathias Hiptmair.J 

Viele Rezensionen. 

H. I ni Li nze r V olksblatt». 

Aus der guten alten Zeit. 1. Eine Hexengeschichte aus Ungarn. 
Nr. 6; 2. Eine Hexengeschichte aus Oberösterreicb. 1869, Nr. 25-31, 33. 

Die Erstlinge. (Erinnerungen aus den Kindertagen.) 1869. 1. Die ersten 

Todten. Nr. 60 63; II. Das erste Kunstwerk. Nr. 65; III. Das erste öffentliche 
Auftreten. Nr. 68 und 69; IV. Der erste Feind. Nr. 144; V. Die erste Audienz 
beim Kaiser. Nr. 146 und 147; VI. Das erste Herzeleid. Nr. 148 und 1491 
VU. Der erste Freund. Nr. 225 und 226; VIII. Die erste Dichtung. Nr. 230; 
IX. Der erste musik. Triumph. Nr. 232 und 233. 

Emst von MarindlL Ein Todtenbildchen. 1887, Nr. 125, sowie andere Artikel 
und Au^tze. 

C In den »Christlichen Kunstblättern.« Linz. 4*. 

Über die heilige KümmemiB. 1866, Nr. 10 und 11. 

Über Verwendung von Heiligen-Porträts zu Altarbildern. 1866^ Nr. 12. 

Ein Wort für die Malerei. ISöf), NV. 12. 

Das alte Tabernakel am Hochaltar der Monaner- Stiftskirche. Reliquien 
daselbst. 1866, Nr. 12. 

Der Altar in ambone. 1866, Nr. 12. 

Zur Darstellung der Verkündigung Maria. 1867, Nr. 1. 
Kind und Tnube als Bild der menschlichen Seele. 1867, Nr, 7. 
Die Schönheit der altdeutschen Bilder, 1S6S, Nr. 4—8. 
Über die Vorziige der Renaissance-Bilder. 1669, Nr. 5. 



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151 

D. In der »österr. Revue . Wien. Druck und Verl. v, Karl 

Gerolds Sohn. S', 
Die Kunstsammlungen. In der Arbeit »Das Chorherrenstift St. Florian^. 1867, 
7. Heft, S. 47-54. 

C. In den «Mittheilunge n der C e n t r a 1 - C o m ni ission f ür Ku nst- und 

historische Denkinale-;. 

Todtenschild der Anna Katharina Niedernia} rin, geb. Rablin, vom Jahre 1717, 
itt SL Peter em Windberge. 16. Bd., Neue Folge, S. 106. 

F. Im »Vorarlberger Volksblatt«. 

Dr. Jodok Stülz, Probst und Abt des lateran. Chorherrenstiftes St. Florian, 
Reicbsbistoriograph etc. 1872. Nr. 87 und 88. 

ü. Im »Volksfreund*. 

Die größte Orgel Österreichs. (Bericht über die große Orgel St. Florians 
nach Ihrem Umbau durch Math. Mauracher 18. Oktober 1875, Nr. 244 und 245. 

Außerdem verfaßte Pailler viele Aufsitze für den »Unzer Volksblatt- 
Kalender für Stadt und Land«, für den »Volksvereins*Ka(ender<, für den Linzer 
>^Preßvereins-Kalender< etc. 

III. HandsehrifUleber Kaehlass, 

160 Predigen (teilweise nur skizziert) aus den Jahren 1862 bis 1888* 
Mskr. XI, 375. A. in der Stiftsbibliothek. 

jMaterialien zur Geschichte der I^fnrren Ooldwörth, feldkirchen, Walding 
und Oberwallsee. Gesammelt v. W. P. Mskr. im Stiftsarchiv. 

Allerlei Sagen, Zauberspriche, Areana, abergUnbische HellmitteL Oe- 
sammelt von W. P. Aus dem 17., 18^ und 19. Jahrh. Mskr. XI, 631. A. in der 
Stlftsbibl. 8«, 4« und 2\ 

Geistliche und weltliche Lieder, gesammelt aus Österreich und Tirol. 
(Teilweise gedruckt.) Mskr. XI, 543. F. und G. in der Stiftsbibl. 

Zwei geistliche Satyren auf Wallenstcin. Aus einem Fund tu Lasberg bei 
Freistadt, erläutert v. Wilhelm Pailler. Mskr. im Archiv des Mus. Francisco- 
Carolinum. Bd. 7, Nr. 55. 

Aus der Krim. Novellette. 1657. 29 S. 4*. 

Dir Ozlberger] von mir Palliar]. Zum Namenstafl;. 1858^ Gedicht. 
14 S. 8\ 

Salz- oder ^nicht Salz!- Novellette, Vollendet am 19. Juni 1858. 29 a. 4«. 

Sanct Jodok. Bilder aus seinem Leben nach der Legende. Begonnen 
Juli 1860^ voHendet % OkL 1860. Zwei Akte. Mskr. 45 S. 4*. 

(lUlser) TIberius. Eine lustige Tragödie in vier Aufzügen mit Gesang. 
Ursprünglich für die Kleriker verfaßt im Jan. 1860. Für die Feuerwehr um- 
gearbeitet und mit Musik von Herrn Jos. Seiberl ausgestattet im April 1873. 
39 S. S . 

Festspiel zum neuen Jahr 1S64 für den Gesellenverein. 12 S. 4*. 

WeihnachtS' Spiel für Mädchen in zwei Abth. mit Gesang (zunächst für 
die Kinderbewahrasstalt der Kreuzschwestem in Linz). 1867. 32 SL 4*. 

Weihnachts-Spiel (ffir Midcben) in zwei Akten mit Lied. Allerheiligen 1868. 
ao S. 4«. 

Snnct Nikolaus und die braven Kinder. Eine Szene rum !Vikf>lnu^- Abend 
für Kleinkinderbewahr-Anstalten unter der Leitung von Ordensschwestern. 1Ö69. 
Mskr. 7 S. 4 . 



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152 



Der Triumph de«; heil. Kreuzes. Fin proßes religiöses Schauspie! in zwei 
TliLiien mit lebenden Bildern aus dem alten Testament, Für Brixlegg. Vollendet 
am i. März 1871. Mskr. im Stiftsarchiv. 68 S. 2". 

Stephan Fadinger, der Bauernhauptmann von 1626. Volksschauspiel (nach 
dem gleichnamigen Stficice von Paul Weidmann |1781] bearbeitet) in drei Akten. 
Oeschirieben vom 4 bis 8. Mai 1871. 63 S. 4*. 

Correggio. OroBe romani Oper In drei Akten. VoUendet am 2. August 1871. 
Mskr. im Stiftsarchiv. 42 S. 2 '. 

Eine Erscheinung beim Orab' der hl. Agnes. Zwei Scenen. & Jan. 1871 
12 S. r. 

Festspiel zur Vermaiiiung des Kronprinzen Rudolf. 1881. Mskr. 10 S. 6'. 
Vorstellnng der Oeburt Christi. (Ein Krippenspiel.) Mskr. im Stiftsarchiv. 
52 S. 4^ 

Das Kreuz S. Mariens. Vorspiel in fünf Aufzügen. Mskr. im Stiftsarchiv. 
38 & 2«. 

Das große Versöhnungsopfer auf Golgatha oder die Lebens- und Todes- 
geschichte Jesu nach den vier Evangelisten. Mit htldlirh. Vorstellungen aus dem 
Alten Bunde zur Betrachtung und Erbauung für Christen vorgestellt. Mslcr. im 
Siiftsarchiv. 

Aus der Krim. Lustspiel In einem Akt 38 S. 4*. 

Übersetzung des tat. Jesuiten -Schuldramas Stephan Fadinger aus dem 
ahre 1659. Mskr. im Stiftsarchiv. 28 S. 4\ 

Theatral. Vorstellung der Oeburt Jesu Christi. Vier Aufzüge. 40 S. 
Mskr. im Stiftsarchiv. 

Im Hirtenthal. Weih nachtsspiel mit Liedern in drei Aufzügen. 56 S. 4^ 
Mskr. im Stiftsarchiv. 

Kronprinz Rudolf. Festspiel Mskr. Im Sttflsarcliiv. 6 S. 2^ 

Das Oespenst Drei Akte. Mit minnl und weiM. Rollen. Mskr. im Stifts- 
rchiv. 40 S. 2^ 

Nicht auslassen! Liederposse in zwei Akten. Mskr. im Stiftsarchiv. 20 S. 

Schatz und Schirm. Lustspiel in einem Akt. Mit männl. und weibL KoHen. 
Mskr. im Stiftsarchiv. 10 S. 2'. 

Weigand von Theben oder Narrenweisheit. Volksschauspiel in drei Akten. 
Mskr. Im Stiftsardilv. 22 S. 2 . 

Auf Regen folgt Sonnenschein. Mskr. im Stiftsarchiv. 14 S. 2^ 

Frlulein Hochmuth. Mskr. im Stiftsarchiv. 8 S. 2^ 

Bin so fiberzeugt. Mskr. im Stiftsarchiv. 12 S. 2". 

S. Proclus. EntwurL Mskr. im Stiftsarchiv. 

Tiberius. Furchtbare Tragödie in zwei schauerlichen Akten zwar nicht 
von Qoethe, aber auch nicht von BacberL 31 S. 4 '. (Das eigenhändige Mskr. 
55 S. 4 .) 

Die Apotheose des üamhnnus oder Allerneueste Bier- und Wein-Syrabolik 
oder Hopfen und Malz im Olymp oder Waüs Ist besser? Ein großes olympisches 
OötterdämmerungBschauspiel in drd Akten vom Verfasser des Tiberius. M & 4*. 

Unser'm Lehrer! [Schafflinger.] Oedicht r.S. 8*. 

Auf das Jesu-Kind in der Krippe. Gedicht. Zwei Strophen (zu je acht Zellen). 

Dem Jesu-Kind! Gedicht. Sieben Strophen. 
An Maria Pailler. Gedicht. Vier Strophen. 

Die Tauben von Dodonna. Gedicht zum 70. Geburtstag Oaisberger's. 3 5.2*. 



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1» 



JoMf WdB.') 

Jüsef Weiß wurde zu I Marrkirchen im Dekanat Sarleinsbach 
(Oberösterr.j am 15. September 1 840 i;cbürL n. Seine Eltern waren brave, 
schlichte Bauersleute. Schon in der Volksschule zeigte sich der 
kleine, blondhaarige W eil^ als einen äußerst geweckten und taien- 
tienen Knaben; darum vsar auch die Sor^e und das Streben des 
damaUgen Pfarrers von Pfarrkirchen dahin gerichtet, ihn studieren 
und zum Priesterstande heranbilden zu lassen. 

Obwoiii unserem Weiß, nachdem er im Jahre 1860 seine 
Oymnasialstudien in Linz durch eine mit Auszeichnung- bestandene 
Reifeprüfung beendigt hatte, von mancherlei Seite ehrenvolle Stellungen 
angeboten wurden, so blieb er doch unerschütterlich treu dem 
Rufe Gottes, den er in seiner Seele deutlich vernahm, und der 
ihn ins regulierte Chorherrenstift St. Florian führte, wo er am 
28. August 18Ö0 eingekleidet wurde. Als Novize sowohl wie als 
Kleriker zeichnete sich Weiß aus durch pünktlichen Gehorsam, 
tiefreh'giöse GesinnuiiL;, Lhrfurcht gegen die Oheren, Liebe und 
Verträglichkeit gegen seine Mitbröder, durch fciifer im theologischen 
Studium, große Genauigkeit und Ordnungssinn. Am 28. August 1864 
legte er die feierliche Profeß in die Hände des damaligen Prälaten 
Jodok Stülz ab, der gar viel auf unseren Weiß hielt, und am 30.Juli 18ö5 
erhielt er vom hochseligen großen Bischof Franz Jos. Rudigier, 
welcher in den folgenden Jahren Weiß so manchen Beweis 
seines Wohlwollens gegeben, das heilige Sakrament der Priester- 
weihe. Das erste heilige Meßopfer feierte er sodann am 8. August 1865 
in der Pfarrkirche seines Heimatortes. Obwohl der Ordensobere 
die Fähigkeit und Neigung des Neugeweihten zur Professur kannte 
und schätzte, so wurde Weiß doch, da gerade kein Überfluß an 
Seelsorgern war, schon im September 1865 als Kooperator nach 
St Martin im Mühlviertel berufen, welchem Rufe er mit freudiger 
Bereitwilligkeit folgte. Dort verblieb er — zeitweilig auch mit der 
Pfanprovisur betraut — bis September 1873. Hierauf wurde er von 
dem nunmehr auch bereits verstorbenen Prälaten Ferdinand 
Moser zur Übernahme der Lehrkanzel der Moraltheologie an der 
Hauslehranstalt ins Stift zurückberufen. Neben dieser Professur er- 
er auch die Obsorge über die l eichhaltige Münzensammlung des 
Stiftes und erwarb sich in der Folgezeit als tüchtiger Numismatiker 
und Münzenbestimmer auch bei Fachmännern Anerkennung. Sein 
ausgezeichnetes Gedächtnis, seine gediegene historische Bildung 
leisteten ihm hierin die besten Dienste. Viele Jahre hindurch war 

') Biügr. Skizze nach der .Theolog.-prakt. Quartaischrüt , l^üü, S. 313—323. 



I 



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154 



Weiß auch in der St. Florian benachbarten Pfarrei St- Marien als 
Aushilfspriester und Exkurrent an allen Sofin- urid Festtagen des 
Jahres tätig. Er starb am 16. März 18Q9. . , ; . 

Weiß war ein überaus eifriger (Seelsorger. Unermüdlich 
waltete er im Beichtstuhle seines Amtes ; sein . klarer Blick und sein 
praktischer Sinn» seine gediegene Kenntnis der Moraltheologi^ 
seine Gewandtheit in Behandluni^ yon Gewissensfällen, seine mit 
Klugheit gepaarte Milde machten ihn zu einem beliebten Beicht- 
vater. Auch das Predigtami verwaltete Weiß mit £Her und Geschick. 
Viele seiner Pk-edigten sind noch in stenographischer Aufzeichnung 
vorhanden. Rühmliche Eigenschaften derselben sind: logische An- 
Ordnung des Stoffes, gute dogmatische Grundlage^ populäre Dar- 
stellung und praktische Nutzanwendung. Weiß war auch ein treff- 
licher Katechet und ein großer Kinderfreund bis zu seinem Lebens- 
ende. Aus Liel>e zur Kurche und zu unserem heiligen Glauben trat 
Weiß» wo er nur konnte^ der schlechten Presse entgegen und ver- 
breitete eifrig gute Blätter und Schriften, ohne Geldopfer zu scheuen 
Dieselbe glühende Liebe zur Kirche bestimmte Ihn auch, zugunsten 
der guten Sache eine rege politische Tätigkeit gegen die neuliberalen 
Bestrebungen zu entfalten. 

Seine ausgezeichnete Begabung, sein logisch gebildeter Ver- 
stand, seine schnelle Auffassungsgabe, sein eminent treues Ge- 
dächtnis, verbunden mit großem Fleiße und gründlichem Studium 
der moraltheologischen und gesamten einschlägigen Literatur, seine 
gewissenhafte Vorbereitung auf die theologischen Vorlesungen, 
seine klare Vortragsweise, sein praktischer Sinn, der bei treuem 
Festhalten an den theoretischen Prinzipien stets vorwiegend be- 
flissen war, die Grundsätze der christiichen Sittenlehre auf die 
Selbstheiligung der künftigen Priester und auf eine gute Verwaltung 
des Beichtvateramtes anzuwenden, sein gutes Geschick, den Lehr- 
stoff durch Besprechung von wirldichen und erdachten Oewissens- 
fällen besser einzuprägen, seine große Liebe zu den Schülern, mit 
denen er auf das freundlichste verkehrte, alle diese Eigenschaften 
machten Weiß zu einem ausgezeichneten, allgemein beliebten Pro- 
fessor. Volle fünfundzwanzig Jahre und fast noch ein Semester 
darüber verwaltete er mit unermüdlichem Eifer das ihm so lieb 
gewordene Lehramt, bis der Todesengel sich anmeldete. 

Was Weiß für die "Theologisch - praktische Quartalschriftt 
teils durch selbstverfaßte Artikel und Kasus, noch mehr aber da- 
durch, daß er fast seine ganze disponible Zeit bis zur späiLii 
Abendstunde, ohne auf seine eigene Gesundlieit zu achten, be- 
sonders während einer langdauernden Erkrankung und Verhinde- 



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15S 



rang des damaligen Hauptredakieurs Jos. Schwarz als Kiypto-Mlt- 
redakteur leistete, ist wohl Aber alles Lob erhaben. Wie viele, oft 
beinahe unleserliche Manuskripte er durchgelesen, ausgesichtet 
verbessert und druckflhig heigerlchtet, wie viele Drucksorten, Zeit- 
schriften, Pastoralblätter usw. er allwöchentlich durchgelesen und 
fflr die QÜartalschrift exzerpiert hat, läßt sich kaum beschreiben. 
Weiß hat vieles beigetragen, die Quartalschrift zu heben und auch 
auf der einmal erreichten Höhe bleibend zu erhalten. 

Wir lassen nun ein chronologisches Verzeichnis jener Artikel 
folgen, welche Weiß mit seinem vollen Namen unterzeichnete 
sehen also von der großen Zahl seiner nur mit einem »Wc unter- 
zeichneten Aufsätze und Kasus ab. ' 

0»U8 rettitutlonis. 1875. S. 343 -349. 

Quaestio de non permiscendis epulis in diebtis jejunii. 1875. S. 488—491. 
Casus moralis (de adminis(randis bonis conjugum). 1876. S» 91—95. 
Casus rcstitutionis. 1S76. S. 216 220. 

Restitutionspflicht wegen SteuerdelrauUation. 1876. S. 367—372. 
Ein Casus fiber die Volisttttdifkeit der Beicht. 1676. S. 506-513. 
Zwei Fälle dhte das »snbiectutn legisc. 1877. S. 115—120. 
Über das Lesen verbotener Bücher. 1877. S. 486—493. 

CaMis über Hexerei. 1S77. S. 624—266. 

Ein Fall von der Wiederholung der Taufe. 1878. S. 109—115. 

Was obliegt dem Finder einer verlornen Sache? 1879. S, 101—108. 

Ein Fall über die geheime Schadloshaltung. 1879. S. 109—114. 

Casus» betreffend die Schatzunir eines Anwesens durch einen beeidigten 
Schätzmann. 1879. S. 282—287. 

Kompensation wegen Wildschaden und eine Restitution wegen Wild- 
diebstahl. 1880. S. 326 - 330. 

VerpnichtunijdesHeichtvaferszurL.rteiluny der Absolution. 1880. S. 543— 550 

Ein aulgelundener Schatz. ISSO. S. 772-779. 

Ein formloses Vermiditnis (Legat). 1881. S. 120— 125^ 

Fasten-Dispensen für die Zeit der Reise. 1881. S. 331—337. 

Ein Restitutionsfall. 1881. S. 571 576. 

Legitimierung' eines Kindes. 1881. S. 78S— 797. 

Sind Sterbende zur Erweckung eines Aktes der vollkommenen Reue ver- 
pflichtet? 1882. S. 112-117. 

Ein glücklicher Gewinner in Verlegenheit. 1882. S. 342—345. 

Gehorsam gegen den Beichtvater. 1683. S. 143-146. 

Entscheidung betreffend die Assistenz eines Arztes beim Duell. 1885. 
S, 364-365. 

Wann ist die Allerheiligen-Litanei bei den Processionen an Bittagen zu 
beten? 1885. S. 378. 

Methodiusfeier in Velehrad. 1885. S. 450-452. 
Drei Antworten der hl. Con^egationen. 1885. S. 461. 
Habitus clericalls in confesslonalf. 1885. S. 850—852. 
In dubiis.libertas. 1886. S. 120. 

Fii Fnll, wo sich jemand das Stillschweigen zu einer unerlaubten Hand- 
lung bezahlen läßt. 1886. S. 610-614. 



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156 



Das Alter der Kinder für die erste hl. Beicht. 1886. & 723—724. 

Subdiakon und Brevierjjebet. 1886. S. 874—876 

Welche »Todtenscheine« sind vom Oemeinüevorsland zu vidieren? 
1887. S. 233. 

Netteste Entscheidung der Congregat!on des liL Offidums fiber die 
Absolution von päpst Reservsten. 1887. S. 380 - 381. 

Unterricht mit Gebet verbunden. 1887. S. 399 - 400. 

Wie haben sich die Beichtväter auf Onind neuester Fntsrht'idungen der 
hl. Pörifentiarie gegen die Onanisten zu verhalten? 1887, S. 63ü— 633. 
Ücs Priesters Rosenkranz. ISST. S. 915-916. 

Dispensation oder Kommutation eines reservierten Oeläbdes, das bereits 
dispensando commutiert wurde. 1888. S. 640—641. 

Kann bei Sponsallen ein Reugdd bedungen werden. 1889. S. 107—112. 
Die Andacht zum göttl. Herzen Jesu, ein treffliches Mittel, den öfteres 

Empfanj^ der Sacramente zu fördern. 1889. S. 483-484. 

Sorge für Nachwuchs im Priesterstande. 1SS9. S. 727-72S. 

Gebete nach den Stillniessen am heil. Weümachtsteste. 1889. S. 970. 

Welche Vorschriften hat ein Priester zu beobachten, der wegen Augen- 
leidens das Indult erhielt, täglich die JMissa votiva de Beata zu lesen? 1889. S. 978. 

Sündigen Gastwirte schwer, wenn sie Olsten, die sich berauschen oder 
gar schon berauscht sind, noch geistige Getränke verabreichen? 1890. S, 379—384. 

Interpretation vinv.r Dispens. ISO! S. 3S6 -IST. 

Ist ein Zuspruch im Beichtstuhle immer notwendig? 1892. S. 472—473. 

P. Leonhard Lessius. 1892. S. 488. 

Über dandestine Ehen. 1802. S. 652-653. 

Priester-Krankenunterstfitzuttgs-Verelnefiir Osterreich-Ungam und Deutsch- 
kMd. 1892. S. 737—738. 

Der Feuerbestattung ist die kirchliche Feier zu versagen. 1892. S. 738. 
Ein Wörtlein im Canon der heiligen JMesse, das man gar leicht Sber- 

schen könnte. 1892. S. 747. 

Hat es vor der Sundtiui geregnet? 1892. S. 750. 
Katechismusprcdigten. 1892. S. 977. 

Zur Incensatio bei einem Hochamte ohne Assistenz bedarf es eines 

pipstl. Indultes. 1892. S. 995. 

Drei heilige Messen am Mlerseelentage. 18Q2. S. WS 9^9. 

Die Votivofficien für die freien Wochentage. 1892. S. 999, 

Absolutio a censurts betreffend. 1893. S. 131 — 133. 

Aspersio populi am Palmsonntage. 1893. S. 230. 

Zur Oiltigfcelt der Meßopfermaterien. 1893. S. 405—406. 

Die Gebete nach der Stlllmesse. 1894. S. 234— 235« 

Die Ehecertificate ungarischer Staatsangehöriger betreffend. 1894. S. 235. 

Legalisierung der für Deutschland bestimmten Civilstandsurkundeo. 1894. 
& 235. 

Gewinn im Spiele mit fremdem Geld und Restitutionspflicht. 1894. S. 628-630. 
Centenarlum des Pierlulgl da Palesfrina. 1894^ S. 756^757, 
Das Jahr 1894 das Jubel|ahr der Icath. Journalistik. 1894. S. 766. 

Sakramenten-Empfang der Tertiaren. 1894. S. 882-883. 
Casus de proniiscuitate carnis et piscium. 1894. & 893—^95. 

Meß- und Opferwein. 1S95. S. 140—141. 
Absolutio in periculo mortis. 1895. S. 386 — 390. 



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157 



Ein archäologischer Fund. 1S95. S. 514—515. 

Fest der wunderthättgen Medaille. 18%. S. 1014-1015. 

Die Commemorationes in missis privatis Untiun sind bei stillen Pfarr- 
messen zu nehmen. 1896. S. 230. 

Müssen nach einer nicht gesungenen Capitelmesse die von Leo Xlll* 
angeordneten Gebete verrichtet werden? 1896. S. 509. 

Das Radialiren der Frauen vom Sfaniipunlcte der Moral 1807. S. 646«-647. 

Priester bilden! 1898. S. 244. 

Ist dns Pe'^efeuer ein wirkliches Feuer, so wie das der Hölle? 1898. & 505. 

Rezensionen. Ebd. 

Weiß schrieb ferner den »Bericht über das Onadenbild Unserer lieben 
Frau von der immcrwihrenden Hilfe« in »Maria von der immerwXlnrenden Hllf^ 
bitt far nna!« Oebclbuch. Innsbrudc 1883, Knitel. 3. Aufl. S. 4-56. 

Im Verein mit anderen fibersetzte Weiß aus dem Lateinischen *Die Nach- 
folge des hciii|7en Herzens Jesu«. Ingenbohly 1864» (Weiß übersetzte das erste 
der vier Büdier.) 

Matthias Rupertsberger* 

Matthias Rupertsberger ist am 29. März 1843 zu Peuer- 
bacfi in Oberösterreicli geboren. Nacli Absbivfening des Oytn- 
nasittnts trat er am 28. August 1862 in das Augustiner-Ciiortierren* 
Stift St norian. Am 15. September 1866 legte er die feierllclie 
ProfeB ab, am 28. Juli 1867 empfing er die Priesterweihe, und am 
5. August 1867 feierte er seine i^miz. Er wirlcte hierauf als 
Kooperator in Windhag, vom Jahre 1871 an in Wallern, wo er 
vom Oktober 1876 bis Mai 1877 auch Pfarrprovisor war. Im 
Jahre 1882 wurde er zum Pfarrvikar in Niederrana (Niederöster- 
reich) ernannt Seit Oktober 1897 versieht er die Seelsorge in der 
Pfarre Ebelsberg. 

Rupertsberger, ein tüchtiger Entomologe, ist korrespondierendes 
Mitglied und Verwaltungi^rat des Museums Francisco-Carolinum in 
Linz, Mitglied der K. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in 
Wien (seit 1862), der Meteorologischen Gesellschaft in Wien (seit 
liirer Gründung 1866) und korrespondierendes Mitglied der All- 
geniemt^ti cntomologischen Gesellschaft. 

Rupertsbergers literarische Arbeiten: 

Über Insectenschadcn. Verhandlungen der k. k. zoologisch - botanij?chen 
Oesellschaft in Wien. Jahr^^. 1S6S. XVlll. Bd. Wien 1868^ Sitzungsber. S. 25. 
jahrg. 1S69, XIX. BU. Wien 1Ö69, Sitzungsber. S. 6. 

Längeres Essai über: Der Vogel und sein Leben, geschildert v. Dr. Bernard 
Attum. >TlieoloK.-pralcti8che Quartilschrift« 1869, S. 185—194. (Anonym.) 

Blologiache Beobachtungen. Coleopteren. (Vorgelegt In der Sitzung vom 
2. Nov. 1870.) Verhandlungen der k. Ic aEOoiogisch-botanischen Gesellschaft in 
Wien, jahrg. 1870, XX. BiL Abhandlungen S. 835—842. Auch besonders ab- 
gedruckt. 8 S. 8«. 



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158 



Beiträge zur Lebensgeschichie der Kifer. (Vorgelegt in der Sitzung vom 
6. Dec. 1871.) Ebend. J^hr^?. 1872» XXII. B<t Abhandlungett S. 7 -26. Auch be- 
sonders abgedruckt. 20 S. 8*. 

Zwei neue Carabiden-Larven. (Vorf^clef^t in der Sitzung vom 2. Oct. 1872.) 
Ebend. Jahrg. 1672. XXII. Bd. Abiiandlungen S. 573—576. Auch besonders ab- 
gedruckt. 4 S. 8*. 

Lebensverhiltnisse der Eteteriden. Cotymbites tesselatus, holosericeus und 

Elater sanquineus. Ebend. Jahrg. 1874, XXIV. Bd. Sitzungsberichte S. 5—6. 
Übserctzt: Notes stir les moetirs de diff^rent Elaterides. Traduit par M. Dubois. 
Bull, de la soci^te ünneenne du Nord de. la France. Amiens 1879. T. IV. 8^. 
S. 372-374. 

Die Eier der Käfer. »Natur und Offenbarung.« Drude und VerL der 
AMbendorfPtchen Buchhandlung. 8*. Münster 1874. 20. Bd., S. 365— 307, 433—442. 
(Mit 6 Figuren.) Obersetzt: Les oeufi des Col^opt^es. Traduit de Pallemand 
pnr H. Gadeau de Kerville. Revue d'EntomoIogie. Caen 1882.8". T. 1. p. 154—161 

und 170. 

Die Larven der Kater. Natur und Offenbarung.« 1875, Bd. 21. S. 522- 528, 
569-578; 1878, Bd. 24, S. 9-14, 73— 6ü. (Mit 25 Figuren.) 

Die Schildkäfcr. Ebend. 1876. Bd. 22 S. 129-137, 277-281» 374—380, 
397—402. Mit 31 Figuren. 

Schädliche Thiere. Ebend. 1876. Bd. 22. S. 686—699. 

Bemerkungen über die Käfer-Fauna des Miihlviertcls. 7. Jahres-llericht 
des Vereines für Naturkunde in Österreich ob der Enns. Linz 1876. 8". S. 1—10. 
(Auch separat.) 

Unter Ameisen. 9. Jahres-Bericht des Vereins für Naturfreunde in Öster- 
reich ob der Enns. Linz 1878. S, 1—11. (Auch separat.) 

Katalog der belouinien europäischen Käfer^Larven. »Entooiolog. Zdlmg«, 
herausgeg. v. dem entomologiscfaen Vereine zu Stettin. Stettin 1879, 8*. Bd. 40. 

S. 211-236. 

Biologie der K ter Europas. Eine Übersiciit der biologischen Literatur 
gegeben in einem alphabetischen Personen- und systematischen Sach>Register 
nebst einem Larven*Cataloge. Linz 1880. Selbstverlag des Verfsssers. XII nnd 
295 S. 8». 

Biologische Notizen. Wiener entomolog. Zeitung. Alfred Hötdcr, Bndi- 

handlung. 1SS3. II. Jg. S. 62 63. 

Predigt bei der Primiz-Fcier des hochw. Herrn Mathias Silber, reg. Chor- 
herrn des Stiftes St. Florian, gehalten in der Pfarrkirche zu Wallern am 
10. Aug. 1886. Linz 1886. Verleger: Math. Silber. 12 S. 8\ 

Die biologische Literatur fiber die Käfer Europas von 1680 an. Mit Nsdi- 
trägen aus früherer Zeit und einem Larven-Cataloge. Linz a. d. Dona« and 
Niederrana 1891. Selbstverlag. VIII und 300 S. 8*. 

Coleoptcrologische Kleinigkeiten aus meinem Tagebuche. Wiener ento- 
molog. Zeitung. IS'O, XI. Jg. S. 215—216, 247—249. 289^291. 

Bilder aus der Seelsorge. »Theolog. -prakt. Quariaischrift.« Linz 
S. 599-607. 

Aus dem Leben des Dorcadion fulvum Scop. Illustrierte Wochensdirifl 

für Entomologie. Internation. Organ für alle Interessen der Insektenfreuflde. 
Red. von Udo Lehmann. Neudanim 1807, Neumann. Bd. II. S. 87—88. 

Ein verkannter Schädling. Authonomus cinctus. Redt. Ebd. 1897, Bd, II. 
S. 406—407. 



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150 



Eilegen der Labidostomls linmeraliB Schneid. Itlttstrierte Zeittehrlft ffir 
Entomologie. Internatioii. Organ für die Interessen der allgemeinen und an- 
gewandten Entomologie wie der Insekten-Biologie. Red. von Chr. Schröder und 
Udo Lehmann. (Fortsetzung der vorstehenden Zeitschrift.) 1898. Bd. III. S. 305— 306. 

Eustrophus dermestoides F. Fhd. 1898. Bd. III. S. 358-359. 

Adoxus obscurus L. Lebensweise. Ebd. 1899. Bd. IV. S. 181 — 182. 

Die Larve von Lucanus cervus L., Osmoderma eremita Scop. und Cetonia 
Eloricola H. Ebd. 1899. Bd. IV. S. 235. 

Die Eier der Oalerucella viburni Payk. Ebd. 1900. Bd. V. S. 240 - 242. 

Sisyphus Schäfferi L. Der Pillendreher. Ebd. 1901. Bd. VL S. 69— 7a 

Sterns Werke. Mskr. in St. Florian. 4 S. 4". 

Schmidberger und seine Werke. Mskr. in St. Florian. 6 S. 4*. 

Ruperlsberger schrieb aucli eine größere Anzahl Rezensionen für die 
Uazer »Theologisch- praktische Quartalsdirlft« , ffir das >KorrespondenzbIatt 
für den katholischen Klerus Oesterreichs«, besonders von der Orfindnng dieser 
Zeitschrift an bis in die Mitte der 90er Jahre (unter anderem rezensierte er ffir 
das Korresp.-Blatt die ersten zehn Jahrgänge des »Jahrbuches der Naturwissen- 
schaften«), und für das »Linzer Volksblatt« (in den ersten Jahrgängen). 

Bernhard Deubler. 

Deubler ist geboren am 28. Jänner 1842 zu HaUstadt im 
Salzkammergute. Er trat am 28. August 1862 in das Augustiner- 
Chorherrenstift St Florian, legte am 15. September 1806 die feier- 
liche Profeß ab, empfing am 28. Juli 1867 die Priesterweihe und 
brachte am 4. August 1867 Oott sein erstes heiliges Meßopfer dar. 
Vom September des Jahres 1867 bis zum Februar 1873 versah er 
den Dienst eines Aushilfspriesters in Ansfelden, im Februar 1873 
kehrte er in das Stift zurück und wirkte dann kurze Zeit als 
Kooperator an der Stiftspfarre. Im Oktober 1874 wurde er zum 
Professor der Fundamentaltlieoiugie und der Dü<^matik an der theo- 
logischen Lehranstalt des Stiftes ernannt, 1884 übernahiii er auch 
das Amt eines Reoenbchori, im Oktober 1897 gab er jedoch das 
Lehramt der I uiidaineiitaltlieologie an eine andere Lehrkraft ab 
und behielt sich bloß die Dogniatik, welche er gegenwärtig noch 
lehrt Professor Deubler ist ein tüchtiger Kanzelredner. 

Aus seiner Feder stammen folgende Arbeiten: 

Festpredigt bei der 1100jährigen Jubelfeier des Stiftes Kremsmfinster. In: 
»Die eilfhundertjihrlge Jubelfeier des Benedictiner-Stiftes KrentsmOnster. 18., 19 
und 20. August 1877. Eine Oedenkschriftt herausgeg. v. Sttfte Kremsmfinster.« 

Unz 1878, S. 95 110. 

Praelrctioniim ex Theologia fundatricnlali. Liber I. de relig^ione peneratim 
eiusquc praeambulis, quem in usum clericorum reguiarium in instituto ttieoiogico 
ctnonite ad St Florlanum scientiae sacrae Incumbentium ex variis auctoribns 
condnnavit Beruh. Deubler. . . . Uber niannscriptus. Styrlae 1887, typls Societatis. 
87 pag. 8*. 



iao_ 

Verzeichnis der MrchenniiirikiHachen Aufffibningen im reg. Auguitiaer- 
Chorherrenstifte St. Florian (seit Beginn dieses Jalires). Siehe «Cbrisiliehe Kunst- 

bmter. 1887, Nr. 2. 

Die Instrumental- Messe von C. Greith in Brixen. Siehe: »Christliche 
Kunstblätter« 1890, Nr. 2. 

Festrede bei Gelegenheit der 40 jährigen Jubelfder des Mliltlr-Veteranen- 
vereinet von Altmfinster am 4. September 1898. Altmfinster 1808. Drude von 
Lyder in Qmunden. 8 S. 8". 

Chorherr und Theologie - Professor Josef Weiß in St. Florian. Kurses 
Lebensbild. In der Linzer -Theol.-prakt. Quartalschrift 1900. S. 313—323. 

Ignaz Trauniihler. (Nekrolog.) In «Fliegende Blätter für kath. Kirchen- 
Musik. 19. Jahrg. 1884. Nr. 11. S. 109-110. 

Hymne an die IMuslic In JWusilc gesetzt von J. Traumihler (s. d.). Mskr. 
im Stiftsarchiv. 

Mehrere musikalische Beilagen zu W. Paillers (s. d.) Theaterstücken. 

Viele Rezensionen in der 'Theolop.-prakt. Quartalschrift , im - Augustinus«. 
Beiblatt zum Korrcspondenzblatt für den kathol. Glems Österreichs^ und im 
•Allgemeinen Literaturblatt'«. 

Dn Engelbert Mühlbachen') 

Engelbert Mühlbacher, geboren am 4. Oktober 1843 zu 
Oresten in Niederösterreich, trat den 14. September 1862 in das 
reg. lat Chorherrenstift Si Florian ein, legte am 15. September 1866 
die feierlichen OelQbde ab und empfing am 28. Juli 1867 die 
heilige Priesterweihe. Vom September 1867 bis zum September 1868 
war er Koopierator in Weißenktrchen, hierauf wirkte er als Hilfs- 
priester« Im Dezember 1872 b^ab er sich an die Universität in 
Innsbruck, im Oktober 1874 an die in Wien, um sich In der Oe- 
Schichtswissenschaft auszubilden. An der Innsbrucker Univeisität 
erwarb er sich das Doktorat der Philosophie. Im iMai 1878 wurde 
er außerordentlicher Professor der Geschichte an der Universltit in 
Innsbruck, im April 1881 außerordentlicher und im September 1896 
ordentlicher Professor für Geschichte des Mittelalters und für histo- 
rische Hilfswissenschaften an der Universität in Wien. Im Mai 18Q1 
nahm ihn die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien unter 
ihre wirklichen Mitglieder auf, 1806 ei^olgte seine Ernennung zum 
korrespondierenden Mitglied der Königlich bayrischen Akademie der 
Wissenschaften in München — deren wirkliches Mitglied er späterhin 
wurde - und im November desselben Jahres seine Ernennung 
zum Vorstand des Instituts für österreichische Geschichts- 



') Ober Mfihlbacher siehe auch die Nekrologe in den >MiUheilungen des 
Instituts fiir österreichische Oeschichtsforschung«, XXV. B.. 1. Innsbmcic 1904, 

S. 201 ff. und im >MonatsbIatt des Vereines für Landeskunde von Nledcfdster- 
reicbs U. Jahrg. Nr. 18—20, Juni— August 1903, & 231. 



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161 



forschung. Mflhlbacher, der auch Mitglied der Zentraldirektion der 
»Monumenta Germaniae« in Berlin, ordentliclies Mitglied des k. k. 
Archivrates in Wien und seit 1903 Ehrendoktor der Universität in 
Bern war» starb am 17. Juli 1003. , 

Er war einer der bedeutendsten Forscher und Arbeiter auf 
dem Gebiete der historischen Wissenschaft Österreichs und Deutsch- 
lands, voll reichen Wissens und scharfer Kritik. Die Wahrheit m 
der Wissenschaft ging Ihm Ober alles. Alle Aufgaben, die er sich 
als Historiker setzte, suchte er mit bewundernswerter Gründlich- 
keit zu lösen. Sein eigentliches Arbeitsfeld war das Zeitalter der 
Karolinger. Was er da schuf — die Regesten der Karolinger, die 
Ausgabe der Karolingerurkunden, die deutsche Geschichte unter 
den Karolingern — das ist grundlegend und somit unentbehrlich 
für die weitere Erforschung der Karolingischen Zeit. 

Seit 187Q war Mühlbacher Redakteur der »Mittheilungen des 
Instituts für österreichische Geschichtsforschung«. Unter seiner 
Leitung wurde diese Zeitsclirift ein führendes Organ der histo- 
rischen Hilfswissenschaften, der nuuclaherlichen und österreichischen 
Geschichte, ja es gelang seinem rastlosen Bemülien, sie auf die 
breitere Basis einer allgemein historischen Zeitschritt zu stellen. 
Das Institut für österreichische Geschichtsforschung wurde unter 
ihm zum waliren Mittelpunkt österreichischer Geschichtsforschung. 

Seine literarischen Arbeiten: 

I. Selbständige Werke: 

Die literarischen Leistunjjeii Jos Stiftes St. Florian. Linz 1874. 369 S. 8". 
lAis Mskr. gedruckt. Unvollendet: rciciit nur bis Stülz.j 

Die streitige Papstwahl des Jahres 1130. Innsbruck 1876. Druck und Ver- 
Isc von Wagner. VII und 211 $.8^. 

Die Regesten des Kaiserreiches unter den Karolingern. 751—918. Nach 
Johann Friedrich Böhmer neu bearbeitet von F.. M. Erster Band. Innsbruck ISSO 
bis ISSy Verl. d. Wagner'sciien Üniversitäts-Buchhdig. Druck der Wagner'schen 
Univ.-Buchdruckerei. CXli und 78S S. 40. 2. Aufl. 1. Theil 1899, 2. Theil 1994. 

Deutsche Oeschicbte unter den Karolingern. Stuttgart 1896. Verl. d. 
J. O. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger. Druck der Union deutsche Vorlags- 
gesdlschaft in Stuttgart VI und 674 & 8*. 

II. Arbeiten in den »Mittheiiungen des Instituts für ü^tci- 
reichische Oeschichtsforschung- (Verlag und Druck d. Wagner« 
sehen Universitäts-Buchhandlg. in Innsbruck. 8"), welche Cngel> 

bert Mfihlbacher redigierte. 

I. Band 1880: Ein Buch aus der Bibliothek von Baluze. & 129—130. — 
Urkundenfund in Verona. S. 134. — NtMie Arbeiten Joppis zur Geschichte 

Frianls und Istriens. S. 147—153. - Karl Fohz f. S. 170-173. — l^ncdirte 
Diplome aus Aquileja (7<^— 1082). Mtti^etheilt von V. Joppi und ergänzt aus 
Cernik, Schriftsteller der Augustiner-Chorherrenstifte. 11 



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162 



dem Apparat der Monumenta Oermantae. Mit einer Einleitung von Mühlbacher. 
S. 261 27Ö. — Neue Facsimilesammlungen. S. i^g -^310. — Ein angebliches 
Capitulare Karls des Grossen. S. 608 - 614. — Eine neue historische Zeitschrift. 
S. 621—623. — Inventaire des cartulaires conserves dans les bibliotheques de 
Paris et aux arch. nat. par M. Ul. Robert sulvi «f une Bibliographie des cartu- 
iaires publik en France depuis 1840 (par M. L. Delisle). S. 640—644. 

II. Band 1881: Die Constantinische Schenkung in der deutschen Reichs- 
kanzlei. S. 115-116. — Zur Geschichte König Bernhards von Italien. S. 296- 302. 

— Notizen. S. 304 3(H). — O. Kämmel, Die Anfänjije des deutschen Leben!^ in 
Österreich bis zum Ausgange der KaroUngerzeit. S. 340-343. — üneuirte 
Diplome. 1. Aus Arezzo und Novanu Von August v. Jaicsch. Mit einer Ein* 
leHnng von M&hlbacher. S. 443 444 . — O. HamaclCp Das karoiing. und byzantin. 
Reich in ihren wechselseitigen polit. Beziehungen. S. 642—643. 

III. Band 1SS2: Lörsch und Schröder, Urlninden ZOT Geschichte des 
deutschen Rechtes 1. P.'^. 2 Aufl. S. 300-310. 

IV. Band 1SS3 [ li utat, Niederrheinische Städtesiegel. S. 155 159. — 
Cesare Faoli, Hrograinma di paieografia latina e diplomatica. S. 305 — 306. — 
In Sachen der Besprechung des >Urkundenbuches des Herzogthums Steiermark«. 
S. 333— 33& — Unedirte Diplome II. Mit einem Excnrs fiber die Urkunden 
Ludwigs IL ffir Montamiata von A. Fanta. Mit efaier Einleitung von Mühlbacber. 
S. 378—380. — A. Rhomberg, Die Erhebung der Geschichte zum Range einer 
Wissenschaft oder Die htst, Gewißheit und ihre Gesetze. S. 473—475. — J. Dcla- 
vüle !e Roulx, Les archivcs, la bibliotheque et le tresor de I'Ordre de Saint- 
Jean de Jerusalem ä Malte. S. 633—634. 

V. Band 1884: H. Pmtz, Malteser Urkunden und Regesten zur Ge- 
schichte der Tempelherren und der Johanniter. S. 490—497. — B. Simson, Jahr- 
bücher des trink. Reiches unter Kart dem Großen. S. 650—665^ — In Sachen 
der Redaction und J. Ficker ^e^en O. Köhler, S. 349 — 352. 

VI. Band 1SS5: F.in Brief Oerhochs von Reichersberg. S. 307—310. - 
M. Thausing (Nekrolog). S. 198—202. — Erklärung der Redaction gegenüber 
J. V. Pflugk-Harttung. S. 515-S2D. 

VIL Band 1886: Nekrolog (auf Wilhelm Dlekamp). S. 206-207. — Un- 
edfarte Diplome lU. S. 436—460. 

VIII. Band 1887: Ein Lied auf K. Odo von Westfrancien. S. 601-601 

IX. Band 1888: Zwei ungedruckte Karolinger Diplome. S. 128-134. — 
Julius Wiesner, Die mikroskopische Untersuchung' des Rapiers mit besonderer 
Benicksicliti{,ning der ältesten orientalischen und europäischen Rapiere. — Josef 
KarabaCek, Das arabische Rapier. — Jos. Karaba<^ek, Neue Quellen zur Papier- 
geschichte. S. 477-485. — Julien Havet, Queatlons M^vingiennes IV. Les 
chartes de Sahit- Calais. — L Froger, Cartnlafrc de Tabbaye de Saint- Calaii. 
S. 485-489. 

X. Rand 1889: Codice necrologico-liturgico del monastera di S. Salvatore 
e S. Oiulia in Brescia trascritto ed illustrato da Andrea V'alentini. S. AM 479. 

XIV. Band 1893: Felix Stieve, Der oberösterr. Bauernaufstand des 
Jahres 1626. & 164-168. 

XV. Band 1894: Diplomi imperiafi e reali delle cancellarie d'ltalia. Publi- 
cati a facsimile della R. Society Romana di Storia patrla. 1. Lief. S. 131—133. 

— Notizen. S. 167-168, ,174-175, 182- 1S3. 188—189. 

XVI. Band 1895: Notizen. S. 176, 181. 
XViU. Band 1897: Notizen. S. 204—208. 



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163 



XX« Bftnd 1999: ANdni Hnbtr (Nekrolog). S. 189-191. 

XXI. Band 1900: Helnridi R. v. Zdasberg (Nekrolog). S. 206-206. — 

Urkundenfälschnng in Echternach. S. 350 —354. 

XXII. Band 1901: Nekrolog (auf Alexander Budinsrky). S. 190— 1Q1. 
XXIV. Band 1Q03: Nekrolog (auf Julius Ficker). S. 167-J78. Zwei weitere 

i^a^s^uer Fälschungen. S. 424 —432. 

IV. Erglnzungsband: Kaiser' Urkunde und Papst -Urknnde. 1893. 
9. 499-518. 

VI. Ergänzungaband: Die Treupfliclit In den Urkunden Karl dea 
Großen. 1901. S. 871-883. 

III. Arbeiten in anderen Zeitschriften und in Sammelwerken: 

Zur ältesten Kirchengeschichte des Landes ob der Enns. I. Die Christiani- 
sierung des Landes ob der Enns. ') II. Zur Kritik der Legenden des heiligen 
Florian. Theol -praki. Quartalschrift. Linz 1868. In Komnii^siim bei Qu. Haslinger. 
Druck von J. 1 eichiingers Erben. 8'. S. 95—149, 433—454. 

Oberösterreichische Dialektdichter. I. Anton SchoBer. Ebd. 1869. Nr. 33^ 
34» 36 -4a 

Die Belagerung von Linz im Jahre 1626. Ebd. 1870. Nr. 49—57, 5Q-65. 

Oerhochi Reichersbergensis ad Cardinales de schismate Epistola. Wien 1871. 
Aus lit tTi Archiv f. österr. Geschichte (XLVIl. Bd., 11, Hälfte, S. 355) besonders 
abgedruckt. In Commiss. bei Karl Gerolds Sohn. Druck von Adolf Holzhausen 
in Wien. 28 S. 8*. 

Acht Briefe des CardinaloErzblschofes von Malland Carl Cajetan Grafen 
von Gaisruck an F. Freindaller. Ein Beitrag zur mailändischen Kirchengeschichte 
in den Jahren 1818-1824. Aus dem Archive des Stiftes St. Florian mttgetheilt. 
»Österr. Vierteljahresschr. f. kath. Theologie^. Eilftf-r Jahrg. 3. Heft. S. 411— 452. 
Wien 1872. Wilhelm Braumüller. Druck v. Adolf Molzhausen in Wien. 8". Auch 
Separatabdr. 44 S. 8'. 

Die Datirung der Urkunden Lothar I. Wltn 1677. In Commiss. bei Karl 
Ocrold's Sohn. Aus dem IMarzhefte des Jahrg. 1877 der Sitzungsberichte der 
phil.-hist. Classc d. kais. Akad. d. Wissensch. (LXXXV. Bd., S. 463) besonders 
abgedruckt. Druck von Adolf Holzhausen in Wien. 84 S, 8". 

Die Urkunden Karls III. Wien 1S79. in Commiss. bei Karl Qerold's Sohn. 
Aus dem Novemberhefte dei» Jahrg. 1678 der Sitzungsber. der phil.-hist. Classe 
d. kais. Akad. d. Wissensch. (XCIl. Bd., S. 331) besonders abgedruckt Druck 
V. Adolf Holzbansen in Wien. 188 S. S\ [Rezensiert v. £. v. Ottenthai in den 
»JUitth. d. Instituts f. öst. Qeschichtsf.« I. Bd., S. 142-144.] 

Kaiser Lothar I. Allg. deutsche Biographie. Leipzig, Verl. v. Duncker 
& Humblut. Pierer'sche HofbuchdruckereL Stephan Oeibel 6t Co. in Alten* 
bürg. 8 . 19. Bd. 1884. S. 226 ^241. 

König Lothar IL Ebd. S. 2-*i— 251. 

Kaiser Ludwig II. Ebd. S. 406 -417. 

König Ludwig d. D. Ebd. S. 417-446. 

König Ludwig III. Ebd. S, 446—451. 

König Ludwig IV. (das Kind). Ebd. S. 451 -455. 

*) Auch unter dem Titel: Beiträge zur ältesten Kirchengeschichte des 
Landes ob der Ens. Separatabdruck aus der Linzer theol.-prakt Quartalschrift 
Jahrg. 1868. Linz 1868. Druck von J. Feichtinger's Erben. Selbstverlag des Ver^ 
fassers. 55 S. 8*. 

11* 



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164 



Die Urkunde Ludwigs des Frommen für HalberstadL Neues Archiv der 

Gesellschaft für ältere deutsche Oeschichtskunde. Hannover 1892. Hahn'sche 
Buchhdlg. Druck v. Friedr. Culemann. 8". 18, Bd. 1. H., S. 282-293. 

Un Diplome Faux de Saint-Martin de Tours par M. Le Prof. E. .Mühl- 
bacher. Vide: Melanges Julien Mavet. Recueil, de Travaux, D'Erudition dedies 
a la Memoire de Julien Havet (1853-18Q3), Paris 1895^ Ennest Leioiix. 8» 
Pas. 131-148. 

Eine Urkunde Karls von Burg^und. Neues Archiv der Gesellscbaft fnr 

ältere lieulsche Geschichtskunde. 25 Bd. (1S99), 2 H. S. 636 651. 

Karülin}T;erurkunden für die ^Monumenta Qermaniae . Miihlbacher schloß 
den 1. Bd. dieser Edition der Karolingerurkunden kurz vor seinem Tode ab. 

Franz Althuber. 

Franz Althuber, geboren zu Lorch in Oberösterrcicli ani 
5. April 1846, trat am 28. August 1864 in das Stift St. Florian, 
legte vier Jahre später die Ordensprofeß ab und feierte, nnchdem 
er am 25. Juli ISöQ die heilige Priesterweihe empfangen hatte, am 
1. Au?Tust desselben Jahres seine Prinnz. [ir u irkte von 1869 bis 
1872 als Subsidiarius und Exkurrens in Kleuimünchen. von 1872 
bis 1888 versah er die Stellung eines Kooperators an der Pfarre 
St. Florian, von 1888 bis 18Q7 war er Vikar der Pfarre Hargelsberg 
und in den Jaliren 1897 bis 1002 in Wallern. Gegenwärtig ist er 
Administrator des Stiftshauses in Linz. 

Althuber gab heraus: 

Kaiser -Anekdoten. Für Jugend und Volk. Linz-Urfahr 1902, Kath. PreB« 
verein. 79 S. 8 '. .Mit Titelbild. 

Neue Kaiser- Anekdoten. Linz -Urfahr 1902, Kath. Preßverein. 79 S. 8*. 
Mit einem Jugendporträt Sr. Majestät des Kaisers. 

Dr. Michael Oitlbauer. 

Michael Oitlbauer wurde am 3. September 1847 zu 
Leondinj^»^ bei Linz j^eboren. Er trat am 28. August 1865 im Stifte 
St. Fiuriati ins Noviziat, ie<i;te am 28. Aug-ust 1869 die feierliche 
Profeß ab und emijfing am 31. Juli 1870 die heilige Priesterweihe. 
Am 7. August 1870 feierte er seine Primiz. Bald darauf ging er 
als Hi!fs|jriester nach Ried bei Mauthausen, im Dezember 1872 
kehrte er in das Stift zurück, wo er die Verwaltung des Münzen- 
kabinetts übernahm und von Mai bis Juli 1873 an der theologischen 
Hauslehranstalt Moraltheologie supplierte. Im Oktober 1873 kam 
Oitlbauer zur philologischen Ausbildung an die Umversität in Wien, 
im Oktober 1876 an die in Berhn. In demselben Jahre promovierte 
er zum Doktor der Philoso[)hie, und im Oktober des nächsten 
Jahres lieü er sich an der Universität in Wien als Privatdozent der 
klassischen Philologie nieder. Seit Juli 187Q war er außerordentlicher 



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165 

Professor der klassischen Philologie, und im September des 
Jahres 1901 erhielt er Titel und Charakter eines ordentlichen 
Professors. Wider Erwarten schnell raffte der Tod den ungemein 
tätigen Gelehrten, der als Priester und Mann des Wissens in gleich 
hohem Ansehen stand, am 31. Mai des Jahres 1903 dahin. 

Ein Schüler des Verstorbenen schrieb Ober ihn in der »Neuen 
Freien Presse« folgendermaßen: »Der immer angeregte und an- 
regende geistliche Herr war den alten, ernsten, würdigen Herren 
von der philologischen Zunft wahrscheinlich ebensolch ein Greuel 
wie sie ihm. Gegen sein Wissen, seine umfassende Belesenheit 
und seinen scharfen Geist ließ sich nichts einwenden; wodurch er 
sich 's mit allen »Schulen« verdarb, das war seine Freude an geist- 
reichen Spielereien, Behauptungen, Angriffen, die um so angenehmer 
wiricten, je weniger man sie unsachlich nennen durfte. Er war ein 
Polemiker ersten Ranges und sein Witz, sein Feuer, mit dem er 
seine Ansichten verfocht, machten ihn seinen Hörem ebenso lieb 
wie sein außerordentlicher Eifer als Lehrer.« 

Viele und große Verdienste erwarb sich Gitlbauer auch um die 
Österreichische Leo -Gesellschaft, der er seit 1892 angehörte. Er 
versah bei dieser das Amt eines Archivars und Historiographen 
und hatte die Stellung eines Obmannes der Sektion für Literatur 
und Kunst inne. Sehr verdient machte er sich um die Herausgabe 
des literarisch-kritischen Organs der Leogesellschaft, des »öster- 
reichischen (jetzt »Allgemeinen') Literaturblattes«. Gitlbauer war 
auch Leiter des philologischen Proseminars und korrespondierendes 
Mitglied der numismatischen Gesellschaft in Wien. 

Gitlbauer verfaßte nachstehende literarische 
Arbeiten: 

I. Arbeiten auf dem Gebiete der Pliiloloj^ie. 

De Codice Liviano vetustissimo Vindobonensi. Vimiobonae 1876. 
Apud 3. Gerold um, filium, bibliopolani. IV und 133 S. 8\ (Rez. von Zingerle, 
»Zeitschr. für die österreichischen Gymnasien.^ 1875. VI. Heft. S. 435.) 

Sopbokleische Studien. (Separatabdr. ans der Zeitschr. f. d. dsterr. Oymn. 
Jahrg. XXVIll, Heft V.) Wien 1877. VerL dea Verf. Buchdruckerei von Carl 
Qerold's Sohn in Wien. 26 S. 8". 

Transcription und orientierende Bemerkiinpen tu den zwei tachygraphischen 
Tafeln XXVI und XXXI in Schi ifttafcln zur üc>chirhte der griechischen Schrift 
unü zum Studium der griechischen Paiäographie , hcrausgeg. von Wüh. VV ailen- 
bach. (2. H. Berlin 1877.) 

Ein Wort fiber Madvigfs Emendationes Uvianae. Sep.-Abdr. aus Heft V 
der Zeitschr. f. d. österr. Oymn., Jahrg. 1878. Wien 1878» Druck und Verl. von 
Carl Oerold's Sohn. 23 S. S'. 

Die Überreste j^riechische r Tichygraphie im Codex V'aticaniis Graeciis ISUM. 
Erster Fascikei. Mit 14 Tafeln. Vorgelegt in der Sitzung am Ö. Mai 1S7Ö. Denk- 



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166 



Schriften der kais. Akad. d. Wissensch. Philos.-hist. Classe. XXVIIL Bd. Wien 1878. 
In Commission bei Karl Qerold's Sohn. Druck von Adolf Holzhausen in Wien. 4' . 
Zweite Abth^ & 1-110. Zweiter Ftscikel. Mit 14 Tafeln. Vorgelegt in der 
SHzunR am 5. Juli 1882. Ebd. XXXIV. Bd. Wien 1884. Zweite Abti^ S. 1-48. 
(Auch Separatabdr. 112 und 48 S. 4*. Rez.: Ut Centraibiatt f. Deatschl. 1879, 
Nr. 16, Sp. 520 521.) 

PaläoK^raphische Nachlese. Zeitschr. f. d. österr. Oymn. WiciL Druck imd 
VerJ. V. Carl (jcrold's Sohn. 8". 1S78. S. 813-817. 

Rezenüiunen in der »ZeiUchrift für die österreichischen Gymnasien«, so: 

Titi Uvi ab nrbe condite iibri. ErMirt v. W. Weissenborn. 3. Bd. 2. H.: 
Buch IX-X. 4. verb. Aull. Berlin 1877. — 4. Bd. 1. H.: Buch XXI. 2. H. 
Buch XXII-XXIII. 6. verb. Aufl. 1877. - 6. Bd. 1. H.: Buch XXVII-XXVIII. 
Z H.: Buch XXIX XXX. 3. verb. Aufl. 1878. Ebd. 1878. Ebd. 1S7S. S. 917 -935. 

Titi Livi ab urbc condita über XXI. Für den Schuljjebrauch erklärt von 
Fr. Carl Tücking. 2. verb. Aufl. Paderborn 1877 und Titi Livi ab urbe condita 
Hber XXIII. Ffir des Schulgebrauch eridärt v. Dr. Herrn. Mfiller. Leipzig 1878. 
Ebd. 1879. S. 28-31. 

Kritische Beiträge zu Livius. Ebd. 187Q. S. 103-105 und Titi Livi ab 
urbe condita libri. Erklärt v. W. Weissenborn. Q. Bd. 1. H. Buch XXXIX-XXXX. 
— Z H. Buch XXXXl-XXXXU. 2. verb. AufL BerUn 1875 bis 1876. Ebd. 1879. 
S. 742-748. 

Verbesserunp^s-Vorsclilage zu Cicero's Epp. ad familiäres IIb. X. Wien 1879. 
I. Sep.-Abdr. aus den -Wiener Studien^ S. 75—97. '23 S. 8". 11. Sep.-Abdr. aus 
den »Wiener Studien« S. 246-269. 24 S. 8'. Verl. des Vetf. Druclc von Carl 
Ocrold's Sohn. 

Oardthausen und die griechische Tachygraphie. >Lit.-Blatf. Beilage zum 

»Correspondenzblatt de? KfVnif^!, stenoirr. Instituts rn r^resden. Druck von 
C. C. Meinhoid und Sühne, Künigl. Hofbuchdruckerei, Dresden 1879. 4**. Nr. 5^ 
S. 18-20. 

LIL Miscellen. Zeitecbr. f. d. ftsterr. Oymn. 188a S. 73—76. 
Q. Horatli Flacci Camiina selecta. Post C J. Qiysaril eurem denuo re* 
censuit M. ü. Vindobonae 1881. Sumptlbus et typis Caroli Gerold fiUL XXlil 

und 179 S. 8". 

Babrii Fabulae. Recensuit M. O. Vindobonae 1882. Suoipt. et typ. Caroli 
Gerold filii. V und 160 S. 8". 

üriechische Paläugraphie von V. Oardthausen. Leipzig 1S79. Göttinger 
»Gelehrte Anzeigen«. 1882. S. 184—198. 

Comelii Nepotis viiae. In usum scholarum recensuit et verborum indicen 
addidit M. O. Friburgi Brisgoviae, Sumpt. Herder. Typis Herderianis Friburgi 
Brisg. 1883. VIII und ISO S. 12". Editio altera 18S5. Editio tertia 16SQ. Editio 
quarta denuo recoiMiitn iS 'i. X und 189 S. 12'*. Hiervon erschien auch eine 
Ausgabe ^with a Vucabulary in English-. (Rez. ^^hilolog. Wochenscbr.i- 1S83, 
Nr. 37.) 

C. Juli! Caesaris commentarii de hello Gallico. In usum scholamn re- 
censuit et verborum tndicem tebulamque Oaliiae antiquae addidit Dr. M. Q. 
Pars prior (I-V). VII, 130 und CXIV S. 12°. J884. Pars altera (VI-VIIl). IV, 
131-236 und CV S. 12'. 1885. Friburgi Brisgoviae. Sumptibus Herder. Typis 

Herderianis Friburgi Brlsg. 

Plaloni'? Laches. In usum scholarum recensuit et verburum tndfceni addidit 
M. ü. Friburgi Bribgoviae 1S84. Suiupt. Herder. l ypis I ierder. Frib. Brisg. 49 S. 12". 



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167 



Philolog^ische Streifzüge. Mit einer Tafel in Lichtdruck. Freiburg i. Br. 1886, 
Herder^sche Verlagshandlimg. Druck von Breitkopf ^ Hirtel in Leipzig. XI 

und 4SI S. S'. 

Cornelü Tacili ab excessu divi Augusti iibn. in uiuin sciiolarum recensuit 
Dr. M. O. Pars prior (I— VI). Frlburgi Brisgoviae 1887. Snmpt. Herder. Tjrpis 
Herder. Frib. firisg:. VIII und 253 S. 12*. 

Antigone von Sopholdes. Nach eigener Sichtung des griech. Textes über- 
setzt von ... Mit Vertonung der Oesangsthdie durch Richard Kralik. AUg. 
Bücherei 6. 32 S. 8\ 

Die bienographie der Griechen und Römer. Separatabdr. aus d. > Vater- 
lind«. Wien 1894. Mit ehwr Beilage. Verlagsbuchhandlung «Austria«» Frans 
Doli. Buchdruckerd »Austrfais Franz Doli, Wien. 15 S. 8«. 

P. Teranti Adelphoe. Prindpia critica secutus ab udtatis diversa recensuit 
M. G. Cum specimine cditiunts qtiadriculoris. Vindobonae 1896. Suuiptibus et 
typis >Austriac (Francisci Doli.) XIV und 31 S. 8". 

Die drei Systeme der griechischen Tachygraphie. Mit vier Tafein. Vor- 
gelegt in der Sitzung vom 10. Januar 18Q4. Denkschriften der kais. Alvaü. d. 
Wissensch. Philos.-hist. Classe. XLIV. Bd. Wien In Commission bei Carl 

Oerold's Sohn. Druck von Adolf Holzhausen. 50 S. 4^ (Separatabdr. Ausgegeben 
am 4. JuM 1894. In Commission bei F. Tempsicy.) 

Zur ältesten Tachygraphie der Griechen. Eine Antwort auf Oompeiz' 
Kritik. 8«. S. S6-101. In >Festbuch zur hundertjährigen Jubelfeier der deutschen 

Kurjschrift. Gewidmet dem Andenken ihrer RegTÜnder Mosengeil und Horstig. 
Zur Mosenjj[eilfcier auf dem 4. Verbandstage für Vereinfachte deutsc ie Steno- 
graphie (System Schrey) zu Bonn am 2S. Juni 189b herausgeg. von Dr. Chr. 
Johnen.« Berlin 1896. Verl. v. Ferd. Schrey. 

Studien zur altgriechischen Tachygraphie. 1. Die tachygrapbisdie Grab- 
inschrift von Salona. »Archiv für Stenographie. Monatsblatt für die wIssenschaftL 

Pflege der alten Tachygraphie und d. neuzeitl. Kurzschrift.« Herausgeg. v. Dr. Gurt 
Dewischeit. Druck und Verl. v. Thormann Ooetsch, Berlin SW. 4S, Ikssel- 
str. 17. 8". 53. Jg. Berlin 1001. Nr. 3. S. 49-64; Nr. 4, S. 73- 80; Nr. 5, 
S. 101—102. II. Tachy^raphischc Spuren im Papyrus der aristotelischen 'A*Tjv«twv 
neXtttia. Ebd. Nr. 7, S. 159-172. III. Taciiygraphische Texte. Ebd. 54. Jg. 
Berlin 1902. Nr. 7, S. 193-204; Nr. 8, S. 235 -242. Mit 2 Tafeln. 

II. A r h e i t f u a u f a n J i f v ii ( 1 h i e t e n : 

Eine Qcscfiichte aus dem Wandt i U lx i. K atii. Blätter. Heraus^ef^. vom 
katti. Cenirai-Verem in Linz. Druck v. Hucmcr s Witwe und Daiiner. 4 . 1869. 
Nr. 3-7. 

Erinnerung an Joseph Qaisberger. 30. Bericht über das JMus. Franc.>CaroL 

Nebst der 25. Lief, der Beiträge zur Landeskunde von Österreich ob der Ens. 
Verl. lies Mus. Franc.-CaroL Druck von Jos. Wtmmer. .Linz 1871, 27 S. 8*. 
(Auch Sep. -Abdruck.) 

Geschichte der Salzburger Bibliotheken v. Dr. Carl Foltz. Wien. Zeitschrift 
für die Österr. Gymnasien, 1879. S. 134-136. 

Programmenschau. Ebd. 1879. S. 146—148, 471— 475y 543—546. 

Nekrolog. Josef Zechmeister. Ebd. 1880. S. 956-960. 

Ansprache gehalten am Stiftungsfeste des kath. Studentenvereines der 
Wiener Hochschulen »Austria«. Wien 1881. Druck und Verl. F. Eipeidauer 
und Comp. 8 S. S\ 



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168 



Maria, ein dreifaches Vorbild des Priesters. Primizpredigt, gehalten am 
5. August 1883. Meinem lieben Freunde und Mitbruder Franz X. Prandl als 
ErinnerunjT an seine erste heil. Messe. Freiburg i. Br. 1884, Herder'sche Ver« 
lagshandlung. 32 S. 8". Buchdruckerei der Herder'schen Verlagshandlung in 
Freiburs. 

Wildenbruch's verbotenes Drama »Der Oenenllddoberst'. Kritisch be- 
leuchtet von Jakob von Burgholz. [Pseudonym.] Wien ISQO. Verlag der Buch- 
druckerei >^ Austrias Drescher Sl Comp. Neubau, Schottenhc f;Tisse 3 I^S S S". 

Das Priesteramt ein En^^eiamt. Primizpredigt gehalten Ijei der leieriicliLn 
ersten heiiigen .Messe des Hochw. Herrn Benedict Sobotka, reg. Chorherrn des 
Primonstratenser-Stiftes» Schligl am 2. August 1891 In der Stiftskirche. Linz 1891. 
Alcad. PreBvereins-Buchdruckerei. — Verleger: Benedict Sobotica. 16 S. 8*. 

joanni ßaptistae Breselmayr Canonico Regulari O. S. Attgttstini ad 
St. Floriani ma^nslro perquam dilecto quintum officii lustrum celebranti grati 
alumni. Ad St. I luriani. a. d. Vf. Id. April. MDCCCXCI. 

Reisebilder aus Schwabenland und der Schweiz. Wien 1893. Verl. v. 
Helnr. Kirsch, I., Singerstr. 7. Qesellschafts- Buchdruckerei Brüder Hollinek, 
Wien, III., Erdbergstr. 3. VII und 114 & 8«. 

Der Sturm. Von William Shakespeare. Nach eigener Sichtung des eng- 
lischen Textes übersetzt von . . . Allgemeine Bücherei 5. Herausgeg. v. d. österr. 
Leo -Oeseilschaft. Wien und Leipzig. Wilh. Braumüller. Druck v. Jos. Roller 
«t Comp. Wien. 79 S. 8». 

Faschingmontagspende. 1895. üewidniet den .Nassen. Als Mskr. gedruckt. 
20 S. 12°. 

Leoni XIH. Summo Pontiflci episcopatus lustrum X. peragenti quod 
bonum felix faustum fortunatumquc sit precatur. Sodalitas Austriaca Leonlna. 

3 S. 2'. (Lat. Gedicht.l 

Mehrere Novellen in den Katholisclieii Blattern' und im >Linzer Volks- 
blatt^, viele Artikel im Wiener Vateriand nebst anderen alle mit unter« 
zeichneten, zahlreiche Rezensionen im »Österreichischen (jetzt ^Allgemeinen^) 
Literaturblatt«. 

Johann B. Langthaler. 

Johann Langthaler, Hofmeister des Stiftes St Florian, 
Kustos der stiftlichen Kunstsammiun^ren und Kulturrat von Ober- 
österreich, ist am 22. Juni 1846 zu \\ aidcrsfeldeii in Oberösterreich 
geboren. Er stiidierti' am k. k. Staatsi^ymiiasium in Linz, wurde am 
28. August \S()() im Stifte St. Florian eingekleidet, iegte vier Jahre 
später die feierliche Profeß ab, empfing am 30. Juli 1871 die 
Priesterweine und brachte am 10. August 1871 sein erstes heiliges 
Meßopfer dar. Hierauf war er in folgenden Stellungen tätig: Von 
September 1871 bis April 1874 war er Hilfspriester im Stifte, von 
April 1S74 bis Dezember 1878 Kuuperator in Orüiibach, von De- 
zember 1878 bis Juni 1880 abermals Hilfspriester in St. Florian, 
von Juni 1880 bis Juni 1885 Küoperator und 1882 zngleich Pro- 
visor in Niederwaldkirchen, von Juni 1885 bis April 1SS6 zum 
drittenmal Hilfspriester im Stifte. Im April 188Ö ernannten ihn seine 



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169 



Oberen zum Pfanrvikar von OoidwÖrth, wo er bis September 1801 
wirkte Seither ist er Stiftshofmeister und seit 1900 zugleich Kustos 
der stifUichen Kunstsammlungen. 

Langthalers literarische Tätigkeit ist ungemein rege. Besonders 
auf dem Gebiete der Jugend* und Volksliteratur machte er sich 
durch seine Arbeiten überaus verdient Wir mfissen uns darauf 
beschränken, bloß seine größeren Arbeiten zu erwähnen, und zwar: 

I. Selbständige Arbeiten. 

Eine Reise über Lourdes nach Spanien im Jahre 187S. Linz 1879. Preß- 
vercinsbuchdruckerei. Selbstverlag^. S. 8". 

Wegfweiser bei Anlegung oder Ergänzung von Kinder-, Jugend- und 
Volksbibliotheken. Erweit Abdruck aus der Linzer »Theol.-prakt Quartalschr.< 
I. Bdchn. 1884. 84 S. 8*. IL Bdchn. 1886, 95 S. HL Bdchti. 1887, III & Linz, 
Haslinger. 

Wegweiser bei Einrichtung katholischer Pfarrbibliotheken und bei Aus- 
wahl guter Bücher. Mit Approb. irs hochw. Bischofs von Linz. Linz 1895. in 
Commissioii lici Qtierln Haslinjjer. 164 S. 8". 

Waffen im Kampfe gegen den Socialismus. Ein unentbehrliches, neu- 
bearbeitetes Handbüchlein für alle, die in der socialen Literatur ümschan halten 
wollen. Mflnchen und Wien 1896. Kath. Bficher- nnd Kunstverlag Carl Aug. Sey- 
fried Comp. 62 S. 8". 

Nach Lourdes. Frzählun^f fiir d.is kath. Volk. Kath. Volksbibl.- Serie I. 
!(V>. Rändchen. München. Druck und VerL v. Carl Aug. Seyfried fit Comp. 
64 S. kl.-8». 

Reisebilder aus dem heiligen Lande, aus Griechenland, Ägypten und der 
TurkeL »Kath. VolIcsbibL« Serie L 113., 114. und 115. Bändchen. Druck und 
VerL von Carl Aug. Seyfried ft Comp. Mflnchen. 175 S. kl.'3*. 

Nochmals in die weite Welt. Reiseerinnerungen aus dem Jahre 1869. 
Kath. Volksbibl. Serie I. 147., 148., 149. Rändchen. Druck und VerL v. Cari 
Aug. Scyfned & Comp. München. 64, 63. 63 S. kl.-". 

Reisebilder von der Adrla, aus Herzegowina und Bosnien. Linz 1904, 
Kath. PreBverein. 212 S. 8' mit vielen Illustrationen. 

Das Chorherrenstift SL Florian. Ein kurzer Abriß seiner Geschichte. Seine 
Sehenswürdigkeiten. Ziis.imtncn<;esfcnt und als Gabe zum sechzehnhundert- 
jährigen Jubiläum des Heil. Florian dargereicht von J. U Steyr IQ04, CmU 
PrietzeL 66 S. S ' mit zahlreichen Illustrationen. 

II. Arbeiten In der «Theologisch-praktischen Quartalschrift^ 

Linz. 

Der Seelsorger und die Verbreitung von Oebetbfichem. 1879, S. 439^451. 

Des Seelsorgers Thätigkeit bei Verbreitung guter Bücher. 1879, S. 642- 665. 

Zschokke's Stunden der Andacht geschildert von . . . 1SS2. S. 3S9— 396. 

Ein verläfilicher Weg^'eiser bei Anlegung oder Ergänzung von Kinder-, 
Jugend- und Vulksbibiiotheken. 1863. S. 706-603; 1884. S. 34 - 52, 3Ü2-319, 
577—592, 809-823. 

Lehrmeister der Erziehung Im Atigemeinen und der religiösen Ausbildung 
Insbesondere. 1885. S. 74 91. 

Literatur für die schulpflichtige Jugend. 1885. S. 303 316. 



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170 



Bücherwerk für Kinder des ersten Schuljahres. 1SS6. S. 62—79. 

Biblische und einif^e andere religiöse Bilderwerke. IS>(). 317 — 332, 

Bücher für Schüler von acht bis zehn Jahren, besonders zur Anschaffung 
fQr Schülerbibliotheken. 1886. S. 553 -576. 

Mircheo- und Fabelbfieher für Scbfiler von mM bh sehn Jahien. 1886. 
S. 807-812. 

Erbauliches, Belehrendes, Verschiedenes (Dichtungen und RSteelbfidkr) 
für Schüler von acht bis zehn Jahren. 1886. S. 812—827. 

Bücher für Schüler von zehn bis zwölf Jahren. 1887. S. 73-93. 337—353, 
588- 602, 839-S62: ISSS, S. 574-59!. 

l^teratur tur uie erste hl. Beicht, erste hl. Communion und die hl. Firmung. 

1888. S. 66-84. 

Liturgische Werke zum Oebrauche fiir Katecheten nnd Schüler. 1888» 

S. 314-327. 

Hiirher für Schüler von zwölf bis vierzehn Jahren. 1888. S. 832—853. 

Lrzalilungen für die Jugend von zwölf bis vierzehn Jahren, zugleich 
Materiale für Pfarrbibliotheken. 1889. S. 54—71. 

Bücher für die Jugend von zwölf bis vierzehn Jahren. Auch Materiale für 
Pfarrbibliotbeken. 1889. S. 317-336. 

Lebensbeschreibungen hervorragender Persönlichkeiten. Oeschicfatßche 
Erzählungen. 1889. S. 551—565. 

Bücher zur Vermehrung der Kenntnisse in der Geschichte, Länder- und 
Völkerkunde für Schüler von zwölf bis vierzehn Jahren, auch Mat. f. Pfarrbibl* 

1889. S. 812—831. 

Unterhaltendes, Oemeinnfitztges, Belehrendes für Schüler von zwölf bis 
vierzehn Jahren, besonders für Studierende. 1890. S. 77—91. 

A. Einiges aus Naturgeschichte und Naturlehre. B. Nachtrige zur Literatur 
für Jugend unter vierzelin Jahren. 1890. S. 340-358. 

Weihnachtsspiele und andere religiöse Schauspiele für Kinder-, Vereins- 
und Familientheater. 1890. S. 832 - 845. 

Etwas für die Dilettantenbühne (MaterUle für Kinder-, Vereins- und 
Familientheater). 1890. S. 597-607. 

Dramatisches JMateriale» entnommen dem Leben der Heiligen. 1891. 
S. 69-81. 

Historische Dramen. 1891. S. 341 349. 

Verzeichnis der noihwendigsten und besten Bücher für Volksbibliothckcn. 
1891. S. 580 394, 8.36 -846; 1892, S. 72 SO. 

Noch Mehreres aus der Erzählungs-Lileratur lur bludcaien, reiie Jugend 
und Erwachsene, besonders in bürgerlichen und gebildeten Kreisen. 1892. 
S. 577-585. 

Vorbilder zu lehrreicher Beschaunng für das christliche Volk. 1893. 

S. 73-82. 

Bilder zum Beschauen für das christliche Volk. 1893. S. 369—373, 616-628. 

Eine Sammlung von Bildnissen hervorragender Persönlichkeiten aus ver- 
schiedenen Zeiten und Ständen. (1. Aus fürstl. Qeschlechte. 2. Hervorragende 
Päpste und Kirchenffursten.) 1893. S. 881—890. 

Merkwürdige Persönlichkeiten aus dem Priester- und Laienstande. 1801» 
S, 91-101, 865 872. 

Kalender-Literatur. 1894. S. 354—367. 

Erzählungen für bürgerliche und städtische iCreise. 1895. S. 92—99. 



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171 



Schriften erzihleiideii Inhaltes für die geblldele KlMie und das gewöhn* 
liehe Volk. 1895. S. 351-361. 

Oute Volksschriften. 1895. S. 879-889. 

Waffen im Kample gegen den Socialismus. 1896. S. 93-10% 340-352, 

610-618. 

Nachträge. Bücher verschiedenen Inhaltes. 1896. S. 846—858. 

BQcber erzählenden Inhaltes für verschiedene Stände. 1897. S. 93- 102. 

Ernstes und Heiteres für die Dilettantenbühne. 1897. S. 613—620, 851-856 
1896. S. 82—89, 343-357» 610-617; 1899.- & 84—93» 328—337, 600-607. 

EfzUdungen. Materiale ttr Privat- und Volksbibliotheken. 1899. S. 848-854 ; 
1900. S. 74-86^ 585- 592. 

Jugendliteratur. 1901. S. 355—366. 

Bücher fiir die Pfarr- und Privatbiblfothek. 1002. S. 96- 105. 

Mehreres für den Büchertisch der katholtschen f amiUe. 1902. S. 587—599, 

62^—840. 

Materiale für den Büchertisch der christlichen Familie mit besonderer 
RScktichtnahme auf die heranwachsende Toehter. 1903. S. 368—379. 

Materiale für den Bfichertlsch der christlichen Familie mit besonderer 
Rücksicht auf die jflngeren Glieder derselben. 1903. S. 590—609. 

Weitere Gaben fiir den Bfichertlsch der christlichen Familie. 1903. 

S. 865 - S75. 

Erbauliches für den Büchertisch der christlichen Familie. 1904. S. 118 

-137, 343- 357. 

Erzählungen für Familie und Pfarrbibliothek. 19U4. S. 5S6-600. 

Dr. Johann v. Kr. AckerL 

Johann Acker I, Dr. der Theologie und Professor der 
Pastoral und Katechetik an der theolotrisclien Hauslehranstalt des 
Stiftes St. Florian, ist am 27. Oktober 1S51 zu St, Florian gfeboren. 
Er studierte am k. k. Staatsgymnasium in Linz und trat am 
28. August 1870 in das Chorherrenstift St. Florian, wo er vier Jahre 
später die feierliche Profeß ableg^te. Nach der Priesterweihe 
(25. Juli 1875) wurde er als Hilfspriester im Stifte verwendet (bis 
Mai 18771. Dann war er vom ^Aai bis September 1877 Kooperator 
in Wmdhag, von Oktober 1877 bis Juli 1878 weilte er studien- 
halber an der Universität in Innsbruck und hierauf wieder im 
Stift bis November 1880. Nachdem er eine kurze Zeit in Weißen- 
kirchen Aushilfsdienste geleistet hatte, wurde er zum Küüj)erator 
in Wallern ernannt (Juni 1882j. Hier wirkte er bis August 1887. 
Zu Anfang des Studienjahres 1887 1888 ü [annahm er auf Geheiß 
seiner Oberen die Professur der Pastoral und Katechetik, welches 
Lehramt er heute noch versieht. Der Chorherr Dr. Acker! ist außer- 
ordentlich eifrig literan^LIl tätig, und zwar besonders auf dem Ge- 
biete der Apologetik und Fastoral. 



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172 



Bisher verfaßte er: 

I. Selbsilndtge Schriften. 

Die marianischen Tagzeiten: Das tägliche Gebet der Mitglieder des dritten 
Ordens. Eine leiclitfaßliche und Allen verständige ErklSrnng^ und A',i<;legiing 
des kleinen Officiums Unserer IJehen Frati. Mit Oenchmigung des Überhirten 
und der Ordensoberen. Salzburg 1SS4, Mittermüller. V und 218 S. 8". 

Unsere Hebe Frau von Lourdes oder Wer hat Recht? Eine Abwehr gegen 
den Angriff eines evangeiischen Superintendenten von C. v. W. in 35 Beriditen 
und 316 Capitein nebst einem Anhang. Mit Approbation des bischöfl. Ordi- 
nariates Um. F.rueiterter Abdruck aus den «Katholischen Blättern . Linz 1886. 
Druck und Verlag der akad. Preßvereinsdnickerei. 203 S. 8 . U. Auflage 1893» 
VIII und 208 S. ') 

Fest-Fredigt. Gehalten bei Gelegenheit der leierlichen Einweihung der 
Lourdes-Statue zu Enns am 3. April 1888* Linz 1888. Druclc d. akad. Preßverdn. 
15 S. 8*. Verleger: Franciscaner-Convent in Enns. 

Das größte Wunder der Weltgescillchle. Eine Abwehr gegen den An- 
griff eines evangel.-luth. l^nstors v. C. v, W. In J2 Berichten und 14 Capitein 
nebst einer Vorrede. Mit bischöflicher Genehmigung. Linz 18S8. Preßvereins- 
druckerei. 158 S. 8 . 

Primfz-Pred Igt bei Qelegenheit der ersten Messe des hochw. Herrn Josef 
Ackerl am 4. Aug. 1889 in der Stiftslcircbe zu St. Florian. Wels. PreBverdns- 
buchdruckerei. 16 S. 8\ Verleger: Josef Ackerl. 

Predigt zur Festfeier des heil. Leopold, Landespatrons von Österreich am 
15. Nov. 1890 in der Collegiat- und Warrkirche der rep. lat. Chorherren des 
hetlij^en Auf^ustiniis zu Klostenieubnrp. Wien ISOt). Druck von >St. Norhertus^, 
Buch- und Kunstdruckerei, lö S. 8 . Herausgegeben vom Stift Klostet neuburg. 

Wer bat Euch gesandt? Offene Anfrage an den protestantiscben >Biscbofc 
in Wallern und an seine Herren Collegen. Linz 1890. Prefivereinsdr. 32 S. 8". 

Fehlgeschossen. Eine kurze Erwiderung auf die von den Herren Pastoren 
Knch und Kotschy j^elieferte Beantwortung der Frage: »Wer hat Euch ge- 
sandt?- Linz I^reÜvereinsdr. 24 S. 8'. 

Der Amtmann von Rüdipum. Eine Episode aus dem Leben eines wasch- 
echten Liberalen. Linz 1890. Preßvereinsdr. 92 S. SK 

Diese Schrift wurde von der Staatsanwaltschaft in Linz konfisziert, er- 
schien aber wieder, und zwar unter dem Titel: Katholisch oder LtbernL Eine 
Episode aus dem Leben eines liberalen Katholiken. 2. A. Unz 1891. PreBver- 
einsdr. VIIl und 96 S. 8'. 

Larifari. Ftnc Studie über den V^Jrt^a^ des Herrn (Oberst Bancalari (ge- 
halten im Kath-Haussaale zu Linz, 7. Febr. 1892). Mit besonderer Berücksichti- 
gung seines Angriffes auf die Erscheinungen in Lonrdes. St^ 1892. PreB> 
vereinsdruckereL 112 S. 8\ (Verleger: Der Verfasser. Commissions- Verlag: 
Vereinsdruckerei in Steyr. 

l'nter Engeln und Teufeln. Erlebnisse auf der Romreise im Herbste 1901. 
Steyr 1902. PreHvereinsdruckcrei. 276. S, 8'. Selbstverlag. 

Am Muiterherzen oder: Unsere liebe Frau von Lourdes und ihre Gegner. 
Approbiert vom bischöfl. Ord. in Linz. Linz 1898. PreßvereinsdruckereL 420 S. 8*. 

JVtaria-Lourdes-Gebetbuch zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis, welche 

') Unsere liehe Frau von Lourdes« wurde auch ins Böhmische, Un- 
garische und Rumänische übersetzt. 



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173 



in Lourdes enchieneii tot. Enthaltetul das Qeschichtliche der Encheintinff und 
Wunder von Lourdes — Novenen ffir getoiliche und leibliche Anliegen — nebst 
vielen in der Icatholisctien Kirche gebräuchlichsten und jedem Christen nütz- 
lichen An(bchtf»n und Gebeten. Mit Approb. des bisch« Ord. in Linz. Linz- 
Urfahr 1898. Hreßvereinsdnickerei. 436 S. kl.-8". 

Die Wissenschaft und die Wunder von Lourdes oder kennt die Wissen- 
schaft wirklich keine wunderbaren Heilungen? (Mit besonderer Beziehung auf 
Vorgänge In Österreich.) Mit Outheißung des f.-e. Ordinariates in Klagenfurt. 
Klagenfurt 1904. St. Josefs-Verein. 232 S. 8*. 

II. Arbeiten in periodischen Schriften. 

Beiträge in der Linzer >Theologisch«praktischen Quartnischrift , so u.a.: 
DieMeßapph'cation für einen verstorbenen Häretiker. Jahrg. 1889, S. 620— 623. 
Das Beichtsi^ill muß auch im Beichtstuhl bewahrt werden. 1890, S. 116—118. 
Was bedeutet im Sinne der Poenitentiaria die den Ehedispensen bei- 
gefügte Clausel: »Cutu gravi (etdfuturna) poenitentiasalutari?« 1891, S. 396— 397. 

Verweigerung der Sakramente und des Idrdilichen Begräbnisses? 1891, 
S. 397-399. 

>Nur frauengetauft« 1891, S. SS7 S90. 

Dreifache Pönttenz. 1SQ3. S. 924—926. 

Winke für Katecheten. 1894. S. 634-639. 

Ungiltige Hebammentaufe. 1896. S. 645—647. 

KautschukgebiB und Communion. 1896. S. 869—870. 

Wiederhoiungder letzten Ölung in derselben Todesgefahr. 1899. S. 863-865. 

Verweigerte Benediction. 1900. S. 114^116. 

Rede Sber den Wallfahrtsort Maria-Lourdes auf der Qeneralvefsammlnttg 
des Kath. Volksvereines von Oberösterreich am 20. OIct. 1886. »Katholische 
Blatter^ XXXVHI. Jg. 1886, Nr. 44 und 45. 

Larifari II. — (Eine Reihe von Artikeln im »Linzer VolksbUtt« als Er- 
widerung auf die »Tagespost«, 1902.) 

Josef Hofmaninger. 

Hofmaninger, geboren zu Oaspoltshofen in Oberöster- 
reich am 7. September 1851, erhielt im Jahre 1872 am Feste des 
heiligen Augustin in St. Florian das Ordenskleid, beschwor vier 
jaiire später die feierlichen Gelübde, empfing den 20. Juli 1877 die 
heilige Priesterweihe und feierte am 8. August 1878 sein erstes 
heiliges Meßopfer. Er wirkte auf folgenden Pfarren als Kooperator: 
in Windhag (von September 1877 bis Dezember 1878), in Orün- 
bach (bis Oktober 1881), in Regau (bis September 1884), in St. Peter 
(bis Juni 1886), im Stifte (bis Juli 1887), in Niederwaldkirchen (bis 
Oktober 1887), in Regau (bis Februar 1891) und schließlich in Ans- 
felden (bis Juli 1894). Im Juli 1894 wurde er Pfarrvikar in St Gott- 
hard. Seit September 1901 versieiit er dieselbe Stellung in Hof- 
kirchen. 



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174 



HofmaningerverfaBtefolg^endefMerarische 
Arbeiten: 

Die Besncfaungen des AnerbeHigsten von Seite der Scbulklnder. Eiiuer 
*Theolo8r.-prakt. Quartalschrift«, 1881. Seite 549-559. 

Die Gebetbücher der Kinder. Ebend. 1885. S. 952—953. 

Besuchungfen des aHerlieiligsfen Sakramentes für jeden Tag der Woche, 
nach dem hl. Alfons M. von Liguori für Schulkinder bearbeitet und für Er- 
wachsene brauchbar. Mit Genehmigung des bischöfl. Ordinariates Linz. Linz 
1882. Im eigenen Verlag. In Commiss. von Qu. Haslinger's Buchhandlung. 

Das Kind vor dem Tabernakel. Oebete und Andachtofibungen. Linz 1886. 

Mahnworte ans Kinderherz. Zum Gebrauche ffir Seelsorger» Eltern und 
Erzieher. Mit Titelbtld. Lhiz 19H Prefiverein. 147 S. 8". 

Dr. Josef Moisl« 

Molsi ist zu St. Ulrich bei Steyr in Oberösterreich am 
11. Dezember 1850 geboren. Er studierte am Oymnasium in Krcms- 
münstcr und trat den 30. November 1874 in das Siiti St. Florian. .\m 

30. November 1878 legte er die feierliche Profeß ab, am 27. Juli 1879 
wurde er zum Priester geweiht und am 3. August 1879 brachte 
er sein erstes heiüf^es Meßopfer dar. Hierauf kam er als Kooperator 
nach Oberthalheim, wo er bis 1881 verblieb. Die foleenden zwei 
Jahre oblagt er theoloi^ischen Studien an der Univeibität in Inns- 
hnick. 1883 übeniaiiin er die Lehrkanzel des Bibelstudiums N. F. 
an der theologisclien Hauslehranstalt des Stiftes St. Florian, und im 
Jahre 1885 promovierte er zum Doktor der Theologie. 

Moisl ist Mitarbeiter der Linzer »Theologisch - praktischen 

Quartalschrift ^. Neben vielen Artikeln und Rezensionen in dieser 

Zeitschrift und im - Allgemeinen Litcraturblatt veröffentlichte er eine: 

Festpredigt, gehalten anläßh'ch der Primiz-Feier des hochwiirdlKcn Herrn 
P. Wilibald Pfaffeneder, Benedictiners von Kremsmfinster in der Warrkirche zu 
St. Peter in der Au am 6. August 1889. Verleger: Jos. Orain in St Peter in 
der Au. Druck von der Vereinsdrnckerel in Steyr. 24 S. 8*. 

Alois Pacliingen 

Alois Pac hinger wurde nm 11. Oktober 1857 zu Linz 
geboren und trat am 2^. August 1870 in das Chorherrenstift St. Florian 
ein. Am 28. August 1880 legte er die feierlichen Gelübde ab, am 

31. Juli 1881 wurde er zum Priester geweiht und am 14. August 1S8I 
las er seine erste heilige Messe. Vom Oktober 1881 bis Oktober 1886 
war er Aushilfspriester in Ried und vom Oktober 1886 bis zum 
September 1889 Kooperator in St. Oswald. Seit Oktober 1889 ist 
er Professor der Kirchengeschichte und des Kh'chenreclites an der 
tiieoiogisciien Hausiehranstalt des Stiftes St Florian. 



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175 



Er veriaSfe vide Beiträge für die Lftizer »Tbeologlach-pralctische 
Quartalschrift« und das »Allgetndne (frflher »österreichische«) 
Literaturblatt« sowie zahlreiche Leitartikel fQr das »Linzer Volles 
blatt« und die »Christtichsoziale ArbeRer-Zeitung«. 

Von seinen Arbeiten für die Linzer Quartaischrift 
nennen wir folgende: 

Die öftere Männercotnmunion. 1800, S. 630—632. 

Einti' \\'ejrtr!ijfTinr[ fn Cisletthanien. 19(X), S. 377 — 319. 

Legitimität des Kindes. 1900, S. 844- 846. 

Die Landflucbt und der Seelsorger. 1901, S. 840-841 

Itt der Ottttemplerordeii verboten? 1902» & 116—119. 

DispensvoIIiug. 1902, S. 346-349. 

Kirchliches Begräbnis. 1Q03, S. 118-121. 

EheÜrh-nnehelich. 1003, S. 387-38Q. 

Eie Juden-Christenehe. 1904, S. 141—144. 

Eine verwickelte Ehegeschichte. 1904, S. 627- 629. 

Leopold Vetter. 

Vetter wurde am 1. November 1857 zu St Florian geboren 
und trat am 28. August 1876 in das Chorherrenstift St. Florian. Am 
28. August 1880 legte er die feierlichen Oelübde ab und am 
31. Juli 1881 wurde er zum Priester geweiht Seine Primiz feierte 
er am 15. August 1881. Von Oktober 1881 bis zum November 1885 
war er Kooperator in Niederrana (Niederdsterreich), sodann fast 
volle zehn Jahre in der Pfarre Lasberg, vom September 1895 bis 
Oktober 1807 in Ansfefden. Seif Oktober 1897 wirkt er als Pfarr- 
vikar in Niederrana 

Leopold Vetter Ist JMitarbeiter an der Linzer »Theologisch- 
praktischen Quartaischrift«, der er unter anderen viele den Religions» 
Unterricht an Volksschulen betreffende Beitrage lieferte. 

Franz Xaver PrandL 

F X. P ran dl ist am 24. Dezember 1859 zu Kattsdorf in 
Oberosterreich geboren. Er empfintr am 28. August 1878 im Stifte 
St Florian das Ordenskleid, legte am 28. August 1882 die feier- 
Iche Profeß ab, wurde den 20. Juli 1883 ordiniert und feierte am 
5. Auo-iist desselben Jahres seine Primiz. Vom AiFjrtist bis zum 
September 1886 v\ ar er Hilfspnester im Stifte und hierauf bis Juni 1889 
in Ansfelden. Seither weilt er als Valetiidinarius im Stifte. 

Von seinen vielen Beiträgen für die Linzer Theologisch- 
praktische Quartalschrift« seien bloß folgende umfangreicheren 
erwähnt: 



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176 



Verhalten der Seelsorger gegenüber den Veteranen und ihnUchen VereittOL 

»Theologisch.praktische Quartakchrift 18B6, S. 880—882. 
Votum noti nubetuii. Ebd. 1887, S. 147-149. 

Eingabe der Bischöfe Cisleithaniens um Sanierung aller seit dem Cün> 
cordftte ungiltig eingegangener Ehen. Ebd. 1887» S. 651 653. 

Erläuterung der neuen Evidenz-Vorschrift über die pfarrliche Amtsliifaning 

bezüglich der MiHtärpersonen. Ebd. 1887, S. M7-700. 

Sammlung von Briefmarken für Missionszwecke. Ebd. 18S7, S. 923— Q25. 

Ist die Frimizbraut vom Standpunkte der Liturgie zulässig. Ebd. ISSS^ 
S. 12Q-134. 

Die Gnadennovene zu Ehren des hlg. Franz Xaver. Ebd. 1888, S. 141—143. 
Vorschriften fiber die Hefraien im k. Ic. Heere vom 16. Juli 1887 und die 
Dienstvorschrift für die Militargefstlichkeit vom 20. Juni 1887. Ebd. m 

S. 192-197. 

Ein unterschobenes Kind und daraus sich ergebende RestituttontpflichL 

Ebd. 18S8. S. 902-906. 

Ignorantia affectata bei Lesung von verbotenen Büchern. Ebd. 18dö, 
S. 906»909. 

Trauung auf dem Todbette mit Dispens von allen drei Aufgeboten. 
Ebd. ISSO, S. 123-^125. 

Dispensation von Ehehindemissen bei AbschlieBung einer Ehe auf dem 

Todbette. Ebd. S. 125-127. 

Simonie oder nicht? Ebd. 1889, S. 302^398. 

Liturgische Bestimmungen über die Krcuzpartikel. Ebd. 1889, S. 472 —474 
Welcher Behörde steht die Genehmigung einer Abänderung oder eues 
Zusatzes in einer pfarrlichen Matrilc zu? Ebd. 1889* S. 638—640. 

Bestimmungen des neuen Wehrgesetzes über die Wehrpflicht des geist' 
liehen und Lehrerstandes, Ebd. 1SS9, S. 809-812. 

Die Thür-, Thurm- und Friedhofstcher. Ebd. 1889, S. 894—898. 

Wirkungen der Säkularisierung der Ürderispersonen. Ebd. 1889, S. 898—900. 

Ein zweifellos unehelich erzeugtes Kind gesetzlich als ehelich. Ebd. 1800, 
& 398-401. 

Cntschuidigungsgrfinde für Abweichungen von liturgischen Bestimmungen. 
Ebd. 1800, S. 910-912. 

F.heschließung der Ausländer in Oesterreich. Ebd. 1892, S. 523 -530 und 

S. 6Ü9-816. 

Eheabschließung ohne vorausgehende Beicht. Ebd. 1893, S. 912-916. 

Matthias Silber. 

Silber, geboren am 15. Dezember 1859 zu Wallern in Obe^ 
Österreich, fand am 28. August des Jahres 1881 in St l^orian Auf- 
nahme. Seine feierliche Profeß legte er vier Jahre später ab, die 
hellige Priesterweihe empfing er den 18. Juli 1886 und am 10. August 
desselben Jahres verrichtefe er sein erstes heiliges Meßopfer. Im 
Oktober 1886 Icam er als Kooperator nach Weißenidrchen» wo er 
bis September 1892 blieb. Hierauf wurde er Aushilfspriester im 
Stifte und Präfekt des Sängerknabeninstituts. Im Juli 1894 erhielt 



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177 



er das Amt eines Novfzenmeisters und das eines Custos Ecciesiae, 
welche beide Siellungfen er heute noch versieht 

Silber veröffentlichte: 

Florianibuchiein für Wallfahrer nach dem Kiuster St. Florian, neu heraus* 
gegeben zum sechzehnhundertjährigen FloriafiijubUäum. Linz 1904, Verlag de« 
Stiftes. 4] S. 8 . 

Matthias Lehner.. 

Lehner wurde am 25. Juli 1862 zu Linz geboren. Er trat 
am 28. August 1881 in das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian, 
unterzog sich Vitr Jahre später der feierlichen Profeö, erhielt den 
18. Juli 1886 die heilige Priesterweihe und brachte am 25. Juli 1886 
sein erstes heiliges Meßopfer dar. Vom September dieses Jahres 
bis zum Februar 1800 war er Kooperator in St. Feter, hierauf bis 
September 1901 in Vöcklabruck. O^enwärtig steht er als Vikar 
der Pfarre Regau vor. 

Lehner ist Mitarb citer an den hei Kirsch in Wien ersi hrinenden 
Rlättem für Kanzeiberedsamkeit«. Er verfaßte für diese folgende 
Fred igten : 

Auf das Fest Christi M i mmrlfahrt. XI. B. 18Q1. 

Aui den 13. Sonntag nach i^tingsten. Ebd. 

Auf den 9. Sonntag nach Pfingsten. XIL Bd. 1892. 

Auf den 22. Sonntag nach Pfingsten. Ebd. 

Auf Allerseelen. XIII. Bd. 1893. 

Auf den 25. Sonnta>^ nach Pfingsten. Ebd. 

Auf den Sonntag Septuagesima. XIV. Bd. 1S94. 

Auf den 2. Sonntag in der Fasten. Ebd. 

Auf das Fest der unbefleckten Empfängnis. Ebd. 

Auf das hohe Welhnachtsfest Ebd. 

Auf Neujahr. Ebd. 

Franz Xaver Ritz. 

Ritz ist geboren zu Niederthalheim in Oberüsterreich am 
8. Okiober 1865. Er erhielt am 28. August 1680 in St. Florian das 
Ordenskleid, beging am 28. August 18Q0 seine Ordensprofeü und 
feierte am 20. Juli 1801 seine Fiimiz. Er wirkte zwei Jahre lang 
als Kooperator in St. Oswald, von September 1803 bis Sep- 
tember 1806 als Cooperator subsidiarius in St. Maria (Dck. I ns) 
und von da an bis zum Juli 1000 bei St. Martin in K iDsternml urg. 
Nachdem er dann ein Jahr hindurch die Stelle eines Kooperators 
an der Stiftspfarre in St. Florian verselu ii hatte, ernannte ihn der 
Propst von St. Florian zum Spitals Verwalter und Kellermeister. Seit 
Janner 1002 ist Ritz auch Sekretär des Stiftspropstes. 

Cernik, Scbnftstdlcr der Aagustincr>Chorhcrreiiftihe. 12 



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178 

Ritz verfaßte: 

Von Drontbeim zum Nordkap. Linzer Volksblatt 1897. Nr. 67, 69, 71, 

73, 74. 75, 76. 

Kurze Umschichte des Stiftsspitals zu St« Florian. Herausgegeben zur 
1600 jährigen Feier des Martyrertode« des heiligen Florian. St Florian 1904, 
Selbstverlafir. 24 S. 8«. 

Franz Xaver Asenstorfen 

Franz Asenstorfer» am 10, September 1870 zu Obertlial- 
heim in Oberösterreich geboren, trat am 28. August 188Q in das 
Stift St Florian ein und legte am 28. August 1893 die feierliciien 
Ordensgelübde ab. Naclidem er am 29. Juli 1894 die Priesterweilie 
empfangen hatte, las er am 12. August 1894 seine erste heilige iMesse. 
Schon im September desselben Jahres kam er als Aushilfspnester 
nach Ried bei Mauthausen und wirkte daselbst bis zum No- 
vember 1897. Vom November 1897 bis April 1899 war er Stifts- 
kooperator und zugleich Präses des katholischen Oeselianvereines. 
Im März 1899 wurde er Professor der Moraltheologie an der theo- 
logischen HausIehranstalL Seit Juli 1900 ist er zugleich Bibliothekar 
und seit Jänner 1902 auch Archivar. Obwohl Asenstorfer durch 
sein Lehramt und seine seelsorgliche Tätigkeit sehr in Anspruch 
genommen ist, so hat er bei seinem eisernen Fleiße dennoch 
auch in der Bibliothek bereits Bedeutendes geleistet Wir heben 
nur das eine hervor, daB er die Bibliothek um ein Zimmer ver- 
größert und damit einem äußerst dringenden Bedürfnisse Rechnung 
getragen hat Wie viel Arbeit und welch peinliche Sorgfalt und 
Genauigkeit eine derartige Umstellung erfordert, vermag nur ein 
Fachmann zu sagen. Gegenwärtig werden unter Asenstorfers Leitung 
die Fachkataloge neu geschrieben. 

Asenstorfer ist ein eifriger Mitarbeiter der Linzer »Theologisch- 
praktischen Quartalschrift t. Von seinen in dieser und in anderen 
Zeitschriften veröffentlichten Arbeiten seien folgende erwähnt: 

Anfang und Ende einer Verptlichtung. Linzer >Theuiog.-prakt. Quartal- 
scfariftc 1901, $. 354-456. 

Stiftsbibliothekar Albin Czemy t< Mittbeilungen des österr. Vereines für 

Bibliothekswesen. V. Jahrg. 1001 Nr. 1, S. 4S~ 49. 

Der Mg. Florian und seine Kritiker. Linzer Voiksblatt 1901. Nr. 120» 121. 
122, 123, 12J. 

Das alle Kiuslci St. Flurian und seine Kritiker. Ebd. Nr. 130, 137. 

Johann B. Breselmayr. Correspondenz des Priester-Oebetsvereines »Asso- 
ciatio Perseverantiae Sacerdotatis«. XXIIL Jg. Wien 1902. Nr. 1, S. 15-16. 

Segen mit dem Cib(Hittm nacli der Comniunionaustheitung. >ThcoloK^ 
prakt. Quartaischrift. 1002, S. 366 - 368. 

Kirchenzuclit mit Hilfe des bürgertichen Straftgesetzes. Ebd. IW, 
S. 445-447. 



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179 



Alkoholfreier Wein - materia vnlida. Ebd. 1902, S. 624-628. 
Geschichtliches über die Taufpaten. Ebd. 1903, S. 215—217, 
Verunglückte Restitution. Ebd. 1904, S. 618—627. 
Zur Geschichte des hL Florian. Unzer Volksblatl 1904. Nr. 89, 90, 91, 
«2, 93p 94. 

Franz Xaver Müller. 

Der Chorherr des Stiftes St. Florian Franz Müller ist am 
Mai 1870 zu Diiiibach in Oberösterreich gfeboren. Er erhielt im 
Jahre 1890 am Feste des heiligen Augustinus das Ordenskleid, be- 
ging vier Jahre nachher seine feierliche Profeß und wurde den 
28. Juli 1895 zum Priester geweiht. Am 1. August 1895 brachte er 
sein erstes heiliß^es Meßopfer dar. Vom November des Jahres 189 j 
bis zum Mai IS^^b betrieb er musikalische Studien in Omunden, 
im September 189Ö fand er als Kooperator Anstellung an der Stifts- 
pfarre St. Florian, von November 18Q8 bis zum März 1899 weilte 
er in Wien, um sich in der Musik weiter auszubiidrn. Seither ist 
er wieder Kooperator in St, Florian und zugleich Präses des katho- 
lischen Gesellenvereines. Im Jahre 1904 wurde er Stiftsorpanist. 

Von Mulier stammen eine Menge kleinerer Kompositionen 
er dichtete und komponierte viele Lieder. Nebst vielen Artikeln und 
Rezensionen, welche namnitlich das Gebiet der Musik berühren 
in periodischen Blättern verfaüte er: 

Odysseus. Singspiel in vier Akten. Linz 189^ im Verlag des Alcad. Uni- 
versitäts-Zweigvereins St. Florian. IS S, S". 

Meister frindt. Volksstück in vier Aufzügen mit Gesang, Mskr» 1903. 
60 S. 4". 

Ein Krippenspfel. MOar. 1903. 22 S. 8\ (Alle drei Stucke wurden bereits 
aufgeführt.) 



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III 



Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes 

Klosterneuburg 

von 1600 bis auf den heutigen Tag. 



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Nebridius Müller von Mündelheim. 

* Der bayrische Augustinerchorherr Nebridius Müller, 1 5Q4 
geboren zu Mündelheim in Schwaben, fand nach wechselvoUem Ge- 
schick am 28. September 1638 im Stifte Klostemeuburg eine dauernde 
Wohnstätte. Er war als absolvierter »Poet« im Jahre 1612 in das 
Chorherrenstift Die6en am Ammersee in Oberbayem eingetreten. 
Doch bald nach der l^esterweihe wurde er in die Kanonie Oars 
versetzt, wo er von 1621 bis zum Jahre 1623 Stiftsdechant und 
Ökonom zugleich war. Da ihn die kurfOrstlich bayrischen Kommissare 
in diesem Jahre mit Gewalt zum Propst des Stiftes St Zeno in 
Reichenhall machen wollten, entzog er sich der Würde durch 
Flucht, er kehrte in das Stift Dießen zurück und hielt hier den 
Klerikern Vorlesungen aus der Moraltheologie. Zur Pestzett (1629) 
wirkte er mit bewundernswertem Eifer in der Seelsoige zu Schon> 
dorf und Dießen. Im Jahre 1632 Qbemahm er das Lehramt der 
Dogmatfk, welches er jedoch nicht lange ausüben sollte. Am Tage 
Christi Himmelfahrt 1632 überfielen die Schweden das Kloster 
Dießen. Nebridius flüchtete sich nach der Eroberung Dießens in 
das Stift Au <am 20. November 1632), dem er bis August 1636 
als Prediger und Lehrer der Theologie und Philosophie treffliche 
Dienste leistete. Die folgenden zwei Jahre war er in dem Augustiner- 
Chorherrenstifte Hanshofen im Innviertel mit Seelsorgegeschäften 
und mit dem Lehramte der Logik betraut Von Hanshofen kam 
Nebridius Müller in das Stift Klostemeuburg, er legte daselbst 1640 
das Votum stabilitatis ab und wurde von Propst Bernhard L Waiz 
zum Theologieprofessor und Novizenmeister ernannt 1643 erhielt 
er die Leitung der Stiftspfarre und im Jahre 164Q (den 27. März) 
wurde er Administrator des Gotteshauses zu Hietzing, dem damals 

') Unter >Stiftspfarre« ist hier und im Folgettden die vom Stifte aus 
verwaltete Pfarre der oberen Stadt in Klostemeuburg zu verstellen. 



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206 

sechs bis sieben Stiffspriester zugeteilt waren. Allein schon nach 
fünf Jahren (am 20. September 16S4) endete sein rastlos tätiges Leben, 
das seit seinem Aufenthalte zu Klostemeubuig wie der Seelsoige 
so insbesondere der literarischen Arbeit geweiht war. 

Er verfaßte: 

Doctrina moralis seit Ethica. 1640. Kod. manuscr. 951 in 4 in der SUfts- 
bibliothek Klostemeuburg. 

Psalteriutn constans centum qutnquaginta actibus tarnquam brevissimfs 
paalmis. Quorum primus quinqua^fenarius est animae poenitentis, alter se bumf- 
liantis, tertius salubriter contristantis, in quibus conaistit compendiosa via in» 
cipientinm, quam aperuit Nebridius a Mfirulclheim, Can. Reg. S. Aug. Claustro- 
neobiirf^i in Aiistria. MDCXLII. Manuskript in der Stiftsbibliothek. 7 Boijen A". 

Fascicuius myrrhae, i. e. gladrus Simeonis» qui pcrtransivii aiiiniam Manae 
Virginis. Lucemae 1648, 16^. 

De Vita S. Augustini tibri duo. Viennae 1648. 16^. Die 2. Auftaue dieses 
Werlces gab der Chorherr von Klosteraeuburg Dr. Augustin Rist) (s. d.) im 
Jahre 1728, typ. W. Schwendtmann, heraus, die 3. Auflage erschien in 1770 in 
Passati, typ. Fr. Oabr. Mangold, und schließlich veröffentlichte der Klosterneii- 
burger Chorherr Berthold A. E ff per (s. d.) die Schrift neuerdingfs im Jahre 

Aiitiquaiiuni Monasticuni, in quo ex Sanctis Palrum Conciliis et pro 
batfssimis scriptoribtis traduntur enucleate pleraque ad initium, progressum et 
observationes Status religiosi pertinentia cum Indice locupletissioio, ex quo etiam 
Concionatores facilc cujusvis generis .Materiam et F.xempla haurire possunt 
Studio et Iab(^re R. I). N'ebridio a Miindclheim C. R. S. A. C,l. N. apiid S. Mariam 
Leopoldinam in Austria. Vicnnac In officina Matth. Cosmerovii 1650. Fol. 

Phitosophia magni Doctoris Ecciesiae et Episcopi S. Augustini fidci 
mysteriis per omnia consentiens, ac proindc christiana. Ex ejusdem s. Patris 
genutnis operibus. Viennae 1654, 4*, gewidmet dem Propst von Klostemeuburg 
Bemard II. Schmeding. 

Norbert Heermann.'') 

Heer mann wurde am 27. November lö29 zu Magdeburg 
in Sachsen geboren und erhielt bei der Taufe den Namen En och. 
Im schönsten Jünglingsalter trat er, durch die Neigung zum Ordcns- 
stande und durch den Ruf des Stiftes Klostemeuburg bewogen, in 
die Lieblingsstiftung des heiligen Leopold ein (7. Mai 1649) und 
emjifing dort am 24. Mai 1649 mit dem Klosteniamen Norbert das 
Ordenskleid der Augustiiier-Chorhei ren. Propst Bernhard II. Schme- 
ding sandte den überaus begabten Kleriker, der am 12. Juni 1650 die 

') Näheres ühcr die inleres^santc Qcschichif der Wallfahrtskirche Maria- 
Hietzing, die am 4. Juni 1786 zur selliständigen Pfarrkirche erhoben wurde, ist 
zu finden in Dr. Wolfgang Paukers Arbelt: Die Pfarrkirche von Hietzing. 
Wien 1899, Jos. Bayer. (Separat-Abdnick aus der Zeitschrift Alt -Wien). 

') Cf. Norbert Heermanns Rosenbergsche Chronik. Ed. Dr. JMatthäus 
Klimesch. Prag 1897, Königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. 



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209 



Ordens^elübde ab^s^elegt hatte, im Jahre 1051 ^26. November) zum 
Studium der Thtüloi^ie und Pliilosophie an die Universität m Wien. 
Dieser erlangte am 7. Mai 1053 den Grad eines Bakkalaureus derf^hilo- 
sophie und feierte am 6. April 1654 seine Primiz, Nachdem er die 
l)h)losophischen Studien beendet hatte und öffentlich zum Magister 
(Doktor) der Philosophie promoviert worden war (3. September 1654), 
genoß er noch bis 1658 an der Wiener Hochschule eine sorgfältige 
theologische Ausbildung, worauf er in das Stift zurückkehrte (Sep- 
tember 1658). Allein nur wenige Tage mehr verbrachte er in seinem 
Mutterhause, denn schon im Oktober dieses Jahres übersiedelte er 
auf den Wunsch des Propstes Bernhard !!. mit sechs Mitbrüdern 
in das böhmische ALigusiiner-Chürherrenstift Forbes (Borovany), 
welches seit seiner Neuerriciitung durch den Klosterneuburger 
Propst Bernhard I. Waiz im jafire 1631 noch immer nicht die Selbst- 
sändigkeit erlangt hatte unt] von dem jeweiligen Vorsteher des 
Stiftes Klosterneuhiirc' geleitet wurde, während die Hausgeschäfte 
ein von diesem bestimmter Administrator führte. Norbert Heermann 
bekleidete das Amt eines Administrators zu Forbes bis zum 
15. Juh lööü; es wurde ihm nun die gleichfalls unter Bernhards 11. 
Leitung stehende und mit Klosterneuburger Chorherren besetzte 
Kanonie Wittingau anvertraut Dort harrte seiner viel Mühe und 
wohl auch Verdruß. 

Um die große Abhängigkeit des Klosters, die Heermann in seiner 
rastlosen Tätigkeit um das Wohl des Hauses sehr behinderte, zu be- 
heben, entließ Propst Bernhard II. seine in Wittingau befindlichen 
Chorherren aus dem Klosterneuburger Konventsverbande. So war 
endlich das erreicht, was bereits Propst Bernhard I. Waiz angestrebt, 
aber nicht erlebt hatte: die Selbständigkeit des Klosters Wittingau. 
— Zu gleicher Zeit wurde auch das Chorherrenstift Forbes unter 
dem Mitgliede des Stiftes Klostemeuburg Oeorg J a u d selbständig. — 
Kaiser Leopold I. ernannte den Administrator Norbert zum Propst 
von Wittingau, und am Sonntage Judika, 11. MSrz 1003, wurde dieser 
feierlich installiert Jetzt konnte Heermann um so eifriger und 
eneiigischer arbeiten, um seinem Kloster die früheren Rechte und 
Einnahmequellen wiederzugewinnen und das Haus zum alten An* 
sehen und Wohlstand emporzuschwingen. Aber gerade dieser Eifer 
verursachte dem tüchtigen Vorsteher ungemein viel Verdrießlichkeiten. 
Die Wittingauer Herrschaft machte ihm die Rechte und Einnahme- 
quellen streitig; es entstand zwischen ihm und der Herrschaft eine 
Feindschaft die sich derart steigerte, daß ein Bediensteter der 
Wittingauer Herren es sogar einmal versuchte, Heermann bei seinem 
Spaziergange zu erschießen. Schließlich war Norberts Streben doch mit 

Cernlk, Sdi rlto teMtr der Atigustiiicr*Cliorherreiitttflc. 14 



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210 



Erfolg gekrönt Er besserte die finanziellen Verhältnisse des Hauses 
und verhalf ihm zu einigem Wohlstand. Aber auch das geisiltche 
und wissenschaftliche Leben trieb im Kloster Wittingau unier Heer- 
manns Regierung schöne Blüten. So konnte er am Ende seiner 
irdischen Pflgerschaft (26. Mai 1609) wie der getreue Knecht im 
Evangelium sprechen: »Domine quinque talenta tradidisii mihi, ecce 
alia quinque superlucratus sum.< Die Uneigennfltzigkeit, mit der 
er ffir sein Stift gewirkt hatte, zeigte sich nach seinem Tode im 
schönsten Lichte: man fand im Nachlasse Heermanns nicht das 
geringste Vermögen. — Ohne allen Prunk wurde er vor dem Hoch- 
altar der Wittingauer Stiftskirche beigesetzt, in welcher die Chor- 
herren seit 1714 alljährlich am Vortage des Festes St Norbert! ein 
Seelenamt fQr ihn abhielten. 

Dr. Matthäus Klimesch bezeichnet auf Orund 
eingehender Untersuchungen*) Propst Norbert als 
den Verfasser der »Rosenbergschen Cronica«, einer 
bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts reichenden Geschichte Jenes 
Hauses, dem das Kloster Wittinp^au seine Entstehung verdankt-) 
Allerdings ist nach Dr. Klimesch diese Chronik nicht eine Original- 
arbeit liecrnianus, suiuIctii sie cntbtaiid aus zwei tschcL-lii^ch ge- 
schriebenen Vorlagen, die er ins Deutsche überheizte, nur ganz 
unbedeutend erweiterte und vereinigte. Die Hauptvorlage war das 
vom letzten Archivar des Hauses Rosenberg Wenzel Bfezan ver- 
faßte Werk: »Rosenbersk^ kroniky krätky a siifiimuvy vyiach.- 

Gegen die Autorschaft Heermanns ist Maies aufgetreten im 
»Cesky Casopis Historicky* V, 123, und dessen Meinung schließt 
sich Dvüiak an in *MittheiIungen des Instituts für österreichische 
Geschichtsforschung- XXI. B. 1900, pag. 382. 

Der vollständige Titel der Heermann zugeschriebenen Rosen- 
bergschen Hausgeschichte lautet: 

»Roßenbergische Cronika, in welclier beschrieben wirdt, was 
die Herrn von Roßenberg vnd wohero si vndt von wannen sie in 
dießes Böhmerlandt vndt wie gleich in dieße Gegendt kommen 
seiiidt, was ihr erster Zustandt, ihres Auffnehmbens sowohl an 
Oüttem, Land vndt Leutiien, Herrschaften, als auch Landtsdigni- 
täten vndt Vornehm ligkeit, wie von heroischen vndt politischen, ja 
auch vornehmbist militärischen Thatten geweßen, vndt wie die auch 
zu Erhaltung ihres so hochansehentlichen fürstlichen Haußes vndt 
Potentct untter einander ein ordentliches Regiment vndt Artickls- 

*) A. a. O. Einleitung. 

-) Das Aut^iistincr - Chorlierrenstift Wittingiu wurde im Jahre 1367 von 
den Brüdern Feter, Jodok, Ulrich und Johann von Rosenberg gegründet. 



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211 

brief zu der Succession nothwendig vndt wohl recht gestieffi, dem- 
selben nachgelebt vndt gleich ehier Richtschnur nach sich gehalten 
vndt also in alle Weege vor allen andern des Königreiches vor- 
nehmbsten Magnaten vndt Herren des Landes sie, die von RoBen- 
berg das wohlmeritirte Prae vndt Vorzug, das ist die forderiste 
Stelle nach denen Königen neben andern großen königlichen Gnaden 
erworben, genossen vndt bies zum Ende erhalten, mit einem un- 
sterblichen Lob vndt Ruhm, massen dan ein gflttiger LeSer aus 
dfeßer kurfzen und einfältiger jedoch wahrhaffter, aus dessen ge* 
treuen hinterlaßenen Memorien allein umb der Einfältigen willen 
gezognen Verfaßung ableßendt wird ferner mögen vemehmben 
vndt dießer Simpiicität oder Einfalt günstlichen verzeihen.« 

Ernest Sauer. 

Sauer, eingeborener Wiener (natus 1631), wurde im Jahre 164Q 
zu Klostemeuburg in den Orden der Augustiner-Chorherren aufge- 
nommen. Das Jahr darauf, im Alter von IQ Jahren, legte er die 
feierlichen Gelübde ab, und 1655 empfinjr er die Priesterweihe. 
Seit 1658 versah er die Seelsorge in der Stiftspfarre Kierling. Ais 
ihn bald darauf Propst Bernhard II. in eines der von ihm geleiteten 
böhmischen Chnrherrenstifte Wittingau und Forbes schicken wollte, 
weigerte er sich nach Böhmen zu gehen. Er begab sich vielmehr 
als Pönitentiar an die Wallfahrtskirche Maria - Hietzing (1660). 
Später suchte er die Bewilligung zum Austritte aus dem Stifte 
Klostemeuburg zu erlangen, dieser wurde ihm jedoch nicht ge- 
stattet Das ist wohl der Orund, weshalb er im Jahre 1663 gänz- 
lich verscholl. 

Ernest Sauer hatte in Hietzing ein Werkchen 
verfaßt, das manche interessante Daten zu der ältesten 
Geschichte dieses Ortes enthält, nämlich: 

Maria Hiezingensis, seu miraculorum mnltitndo famosissimae imaginis 

Hiezinpensis beafae et gloriosae Virginls Mariae. \ i< nnnc. 1662. 216 pag., 12". 
Im Jahre 1717 wurde das Schriftchen ins Deutsche übersetzt und neuerdings 
aufgelegt. 

Adam Scharrer. 

Adam Scharrer, geboren 1631 zu Krems in Niederöster- 
reich, trat im Jahre 1649 in das Stift Klosterneubuig ein, verpflichtete 
sich im nächsten Jahre durch die Profeß auf immer zu den Ordens- 
gelObden und wurde 1655 zum Priester geweiht. Fünf Jahre später 
übernahm er die Verwaltung der Stiftspfarre, 1667 wählten ihn die 
Chorherren von Klosterneubuig zum Dechant und nach dem Tode 

14* 



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212_ 

des Propstes Bernhard II. zu ihrem Vorsieher (1675). Während Adams 
Regierung brach in Klostemeubuig die Pest aus (1679), welche 
viele Opfer forderte. Er flüchtete vor ihr mit den Stiftsklerikem 
und einem Teil der Kapitularen nach Hagenbrunn. Nichtsdesto- 
weniger scheint er aber doch am 13. Februar 1681 an der Pest 
gestorben zu sein. 

Als Dechant hatte Scharrer ein historisches Werk verfaßt und 
bei dieser Gelegenheit den Wert der Archivalien kennen gelernt 
Er ließ daher, nachdem er zum Propst gewShh worden war, alle 
vorhandenen Urkunden' und Protokolle durch den Magister 
Christian von Regensburg abschreiben, um im Falle des 
Verlustes der Originale in den getreuen Abschriften wenigstens 
einigen Ersatz zu haben. Auch die Kunst fand durch Propst Adam 
Förderung. Er schmückte die gegenwärtig nicht mehr bestehende 
Leopoldskapelle im alten Rapitelhause mit Oemälden aus und errichtete 
in ihr einen neuen Altar. Später brachte er in dieser Kapelle zehn 
prächtige Nußbaumkasten zur Aufnahme der Schätze des Stiftes an, 
wie des Erzherzogshutes, der silbernen Büste des heiligen Leopold 
und anderer Cimeh'en. So wurde er der Begründer der Schatzkammer 
des Cliorherreristiftes Klosterneuburg. 

Das biTeits erwäliiiic Werk Adam Scliarrcrs ist Kaiser Leopold 
gewidmet und führt den Titel: 

Österrdcbische Marg-Oraffen Von Leopold dem Darchlenclitigeii und 
Crsfen, bis auf Heinrich, letzten Marggraffen und L Hertzosen zu Österreich. 
Gedruckt zu Wienn in Österreich, 1670. Mit Kupferstichen geziert. XXVi und 
298 S. 8". 

Augustin Weillender. 

A. Weillender, im Jahre 1662 zu Nußdorf geboren» empfing 
schon im Alter von 16 Jahren in Klostemeubuig das Ordenskleid 
der Augustiner- Chorherren (1678). Er legte im Jahre 1679 die 
ProfeB ab und wurde erst 1686 zum Priester geweiht Von 1687 
an war er Novizenmeister, vom Jahre 1691 zugleich Pfarrverweser 
in Kterling, 1693 erhielt er die Pfarre im Stifte, und seit 1699 
wirlcte er als Pfarrverweser in Heiligenstadt Nach vierjähriger 
Tätigiceit ging er von hier auf die Stelle eines Beichtvaters nacfi 
Hietzing, wo er 1705 starb. 

W c i I U- n ci e r schrieb die P r e d i i;- 1 vv e r k e : 

Erwun^ciite reiche Erndte des evangelischen Ackers, welche aus so vielen 
Garben als sittlichen Lehrstücken durch den ausgeworffenen Samen des Wort 
Gottes gesambtet. Sonntagspredigten. München 1609. 4^ 

Übergebliebene Eher des evangelischen Ackers. Feyertagspredtgten. 
München 1701. 4\ 



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_213 

Johannes Keß. 

J. Keß aus Munnerstadt in Unterfranken f^reboren 1660) 
wurde im Jahre 1681 Novize des Stiftes Klosterneuburo;. Er feierte 1682 
die Profeb und 1686 seine heilij^e Priesterweihe. 1688 erliielt er das 
wichtige und einflußreiche Amt eines Cellarius supremus (Ober- 
kellerer, heute Kanzleidirektor), im Jahre 16Q7 wurde er Pfarr- 
verweser in Korneuburg, ein Jahr nachher gm^ er als Administrator 
auf die Stiftsgüter in Atzenbrugg, von 1698 bis 1715 weilte er 
neuerdings im Stifte als Cellarius, und von 1715 bis zu seinem 
Tode im Jahre 1733 leitete er wieder die Pfarre in Korneuburg- 
Sein Grab befindet sich in der Korneuburger Kirche. - Zur Feier 
des VI. Säkulums seit der Gründung der größeren Stiftskirche (1114) 
verfaßte Johannes Keß 1714 ein »Encomium Canoniae« unter 
dem Titel: 

»Trifirla domus Austriacae gUma Marchionum, Ducum ac Imperatonim 

Archiditcum ordinalissima STiccessionis series cniblcmaticfs in basilicn picturis 
nee non Historico niorali ac syiiiholico Foemate Hunorilnis divi Leopolili in 
jubilaeam festivitatein digesta ac illastrata.« Viennae Aui>tr. Fol. 

Außerdem hinterließ uns Keß in dem Manuskript Saeciilaie 
nostrum , das im Stiftsarchiv aufbewahrt wird, vorzügliche histo- 
rische Aufzeichnungen. 

Patritius Aichtnger. 

P. Aich Inger, 1662 zu Raab (Oyör) in Ungarn geboren und 
1687 im Stifte Klostemeuburg eingekleidet, legte im Jahre 1688 die 
Profeß ab und empfing 1690 die heilige Priesterweihe. In dem- 
selben Jahre kam er als Pönitentiarius nach Hietzing, von wo er 
1693 In das Stift zurOckkehrte, um das Offizium eines Novizen^ 
metsters zu fibernehmen. Nach Verlauf eines Jahres wurde er 
zum Bibliothekar ernannt, 1699 ging er wieder als Beichtvater nach 
Hietzing und wirkte dort mit einer kurzen Unterbrechung im 
Jahre 1706 — in diesem Jahre war P. Aichinger Pfarrverweser in 
Korneuburg — bis zu seinem Tode 1713. 

Von A i c h i n ^ e r stammt das P r e d i «j^ t w e r k : 

Geistliches threnfest. d. i. Lob- und Ehren-Predigten, in verschiedenen 
Orten gehalten. Wien 1711, 4*. 

Dr. Augustin Ristl. 

A. Ristl wurde am 22. Oktober 1ÖS5 zu Koriieuburg in 
Niederösterreich geboren. Er trat den 4. Oktober 1706 in das 
Augustmer- Chorherrenstift Klostemeubutg» legte hier am 11. Ok- 



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214 



tober 1707 die feierliche Profeß ab und verrichtete am 5. Ok- 
tober 1710 sein erstes heiliges Meßopfer. Rlstl wurde hierauf zum 
Mfekt der in Wien studierenden Chorherren des Stiftes» die im 
Stiftshofe zu Wien wohnten, ernannt Als Stiftshofmeister bereitete 
er sich zum Doldorat der Theologie vor, das er im Jahre 1717 an 
der Wiener Universität erlangte. An dieser fungierte er im Jahre 1727 
als Delcan der theologischen Fakultät Seit 1730 wirkte er als Admini- 
strator in Maria-Hietzing, von 1741 bis 1742 war er Stiftsbibliothekar, 
hierauf wieder Administrator in Hietzing und von 1751 bis zu 
seinem Tode am 5. November 1752 abermals Präfekt der in Wien 
studierenden Angehörigen des Stiftes Klostemeuburg. 

Rfsfls Schriften: 

Maria voll der Unaden oder Wunder und Andacht vor und zu dem 
marianischen ünadenbild zu Hietzing in Wien m Unter-Österreich. Wien 1717, 
typ. Simon Schmidt 12*. 2. Aufl. Rötz typ. Ch. J. Hueth. 

Heidenmfithiges Schweigen eines heiligen Joannis von Nepomuk. (Eine 
Predigt.) Wien 1725. Joh. Kümer. 4«. 

Zwei Seraphtnen, die zwey Heilige Aloysius Ooniaga und Sümislam 
Kostka. (Predig:!.) Wien 1727. Fr. Chr. Wilhelm. 4°. 

Heilige Mofhaltunj^ Leopoldi weiland Marg:grafens in Österreich mit dem 
Zu-nam des Frommen. Wien 1736. Typ. Gregori Kurtzböck. 8 . 

Ausfuhrlicher Bericht von dem uralten Gotteshaus der Regul. Choihencn 
des hig. Augustin zu Hiezing ohnweit Wien In Österreich und daselbst sondertkir 
verehrten Onadenbildnus Maria. Wien 1738. 8". 2. Aufl. 1759. 

Commcntarius in regulam divi Aurelii Augustini Epi^ropi Hipponensis 
et ecciesiae Doctoris, ad usum Canontcorum aliorumque Religiosontni. Wien, 
typ. Gregori Kurtzböck. Fol. 

Dr. Gregor Grueber. 

O. Grueber, geboren am 15. Oktober 1702 zu Horn in 
Niederösterreich, empfing am 30. Oktober 1718 in der Stiftskirclie 
zu Klosterneubuig aus der Hand des I^ropstes Dr. Ernest Perger 
das Ordensicleid, verpfiiclitete sich am 6. Jänner 1720 zur Beob- 
aclitung der ewigen Gelübde und wurde im Dezember 1726 
zum Priester geweiht. Im Jahre 1732 erwarb er sich auf der Uni- 
versität in Wien den Doktorgrad der Theologie. Er starb am 
14. März 1760 als Administrator der stiftiichen Guter in Stoizen- 
dort (Niederösterreich) und fand in der Kirche dieses Dörlcliens 
seine letzte Ruiiestätte. 

Orueber verfaßte die Sclirtften: 

Lob- und Ehrenrede des Prie$tertliums und eines jubilierten 50jihrig<ai 
Priesters Robertus Wollfahrt von Melle Rötz 1750» typ. Chr. Jos. Hueth. 2*. 

Ehren- und Trauerrede dem . . . Herrn Placido des Stiftes und Klotten 
Aitenburg Abten und Prälaten. 11. SepU 1736. Rötz 1756, typ. Hueth. 2°. 



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215 



Ehr- und Lob-Red deren frommen Schulen, da von denen wohlehrwürdigen 
Ordens-Männern Clericur. Regul. Matris Dei Schoiarum Piarum ... In der Stadt 
Hurn das erste Jahrhundert ihres Curtianischen Collegii feyeriich begangen 
worclen. 8. May 1757. Rötz 1757, typ. Hueth. V. 

Alexander Stahel. 

A. Stahel, geboren zu Nußdorf (Wien) am 29. November 1710, 
wurde den a September 1729 in das Stift Klostemeuburg aufge- 
nommen. Seine ProfeB fand am 10. S^tember 1730 und seine 
PHmiz am 8. April 1736 statt im Jahre 1745 war Stahel Pönitentiar 
in Hietzing. Er starb 1758 im Stifte. Ein Stein mit der Inschrift: 

A. S. 
C- H« C^« P» 
1758. 

bezeichnet im Kreuzgang die Stelle seines Grabes. Stahel wurde 
aus einem uns nicht näher bekannten Grunde zweimal zu längerem 
Aufenthalte in das Augustiner-Chorherrenstift Karlshof (Prag) ge- 
sandt Dort verfaßte er ein historisches Werk und widmete es aus 
Dankbarkeit dem Propst von Karlshof. Diese Schrift ist betitelt: 

Kron-Saeculum des Königreichs Böhmen oder Kurlze Lel>ens-Abfassung 
Caroli IV.. \vey!and römischen Kaysers und eilften Königs in Böhmen, Stifters 
des kayserlich - königlichen Stiftes Carls -Hof, Regulirter Chor -Herren des 
St. Augftistin ('onfiT. Later. in der Neustadt Prag. In dem vierten Jahrluindert 
der böhmischen Krönung Caroli IV. Wien 1747, Franz Andr. Kirchberger. 8 . 

Dr. Ferdinand Karl RistL 

F. K. R i s 1 1, ein geborener Klostemeuburger (geboren den 1 8. De- 
zember 1716), uat am 8. September 1735 in das Augustiner-Chor- 
herrenstift Klostemeuburg, legte ein Jahr später die Ordensgelfibde 
ab und feierte am 1. April 1742 sein erstes heiliges Meßopfer. Dann 
setzte er mit außerordentlichem Eifer die theologischen und philo- 
sophischen Studien fort und eriangte an der Hochschule in Wien 
neben dem Doktorat der Philosophie auch das der Theologie (1743). 
In der Zeit von 1743 bis 1750 war der Chorherr Ristl Pönitentiar 
in Hietzing, von 1750 bis 1752 Pfarrverweser in Kahlenbergerdorf 
und Höflein. Im Jahre 1752 wurde er Studienpräfekt im Stiftshofe 
zu Wien und sechs Jahre später traf ihn die ehrt-nvolle Wahl zum 
Dekan der theologischen Fakultät an der Wiener Universität. Die 
letzten Lebensjahre verbrachte Ristl auf den stiftlichen Gütern in 
keiiiijreciitspolla. Der Tod überraschte ihn am 21. Dezember 1771 
bei den Piaristen in Horn, bei denen er auch beerdigt wurde. 



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216 



Wir haben von Ristl folgende zweibändige Druclc- 
schrift: 

Assertiones Theologicac de virttitihus theologicis CUm excerptis ex tnctattt 
de fidc, spe et charitate, quas in Universitate Vi'ennensi pro prima Laurea con- 
sequenda anno salutis MDCCXL mense Julio die I. publice propugnavit Ferd. 
Carolus Kistl, A. L. et Phil. Mag., Ss. Theologiae Baccaiaureus in 3tium annum 
Auditor et pro prima ejusdeiti laurea candidatus e Caes. et Academ. S. J. 
St Ignatii Pancratii Seminarlo, Praeside Ludovico Debiel S. J. Sa. Theol. Doct 
Decano Spedabili. Wien 1740, typ. Leop. Kaliwoda, 2 tom. in 8*. [Tom. 1» 158 pig., 
tom. % 178 pag.] 

Benedikt Prill. 

B. Prill, ^^eboren zu Wien diu 21. März 1721, trat den 11. Sep- 
tember 1742 in das Stift Klosterneuburg, beschwor am 15. September 
1743 dm ewigen Gelübde und feierte am 2. Oktober 1746 seine Primiz 
Hierauf wurde er als Kateciiet an der Stiftskirche angestellt. Sein 
glühender Berufseifer erwarb ihm die Achtung und Liebe aller. Er 
starb auch als Opfer seines Berufes am 9. Mai 1759. Beim Kranken- 
bette hatte er sich den Todeskcini geiiolt. — In den Mußestunden 
pflegte Renedikt Prill mit großem Fleiße die Altertumskunde und 
Stiüsgeschichte. Olme Zweifel hegte er den Plan, eine Stifts- 
geschichte herauszugeben, worauf sein handschriftlicher Nachlaß, 
der gegenwärtig im Archiv des Stiftes verwahrt wird, schließen 
läßt. Die von Prill über Altertümer und Kunstschät/e Klosterneu- 
burgs gesammeUen Daten und die von ihm angcferligteii /eicli- 
nungen haben bisher schon manche guten Dienste geleistet. Mit 
aufrichtigem Bedauern schrieb der Archivar des Stiftes Klosterneu- 
burg Wilihald Leyrer auf dem ersten Hlatte der Aufzeichnungen Prills: 
Was hätte Benedikt nicht alles leisten können, wenn ihm 
seine seelsorglichen Geschälte mehr Zeit gelassen, wenn er infolge- 
dessen hätte umsichtiger zu Werke gehen, wenn er das Arciiiv mit 
seinen reiclien Quellen hätte benützen Icönnen.« 

Wilibald Leyrer»') 

Wilibald Ignaz Leyrer, Bakkalaureus der Theologie^ 
wurde am 6. Juli 1737 zu Eggenburg In Niederösterreich geboren. 
Nachdem er an der Universität in Wien die philosophischen Studien 
beendet hatte, trat er in das Stift Klosterneuburg. Am 26. Sep- 

)) Siehe Harlmanti Zefbig, Zur Erinnerung an den vattt-lindischen Oe- 

schichtsfoi^cher Wilibald I,eyrer. In den Sitzungsberichten der phil.-historischen 
Klasse der K. Akademie der Wissenschaften. Aprilheft de* Jahrg. 1853. X. B. 
S. 464 ff. 



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217 

tember 1756 legte Propst Dr. Bertold Staudtnger dem neun- 
zehnjährigen Jüngling das Ordenskleid an. Es folgte nun das Probe- 
jahr, in welchem sich Wilibald so musterhaft auffülirte, daß er am 
29. September 1757 zur feierh'chen Profeß zugelassen wurde. Cr 
empfing am 16. April 1758 die niederen Weihen, am 21. September 
desselben Jahres das Subdiakonat und wurde am 22. September 1759 
zum E)iakon geweiht. Jetzt sandte ihn Propst Bertold zur weiteren 
theologischen Ausbildung auf die Hochschule nach Wien. Hier 
empfing er am 19. Dezember 1761 die Priesterweihe, worauf er In 
das Stift zurQckkehrte, um am 3. Jänner 1762 sein erstes heiliges 
Mefiopfer darzubringen. 

In den folgenden acht Jahren versah Leyrer mit großem Eifer den 
Dienst eines Aushilfspriesters in der Seelsoiige. Die freien Stunden ver- 
wendete er zum fleißigen Studium der Kirchenväter und der kirchlichen 
Schriftsteller sowie zur Lektfire der alten Klassiker un'd erwarb sich 
so eine staunenswerte Belesenheit Daneben pflegte er aber auch 
fleißig die vateriändische Geschichte, für die er schon als Student 
eine besondere Vorliebe gezeigt hatte. Mit noch größerem Eifer 
verlegte er sich auf das Studium und die Pflege der österreichischen 
Geschichte^ als Ihn Propst Dr. Gottfried von Rollemann 1770 zum 
Subbibliothekar ernannte. ') Wilibald Leyrer durchsah die Handschriften 
der Bibliothek und exzerpierte alles, was die Geschichte Öster- 
reichs betraf. Mitten in dieser Tätigkeit erfolgte seine Ernennung 
zum Archivar, den 19. Juni 1772, und das war für ihn der Ansporn, 
seine ganzen Fähigkeiten der Geschichte des Vateriandes zu weihen: 
es standen ihm ja nunmehr überaus ergiebige Quellen der öster- 
reichischen Geschichte zu Gebote. 

Zuerst hieß es aber im Archiv Ordnung machen. Das Re- 
pertoriuni vetus ( altes Kapularc ), jenes Verzeichnis der Urkunden, 
das Propst RLTiiliaid I. Walz (1Ö30— 1Ö43) in Regestenfürm mit 
einen] vorzügliciien Index iiatte anfertigen lassen, genügte langst 
nicht mehr. Leyrer verfaßte daher, nacluiem er die bereits registrierten 
Urkunden durcligesehen hatte, über den Zuwachs ein ähnliches 
Repertorium, das »Repertorium novum« (»die neue Rapulatur«^ ). Zu 
gleicher Zeit sammelte er aus den Urkunden sehr viel Material 
für eine urkundliche Geschichte des Stitteb, seiner Pfarreien, Be- 
sitzungen und machte auch für die weitere Vaterlandsgeschichte 
wichtige Aufzeichnungen. Im Jahre 1777 erhielt das Archiv 
einen neuen großen Zuwachs. Aus der sogenannten »oberen 
Kammer«: wurde nämlich eine Unzahl von wertvollen Urlcunden, 

') Vom 24. November 1770 an war Leyrer auch pistrinae praefeclus. 
1787 wurde die Mühle aufgelassen. 



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218 

die dort im Laufe von 150 Jahren aufgespeichert worden waren 
und teilweise ihre Rechtswirksami<eit verloren hatten, in das Archiv 
übertragen. Leyrer ordnete sie und verfaßte über sie ein genaues 
Repertorium. Diesen sogenannten »Kammerbriefen- setzte er ein 
Bildnis der Mutter Oottes vor mit der frommen Bitte: 

Hujus tu curae fueras commissa Neubui]ga 
rVr fnndatorem: sie habet ille preces : 
IVotef^at ac foveat te seniper tanta Patrona, 
iiiius ut tu sis tuta patrocinio. 
Id mtä. Vota petunt, pariter rogo poplite flexo : 
Auxiliatricem porrige Virgo manum. 
Cum minime credis, ut aves, denaissimus bostfs 
Advolat, et praedam vix bene visus agit. 
Marchio, quod dederat, totiim pia Virgo tuere, 
Et fac accepto munere posse frui. 
Daran fügt er das Motto: 

Nil, nisi prisca peiu, el velcri mens viverc more, 
Qui nova vult, üabeat; nil nisi prisca peto. 
Dies heißet auf gut deutsch: Ich schätz' die aiten Sachen. 
Warum? — Weil sie sehr oft uns aufgeklarter machen. 

Wenige Jahre später wurde das Archiv des Stiftes Kloster- 
neuburg neuerdings bereichert» und zwar durch das Archiv des 
1782 aufgehobenen Augustiner- Chorherrenstiftes St Dorothea in 
Wien. Die Urkunden dieses Stiftes, welche bereits geordnet und in 
ein Verzeichnis eingetragen waren» wurden 1786 nach Klostemeu- 
bürg geschafft Leyrer reihte sie in das Stiftsarchiv ein und unter- 
nahm eine genaue Revision derselben. Auf diese Weise erweiterte 
er auch seine Kenntnisse der Geschichte und Topographie Wiens. 

Trotz alier dieser mflhevollen Arbeiten verfaßte Wilibald Leyrer 
noch manche gediegene historische Abhandlung und unterhielt 
einen lebhaften geistigen Verkehr mit hervorragenden Persönlich- 
keiten» mit denen er» sei es nun durch sein Amt» sei es durch 
seine Gelehrtheit oder durch seine Tätigkeit auf dem historischen 
Gebiete, bekannt und befreundet wurde. So stand er im Briefwechsel 
mit P. Mauriz Ribbele, Archivar und späterem Furstabt von St Blasien, 
mit dem Piaristen Adrian Rauch, mit Leopold Gruber, dem Verfasser 
des *Calendarium historicum I-*ilgram«, mit Konstantin Freiherm von 
Münch-Bellinghausen, mit dem Regierungsrat und Archivar Spieß, 
mit dem Burgfarrer Lanfj^enau, dem Münzforscher Josef Appel, mit 
dem Dichter Hetzer und der Dichterin Gabriele von Baumberg. Be- 
sonders freundschaftlicli verkeil ric er mit dem Maltheser und 
Domherrn Smitmer, mit dem ständischen Sekrctai Bergenstamm 
und dem kaiscrhchen Hofarchivar Ferdmaial von Freiesleben. — 
Freiesleben fühlte sich durch die Freundsciiaft mit Wilibald sogar 



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219 



bewogen, seine ungemein reichen diplomatischen Sammlungen 
dem Stifte Klosterneubuig zu vermachen. Nach seinem Tode über- 
gab auch Freieslebens Oattin dem Willen des Verstorbenen gemäß 
den reichen literarischen Nachlaß desselben (1791), wofür vom 
jeweiligen Propst alljährlich zwölf heilige Messen zum Seelenhelle 
des Toten gelesen wurden und noch gelesen werden. 

Alsbald begann W. Leyrer die Auteichnungen von Freies- 
leben zu ordnen und zu registrieren. Dies war jedoch eine un- 
säglich mühevolle Arbeit, denn einzelne Notizen befanden sich bloß 
auf losen Zetteln. Allein auch diese Arbeit bewältigte er in verhältnis- 
mäßig kurzer Zeit Erleichtert atmete Leyrer nach Beendigung der- 
selben auf: 

»Nunc opus exftcttttit, fessae date serta carinae, 

Contigeram portum, quo mihi cursus erat. 

Oedipiis; ab-^cedat, ful^rescunt himina clara, 
Non timeo strictas in mea serta nianiis.- 

Den Plan, eine vollständige Sammlung des Materials zur 
Stiftsgeschichte anzulegen und dann diese auszuarbeiten, hatte 
Wilibald Leyrer immer noch in Augen. Krank und müde brach er 
aber die »MonumentaClaustroneoburgensia«, wie er diese Materialien- 
sammlung betitelte, mit dem dritten Foliobande, welcher sich auf 
das dritte Jahrhundert der Stiftung bezieht, ab. Nichtsdestoweniger 
entwarf er in seinen letzten, durch körperiiche Leiden so getrübten 
Lebensjahren doch eine Hausgeschichte in drei Quartbänden, die 
bis zum Jahre 1706 reicht und die Grundlage der vom Chorherren 
Maximilian Fischer (s. d.) im Jahre 1815 veröffentlichten Geschichte 
Klostemeuburgs bildet. 

Leyrer dachte wohl selbst nicht, die Veröffentlichung seiner 
mühevollen Arbeit zu erieben. Am Schlüsse einer mit zitternder 
Hand geschriebenen Verbesserung des Manuskripts sagt er: 

Jam sat labori daturii est. Si requies aeterna 
A niimine conrc-^n pst : - salva Sunt scmpiterna. 
Quem Archiv! labor nutrit, 
Post me scribat, quodsi cupit. 

Seine Todesahnung erfüllte sich am 15. Jänner 1814. Versehen 
mit den heiligen Sterbesakramenten, gefaßt und gottergeben ging 
er an diesem Tage um elf Uhr naciits in die ewige Ruhe ein. In 
ihm verlor das Stift Klu?,ierneubuig nicht nur einen hervorragenden 
Oeistesmann, sondern auch einen musterhaften Ordensmann, geziert 
mit kindlich frommem Oemüt und mit größter Besciieidenheit. 
Zeugen seiner tiefen Religiosität sind sein von ihm selbst ge- 
schriLbenes und verfaßtes Gebetbuch, das Hymnen für alle Feste des 
Kirchenjahres und für die einzelnen Stunden des Tages enthält, 



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220 



sowie die von ihm angelegte Sammlung von Aussprüchen der 
Kirchenväter und der besten katholischen Asketen. Dieses Manuskript 
bringt am Ende unter der Aufschrift *Recordare Wiliebalde« eine Auf- 
zählung aller Tage, an weichen Gott dem frommen Priester seine be- 
sondere Gnade erwiesen hatte, und ein Dankgebet zum Allerhöchsten. 

Wir schließen unsere biographische Sidzze über Wih'bald 
Leyrer mit der Anführung seiner hinterlassenen Schriften; 

Miscellaneorum Liber 1. 1753—1755. [Mit Auszügen aus einer rhetorisciien 
Anleitung (Mottu: Eja lahoremus» ut nos vixlsse testemus), aus Klassikern und 
aus der Heiiij^^en Schrift.) 

Miscellaneurum Liber H. 1756. [tinthält 162 Auszüge aus den Kirchen- 
vitem und ans kirchticben Schriftstellern mit dem Motto: 

Cave curiosa legere 

Quae possunt mentem distrahere, 

Stiule vitia tua cognosccre 

Iii viriliter eis reslstere. 

Amhuia cum simplicibus, 

Adhaere innocentibus, 

Benefac tibi contrario, 

Supplica adversario. 

Et eris charus Dei filio 

Ac dignus sanctorum consottio. 

Tliomas Kemp. Opusc. XI. cap. 7.J 
Miscellaneurum Uber Iii. 17014207 Auszüge aus Kommentaren der Hl. Schrift 
und aus Sctiriftstellern über Kirchen- und österreichische Geschichte mit dem Motto: 

Omnibus Semper placulsse, res est 

plena fortunae: placuisse paucis 

plena virtutis: placuisse nulll 

plena doloris. Jak. Balde. S. J.) 

Miscellaneorum l iber IV. 1768. {151 Exzerpte aus K^i>^'l''chtlicheiJ Manu- 
skripten der StiÜsbibliuthek und Untersuchungen über Orte, die in Stiftsur* 
künden vorkommen. Motto: 

Hierin flndt man tausend Sachen. 
Einst vielleicht? sie Nutzen machen. 
Wo nicht, war es j^ut penicint. 
O, man bleibe doch mein Freund.] 
Miscellaneorum Liber V. 1769. [M)^ Auszüge aus Urkunden des Stifts- 
archivs mit einem chronologischen Index und dem Motto: >Reliquias, vetenimque 
vides monumenta virontm.« Aeneid. L VIL) 

Miscellaneorum Uber VI. 1784. [297 Auszfige aus den stifdlchen Urbarieo, 
Gewähr- und Satzbüchem, Berg-, Fisch- und Pantaidungen sowie Rechnung»* 
bSchern mit dem Motto: 

Hinc procul ornatus cultorcs esle moderni. 
Scis aliud, quod te laeserit, esse magis?] 
Miscellaneorum Liber VII. 1789. [147 Auszüge aus den Schriften des 
Iniserlicben Hoforchivars Ferdinand von Freiesleben und Mitteilungen des Dom- 
herrn Smitmer mit dem Motto: 

Quid potius faciam? Non snm, qui segnia ducam 

Otia : mors nobis tempus habebit iners. Ovid ex Ponto i» Eleg. VI. 



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_ 221 

Leyrer endete den siebenten Band der Mlscellanea und zugleich das 
ganze Werk am 14. ;nnl 1801 mit den Worten : 

Nunc opus exactum, septemque voIumina scripta 
His de miscellis, jarn cupio requiem.] 
Ferner stammen von ihm: 

Res notatu digniores ex diversis M. S. ordine chronologico collectae. 1767. 
[Eine ans den stiftliciien Urkunden zasammoigestellte Chronik des Stiftes mit 
dem iVlotto: 

Solus et artifices qui facit, usus erit.] 

Res memorabiles e tribus archivi nostri protocollis extractae .ic in com- 
pendium redactae servato chronologiae ordine. 1767, (Regesten zur Stiltsgescbicbte 
nach den Jahrhunderten der Stiftung?. Motto: 

Ut archivi verus tyro haec conscripsi, luquor — viro! Si tu dicis: 
abenasti, hoc, hinc inde, demonstrssti ; fateor: Dlxlsti verum. Non mirare! in 
tot rerum perverse abundantia, ubi mentis praesentia vlx potest Semper adesse, 
ut discernat verum »Esse«-. Tarnen diligens Notare assolet bona praestare. 
Errando discimus: hoc cuncti noscimus.] 

Notata Archivi nostri miscellanea, aUjecto in fine indice chronologico. 1768. 
(ilAotto: »Est is labor — iabor tyronis. ) 

Excerpta ex pervetustis non minns quam recentioribus nostris Necro- 
logiis. 1768. 

Excerpta e Codice membranaceo saecuü XIV., cui affwis itnlis: Latei- 
nisch Grundtbuch vnterhalb Khalenperg, de anno 1355. 

Excerpta e Codice membranaceo folif tT^ntiiorfs saeculi XV. (Aus dem 
von l^ropst Georg 1436 erneuerten stiftl. Zeheiilreg^istcr.) 

Wer war Eupiieinia, genannt Kegis filia? [In dieser Schrift weist Leyrer 
historisch nach, daß die im Totenirach des Tullner Frauenklosters erwähnte 
Euphemia eine natfirtiche Tochter Friedrichs des Schönen gewesen ist JMotto: 

Wci; ein Verfasser nidit 

!;ikI: ^ein Herz zu zeij^en 
Scheint mir wnr seine Pflicht: 
Er möclite heber schweigen.] 

Sphragistische Beiträge zur Geschichte des österr. erzherzoglichen 
Wappenschildes und Helmes. 

Ein Pendant zu meinem Vorspruch: der heutige Aufklärungsthron pflegt 
Alles umzukehren. Den kosmopolitischen Bürgern oder Weltilluminirem zur 
Beherzigung. (Ein p^egen die Illuminaten )?erichtetes Schriftchen.) 

Paraliponiena e codice diplomalico Bernardi F'ez. 

Excerpta ex Necrologiis Sanhyppolitano et Runensi. 

Canonici ecciestae collegiatae nostrae magls celebres. (Von der Qrfindnng 
des Stiftes bis 1678.) 

Notata de monialibus ad s. Magdalena m penes Canoniam noatram. (Eine 
Malerialiensammlung zur Geschichte dieses Frauenklosters, die Leyrer ausarbeitete 
unter dem Titel:) 

De monialibus nostris penes Canoniam ad s. Magdalenam. 

Notata de monialibus ad s. Jacobum. (Eine Stoffsammlung zur Geschichte 
des frfiheren Augustiner-Chorfrauenstiftes bei St. Martin In Klostemenbnrg.) 

De monialibus ad s. Jacobum hic Claustroneobnrgi. (Eine iMonographie 
über das ebenerwähnte Kloster.) 

t>c Hadmaro i'raeposito. 



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222 



De clvitate Claustroneoburgenii. (Eine ktme Übersicht fiber Stadt- 

geschichte.) 

Series RR. DD. Praepositoruin hujus ecciesiae collegiatac. 

Series P. R. D. Decanorutn hujus ecciesiae collegiatae. 

Canonici Claustroneoburgensis Ecciesiae vetustiores, quotquot reperiri in 
documentia pottterunt. 

Nota de sepulturae loda, in quibus tarn praepoaiti nostrit quam familiac 
magis celebres in Neuburgensi colies^ata hac nostra eccieala In Domino requies- 
cunt. Quantum ex antiquis documentis erui. 

Sepulturae Austriae Prtncipum in nostra collegiata ecdesia, quantum ex 
vetustis erui puterat docuineniis. 

Nobilea Clauatroneoburgi sepuiti. 

De Canonlae aedifieiis. 

Res Claustroneoburgenies diversia ex monumentis coUedae ac con- 

scriptae. 1775. 

MoniiiTienta Claustroneobur^ensia. Tomas I in Fol. 1777. [Motto: »Nihil 
earuui rerum scire, quae anteaqani iiascereris factae sunt, hoc est, semper esse 
puerum: cognoscere vero res gestas, memuriae veterts ordinem tenere, anti* 
quitatum exemplonimque habere notitiam, deconini, landablle ac pene divinnm 
est.« (Cicero de Orat. L. Ii.) Tom. Ii. in Fol. 1778. Tom. III. fn Fol. ohne Be- 
zeichnung des Jahres. Diese bereits erwähnte Material iensammlung zur Stifts- 
schic!ite ist in ihrer Anlaj^e großnrtio-. Auf jedes Jaln Im tidert seit der Orfindunp 
des Stiftes sollte ein Foliohand entfallen, I ci<ier konnte unser Wilibald nur die 
ersten drei Bände vollenden und den vierten entwerfen. Wo er die »Monumenia 
abschließt s gibt er selbst den Grund davon an: 

Hic ego cessavi. causam, si noscere cupis. 
Est haec — non fnerat florida flora mihi 
Feci, quantum potui, 
Et coactus tacui. 
Illustrat tarnen secula 
Obscura mea facula. 
Jam prosequantur reiiqua!] 
Supplementum Rerum memorabitinm e tribus Arehivi noatri protocotlis 
exlradum» ordine chronologico in compendium redactum. 1779. Eine Ergänzung 
des oben genannten Werkes: Res memorabües e tribus arehivi noatri proU»* 
Collis extractae . . . 

Anhang zur oberflächlichen Stiftsgeschichte. 1805. (Beiträge zur üeschichte 
der stiftlichen Pfarren und Besitzungen.) 

Spazierfahrten eines wirktichen Alterthumsliebbabera durch das uralle 
Unterösterreldi. 1805. 

Chrunologia diplomatica Monunicntorum Claustroneobnrgensinm. FoL 
(Behandelt bloß das erste Jahrhundert der Stiftung. ) 

Vade uiecum oder Unterhaltungsstunden ties Archivars W . . . L ... zu 
K . . . in Erzählung von Sitten, Gewohnheiten und anderen Saclien aus den 
Vorzeiten, vermehrt von A. v. B,') 

Lyra Lyrani per cursum annl. (Eine Sammlttog von Hymnen, weldte 
Leyrer für die einzelnen Tageszeiten und für die Feste des JahrM verfaßte.) 



') Diese Schrift fand steh in A. v. Bergenstanims handschriftlichem 
Nachlaß vor. Siehe Wurzbacb. Btogr. Lexikon B. 1, S. 300. 



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223 



Principia religiosa e sacra scriptttra diversisque St. Patrutn operibus, 

aliisque probatis aiitorihiis collecta, suaqite orbi sensa detecta. 1762-1792. 
(Mottu: Quaecumque scripta sunt, ad nostram doctrinam scripta sunt.» 
Römerbr. 15, 4.) 

Florian Ulbrich.') 

F. Ulbn'ch, Bakkalaureus der Theologie» geboren am 14. Ok- 
tober 1738 zu Wien, empfing am 24. September 1758 im Stifte 
Klostemeubuig das Ordenskleid. Er l^e am 4. November 1759 
die feierliche Ordensprofe6 ab und brachte am 4. April 1763 sein 
erstes heiles Meßopfer dar. Nach der Prlmiz ernannten ihn seine 
Oberen zum Gastmetster und Frflhprediger. Vom Jahre 1773 bis 1791 
wirkte Florian als Pfarrverweser in Höflein, bis 1781 auch in der 
Pfarre Kahlenbergerdorf, die bis zu diesem Jahre mit der Pfarre 
Höflein vereinigt war. Im Jahre 1791 kam Ulbrich auf die Pfarre 
St Martin in Klostemeuburg, und 1793 übernahm er die Pfarre 
Komeuburg, wo er am 21. April 1800 sein verdienstvolles Leben 
beschloß. 

Horian Ulbrich war ein tflchtiger Theologe^), ein auBer- 
ordenth'ch eifriger und beliebter Seelsorger, ein Vater der Armen 
und Kranken. Nichtsdestoweniger pflegte er in den Mußestunden 
auch mit staunenswertem Fleiße die mathematischenWissen- 
schaffen, in denen er sich schon auf dem Gymnasium aus- 
gezeichnet hatte. Bei seinen großen mathematischen Kennt- 
nissen und seinem seltenen Fleiße entdeckte er, daß alle 
von den hervorragendsten Akademien und den besten Mathematikern 
bisher gearbeiteten Faktorentafeln ungenau und unverläßlich seien. 
Selbst in den aufsehenerregenden, von Anton Felkel 1776 bei 
Gräffer in Wien herausgegebenen »Tafeln der Factoren von 1 bis 
10 Millionen, fertig bis 5 Millionen^ (in Fol.) und Tafeln aller 
einfachen Factoren der duicli 2, 3, 5 nicht tliLÜbaren Zahlen von 
2 bis 10,000.000 (1. IhLil, Oräffüi, Wien, Oroß-Foli(j) fand er 
viele Fehler. Noch dazu waren die Arbeiten Felkel^ das Beste, das 
je auf diesem Gebiete geleistet wurde. 

Ulbrich faßte daher den Entschluß, selbst die Faktoren aller 
durch 2, 3 und 5 nicht teilbaren Zahlen von 1 bis auf eine Million 
ganz neu aufs genaueste zu berechnen und begatui im Jahre 1791 

) Literatur über Flor. Ulbricii: Österreichische Nattonalenzyklupädie- 
voa Orifffer und Czikann, Wien 1837, Bd. V. Seite 464, und Wurzbnch, »Bio- 
grapliisclies Lexikon des Kaisertlittms Österreich« 49. Teil, Wien 1884, Seite 15 fL 
*) Eine Lobrede auf das Qedächtniß der heiligen Jungfreu und Blut» 
2ettKin Cecitia* (Wien 1772, i. 4») gibt Zeugnis davon. 



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224_ 

als Pfarrverweser in Höflein an der Donau mit dieser Arbeit, welche 
die Akademien trotz aller langjährigen Bemühungen nicht zuw^e 
gebracht hatten. Woran Johann Heinrich Lambert (t 25. Sep- 
tember 1777), einer der berühmtesten Mathematiker der Berliner 
Akademie, der Begründer der Photometrie und Entdecker der Theo- 
rie des Sprachrohres, nach veigeblichen Versuchen zweifelte, näm- 
lich, »dass die Factorentafeln je so weit würden ausgearbeitet 
werden«, das gelang dem Klostemeuburger Chorherm Florian 
Ulbrich in verhältnismäßig kurzer Zeit Bis zum Jahre 1793 hatte er 
mit Hilfe eigener, noch unbekannter mathematischer Kunstgriffe 
bereits die Faktoren bis zur Zahl 753.031 auf das genaueste be- 
rechnet. Diese Kunstgriffe, welche es ihm ermöglichten, die Faktoren 
ohne lange Rechnung sofort hinzuschreiben, und zwar so zuverlässig, 
daß sich etwaige Fehler gleich verraten mußten, hielt er anfangs 
geheim, teilte sie aber später dem Augustinermönch David Rutsch- 
mann, der sicli als Meclianiker einen großen Ruf erwarb, und dem 
Professor der praktischen Mathematik an der Hoclischule in Wien 
Wilhelm Bauer mit. 

Aul der Pfarre in Korneuburg (seit 1793] arbeitete Ulbrich in 
seinen freien Stunden unermüdlich an seinem verdienstvollen 
Werk, und so konnte er im September des Jahres 1799 seine bis 
auf 1 Million 5 Hunderttausend genau ansgearlxitetcn und zur 
Benützung sehr bequem eingericliteten Faktorentafeln samt Hilfs- 
tabellen bis auf 20 Millionen vollenden. Die in der Zwischenzeit 
neuerschienenen Faktorentafeln erkannte Florian nach sorglaltiger 
Untersuchung als eine Abschrift der Felkelschen Tafeln samt ihren 
Fehlern. Um so mehr ist es daher zu bedauern, daß Ulbrichs Arbeit 
nicht veröffentlicht wurde, sondern als Manuskript in die Stifts- 
bibliothek wanderte, "j Florian Ulbricii schloß wenige Monate nach 
Beendigung seines Werkes seine müden Augen auf immer. Dies 
sowie die mißliche finanzielle 1 aj^'^e, in welche das Stift Klosterneuhurg 
damals infolge der französischen Invasion kam, sind ohne Zweifel 
die Ursachen, weshalb jenes Werk der wissenschaftlichen Welt vor- 
enthalten blieb, das — wie ein Hn oi^raph Florian Ulbrichs be- 
geistert schreibt - um so schätzbanr ist, als es den evidenten 
Beweis in sich enthält, daß ein einziger Mann in Oster- 
reicli nebst allen seinen geistlichen Verrichtungen 

') Trotz eifrigen Forschens gelang es uns bisher nicht, die Arbeit Ulbrichs, 
die im Jahre 1819, wie der Chorherr von Klostemeuburg, Alois Schfitzenberger 
(s. d.), in der »Kirchlichen Topographie von Österreich«, Wien 1819, Straufi 
L Bdn 1. Hilfte, S. 106^ angibt, noch in der Stiftsbibiiotbelc aufbewahrt wurde, 
ausfindig zu machen. 



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225 



Während der neun letzten Jahre seines verdienst- 
vollen Lebens In diesem Fache mehr geleistet als alle 
auswärtigen Akademien zusammengenommen ein 
ganzes Jahrhundert hindurch. 

Dr. Daniel Tobenz. 

Tobenz» ein Wiener (geboren am 19. Dezember 1743), absol- 
vierte zu Wien die humanistischen und die philosophischen Studien 
und trat, nachdem er über die Philosophie eine öffentliche Dis- 
putation gehalten hatte, am 19. September 1762 in das Stift Kloster- 
neuburg ein. Nach Ablauf des Probejahres legte er die feierlichen 
Oelubde ab (am 21. September 1763) und begab sich auf Oeheifi 
des Propstes Dr. Berthold Staudinger zur theologischen Ausbildung 
auf die Hochschule nach Wien. Kurz vor Absolvierung seiner theo- 
logischen Studien empfing er die heilige Priesterweihe, worauf er 
seine erste heilige Messe las (4. April 1768). Gegen Ende des 
Jahres 1768 bestand er eine öffentliche Disputation aus der gesamten 
Theologie und verließ die Universität, um teils zu Hause, teils zu 
Maria-Hietzing in der Seelsorge auszuhelfen. In den Jahren 1770 
und 1771 unterzog er sich den Prüfungen fQr das theologische 
Doktorat, das ihm im Jahre 1772 verliehen wurde. Vom nächsten 
Jahr an lehrte er im Stifte an der von Propst Dr. Gottfried von Rolle- 
mann 1768 gegründeten theologischen Hauslehranstalt spekulative 
Theologie, und im Jahre 1775 erfolgte seine Berufung auf die Lehr- 
kanzel iiji I'atrologie, der liieologisclien Literaturgeschichte und der 
Poleiiik i!i der Wiener Hochschule. Daniel Tobenz hatte diese 
Lehrkanzel zehn Jahre hindureii inne. Während dieser Zeit scinieb er 
neben anderen theologischen Werken auch eine zweibändige Patro- 
iogie. Als aber durch den neuen Studienplan vom 16. Juni 1785 die 
vonTübenz gelehrten Fächer anderen L ehrkanzeln zugewiesen wurden, 
so die Patrologie und die theologisclie l^)leniik dem Professor der 
Dogmatik und die theologische Literärgeschichte dem Professor 
des neutestamentlicticn Bibelstudiums, war Tobenz vom Lehramte 
enthoben. Er wurde jedoch im nächsten Jahre zum Dekan der 
tlieologischen Fakultät erwählt und supplierte vom Februar an bis 
zum Lnde des Studienjahres die Kanzel der Hermeneutik, des Bibel- 
studiurns N. T. und der ^griechischen Sprache. 1787 war er Notar der 
theologischen Fakultät, und als in demselben Jahre der Abt des 
Klosters Heiligenkreuz starb, ernannte ihn der Erzbischof von Wien 
zum Kommendatarabt dieses Klosters. Allein Tobenz konnte das 
Amt gar nicht antreten, da die Zisterzienser von Hciligenkreuz 

Cernlk, Schriftttelier der Au«ti$Uner.Chorh«reii«üfte. 15 



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226 



mittlerweile die Eriaubnis erhalten hatten, einen Abt aus ihrer Mitte 
zu wählen. Der damalige Propst des Stiftes Klostemeubuig Dr. Flo- 
ridus Leeb fibertrug nun Tobenz die Stelle eines Prftfekten des 
Stiftshofes in Wien. 

Schon nach drei Jahren wurde aber Tobenz, der sich während 
seines Aufenthaltes im Stiftshofe ganz theologischen Arbelten ge- 
widmet hatte, neuerdings auf die Hochschule berufen, und zwar 
als öffentlicher Professor der Dogmatik. Professor Dr. Jahn, der 
nach Bertieris Scheiden die Dogmatik Übernommen hatten erhielt 
nämlich 1790 die «riedererrichtete Kanzel des alttestamentlichen 
Bibelstudiums, die seit 1788 aufgelassen war. Dr. Daniel Tobenz 
blieb öffentlicher Professor der Dogmatik bis zum Jahre 1803, in dem 
er altershalber vom Lehramte zurflcktrat, keinesw^ aber, um der 
wohlverdienten Ruhe zu genießen. Er gab vielmehr in der folgenden 
Zeit viele Privatvorlesungen aus der Theologie, unter anderen dem 
Fürsten Emest von Schwarzenberg, späterem Bischof von Raab, 
dem Orafen Ferdinand von Chotek, späterem Erzbischof von Olmfitz, 
dem Orafen Andreas von Ankwicz Skarbek, dem nachmaligen Erz- 
bischof von Lemberg. Zugleich beschäftigte sich Tobenz viel mit 
literarischen Arbeiten. So gab er 1804 den ersten und 1806 den 
zweiten Teil seines > Commentarius in Sacram Scripturam N. T. 
ainiTiüiLim curatorihus elucubratus iicraus. 1806 ernannte ihn Kaiser 
Franz I. zum j:jeistiichcn Rat und TheologielehiL^r des Erzherzogs 
Rudolf, der damals Koadjutor des Erzbistums Olmiitz war. Nach 
Beendij^ung der Studien des Erzherzogs, im Jahre 1811, wurde 
Tübenz mit vollem Gehalt pensioniert und zum Titularpropst des 
aufgeliobenen Stiftes von Adony in Ungarn erhoben. Er kehrte 
mm in den Klosterneuburger Stiftshof nach Wien zurück und 
arbtitete hier unermüdlich bis zu seinem Lebensende (am 20. Au- 
gust 181Q) an der Verbesserung und Gesamtausgabe seiner Schriften, 
die aber erst ein Jahr nacii seinem Tode vollständig erschienen sind. 

Auf Daniel Tobenz kann das Augustiner-Chorherrenstift Kloster- 
neuburg mit gerechtem Stolz zurückblicken. Trotz der josephiiubclien 
Reformation und der traurigen Eiinvukung des Protestantismus 
sowie der franzosischen Revolution blieb er als ein wahrhaft muster- 
hafter kathoh'scher I Viester im Drange und in den Wogen der Zeit 
unerschütterlich stellen. Sein Fleiß war beispiellos, seine theologische 
Gelehrsamkeit tief begründet, sein Leben und Tod auferbaulich.< 

Tobenz gab folgende Schriften heraus: 

Institutiones doctrinae Patrum. Pars theoretica. Viennae 1777. 267. S. 6*. 

(Maria Theresia gewidmet.) 

institutiones, usus et doctrinae Patrum. Viennae 1779. 8\ 



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227 



Examen irtctttits Josiinls Bärbeyracfi de doctrina moiali Patram Ecdesiae. 
Dtssert prina. Viennae 1785, typ. Hoerling. VIII und 798 S. 8".>) 

Commentnriiib in Sacram Scripturaiti N. T. animorum curatoribys du- 
cubratus. Viennae 1804 -1806. 4\ 

Paraphrasis Psalmoruni ex Hebraico adomata cum notis, Clericorum 
usui adornata. Vindob. 1804, Degen. 4". (Dieses Werk ist dem Erzherzog Rudolf 
gewidmet.) 

Opera omnia. Vindob. apud Degen, postea apud Binz. 1814—1820, 
15 tomi in 8 : 

Tomus I. et II. Institutiones & Scripturae. 1814. 8**. (1. B. XIV n. 558 S., 

2. B. X u. 654 S.) 

Tom. III. Paraphrasis Psalmorum ex hebraico adornata, notis et summariis 
fnstruda. Editio 2-da. 1814. XtV u. 412 & 8 . 

Tom. IV. V. VI. Institutiones tbeologiae moralis, usui «:xaminandornm 

pro cura animaruni lucubratae. 1817. 8'. (1. T. 279 S., 2. T. 197 S., 3.T.208S.) 

Tom. VII. VIII. Conimentarii in S. Scripturam N. T. 2-da Editio mttitum 
adaacta. Vindob. 1818- 1819, Binz. 8'. (1. T. IV u. 444 S., 2. T. 322 S.) 

Tom. IX. Institutiones Patrologiae. Part III.; de II. et HI. 2-da, de 1. tertia 
Editiü auctior. 398 S. 8\ 

Tom. X. Instittttiones tbeologiae Dogmaticae. II u. 237 S. 8*. 

Tom. XI. De Deo uno et trino. II u. 119 S. 8 . 

Tom, XII. De Deo Creatore. 64 S. S". 

Tom. XIII. De Deo redemptore. 30S S. 8". 

Tom. XIV. De Deo sanctificatore. 250 S. 8". 

Tora. XV. De Deo retributore. I u. 54 S. 8'. 

Ambros Conrad. 

Ambros Conrad, geboren am 3a April 1775 zu Wien, 
trat am 6. Oldober 1773 in das Stift Klostemeuburg, feierte am 
31. Jänner 1779 seine Ordensprofefi und am 13. Mai 1779 sein 
erstes heiliges Me6o|}fer. 

Wegen seiner hervorragenden Oeistesgaben sandte ihn Propst 
Ambros Lorenz auf einige Zeit zum Studium der Numismatik und 
der Natuigeschichte an die Universität in Wien. 

Als Propst Ambros die stiftlichen Kunst- und Mflnzensamm- 
lungen begründete, hatte Conrad beim Aufstellen und Ordnen dieser 
Sammlungen Gelegenheit, seine reichen archäologischen und kunst- 
historischen Kenntnisse zu verwerten. In ihm hatten die neuen 
Sammlungen seit 1783 einen tfichtigen Kustos. 

Das Stift verdankt Ambros eine wohlgeordnete Sammlung 
von Gemälden der altdeutschen Schule und einen kritischen 
Katalog in drei Foliobänden über die stiftliche 



') Dieser Dissertation gegen die Schrift des Calvinisten Barbeyrak: 
»Trait^ de la morale des P^es« (1728) sollten noch zwei andere Dissertationen 
folgen, sie blieben aber ungedruckt 

15* 



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228 



Mflnzen Sammlung, die Propst Ambros durch Ankauf der 
Mflnzensammlung des kaiserlichen Hofarchivars Ferdinand von 
Freiesleben geschaffen hatte. 

Im Jahre 1788 kam Conrad ais Kooperator nach St Martin 
in Klostemeuburg; 1790 wurde er Verweser der stiftlichen Pfarre 
Stoizendorf, von 1794 bis 1795 verwaltete er die Pfarre Kahlen* 
bergerdorf, dann die Pfarre MeidUng und 1799 die Pfarre Höflein 
a. d. Donau. Von dort berief ihn Propst Gaudenz punkler auf den 
Posten eines Kämmerers ins Haus zurück. 1824 resignierte er auf 
dieses Amt, um, wie in seiner Rotel steht, »Deo sibique vivere«. 
Am 12. November 1826 schied er aus diesem Leben. 

Dr. Petrus Fourerius Ackermann.') 

Ackerm a n n stammte aus einer dem Mittelstande angehörigen 
vermögenden Wiener Familie. Er erblickte am 17. November 1771 
das Licht der Welt. Seine Eltern gaben ihm aus Verehrung zum 
Landespatron Österreichs in der Taufe den Namen Leopold und 
ließen ihm eine vortreffliche Erziehung angedeihen. Bescheidenheit 
und Frömmigkeit zierten ihn schon in den ersten Knabenjahren; 
sie blieben aber auch sein schönster Schmuck, als ihn die Eltern 
wegen seiner geistigen Fähigkeiten an das Gymnasium sandten 
Hier zeichnete er sich bald vor den meisten seiner iViitschÖler 
nicht bloß durch sein Wissen, sondern auch durch sein sittliches 
Verhalten aus. Dazu mag sein Verkehr mit dem frommen 
Augustiner-Chorherrn von St Dorothea Engelbert von Augusti viel 
beigetragen haben, der damals Sonntagsprediger an der Stiftskirche 
war und sich ängstlich bemühte, den jungen Studenten rein und 
unverdorben zu erhalten. Bei Engelbert von Augusti hatte Acker* 
mann den Orden der Augustiner-Chorherren hochachten und lieben 
gelernt, und daher war es nach Beendigung der philosophischen 
Studien sein innigster Wunsch, in diesen Orden aufgenommen zu 
werden. Am 10. Oktober 1790 erfüllte sich sein Verlangen, er 
empfing an diesem Tage in der Stiftskirche der Chorherren von 
Klostemeuburg mit heiliger Freude das Ordenskleid. Nach dem 
Probejahre wurde er von seinen Obern zur theologischen Aua- 
bildung auf die Hochschuie nach Wien gesandt (24. Oktober 1791), 
die er am 27. August 1795 mit den glänzendsten Erfolgen verließ. 

') Liti-ratiir: \'in/(Ti/ Scback: Petrus Fourerius Ackcrmnnn. Eine bio- 
graphische Ski/zc. Wien 1S32, Wiinmer. I>r. Anton Wappler: Geschichte der theo- 
logischen Facultät der k.k. Umversität zu Wien. Wien 1884» Braumflller. pag. 2S3fL 
Dr. josef Kreschniei(a: Petrus Fourerius Ackermann. Zur Erinnerung an einen 
österreichischen Bibelexegeten. Siebe die Linzer »Theologisch-praktische Quarte!- 
Schrift«, Jahrg. 1903, pag. 532 ff. 



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229 



Drei Tage später erhielt er die Priesterwellie, und zwar auf den 
Tischtitel des Stiftes hin, da er seines Atters wegen die Profeß 
noch nicht abgelegt hatte. Im nächsten Monat; am 27. September, 
brachte Ackermann mit tiefer Andacht und Rührung Gott dem 
Vater sein erstes heiliges iV^efiopfer dar, und unmittelbar nach der 
Primiz legte er die Ordensgelübde ab, da inzwischen vom Kaiser 
die Altersdispens eingelangt war. Er wurde nun ffir die Seelsorge 
sowohl in der Erzdiözese Wien als auch in der Diözese St Pölten 
approbiert Allein Propst Dr. Floridus Leeb bestimmte ihn ffir das 
Lehramt der Theologie, er ernannte ihn zum Professor der orienta- 
lischen Sprachen, der Archäologie und der Einleitung in die Bücher 
des Alten Bundes an der theologischen Lehranstalt des Stiftes. Ein Re- 
gierungsdekret vom 31. Dezember 1796 bestätigte Ihn als Professor. 
Im folgenden Jahre übernahm Ackermann auch den Neuen Bund 
und die Hermeneutik, wozu er am 12. August 1797 von der 
Regierung die Approbation cmplln^^ 

Ackermann befaßte sich aber nicht ausschh'eßlich mit den 
bibh'schen Fächern, für die er wohl die größte Vorliebe hegte, 
er interessierte sich für die gesamte theologische und profane 
Literatur und erwarb sich so eine ungemein reiche Literaturkenntnis. 
Mit Rücksicht darauf übertrug ihm Propst Dr. Gaudenz Dunkler 
im Jahre 1800 die Leitung der Stiftsbibüothek, was für diese von 
,?rölitem Segen war. Wie viele kostbare Schriften verdankt ihm nur 
die Stiftsbibh'othek ! Der eifrige Bibliothekar forschte selbst im Aus- 
lande, in England, Frankreich, Holland, Italien nach seltenen und wert- 
vollen Erzeugnissen der Presse, um mit ihnen die Stiftsbibiiotiiek aus- 
zustatten, ihrer gedachte er aber auch, da er nicht mehr innerhalb 
Klösterneuburgs Mauern wirkte. Die Werke der beiden ChampoHion, 
eines Ügolino, Inghirami, Nibby, Gori, Zoega, Ferrari, Angelo Mai 
^Geschenke Ackermanns) geben heute noch in der Bibliothek des 
Stiftes Klosterneubiirg Zeugnis von seiner Liebe zur Bibliothek. 

Im Juli 1802 unterzog sich Ackermann den strengen Prüfungen 
7rim Doktorat der Theolon^ic, imd am 20. August wurde ihm dieses 
verliehen, fn demselben jalire fungierte er an der Wiener Universität 
als Prokurator der österreichischen Nation und das Jahr darauf 
als Examinator des Bibelstudiums V. F. Als 1806 durch die Re- 
gierung an der stiftlichen theologischen Lehranstalt die Lehrkanzel 
des Neuen Bundes von der des Alten Bundes getrennt wurde, behielt 
er sich diese, während die andere der Chorherr Andreas Mock über- 
nahm. Bald nachher (23. Oktober 1806) gab Ackermann das Lehramt 
im Stift ganz auf und folgte mit Erlaubnis des Propstes dem Rufe 
auf die Wiener Hochschule, um hier die erledigte Kanzel des Alten 



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230 



Bundes zu suppHeren. Der April 1807 brachte seine Ernennung 
zum wirklichen Pkt>fessor des Studiums des Alten Testaments. 

Der Vorgänger Ackermanns auf der Lehrkanzel des Alten 
Bundes, der Prämonstratenser Professor Dr. Johann Jahn, gehörte 
zu jenen katholischen Gelehrten, die von der Strömung des Ratio- 
nalismus, der sich seit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts das 
Gebiet der biblischen Wissenschaften zum Hauptummelplatze ge- 
macht hatte, erfaßt worden waren. Dies offenbarte sich nicht nur 
In seinen VortrSgen, sondern auch in seinen Schriften. Man suchte 
daher Jahn von seinem Lehrstuhl zu entfernen und ernannte ihn 
wegen seiner unstreitig groBen Verdienste um die Wissenschaft 
im Jahre 1805 zum Domherrn von St Stephan J) Jahn starb am 
16. August 1816. Sechs Jahre nach seinem Tode wurden vier 
seiner bedeutendsten Werke auf den Index gesetzt, nämlich: Enchi« 
ridion hermeneuticae generalis tabularum V. et N. Foederis, Appendix 
hermeneutica, seu exercitationes exegeticae, Introductio in libros sacros 
V« F. und Archaelogia biblica. Da die beiden letztgenannten Werken 
abgesehen von den beanständeten Stellen, recht brauchbar waren, 
entschied man in Rom namentlich auf Betreiben des Kardinals 
Castiglioni, des nachmaligen Papstes Pius Vlll., diese zwei 
Schriften nach Beseitigung der anstofierregenden Partien unter dem 
Namen eines anderen Autors neuerdings erscheinen zu lassen. 

Mit der Neuherausgabe und Verbesserung wurde der Chorherr 
Ackermann betraut, der dazu alle Eignung besaß: Wissen und kirch- 
liche Oesinnung in hohem Maße. Wie sein Ordensbruder Doktor 
Vinzenz Seback schreibt, liebte er ja ganz besonders jene Werke 
der von ihm gelehrten und hauptsächlich gepflegten Wissen* 
schafi; welche >in rebus fidei et morum secundum eum sensum, 
quem tenuit et tenet sanda mater Ecclesia«, deren treuer Sohn er 
stets gewesen, »et secundum unanimem consensum sanctorum Patrum« 
die Heilige Schrift erklärten, und war oft innigst betrübt, wenn er 
in gewissen Schriften der neuen Zeit fand, daß so mancher, wohl 
sonst gelehrte Mann, das Heilige, besonders im Fache der Exegese, 
mit unheiÜgen Händen betastete und die eigenen Verirrungen zum 
Nachteile der KiflIic zu vcibreiten strebte. 

Es wird hier interessieren, daß Dr. Johann Jahn auf Antrieb des Propstes 
von Klosterncuburg Dr. Gaudenz Dunkler eine schöne Ausgabe vom hebräischen 
Text des Alten Testaments mit einer neuen Kapiteleinteilung und mit einer 
Sammlung verschiedener Lesearten unter dem Titel »Bibiia hebraica. D^essit 
et graviores ledionum varietates adjecit Joannes Jalin. Viennae 1806> veranstaltete. 
Propst Gaudenz ließ diese vierbändige Bibelausgabe im Jahre 1806 auf Kosten 
des Stiftes drucken. Jahn widmete sie ihm mit den Worten : Tu enim eras 
unicus huius operis fautor. Te monente susceptum et Te adiuvante perfectum est« 



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231 



Noch dn Zeugnis von Ackermanns kirchlicher Oesinnung! 
Am Schlüsse eines Verzeichnisses von Lieferungswerken, welche 
Ackermann in seiner Bibliothek hatte und von denen er wfinschte, 
dafi sie vom Stifte wetterbezogen würden , »nicht weil sie er- 
baulich, sondern weil sie zur Vollständigkeit des Faches, welches 
sie behandeln, unentbehrlich sind«, schreibt er selbst folgende 
Worte: Ȇbrigens habe kh von meiner Bibliothek nur das noch an- 
zumerken, da6 ich bei Anschaffung der Bficher immer nur auf das 
sah, was die Stiftsbibliothek nicht hatte, und aus diesem Gesichts- 
punkte bitte ich selbe zu beurteilen, um mich nicht fQr einen de 
prop^anda — zu halten, denn Oott ist mein Zeuge, da6 
ich die ganze Welt in Vereinigung mit dem heiligen 
römischen apostolischen Stuhle zu sehen wünschte.» 

Die neuen Ausgaben der Introductio in libros V. F. und der 
Archaeologia bibifca erschienen 1825 und 1826. Die Korrekturbogen 
hatte Kardinal Castiglioni in Rom genau durchgesehen. 

Beide Werke wurden von der Studienhofkommission in den 
Jahren 1825 und 1826 provisonscli als Lehrbücher vorp^esclirieben. 
Der Herausgeber erhielt für seine Alühe eine HLli.hnung von je 
200 Gulden Konv.-M. Der schönste Dank war für Ackermann 
folgendes Schreiben Leos Xil: 

Dilecto filio Petro Fourer. Ackermann, Can. Reg. Claustron. 

Leo PR XIL 

Dilecte Pili sakitem et Apostoiicam Benedictionem. Quo sis 
animo in personam iiuniilitatis nostrae, quantoque studio incendaris 
ad juventutem sacris addictam disciplinis verbi Domini, quo illae 
innituntur, cognitione rectaque intelligentia imbuendam, declarant 
iterum litterae ad Nos tuae datae die 8. Maji proximi, una cum altero 
munere nuper editi a Te opcris, cui titulus Archaeologia biblica 
breviter exposita«. Optamus, si quem alium ex iis, qui non raro a 
scriptoribus de Ecciesia benemeritis ad Nos mittuntur, librum hunc 
opera tua adornatum, per tot tantasque quibus distinemur occupa- 
tiones periegere Nobis liceat, utque liceat efficere argumenti gravi- 
tate ac pulcritiidine permoti conabimur, minime dubitantes, quin 
non modo nitiil in eo reprehendenduni simus animadversuri, sed in- 
genium eruditionemque tuam, et nihaerentem interpreti eloquioruni 
Dei Fcciestiacae traditioni fidem simus in omnibus maximopere 
probaturi. Interim Tibi gratias agimus Teque etiam atque etiam 
hortamur, ut pergas in Ecciesiae catholicae bonum toto animo in- 
cumbere: Deum autem orantes ut adsit Tibi propitius gpratia sua, 
utque omnes quicumque in tuam se tradiderint disciplinam, exemplo 



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iuo in sincera erga Petri Cathedram pietate ac devotione confif 
mentur, Tibi, Dilecte FiU, paiemae carHaiis nostrae gratique animi 
testimonium ApostoHcam Benedictionem impertimur. 

Datum Romae apud s. Petrum die 21. Junii An. 1826. Pont 
Nostti An. III. 

Durcli seine wissenscliafdiclie Tätigiceit und durch die Walir- 
lieitsltebe und Elirllchkeit, mit denen er jener oblag, erwarb sich 
Ackermann in der Gelehrtenwelt viele Freunde. Besonders die Theo- 
logen Roms schätzten ihn hoch und unterhielten mit Ihm einen 
regen brieflichen Verkehr i), unter anderen der nachmalige Kardinal 
Dr. Nikolaus Wiseman, der damals Professor der orientalischen 
Sprachen an der Universität, dem Archigymnasium, in Rom und 
Prorektor des Collegium Anglorum war. In Wien gehörten zu 
seinen besten Freunden die Universitäisprofessoren Roman Sebastian 
Zängerle, seit 1824 Fürstbischof von Seckau, Gregor Thomas 
Z i e g I e r, seit 1 827 Bischof von Linz, und Dr. Josef P 1 e t z, der Heraus* 
geber der »Neuen theologischen Zeitschrift«, seit 1836 k. k. Hof- 
und Burgpfarrer. Die Universität Ungarns Qt>ersandte Ackermann das 
Diplom der Doktorswflrde und ernannte ihn zu ihrem JMitgliede. 

Was Ackermann seinen Schülern war, das schildert der Chor- 
herr Dr. Vinzenz Seback, der ihn selbst zum Lehrer gehabt hatte, mit 
den Worten : >Er warihnen Lehrer nicht bloß im theologischen Wissen, 
sondern er suchte auch ihren Geist für alles Walire und Gute 
immer empfänii;^lichcr zu machen und jene Weisheit des Lebens, 
welche den BHck zum Himmel richttl, lieilsam und ^»cgeiiürcicii, so- 
viel er nur konnte, ihnen einzuflößen. Daher war auch das Band 
mit ihnen nach geendigtem Sciiuljahre keineswegs gelöst, sondern 
er blieb ihnen Lehrer und Freund, ja das Band knüpfte sich nach 
vollendetem Schuijaluc nur noch fester.« 

Wir wollen nun einen kurzen Blick auf Ackermanns priester- 
liches Leben werfen. Petrus Fourerius Ackermann war ein echter 
Ordensmann, der mit glühender Liebe an seinem Orden und seinem 
Ordenshause hing. Getreu beobachtete er die Ordensregel, welche 
im Vorwort die ernste und schöne Mahnung enthält: Ante omnia, 
fratres charissimi, dihgatur Deus, deinde i)roximus, quia ista prae- 
cepta sunt principaliter nobis data. Sein Christus ging ihm über 
alles, wie Seback schreibt. Mit heiliL^om Euer und mit unerschütter- 
licher Beharrlichkeit suchte sich Ackermann gemäß den Worten 

') Die Biblioteca Nazionale verwahrt Briefe von Ackermann. Viele Briefe 
an Ackermann und Briefe von ilim an verschiedene Gelehrten sind auch in der 
Klosk-rneuburger Stiftsbibliothek vorhanden. Sie wurden zu unserer Arbeit 
vieiiacb verwendet. 



Digiiizuu Ly ^i^j^.i-j^i^ 



233 



des Heim: »Estoie vos perfecfi, sicut et pater vester coelestis 
perfectus est« (Matth. 5, 48) zu vervollkominnen und so nament- 
lich seine Reizbaiiceit zu bemeistern. Wenn ihm etwas Unan- 
genehmes oder eine Kränloing widerfuhr, so strich er sich mit 
den Worten »Nu t>ene« Ober sein Antlitz» und aller Oroll und 
Arger war verflogen. Täglich wohnte er entweder in der Franzis- 
kaneridrche oder in der Kirche der Klosterfrauen bei St Elisabeth 
auf der Landstraße mit zerknirschtem Herzen und mit kindlicher 
Frömmigkeit einer heiligen Messe bei, worauf er dann selbst zur 
Erbauung aller Anwesenden das hochheilige Opfer darbrachte. Mit 
den Chorherren von Klostemeuburg verband ihn die innigste ' 
Bruderliebe. Auch die jüngeren Mitbrfider hatte er in sein Herz 
eingeschlossen, er betete für sie, er regte sie zu wissenschaftlicher 
und literarischer Arbeit an, er gab ihnen Trost und Aufmunterung. 
Den Armen war er ein Vater, dies bezeugten ihre bitteren Klagen 
an seinem Sarge. 

Wie sein Leben, so war auch sein Tod erbaulich. In der 
Nacht vom 3. auf den 4. September des Jahres 1831 befielen ihn 
plötzlich heftige Schmerzen, so daß er den Arzt zu sich rufen mußte. 
Dieser linderte bald die Schmerzen, so daß Ackcnn inn bereits am 
Feste Maria Geburt an einem aliare i^toi tatile in SLincm Zimmer im 
Kl osterneu hu Ige r Stittshofe zu Wien das heilige Meßopfer zelebrieren 
konnte, alk rti ngs mit Anspannung aller seiner Geistes- und Köiper- 
kräfte. Ganz ermattet legte er sich zu Bette, wo er sich nach kurzer 
Zeit erholte. Nachmittags betete er mit seinem Mitbruder Doktor 
Seback abwechselnd die Vesper und das Kompletorium sowie 
abends das Matutinum. Bei dem Schlußgebete Sacrosanctae et in- 
dividuae Trinatiti wurde er aber mit einemmal so schwach, daß 
er bat, Seback möge es ihm mit lauter Stimme vorbeten. Heiter 
und froh darüber, daß er sein Breviergebet bereits persoiviert 
habe, schlief er um 10 Uhr abends ruhig ein, um in diesem Leben 
nicht mehr zu ervvacfien. Ein Nen'enschlag raffte ihn in der Nacht 
vom 8. auf den Q. September 1831 dahin. Sein Leichnam wurde 
nach Kiosterneuburg überführt. 

Als die traurige Kunde von Ackermanns Tode und Leichen- 
begängnis nach Linz gedrungen war, schrieb der Bischof von Linz 
Gregor Thomas Ziegler unter anderem folgendr rührende Worte 
an den Mitbruder des Verstorbenen, den Chorherrn und Hofkaplan 
Franz Xaver Schwoy: 

5 Peter Ackermann war mein innigster Freund, seine und meine 
Seele kannten und belehrten einander ganz. O Lieber Xaver, wie 
werden sich meine Thränen trocknen! ich gönne ihm den Himmel, 



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234 



nur kann ich mich des Wunsches nicht entschlagen, auch ohne 
ihn auf dieser Erde wandelnd, seiner allzeit wih^ig zu sein! Quae 
mortales, utut religiosi, humana fragilitate committunt, haec ut mlser- 
cors Deus condonel, precibus et sacrificüs obtinere adlaboraho 
diiigenter. Das Wiener diarium war meine erste Nachricht Wie 
vom höchsten Erstaunen betroffen, eihe ich plötzlich an meinen 
Bethschemel, das subvenite zu beten. Daß seine Leiche alle Liebe 
von Hohen und Niederen begleitet habe, das habe ich mir vor* 
gestellt Die Wiener Hochschule hatte (an ihm) eine Perle, die sich 
nach Oben zog, die viele Schfiler dahingeleitet hat und in frommem 
Andenken noch lange, lange wirken wird. Die Wiener Erzdiöcese 
wird die Zierde, die Kraft und die Bescheidenheit des Seligen in 
seinen guten Fröchten nach vielen Jahren dankbar bewundem.« 

Ackermanns literarische Arbelten: 

Introductio in übros sacros V. f. usibus academicis accomodata. 
Viennae 1825, apud Beck. 8". 

Archaeologi« biblica, breviler expodta, Vientne 1826, apud Volke. 8«. 

Ptophetae minores perpetua annotatione iliustrali. ^Hennae 1830, apud 
Volke. 8*. IDieses Werk wurde bei seinem Erscheinen als ein »für den Sdinl> 
gebrauch ganz vorzüglich angemessenes Buch> anerkannt. Rezension siebt in 
Pietz' »Neuer thcülüy:fschen Zeitschrift , 2. Jahr^^., S. 309 ff.] 

Außerdem war Ackermann Mitarbeiter an (^er von Dr. Pietz betaiiniicicn 
Neuen theologischen Zeitschrift«. Für diese verfaßte er unter anderem die 
Biographie: Nikolaus Kopemik. 3. Jahrg., 2. Bd., S. 202— 218b 

Nebst anderen handschriftlichen Auheichnungen hinterllefi Ackermann 
audi eine Auslegung des ganzen Alten Bundes. 

Jakob Ruttenstock. 

Jakob Ruttenstock wurde am 10. Februar 1776 zu Wien 
geboren und erhielt seine Gymnasial- und philosophische Bildung 
im Kollegium St Anna und an der Hochschule in Wien. Am 
6. Oktober 1795 trat er im Augustiner- Chorherrenstifte Kloster- 
neuburg das Noviziat an. Nach Ablauf des Probejahres begann er 
an der stiftlicheii HaiibluhranstaU die theologischen Studien. Er 
beendete sie auf der Hochschule in Wien, da die l^iausieiiranstalt 

-) Der Originaibrief ist in der Bibliothek des Stiftes Klostemeuburg. Der 
Fürstbischof von Seckau Zängerle, der einst als Hochschulprofessor in Wien 
Koilejxe Ackermanns gewesen und mit diesem sehr befreundet war, schrieb an 
Bischof Ziegler bei der Nachricht vom Ableben seines Freundes unter anderem : 
»Die Nachricht vom Jude des Professor Ackermann, die ich zuerst von Kimkow- 
ström erhielt, greift mich sehr an, weil sie mir unerwartet Itun und ich ihn 
lieb hatte; indessen wer für uns gut ist oder das Beste mflssen wir für Oott 
am liebsten hergeben, weil schon Abel uns als Beispiel voranging.' J. Scntzer: 
Roman Sebastian Zängerle, Fürstbischof von Secicau. Graz 1901, Styria. & 55. 



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235 



des Stiftes damals nur die zwei ersten Jahrgänge der Theologie 
hatte. Ende März des Jahres 1800 verband sich Ruttenstock durch 
die feierlichen Gelübde auf ewig^ mit seinem Ordenshause, und 
am 8. September desselben Jahres feierte er die Primiz. Er kam im 
Jahre 1802 als Pdnitentiar nach Hietzing und von hier als Kooperator 
und Katechet an die Stiftspfarre Klostemeubuig, wo er von No- 
vember 1802 bis Oktober 1804 wirkte. Propst Dr. Gaudenz Dunkler 
ernannte ihn im Oktober des Jahres 1804 zum Professor der Kirchen- 
geschichte und des kanonischen Rechtes an der theologischen 
Lehranstalt des Stiftes, zwei Jahre später (K Oktober 1806) auch 
zum Magister novitiorum. 

Als im Jahre 1809 der Kfrchengcscliichtsprofessor der theo- 
log^ischen Fakultät in Wien, der k. k. Hofka]}lan Vinzenz Darnaut'), 
vvegtü Kränklichkeit seine Lehrtätigkeit unterbrach, wurde Rutten- 
stock als Supplent der Kirchengeschichte auf die Hochschule be- 
rufen. Nach einiger Zeit konnte er wieder in das Stift zurtick- 
kchien. Am 1. November 1811 übernahm er das Amt eines Stifts- 
pfarrers und Direktors der stiftlichen Schulen; allein schon 23 Tage 
später mußte er sich neuerdings an die theologische Fakultät in 
Wien begeben, um die Kirchengeschichte zu supplieren. Im Sep- 
tember 1813 wurde er wirklicher Professor der Kirchengeschichte 
an der Wiener Universität und 1817 k. k. Bücherzensor. Ruttenstock 
versah dieses Lehramt auf das ausgezeichnctbie bis zum Jahre 1830, 
in welchem ihn SLiiie Mitbrüder zum Vorsteher des Stiftes er- 
wählten. Die Wahl Kuttenstocks zum Propst des Stiftes Kloster- 
neuburg fand am 8. juni 1830 statt, er setzte aber seine Vor- 
lesungen bis zu Ende des Studienjahres 1830 fort und hielt noch 
die Schlußprüfungen mit seinen Hörern. 

Im nächsten Jahre erschien der erste Band seiner »Institutiones 
historiae ecclesiasticae«, an denen er lange Zeit hindurch gearbeitet 
hatte. Bis 1834 folgten noch zwei Bände; der vierte blieb leider 
ungedruckt. In dem Manuskript dieses Bandes ist das Reformations- 
zeitalter vollständig behandelt. 

Ruttenstocks Kirchengeschichte wurde von der Kritik sehr 
gunstig beurteilt Das Werk zeigte ihn als Meister In seinem Fache, 
tier in der ältesten und neuesten Literatur wohlbewandert war. 
Unter anderem wurde seiner Schrift ein ordentlicher, keineswegs 
ins Kleinliche gehender Pragmatismus, ein getreues Festhalten der 
Grundlagen der katholischen Religion, ein genaues Begründen des 



') Die Bibliothek des Stiftes Klosterneuburg verwahrt von Damaui mehrere 
ktrchengeschichtliche Arbeiten im Manuskript. 



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236 



Gesagten, ein reiner Stil und eine schön flieBende, klassisch 
lateinische Diktion nachgerühmt 

Kaiser Franz I. ernannte Propst Ruttenstock wegen seiner 
Verdienste um die Wissenschaft im Jahre 1832 (am 6. August) zum 
Referenten der k. k. Studienhofkommission über die GymnasiaJ- 
studien in Niederösterreich und zum Beisitzer der k. k. Studienhof- 
kommission ; er verlieh ihm auch den Titel eines k. k. Regierungs- 
rates. Die österreichischen Stände wählten ihn zu Ihrem Verordneten. 
Die Universität von Wien, die ihn — wie die von Pest — unter 
die Zahl ihrer Theologiedoktoren aufgenommen hatte, zeichnete ihn 
im Jahre 1839 mit der Würde eines Rektor Magnifikus aus.^) 

Trotz des so mühevollen und beschwerlichen Amtes eines 
Gymnasialreferenten, das Propst Jakob durch zehn Jahre bekleidete, 
vernachlässigte er keineswegs das seiner Leitung anvertraute Haus. 
Ruttenstock machte sich vielmehr durch mehrere bedeutende Unter- 
nehmungen um das Stift verdient Er ließ die Stiftskirche 
renovieren, er führte den von Propst Dr. Emest Perger begonnenen 
Neubau des Stiftes weiter, so daß wenigstens ein Viertel des pro- 
ektierten Prachto^ebäudes vollendet wurde, er verlegte die Biblio- 
thek in dab ntue Citbäude und wies in diesem einem Teil der 
Chorherren Wohnungen an. Auch der großen Ziergarten beim Stiitc, 
die Kirche und die Schule in Floridsdorf und die Schule in Oaudenz- 
dorf waren dem eifrigen Vorsteher zu verdanken, welcher im Jahre 1S42 
für sein segensreiches V^irken mit dem Ritterkreuz des Leopolds- 
ordens f^eziert wurde. Schon damals, als Kaiser Ferdinand I. dem 
Propst auf diese Weise seine Anerkennung ausdruckte, zehrte an 
ihm eine Krankheit, von der er sich nicht mehr erholte. Am 
22. Juni 1Ö44 tiauchte er unter den Tränen seiner Mitbrüder seine 
Seele aus. 

Propst Jakob Ruttenstock war ein Mann von une^cwohnlicher 
Herzenst^iite und Liebenswürdigkeit im Verkehr. Für ihn q-il) es keinen 
ünterschieii zwischen lioch und nieder, gegen aüe bewies er gleiche 
Freundlichkeit und Leutseligkeit. Bei seiner vielseitigen Bildung be- 
herrschte er die englische, französische und italienische Sprache 
wie die deutsche und lateinische. Er zeichnete sich auch durch große 
Beredsamkeit aus. Der Totenbrief schreibt über Ruttenstock: 
Externo autem Canoniae statui consulens nunquam omisit niternae 
ejus vitae moralique totius corporis perfectioni sedulam impendere 
curam, quum cordi fuerit Jacobo optimo Praesuli, ut vitae regularis 
Spiritus in omnibus atque singults continuo foveretur, ut studia 

■) über die damit verbundene FestHclikeit siehe »Ttschenbuch der Wiener 
Universität für das Jahr 1839«, S. 246 ff. 



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237 



Sacra colerentur et laete efflorescerent, ut cum cordis pietate 
literarum quoque amorem conjungerent, et quidquid bonum, 
quidquid honestum atque decorum in vita omnes sentirent, omnibus 
se ipsum piaebens bonorum operum exemplum in verbo, in con- 
versatione, in cliaritate, in fide, in castiiate. lia, quemadmodum 
probe et juste vixerat etiam vitae curriculum confectt, vir literarum 
amans omni erudüionis genere darus, dignitate conspicuus, urbanus 
atque affabiiis, ab omni fastu et arrogantia alienissimus, et quamvis 
hilaris fnter hilares, amicus tarnen vere religionis et sibi relictus ad 
seria proclivior, fratribus sincerus frater, amicis fidelissimus amicus, 
suorum benevolus et sapiens frater.« 
Auiier den 

Insditttioiiet historiae «cclesiaiticae. Wien 1831-1634, WaUisiunfer. 
3 tom. 8\ Tom. I. XIV und 558 tom. II. X und 654 S., tom. III. VI und 414 S. 
(Rezension siehe Pietz' »Neue theolog. Zeitschrift«, 6. Jg., 2. B«, S. 71 ff.) 

und verschiedenen Manuslcripten sind von Ruttenstock mehrere 
gedruckte Predigten, respektive Reden verfaßt 

Predigt an dem Festtage der heiligen Elisabeth. (Bei den elirwurdlgen 
Elisabethinerinnen nnf der Landstraße.) Wien 1S19, Jos Tendier 8". 

PrcdiR-t am lioilif^en Ostersonntape. (In der k. k. nofiitarrc bey St. Michael 
gelegcutlicii der Jubeiieier des P. Don Constantin Summer.) Wien 1819, 
Rehm'sche Buchb. S\ 

Predigt am Feste der Himmelfahrt Christi. (Vorgetragen in der Kirche 
der wohlehrw. P. Franziskaner in Wien, bey Gelegenheit der priesferl. Jubel- 
leyer der Hochw. H. P. Victor Bischoff, Quardian des Cunventes.) Wien S\ 

Predigt über die Wahrheit: Unser ganzes Leben sey ein beständiger 
Gottesdienst. (Gehalten am 21. November 1824 in der Pfarrkirche zum heiligen 
Leopold in der Lcopoldstadt in Wien.) Vide: »Predigten abgehalten in der 
Hauptplarrkirche zu St. Leopold In der Leopoldstadt wiUirend der Sicularfeyer 
der Kirchweihe am 14., 15. und 21. November 1824.« Wien 1825, typ. Ludwig 
Mausbeiger. 

Rede f^'ohr^Iten im Consistorialsaale der k, k. Universität in Wien am 
1. Oktober l Sj^> bei der feierlichen Aufstellung iles Hildes seiner Excellenz des 
Herrn Graten Anton Friedrich Mittrovsky von Mittrowitz und Nemischl. Wien 
typ. J. B. Sollinger. V» 

Von der innigen Verbindung des Christen mit seinem göttlichen Heilande. 
Vide Engelbert Fischer: »Ausgewählte Qelegenhelts> und Fastenpredigten.« 
Freiburg i. B. 1883^ Herder, pag. 240 ff. 

Andreas Mock. 

Andreas Mock, geboren am 21. Juli 177Q zu Wien, erhielt 
am 10. Oktober 1799 in der Stiftskirche von Klosterneuburg das 
Kleid der Augustiner-Chorherren, le.L^ne am 10. Oktober 1802 die 
cw iiren Gelübde ab und feierte am 30. September 1804 seine Primiz. 
im Jahre 1800 wurde er zum Professor des Alten Bundes und der 



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238 



orientalischen Sprachen an der theologischen Lehranstalt des Stiftes 
ernannt, 1810 öbemahm er dazu noch das Amt eines Novizen* 
metsters. Als der Professor der semitischen Dialeicte an der Wiener 
Hochschule, der Maronite und Erzpriester von Tripolis Anton 
Aryda, unter dessen Leitung sich Andreas Mocic längere Zeit in 
der arabischen, syrischen und chaldäischen Sprache vollkommener aus- 
gebildet hatte» in den Ruhestand getreten war (1816), supplierte Mock 
mehrere Monate lang an der Universität die Lehrkanzel der orien- 
taHschen Sprachen und der höheren Exegese des Alten Testaments. 
Er bewarb sich auch um diese und unterzog sich zugleich mit 
dem Benediktincrpriester von den Schotten in Wien Andreas Ober- 
leitner den Konkursprüfungen für die erledigte Kanzel, es wurde 
ihm aber Oberleitner vorgczoc^en. 

Vom Jahre 1819 an versah Andreas Mock die Stelle eines Kanzlei- 
direktors im Stifte und von 1832 bis 1848 war er Verwalter der 
stiftliclieii Outer in Prinzendorf. Er starb als Stiftshofmeister in 
Wien am 8. Mai 1855 und wurde den 10. Mai in der Stiftsgruft zu 
Klüsterneuburg beigesetzt. 

Mock zeiclinete sich durch gründliche Kenntnis der orien- 
talischen Sprachen aus. Für die von Hammer-I^u rgstall 
herausgegebenen »Fundgruben des Orients« (Wien 1810 
bis 181Q, in Fol.) lieferte er eigene Übersetzungen aus 
dem Arabischen. Er besorgte auch dieKorrektur dieses 
berühmten Werkes. 

Franz Xaver Schwoy.^ 

Franz Xaver Schwoy wurde am 7. Februar 1783 als Sohn 
des verdienstvollen Topographen von Mähren Franz Josef Schwoy 
zu Ntkolsburg in Mähren geboren. Er studierte am Gymnasium bei 
den dortigen Piaristen und hörte die Philosophie an der Universität 
in Olmatz. Am 10. Oktober 1700 fa-at er im Stifte Klosterneuburg 
dem Orden der Augustiner-Chorherren bei» und am 7. Februar 1804 
beging er das Fest seiner heiligen Profeß. Zum Priester geweiht, 
brachte er am 6. April 1806 Gott sein erstes heiliges Meßopfer 
dar. Seit 1. Oktober 1806 lehrte er an der theologischen Hauslehr- 
anstalt des Stiftes Dogmatik, bis er im Jahre 1812 Pfarrverweser 
in Weidling wurde. Dort erging an ihn der Ruf, die kaiserliche 
Prinzessin Maria Klenicntiiie, üemahliii des königlichen Prinzen 



') Schwoya Briefe an seinen Ordend»nider Vinzenz Seb«ck «n$ den 
Jahren 1831 und 1832 befinden sich, von letzterem in einem Bindchen ge> 
sammelt, in der StiftsbibHothek von Klostemeuburg. 



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239 



Leopold von Salemo, als Beichtvater sowie Erzielter und Lelirer 
ilirer Tochter nach Neapel zu begleiten. Schwoy reiste am 
t.Juni 1824 nach Italien ab und verblieb in jener ehrenden Stellung 
bis zu seinem Tode, der ihn, als er sich mit dem Hofe von 
Salemo, welcher sich seit 1830 in Wien aufhielt, in Baden befand, 
in der Nacht des 30. August 1832 ereilte. Da er der Cholera zum 
Opfer gefallen war, wurde er nicht nach Klosterneuburg flberfflhrt, 
sondern in Baden mit großer Feierlichkeit bestattet Der trauernde 
PHnz von Salerno und seine tiefbetrübten Angehörigen verewigten 
Schwoys Namen auf dessen Orabmal mit folgenden Worten: 

Expectat. 
Hic. V^ocem. Tubae. 
Franciscus Xav. Schwoy. 
Moravus Nicolsburgens. 
Canonlcus Reg. Lateranens. 
Claustio-Neoburgi. 

Sereniss. Archiduci. M. Clementlnae 

A. Confess. 
Ejusque Serem*«;'; Filiae 
Magister et Dux. 

Out 

Quae. A. Pueris Divinitus 
Didleerat 
Fecit Docuit 
Ciiristi. Ecclesiae. Et Fratrum 

Aniator. 

Doctus Et Infans 
fatente Vel Ipsa Neapoli 

Orans Ut Vixerat. 
Decubiiit. Expiravit. 

Universa Aula 
Tanti Viri lacturam 
Deplorante. 

Lenta Charitatis Potius 

Quam 
Subita Morhi Vi 
Consumtus. 
In Baden Tertio Ca!. Sept. 

A. MDCCCXXXil 
Natus 

An. XLVIIII. Men. VI. Dies XXIV. 



Discipula Magistro Lapidem. 
Frater Fratri Testimonlnm. 
Dominus Servo Coronam. 
R. I. P. 



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240 



Der Chorherr Franz Schwoy veröffentlichte außer 

verschiedenen Beiträgen in den ersten Jahrgängen 

der »Wiener Jahrbucher der Literatur« Folgendes: 

Rede am Feste des heiligen Märtyrers Wenzel, dem Titultrfeste zu Nilcols- 
burg. Wien 1822. 

Das ICRthoIische Olaubensprinzip, aus der Geschichte der christlichen 
Offenbarung nachgewiesen. Wien ISJl Anton Schmied!. ? . fFiin Ansang: aus 
Dr. Gregors Thomas Ziei^iers inslitiitiones seu Piolc;^'( injcna Theolopiae 
catholicaes welchen bchw-oy im Vereine mit seinem Miibruder Hieronymus 
Österreicher verfaßte.) 

Oii exerdzi spirituali. Discorso dd Canonico D. Francesco Saverio 
Schwoy. Napoli 1829, daila stamp. Francese. 8 '. Dieses Wericchen erschien In 
deutscher Sprache unter dem Titel: Soklatenpredigt, vorgetragen am Schlüsse 
der ^geistlichen ÜbuuK'en vor dem ersten Regiment der königl. Neapolitanischen 
Schwei/ergarde am l\Thnsonntag 1829. Wien 1832, Franz Wimmer. (Separal- 
abzug aus der Neuen theologischen Zeitschrift^. 5. Jahrg., 1. Bd., S. 257— 277.) 

Unterweisungen zur Beruhigung ängstlicher Seelen in ihren Zweifein; 
und: Oeistllcher Wegweiser für fromme Seelen. Wien 1832, bei den Mechi- 
tarlsten. 2 tomi in 16". (Aus dem Italienischen desBarbaro Quadrupani übersetzt.) 

Eine Übersetzung der Acta Martyrum« von Ruinart unter dem Titel: 
Echte und ausgewählte .Acten der ersten Märtyrer nach den ältesten Hand- 
schriften gesammelt und kritisch beleuchtet von Theodorich Ruinart. Wien 1S31, 
1. Band. (Die vier weiteren Bände dieser Übersetzung der berühmten «Acta 
JMartyrum« von Ruinart gab der Chorherr Vinzenz Seback (s. d.) heraus). 

Mftxitniltan Fischen 

Fischer stammte aus der Familie eines bürgerlichen Nadler- 
meisters in Wien. Er wurde am 10. August 1782 «geboren und 
erhielt in der Taufe den Namen Lorenz Maximilian. Nach Absol- 
vit^Tung der vor^csrhriehenen Studien fand er im Chorherrenstifte 
Klosterneuburg Autnalmic. Fki der Einkleidung am 8. Oktober ISOl 
verblieb ihm der Name Maximilian als Klosternamen. Am 11. Ok- 
tober 1804 legte Fischer die vota solemnia ab, und im Jahre 1806, den 
21. September, brachte er aut dem Ahar sein ersfe.s heiliges Meßopfer 
dar. Kurze Zeit daraut erhielt er den I^ostcn eines Vizebibliothekars. 
Seit 1800 verwaltete er provisorisch mehrere Pfarren des Stiftes, 
bis er am 12. Februar 1812 zinn ersten Bibliothekar ernannt wurde. 
Nach dem Tode des Archivars Wiiibald Leyrer (am 14. Janner 1814) 
fiel ihm auch die Leitung des Archivs zu. Schon im nächsten Jalire 
überreiclite er Propst Dr. Gaudenz Dunkler die Erstlinge seiner 
Verwendung« eine zweibändige Geschichte des Stiftes imd der 
Stadt Klosterneuburg, welche er auf Grund der Vorarbeiten Leyrers 
verfaßt hatte. Während der Zeit, in welcher er der Bibliothek vor- 
stand, schrieb er ein szientifisch-systematisches Verzeichnis aller 
Werke (zirka 30.000 Bände) der stiftlichen Büchersammlung in 1 1 Polio- 



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bänden. Besonders soigfältig und kritisch arbeitete er in zwei 
Bänden die Kataloge der Manuskripte und der Inkunabeln. 

Im Jahre 1822 legte Maximilian Fischer seine beiden Amter 
im Stifte nieder und übernahm die Pfarre Höflein an der Donau 
(am 1. Dezember). Von hier kam er am 30. Oktober 1828 als Ver- 
weser der Stiftspfarre und Direktor der stiftlichen Hauptschule wieder 
nach Klostemeuburg. Sieben Jahre später wurde er Schatzmeister 
und 1837 neuerdings Stiftsarchivar. Von jetzt an war Fischer un- 
ablässig auf dem Gebiete der Geschichtsforschung tätig. DafQr 
zeichnete ihn der Kaiser 1846 mit der mittleren goldenen Zivil- 
verdienstmedaille aus, und die Kaiserlk^e Akademie der Wissen- 
schaften ernannte ihn im Jahre 1851 zum korrespondierenden 
Mitgliede. Allein bereits am 26. Dezember desselben Jahres segnete 
Maximilian Fischer das Zeitliciie. 

Er veröffentlichte: 

Merkwürdigere ScIiiLk'^i!r cics Stiftes \md der Stadt Klosterneubtir^, ans 
Urkunden gezogen. Wien 1S15, typ. Leopold Qriind. 2 tom. 8". 1. I?d. XVI und 
402 S. II Tab., 2. Bd., 528 S. (Der zweite Band enthält teilweise den »Codex 
traditionuni^ des Stiftes). 

Kloster -Neuburg. (Eine historische Skizze in Jaecks »Oallerie der vor- 
zfigiichsten Klöster Deutschlands, historisch, statistisch und topographisch von 
Vielen beschrieben«. 1. Bd., 1. Abt. Nürnberg 1831, Ebner. S. 114—156.) 

DarsteUnng von Wiener -Neustadt und ihren Umgebungen oder das 

Decanat Wiener-Neustadt. (12. Band der von Dr. Vincenz Darnaut, Alois von 

Bertjen'jtnmTri und Alois Schützenberger (s. d.) 1>'1'> he^^ründeten »Kirchlichen 
Tr>]>();^raphie von Osterreich«, der ersten Abteilung dieser Topographie 8. Band.) 
Wien 1S32. 2% S. 8'. 

Historische Darstellung des Stiftes der regulierten iat. Chorherren von 
St Dorothea zu Wien bis dessen Vereinigung mit dem Stifte Klostemeuburg. 
lim 15b Band der »Kirchlichen Topographie«, dem 10. Band der ersten Abteilung.) 
1836. 240 S. 8^ 

Das Stift Klosterneuburg, erbaut auf den Ruinen des römischen Muni- 
cipium Cetium.(Im 86. Band [1839] der Wiener •Jahrbücher der Literatur^ S. 56 -72.) 

Meidiing's Geschichte und Topographie. Wien 1845, gedr. bei Carl 
Ueberreiter. 

Einstige Klöster und Ortschaften iui Lande unter der Enns. (liu 1. Jahr- 
gang 1849, 1. Heft, des von der Kais. Akademie derWissenschaften herausgegebenen 
»Archiv für Kunde österreichischer Oeschichtsqueltenc) 

Beitrlge zu den Isteinischen und deutschen Glossarien des Mittelalters 

süddeutscher Zunge aus den Klostcrneuburger Handschriften. (Im II. Band 
pag. 221 ff. der »Sitzungsberichte der K. Akademie der Wissenschaften phil.< 
histor. Klasse .) 

Bemerkungen über den Wert des Oeldes, der Häuser, der Weingärten, 
des Weins und der Feldfrüchte, über Besoldung, Lohn und Satzungen in den 
letzten Jahrhunderten des JMitteialters aus Klostemeuburgs Archivschriften. (Im 
»Notizblatt« der Kaiserl. Akademie der Wissenschaften. Jahrg. 1851.) 
£craflt, $cfarJfl*tell«r «kr AagMflncr>aior1iciTeinriift«. 16 



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242 

Codex traditionum ecdesiae collegiatae Claustroneobwgensis adjectis 
annotationibus et indice. (In den Fontes Rcriim Atistriactnim« der Kais. Aka« 
deraie der Wissenschaften II. Abt. B. IV. Wien 1851.) 

Für die ^Kirchliche Topographie- lieferte Maximilian Fischer nebst den 
obenangeführten zwei größeren Arbeiten viele andere Beltrige, Zu Hallers und 
Feslorazzos kunsthlstorischen Abbildunsen »Das Stift Klottcmeuburg (in 
31 Buttern)«, Fol^ verfaßte er den Text. Er stellte ancb daa »Proprium Cltustro- 
neoburgense« (Viennae 1847. 8°) für das Brevier und das »Proprium Qaustro* 
neoburgense MIssarum« (1848 Fol.) zusammen. 341 S. 8'. 

Wilhelm Sedlaczek. 

Wilhelm Sedlaczek aus Seelowttz In Mähren, geboren am 
6. Juli 1793 als Sohn eines Outsverwalters des Ffirsien von Dietrich- 
stein, studierte am Gymnasium in Nilcolsbutg und wurde am 1. No- 
vember 1810 Novize des Stiftes Klostemeuburg. Am 10. Juli 1814 
beging er die feierliche Profeß, am 1. September 1816 empfing 
er die Priesterweilie, und den 8. September 1816 feierte er seine Primiz. 
Er trug voin Jahre 1817 bis 1832 an der tlieologisclujii Lehranstalt 
des Stiftes Moraitheologie vor, 1818 supplierte er auch das Lehr- 
fach des Neuen Bundes. Von Oktober 1819 bis Oktober 1822 war 
er zugleich Novizenmeister und seit 24. August 1820 k. k. Hof- 
prediger. Da er später auch die Stellung eines Religio nslehrers der 
Kinder seiner Hoheit des Erzherzogs Karl und die eines Beichtvaters 
in der erzherzoglichen Familie erhielt, gab er sein Lehramt im Stifte 
auf (19. November 1832). Als Hofprediger erfreute sich Sedlaczek, 
der mit großen geistigen und körperlichen Vorzügen ausgezeichnet 
war, beim I lofe und beim Volke der größten Beliebtheit Desliaib 
nahmen beide die Nachricht von der Wahl des gefeierten Kanzel- 
redners zum Propst des Stiftes Klosterneuburg (am 16. Oktober 1844) 
mit aufrichtigem Schmerz entgegen. Sonntag nach dem Kirchweih- 
feste des Jahres 1844 hielt er in der mit Zuhörern dichtgefüllten 
Burgkapelle seine letzte Predigt. Kaiser Ferdinand I. lohnte ihm 
die Dienste, die er dem Hofe geleistet iiatte, am 17. Februar 1845 
durch Verleihung des Ritterkreuzes des Leopoldordens. 

Propst Wilhelm leitete das ihm anvertraute Haus äußerst 
st^ensvoll. Er gewann sich die Liebe aller seiner Mitbrüder, und 
im Vereine mit ihnen schuf er so mnnches große Werk. Auf dem 
Friedhof der oberen Stadt Klosterneuburg ließ er eine Kapelle mit 
einer Onift für die verstorbenen Mitglieder des Stiftes errichten; 
er stellte die abgebrannten Türme der Kirchen von Höflein, Sankt 
Martin in Klosterneuburg und Korneuburg wieder her; zum Nutzen 
des Stiftes kaufte er den Formbacher Stiftshof samt Weingärten 
und Wiesen in Kahlenbeigerdod (Wien XIX. Bez.) und das ehe- 



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243 



malige Zisteizlenser-Frauenkloster St Bernhard im Viertel ober dem 
Manhartsbeige. Unter seiner Regierung wurde tägüclt eine große 
Anzahl von Armen im Stifte gespeist, und zur Weihnachtszeit er- 
freute er diese unter Christbäumen mit reichlicher Bescherung. 

Das Sturmjahr 1848 brachte ihm viel Kummer und Kränkung. 
Durch die beinahe maßlosen Oeldopfer, welche jene traurigen Tage 
von dem Stifte forderten, und durch den Vandalismus der auf* 
gehetzten unzufriedenen Menge, welche die Sttftswaldungen ver- 
wüstete, wurde die finanzielle Lage des Stiftes so erschüttert, daß 
es gezwungen war, Schulden zu kontrahieren. Nicht genug daran I 
Zwei aufe^eklärte Bürger von Klosterneuburg machten noch dazu 
namentlich in der Constitution^ k''-'^,^^'" den guten Propst Wilhelm 
und seine iWitbrüder auf die haßlichste Weise Stinuiiung. Freilich 
rechtfertigte er sich und sein Haus gegen die unbegründeten An- 
griffe glänzend, aber die Bosheit und der Haß ließen die Wahrheit 
nicht aufkommen. Die betrübenden Ereignisse der Jahre 1848 und 
184Q kürzten ohne Zweifel Propst Wilhelms Lebenszeit ab; er 
starb bereits am 30. Juni 1853. 

Sedlaczek hinterließ viele Predigten im Manuskript, 
unter anderen sämtliche vun ihm gehaltenen >Hof- 
predigten« in 24 Quartbänden. Dil' Veröffentlichung dieser 
Predigten, die in der Bibliothek des Sthtcs Klosterneuburg aufbe- 
wahrt sind, hatte er bei Lebzeiten verboten. 

Im Druck erschienen von ihm nur: 

Predigt, vorgetragen am Pfingstmontage den 23. Mai 1831 bei Gelegenheit 
4l€a jährlichen Dankfestes in dem Handlungs-Kranken-Institute. Wien 1831. 8 . 

Christliche Würdigung des Lebens und des Todes. Predigt hei (ieiegen- 
heit der drohenden Cholera, trehalten am 14. August 1831 in der Hof- und 
Burgpfarrkirche. Wien 1832, Wuiinier. 8". 

Rede bei der feierlichen Einweihung der Oarnisons- Kapelle In der neu 
erbauten Pionnier-Kaserne zu Kfosterneuburg^ am 12. Mai 1650. Wien 1850, 
typ. A. Pichlers Witwe. 8*. 

Alois Schützenbetfer. 

Er wurde am 4. April 17Q2 zu Oberösterreich in der Stadt 
Stcyr geboren und trat am 1. November 1810 in das Stift Kloster- 
neubutg ein. Drei Jahre später legte er die feierlichen Gelübde 
ab, und am 21. Mai 1815 zelebrierte er sein erstes heiliges Meß- 
opfer. Schützenberger blieb nun zwei Jahre lang Chorpriester im 
Stifte. Im Mai 1817 kam er als Kooperator nach Hietzing, am 
1. Dezember 1818 als Kooperator und Katechet nach Komeuburg 
und von da in gleicher Eigenschaft an die Pfarre im Stifte Kloster- 



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244 



neuburigf. Am 27. August 1827 ernannte ihn sein Oberer zum 
Spiritual der Klerilcer des Stiftes, am 10. Februar 1829 zum Pfarr- 
verweser in Oötzendorf und den 10. November 1831 zum Pfarr- 
vikar in Kritzendorf. Vom 20. August 1835 bis zu seinem Tode 
am 7. April 1840 versah SchQtzenbeiger das Pfarramt im Stifte 
und daneben das Amt eines Direictors der stiftlichen Normalschule 

Sein früher Tod bedeutete für die Geschichte und Topo- 
graphie Österreichs einen schweren Verlust Alois Schutzenbeiger, 
der im Vereine mit Dr. Vinzenz Damaut und Alois von Beigen* 
stamm die »kirchliche Topographie von Osterreich« (Wien, 1819 ff. 
Strauß» 18 Bände) begründete und redigierte^ war einer der eifrigsten 
Mitarbeiter derselben, er blieb es auch, als nach Damauts und 
Beigenstamms Tode der Kanonikus Franz Stelzhammer die Heraus- 
gabe der »Kirchlichen Topographie« besorgte. 

iVlit Darnaut und Bergenstamm gemeinsam 
arbeitete SchQtzenberger für die »Kirchliche Topo- 
graphie« die historisch-topographische Darstellung 
der Dekanate Klosterneuburg und Laa (1819 bis 182i 
Wien, bei Anton Strauß. 3 Bände, 8"). 

Selbst verfaßte er: 

Darstellung von Körneuburf,^ und Stockerau iinii ihren UniiM lumiMjn ouer 
das Decanat am Michaeisberg. Des ganzen Werices S. Band, der 2. Abt. 1 . band. 1S29. 

Das Decanat von PRHcbsdorf . Des ganzenWericesl 1 . Bd, der 2. Abt 2. Bd.l831. 

Historisclie und topographische Darstellung der Stadt Salzburg. Der 
3. Abt., 1. Bd., des ganzen Werkes 9. Band, S. 356-448. 

Überdies stammen von Schützenberger viele größere und 
kleinere Betträge in den übrigen Bänden der »Kirchlichen TopcH 
graphie« sowie handschriftliche Bemerlcungen und Notizen zu 
diesem Werke und zu Schweickhardts > Darstellung des Erzherzog- 
thums Osterreich«. 

Hieronymus Österreicher. 

H. Österreicher, geboren ani 6. März 1190 zu ZIabings 
in Mäliren, wurde am 10. Oktober 1811 im Stifte Klosterneuburg 

eingekleidet, legte den 10. April 1814 die feierliche Profeß ab und 
verrichtete am 8. September 1816 sein erstes heiliges Meliopler 
In demselben Jahre übernahm er auf Geheiß seiner Oberen das 
Lehramt der Dogmatik an der theologischen Haiislehranstalt im 
Stifte, im Oktober 1822 erhielt er dazu das Ann lines Novizen- 
meisters. Beide Stellimijcn ht^kleidete er bis zimi Jalire 1829. In 
diesem Jahre kam er Ptarrvervveser nach St. Martin in Kloster- 
ncubiirg. 1834 wurde er zum Landdechaiit ernannt und am S.Juli 1850 
zum Gemeindeausschuß der Stadl Klosterneuburg gewählt. Öster- 



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245_ 

reicher, der Ritter des Franz Josefordens, f. e. Konsistorialrat von 
Wien, Dechant und Schuldistriktsaufseher war, starb am 23. Fe- 
bruar 1854. 

Österreicher arbeitete mit dem Chorherrn 
Franz X. Schwoy (s. d.) an dem Auszug aus derZiegler- 
schen Dogmatik, welcher unter dem Titel: »Das katho- 
HscheGIaubensprinci paus der Geschichte der christ- 
lichen Offenbarung nachgewiesen; (Wien 1823, bei 
Anton Schmied t) erscliien. 

Ferner veröffentlichte er: 

Die Eucharistie, das Einige, unblutige und wahre Opfer des neuen Bundes. 
(In Pietz' »Neuer theologischen Zeitschrift , IV. Jahrgang, 2. Band, Wien 1831, 
pag. 2-45.) 

Predigt gehalten am 10. Sonntag nach Pfingsten 1831, an welchen das 
Fest des hig. Jakobus des Aelteren in der neu erbauten Kirche der Mechitharisten- 
Con^e^ation zu Klosterneuburg zum erstenmal gefeiert wurde. Wien 1831, 
Mcchithar.-Congregation. 8". 

Die Dreifaltigkeitssäule auf dem unteren Stadtplat/ /u Klosterncuburg. 
Wien 1835, bei den Mechitharisten. 8*. 

Zweite i^edigt bei der sechsten Sikularfeler der Übersiedlung der reg. 
Chorherren des heiligen Augnstin von Si. Geurg zur Collegiatkirche von 
Herzogenburg. (Siehe Drei Predigten bei der sechsten Säkularfeier der Über- 
siedlung iler reg. Chorherren . . , von St. Georg zur Collegiatkirche von Herzogen- 
burg. Wien 1S44, bei den Mechithar.) 

Kurze Darstellung des wesentlichen Organismus der katholischen Kirche 
Wien 1848, Oberreiter. 8'. 

Otto Wolf. 

Otto Wolf erblicicte am 19. März 1707 zu Nikolsburg in 
Mähren das Liclit der Welt Er erhielt den 23. Olctober 1813 in 
der Stiftskirche zu Klosterneuburig das Ordenskleid, legte am 
29. jy^ärz 1818 die feierlichen Gelübde ab und feierte am 3. April 1820 
seine Primiz. Im Jahre 1821 wurde er als Kooperator in Heiligen- 
stadt angestellt und am 8. November 1824 in Korneuburg. Vom 
Jahre 1831 an war er Pfarrverweser in Oötzendorf. Fflnf Jahre 
später kehrte er in das Stift zurück. Hier war er zuerst Oast- 
meister, seit 1837 Novizenmeister und seit 1842 zugleich Professor 
der Pastoral, Katechetik und höheren Pädagogik. Nach dem Tode 
des Stiftsdechants Friedrich Baumann 1860 wurde er vom Kapitel 
zum zweiten Vorsteher des Hauses gewählt (24. September). Sein 
Todestag ist der 4. September des Jahres 1874. 

Quo Wolf gab Jieraus: 

Antiphonarinm Romanum . , , td nsnm Canonicontm RegnUtfinm Colle- 
giatae Ecde$lae Claustroneoburgl. Corneobnrgi 1868^ typis F. Kühkopf; snmptibns 
coenobü Claustroneoburgensis. 



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246 



Versicationes aratulatoriae nthmicae siniilesque litterae chronographicae 

... confratribus uicatae. Cornpohurfri 1870. 40 pag. 4". 

Versus latini, hexametn, pentamctri, disticha etc. Corneoburgi 1874. 
92 pag, A\ 

Versicafiones gratulatoriae rythmicae sliiiilesqtte litterae dironographicae. 
Coraeoburgi 1874. 59 pag^. 4*. 

Friedrich Baumann. 

Friedrich Baumann, geboren am 10. April 1807 zu Wien, 
fand am 23. Oktober 1825 im Stitt Klosterneuburg als Novize 
Aufnahme, lep^e am 30. Oktober 1828 die feierliche Profeß ab und 
brachte am 18. April 1830 beim Altar sein erstes heiliges Opfer dar. 
Danach bekleidete er das Amt eines Gastmeisters. Im Jahre 1832 
wurde er Moraiprofessor an der theologischen Lehranstalt des 
Stiftes, 1840 Pfarrverweser in Wcidling, 1846 Harrverweser im 
Stifte, und im Jahre 1853 fam 22. November) wählten ihn seine 
Mitbrfider zum Stiftsdechant Neben diesem Amte versah er auch 
das eines Bibliothekars. Baumann starb im Alter von 54 Jahren zu 
Baden bei Wien am 3. September 1860 und wurde am 8^ September 
in Klostemeuburg bestattet 

Er schrieb: 

Andachtsbächlein für die frommen Waller nach Maria Hiezing. Wien 184(1 

Pietatis exercitia cultui divinn, R. Mariae Virf^inis, S. Leopold! sand> 
rumque patronorum honori data. V'iennai' lS4f?, Con^T. Mechit. 

D. P. Aurelii Augustini regiiia ad mentem priorum auctorum exposita. 
Viennae 1846, Congreg. Mechit. 

Dr. Vinzenz Seback. 

Seback wurde am 28. Dezember 1805 zu Brfinn in Mähren 
geboren und erhielt bei der heiligen Taufe den Namen Alois. Da 
seine Eitern später nach Wien übersiedelten, besuchte er hier das 
Akademische Gymnasium und die philosophische Fakultät der Uni- 
versität Nachdem er diese Studien erfolgreich absolviert hatte, 
widmete er sich dem Weltpriesterstande. Allein schon nach zwei 
Jahren entsagte er diesem, weil ihm, wie er schreibt, ^) das nicht 
ganz von der Welt geschiedene Leben eitel schien, und verließ die 
glänzende Laufbahn, die er in jenem Stande betreten hatte, und 
die ihm seine Freunde schon vorgezeichnet hatten. Er nahm im 
Augustlner-Chorherrenstifte Klostemeuburg am 23. Oktober 1827 
das Ordenskleid und empfing den Ordensnamen Vinzenz von Paul. 
Am 20. Jänner 1832 legte Vinzenz Seback die feierliche Profeß 
ab, und am 20. Juli 1830 wurde er zum Priester geweiht Der 

^) In einem Briefe, den er am 25. Jänner 1831 an seinen Ordensbruder Franz 
X. Schwoy (s. d.) sandte. 



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247 



Priesterweihe folgte am 1. August 1830 die Primiz. Propst Jakob 
Ruttenstock bestimmte den jungen Priester für das theologische 
Lehramt Dieser bereitete sich darauf mit großem Eifer vor. Vom 
September 1832 bis 1834 supplierte er bereits an der Universität 
in Wien die Lehrkanzel der Dogmatik, welche der zum Referenten 
der Studienhofkommission ernannte Professor Dr. Josef Pietz inne- 
gehabt hatte, und von 1834 bis 1836 die infoige der Ernennung 
des Professors Dr. Anton Klein zum Domherrn von St Stephan 
verwaiste Kanzel der Kirchengeschichte. Im Jahre 1836 kehrte 
Vinzenz Seback in sein Stift zurück und übernahm das Ami eines 
Novizenmeisters sowie den Lehrstuhl des Bibelstudiums N. F. an 
der theologischen Hauslehranstalt Zwei Jahre später wurde er auf 
der Wiener Universität zum Doktor der Theologie promoviert 1842 
supplierte er an dieser abermals Dogmatik. Als durch Allerhöchste 
Entschließung vom 20. Dezember 1850 fOr die Studierenden der 
Theologie eine eigene Lehrkanzel für kanonisches Recht errichtet 
worden war, wurde Dr, Seback zum Dozenten des Kfrchenrechtes 
an der theologischen Fakultät in Wien ernannt, das er seit 1853 
als außerordentlicher und seit 1859 als ordentlicher Professor vortrujTf. 

In den Jaliren 1344, 1860 und 1868 bekleidete er die Würde 
des Dekans der theologischen Fakuiiat, 1870 bis 1871 die des 
Rektors der Wiener Universität. Der Bischof von Brünn zeichnete 
ihn 1852 mit dem Titel eines Konsistorialrates aus. Im Jahre 1853 
wurde Seback Prosyncdalexaminator für die Kiiratbenetizien der 
Wiener Erzdiözese, 1854 Prüfungskommissär bei den rechts- 
historischen Prüfun^^cn. 1855 Rat des fürsterzbischöf liehen Ehe- 
gerichtes und f. e. geibtiicher Rat, 1871 k. k. Kegierungsrat. Im 
Alter von 70 Jahren trat er in den Ruhestand, und am 13. Jänner 1890 
scliied er im Klosterneuburger Stiftshofe zu Wien aus diesem Leben. 
Er hinterließ dem Stifte eine mehr als 10.000 Bände zählende wert- 
volle Bibliothek und eine Sammlung von 13.000 Porträten historischer 
Personen. 

Sebacks literansclie Tätigkeit begann frühe. Schon als Novize 
schrieb er, von seinem väterlichen Freund, dem Chorherrn Doktor 
Petrus Fourerius Ackermann, aufgefordert, für Pietz' Neue theo- 
logische Zeitschrift (1. Jahrgang, Band 2, pag. 283 bis 303) eine 
20 Seiten lan^re Besprechung des von Professor Nikolaus Wise- 
man in Rom verfaßten Werkes Horae Syriacae (Romae 1828, tyj). 
Franc, ßourli^). Der Erfolg des ersten literarischen Versuches 
Sebacks bewog Ackermann, ihm die Ausarbeitung der Biographien 
katholischer Gelehrten zu übertragen, für die er selbst bereits 
mehrere Jahre lang fleißig Material gesammelt hatte. Seback löste 



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die Aufgabe in vortrefflicher Weise, er schuf in den »Biographien 
katholischer Gelehrten«, welche in der Neuen theologischen Zeit- 
schrift<^ erschienen, wahre Perlen der theologischen Biographik. 

Diese umfangreichen, auf eingehendem QueUenstudium be- 
ruhenden Lebensgeschichten behandein; 

Cardinal Ximenes. Siehe Pietz' »Neue flieologische Zeitschrift«, I. Jthrg. 

2. B. pag. 18 fil 1! pap. 174 189. 

Ignaz von Kossi. Ebd. pag. 189 — 209. 

Qeorgius Michael Amira. Ebd. II. J. 1. B. pag. 20—26. 

Stephan Borgia. Ebd. II. J. 1. B. pag. 179—206 ti, Z B. pag. 38—55. 

Johann Albert von WIdmanstadt. Ebd. II. J. 2. B. p. 184—217. 

Erasmus Fröhlich. Ebd. III. J. 1. B. p. 26- 65. 

Eduard Corsini. Ehd. IH. J. 1. B. p. 198-221 u. 2. B. p. 11-37. 

Nikolaus Claudius Fabri, Herr von Peiresk, Senator von Aix. Ebd. IV. J. 
l. B. p. 24-68 u. p. 213-218. 

Alexius Syin. Mazocchi, Canontkus von Neapel. Ebd. iV. j. 2. B. p. 46-82. 

Johann Mabillon aus dem Orden des heiligen Benedict. Ebd. IV. J. Z B. 
p. 190- 211, V. J. 1. B. p. 24-53, p. 145-176 u. p. 278-300. 

Petrus Fonrerius Ackermann, eine biographische Skizze. Ebd. IV. J. 2 8. 
p. 329-373. 

Mathias Casimir Sarbiewsky aus der Oesellschaft Jesu. Ebd. V. J. 2. B. 
p. 165—200. 

Dr. Josef Pietz, eine biographische Skizze. Ebd. XIII. J. 2. B. p. 257 - 294. 

Die Biographien Ackermanns und Pietz' erschienen auch 
selbständig bei Franz Wimmer in Wien, und zwar die erstere im 
Jahre 1832, die letztere im Jahre 1841. 

Als Dr. Josef Pietz am 30, Mai 1840 unerwartet schnell vom 
Tode daliin^erafft wurde, noch ehe der erste Band des Jahr- 
ganges 1840 dei- von ilmi gejj^ründeten ^^Neuen theologiäclien Zeit- 
schrift« vollendet war, übernahm Sehack die Redaktion derselben 
und brachte den Jahrgang zum Ali^cliiuß. 

Außer den bereits angeführten literarischen Arbeiten veröffent- 
lichte Seback noch folgende: 

Rezension über Karl Eggers »Predigten bey verschiedenen Veranlassungen, 
meistens dogmatischen Inhalts, nach den Bedürfnissen der Zeit«. Augsburg 1829. 
Siehe »Neue theologische Zeitschrift«, III. Jahrg. 2. Band. S. 86—89. 

Einiges über das Collegium der Chinesen zu Neapel. Ebend. IV. J. I.B. 
S. 366 - 379. 

Rezension über Dr. Vitus Anton Winters Katholisches Ritual, herausgegeben 
von Jacob Brand, Bischof zu Limburg.» Frankfurt a. M. 1830. Ebend. IV. J. 2.B. 
S. 123-129. 

Rezension fiber »Zwölf Homilien von dem ehrwürdigen Cardinal Bellarmin. 
Ans dem Lateinischen frey iibersetzt und ffir unsere Zeit bearbeitet vod Wilhelm 
Frank.« Frankfurt a. M. 1630. Ebend. IV. j. 2. B. S. 146-147. 

Rezension über »Reifgions-Oeschiclite ffir Volksschulen und ihre Lehren, 
auch als Lesebuch für den ^^cbildeten Bürger und Landsmann zu gebrauchen.« 
Landshut 1830, Thoman. Ebend. IV. J. 2. B. S. 310—317. 



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249 



Rezension über Alois Adalbert Waibels Dogmatik der Rdigioflt Jesu 
Christi'. Av<:shm^ 1831, Kollmann. Ebend. V. J. 2. B. S. 60-^fi2. 

Rezensiun über Dr.J. N.Müllers »Handbuch bey seelsorglichen Functionen.« 
Ebend. S. 62-66. 

Rezension über > Herrn von Boulognes, weiland Bischofs von Troyes, er^ 
nannten Erzbischofs von Vlenn^ simmtliche Predigten. Ans dem Fnmzösisclien 
übersetzt von Dr. Rifi tmd Dr. Weis.« Frankfurt a. M. 1830. Ebend. S. 66-71* 

Rezension filier »Franz Josef Mosers weilandlDompredlgers und Professors 

zu Straßburg, gesammelte Kanzelreden.« Herausgegeben von Dr. Räß und 
Dr.Wei^. Frankfurt a. M. 1831. Ebend. S. 72—74 und IX. Jnhrft. 1. B. S. 280-282. 

Rezension der ürazer »Bibliothek katholischer Kanzelberedsamkeit aus dem 
achtzehnten Jahrhunderte«. Graz 1832. Ebend. V. J., S. 74-82. 

Rezension fiber Dr. J. C Sattlers «Monita ad Parochos aUosqne Sacerdote» 
animonim curam hal»entes<, herausgegeben von Dr. Joannes Jacobus Blattau. 
Trier 1831. Ebend. VI. J. 1. B. S. 212-218. 

Rezension von Ruttenstocks »Institutioncs Historiae Ecdesiastieae«. 
Viennae 1832. Wallishan^^cr. Ebend. VI J. 2. B. S. 71-87. 

Rezension von J. AI ms Haßls AUerheilsamsies Hausbuch für alle christ- 
lichen Familien« (Ellvvangeu 1827, SchönbroU.) und Haßls Jugendschriften. 
Ebend. & 317-319. 

Rezension von Josef Ambros Stapfs «Erziehungslehre Im Geiste der katho* 
lischen Kirclie . Innsbruck 1832, Wagner. Ebend. VII. J. 2. B. S. 225-233. 

Rezension über Dr. Ignaz Wüdners Über die moralische Erziehung der 
höheren Stände^. Wien 1834, Mecliitharistenconp^rfif. Ebend. S. 233-237. 

Rezension über Kardinal Sforza Pallavicinus ^Geschichte des Triden- 
tinlscben Conctliums«, aus dem Italienischen ubersetzt von Theodor Frfedr. 
Klitsche. Augsburg 1836^ Kollmann. Ebend. IX. J. 1. B. S. 275-280 u. X. J. 

1. B. S. 91-92. 

Rezension über Doctorls Petri Canisii Soc Jesu Theoiogi Summa Doctrinae 
ChrisUanae.« Ebd. X. J. 1. B. S. 92-93. 

Rezension von Dr. Ignaz Schumanns von M.innseag Geschichte des Lehens 
weiland tics Hochwürdigfsten und Hochgeborenen Herrn H. Auf,nistin Gruber, 
Erzbischois von Salzburg. Salzburg 1836, Mayr. Ebend. S. 409—412. 

Die feyerfiche Obertragung der Oebeine des hig. Markgrafen Leopold 
im Stifte Klostemeuburg. Ebend. X. J. 2. B. S. 286^295. 

Rezension von Dr. Oratz' «Euchologium graeco-latinum, complectens pias 
preces, meditationes bymnosque sacros*. Campoduni 1837, Koesel. Ebend. 2. B. 
S. 390-392. 

Erinnerungen an das alte Nordafrika und seine Kirche. Ebend. XII. J. 

2. B. S. 37- 64 u. XIII. J. 1. 13. S. 137—158. 

Klosterneuburgs Belagerung im Jahre 1683. Siehe RIdlers »österr. Archiv 
für Geschichte«, Jahrg. 1831. N. 2t, 22 u. 23. 

Echte und ausgewählte Acten der ersten Märtyrer nach den ältesten. 
Handschriften {gesammelt und kritisch beleuchtet von Theodorich Ruinart. 
B. 2, 3, 4 und 5. Wien 1831-1834, Mcchith. Den ersten Rand dieser Übersetzung 
der >Acta Martyrum Ruinarti^ gab der Mitbruder Sebacks Franz Xaver Schwoy 
(s. d.) heraus. 

Predigt gehalten von der Terasse zu Nussdorf, als die Arbeiter der löb- 
lichen k. k. Wasserbau-Direction das hohe Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers 
Franz 1. feyerten, am 11. Februar 1832. Wien 1832, typ. A. StrauB' Witwe. 



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250 



Ist die TheoUnrie eine Wissenschaft. Sieiie Reden gehalten bei der feier- 
lichen Inau^niratioii des Kectors der k. k. Universität Dr. Vincenz Seback am 
1. October 1S7Ü*. Wien 1871. Carl Fromme. 

Für das Kirchcniexikon^ von Wetzer und Welte (Freibur^ 
i. B. 1847—1856, Herder) schrieb Seback unter anderen die Artikel: 

Canisius; Carpzov; Chrodegang; D'Achery; Damasus I und II; Du 
Cange; lirasmns von Rotterdam; Eusebius vonVercelli; Evagrius« Schoiastlcus] 
Jahn; Le Long; Martene. 

Überdies verwahrt die Stiftsbibliothek mehrere von Seback 
verfaßte Kollegienhefte. 

Florian Thailen 

Florian Thaller, geboren am 3. August 1810 in Wien, 
wurde den 28. September 1829 im Chorherrenstifte Klostemeubuig 
eingekleidet und l^e am 1. November 1832 die feierlichen Ge- 
lübde in die Hände des Propstes Jakob Ruttenstock ab. Die Primiz 
beging er am 3. August 1834. Er verblieb nun im Stifte, wo er 
in der Seelsorge aushalf und sich fleißig mit theologischen Studien 
beschäftigte. Im Jahre 1837 ernannte ihn sein Oberer zum Professor 
der Kirchengeschichte und des kanonischen Rechtes an der theo- 
logischen Hauslehranstalt, an welcher er bis 184Q nach eigenen 
Heften vortrug. Am 1. Jänner 1849 ging er als Pfarrverweser nach 
Kritzendorf. Von hier wurde er jedoch schon am 1. April durch 
den Fflrsterzbischof JVlilde an das f. e. Alumnat nach Wien berufen, 
um den Theologen Kirchenrecht vorzutragen, das sie bisher auf 
der juridischen Fakultät gehört hatten. Da im Jahre 1850 an der 
theologischen Fakultät eine Lehrkanzel für kanonisches Recht er- 
richtet wurde, konnte Florian am 15. August dieses Jahres nach 
Kritzendorf zurückkehren. Seit dem 28. Oktober 1852 wirkte er 
wieder als Professor an der theologischen Lehranstalt im Stifte; 
später war er mit den Ämtern eines Kanzleidirektors und Archivars 
betraut. Er starb am 30. Dezember 1863 im 54. Lebensjalire. 

Florian Thaller war nicht nur ein tüchtiger Kirchenhistoriker, 
sondern auch ein hervorragender Kunsthistoriker. So stellte er im 
Jahre 1835 eine Oemäidesarnmlun<y nach den Regeln der Wissen- 
schaft auf, und ein Jahr später begann er mit dem kaiserlichen 
K\it und Konservator Camesina die Kunstschatze des Stiftes zu 
ordnen. Unter seiner Aufsicht und Leitung wurde auch der Stamm- 
baum der Rabenberger restauriert. Die Verdienste Thallers um die 
Kunstsammlungen des Stiftes pries der Chorherr Otto Wolf (s^ d.) 
durch folgendes Chronogramm: 



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CoLLeCtIs In Canonia rebVs rarlorlbVs CVsto$ praefeCtVs FLorlanVs 
ThaLLer VenVsto hasCe CoLLoCaVIt orDIne: rarloni sVb pso sVnt aVCta 
rpslqVe aVgcbatVr faVor. (1837.) 

Literarisch tätig war Florian Thaller — soweit wir es zu er- 
fahren vermochten — als Korrespondent der k. k. Zentralkommission 
für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denk- 
male sowie als Mitarbeiter an Wetzers und Weltes »Kirchenlexikon«* 
Unter anderen schrieb er die Beitrige: 

Canon; Constans 1. u. II.; Constantia; Constantln, Papst; Constantin II. 
IV., V., VI.; Constantius I. u. II.; Constantius, Mitregent des Honorius; Cornelius 
Papst; Dositheus, Theosoph. 

Dr. Hartmann Zeibig. 

H a r t m a n n Z e i b i g, der Sohn eines Rechnungsbeamten des 
Fürsteizbischofs von Olmfltz, wurde am 8. April 1817 zu Krasna In 
Mähren geboren. Er trat den 29. September 1835 in das Stift 
Klosterneuburg ein, beschwor am 30. September 1836 die ewigen 
Gelübde und brachte am 26. Juli 1840 sein erstes heiliges Meß- 
opfer dar. Im Jahre 1844 war er Gastmeister Im Stifte; im folgenden 
berief ihn der damalige Fflrsterzbischof von Olmutz, Kardinal 
Sommerau-Beckh, als Professor der Religionslehre und der höheren 
Pädagogik an die Universität In Olmfitz. Die Ereignisse des 
Jahres 1848 führten den sehr begabten, gelehrten und eifrigen 
Chorherm, der sich 1847 den philosophischen Doktorgrad er- 
worben hatte, wenn auch nicht in kirchlich-religiöser, so doch in 
politisch-nationaler Hinsicht auf Abwege. Zeibig veröffentlichte 
ein Plakat, worin er die von den Slawen angestrebte staatsrechtliche 
Einigung Böhmens und Mährens In der heftigsten Welse angriff. 
Diese sehie deutsche Oesinnungstfichtigkeit brachte er auch auf 
verschiedene andere Art zum Ausdruck. Mag er nun die Studenten- 
schaft för seine Ideen selbst in den Predigten zu begeistern ge- 
sucht haben, wie ihm vorgeworfen wurde, oder nicht: sein Vor- 
gehen vertrug sich entschieden nicht mit der pädap^ogisch-religiösen 
Wirksamkeit vom Katheder und von der Kanzel. Als er nun eines 
Tages im Professoren kollegi um erschien, rief ihm der etwas zu 
jähe und deibe Professor des Kirchenrechtes Dr. Theodor Pach- 
niann die Worte zu: »Sie sind ein schlechter Priester; liiuaus mit 
ihm, wir leiden ihn nicht unter uns.« Hartmann Zeibig verwahrte 
sich in der Schrift: »Aus dem Leben eines östeneichisclien Pro- 
fessors<^, von der jedoch nur der erste Teil erschien, gegen die 

>) Siehe Helfert, Die confessionelle Frage In Österreich 1848, in »öster- 
rddiltches Jahrbuch«, Bd. 8^ & IM ff. 



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ihm im ProfessorenkoUegium zuteil gewordene Behandlung und 
gegen die teilweise auch unbegründeten oderflbertriebenen VorwÜff& 
Propst Wilhelm Sedlaczek sah sich natOrlich genötigt, Zeibig nach 
Klostemeuburg zurückzunehmen. Er übertrug ihm hier das Ami eines 
Schatzmeisters» später ernannte er ihn zum Kooperator in Nußdorf. 
Von da versetzte er Ihn nach kurzer Zeit In gleicher Stellung an 
die Stiftspfarre in Klosterneuburg, und im Jahre 1855 sandte er 
ihn als Pfarrverweser nach Haselbach, wo aber Zeibig schon am 
3. Dezember des nächsten Jahres starb. 

Seit seiner Rückkehr von Olmfitz widmete sich Dr. Zeibig 
neben den Amtspflichten ganz und gar der Geschichtsforschung 
und wurde so ein würdiger Nachfolger eines Wilibald Leyrer, 
eines Alois Schfitzenbeiger und Maximilian Fischer. Von der neu- 
gegründeten Akademie der Wissenschaften in Wien tatkräft^t 
unterstützt, leistete er in den wenigen Jahren bis zu seinem Tode 
auf dem Gebiete der Geschichtsforschung erstaunlich viel Da ihm 
Fähigiceit und Gelegenheit gegeben waren, suchte er auch jener 
billigen Forderung gerecht zu werden, die er in der Vorrede eines 
bciiKi Werke selbst ausspracli: Unser theures Vaterland hat ein 
gegrüiidt'tes Recht, von seinen geisth'chen Körperschalteti i^anz vor- 
zügh'ch die Förderung seiner Gesciiichte zu erwarten. Besonders 
anregend wirkte auf Zeihig ein der Verkehr mit den begeistertsten 
Geschiclitsforschern seiner Zeit, wie Pfeiffer, Camesina, Helfert, 
Karajan, Keiblinger usw. Verschiedene wissenschafth'che Vereini- 
gungen des hl- und Auslandes ernannten ihn zu ihrem Mitgliede, 
Der Kaiser lolinte ihm seine Verdienste durch die Verleihung der 
goltleneii Medaille für Kunst und Wissenschaft Die Kaiserliche 
Akademie der Wissenschaften emjifand seinen frühen Tod schwer. 
Mit Bedauern schrieb die Redaktion der »Fontes Rerum Austria- 
carum«: »Viel zu früh rief ihn der Herr vom Schauplätze seiner 
Tätigkeit.« 

Zeibig veröffentlichte: 

Priester und Volk. (Eine Primizpredigt) Wien 1843» Carl UeberrcHer. 8». 
St. Benedict. (Predigt. Vorgetragen in der Stiftskirche zu den Schotten 

in Wien am 21, April 1844). Olmfitz 1845, Alois Skarnit/l. 

Vita Rcati Hartmanni primi Praepositi Claustroneoburgensis, postea 
Episcfipi Bririnciisis, aiitore Anonymo Claiistroncohiirj^cnsi. *) Saec. XII, Ad 
fidem cüdicum Claustroneoburgensium cd. Hartm. Zeibig. Olomucii 1S46. 
Cd. Hölze!. 

*) Cf. H. R. V. ZeiBberg, Zur Kritik der Vita B. Hartmanni Episcopi 
ßixinensis. Im Archiv für österr, Geschichte« der K. Akademie derWissenscbaften. 
56 B. Wien 1878, Gerold. S. 449 ff. 



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Was ist nun unsere Pflicht? (Predigt beim äkad. Gottesdienste der Hoch- 
schule 01mnt7 am 19. März 1848.) Olmütz 1848, Holzel, 8^ 

Eine deutsche Saj^e. (In Gedichtform.) Wien 184S, BraumfiMer. 

Aus dem Leben eines österreichischen Professors. I. ülniütz 1848, Skar- 
nitzL (Die Fortsetzung unterblieb.) 

Des JWeissauers Schuld und Strafe. Sylvesterspende >) 1852. 
Mittheilungen ans dem Klostemeuburger Archive. Sylvesterspende 1853. 
Vita beati Hartmanni ad fidem codicis Roschmannii. VIennae 1855, typ. 
L. C Zamarsld. 

In Dr. Robert Naumanns »Serapeum. Zeitschrift 
ffir Bibliothekswissenschaft, Han dschriftenicunde 

und ältere Literatur«, Leipzig 1840 ff., T. O. Weigel, er- 
sciiien von Zeibigf: 

Aehrenlese merkwürdiger Inscripte aus den Handschriften der Stifls- 
bibltothelt zn Klostenteuburg. B. X (1849), S. 266 ü und B. XI, S. 121 ff. 

Die deutschen Handschriften der Stiftsbibliothek zu Klostemenburgr. 
B. XI, S. 101 ff. und S. 123 ff. 

Lobf/cdichte auf die heilige Jungfrau. B. XI, S. 189 ff. 

Mclanchthon's Autograph der: »Loci Communes.«' B. XI, 190 f.*) 

In den Publilcationen der Kaiserliclien Alcademie 

der Wissenschaften gab Zeibig heraus, und zwar: 

a) Im Archiv für Kunde österreichischer G e sc h i c h t s q u e I len« 

Die Bibliothek des Stitit s Klosterneuburg. Ein Beitrag zur österreichischen 
Literaturgeschichte. Iii. Jahrg. (1850), 2. Heft. 

Die kleine Klostemeuburger Chronik (1322-1^). IV. Jahrgang. (1851), 
3. Heft. 

Das Klostemeuburger Todtenbuch. IV. Jahrg. 4. Heft. 

Urkundenbuch der Stadt KlosterneuburK (1298 1565). IV. Jahrg., 4. Heft. 
(Diese Arbeit und die zwei vorhergehenden erschienen auch selbständig unter 
dem Titel ^Monumenta Claustroneoburgensia^.) 

Die Familienchronik der Beck von Leopoldsdorf. VIII. Band, 2. Hälfte 
(Seit 1851 wurde das »Archiv f, K. ö. Q.« In Bänden herausgegeben.) 

Beiträge zur österreichischen Geschichte aus dem Klostemeuburger 
Archive. IX. B., 2. Hälfte. (Sie enthalten: Die Babenberger Chronik von Öster- 
reich 1386—1458; Ordnung der deutschen Landsknechte in Spanien 1552; Ver- 
hältnisse Ungarns zu Ferdinands I. Zeit.) 

Der Ausschuß-Landtag der gesammten österreichischen Erhlande zn Inns- 
bruck 1518, nebst Urkunden zur Geschichte österreichischer Landtage aus den 
Jahren 1509—1540. XIII B., 2. Hälfte. 



*) Durch tiie sogenannten Sylvestcrspcmlcn beabsichtigte eine Vereinigung 
begeisterter Geschichtsforscher in Wien, von denen Keiblinger, Canicsinai 
Pfeiffer, Karajan und Helfert genannt seien, die Pflege der Geschichtsforschung 
zu fördern. 

*) Handschrift in der Universitätsbibliothek Olmutz. In der Stiftsbiblothek 
zu Klosterneuburg befindet sich ein Brief Melanchthons an Brentius. 



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b) In den tSitzungsberichten der K. Akademie der Wissen- 

schaften, phii.-histor. Klasse : 

Aden das Costnitzer wnd Baseler Concil betreffend. VI. Band. 
Beiträge zur Geschichte der Wirksamkeit des Baseler Concils in Öster- 
reich. Vill. B. 

Znr Erinnerungr m den vtierländisclwtt Oeschlditsforscher WilHbald 
Leyrer, Archivar des Ciiorberrenstlftes Klostemeuburg. X. B. 

c) Im »NotlzbUtt der Kais. Alcademie der Wissenschaften«: 

Zur österreichischen Literaturgeschichte Unter der Enns. S. Band II, 18S2. 

Die Quellen zur Geschichte der großen Kirchenversammlunfjen des 
15. Jahrhunderts in den Handschriften der Klosterneubiirecr Bibüothek. Bd. II. 

Die Handschriften der Classiker in der Süftsbibliothek zu Klostemeu- 
burg. Bd. II. 

Die historiscben Handschriften derselben Sammlnng. Bd. III, 1853» 
Zur Oeschichte der Oesandtschaft des Königs Ladislaus Posthurnns nich 
Rom im Jahre 1453. Bd. III. 

Aufzeichnungen der Klosterneuburger Stiftsdechante in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts. Bd. IV, 1854. 

Beiträge zur Geschichte der ständischen Verhältnisse in Österreich Unter 
der Enns 1510-1540. Bd. V, 1855. 

Zur Oeschichte der landesf&rsUichen Stadt Eggenburg. V.-0.rJM.-B. 
Bd. V, 1855. 

Briefe aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert VI. und VII. Bd. 1856-1857. 

d) In den Fontes rerum Austriacarum* 2. Abt.: 
Das Stiftungsbuch des Klosters St. Bernhard. Mit 2 lith. Beilagen. Vi. Bd. 
Copevbuch der {jjemainen Stadt Wien 1454—1464. VII. Bd. 
Urkundcnbuch de^ Stiftes Klosterneuburg bis zu Ende des 14. janr- 
hunderts. (Mit der Einleitung: »Das Stift Klostemeuburg in seinem innem and 
äufiern Üben bis zum Ende des 14. Jahrhunderts.«) X (1857) u. XXVIII. Bd. (1868). 

Kolomati Krieger« 

Koloman Krieger wurde am 8. April 181 Q zu Wittingau in 
Böhmen geboren, fand den 30. September 1838 Aufnahme in das 
Noviziat des Stiftes Klostemeuburg, legte am 3. Oktober 1841 die 
feierliclie ProfeB ab und empfing im Juli 1843 die heilige Priester- 
weihe. Im Jahre 1844 kam er als akademischer Prediger nach Wien, 
von 1846 bis 184Q war er Ausl]ilt>ijn\'ster in Tattendorf, seit 
1849 Oastmeister im Stifte und von 1852 bis 185y Kooperator in 
Hietzing. Hierauf übernahm er (h'e Leitung der Pfarre Neustift am 
Walde (Wien XiX. Bezirk), tiic n 18Ö4 verließ, um im Stifte Kloster- 
neuburg das Amt eines Kämmerers anzutreten. Kneger starb am 24. Fe- 
bruar 1888. 

Er zeichnete sich durch hervorragende Kunstkenntnisse aus. 
Unter Propst Adam Schreck (1853 bis 1871) erwarb er sich 
große Verdienste um die Aufstellung des berühmten Verduner 
Altars. Außerdem leitete er die von diesem Propst unternommenen 



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und \on dessen kunstsinnigem Nachfolger Berthold Fröschel fort- 
gesetzten Rchtaurierüngbarbeiten am herrlichsten Baudenkmale des 
Stiftes, am Kreuzgange. Mit unermüdliclKMii Mcilic arbeitete er auch 
an der von Propst Berthold begonnenen und von Ubald Kustersitz 
(seit 1881) zu E[ide geführten gänzlichen Erneuerung des Innern 
und Äußern der Stiftskirche mit. Er entwarf unter anderem die 
Pläne zum Aiisliau der früher unvollendeten Türme und zur Reno- 
vation der Aulienseiie des Kirchenschiffes. Diese Pläne sind in der 
Stiftsbibliothek zu sehen. Koloman Krieger, der sich auch mit 
Malerei befaßte, war korrespondierendes Mitglied der k. k. Zentral- 
kommission für Erforschung und Erhallung der Kunst- und histo- 
rischen Denkmale und veröffentlichte nebst akademischen Predigten: 

Die Wahrheit und Wohllhätigkeit des christ-kathoIischen Glaubens. (Einen 
.Fastenpredigtenzyklus.) Wien 1849, Braiinüiller. 127 S. 8\ 

Reise eines Kunstfreundes durch Italien. Leipzig 1876, A. £. 283 S. 8^ 

Seemann. 

Er heal^sieliii^te auch eine kunsthistorische Monographie über 
da Sstift Kiosterneuburg mit vielen Abbildungen herauszugeben. 
Ihr Erscheinen wurde schon im Jahre 1882 durch das Korre- 
spondenzblatt für den katholischen Klerus« angekündigt Leider 
unterblieb ihr Druck. 

Ubald Kostereitz. 

U. Kost ersitz wurde am 12. Dezember 1828 als Sohn des 
k. k. Grundbuch Verwalters Josef Kostersitz zu Littau in Mähren 
geboren. Er oblag den Gymnasial- und philosophischen Studien 
mit ausgezeichnetem Erfolge in Olmütz, wo er zugleicfi wegen 
seiner musikalischen Begabung seine Stimme in den Dienst der 
f. e. Metropolitankirche stellte. Am 26. September 1847 empfing 
er in der Stiftskirche der Augustiner-Chorherren von Kiosterneuburg 
das Ordenskleid, den 29. September 1850 beging er seine feierlk:he 
Profefi und am 25. Juli 1852 die Primiz. In den ersten Jahren 
seiner priesterlichen Wirksamkeit war er Lehrer an der damaligen 
stiftlichen Realschule, Prilfekt der Sängerknaben des Stiftes und 
Regenschori. 1855 kam er als Kooperator nach Nußdorf. Von 1861 
bis 1864 versah er die Stellungen eines Novizenmeisters und 
Pastoralprofessors an der theologischen Hauslehranstalt, von 1864 
bis 1882 fungierte er als Kanzleidirektor, Archivar und Haushistorio* 
graph. Im Jahre 1882, am 22. November, wählten ihn seine JVlit- 
brfider zum Propst des Stiftes, und am darauffolgenden Tage wurde 
er vom Kardinal Dr. Oanglbauer benediziert 



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Propst Ubald Kostersitz erwies sich wälirend seiner Regierung 
als großer Förderer von Kunst und Wissenschaft Viele Kirchen 
geben von seinem mit religiösem Eifer gepaarten Kunstsinn Zeugnis, 
vor allem die herrliche Stiftskirche selbst Unter ihm wurden die 
Kunstsammlungen des Stiftes neu aufgestellt und katalogisiert 
An diesen Arbeiten waren neben kunstverstindigen Chorherren (so 
Ivo Sebald [s, d.]) angesehene Fachmänner beteiligt wie Dr. Albert Ilg, 
Direktor der kunsthistorischen Sammlungen des kaiserlichen Hauses» 
Wendelin Boeheim, Kustos der k. k. Hofwaffensammlung, Moritz 
Maria Weitenhiller, Vorstandsmitglied der k. k. Heraldischen Oe^ 
Seilschaft »Adler«, Eduard Ritschel, akademischer Maler, der Kunst- 
historiker Dr. Robert Stiasny und andere. Die Stiftsbibliothek ver- 
größerte Propst Ubald um sieben Räumlichkeiten. Er scheute auch 
keine materiellen Opfer, um die Bibliothek auf der Höhe der Zeit 
zu erhalten. 

Ausgezeichnet mit den Titeln eines kaiseriichen und fflrsterz- 
bischöflichen Rates, mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der 
Krone, dem Komturkreuze des Franz Josef -Ordens und dem 
Stern zum Komturkreuze, schied er am 3. Oktober 1902 nach 
langem Leiden dahin. Kurze Zeit vorher hatte er sein goldenes 
Priesterjubiläum gefeiert 

Vor seiner Wahl zum Propst arbeitete Ubald Kostersitz auch 
auf literarischem Gebiete. Er war korrespondierendes Mitglied der 
k. k. Zentralkommission für Erforschung und Erhaltung der Kunst- 
und historischen Denkmale und verfaßte die Schriften: 

Die Hundskehle in Klostemeuburg von ilirem Ursprung bis auf den 
heutigen Ttg. Wien 1868^ Selbstverlags 8*. 

Das cliemalige Cistercienser*Frauenkloster zu St Bernhard V.-0*-JVL*B. 
Wien lSf)S, Sclbstverla<^. S". 

Monumenta sepulchralia eorumque epitaphia in colIegf?at«i ecclesia B. M. 
Virginis Claustroneoburgi. V^icnnae ISSl, ex typoffr, C. R. Aul. et Imp. 4". 

Das Chorherrenstift Klosterneubuig. (In Sebastian Brunners -Elin Chor- 
herrenbach«. WQrzburg 1883, Leo Woerl; pag. 271—365. Erschien auch separat.) 

Adam Mally. 

Adam Mally winde zu Wien am 3. Februar 1833 atiiitii, 
aber güttesfürchtigcn Eltern geboren. Er absolvierte bei den Schotten 
zu Wien mit dem besten Erfoljnfe das Gymnasium, obwuiil er sich 
das zum Lebensunterhalt Notwendige durch Lektionen verdienen 
mußte. Am 24. September 1854 trat er in das Augustiner -Chor- 

') Siehe: Die Schatzkammer und die Kunstsammlung im Lateranensischen 
Augustiner Chorberrenstifte Klosterneuburg. Wien 1889, Verlag des Chor- 
herrenstiftes. 



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herrensilft Klostemeuburg, wo er am 25. März 1857 die feierHche 
ProfeB ablegte und am 1. August 1858 sein erstes heiliges Meß- 
opfer darbrachte. Nach Vollendung der theologischen Studien kam 
er als Kooperator nach Hietzing. 1869 wurde er Pfarrverweser 
von Floridsdorf, Als solcher nahm er unter dem Prisidenten Harrant 
mehrere Jahre hindurch regen Anteil an der Leitung des katholisch- 
politischen Vereines von Niederösterreich und schrieb so manche 
Artikel in das katholische »Volksblatt für Stadt und Land«. Mutvoll 
und unerschrocken trat er für unsere heilige Kirche ein und L^^i ißelte 
die gegen sie gerichtetiri Bestrebungen. In den letzten Lebensjahren 
verwaltete er die [Pfarre Tattendorf bei Baden (seit 1880). Hier starb er 
am 2. September lööo, naclidem er kurz vorher in seiner Pfarrgemeinde 
die Herz-Jesu-Andacht eingeführt hatte. Maüy war ein musterhafter 
Ordensmann und Priester, ein Mann der Arbeit und des Gebetes. 
Mit Vorhebe las er, der auch Mitglied des Dritten Ordens des 
heih'gen Franziskus war, die Schriften des seligen Thomas von 
Kempis, des heiligen Franz von Sales und des heiligen Alphonsus. 

Adam Mally gehörte zu den Mitarbeitern der Linzer »Theo- 
logisch-praktischen Quartalscliiilt , des Korrespondenzblatt für den 
katholischen Klerus Österreichs , des Literaturblattes zu dieser 
Zeitschrift, des > Augustinus«, und veröffentlichte folgende zwei 
Schriften : 

Des Bischofs Victor von Vita: Verfolgung der afrikanischen Kirche durch 
die Vandaien. Eine Quellenschrift aus dem 5. Jahrhundert. Wien 1883, Mayer 
und C. 8 *. 

Das Leben des heiligen Fulgentius, Bischofs von Rüspe, von seinem 
Schiller, und der fortgesetzte Culturkampf der Vandalen bis zu ihrem Unter- 
gang. Aus dem Lateinischen der !^o1!nndisten mit Vorrede, Einleitung, Er- 
klärung und Anhang und Verzeichnis seiner Sclintten. Wien 18S5, Mayer und CS". 

Bei der vierten Säkularfeier der Heiligsprechung des Landes- 
patrons St. Leopold hielt Adam Mally die Schlußpredigt Sie er- 
schien im Drucke in der Schrift: 

Die vierhundertjährige Gedenkfeier der Heiligsprechung des frommen 
Markgrafen Leopold IV., Gründers des Stiftes Klosterneuburg und Landespatrones 
von Oesterreich, am 15., 16. und 17. November 1885 zu Klostemeuburg. 1880^ 
vom Stifte Klostemeuburg herausgegeben. Pag. 106—116. 

Engelbert Fischen') 

Engelbert Fischer wurde am 7, Marz 1833 zu Neukirchen 
in Oberösterreicli gt*l)nren. Seine Eltern waren ziemlich wohlhabende 
Fischerleute. nach Absolvierung des Gymnasiums begann er Juris- 

0 Vergl. »Gallerte katholischer Erzähler. Z Engelberl Fischer« in Brousils 
»Der Vollcsbibliotlielcar', 1. Jahrg. N. 7 und 8. 

Ccrnikt Schriftsteller der AutmUner-Cbo riw r r ei w tme. 17 



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prudenz zu studieren. Allein schon nach einem Jahre gab er dieses 
Studium auf, da er in sich den Beruf zum Ordensstande fühlte 
und bat im Augustiner-Cliorherrenstifte Klostemeubufgf um Auf- 
nahme. Wie freudig hier die Chorherren den strebsamen Jüngling 
aufnahmen, so ungern entließ ihn Bischof Rudigier aus seinem 
Diözesanverbande. Beim Abschied sprach er zu ihm: »Es wäre 
auch In meiner Diözese für Sie ein geeigneter Platz zu finden 
gewesen.« 

Am 24 September 1854 erhielt Engelbert Fischer mit noch 
sechs anderen Kandidaten das Ordenskleid. Die Profeß legte er 
den 25. März 1857 ab. Nachdem er an der Hauslehranstalt des Stifes 
Klosterneuburg den dritten Jahrgang der Theologie zurückgelegt 
hatte, wurde er zum Priester geweiht und brachte am 1. August 1858 
sein erstes heiliges Meßopfer dar. Er beendete nun seine theo- 
logischen Studien und fand zunächst im Kloster als Regenschori 
Anstellung, später als Oastmelster. Ende August 1861 kam er als 
Kooperator in die Seelsoige nach Komeubuig, womit sein sehn- 
lichster Wunsch in Erfüllung ging. Freilich blieben dem braven 
und eifrigen jungen Seelsoiger, der den Erwachsenen als Ratgeber 
liebevoll zur Seite stand und den Kindern ein gewissenhafter Lehrer 
und ein väterlicher Freund war, viel Schmerz und Sorge nicht erspart 
Mit eigenen Augen sah er, wie der Liberalismus, der sich damals 
im besten Gedeihen befand, mit seinen Ideen nicht nur die Seelen 
der Erwachsenen, sondern auch die zarten Kinderseelen auf die 
verschiedenste Art den höchsten Ofitern zu entfremden suchte Fischer 
kannte aber keine Menschenfurcht, unerschrocken trat er gegen die 
Bestrebungen des Liberalismus auf. Zugleich reifte damals in 
ihm der Plan, die Jugend- und VolksUteratur, durch welche man 
am meisten und weitest Glaubens- und Sittenlosigkeit verbreitete, 
einer genauen Durchsicht und Kritik zu unterziehen und die Re- 
sultate derselben in einem j:(roßen Werke zu vcrüftentlichen. 

Trauernden tlerzens sahen die gutgesinnten Emwohner Kor- 
neubiirgs am 10. Oktober 1870 Fischer als Pfarrverweser nach 
Haselbach scheicien In dem abgeschiedenen und entlegenen Dörfchen 
konnte seine Arbeit nicht große Furtschritte machen. Um so eifriger 
arbeitete er, als er auf die Stelle eines Pfarrverwesers nach Neustift am 
Walde (jetzt Wien, XVI 11. Bezirk) versetzt w urde i 1871 ). Hier erschienen 
bereits im Jahre 1877 die vier ersten Bände seines Werkes, das 
den Titel: *Die Großmacht der Jugend- und Volksliteratur« erhielt 
Im Jahre 1886 schloß Fischer mit dem U. und 12. Rande diese Arbeit 
ab. Mehr denn 10.000 Werke verschiedener Spraclu ii hatte er nach 
patriotischen, religiösen und pädagogisch - didaktischen Prinzipien 



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rezensiert Kein Oeldopfer, keine Mühe, keine Arbeit in den freien 
Tagesstunden hatte er, wie er in der Vorrede schrieb, gescheut, 
auch zahlreiche Nachtstunden noch dazu verwendet, um die Werke 
der Volks- und Jugendliteratur aus allen Oauen des In- und Aus- 
landes, ja selbst vom fernen Amerika sich zu verschaffen und 
(manche zwei- bis dreimal) durchzuprüfen. 

Fischers »Großmacht der Jugend- und Volksliteratur« wurde 
für Österreich bahnbrechend. Man lenkte das Augenmerk auf die 
Jugend- und Volksbibltotheken und sah mit Entsetzen die durch 
Soiglosigkeit und Nachlässigkeit verschuldeten Fehler in der Wahl 
der Bibliotheksbücher und ihre Folgen. Nach Fischers Anleitung 
wurden nun bestehende Volks- und Jugendibliotheken revidiert und 
danach auch neue Bibliotheken für Volk und Jugend angelegt Die 
k. k. Oberstaatsanwaltschaft schaffte eine Anzahl Exemplare des ihr 
vom k.k. Justizministerium »zur Berücksichtigung gegebenen Werkes« 
von Fischer an , »um den Direktionen der Österreichischen Männer- 
strafanstalten ein Hilfsmittel bei der Auswahl der Sträflingslektüre 
rQcksichtlich der zur Neuanschaffung vorzuschlagenden Bücher an 
die Hand zu geben«. Auch der Unterrichtsminister fühlte sich be- 
wogen, eine allgemeine Revision der Schülerbibliotheken vornehmen 
zu lassen. Zwei Urteile mögen noch die Bedeutung der »Großmacht 
der Jugend- und Volkstlteratur« dartun. Der k. k. Landesschul- 
inspektor Prausek sandte an den Verfasser folgendes Schreiben: 

»Ihr Werk: .Großmacht der Jugend- und Volksliteratur* er- 
füllte mich wegen des dazu verwendeten riesigen Fleißes und wegen 
des darin dargelegten Taktes mit Bewunderung; es ist eine wahre, 
ja notwendige Fundgrube der Jugendliteratur und wird gewiß viel 
Segen bringen. Ich habe dasselbe bereits mehrfach empfohlen und 
werde dann nicht ermüden. Es tut meinem Herzen wohl, hiermit 
Gelegenheit zu finden, Euer Wohlgeboren bestens dafür zu danken, 
daß Sie sich durch Ihr Werk zum Schutzengel der lieben Jugend 
gemacht haben.« 

Und der gefeiertejugendschriftsteller Dr. Isidor Presch ko schrieb 
in einer Rezension über die »Großmacht der Jugend- und Volks- 
literatur«: »Ist die Belesenheit des hochachtbaren Verfassers be- 
wunderungswürdig, so ist es noch mehr die Gewissenhaftigkeit, 
Sachkenntnis und der edle Patriotismus, welchen er in einzelnen 
Beurteilungen bekundet Dieses Werk ist ein wahres Meisterwerk, 
welches unserer heimischen Literatur zur hohen Eiire gereicht.« 

Kaiser Franz Josef I. verlieh dem Choriierrn Engelbert Fischer, 
welcher nicht nur als Kritiker, sondern auch selbst als Jugend- und 

Voiksschrittsteller rastlos tatig war, 1878 das goldene Verdienstkreuz 

n* 



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260 



mit der Krone, und der Fürsterzbischof von Wien ernannte ihn im 
Jahre 1884 zum farsterzbischöfUchen Rat 

In diesem Jahre fibemahm Fischer die stifUiche Pfarre Stoizen* 
dort bei Eggenburg. Zwei Jahre später wurde er zum Landdechant 
des Sitzendorfer Dekanats bestimmt. Er installierte aber als Dechant 

nur einen Pfarrer, nämlich den bekannten, sehr verdienten Ab* 
geordneten Dechant KOhschelm. Schon am 20. August 1887 re- 
signierte er wegen Kränklichkeit auf dieses Amt. Am 12. Juli 1889 

machtL' der Tod seinem gesegneten Wirken ein Ende. Das Jahr 
zuvor halte Engelbert Fischer noch die Jii^^endschnft Das gute 
Kind, christh'che Weisheit in Beispielen der alten und neuen Zeit 
für die Jugend , Stoizendorf 1888, Selbstverlag, zwei !3ände, ver- 
öffentlicht. In seinem edlen Eifer für Glauben und christiiclie Sitte 
hatte sich Fischer ohne Zweifel überarbeitet. Langsameres und 
mäßigeres Arbeiten wäre auch für manche seiner Schriften vorteil- 
hafter gewesen. 

Wie uneigennützig und selbstlos Engelbert Fischer war, er- 
hellt daraus, daß er bei seinem Streben für tadellose und veredelnde 
Jugend- und Volkslektüre neben aller Mühe und Anstrengung kein 
Geldopfer scheute. Bei den damaligen mißlichen Veriagsverhältnissen 
in Österreich mußte er viele seiner Schriften zuerst auf eigene Kosten 
erscheinen lassen. Für sein Werk »Die Großmacht der Jugend- und 
Volksliteratur« gab er, die Druckkosten nicht gerechnet, mehr als 
2000 Gulden aus, »um«, wie er selbst schrdtit^ »gegenüber aller 
Apathie oder Indolenz oder der Zumutung mancher Firmen, alle 
zugesendeten BQcher empfehlen zu sollen, die Fahne der Unab- 
hängigkeit und der guten Sache hoch zu halten und die vorent- 
haltenen Werke sich doch zu verschaffen«. So opferte er, der ein 
großer Musikfreund war, einmal auch sein eigenes Klavier, um 
eine Buchdruckerrechnung zu begleichen. Eigennutz bringt wahrlich 
keine solchen Opfer! Mit Recht wird Engelbert Fischer von Doktor 
Scheicher in die Reihe unserer großen Männer wie Veith, Brunner, 
.Stolz gestellt, die vom lieben Gott viel, von den Menacben aber 
nichts oder nur wenig empfangen haben und doch einen ungemein 
großen Einfluß und eine hohe Wertschätzung hatten und bis jetzt 
noch haben. 

fischer veröffentlichte außer den beiden ge- 
nannten Werken die Jugend- und Volksschriften: 

Schule, Haus und Kfarche. Wien 1873, Mayer und C Mehrere Auflagen. 
Drei Bausteine für den Kfa'chenbau in Viechtensteln. Neustift am Walde 1879, 
Selbstveriag, 



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261 



Sonntags Daheim. Erzählungen für die erwachsene Jugend und das Volk. 
17 Bande. Nenstift am Walde 1880 ff., Selbstverlag. 

Beispiele aus dem Leben frommer Meßdiener. Neustift am Walde» Selbst- 
verlag. 2. und folgende Auflagen. Freib. i. B. ISSl, Herder. 

Christlicher Bucherschatz. Neustift am Walde 1881, Selbstverlag. 

Frenndlicbe Sttimneii an Kinderhenen. Neitstifl am Walde 1^82 ff., 
Selbstverlag. 12 Bde. 

Lehrreiche Vorbilder, Geschichten und Gedichte für Erstcommunicanten. 
Auch anderen Communicanten segensvoU. Neustift am Walde 1883 ff. Selbst- 
Verlag. 7 Bände. 

Kalender für Meßdiener. Salzburg 1883 ff., Mitterniüller. 

Gut Freund! Lehrreiche Erzählungen zur bildenden Erholung nach ge- 
llianer Arbeit fOr dienende und arbeitende Glessen. Stoizendorf 1884 ff,» Selbst« 
vertag. 6 Bdchen. 

Verwaist, aber nicht von Gott verlassen. Lehrreiche Geschichten für 
Waisenkinder und alle, welche die Waisen lieb haben. Stoizendorf 1885 ff., 
Selbstverlag. 41 Bdchen. 

Gott lenkt! Jugendschriften. Neustift am Walde, Selbstverlag. 2. Aufl. 
Salzburg 1886, Mittermüller. 20 Bdchen. 

Die Schwere Noth mit den Ministranten. Ein Beitrag zur jugendseetsorge 
fit>erhaupt und zur MInistrantenseelsorge insbesondere. Stoizendorf 1886, Selbst» 
vertag. 

Ehre sei Gott in der Höhe. Lehrreiche Weihnachtserzählungen für Jung 
und Alt, die eines guten Willens sind. Stoizendorf 1887, Selbstverlag. 3 Bände. 

Himmelan! Lehrreiche Erzählungen, \^)rbilder, Parabeln, Mahnunj?en, 
Gedichte für Firmiinge und Getirmte. Stoizendorf 1888, Selbstverlag. 2 Bande ä'. 

OrQB Oottl Lehrreldie Erzählungen für die erwachsene Jugend nnd das 
Volk. Stoizendorf 1888^ Selbstverlag. 

Beichtandacht und Beichtaplegel fflr Kinder. Im Selbstverlag. Gegen 
200 Auflagen. 

StoRwebete in Prosa und Reim. Im Selbstverlag. 29 Auflagen. 

Katholische Hausordnung für den Empfang der heiligen Sterbesakramente. 
Stoizendorf. Mehrere Auflagen. 

Die heilige Firmung. Ein Unterrichtsbüchlein fflr Schule und Haus. Neu« 
Slift am Walde und Stoizendorf, Selbstverlag. Ungefähr 30 Auflagen. 

Die Feier des Frohnleichnamsfestes in Hochamt und Procession. Neustift 
-am Walde und Stoizendorf Selbstverlag. Mehrere Auflagen. 

Ferner gab Engelbert Fischer folgende Zeit- 

«chrilten und Predfgtsammlungen heraus: 

Die OroBmacht der Jugend- und Volksliteratur. Perlodiaehe llterarisdi- 
patriotische Monatsschrift für das große und vielsprachige Oesammt-österreiGh. 

Für Aii^^ \ind Her/. Eine Fnmilien/cifschrift mit der Reürif^e: 
Zu Jesu Füßen. Lehr- und Trostblätter für Kranke, Leidende, Betrübte 
vnd Kreuzträger aller Art. 

Predigten am Feste des heiligen Leopold, Markgrafen und ijindespatrones 

von Österreich. Wien 1879. 

Tfirkenpredlgten ans dem Jahre 1683. Nenstift am Walde 1883, Selbstvirtag, 
Attsgewildte Qel«^[enheits- und Fastenpredlgten Iwrfilimter dttarreidiisclier 

Kaazelredacr. Frdburg Im B* 1883, Herder. 



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262 



Ivo Sebald. ;i 

Ivo Sebald wurde den 2. Juli 1838 zu Wien geboren. Er 
trat am 5. Oktober 1857 in das Stift Klostemeuburg, legte am 
17. November 1861 die feierlichen Gelübde ab und brachte den 
3. August 1862 sein erstes heiliges Meßopfer dar. Hierauf wirkte 
er mehrere Jahre lang als Kooperator in Nußdorf und in Heiligen- 
Stadt Eine schwere Krankheit zwang ihn, in das Stift zurückzukehren, 
wo er nach seiner Genesung das Amt eines Schatzmeisters über- 
nahm. Seit 18d9 bis zu seinem Tode am 20. September 1904 war 
er Pfarrverweser in Leopoldau. 

Als Schatzmeister gab Ivo Sebald den Anstoß zu einer neuen, 
den Anforderungen der Wissenschaft entsprechenden Aufstellung 
der stiftlichen Kunstsammlungen. Der damalige Propst des Stiftes 
Klosterneubuig Ubald Kostersitz kam der Bitte Sebalds^ eine 
Neuaufstellung des Museums zu gestatten, in der bereitwilligsten 
Weise entgegen. Ivo Sebald ging gleich an das mflhsame, aber 
dankenswerte Werk. Unterstützt von seinem Freunde Dr. Albert 
Ug, dem Direktor der kunsthistorischen Sammlungen des kaiser- 
lichen Hauses, von dem Kustos der k. k. Hofwaffensammlung 
Wendelin Boeheim und von dem Heraldiker Moriz Maria von 
Weitenhiller führte er in den Jahren 1883 bis 1887 das ge- 
waltige Unternehmen durch, das von ihm und seinen Mitarbeitern 
Mühe, Oediild und Ausdauer in großem Maße forderte. Seither 
besitzt das Stift Klostcnicuhur«^ erst eine geordnete Kunstsanunlung, 
die ilini zur Lim; uiiü zur Zierde gereicht. 

Im Jahre 18SQ erschien über die Schatzkammer und das Museum 
des Stiftes Klostemeuburg ein Werk, das Chorlierr Ivo Sebald zum 
großen Teil selbst verfaßt und korrigiert hatte, wenn er auch in 
seiner BescliLMdcnheit seinen Namen verschwieg: 

»Die Schatzkammer und die Kunstsammlung im 
1 a t e r a n c n s i s c h e n A u g u s t i n e r - C h o r h e r r e n s t i f t e 
Klostern euburg (Wien, Verlag des Klosterneuburger Clior- 
herrenstiftes; 244 S. 8 i, ein wissenschaftlicher Katalog der Schatz- 
kammer und der Kunstsammlung des Stiftes Klosterneuburg, ein 
trefflicher Führer durch diese interessanten Aufbewahrungsstätten 
fast zahlloser Erzeugnisse alter und neuer Kunst im Stifte Kloster- 
neuburg. — Ivo Sebald hatte auch an dem von Dr. Altiert Ilg in 
den Berichten und Mittheilungen des Alterthums- Vereines zu Wien< 
(1890, Bd. XXVI, S. 104 ff.) veröffentlichten Artikel: ^Urkund- 
liches zur Kunstgeschichte des Stiftes Klostemeu- 
burg unter Propst Andreas MosmüUer 1616—1629«, her- 



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263 

vorragenden Anteil. Er war auch als korrespondierendes Mitglied 
der k. ic Zentralkommission für Erforschung und Erhaltung der 
Kunst- und historischen Denkmale h'terarisch tätig. Für die vom 
Verein für Landeskunde von Niederösterreich herausgegebene 

^Topographie von Niederösterreich lieferte er eine fleißig ^ge- 
arbeitete h i s t o r i s c h e S k 1 z z c ü b e r d e ii Ort L e o p o I d a u, die 
auch als Separatabzu^ erschicii. 

Zu erwähnen ist noch, daß sich Ivo Sebald gemeinsam mit 
seinem Freunde J. M. Wagner (+ 1879), der als Sprachforscher und 
Germanist einen großen Ruf iiatte, viel mit Sprachstudien befaßte, 
namentlich mit dem Studium der Zigeunersprache und mit dem der 
Gaunersprache, mit dem sogenannten Rotwälsch, welches sie schon 
miteinander auf dem Gymnasium als harmlose Spielerei betrieben 
hatten. Beide lenkten ihr Interesse aber auch auf die l iteratur des 
15. und 16. J iliriiiiTiderts. Die Bibliothek des Stiftes Klobtcrneuburg 
mit seinem reiciieii, leider noch vielfach nicht gehobenen Hand- 
schriftenschatz bot ihnen in dieser Beziehung viel Beachtenswertes. 
Den gemeinschaftlichen Arbeiten J. M. Wagners und Ivo Sebalds 
sind eine Reihe v(jn Veröffentli chimgen aus Handscfiriften des Stiftes 
Klosterneuburg zu verdanken in Pfeiffers (u niiania. Viertelsjahr- 
schrift für deutsche Alterthumskunde^, in Naumanns Serapeum. 
Zeitschrift für Bibliothekswissenschaft, Handschriftenkunde und ältere 
Literatur«, im > Anzeiger für die Kunde der deutschen Vorzeit. Organ 
des germanischen Museums Leipzig« und in J. M. Wagners »Archiv 
iür die Geschichte deutscher Sprache und Dichtung.« 

Severin Wenzlowsky. 

S. Wenzlowsky» geboren am 2. November 1841 zu Olmütz 
in Mähren, empfing am 8. September 1859 im Augustiner - Chor- 
herrenstifte Klosterneuburg das Ordenskleid, legte am 13. Sep- 
tember 1863 die feierliche Profeß ab und brachte am 12. No- 
vember 1864 sein erstes heiliges Meßopfer dar. Er besuchte nach 
der Primiz eine Zeitlang theok)gische Vorlesungen auf der k. k. 
Universität in Wien und wurde dann an Stelle des auf die Pfarre 
Hdflein gesandten Chorherm und Professors Heinrich Bender 
von Säbelkampf zum Professor der Kirchengeschichte und des 
Kirchenrechtes an der theologischen Lehranstalt des Stiftes ernannt. 
Diese Amter versah er zugleich mit der Stellung eines Bibliothekars 
bis zum Jahre 1886. Hierauf war er F^arrverweser in Tattendorf^ 
in Meidling, in Stoizendorf, im Stifte und von 1898 bis 1904 in 
Hietzing (Wien, Xllf. Bezirk). Gegenwärtig ist er Verwalter der stif- 
tlichen Outer in Prinzendorf. 



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264 



Severin Wenzlowsky war Mitarbeiter an dem von Dr. Franz 
X. Reithmayr und nach dessen Tode von Dr. Valentin Thal- 
hof er redigierten und von Josef Kösel in Kempten heraus- 
g^rebenen trefflichen Sammelwerke »Bibliothek der Kirchenväter. 
Auswahl der vorzüglichsten patristischen Werke in deutscher Über- 
setzung mit Biographien, Einleitungen, Anmerkungen und Er- 
läuterungen.« 

Für dieses Werk übersetzte und bearbeitete Wenzlowsky die: 

Briefe der Pipste und die an sie Sferichteten Schreiben von Unus bis 
Anastasius 11. (vom Jahre 67 bis 496), und zwar: 

Band 1 (1875): Die Briefe von Linus bis Eusebius (vom Jahre 67 bis 309). 

B. 2 (1876): Die Briefe von Melchiades bis Anastasius 1. (vom Jahre 310 
bis 401). 

ß. 3 (1877): Die Briefe von Innocentius I. bis Sixtus III. (vom Jahre 402 

bis 440). 

n. 4 (1878): Der hl. Uo 1. Erste Abtheilung: die (echten) Briefe vom 
Jahre 440 bis 450. 

B. 5 (1^78) Der hl. Leo L Zweite Abtheilung: die (echten) Briefe vom 

Jahre 451 bis 4 1 

B. 6 (lÖ7yj: i)ie Briefe von Hilarius bis Felix II. (vom Jahre 461 bis 492). 

B. 7 (1S80): Die Briefe von Oelasius und Anastasius II. (vom Jahre 492 
bis 498). ') 

Berthold Egger. 

B. Egger erblickte am 15. November 1852 zu Frankeliburg 
In Oberösterreicli das Licht der Welt. Sein Vater war Tischler- 
meister. Die Mutter lernte er nicht mehr kennen, sie starb früh- 
zeitig. Dafür gab der Herr dem jungen Kinde eine Stiefmutter, die 
es wie ihr eigenes liebte und hep^te. Als Egger das entsprechende 
Alter erreicht hatte, sandten ihn seine Eltern an das Gymnasium 
zu Salzburg. Die Gymnasialstudien beendete er zu Melk. Hierauf 
studierte er zwei Jahre lang Theologie in Linz. In ehrenvoller 
Weise trat er dann ans dem Alumnat aus, um sich dem juridischen 
Studium zuzuwenden. Allein dieses befriedigte ihn nicht besonders. 
Er suchte daher um Aufnahme in das Augustiner-Chorherrenstift 
Klosterneu hu rßf an, die ihm auch gewährt wurde. Am 13. Sep- 
tember 1874 empfing er in der Stiftskirche von Klosterneuburg das 
Ordenskleid, und am 4. Novemhet 1877 brachte er in iiir sein erstes 
heiliges Meßopier dar. Die ieierUche Profeß l^e er am 22. Sep- 

*) Dieser Band wurde teilweise von Dr. Valentin Tbalhofer und Dr. M. 
Lefflad gearbeitet. 



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265 



fernher 1878 ab. In diesem Jahre kam er als Kooperator auf die 
stiftliche Pfarre Horidsdorf. Im nächsten Jahre gab er zum 
erstenmal den »Kalender für den katholischen Klerus 
Österreich-Ungarns« (Wien 1879, C. Fromme) heraus» 
der sich unter dem katholischen Klerus Österreichs bald einbfirgferte, 
um so mehr, als er neben einer gutgearbeiteten »Statistik der ge- 
samten katholischen Kirche« gediegene, für den Priester höchst 
wichtige und interessante Aufsätze brachte. 1882 grfindeteEgger 
das »Korrespondenz- Blatt für den katholischen Klerus 
Österreichs«. Es war dies kein leichtes Unternehmen. Wieviel 
Muhe kostete es Egger, wieviel vergebliche Oänge mußte er 
machen, um fQr sein Blatt, das in der Folgezeit eines der größten 
und angesehensten Standesorgane wurde, einen Verleger zu 
finden. Schließlich flbernahm die k. und k. Hofbuchdruckerei 
Fromme in Wien den Verlag. Nach dem Erscheinen der ersten 
Nummer des Korrespondenzblattes wurde Egger durch eine 
schwere Krankheit aufs Lager geworfen. Sein MitbruvUr, der 
Chorlirrr des Stiftes Klosterneuburg Kudolf Eichhorn, tiai lür 
ihn sofort in die Redaktion ein, so daß die junge Zeitschrift er- 
halten blieb. Berthold Egger genas wieder und wiink' iiaiin als 
Koojicrator nach Hietzing versetzt (1883). In dieser Stellung führte 
er mehr denn sieben Jahre lang die Redaktion des ^ Korrespondenz- 
blattes für den katholischen Klerus Österreichs«, das er 1884 durch 
das Literaturblatt Augustinus- und 1888 durch das von Professor 
Edmund Langer in Tetschen redigierte Pastoralblatt »Hirten- 
tasche« erweiterte. Egger arbeitete aber noch mehr: Er rief in 
Hietzing einen katholisch -politischen Verein ins Leben und leitete 
ihn als Obmann, er bekleidete die Stelle eines Direktionsrates des 
Versicherungsvereines »Unio cathohca , er war tätiges Mitglied des 
Priesterkrallkenvereines und anderer Veremigungen. Ihm war auch 
das Erscheinen der christliciien sozialpolitischen Zeitschrift >Arbeiter« 
in den Jahren 1886 bis 1887 zu verdanken. Für den Österreichischen 
Reichsbüten brachte er ungemein schwere Opfer. Und doch erntete 
Egger für all sein edles Streben und Mühen neben viel Freude 
auch recht viel Undank. Freilich eiferte er nie um Menschenlob und 
Menschengunst Der schönste Lohn wurde ihm, wie er selbst 
schrieb, zuteil, als der heilige Vater ihm und für sein Werk, das 
>Korre$pondenzblatt<, den apostolischen Segen spendete. 

Mitten in der fruchtbarsten und unermüdlichsten Tätigkeit fOr 
Oottes Ehre und das Wohl des christlichen Volkes wurde Egger 
am 13. Juli 1891 von dem Leiden dahingerafft, das bereits 1882 
zum Ausbruch gekommen war. 



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266 



TieferschQttert durch den $o frühen Verlust seines Freundes 
und Mitbruders schrieb der gefeierte Oeistesmann und Sozial* 
politilcer Dr. Scheich er, der mit Egger zusammen fOr das »große, 
schöne Priesterideal und Priesterzieh gearbeitet hatte, am 25. Juli 1801 
im »Korrespondenzblatt für den katholischen Klerus Österreichs« 
(Jahig. X, Nr. 14) unter anderem: 

sAuch die Laienwelt weiÜ, daß unsere Kirche, der Klerus, 
das christliclie Volk viel, sehr viel verloren. Egger war nur Koüj^erator. 
Auf der untersten Stufe der priesterlichen Stellung war er stehen- 
geblieben. Und doch hat er viel gewirkt. Nach Jahren noch wird 
immer neu die Saat reifen, zu der er den Samen ausgestreut. Egger 
war es, der den größten Teil des österreichischen Klerus einigte 
zum gemeinsamen Besten. Uneingeweihte mögen meinen, daß er 
zunächst die Standesinteressen im Anoe gehabt habe, daß er den 
Brüdern Berater habe sein wollen, das ihnen Gebührende trotz der 
Zeiten Ungunst sich zu erwerben. Doch wir, die mit ihm zusammen- 
wirkten, wissen es besser: Diese große Seele wollte in echt firiester- 
lieber Weise zuerst den peisti-jen Teil besorgen, die Brüder be- 
geistern, erheben, ermuiuei ii zum Kampfe für die Freiheit der 
Kirche, für die Erlösung des Volkes aus den Banden des Materia- 
lismus der Oesimiung, der Knectitschaft unter den heutigen Herren 
und Besitzern aller Werte. 

Nur ein Kooperator! Es wird immer ein Ruhmesdenkmal für 
den Stand sein, daß ein Kooperator so üroßes zu schaffen wußte, 
wie es Egger getan. Nicht Überhebung, sondern Wahrheit ist es, daß 
kaum ein Stand oder vielleicht kein Stand ein Standesorgan hat 
wie der Klerus in Eggers Korrespondenzbiatt«. Jedenfalls kann 
sich mit der Wirksamkeit desselben keines messen. Egger faßte 
den ganzen österreichischen Klerus zusammen. Böhmen» Italiener, 
Polen, Südslawen und auch Ungarn, sie alle standen zur gemein* 
samen Priesterfahne. Es war ihm Ernst mit seinem Streben und 
Wollen.« 

Egger veröffentlichte in der von ihm geleiteten 
^Zeitschrift verschiedene Artikel und Rezensionen 
und gab folgende selbständige Schriften heraus: 

Priester und Volk. Primizpredig:t bei der Primlz des reg. Itter. Chorhemi 
von Herzogenburg Theobald Fenz in der Pfarrkirche zu Messern, Decanat Hont 
Wien 1878, C. Fromnic. S'. 

Die angeborenen kurperücheu und psychischen Eigenthümlichkeiten als 
Schranken für die erziehende Wirkung. Ein Versuch nach 5chleierniacber. Wien, 
C, fromme. 

Eigenthumlichkeit und Erziehung. £ine Studie. Wien 1879, C Frommei 



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267 



St Leopold, ein Lebensbild und Andaeittsbuch.') im Verlag 
Stiftes Klosternettburg. Die folgenden drei Auflagen erschienen im Verli« der 
»St. Norbertus»-Druckerei. 

Libri duo de vita et virtutibiis S. Augiistini per Nebridium a Mündelheim 
Can. Reg. S. Aug. Claustron. •) e sancti huius I*raesiiiis geruiinis operibiis collecti, 
nunc in memoriam millies et quingenties reversi anniversarii conversionis 
S. Augustini recens oblati, emendati et amplificati appendice : Alimenta pietatis 
Augustinlanae.*) Oraeciis 1888^ sumpt. »Striae«. 

Wegweiser In der katholischen Literatur, kirchlichen Kunst und Industrie. 
Von B. A. Egger und Dr. Vincenz Luksch. Wien 1888, C Fromme. 4\*) 

Rudolf Eichhorn. 

R. Eichhorn, geboren am 29. November 1853 zu Klein- 
Poppen in Niederösterreicii, wurde am 14. September 1873 im 
Stifte Klr steineuburg eingekleidet, legte am 23. März 187Q die 
feierht :!u' Frnfeß ab und empfing in demselben Jahre am 4. Mai 
die heihgc i-'riesterweihe. Er war Kooperator und später Pfarr- 
verweser in Floridsdorf, von wo er nacfi Höflein kam. Seit August 1895 
ist er Pfarrverweser in Nii(';dorf (Wien, XIX. Bezirk). 

Eichliorn redigierte waiirend der Erkrankung des Begründers und 
Redakteurs das Korrespondenz- Blatt für den katholischen Klerus 
Österreichs« den ersten Jahrgang dieser Zeitschrift und später 

') Dieses Werk wurde auch ins Französische übertragen und unter dem 
Titel: A'ie de saint Leopold« (Reims-Dubois-Poplimont 1891) herausgegeben. 

») Siehe pag. 207 f.. 

^) Die >Alimenta pietatis Augustinianae verfaßte der als Gelehrter und 
Asket bekannte Chorherr des Stiftes Klosterneuburg Ferdinand S c h ö 1 z i g, welcher 
auch manches für das >Korrespondenz*Bhitt f. d. kath. Klerus Österr.« arbdtete. 
Er wurde am 3^ Mai 1836 zu Jauemig in Österr.-Schleslen geboren, trat am 
26. September 1858 in das Stift Klostcrneubnrfj, unterzog sich am 16. Juni 1861 
der feierlichen Profeß und feierte am 26. Juli 166'^ ■^eine Primiz. Wegen seiner 
vorzüglichen üeistesfähig^keiten bestimmte ihn sein Oberer für d?i'^ theolojtjische 
Lehramt. Jahrelang wirkte nun Scholzig als Professor des Neuen Bundes und 
der orientalischen Sprachen an der theologischen Lehranstalt des Stiftes Kloster- 
neaburg. Die von Schölzlg verfaßten trefflichen Kollegienhefte stehen heute 
noch teilweise in Verwendung. 15 Jahre hindurch bekleidete er zugleich das 
Amt eines Novizenmeisfers. Als Beichtvater und Oewissensrat war er eine ge» 
suchte Persönlichkeit. Am 2ü. Oktubcr 1888 trat Ferdinand Schölzig, einem 
höheren Rufe folgend, in das Trappistenkloster Mariannhill in Südafrika, wo 
er am 31. März 1889 den Ordenshabit empfing. Am 25. April 1894 wurde er 
vom Bischof von Maritzburg Dr. Jotivet als Abt dieses Klosters benediziert» 
nachdem er vom Oeneralabt der Reformierten Zisterzienser U. L Fr. von La 
Trappe auf Orund geheimer Stimmenabgabe des Klosterkapitels mit Dekret vom 
9. Oktober 1893 7tim Abt von Mnrfnnnhill ernannt worden war. Er starb am 
28. Jänner 1900 nach äußerst segcnsvoller Regierung, tief betrauert von seinen 
geistlichen Brüdern und Schwestern. 

• Berthdid Egger beabsichtigte auch eine kurze Darstellung der Philo- 
sophie des hL Augustinus herauszugeben. Es blieb jedoch bei den Vorarbeiten. 



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268 

nach dem Tode Eggers von Juli bis Oktober 1891 den zehnten 
Jahrgang. Von ihm stammen sehr viele Rezensionen und sozio- 
logische Studien im Korrespondenzblatt Wir verweisen namentlich 
auf seine unter der Rubnk »Der Clerus und die sociale Fragec 
erschienenen Artikel. Außerdem schrieb Eichhorn viele Arbeiten 
für die von dem bekannten Soziologen f reiherm Karl von Vogel- 
sang ins Leben gerufene »JMonatsschrift für christliche Social-Reförmc 
und ffir die vom Benediktinerstifte Raigem in JMIhren begründete 
sozialpolitische Zeitschrift »Arbeiter«, welche seit 1887 als Beiblatt 
des »Österreichischen Refchsboten« herausgegeben wurde. Verdient 
um die christliche Sozialreform machte sich Eichhorn auch durch 
die beiden sozialstatistischen Werkchen: 

Floridsdorf und Umgebung. Ein socisles Bild. 1885, Selbstverlag. 

Die weißen Sklaven der Wiener Tramway-OesellschafL 1. u. Z Auflage 
1885) Selbstverlag. 

Roman Himmeibauer. 

R. Himmel bau er, geboren am 16. März 1858 zu Wien, 
trat am 5. Oktober 1879 in das Stift Klostemeubuig, legte am 
21. Oktober 1>883 die feierlichen Ordensgelfibde ab und brachte 
am 5. August 1883 sein erstes heiliges Meßopfer dar. Er wirkte 
als Kooperator in Korneubuig, Meidling, Hietzing und wurde 1896 
Pfarrverweser in Kieriing, wo er gegenwärtig noch tätig ist 

Seit dem Jahre 18QI redigiert R. Himmeibauer das 
»Korrespondenz*Blatt für den katholischen Klerus 
Österreichs« (bei CFromme) und dessen Literaturblatt 
»Augustinus« sowie den »Kalender für den katho> 
lischen Klerus Österreich-Ungarns«.') 

Karl Drexler. 

Karl Drexler, geboren am 27. Juni 1861 zu Wien, empfing 
am 5. Oktober 1879 in der Stiftskirche zu Klosterneuburg das 
Ordenskleid, feierte den 21. Oktober 1883 die Ordensprofeß und 
am 24. Juli 1884 seine Primiz. Nach der Primiz wurde er Kooperator 
an der Stiftspfarre in Klostemeuburg. Von 1886 bis 1892 wirkte 
er als Professor der Pastoral und Katechetlk an der theok^schen 

Die kirchliche Statistik für das >Korrespondeiizbiatt> und für den 
»Kleruskalender« liefert mit Aufwand vieler Miilie waA Oed«M seit Jtbren d« 
Cliorberr des Stiftes Kloiterneuburg Alois Patzak (geboren am 22. Sep- 
tember 1869 zu Altrognitz in Böhmen, im Stifte Klosterneuburg eingeUcIde: 
am & September 1878, ProfeB seit 10. Dezember 188% Priester seit 1883, gcfen* 
wirlig Pfarrverweser von FloridsdorO. 



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Lehranstalt des Stiftes Klosterneuburg. Von 1892 bis 1Q04 trug er 

an der {Mauslehranstalt christliche Philosophie vor. Er belcleidete seit 
18Q2 aucii die Ämter eines SchatzmeistL-rs und Kirchendirektors. 
Gegenwärtig ist er rfarrvcrweser in Leoi^ioldau. 

Der k. k. Minister für Kultus und Unterricht ernanaie ihn im 
März 1897 zum Konservator der Zentralkommission für Erforschung 
und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale, Drexler ist 
auch lateranensischer Ehrenabt und römischer Ehrendoktor der 
Philosophie. 

Drexler veröffentlichte neben verschiedenen anderen kleineren 
Arbeiten in Fachzeitschriften ( Mitteilungen der k, k, Zentral- 
kommission für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und histo- 
rischen Denkmale«, »Monatsblatt des Altertumsvereines» etc.) 
Folgendes: 

Ein Rundgang durch das alte Wien zur Zelt des Steinhatisenschen Stadt- 
planes. Berichte und Mitteilunsen des Altertumsverdnes in Wien. 25* B. Jahrg. 1899 

& 32 68. 

Das Stift Klosterneuburg. Eine kunsthistorische Skizze. Wien 1894. »Sankt 
Norbertus'-Verlagshandlung. VI u. 276 S, 8'. 

Grabsteine aus der St Dorotheerldrche in Wien. Mit 3 Tafeln. Berichte 
und Mitteilungen des Altertnmsvereines in Wien. 32. B. J« 1898. S> 1—35. 

Den 74 Quartscitcri uiniassenden Artikel; 

»Klosterneuburg« im V. Band (1898) der vom Verein für Landeskunde 
von Niederösterreich herausgegebenen »Topographie von Ntederösterreidi«« 
(Diese Abhandlung arbeitete Drexler im Vereine mit dem Chorlierm des 

Stiftes Klosterneuburg Dr. Wolf^ang Pauker.) 

Die Öfen und Kamine im Stifte Klosterneuburg. Siehe <^ Kunst und Kunst- 
handwerk«. Monatsschrift des k. k. Österr. Museums für Kunst und Industrie, 
herausgegeben und redigiert von A. von Scala. Jahrgang 1890. 

Kunst und Kunstgewerbe im Stifte Klosterneuburg. Ebenda Jahrgang lycKi, 
Heft 5. 

Ferner ^ab Drexler die Praclitwerke heraus: 

Stuccodecoratione:i im ( horherrenstift Klosterneuburg. Wien 1896, A. 
Schroll u. Comp. 34 Lichturucktateln u. 7 Seiten Text. Fol. (Text von Dr. Albert 
Mg. Licbtdrucfcfafeln nach photogr. Aufnahmen von K. Drexler.) 

Ooldschmiedearbeiten im Stifte ICIosterneuburg. Ebenda 1897. 37 Licht- 
drucktafebi u. IS Seiten Text Fol. (Text von Dr. KamlUo Lisi Lichtdntdctafeln 
nach photogr. Aufnahmen von K* Drexler.) 

Tafelbilder in der Kunstsammlung des Stiftes ICIosterneuburg. Wien 1900, 
Oerinch und Schenk. (Text von Dr. K. List Lichtdrucld)ilder nach photogr. 

Aufnahmen vuii K. IVexler.) 

Der Verduner Altar. Ein Emailwerk des XII. Jahrhunderts im Stifte 
Klosterneuburg bei Wien. Wien 1903, Marlin üerlach u. Co. 19 S. u. 52 Tafeln 
in Lichtdruck; Oro6<4*. (Text von IC Drexler. Lichidrucktafeln nach photogr. 
Aufnahmen des Klerikers im Stifte Klosterneuburg Thomas Strommer.) 



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270 



Ubald Felbinger. 

Felbinger ist am 24. Juli 1862 zu Wien geboren. Er erhielt am 
7. Oktober 1883 im Stifte Klostemeuburg das Ordenskleid, legte am 
9. Oktober 1887 die Profeß ab und feierte am 2Z Jänner 1888 
seine Primiz. Gegenwärtig bekleidet er die Stellungen eines Kooperators 
an der Stiftspfarre und eines stiftlichen Oastmeisters. Chorherr 
Felbinger arbeitet auf geographischem Gebiete. Er veröffentlichte 
nebst mehreren geographischen Artikeln im >österreichischen 
Reichsboten« und in anderen Zeitschriften folgende Arbeiten: 

Leichenbretter. Ein Stfick deutscher Kulturgeschichte. Im Jahrbuch der 
geographischen Qesellschaft zu Bern (Sehwelz) 1887» S. 33 f. 

Die Lomnitzer Spitze (2634 m). Im X\'. Jalirbtich des Ung. Kaipatten- 
Vereines. Frschien auch als Separatabdnick in deutscher und in ungarisdier 
Sprache 18SS zu Igld. 

Die Eisthalcrspitze (2629 m) in der Hohen Tatra. In den MittbeUungeo 
des Deutschen und österreichischen Alpenvereines. Jahrg. 1889, Nr. 22. Auch 
im Separatabzttg. 

Vunetare und Negoi. Jahrbuch des Siebenbörgischen KarpathenATereiiis. 
XI. Jahrg. 1891, Hermannstadt 8 . S. 1—18. 

Die deutschen Berjjnamen in den Osfalpen Im Bericht über das 
XVH. Vereinsjnhr . . . erstattet vom Vereine der Geographen an der Universität 
Wien. Wien lSg2. S. iü ff. 

Friedrich Piffl. 

F. Piffl, geboren zu Landskron in Bölimen am 15. Ok- 
tober 1864, trat am 7. Oi<tober 1883 in das Stift Klübterncubur^\ 
le^te hier den 9. Oktober 1887 die feierliche Profeß ab und be- 
ging am 15. Jänner 1888 die Feier seiner Primiz, Nachdem er 
einige Zeit in der Seelsorge gewirkt liatte, wurde er 1892 zum 
Professor der AAoia! an der theologischen Lehranstalt des Stifte^ 
Klosterneuburg ernannt, an welcher er bis 1901 dozierte, in diesem 
Jahre kam er als Verwalter der stiftlichen üüter in Ungarn nach 
SÜÜr im Veszprimer Konutat. 

F. Piffl war Mitarbeiter der ^Augsburger Postzeitung , redi- 
gierte von 1895 bis 1901 die in Klosterneuburg erscheinende 
»Zeitung für Stadt und Land«, arbeitete an dem von Dr. Franz 
Schnürer redigierten Allgemeinen Literaturblatt« der Leogesellschaft 
mit und verfaßte die: 

Predigt am Feste des heil. Leopold, Landespatrones von Osterreich, am 
15. November 1^03 in der Stiftskirche lier reg. lat. Chorherren zu Klostcrneu- 
burg. Wien 1Q03, Verlag des Stiftes Kit terneuburg. 8', 

Dr. Wolfgang Pauker. 

W. Pauker, geboren zu Tracht in Mähren am 14. Dezem- 
ber 1867, wurde den 19. September 1886 Novize des Stiftes Kloster- 
neuburg, legte am 5. Oktober 189Ü die ieierhchen Gelübde ab und 



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zelebrierte am 30. Juli 1601 sein ersies lieil^es Meßopfer. Er 
•wirkte Itierauf als Kooperator in Heiligenstadt, dann in Floridsdorf 
und seit 1897 in Hietzing, wo er zugleicli am k. k. Staatsgymnasium 
die Religionslehrerstelle bekleidete. Am 19. März 1896 promovierte 
er an der k. k. Universität in Wien zum Doktor der Philosophie. 
1902 kehrte er in das Stift Klostemeubuig zurück. Gegenwärtig 
ist er Religionsprofessor am Landesrealgymnasium und an der 
k. k. höheren Lehranstalt für Wein- und Obstbau in Klostemeuburg. 

Dr. Wolfgang Pauker, korrespondierendes Mitgtted der k. k. 
Zentralkommisston für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und 
historischen Denkmale^ schrieb neben Beiträgen in den >Blättern 
ffir Kanzelberedsamkeit« (Wien, Kirsch) die Abhandlung: 

»Kloftterneuburg« Im V. Band (1896) der vom Verein für Landesktmdc 
herausgeg^ebenen Topographie von Niederösterreich-^. (Diese Abhandlung ver- 
faßte Pauker im Vereine mit dem Chorherm Karl Drexler Is. d.j.> 

Ferner verfaßte er: 

Regesten zur Oesclildite von Hletzing. Wien 1898, »Austria< Franz Doli. 

83 S. 8". Separatahdruck aus dem »Vaterland . 

Die Pfarrkirche von Hietzing. Wien 1899, Jos. Bayer u. Comp. 38 S. 8*. 
Separatabdruck ans der Zeitschrift Alt -Wien i^. 

Der niarianische Bildercykhis des Stiftes Klostemeuburg. Eine ikono- 
graphische Studie. Siehe »Berichte und Mitteilungen des Aitertutnsvereines in 
Wien«. Band XXXV. Wien 1900. S. 1-32. 2 Lichtdrucktafeln. 

Oesangbttch zum Gebrauche beim kailiol. Gottesdienste an Mittelschulen. 
Wien 1902, H. Kirsch. 92 S. 12". 

T ehrhuch der katholischen Liturgik für österreichische Mittelschulen, 
Wien 1905, k. k. Schulbüchervcrla}^. IV u. 130 S. 8'. (Mit Illustrationen.) 

Lehrbuch der Offenbarungüge^chichte des Alten Bundes für österreichische 
Mittelschulen. Wien 1905, k. k. Schulbücherverlag. 8 . (Mit Illustrationen.) 

Beiträge zur Orts- und Pfarrgeschichte HIetzings. Mskr. Im Druck. 

Hermann Pfeiffer. 

H. Pfeiffer, geboren am 15. April 186S in Wien, fni Stifte 
Klostemeuburg am 23. September 1888 eingekleidet, legte am 
2. Oktober 1892 die feierliche Proteid ab und verrichtete am 
30. Juli 1893 sein erstes heiliges Meßopfer. F.r war von 1896 bis 
Ende 1900 Kooperator in Korneiihiiri'' und Keligionslehrer am 
dortigen Oyninasium, worauf er als Kooperator nach Hietzing (Wien, 
X!II. Bezirk) versetzt wurde. Seit 1004 ist er Stiftsbihliothekar und 
Professor der Pastoral an der tiieologischen Hausieiiranstalt des 
Stiftes Klosteiiunihurjr. 

Cliorherr i'fLifier lieferte für die Quellen zur Geschichte der 
Stadt Wien , herausgegeben vom Altertumsverein zu Wien (1895 
bis 1900, in Kommission bei Carl Konegen, in 4*^) die 



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Regesten aus dem Archive des (1786) «u^dhobenen Chorhetrenstiftes 
St. Dorothea in Wien. Vide op. cit. 1. Abteilung, Band III (1807), pag. 1-8S. 

Er verfaßte auch den Beürai?: Anschaffung von kirchlichen Objecten der 
Kleinliunst im Stifte St. Dorothea vom Jahre 1592—1620. In den »Berichten und 
Mittheilungen des Alterthums* Vereines zu Wien*. In Komnilssion der Bndh 
handlung Carl Gerold und Sohn. 4*. Band XXXI» S. 51—58. 

Vinzenz Ludwig. 

Vinzenz Ludwig ist am 18. Juli 1875 zu Nieder-Hfllers- 
dorf in Schlesieng eboren. Er trat am 28. August 1804 in das Stift 
Klostemeuburg» legte am Z Oktober 1898 die feierliche Profeß ab 
und brachte den 26. Juli 1899 sein erstes heiliges Mefiopfer dar. 
Nachdem er zwei Jahre lang als Kooperator in Meidling (Wien, 
XII. Bezirk) gewirkt hatte, kam er 1901 als Professor der Moraltheo- 
logie an die theologische Hauslehranstah des Stiftes Klostemeubuig. 

Chorherr Ludwig Ist Mitarbeiter des »Korrespondenz-Blattes 
ffir den katholischen Klerus Österreichs« sowie anderer Zeitschriften 
und verfaßte als Direktor des Apostolats der christlichen Tochter 
in Klosterneuburg das 

Stattttenbücblein des Vereines: »Aposttdat der christliclieii Tochter« ia 
Klottemeuburg. Klosterneuburg 1903, im Verbige des »Apostolats«. Ferner 
schrieb er: 

St. Vincenz von Faul und die heiligste Eucharistie. Wien 1905, Kir$cfa. 

Berthold Cernfk. 

Bert hold C e r n i k, geboren am 16. Oktober 1879 zu Klo^ter- 
neuburg, empfing am 28. August 18Q8 in der Stiftskirche zu Kioster- 
neuburg das Ordenskleid dei Augustiner-Chorherren, !e?^e am 
15. März 1903 seine [*rofeti ab und brachte am 26. Juh' IQÜJ sein 
erstes heihges MLi3u]3fer dar. Seit August 1904 ist er Personal- 
kooperator in Kntzendorf. 

Er veröffentlichte: 

Die Wissenschaft und das Aujjustiner rhorherrensfift Kloslcrncuburg. 
Ein Beitrag zur österr. Literaturgeschichte. Wien IWO, Mayer & Comp. 68 S. S". 

St. Leopold, Österreichs Fürsprecher im Himmel. Ein Bild von dem 
frommen Wandel Leopolds III, Markgrafen und Landespatrones von Österreidi 
(Nieder- und Ober>Östenreiefa) als Vorbild für unser eigenes Leben. Wien 1901, 
Verlagshandlung >St Norbertus«. Kleines Taschenformat, 104 Seiten mit 3 Illu- 
strationen und Titelbild in Farbendruck. 

Die Schriftsteller der noch besiehenden Aiig:nstiner-Chorherrpnstiftc Öster- 
reichs von 1600 bis auf den beutigen Tag. Wien 1905, Heinrich i^irsch. 8*. 

Andreas Weißenbäck. 

Er Ist den 26. November 1880 zu St. Laurcn/c ii am Wechsel 
in Steiermark geboren und trat am 28. August 1899 in das Stift 
Klosterneuburg. Am 20. September des Jahres 1903 legte er die 



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feierliche ProfeB ab, und am 24. Juli 1904 empfing er die heilige 
FViesterweihe. Chorherr Wei6enbäclc arbeitet auf musilcalischem 
Gebiete. Er ist Mitarbeiter des »Korrespondenz-Blattes 
für den Icatholischen Klerus Österreichs«. In der Beilage 
zu Frommes Kalender für den katholischen Klerus Österreich-Un- 
garns 1905 erschien von ihm ein größerer Artikel »Zur Reform 
der Kirchenmusik«. Von seinen größeren Kompositionen seien die 
Messe in F und die in D ffir größeres Orchester erwähnt. 



Cernik, Scliriftsteller der Augastiner-Cborhtrrenstihe. 



18 



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VL 

Schriftsteller des Augustiner-Chorherrenstiftes 

Vorau 

von 1600 bis auf den heutigen Tag. 



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ChHstophor lloniewskf. 

C h r i s t o p h 0 ru s ^oniewski. artiiir^i et philosophiae 
Baccalaureus, adeliger Herkunft'), ini Jahre \blb zu Krosno in 
Polen geboren, gestorben am 24. Februar IüdO, war der erste, der 
die 1 ehcnsgeschichte des seligen Stanislaus K a z i m i e r c zy k, Chor- 
herrn von Kasimir (jetzt Krakau), in polnischer Sprache herausgab. 
Dieses Werk erschien im Drucke unter dem Titel: 

2ywf)t, Sprawy i cudownc Boskie wstawienie poboznego kapiana Bl. 
Stanislawa Kazimierczyka przy Krakowie na Kaimierzu u Bozego Ciata Con- 
gregacyey Zbawicielowey, Kanonikdw z Laterann wcdhig reguly Sw. Augustyna 
fOiiionikt y Podpreeorzego. >Detis in Sancto via Tua, quis Dens imig^tts, sicnt 
Deus notter. Tu es Dens, qul facis mirabilta.« Ps. 76. Ku chwale Bozej y czd 
Swi^tych jego wybranych z tym poboznym y Bfogoslawionym, dopiero teraz 
Polskim j^zyktem napisany dostateczniej y wla^niej, nlTicli byl przedtem po 
Lacinie wydany w roku 1609. przez Ks. Krzysztofa Loniewsktego ie^of Con- 
ventu Kanonika z dozwoleniem Starszych w Krakowie w drukarniey Lazarzowey 
Maciej J^dneiowczyk drukowal rokn. P. 1617.*) 

Am Ende dieser Arbeit befindet sich eine Darstellung des 
Lebens des seligen Meinhard, Augustiner-Chorherrn aus dem 
Kloster Siegeberg (Zegebert) Im Holsteinischen, Bischofs von Kirch- 
holm und Apostels der Liven (1186), sowie eine Lebensgeschichte 

') Wie aus Kaspar Niesieckis »Wappensammlung« erlielU» fährte to- 
nicwski den Titel »von Nalcc? . 

•) >Lcben, Taten una wunderbare Fürbitte des gottseligen Priesters Stanis- 
lans Kizimicrczyk, Cliorherra nnd Vtzepriore in Kasimir bei Krakau an der 
Corpus-Ciirlsti-iCirclie der regulierten Chorherren von der Kongregation des 
Allerheiligsten Erlösers unter der Reget des hl. Augustin. »Dens in Sancto via 
Tiia, quis Deus magnus, sicut Detis noster. Tu es Deus, qui facis mirabilia.« 
Ps. 76. Zur Ehre Gottes und seiner auserkorenen Heilij:fen mit diesem Frommen 
und Seligen, erst jetzt in polnischer Sprache verfaßt, vervollständigt und be- 
richtigt, wälirend es früher nur in lateinischer Sprache herausgegeben wurde 
im Jahre 1609, durch Ks. Christophor toniewsM, Chorberrn aus derselben Kon- 
gregation, mit Erlaubnis der OI)eren.« Krakau. Lazarus-Buehdruckerel. 1617. 
Cernik, ScfariftiteUcr der Aii2ii«(lii«r<3iorhcrrcastlft«. 22 



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der seligen Jutha, Äbtissin der regulierten Chorherren zu Chehn 
(Cholm), die am 5. Mal 1260 Im Alter von 40 Jahren starb. 

Außerdem veröffentlichte lioniewski: 
»Reguta Beatlssimi Patris Aurelil Augustini Hipponensis Episcopi: De 
communi vita Clericonint. Hiiic adjecta collectto Petri Claretae, Canonici regn* 

laris de domo Rudnicensi super statuta Canonlconim Regularium ac modus in- 
vestiendi atque profitendi in eodem Ordine canonico cum explanatione cx 
Capituüs Statutoruni, adjuncta in finf collectione confraternitatiim cum canonici? 
Tremesnensibuii, Czerweneu. Mstuvien. Calissien. Klodavieri. Prägen. Vratislav. 
Viennen* Rudnicen. Stembergen. Fulnecen. Prostavcn. Olomucen. Trebonen, 
etc. refmpressa. In usum Canonicornm Regularium Crac. Conventus Eccl. SSmL 
Corporis Christi in Caslmiria. Cracov. in typographfa Matth. Andreov, 16161 
(154 pag.) 

Dr. Paul PukaJa. 

Paul Puka^a, Üokior der Theologie, stammte aus Kazi- 
mierz (Kasimir), war Prior in Bychövv und praedicator Ordi- 
narius an der Fronieichnamskirclie in Kraicau und starb am 
13. Jänner 1631. Er veröffentlichte das Werk: 

Geneaiogia Sacri et Apostolici Ordinis Canunicurum Regularium S. 
Augustini Lateranensiutn S. Salvatoris contexta olim a Joanne de Nigra 
Valle Ordinis Praemonstratensium. Nunc vero in iucem edita studio P. Puicalii 
(Pulcala), Can. Reg. in Aede SS, Corporis Cliristi Casimiriae ad Cracoviua 
Praedicatoris Ordinarii. Cracoviae, Typ. Matth. Andreov MDCXIX. 

Gewidmet ist das Werk Nikolaus Wolski, dem Biircrvogte 
(Castellaneus) von Witebsk und Gründer des Klosters der Augustiner* 
Chorherren zu Krzemienica in Lithauen.*) 

Johann Biesiekerski. 

Biesiekierski, welcher vor seinem Eintritt in den Orden 
der Augustiner-Chorherren Jesuite gewesen war, im Jahre 1635 
zu Kras'nik aus diesem Leben schied und dort auch begraben wurde, 
ist der Verfasser der trefflichen Schrift: 

Krötka nauka o czci i poszanowaniu obrazöw Swictych, przydane opisanic 
obrazu Najiiw. Maryi I'anny w kaplicy ko^clofa Bo/ej>;o Ciaf.T Wieiebnycii 
Ojcöw Kanonikow l_ater. Sw. Augu^tyna na Ka^imierzu przy Krakowie. Deus 
creavit de terra horainem et secundum imaginem suam fecit iUum.« Eccies. 17. v. 1. 
(Cedruckt mit Genehmigung der Superioren in iOakau bei JMatthlas Andnejow* 
czyk. A. D. 1624. 26 Bl.» got. Druck, mit einer Titelscbrift in Holzschnitt ver- 
sehen.)') 

') Vide Jocher, I^olnische Bibliographie: Kirchengeschichte No. 9202. 

*) »Kurze Belehrung über die Verehrung der Heiligenbilder. Im Anhaaf 
Beschreibung des Bildes der Ailerheiligsten Jungfrau Maria in der Kspetfe 
der Corpus-Christikirche der liochw. lateran. Augustiner-Chorherren in Kssinilr 
bei Krakau. Dens creavit de terra hominem et secundum imaginem suamiedt 
illum.« Eccl. 17. v. 1. 



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339 



Am Schlüsse des Schriftchens, das eine Belehrung Ober die ehr- 
furchtsvolle Behandlung der Heiligenbilder nebst einer Beschreibung 
des Bildes der heiligen Jungfrau Maria in der Kapcjle der Corpus- 
Christikirche in Kazimlerz bei Krakau enthält sind einige Worte 
Ober die lateranensischen Augustiner-Chorherren beigeffigt 

Anmutig ist in dieser Arbeit die Schilderung des Gottesmutter- 
bildes, das Biesiekierski folgendermaßen beschreibt: »Das länglich 
ovale Antlitz der Mutter Oottes, ein wenig nach rechts hingeneigt, 
ist unaussprechlich schdn und heiter. Je länger man dasselbe be- 
trachtet, desto schöner, heiterer und wunderbarer erscheint es und 
man meint, es wolle sprechen. Durch seine Schönheit und Fröhlich- 
keit erweckt es im Herzen des Schauenden fromme Stimmungen 
und zwingt ihn zur Andacht Wer sich darein vertieft, muß gestehen, 
daß Gott diesem Bilde einen besonderen Reiz verliehen hat, der 
es vor anderen Bildern auszeichnet Mit der rechten Hand zeigt 
die makellose Jungfrau ihrem Söhnlein den Apfel, das Symbol der 
Sünde der ersten Eltern, mit der linken hält sie das auf ihrem 
Schöße stehende Ktndlein um die Hflftchen geschlungen und drückt 
es sanft an sich. Das Kindlein selbst hält im linken Händchen 
eine belaubte Weintraube, wahrscheinlich zur Erinnerung, daß es, 
um uns zu erlösen, in der Kelter seiner Lekien am Kreuze den 
Weintrauben gleich gepreßt wurde und unserer Erlösung wegen 
sein so teures Blut reichlich vergossen hat Das rechte Händchen 
hebt e$ zum AntlitE seiner liebsten Mutter empor. Welch schätz- 
bare und unzertrennliche Kleinodien! Durch götfl^e FOgung 
konnte der Sohn nicht Mensch werden ohne solche Mutter, es 
konnte die Jungfrau nicht Mutter werden ohne solchen Sohn.« 

Ferner erschien von Biesiekierslci die Schrift: 

Sziachcic polski starozytny, na po^/.ebie s}awnej pami^ci IMci Pana 
Wojciecha Wybranowskiego z Wybranowa kleynotu Poray wystawiony w 
Itoidele Knlnidclm fMnytn od Ks. Jttia Augustyna Biesiekfersldeso, Kftnonika 
Zakontt iw, Augustyna Cotigregatlonis Lateranensls. Cum iicentia Superionim. 
(Lublin bei Paul Konrad A. D. 1632. 40 S. in 4* got. Druck.)*) 

Als Manuskript hinterließ er: 

Das Lel>en dts seUsfen Stanislaus Kazimierc^k. 1633. (Diese Hand- 
schrift erhielt später der Chorherr desselben Klosters Hyacinth Uberius von 

den Jesuiten bei St. Peter in Krakau. Ihr entnahm auch Stephan Ranotliowicz 
die Beschreibung von 12 Wundertaten des seligen Stanislaus.) 

»Ein alfehrwGrdiger polnischer Edelmann. Grabrede am Sarge des Hoch- 

wohlgeborneii Herrn Adalbert Wybranowski von Wybranowo, Ritters von Poraj. 

Gehalten iti der Krisiiiker Pfarrkirche von Ks. Joannes Augustin Biesiekierski, 
He^ul. Außustiner-Cborherrn Congregationis Lateranensis^. Mit Erlaubnis der 
Ordensoberen. 

22' 



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Dr. Martin Kloczyilski. 

Martin von Kfoczyriski, Doctor jur. can. et civ., XI. Prae- 
latus Generalis der lateranensischen Chorherren in Polen und 
Litliauen, wurde im Jahre 1562 geboien. Er stammte aus einer 
adeligen Familie, welche das Prädikat *Jastrz«^biect führte. Sein 
Wappen besteht aus einem mit einem Pfeile durchbohrten Habichts- 
flügel. Bevor Ktoczynski lateranensischer Chorherr wurde, war er 
Pfarrer in Riecz und Czchow, dann Domherr in Skalbiuierz und 
schließlich Aktiiarius der Krakauer Bischöfe Georg Radziwilf und 
Bernard Maciejowski sowie Auditor der römischen Kurie und des 
päpstlichen Ablegaten Franz Simonetti. 

Als nach dem Tode des Vorstehers der Krakauer Chorherren 
Maniecki (1611) - des X, Oeneralvorstehers — keiner von den 
Kanonikern das erledigte verantwortungsvolle Amt zu übernehmen 
wagte, riet Bischof Tylicki, den frommen Priester K^oczyrtski dazu 
zu berufen, der damals eben nach Rom reisen wollte, um sich 
dort in ein Karmeliterkloster zurückzuziehen. KJoczyriski weigerte 
sich, dem Rufe zu folgen, indem er unter Tränen auf seine Uo« 
Würdigkeit hinwies. Endlich siegte der Gehorsam geg^en den 
Bischof über seine Demut und am Samstag vor dem Sonntag 
Quinquagesimä 1612 trat er in das Kloster der regulierten 
Chorherren zu Krakau ein. Obwohl er sogleich zum Prälahis 
Generalis erhoben wurde, legte er erst sechs Jahre nach seinem 
Eintritte die Ordensgelübde ab. Im Kloster zeichnete er sich 
durch viele Tugenden aus, und zwar besonders durch eine 
staunenswerte Enthaltsamkeit — er nahm nur dreimal in der 
Woche Speisen zu sich. Und wie die Tugenden in ihm im 
höchsten iVlafie vereinigt waren, so war ihm auch keine Wissen- 
schaft fremd. Der würdige Vorsteher wurde daher vom Bischöfe 
wiederholt mit der Führung wichtiger Geschäfte betraut Er wurde 
zum Synodalrichter, zum Visitator verschiedener Frauenklöster 
ernannt und, als es sich um die Beatifikation des Vinzenz 
Kadtubek und des Johann Kanty handelte, als Kommissär nach 
Rom gesandt Bischof Peter G^bicki ließ von Ihm sogar die 
Dtözesanstatuten ausarbeiten. Die Ordensdisziplin und den Ordens- 
gerst zu heben, war Kfoczynski Hauptbesfreben während der 
33 Jahre seiner Regierung. Unter ihm entstanden in Polen die 
regulierten Chorherrenstifte Kra^nik, Wolbrom und Suchs, in 
Lithauen die zu Krzemienica, Bychöw und Wilna. Alle diese Kanonien 
waren wie in geistiger so auch In materieller Hinsicht von dem 
Chorherrenstifte Krakau abhängig. 



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341 

Im Jahre 1613 bekam Ktpczyrisld von Rom die Erlaubnis, die 
Bruderschaft »Quinque vutnerum Christi« an der Corpus-Christi- 
Kirche einzufahren. In gleicher Weise rief er die bereits im 
Jahre 1347 (15. April), also zur Zeit der Erbauung der Corpus- 
Christi-Kirche, vom Papst Klemens V. bestätigte Bruderscliaft SS. 
Corporis Christi«, welche mit der Zeit ganz vernacltlässigt wurde, 
wieder ins Leben.') Die Spuren seiner TätiLkLit und sLideb Eifers 
sind heute noch an der FronleichnainskirchL zu bclien : der kühn 
gegen den Himmel aufsteigende Turm, zahlreiche Altare und das 
praclitige ürabrnal des seligen Stanislaus Kaziinierczyk zeugen, 
wie sehr er »dilexit decorem domus Dei . .W irtin Kfoczyriski starb 
am 8. Februar des Jahrcb lü44 und wuide in der Corpus-Christi- 
Kirche in einer eigens für ihn erbauten Gruft feierlichst bestatttrt. 
Auf der Generalversaninilung der regulierten iateranensischen Chor- 
herren Polens im Jahre 1Ö47 beschloß der dankbare Orden, sein 
Bild mit der Inschrift »Plus quam fundator iste« in der Kirche 
aufzuhängen, in welcher er begraben ist 

Kiroczytiski arbeitete an den: 

Constitutiones Synodomm Metropolitanae Eccieftlae Onesnensis Pro- 

vincialium Authoritnle Svntuii I'rovtncialls O^bicfanae per Deputatos recog- 
nitac iussu vero et ojiera illini et Rmi D. D. Joannis W^/yk Dei et A. S. G- 
Archiespisc. Gnesn. etc. editae. Cracoviae in üffic. Andreae Petricovii S. K. M. 
Typographi A.D. 1630.(4", 417 S.) — einer Sammlung der ältesten und der 
fpiteren Verordnungen bis zum Jahre 1630. 

Das Werk beg|jnnt mit dem Pastoralbriefe des Erzbischofs 
Johann W^iyk und mit der Verordnung der Synode zu Ptotrköw 
vom Jahre 1621, kraft deren die Kodifikation der Synodalkonstitu- 
tionen der Onesner Provinz dem Krakauer Archidiakon Johann 
Fox (Foxtus), dem Pfarrer der Kathedralkirche zu ^uck Franz 
Zajerski, dem Archidiakon von Sandomierz Martin Ktoczyilski und 
dem Domherrn von <Lowicz Nikolaus SkiemiewskI anvertraut wurde ^ 

Jocher erwähnt, daß der Archidiakon von Krakau Johann Foxtus 

femer JMartin KtoczyHski und Sebastian Nuceryn, Prediger an der 

Krakauer Kathedralldrche, auf OehelB des Erzbischofs von Onesen 

Johannn W^iyk das: 

Rituale Sacramentorum ac aliarum ecctesiae caeremoniarum ex decreto 
Synodi Provindalls Petricovlcensis ad uniformem Ecdeslarum Regni Polonlae 

usum recens editum. Cracoviae in Officina Andreae Petricovii 1631. (4', vier 

Blätter Einleitung und 151 Seiten«) 

zusammengestellt haben. 

>) Siehe Manuskript Nr. 5357 der Jagellonischen Bibliothek In Krakau 
unter »Krakau«, »Lateran. Chorherren-. 

*) Siehe Jocher, Polnische Bibliographie : Kirchenrecht, No. 7503. 



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342 



Die Einleitung des Rituals enthält einen Hirtenbrief des Eiz- 
bischofs W^k, durch welchen die polnische Oeistlichiceit auf- 
gefordert wird, sich dieses Rituals, das nach dem Rituale Romanum 
redigiert wurde, zu bedienen, 

Dr. Hyazinth Liberias. 

Ein hervorragender Prediger in der Zeit der Könige Joiiann 
Kasimir und Michael Korybut, also in einer Epoche, wo die kirch- 
liche Redekunst fast ganz daniederlag^, war der regulierte Chor- 
herr Hyazinth Liberius. Liberius, der Sohn eines Stadtrates, 
wurde im Jahre 15QQ in der früher von Krakau abp^esonderten 
Stadt Ka/iniierz (Kasimir) geboren. Nachdem er im titernliause 
einen sorgfältigen Unterricht g^ennssen hatte, bezog er die Jagel- 
ionische Universität. Um das Jahr 1617 ließ er sich bei den re- 
gulierten lateranensischen Chorherren seiner Vaterstadt einkleiden. 
Bald nach der Profeii erwarb sich Liberius den Rang eines 
Magisters und trug auf der Jagellonischen Universität Philosophie 
vor. Später wurde er theologischer Studien wegen nach Rom ge- 
sandt. Hier oblag er drei Jahre den Studien, worauf er zum Doktor 
der Theologie promoviert wurde. Er begab sich nun nach Mailand, 
wo er drei Jahre lang im Kloster der lateranensischen Chorherren 
Philosophie lehrte. 

Als er wieder zu seinen Mitbrüdern nach Krakau zurückgekehrt 
war, wurde er wirklicher Prediger (»Ordinarius praedicator«) der 
Corpus-Christi-Kirche, Lektor der Philosophie und Magister der 
Novizen. — Im Jahre 1640 bestimmte ihn Prälat Kloczytiski mit 
Genehmigung des General kapitels und Bestätigung des Aposto> 
iischen Stuhles zu seinem Koadjutor cum jure successionis. 

Was Hyazinth Liberius die schwere Bürde des Vorsteheramte% 
das er 1644 übernahm, angenehm machte, war die Liebe seiner 
Ordensbrüder und die Hochachtung, die ihm von den Bischöfen 
entgegengebracht wurde. Die Bischöfe O^bicki und Trzebicki 
schätzten ihn so sehr, daß sie ihn bei allen wichtigen Angelegen* 
heiten zu Rate zogen und ihn auch zum Censor aller Bücher re- 
ligiösen Inhaltes und zum Visitator der Frauenklöster ernannten. 

Zur Zeit der schwedischen Invasion, von der auch Krakau und 
Kazimierz heimgesucht wurden, brachte Liberius alle kirchlichen 
Kleinode seines Ordenshauses, die Privilegien des Klosters und 
den Klosterschatz im Kloster der regulierten Chorherren zu Fulnek 
(Mähren) in Sicherheit. Nur zweitausend polnische Culden ließ er 

') Jücher, Polnische Bibliographie Bd. ilU Ritualia No. 6372. 



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343 



den zehn Patres zurück, die freiwillig im Kloster zu Corpus Christi 
blieben. Die übrigen Chorherren hatten sich in den Konvent der 
later. Chorherren zu Sucha in Oalizien geflüchtet 

Hyazinth war bei all seiner Gelehrtheit ein Mann von der 
größten Frömmigiceit Besonders verehrte er die seligste Jungfrau 
Maria. Ihr zum Preise ließ er im Jahre 1662 eine Kapelle erbauen» 
die auf der Außenseite mit der bezeichnenden Inschrift »indignus 
saceUanus et servus« versehen ist Ein überaus sanftes Oemüt zierte 
den frommen Marienverehrer, der am 23. Oktober 1073 sein segens- 
reiches Leben beschloßt Er hatte 39 Jahre die Würde eines wirlc- 
lichen Predigers an der Fronleichnamskirche bekleidet und 29 Jahre 
die eines Praepositus generalis» beide in der rühmlichsten Weise. 

Als Oeneralvorsteher stellte er in manchen Klöstern seines 
Ordens die gelockerte Ordenszucht wieder her und vermehrte die 
Einkünfte der sehr armen later. Chorherren Polens und Lithauens. 
Als Prediger fand Hyazinth Liberius ungemein viele Zuhörer und 
großen Beifall. Seine im Drucke erschienenen Predigten wurden 
der Geistlichkeit von den Bischöfen sehr empfohlen, sie wurden 
weit verbreitet und gern gelesen. 

Die von Liberius hinterlassenen Schriften um- 
fassen drei Bände in 4^, in gotischem Druck. Die ein- 
zelnen Schriften mögen im Folgenden angeführt sein: 

1. Oospodarz niebii i zienti Jeztis Cluystua Syn Boiy wdelony w przednie 
nroGzystoici tajemitic 1 dzf«t swoich poboinemu auditorowi na Kazaniacli 
wysiawiony. Dralc Balcera ^niieszkowlca w Krakowie. 1657—1669; str. 719.*) 

Dieses Werk wird eingeleitet mit einer Widmung an den 
Bischof von Krakau, Andreas Trzebicki, und mit dem Dankschreiben 
dieses Bischofs an den Verfasser. In dem Schreiben sind die Worte 
zu lesen: »Ihr habt durch diese Arbeit Euch und dem Orden einen 
Überaus großen Verdienst im Himmel erworben, für die Stadt 
Krakau und die ganze Diözese einen herrlichen Schmuck geschaffen, 
den Predigern endlich ein nachahmungswürdiges Subsidium ge- 
geben.« — Der Inhalt des Werkes besteht aus 39 Predigten (je drei 
für verschiedene Feste des Herrn) fast durchweg dogmatischen 
oder moralischen Charakters. Es sind größtenteils ausgezeichnete 
Reden, die noch heute jedem Prediger von Nutzen sein können. 
Diesen Predigten sind beigefügt: Weihnachtslieder verschiedener 
Stände zum Neujahre und zum Festtage der heiligen drei Könige; 
a) eine Predigt auf den heiligen Ignatius, den Stifter der Oesellschaft 

') »Der Herr des Himmels luui der Erde jesus Christus, der nienschgfcwordene 
Gottessohn, an den Haupifesten <irs Herrn dem froninien Ztihurer in Predigten 
dargesteUt.< Druckerei Bultbasar bimebzkowic. Krakau 1037 - 16ö9. 719 S. 



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344 



Jesu, und b) L-me auf den selif^en Johann Kanty (Johannes Cantius), 

den Theoiogc^n und Professor der Krakauer Universität. 

a) Przylbica ioJnierska z bogaiym pszczot rojem w oktaw<j wielktego 
Patryarchy i fundatora Societatis Jezu iw. Ignacego przy konklu^yi nabozehstwa 
I dzi^kowaaia Panu Bogu za azc^^liwie przeiyty wIek abo sto lat Soc. Jezn r. 
1640 dnia 5 sierpnia w Koideie aw. Barbaiy OO. jezulttfw zalecona. W 
Krakowie, w drukarni Baicera ^mieszkowica. *) 

Der Autor zählt in dieser Schrift nach dem Breviarium die 
religiösen Arbeiten der Jesuiten auf: die Meditnttonen, Katechisationen, 
Missionsreisen und Disputationen mit den Häretikern, er zeigt, wie 
die Jesuiten in den Schulen gelehrt haben, wie sie Werke verfaßt 
haben und den Nächsten immer mit ihrer Hilfe beigestanden sind. 
Oeizig waren sie gegen sich, freigebig und opferwillig, wo es sich 
um Gottessachen handelte. Dann erklärt Liberius, wie sich die Mit- 
glieder der Soc. Jesu den Titel »Patres xax i^oyrv« erworben haben, 
der anderen Orden nicht verliehen wurde, und schließt schdn und 
erhaben: »Da die Jesuiten sich den Namen vom Heiland genommen 
haben, prophezeit ihnen der Verfasser eine schöne Zukunft and 
wQnscht ihnen, daß sie zum Met der Wissenschaft und Gott- 
seligkeit werden«. Zuletzt stehen die Worte aus Ovidü Tristium I. : 
»Quo pede cepisti sie bene semper eas. Sicut dies luventutis tuae 
ita et senectus tua.« Amen. 

b) Lapis angularis, katnieri w^gielny, abo kntny na poparcie osiabiatCi^ 
Krölestwa w .<u hitobliwym mezti t studze boiym Janie Kantyni teologii pro- 
fesorze Akademii Krakowskiej upatrzony, a przy zacz^ciu komisyi od ^w. Apost. 
Stolicy na dalszq o äwi^tobliwego cudach i czci jego w wiernych infurmacyii 
naznaczonej w kazanin r. 1667 ntarca 9. w kolcide <w. Anny poboinenm audl- 
torowi pokazany.*) 

Eine vortreffliche Rede, voll Glauben und B^eisterung; aus- 
gezeichnet durch reine^ schöne, inhaltsvolle und makarismenfreie 
Diktion I Der Prediger weist auf die vielen Wohltaten hin, die von 
Johann Kanty ffir die Jagellonische Universität erfleht wurden, er 
preist die Alma Mater, ruft zur Buße und schließt mit einem Ge- 
bete zu Johann Kanty. 

') Der Soldaten-Helm mit reichem Bienenschwanti. Predigt in der Oktav 
des großen Patriarchen li^natius, Gründers Soc. Je^ii. beim Schlüsse der Dank- 
sagungsandacht für ein glücklich beendigtes Jahrhundert Soc Jesu, im Jahre 1640 
am 5. August in der Jesuitenkirche zur hl. Barbara gehalten.« Krakau, Druckerei 
Balthasar Smieszkowic. 

^ »Lapis angularis oder ein Eckstein« dem geschwächten Kön^elcbc zur 
Stütze gegeben in dem heiligmäßigen Manne und Diener Gottes Johannes 
Kanty, F^rofessor an der Krakauer Akademie. Eine I^redi^^t, gehalten vor einem 
jrläubipfen Auditorium in der Kirche zur hl. Anna den 9. März 1667 bei der 
Inauguration der vom heil. Stuhl berufenen Komission zum Zwecke weiterer Infor- 
mation in betreff der Wunder und der Verehrung des genannten Dieners Oottes.« 



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345 



2. QotpcMlyiii nieha i ziemf Najsw. Maiya Paniu, dwudziest« kazail na hymn 

ko^cielny »O g!oriosa Dotnina«: po roinych w Krakovdc kofdolach w^wlona. 
W drukarni wdowy Luk. Ktjpis?. 16'57. 378 Seiten.') 

Dieser Sammlung von Marienpredigten sind drei Predigten auf 
den Schutzheiligen Polens, auf den heiligen Hyazinth, und eine auf den 
heiligen Augustin beigegeben, die Liberius während einer Visitation 
der dem Kraicauer Konvent unterstehenden Klöster in der Kirche 
zu Bychöw (in Weißrußland) hielt. 

Die Marienpredigten, gewidmet dem Bischof Peter G^bicki und 
approbiert vom Rektor der Krakauer Universität Stanislaus Roiycki, 
wurden in folgenden Kirchen Krakaus vorgetragen: in der Corpus- 
Christikirche, in der Pfarrkirche zur heiligen Jungfrau, in der Kirche 
der heiligen Katharina, in der Dominikaner- und in der Bernardiner- 
kirche, gewiß der glänzendste Beweis, daß Hyazinth Liberius als 
besonderer Marien Verehrer allgemein bekannt war. Übrigens zeugen 
die Predigten selbst nicht bloß von trefflicher theologischen Bildung, 
sondern auch von seiner glühenden Liebe zu Maria. 

3 Qwia/da morska Naj^w. Mar)'a Panna trzydziestq kazan na hymn Avp 
maris Stella po röznych w Krakowie kosciolach poboinemu aud>iorowi zaie- 
cana od ... Kiaköw 1670, duiK Stanislawa Piolrowczyka. 6SS Seiten.-) 

Oeu idiTiet ist dieses Werk dem König Michael Korybut. Bei- 
gedruckt ist der polnische und der lateinische Text des Hymnus. 

»Meeresstern« ibt dab letzte Predtgtwerk, das Liberius verfaßte. 
Es übertrifft an Trefflichkeit seine erste Sammlung von Marien- 
predigten bedeutend. Aus der letzten Arbeit des eifrigen Chorherm 
ersehen wir, daß er ein gründiiclier Kenner jener Kirchenväter war, 
die über die seligste Jungfrau geschrieben haben. 

Zur Zeit unheilvuller Kriege, innerer Zwiespalte und der schreck- 
lichen Pest fordert er zur Besserung der Sitten und zur Buße auf, 
da nur auf dicbc Weise Gott wieder versöhnt werden könne. — 
Wenn Liberius auch S kargas strenge oder Birkowskis nieder- 
schmetternde Art des Predigens nicht eigen ist, so weckt und verbreitet 
er doch mit seiner sanften, aber schwungvollen Rede in unver- 

-) »Die Herrin des Himmels iind der Erde» die allerselisste Jungfrau 
Mttiat in zwanzig Predigten, aufgebaut auf dem Hymnus »O gloriosa Domina«, 
in verschiedenen Kirclien Kralcaus gepriesen.« Drucicerei Lukas Kupisz. 1657. 

378 Seiten. 

') »Der Meercsstern. die alierseligste Jun^rau Maria. DrelBis/ Prcdifrten^ 
aufgebaut auf dem Hymnus ^Ave maris Stellas verschiedenen Kirchen Krakaus 
vor einem gläubigen Auditorium gehahen.« Krakau 1670. Druckerei Stanislaus 
Piotrowczyk. 688 Seiten. 

Liberius weist in seinen Predigten öfter darauf hin, daB Maria oline Erb> 
Sfinde empfangen worden, auch ein Beweis, daß schon damals der Glaube an 
dieses »singulare Privilegium« Mariens in den Priestern und im Voilcc Polens lebte 



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346 



gleichlicher Weise den Kult der Schutzheiligen und der heiligen 
Jungfrau Maria, weichen er als eines der vorzüglichsten Mittel zur 
Abwendung der Strafgerichte Oottes von Polen erachtet 

Johann Kuklewicz. 

Der lateranensische Chorherr Johannes K u k 1 e w { c z, geboren 
zu Kazimierz, war als hervorragender Kenner der Rubriken durch 
zehn Jahre Verfasser des »Calendarium divinl officli« 
der KrakauerDiözese. Er starb im Jahre 1652 in'Krzemieniec 

Dr. Simon Au^stin Zegarth. 

Ze|j^arth, Doktor der Theologie, im Jahre 1Ö14 geboren, 
wurde im Jahre 1631 am Festtage des heiligen Augustinus zu 
Kazimierz In den Orden der regulierten Chorherren aufgenommen. 
Sein Leben und Wirken gereichte dem Orden zu großer Ehre. 
Johannes de Nigra Valle berichtet von Zegarth, daß er »vir excellen- 
tissimus in theologicis et mathematicis nec non in aliis scientiis« 
war. Nebst mathematischen Werken, die uns leider nicht näher be- 
kannt sind, verfaßte er folgende Schriften, die unge- 
druckt blieben: 

Tractatiis sie dictus Tnnttarius, seu de Scta. Trinitate. 

Traclatus theolo^rjci de fine hominis et Incarnatione Verbi, 

Supplementum ad fasciculuin vanariuni oratiunuin ex divcrsis auctoribus 
in proprium usnni coliectum per me Simonem Augustinum Zegarth, C. It L 
ad aedes SS. Corporis Christi Cracoviae in Casimiria. A. D. 1634 die 6. Aprflii. 
Tempore sacro quadrageslmali infra Dominicam »Judica« senPassionit. »SitnomeD 
Domini benedicttim in saecula.- 

Simon Zegarth starb am 14. Februar des Jahres 1056 in dem 
Städtchen Stara Wiei (Olifawa), wo er vor den Schweden Zuflucht 
genommen hatte, und wurde im Piaristenlcollegiuni zu Podoliniec in 
der Zips begraben. 

Dr. Ludwig Fa^ciszewskL 

Einer der berDhmtesten Prediger an der Corpus-Christikirdie 
war der reg. later. Chorherr Ludovikus Fa^ciszewski, Doktor der 
Theologie. Dieser wurde später Prior des Konvents der Augustiner- 
chorherren zu Kra^nik in Polen, wo er am 26. Mal 1667 aus dem 
Leben abberufen wurde. Fa^ciszewski verfaßte einen großen Band 
Predigten. 

') Cf. Dr. Jösef Krukowski: Rorbior krvlyczny kazan Ks. Jacka Libcriusra 
D. S. T. Proboszczöa ko^ciota Bo/.ego (-iata Kanoniköw Keguiarnych na Kazi- 
mierzu przy Krakuwie. Odbitka z Honiiletyki. Nakladem Autora. \S^8. 



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347 



Stephan Ranothowicz. 

Ranothowicz wurde in Kasimierz geboren und trat im 
Jahre 1637 in das Chorherrenstift Krakau ein. Er war nach seiner 
Priesterweihe Rat des Oeneralprälaten der polnischen Augustiner- 
Chorherren Wereszczyriski und wurde später mit der Würde eines 
Präpositus der Chorherrenklöster Sucha und Kurozw^ki ausgezeichnet 
Er starb im Jahre 1694. Ranothowicz pflegte mit Eifer historische 
Studien. Im Jahre 1660 gab er die Lebensgeschichte des 
seligen Stanislaus Kazimierczyk, wdche von l:oniewski 
d.) stammt, neu bearbeitet wieder heraus: 

Jasiu Pohodnia iycia Apostolskiego 2ywot Swiatobltwy U. Stanistawa 
Kazimierczyka, najprzöd w Sfawiiey Akademiey Krakowskiey Profes^orn y ^. Teol. 
Bakalarza, potym Canonicoriini Repiilarium S. Aupusttni u Bozcgu Ciala na 
Kazimierzu przy Krakovvie Zakonnika. Wprzod przez Ks. Krzystofa Loniewskiego 
Art. et PhlJ. Bacc Can. Reg. w. Rokti P. 1617. Teraz powtöre przez Ks. Stefan« 
Rinothowicza, Ttgfit Konwentu Zakomiego Kanonlka Roku Pailsk. 1660. Wysta- 
wiona Ecd. SSmi Corporis Christi Casimiriae ad Cracoviam. W Krakowie. W 
Drukamiey Dztedzicöw Stanisiawa Leiiczowskiego Bertut Roku Paiiskiego 1660.') 

Ein rühmliches Zeugnis von Ranothowicz' Arbeits- 
freude sind ferner dessen hinterlassene i^anusicripte: 

Casimiriae civitatis, Urbi Cracoviensi conformatae, Origo in eaque ecde- 

siarium erectiones et retigiosorum fundationes nec non series, vitae, res gestae 
praepositorum conventus Canonicorum re<^rnlarium lateranensium s. Augustini 
ad ecciesiam ss. Corporis-Christi, descriptae (ad an. 1693) a Stephano Ranotho- 
wicz, eiusdem Conventus et ecclesiae canonico reguian^professo. 

Das Leben des seligen Stantelaos Kazimierczyk von Christoplionis Lo- 
niewski . . . neuerdings von P. Stephan Ranotbowicz im Jahre 1680 bearbeitet. 
(81 El.) 

Vita, r'c^ir\ ei miraculn R. Stanislai Polonii, Casimiriae ad Cracoviam 
oriundi Canonicorum Re^uiarium Lateranensium ss. Salvatori;; s. Augustini 
Viceprioris . . . autore Martino Baronio Jaroslaviense a. 1609. (Q2 Bl.) 

Cathalogus virorum lllustrium et ernditonim in congregatione nostra 
Dacoviensi. (95 Bl.) 

Tabula reliquiarum baslifcae ss. Corporis Christi Canonicorum regularium 
Lateranensium, coordtnata mense Martio a. 1701 alia adscripta manu. (97 Bl.) 

Urbis Cracüviae descriptio et res gestae in ea ex Joanne Herbuto, regni 
Poioniae senatore et historico deprompta. (III Bl.) 

De episcopiü Cracuviensibus. (136 Bl.) 

') ■ Eine Leuchte apostolischen Lebens. Heiliges Leben des seli^'en Stanis- 
laus Kazimierczyk, riierst nn der berühmten Krakauer Akademie der Theologie 
Bakkalaureus und Protessors, dann Canonicorum Regularium S. Aupnstini an 
der Kirche Corporis Christi in Kasimierz bei Krakau Religiösen. Da^ erstemal 
durch Ks. Christoph Loniewski, Art. et PhfL Bacc, Can. Reg., im Jahre d. H. 1617, 
jetzt wiederum von Ks. Stephan Ranothowicz, Mitglied denelben Konvents, Im 
Jahre d. H. 1660 publiziert« Ecd. SSmi. Corporis Christi Casimiriae ad Craco- 
viam. Druckerei StanisUus Lenczowskis Nachfolger. Bertut A. D. 1660. 



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348 



Die Beschreibniif mancher Anselegenheiten» die In Krakan und Polen 

vorgekommen sind. (140 Bl.) 

Die Geschichte des schwedischen Überfalls Polens und der Stadt KnkiiL 
(140 Bl.) 

tine kurze Bemerkung über die Entstehung der Corpus - Chrisükirche 
in Kazimierz bei Knkan und des bei derselben befindlidien Goovuites Cauoni- 
corum regulär. S. Augusiinl. (143 Bl.) 

Die Beschreibung des Klosters der Corpus-Christildrche. (146 Bl.) 

Die Beschreibun}^ früherer Ordensregeln. (147 Bl.) 

Beschreibung mancher ziifälhger Angelepeiilieiten. (149 Bl.) 

Ex Chronica Pauli Piasecii, episc Premtsliensis a. d. 1587 . . . (128 BL) 

Dr. Michael Rnslecki. 

Nach dem Berichte des Joannes de Nigra Valle studierte 
Rusiecici in Olmütz Theologie, erlangte in Krakau den Doktor- 
titel, wo er auch in den Orden der regulierten Chorherren trat 
Hier erweckte er als »Magister Professorum« die Bruderschaften 
^SS. Corporis Christi« , »Quinque Virinerum« und »Annuntiatae 
Virginis Utteratorum« zu neuem Leben und gab für sie das Buch 
heraus: 

Tres Fontes. Notabiliter audum affeduosissimls preculis. 

Wegen seiner hervorragenden Eigenschaften wurde Rusiedd 
zum Visitator Commissarius für die Lithauischen Kanonien emaiuit 
Er leitete ferner mehrere Jahre lang als Prior aufs verdienstvollste 

die Kollegien der Augustiner- Chorherren zu Sl^onim und Wilfia 
und wurde endlich zum Praelatus g^eneralis der regulierten lateranen- 
sischen Chorherren in Krakau erwählt. Michael Rusiecki, der vier- 
zehnte in der Reihe der General Vorsteher, starb am 7. Oktober 1706 
im 72. Lebensjahre. 

Erwähnenswert ist, daß ihm der Subdiakon der lateraiiensischen 
Chorherren zu Krakau Paulus Fryzneker die Lobrede widmete . 
»Insigne solidi honoris sacra doctoratus theologiae laurea in illustri 
et admodum Reverendo Domino D. Michaele Rusiecki celebratum.« 
(Cracoviae, typ. Universitatis 1689, Fol.) Fryzneker, ein Sohn ici 
Konsuls von Krakau, war, nachdem er im Alter von 25 Jahren der 
militärischen Laufbahn entsagt hatte, in den Orden der Augustiner- 
Chorherren eingetreten, dem er aber schon am 13. April 1690 
durch den Tod entrissen wurde. 

Dr. Aquilin Michael Gorczyriski. 

In A q u i 1 i n M. G o r c z y ri s k i, Doktor der Theologie und Juris 
Can., lernen wir einen ganz besonderen Verehrer des seligen Stanis- 
laus Kazimierczylc Icennen. Gorczyiiski, geboren im Jahre 1656^ fand 



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349 



1675 ZU Kasimir in den Orden der Augustiner-Chorhenen Auf- 
nahme, wo er bald das Muster eines Ordensmannes wurde. 
Durch Frömmigkeit und Gelehrtheit in hohem Grade ausge> 
zeichnet, genoß er das größte Ansehen. Darum wurden ihm, der 
im Kloster der Chorherren zu Krakau JMagtster der Novizen und 
Professor der Theologie war, die Amter eines Oeneralkommissirs 
und Visitators sämtlicher Klöster in Uthauen anvertraut Zweimal 
in seinem Leben unternahm er die Reise nach Rom. Das einemal 
erwarb er sich dort bei den Jesuiten das Doktorat. Oorc^ski» 
der auch ein vorzfiglicher Redner war, arbeitete unermfidlich als 
Gelehrter und Schriftsteller. Seine literarischen Arbeiten weihte er 
teilweise dem seligen Stanislaus, dessen Kanonisation er sogar 
einzuleiten versuchte^ was ihm jedoch nicht gelang. Oott rief ihn 
am 16. Februar des Jahres 1713 zu sich. 

Oorczydskis Werke: 

1. Vfa Coelestis Philosoph! B. Stanishil Casimiritani, Canonici regularis 
Congregationis S. Salvatoris Lateranensis, Canonici Craooviensis professf, per 

Propositiones aeternae veritatis et Sententiam inoffenso pede in vitae cursu 
consumnta; nec non sub felicissimis auspioiis et patrocinio Magnifici ac .^ene- 
rosi Domini [). Stanislai de Zdanöw Zdanowski, Burgrabii ac Notarii Castrensis 
Cracovien.: Circa festivani sui Patroni transiationeni votivae devinctionis ergo 
End publicae denumttrata ab A. R. D. AqulHno Micbaele Oorczyriski, Canonico 
regubiri Latcranen8epS.Tlieol<^aeDoclore et Profe8sore,deiendente R, D.Andrea 
Beysz, eiusdem Congregat. Canonico reg. Later. S. Theolog. Auditore AA. LL 
Phüosophiae Baccalaureo. In Canonia SSmi Corporis Christ? Anno Viatoria 
Dei ] f iQ3 die 8. Ocfobris. Cracoviae, typ. Univers. (4 Bogen in Fol.) 

Auf der Rückseite des Titelblattes vorstehender Schrift ist oben 
der selige Stanislaus abgebildet, wie er auf den Wolken kniet, in 
der Mitte ist ein Wappen, unten eine Abbildung der Fronleichnams- 
kirche. (Das Ganze ist gestochen von Joannes Cehoviz i Der itihalt des 
Schriftchens, das dem Stanislaus Zdanowski gewidmet, ist: 4^ropo- 
sitiones alleeoricae: Ex loö^ica (I—XliK ex phisica (Xlil— XXVI), 
de ortu et intentu (XXVI XXX II), de eiementis (XXXIII- XXXIV), ex 
animastica (XXXV-XLlli), ex metaphisica (XLIV-LI).« 

2. iywy wzor Apostolskiey doskonalo^ci, B. Stanislaw Kazimierczyk slawnev 
Akademiey Krakowsk;L}' Profesor y Sw. Teolo^nj Hakalarz, Zakonu Kanoniköw 
Reg. S. Salvatoris Lateran. Theulog y Przeor, pod cieniem Krzyza Swi^tego, 
albo codziennej w zycin mortyfikacyey, przez Ks. Aquilina Michala Oorczyriskiego 
Prawa Duchownego y Pfama S. Doktora y Prolesora S. Stolice Apostolskiey 
Pisana tegoz Zakonu u Bozego Ciala na Kazimierzii Kanonika swiatu wy- 
atiiwlony Roku 1702 w Krakowie w drukami'Akadeniickley. [V Blätter -f 164 Seiten 
in 4^ {gewidmet der Frau des Burgvogtes von «adom Hedwig von Czekarzowice 
Lanckoiunska.]') 

') Ein lebendiges Vorbild apostolischer Vollkomnicnlicit, der sciijje Stanis- 
laus Kazimierczyk, Professor und S. Theologiae Baccaiaureus an der berühmten 



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350 



In der Einleitung erwähnt der Autor, daß dasselbe Tliema bereits 
von J. Augustin Biesiekierski (s. d.) im Jahre 1636 bearbeitet wurden 
dieser aber durcli vorzeitigen Tod an der Herausgabe seines Werkes 
gehindert wurde. Auf Seite 47—102 sind nach der Arbeit des 1.0- 
niewski (& d.) Wunder des Seligen aus den Jahren 1660 bis 1697 
angegeben» daran schließt sich von Seite 102--144 die Aufzählung 108 
neu wahrgenommener Wunder. Die Seiten 158—168 umfassen zwei 
Hymnen auf den seligen Stanislaus. Die ganze Bearbeitung unter- 
scheidet sich wesentlich von der des Christophorus l:oniewski. 

3^ Segregatus a peccatoribns B. Stanislaus Caslmiritanns» ut melins propo* 
sitorum veritas Illuceseat, ptr opposita suam innocentiam propugnat Praeside 
Aquilino Michaele OorczyrisW . ConcliialOMS. Cneovia«. Typ. Nicolai 
Alexandri Schede! 1703, (3 Rogen in Fol.) 

4. Inhumati verbi allegoriae, theoriae. (In Fol.) 

5. ^rödto Troiste Naboieristwa ztrojakiego Bractwa literackiego Najswiet- 
8zego Sakramentu, Pi^cu ran Chrystusa Pana, Zwiastowania Najsw. Maryi P. na 
Kazimierzu przy Krakowie w ko^ciele parafiainyni Boiego Ciala Ks. Ks. Kono* 
niköw Reg. Lat. Congregationis SSmi Salvatorls Lateranensls przez Ks. Aqnlliaa 
Michafa Oorczyliskiego Prawa kaiionicziiego i PIsma l$w. l>oktora I Professora 11 
P. 1703, wyd^ne w Krakowie. Wydanie now« w roku 1S62 i 1870. ■) 

Dieses Werkchen, das 1862 und 1870 in neuer Ausgabe er- 
schien, ist der Fürstin zu Klewan Helene Konstantin Myszkowska» 
Kastellanin von Sandomierz und Starostin von Lanckorona, gewidmet 

6b Resplrium Viatonim in Solltudine SpiritualL Übt per devia mundi 

aberrantes, fatigati, Sacris Aspirationibus restaurantur. Opera A. R. D. Aquilini 

Michaelis Oorczyriski J. U. et Sacr. Tli. Docf. et Profess. Canonici regularis 
SS. Congregationis Salvaturis Lateranensis Cracoviae. Typis Alexandri Nicola? 
Schedel S. R. M. Ordinarii Typographi A. D. 1704. (Vli Blätter + 60d Seiten 
+ IV BI. in 8 .) 

Dieses Werk ist gewidmet: lilustriss. et Magnifico D. D. 
Stephane de Rychty in Sokolec Kumiecki dapifrro Regnl, tribuno 
artiier. polonae guberiiat. Rzeczyczensi . . . Protectori et Maecenati 
Ampiissimo.« Der Verfasser erklärt sich über den Zweck seiner 

Krakauer Akademie, Theologus und Prior im Orden der regulierten Chorherrea 
S. Salvatoris lateranenslum» im Schatten des heiligen Kreuzes oder der tif- 
lichen Abtötung, von Ks. Aquilinus Michael Gorczynskt, Juris Canonici d 
S. Scriptiirae Professor und Doktor, Sedis Ajjostolicae Refcrendarius, demselben 
Orden bei Corpus Christi in Krisimir angehörig. Herausgegeben im Jahre 17(ß 
zu Krakau in der akademischen Druckerei. 

') Drei Quellen der Andacht aus den drei literarischen Brudersdiafleo, 
nimlich : des Alleriieil. Sakramentes, der fünf Wunden Christi, der Verkfindf- 
i^un^ der allersetigsten Jungfrau Maria, zu Kasimir bei Krakau in der Pfarr- 
kirche der Can. Reg. Lat. Congr. S. Salv. Lateran, bei Corpus Christi. Heraus- 
gegeben von Ks. A. M. Qorczynski, Juris Canonici et S. Si rinturac Doktor und 
Professor, A. D. 1703 in Krakau. Neue Auflage A. D. lSö2 und 1S7Ü. 



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351 



Arbeit, die auf den Leliren der Kirchenvflter aufgebaut ist» im Vor^ 
Worte folgendermaBen: »Nor est hic anfmus ex coenobionim In- 
colis silvicolas formare et mundum legftimis spoliatum decoribus 
in nativam vocare ruditatem, sed potius coeno depurare et terrae 
liabftatores coelo simiies reddere unicum erit Studium.« >) 

7. Joannis de Nigra Valle, Ord Praemonstratensis S. R. E. Bibliotbecarii 
Sacri et Apostolid Ordiafs Canonicorum Regnlarium S. Attgusttsf, Congresa' 
tioiiis SSmi Salvatoris Lateranensis Oeneologia quam plurimis, iisque gravissi- 

itiis et quidem externorum auctoritatibus diluddata. Et per Canonicos Cungre- 
gationis Cracoviensis eiusdem Instituli, vitae sanctitate, Status emlnentia et doctri- 
nae soliditate insignes ampliata. Tum etiani accommodatissiniis siio assiimptu 
et intentioni Scliematibus exornata nec non labore et studio Michaelis Gor- 
c^riski, J. C. et S. Th. D**- Canonici Regulaiis Lateranensts, Lud publtcae re- 
oitensa. Anno Domlnl 1707. (Sine loc typ. annot., pag. 122 In Fol.) 

Auf dem Titelblattes das in Stahl gestochen wurde, wird Johann 
de Nigra Valle mit einem Buche in der Hand dargestellt Unten 
befindet sich die Bemerlcung: »Sculpsit Vihiae.« ^ Das Werk zer- 
fiin in zwei Thefle. Im ersten Theile befinden sich auf abgesonderten, 
unnumerierten Karten die mit den laufenden Nummern I bis XU 
bezeichneten Schemata, ein jedes juxta praecitatum Joannem 
de Nigra Valie pag. 75 ff. Das »Schema de Canonicis Regularibus 
Lateranensfbus congregationis Cracoviensis, qui nos cum fama 
sanctitatis praecesserunt et dormiunt in somno pacis« bringt unter 
anderem Notizen über die Kral<auer regulierten Chorherren: Jaco- 
bus Vadovius, Joann. Nuczkonius, Stanislaus Niedziela, Stan. Mani- 
ecki, Martin Ktoczyiiski, Hyacinthus Liberius, Victor Wereszczyiiski, 
Michael Rusiecki, Adam Siborius, Valtiitiii Kuczhorski, Nicolaus 
de Radomsko, Albert Sowii'iski, Innoccntius Johann Siekierski, Jo- 
hann Bapt. Malonowski, Martin Leonowicz, Cliristophorus i-oniewski 
und Simon Augustin Zc^arth. ) 

8. Congregac>a albo Bractwo pod tytuJem Pokoju y i'rotekcyey S. Mariae 
de Oratiis to jest Najswi(,'tszey Maryey Laskawey od Powieirxa Olodu y Woyny. 
W Ko^dele Kanonlköw Zakonnycli na Antokolu przy Wllnie Zgromadzone. 
Wtym zai roku 1710 drukiem ^wiatu obwieszczone przez pewnego Zakonnika 
Congregationis S. Salvatoris Lateranensis. W Krakowie. W Drukami Akademickiej. 
Pag. 100 in 8».») 



«) Viele Jocher a. a. O. 564. 3. 

') Vide Fstreichcr: Polnische Bibliographie, Hand XVII, lit. pag. 243.6. 

•) Die Konj,n ei4an( n d irr Bruderschaft unter dem Titel : Frieden und Protek- 
tion S. Mariae de üratiis, u. i. der seiigsten Jungfrau Maria, der gnädigen Behüterin 
vor Pest, Hunger und Krieg. Oegrfindet In der Kirche der Regulierten Chor- 
herren in Antokol bei Vilna. In diesem Jahre 1710 neu herausgegeben durch 
ehi Mitglied der Kongregation S. Salvatoris Lateranensis. Krakau. Druckerei der 
Krakauer Akademie. Pag. 100 in 8^ 



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352 

Diese Schrift enthält die Aufzeichnung verschiedener Ver- 
pflichtungen» Privilegien und Oebete der Bruderschaft >S. Mariae 
de Oratils«, welche in der Kirche der lateranensischen Chorherren 
in Antokol, einer Vorstadt von WÜna in Lithauen, eingeführt war. *) 

Dr. Johann Herkulan Matuazewicz. 

Johann Matuszewicz, Doktor der Theologie, aus einer 
adeligen Familie mit dem Prädikat »t&b^i* (Schwan), war der 
XVI. Oeneralprälat der regulierten lateranensischen Chorherren in 
Polen und Lithauen. Er muß ein sehr verdienter und gelehrter JV^ann 
gewesen sein, da ihm so viele Lobredner erstanden, unter anderen 
in Franziskus Bararfski% Can. Reg. Lat S. Theolog. Auditoie, 
welcher die Schrift verfoßte: »Corona virtutis et eniditionis, theo- 
togica laurea eruditio capiti D. Joannis Herculani Matuszewicz 
imposita« (Cracov. typ. Franc Cezary 1711, 8 pag. in Fol.), in dem 
lateranensischen Chorherm und Hörer der Theologie Simon J aro- 
szewicz»), der Matuszewicz in dem Schriftchen pries: »Echo ultra 
sacrum Augustini locum, vocis exprlmentis virtutes, sapientiam et 
meritorum iustam mercedem D. Joannis Herculani Matuszewicz 
resonans* (Cracov. typ. Fr. Cezary, 1711; 12 pag. in Fol.), und in 
Franziskus Hieronymus Piuciiiski, Phil. Dr. in Collegio Nowod- 
worsciani von dem die Lobrede stammt: »Honor theologicus 

Von einem Anonymus, der zur Zelt Oorczyriskis Chorherr von Krakan 

war, erschien die Schrift: Rozmowa katolika z Dyssytlentem prze^ Kanonika 
zakonnejTo Lateraneriskiego Frofessa Krakovvskiego spisana y do druku podana 
Koku l^ariskiego 1725. W Krakowie w Drukarni Wdowy y Dziedzicöw Fran- 
dszka Cezarego J. K. M. y J. O. X. Biskupa Krakowkiego Xsiqz^cia Siewier- 
skiego Typografa. 16". 99 S. Verdeutscht: Zwiegespräch zwischen einem Kaüio- 
lilcen und Dissidenten. Von einem regulierten lat^anen. Chorherm, ProfeBen 
in Krakau, verfaßt und publiziert 1725. Krakau. Druckerei der Witwe und Erben 
Francisciis Cezary. Typopraph Seiner Kön. Majestät und des Hochwürdigsten 
Bischofs von Krakau, zugleich Fürsten von Scvericn. 

In der Approbation dieser Schrift wird dem Autor das Lob gespendet, 
daÖ er ein wissenschaftliches Werk wQrdig fortsetzte. In der Tat vcafafite der 
Autor, wie aus der Vorrede erhellt, bereits einen ihnlichen Dialog über die 
hl. Eucharistie. 

'-') Baraiiski war später Prior in Wolbrom nntl hierauf Prediger an der 
Corpus-Christikirche in Krakau. Er starb am 25. September 1726. 

) In dem Manuskript Memoriale Fratrum et Benefactorum defunctorum 
Congregationis Canonicorum Regularium Lateranensiuois das in der Bibliothek 
der regulierten Chorherren zu Krakau aufbewahrt ist, ist auf pag. 39 über 
Jaroszewicz folgendes zu lesen: »Obiit R. R. D. Simon Jaroszewicz, S.Th. 
Or. laborum ac meritorum plenus . . . uti basis et columna Congregationis existens 
ad varias Praeposituras evectus, ultimo in Praepositiimm Cremenecensem.A. D.174ä 
die 4. Januarii.«' Er war auch Professor der Philosophie und Theologie. 



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353 

omnium maximus virtuti et sapieniiae perillustris D. Joannf Hercu- 
lano Matuszewic oblaius« (Cracoviae typ. Fr. Cezary. 1711; 14 pag. 
in Fol.). 

Matuszewicz selbst (f am 10. Februar 1737) schrieb 
das Werk: 

Canonicus regularis Lateranensis in Polonia et in M. D. Lithuaniae 
expUcattis. (Zu Krakau gedruckt 1720 und 1726, in 4*.) 

Seiner Fürsorge und Arbeit verdanken wir aucli die Zusammen- 
fassung und Herausgabe der D i s z i p 1 i n a r s t at u t e n für die latera- 
nensischen Cliörherren des Klosters zu Corpus Christi in Kralcau und 
der diesem Kloster untergeordneten Konvente in Polen und Lithauen 
unter dem Titel: 

Constitutlones Canonicorutn Regularittm Laterasensium in Conventu 

Generali Sacratissimi Corporis Christi Casimfriae ad Cmcoviam conscriptae. Ab 
Exceüentissimo , Illiistrissimo ac Revercndisstmo Dornino Caiiiillo Paulutio, 
Sacrosanctae I.ateranensis Ecciesiae Canonico, Utriusque Signaturae Referen- 
dario, Dei et Apostolicae Sedis Gratia Archiepii>cüpi Iconien. . . . Sanctae Sedis 
Apostolicae in Regno Poioniae et Magno Ducatu Lithuaniae cum facultatibus 
Legati de latere Nundo, Approbatae et Ad Observandum Propositae Anno Do- 
miai MDCCXXXII. 

Dieses Werk zählt zwanzig Blätter (40 Seiten). Es enthält außer- 
dem Ifinf nichtpaginierte Blätter. Auf dem dritten derselben be- 
findet sich ein dem Lobe des Mutterklosters zu Corpus Christi und 
dem Lobe des Oeneralprälaten Herkulanus Matuszewicz geweihter 
Hexameter, auf dem letzten nichtbezeichneten Blatte ist die Appro- 
bation vom päpstlichen Nuntius Kamillus Paulutius. 

Matuszewicz hinterließ auch ein Manuskript: 

Tractatus de Augustissimo Divinae Incamationls Mysterio. Cod. pap. 
saec XVlli. in 4to, pag. 158 und 252. 

Dr. Adalbert Bertrand Grabowski. 

Der lateranensische Chorherr Adalbert Orabowski, Pro- 
fessor und Doktor der Theologie, Prediger im Krakauer Konvent 
der reguherten Chorherren, ein eifriger Förderer der hier bestehen- 
den Bruderschaften, gestorben am 15. April 1770, gab heraus: 

1. 2ywot Bt. Stanislawa Kazimierczyka Kan. Rc(j. Lat. w Kon wende Boiego 
Ciafa na Ka^imierzn pTty Krakovvie w zycin t po smierci ciidanii stawnego W 
Roku 1 609 przez Marcina Baroniusza w j^zyku lacinj.kim napisany, w roku 1617 
przez Ks. KrzynkoH toniewaldego Kan. Reg. Lai, na j^zyk polski przetotony, w 
roku zai 1763 staraniem Ks. Wojcieclia Orabowskiego Kan. Reg. Lat z przydanlem 
ctidow 4*' raz przedrukowany w Krakowie, w drukarni Akademicicfey. [VI 
-1- 136 Seiten in 4", ^rewidniet dem XVIII. Oeneralprälaten der Cliorherrea in 
Polen und Lithauen Lorenz Floridus Chmielecki.J ') 

»Leben des seligen Stanislaus Kazimierczyk» Can. Reg. Lat. in dem 
Koflvent Corporis Christi in Kasimierz bei Krakau ; im Leben und nach dem 
Ccrnfk» Schriftsteller der Aucastiner^ChorherTciistifte. 23 



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354 



Der polnische Schriftsteller Ch^dowski ist der Meinung, 
diese Ausgabe der Lebensgeschichte des seligen Stanislaus sei die 
fflnfte Auflage eines und desselben Werkes. Wie er zu dieser 
Meinung kommt, ist schwer zu erklären, da ja doch Baronius und 
{loniewski das Leben des heiligmäßigen Chorherm in ganz anderer 
Weise bearbeiteten, so daß ihre Werke als frfihere Auflagen nicht 
gelten können J) 

2. Cnotiiwy y Cudowny lywot Wielldego Siugf Boiego B. Sfanislawt 

Kazimierczyka, nayprzöd w przcslawney Akademiey Krakowstdcj Swietej Tco» 
lo^ii Rakal,'ir/,i, potym w Konwencic Boz.ego Ciala na Kazitnier/u przy Krakowie 
Kanoniküw Zakunnych Lateranenskich Swiqlego Aii.fjustyna Prniessora y Przeora, 
w zyciii I po smierci cudami slawnego. Nayprzöd od Marcina Baroniusza 
Kleryka Jarostawskiego w roktt 1609 stylem }acinskini wypisany, Potym przez 
Ks. Krzysztofa Loniewskiego itgoz Konwentu Kanonika w Roku 1617 ku czd y 
chwale Bozcy po polsku wydany. Za czaseni iaan^ pochodni^ iycia Apostotskiego 
przez Ks. Stefana Ranothowicza tegoi Zakonu w roku 1660 o^wiecony. Znou :r w 
Rokit 1702 od Ks. Michala Aquilina Oorczynskiep^o , Prawa Diichowin-f^o y 
Pisma Swi^tegü Doklora y Professora ^. Stolice Aposlolskiey Pisarza tegoz 
Zakonu Kanonika, stylem y Konceptami z przydaniem cudöw przyozdobiony. 
Na ostatek przez Ks. Wojdecha Bertranda OrabowskiegOr Doktora Sw. Teolo^i 
y Kazitodziei^ ordynaryiisza w tymie Konwende, z dozwoleniein Starszydi 
polsklemu swiatu roku 1763 przelozony. IV Blätter - 126 Seiten.') 

Es ist ein Abdruck des Werkes von A. M. Gorczynski, das 
von der 5ö Seiten starken Bioschüre des Baronius ganz und gar 
verschieden ist. Auf der Rückseite des Titelblattes ist unter dem 
Wappen des Boricza Chmielecki, dem das Werk gewidmet ist, die 

Tode durch Wunder verherrlicht« Im Jahre 1609 durch Martin Baronius in la- 
teinischer Sprache verfaßt, im Jahre 1617 dnicli Ki>. Christoph Looiewski Caik 
Reg. Lat. ins Polnische ühertrnfrcn, itn Jahre 1763 von Ks. Adalbertus Cira- 
bowski Can. Rt•f,^ Lat. (iiirch Hinzufü^j;iiiiK licr Wunder vermehrt und das vierte» 
mal herausgegeben. ^ Druckerei der Krakauer Akademie. 

0 Vide Estrelchcr, ^Polnische Bibliographie , Band XVII, lit. g. 

»Das tugendvolle und wunderbare Leben des großen Dieners Qottcs 
Stanislaus Kazimierczyk, zuerst an der berühmten Krakauer Akademie Sacnie 
Theologiae Baccal., dann im Konvent der Regulierten Chorherren vom heiligen 
Augustin bei Corpus Christi in Kazimier? bei Krakau Professors und Priors: 
im Leben und nrich dem Tode durch Wunder berühmt. Das er^temri! von 
Martin Baronius, Clerico Jaroslaviensi, im Jahre 1609 lateinisch geschrieben. 
Hierauf von Ks. Christoph Loniev^ki, Religiösen desselben Konvents, 1617 zur 
Ehre und zum Ruhme Ooltes ins Polnische fibersetzt. Im Laufe der Zeit durcli 
das Werk Eine Leuchte apostolischen Lebens von Ks. Stephan Ranothowkz, 
MitfTÜctl desselben Konvents, im Jahre 1660 verherrlicht. Wiederum im Jahre 
1702 von Ks. M. A. ( iurczyilski. Juris cnnonici et S. Scripturae üoctor et Professor, 
des AposttiHschen Stuhles Referendarius, Mitglied desselben Konvents, verbessert 
bezOglich des Stils und der Ausdrucksweise und vermehrt durch Erzählung der 
Wunder; endlich von Ks. Adalbert B. Orabowski, S.Th. Doktor und ständigem 
Prediger desselben Konvents, mit Erlaubnis der Ordensoberen dem polnisdien 
Volke im Jahre 1763 ubersetzt.« 



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355 



in vier Zeilen entlialtene poetische Widmung zu lesen. Auf Seite 34—4 1 
sind verschiedene Autoren zitiert, welche die Heiligkeit des seligen 
Stanislaus Kazimierczyk bezeugen, so UbiszewskI, Ranothowicz, 
BzQwius, Naldelski, OtJatovius, Skrobiszewski\W. Morawski, F. Dryacki, 
Jan z Trzdany, And. Oranowski, St Bystrzycki, Johann Cynerski, 
And. Cellarius, Gabriel Pennotus, C du Molinet, Sam. Brzozewski, 
M. Baronius, H. Pruszcz. Im zweiten Teile von Seite 41—86 sind 
197 Wunder angeführt, von denen man schon vor dem Jahre 1660 
Kenntnis hatte, meistens wunderbare Heilungen von Geschwüren 
und Fiebererkrankungen, Unter anderen wurde auch der berühmte 
Musiker von Krakau Jakob Niederland wunderbar geheilt. Der dritte 
Teil des [kiches endlich führt uns 108 nach dem Jahre lÖöO neu 
gesclieheiic und wahrgenommene Wunder vor Augen (Seite 87 
bis 121.) Diese Genesungen betreffen hauptsächlich Angehörige 
des Ordens der Augustiner-Cliorherren und Bürger der Stadt Krakau. 
Den Schluß des Werkes bilden Hymnen und Gebete sowie ein 
Geständnis des Fähnrichs Johann K. Oraczewski, der hiermit seine 
wunderbare Genesung bezeugt. Das Reimprimatur^ ist unterzeichnet 
von Kasimir St^plowski im Jahre 1763.^) 

Felix Sliwinski. 

Felix Teotonius Sliwinski, C. R. L. von Krakau, ge- 
storben in Krasnik am 20. Dezember 17Q5, hinterlieli als AAanuskript: 

Theolog^iae Doginatico-Scholasticac ad nieiitcm Romniio-catholicae F.ccle- 
siae et Sanctorum Patrum Junioribu» Canonicis Regularibus Lateranensibus 
Congregationis Cracoviensls sub regimine Reverendissimi Sebastiani Ouiraudi 
Kwiatkowskf, Qeneralts Praepositi Patris Munificentissimi, per . . . ejusdem Con- 
gregationis Canonicum et in Theologia Professorem in Convent» Generali 
Sacralissinii C.(»iporis Xti Casimiriac ad Cracoviani traditae et Anno Salutis 1785 
Die 16. mensis Novembris inchoatae. Tractattis Prolctrumenus. In quo nun solum 
continentur ca, quae ad ipsius scientiae Tlieoioj^icae notitiam pertinere videntur, 
verum etiam de principiis seu locis thcologicis exactius explicata doctrina re- 
peiiuntur. — Cod. pap. in 4to., 528 pag. 

Johann Kanty Chodani*') 

Der reg:uli.rte iateranensisclic Chorherr Joliann Chodani, 
das Kind einer armen itah'enischen Familie, wurde am lö. Ok- 
tober 1769 zu Krakau i^ehoren. Er studierte an der Krakauer Aka- 
demie und erlant^te wegen seiner Beredsamkeit bald als Predijj^er 
der Krakaui r K.itliedralkirche Berüliiiitncit. Aber auch als I'rofessor 
der Dogmauk und der Hl. Schrift an der Jagelionischen Universität 

') Estreicher a. a. O. 

*) Cf. Nowodworsld, »Kirchliche Enzyklopädie«, B. III, »Chodani . 

23* 



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356 



hatte er einen bedeutenden Ruf. Im Jahre 1804 erhielt er die Er- 
laubnis, aus dem Orden der Augustiner-Chorherren in den Welt- 
priesterstand zu treten (>obtinuit saecularisationem«). Schon im 
folt^enden Jahre verlieh ihm die Akademie zu Wilna das Amt eines 
Predigers an der Kirche des heiligen Johann und im Jaiire 1808 
wurde er zum außerordentlichen Professor der Moral- und Pastoral- 
theologie an dem berühmten Seminarium in Wilna ernannt Seit dem - 
Jahre 1809 besaß er ein Kanonikat an der Kathedralkirche in Wilna. 
Chodani starb in dieser Stadt am 31. Juli 1831. Seine reiche Biblio- 
thek ging in den Besitz der Witnaer Universität über. 

Von den liberalen Ideen seiner Zeit durchdrungen, fibersetzte 
Johann Chodani, als er noch in Krakau weilte, Voltaires Werke »Dis- 
cours sur rhomme« und die »Henriade« ins Polnische (»Wiersz o 
cztowieku« Kraköw 1800.c — Henriada. Kraköw 1803. In 
Krakau erschien von ihm 1800 auch eine Obersetzung von Oe6ners 
»Idyllen« (Sielanki. Krakow 1800). Seinepolnischen Uber- 
setzungen von Lessings »Nathan der Weise; und von 
Wieiands »Oberon« und »Musarlon« blieben Manu- 
skripte. 

Chodanis spätere Arbeiten: 

Etyka chr?.e^cijanska, czyli teologia moralna du u2ycia szkolnego zasto- 
sowana przez A. K. Reybergera» przektad z tedliskiego. Wüno 1821-1822, 
3 tomy. ') 

Nauka chrze^cijanskiej katolickiej rdigii w trzech cz^ciach uloiona. 

Wilno 1823.') 

Teuloj^i;i pasterska p()dhi{3f Oiftschüt/a. Wilno 1824.'') 

Ka7r\nia Ks. Jana Chodaniego z pozostatych po ^mierci r^kopismöw. 
Wydanie «Jrugie 1832, 2 tomy.*) 

Rzut oka na celniejsze zasady nauklobyczajowej, przeklad z Oawre. (Mskr.)') 

O w\niowie Kaznodziejskiey, ttdmaczenic ks, Maury. (Mskr.) ) 
Historya biblijna dta mlodzierzy przeklad z ks. Schtnida. (JMskr.)*) 

') ChriHtliclu' Ethik oder Moraltheolo^ne für licn SclujIjTchraucli lateinisch 
bearbeitet von A. K. Keyberger. Aus dem Lateinischen übersetzt von Chodani. 
Wilna 1821-1822. 3 Bände. 

*) Lehrbuch der katholischen Religion in drei Teilen. Wilna 1823. 

*) Pastoraltheologie Im Sinne Oiftschfitz'. Wilna 1824. 

*) Predigten des Joannes Chodani ans hinterlassenen Manuskr^a 
nach seinem Tode herausgegeben. Zweite Auflage 1832. 2 Bände. 

) Ein Blick auf die wichtigeren Prinzipien der Moraliheologie von Oavrc^ 

übersetzt vt>n Cliodani. 

') Kan/fluercdbauikL'it \on .N\aiir\'. nlx^Tst-t/t von (^liotiani. 

) Mandbuch der biblischen üesciüchte für die Jugend von Schmld, über« 
setzt von Cliodani. 



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357 



Peter Arbues Studetitowicz. 

Das Mitglied des Krakauer Stiftes der regulierten Chorherren 
Peter Studetitowicz, geboren am 1. März 1798 in BraJka, 
gestorben den 2Q. April des Jahres 1870, verfaßte wohl in der Zeit 
von 1860 bis 1870: 

Historya Ks. Ks. Kanoniköw Hegularnych Lateranedsktch w Polsce od 
roint 1790—1860 przez Ks. Piotra Studentowicza, czlonka Zgromtdzenia Krakow- 
skiego. (Mskr.)0 

Diese Chronik, welche ungednickt blieb, enthält interessante 
Details über die frQlier von Krakau abgesonderte, reiche und sehr 
entwiclcelte Stadt Kazimierz. 

Bertrand Jablonski. 

Bertrand jabloriski legte im Jahre 1842 bei den regu- 
lierten Chorherren zu Krakau die Ordensgelübde ab. Er starb in 
i<rasntk| wo er Magister der Novizen war. Seine Mitbrüder be- 
weinten bitter seinen Tod. Sie verloren in ihm einen Priester, der 
anderen als Vorbild diente. 

Von Jablonski ist folgendes Manuskript vor- 
handen: 

Teolofjia Duchowna, trzema doskonafosci droj^anil do Bop:;n prowad/qca, 
na trzy cz^^ci podiug rözno^ci drög, to jest oczyszczaj^cej, o^wiecaj^cej i 
vednoczqcej podzielona. -) 

Eduard Gajowy. 
Der lateranensische Chorherr von Krakau Eduardus Petrus 
Oajowy, geboren 1851, zum Priester geweiht 1875, Prior des 
Konvents von 1893 bis 1896, gestorben den 9. März 1904, ver- 
öffentlichte eine 

Kurze Geschichte und Besclireibting des Chorherrenstifls (reg. Kanoniker) 
7u KasiiTTir bei Krakau. (Siehe Brunner »Ein Chorheirenbuch«, Würzburg 1883 
Seile 264 ff.) 

Stanislaus Stotwihski. 

Stanislaus Slotwiriski wurde im Jahre 1828 zu Bet2yce 
im Königreich Polen geboren. Den ersten Unterricht erhielt er in 
seinem Geburtsorte; später besuchte er das Gymnasium in Lublin. 
Dem Rufe Gottes folgend trat er im Jahre 1846 zu Kraänik in den 
Orden der lateranensischen Chorherren. Damals bereitete sich 

') Geschichte der Regulierten Lateranensischen Chorherren in Polen vom 
Jahre 1750—1860 von Kanonikus Peter Studentowicz, Mitglied des Krakauer 
Konvents. 

*) Die Theologie, die auf drd Wegen der Vollkommenheit zu Oott führt; 
in drei Teilen nach Art der Weg^ des purgativen, illuminativen und unitiven, 
dargestellt. 



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358 



neuerdings ein Aufstand der unter dem Joche der russischen Herr- 
schaft schmachtenden Polen vor, denen die russische Regierung 
mit dem katholischen Glauben zugleich die sicherste Grundlage 
der Nationalität zu entreißen suchte. Die polnische Jugend wollte 
den Kampf für die Freiheit entscheiden. Das ganze alte Polen sollte 
in seiner vollen nationalen Unabhängigkeit wiederhergestellt werden. 

Auch Stotwiriski stellte sich mit anderen Klerikern in den 
Dienst seiner Nation. In der Stadt und In den herumliegenden 
Dörfern klärte er mit ihnen die Jugend auf und erweckte ihren 
patriotischen Sinn. Diese Arbeit, die im geheimen geschah» wurde 
aber bald von der russischen Regierung entdeckt Die Kleriker 
wurden teils nach Sibirien gesandt, tefls in den Kerker geworfen. 
Frühzeitig gewarnt, floh Stotwiiiski nach Krakau, wo er im Kloster 
der regulierten Chorherren zu Corpus Christi seine Studien fort- 
setzte. Im Jahre 1849 wurde er jedoch von der österreichischen 
Regierung aus der Stadt Krakau verwiesen. Die Regierung vei^ 
ordnete nämlich, daß alle Emigranten, die sich ohne Reiselegitima- 
tionen in Krakau aufhielten, die Stadt veriassen müßten. Stotwiilskl 
begab sich nach Paris und später zu den lateranensischen Chor- 
herren nach Rom. Dort empfing er im Jahre 1851 die heilige 
Priesterweihe und wurde zum Magister Novitlorum ernannt 1857 
kehrte er nach Krakau zurück. Der Erzbischof von Prag Kardinal 
Schwarzenberg erhob ihn zum Prior des Klosters zu Corpus Christi 
1861 erhielt er vom Ordensgenera! Joannes Strozzi die Würde 
eines lateranensischen Abts. Papst Pius IX. gab ihm in einem Breve 
vom 20. September 1861 die Bestätigung. Der polnische Klerus sandte 
Abt S^otwidski im Jahre 1863 in einer wichtigen Angelegenheit zum 
Heiligen Vater Pius IX. Im Jahre 1874 wurde Si^otwidski zum Pro- 
synodaiexaminator ernannt, 1875 zum Commissarius Episcopalis für 
Volkserziehungsanstalten und im Jahre 1876 wurde er mit dem Titd 
eines Consiliarius Consistorialis ad hon. ausgezeichnet 

Bis zum Jahre 1893 versah er auch das Amt eines Priors, das 
er nun in jüngere Hände gab. 1901 beging er in festlicher Weise 
sein goldenes Priesterjubiläum. Am Tage des Jubiläums feierte Pater 
Klemens Baudiss S. J. in der Corpus-Christikirche zu Krakau in 
einer glänzenden Predigt die Verdienste des Jubilars um die 
Kirche, sein Kloster und das Volk. 

^) »Kazanic z powodu 50. letniego Jublleuszu Kaphriskiego Ks. Stanislawi 

Slotwiriskiego, Opata Ks. Ks. Kanoniköw Regularnych Lateraneii^^kirh pvjy 
ko^^ciele Bo/ej^o Ciala w Krakowie, wypowiedziane prze/ P. Klcmensa 
Baudissa S. J. Jnia 29 go wrzesnia 1901 ruku. Za Pu^wuleniciu Frzeloionych. 
Kraköw (Druk. W. L. Anczyca i Spotki). 



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359 



Von Abt Stotwitlskt erschfen im Drucke: 

Kazanie na Uroczystold Narodzenia Naj^w* Panny Maiyl wygtoszone 

S. wrzc^nia 1901 r. w ko^ciele Boiego Clala w Krakowie przez Ks. Stanistawa 
Stotwiriskiego Opata Infulata Ks. Ks. Kanonikdw Reg. Later. W Krakowne, 
Czcionkami Drukarni «Czasu^ 1901.') 

Mowa prz) Grobie nad zwiokami ^p. P. Klemetisa Baudissa z Towa- 
rzystwa Jezusowego powiedziana przez X. Stanis}awa SlotwMskiegu Opata . . . 
Staraniem i Nak)a4ein wicraych Ip. O. Klemensa przyjacidt drukowana. Na 
Pami^tk^ Poboinej Patni>ci. Krakdw, Czcionkami Drukarni »Czasu«. R. 1902.^) 

Kr(>tk,T Pr/rttiowa r okazyi poßTzebii ^. p. Andrzeja Knycza wypowiedziana 
w klasztor/e Siostr Serafitek przez X. Stanislawa Slotwihskiego . , . W Krakowie. 
Czcionkami Drukarni »Czasu« 1902, 4''.-'') 

Przeiiidwieti{e X« Opata Stanistawa Stotwiilskiego podczas zakonczenia 
roktt szkolnego w szkole mlejskiej na Podgörzu» dnia 25. czerwca 1902. W 
Krakowie Czcionkami Drukarni »Czasu< 1902.*) 

Krötka Przemowa przy zakonczeniu rokti szkolnego w szkole wydziatowej 
iedskiej w Podporzii w. r. 1902. Krakow 1^02. Czcionkami. >Czasu«. ) 

Kazanie wypowiedziane [lodczas uroczystosci. Najswiets/ej Rodziiiy oraz 
iyciorys sw. Agnieszki, uniiJowanej Corki swi<jtej Rodziny. W Krakowie w 
Drukarni «Czasu« 1903. 16^. •) 

Przed Beatyfikacgr^ Stanistawa Kazimlerczylca. Wiersz Ikanistawa Wienia- 
wy z Cz^stochowy z dodatkiem krotkie^o zyciorysu S}ugi Boiego oraz Iltanii 
i hymnow ku Jego czci. ICraköw 1904, Czionkami »Czasu«. ^) 

Joannes Guarfnus Babraj. 

Joh. Guarinus Babraj, geboren im Jahre 1862 in Krölöwka 
und 1890 zum Priester <^eweiht, schrieb: 

Ko^ciöt Boiego Ciala w Krakowie i jego swi«jte zabytki. i^ytom, Qorny 
Szl^k 1900. Naklad. Zgromadzenia Ks. Ks. Kanoniköw Regularnych latera- 
rtcnskici i na K azimicrzu w Krakowie.*) 

^) Predigt auf das Fest der Geburt der allerli. Jungfrau Maria. 
*) Eine Trauerrede bei den Begräbnisse des gottseligen Pater Klemens 
Saudi SS S. J. 

=•) Eine Trauerrede gelegentlich des Begräbnisses des selig verstorbenen 
Pfarrers Andreas Knycz, der in O^wi^cim ein Kloster für Schwestern des heiligen 
Franz Seraphikuü gründete. 

Eine Rede» gelialten bei AbscbtuB des Schuljalires in der BQrgerschule 
zu Podgdrze den 25. Juli 1902. Der Verfasser begründet in dieser Rede, daß 
der Glaube die notwendige Grundlage der Kindererziehung wie zu Hanse so 
aucil in (i*T Schule sein luiisse. 

hine Kurze Ansprache am Schlüsse des Schuljahres in der Töchter- 
Bürgerschule in Podgürze. 

*) Eine Predigt am Feste der lieiligaten Familie mit dem Anhange : Das 
Leben der lieiligen Agnes, der geliebten Tochter der heiligen Familie. 

') Am Vortage der Beatifikation des Stanislaus de Casimiria. Dichtvers des 
Stanislaus Wieniawa ans Czcnstochau, mit Beij^abe einer kurzen Lebensbeschrei- 
bung des heiligen Dieners Ciottes, der Litanei und der H\ innen /u seiner Ehre. 

") Die Corpus-Christikirche und ihre heiligen Andenken. Bytoni m Obcr- 
schlesicn 1900. Verlag der Can. Reg. Lateran, zu Kazimierz bei Krakau, 



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360 



Augustin Blachui 

A u g u s t i n B t a c h u t ist in Zakrzowek bei Krakau im Jahre 1 867 
geboren. Er trat im Jahre 1889 in das Kloster der lateranensischen 
Chorherren in Krakau ein und empfing im Jahre 18Q4 die Priester- 
weihe. 1896 wurde er Magister der Novizen. Von 1899 bis 1902 war 
er Prior des Klosters. Gegenwärtig ist er Verweser der zur Corpus- 
Christikirche gehörigen Pfarre. 

Btachuts literarische Arbeiten: 

Vita Sfanislai Casimiritaiii, Canonici Regularis Lateranensis, beati nuocupati 

ex antiquis audoribus et manuscriptis excerpta. (Sumpt. Can. reg. lat. ad eccles. 
SS. Corporis Christi. £ typographia »Czas«, excadebat Josephus Lakocillski» 

Cracoviae 1^00.) 

Vita Stanislai Casimiritani in Compendio variarum devotiunum in canonia 
Cracoviensi Can. Reg. LaL ad ecclesiam SS. Corporis Christi absolvi solitaruin. 
(Cracoviae 1900, e typ. »Czas«, excud. J. Lalcodiiski 1900). 

Regulamin Profesoiyum oraz Reguta aw. Augustyna, Biskapa Hippoilskicgo 
i Doktora Ko^ciola, dla ntytku Kanoniköw Regulär. Later. w Polsce. Z wtoskiego 
polski jczyk przetlomac/r»no i przerobiono za pozwoleniem PrzeJoionych. W 
Krakowie. Nakladeni Kb. Ks. Kanoniköw Reg. Later. przy ko^ctele Boiego Ciala. 
W drukarni C?.asu* 19üO. ) 

Lftaniae, h)'mni, orationes, antiplionae de Beato Sianisiao Casimiritano, 
Canonico Regulari Lateranensl, cum licentia Superiomm variis temporibas 
promulgatae. (Ex antuiuis auctoribus collegit P. AuLiivtinus Bfachut C. R. L 
ad ecclesiam SS. Corporis Cfiristi Cracoviae anno 1901. Manuskript in Fol.) 

Cataiogus auctorum, c|ui de beato Stanislao Casimiritano ordinis Canoni- 
corum Regularium Lateranensium, Confessore, Regni Poloniae Patronu, scripsc- 
runt. CoUegit et chronologica serie disposuit, quibusdam adjectis documentis» 
Augustinus Btacbut Can. Reg. Lat. ad Ecclesiam SS. Corporis Christi Cracoviae. 
MS., 1902, 668 pag. 

Das vorstehende Weric hat vier Teile, und zwar: Pars I. Docu- 
menta, quae ad cultum B. Stanislai spectani Pars II. Biographi, 
attestationes scriptorum et historicorum. Pars III. Panegyrici. Pars 
IV. Imagines et tabeltae votivae. Alle Dolcumente und Exzerpte 
sind mit dem Siegel der Jagellonischen Bibliothelc und mit der 
Unterschrift des Direktors dieser Bibltothelc Dr. Estreicher versehen, 
denn das Werk soll als Beweis des »cultus immemorabitis Beati 
Stanislai Casimiritani ad postulandam ejus beatificationem« dienen. 

Ferner verfaßte Blachut: 



') Das Reglement des Professoriums und die Regel des hlg. Augustia, 

Bischofs von Hippo und Kirchenlehrers, zum Gebrauche der Reg. Lateran. 

Chorherren in Polen. Aits dem ttalienischrn ins Polnische übersetzt und um* 
Ijearbeitef. .\Ait Oenehmiguni^ (ier Vorgeset/ieti. Krakau iWO, L'cdruckt in der 
Druckerei »Czas^, im Verlag der Reg. Later. Chorherren an der Corpus- 
Christikirche. 



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361 



Un serviteur inconnn de Marie en Pologne au XV« ilhdt (Stanislas le 
Casimirien) par Dom Augustin Btachut, chanoine regulier de Latran ä Cracovie. 
Blois 1^X)2, Mi^ault. 8". (Öffentlich vorgelesen auf dem Marianischen Kongreß 
zu Freiburg i. S. den 21. August 1*K>2 > 

Swiety Tomasz z Akwinu i^iewca Najsw. Eucharystyi. Rzecz ürukowana 
w PtzegUdzie katolickim w Warzawie 1903. >)• 

Proce^e feolofyczne w Luid. In »Maria-vita«, Klelce 1904, p^. 18 ff. *) 

Ein wenig gekanntes Privileg Pius des IX. fßr Polen. Im Oedenld>ttch 
des marianischen Kon^esses zu Lemberg 1904. 

Die regulierten Chorherren In Polen in ihrer Verehrung der Oottes> 
mutter. Ebend. 



') «Der heilige Thomas von Aquin als Sänger der allerhelligaten Eueba- 
ristie.« Oedruckt im -Przeglqd katolicki , Warschau 1903. 

-) >Die theophorischen Prozessionen in Lourdes.«Gedruckt in »Maria^vitas 
Kielce 1904. 



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Personenregister. 



Erklärung einiger Abkürzungen: B. = Bischof; Ch. Chorherr; Pr. Propst ; 
Hist. = Historiker; St. Fl. = St. Florian; Rbg. = Reichersberg; Klg. ^ Kloster- 
neuburg; Hbg. Herzogenburg; Nst. = Neustift; Vor. = Vorau; Kr. ^ Krakau. 



Ackerl, Dr. Johann, Ch. v. St. Fl. III ff. 
Ackerl Josef, Ch. v. St. FI. 122 
Ackemiann, Dr. Petrus Four., Ch. v. 

Klg. 228 ff., 247, 243 
Adler Gabriel, Ch. v. Rbg. 183 
Agnes, hlg. 306, 352 
Aichinger Patrit., Ch. v. Klg. 213 
Albrecht Li deutsch. Kais. 46, 49, Ö3 
Albrecht II. (A. V. v. Östr.), deutsch. 

König 46, Ol, 92, 93 
Albrecht (II.) d. Lahme, Herz. v. Östr. 46 
Albrecht III., Herz. v. Östr. 46 
Albrecht IV., Herz. v. Östr. 46, 40 
Albrecht VI., Erzherz. v. Östr. 78, 89, 96 
Albrecht V., Herz. v. Bayern 91 
Albrechtsbergcr Joh. Georg, Musik- 
theoretiker und Komponist 41 
Alexander III., Abt v. Kremsmünster 2ü 
Altioli, Dr. Jos. Franz, Bibelübers. 62 
Allram 329 

Aloysius V. Gonzaga, hlg. 214 
Alphons Mar. v. Liguori, hlg. 323 
Althuber Franz, Ch. v. St. Fl. IM 
Altmann, hlg., B. v. Passau 23, 48, 1Ö2 
Altum, Dr. Beruh., Zoologe 131 
Amira Georg Mich., Patriarch v. Syrien 
243 

Ammann Hartmann, Ch. v. Nst. 296, 

297, 308, 312 
Amort Euseb., Ch. v. Pollingen 9 
Anastasius L, Papst 264 
Anastasius II., Papst 264 
Andechs und Tirol, Grafen v. 293 



Andlern, Graf LI 
Äneas Sylvins s. Sylvius 
Angela Merici, hlg. 29, 31 
Angerer v. Angersburg, Dr. 300 
Ankershofen üottlieb, Frh. v., Hist. 77, 
78, 83 

Ankwicz-Skarbek, Graf Andr., Erzb. v. 

Lemberg 226 
Anselm, O. S. B., Abt v. Garsten 2 
Antigone 311 

Anton V. Padua, hlg. 14, 15 
Appel Bernard, Pr. v. Rbg. 193 
Appel, Dr. Florian, Ch. v. Hbg. 281 
Appel Josef, Numismatiker 21fi f. 
Arbues, Petrus v. s. Petrus 
Aristoteles 311 
Arneth Jos. Cal. 52, 55 
Arneth Michael, Pr. v. St. Fl. 52 ff., 
67, 68. 74, 102. 103. 104. 114. 120. 
122, 130, 133 
Arnold, P. J. 114 
Aryda Ant., Orientalist 238 
Asenstorfer Fr. Xav. 122, 137. 123 f. 
Aufseß Hans, Frh. v., Hist. 8Ü 
Augusti Engelbert v., Ch. v. St. Doro- 
thea 223 

Augustinus, hlg. 30, 208. 214. 267. 320. 

338, 345, 360 
Aumann Fr. Ser., Ch. v. St. Fl. 2Ü f. 

B 

Baader Klemens, Schriftst. 186 

Babenberger 87^ 253 

Babo Aug. Wilh., Frh. v., Önolog Ifll 



364 



Babraj joann. Ouarin.. Ch. v. Kr. 35d 
Babrius, griech. Fabeldichter 166 
Bachlechner Greg., Ch. v. Nst. 298 
Balde Jak., S. J., Dichter 22Q. 
Bancalari, Oberst 122 
Baranski Franz, Ch. v. Kr. 352 
Barbou, franz. Buchdrucker 5Q 
Barlaam ISB 

Baronius Martin, Clericus Jaroslav. 347, 

353. 354, 355 
Barth Dr. Kar» im 

Bartsch Karl, German, u. Romanist 125 
Basilius, hlg., B. v. Caesarea in Cappad. 
2L 

Baskerville John, engl. Buchdrucker 50 
Baudiß Klemens, S.J. 358^ 353 
Bauer Joh., Dechant v. Freistadt 194 
Bauernfreund Isidor, Pseudon. d. Ch. 

Joh. N. Faigl Ul 
Baumann Friedr., Ch. v. Klg. 245^ 246 
Baumgartner Georg, Ch. v. Hbg. 287 f. 
Beck V. Leopoldsdorf 253 
Behcim (Behaim) Mich., Meistersinger 

Bl 

Bela IV., König v. Ungarn 43 
Bellarmin Rob. Franz Romul., S. J., 

Kardinal 248 
Bender v. Säbelkampf Heinr., Ch. v. 

Klg. 263 
Benedikt, hlg. 15, 252 
Benedikt XIII., Papst 4 
Benedikt XIV., Papst Ifi ; 
Benedikt v. St. Philadelphia, hlg. 31 ! 
Berardi, Theologe 145 | 
Bergenstamm Alois v., österr. Hist. 

218, 222, 241, 241 
Bergmann Jos., Hist. 78^ ZÖ 
Bergmann Karl v., Ch. v. St. Fl. 135 f. 
Beringer Franz, S.J., asket. Schriftst. 146 
Bern(h)ard, B. v. Passau 35 | 
Bern(h)ard, König v. Italien 162 
Bern(h)ard L (Waiz), Pr. v. Klg. 2t39 
Bern(h)ard II. (Schmeding), Pr. v. Klg. : 

208, 2Ü3 ; 

Bern(h)ard, Pr. v. Vor. 324 j 
Berthold, sei., O. S. B., Abt v. Garsten | 

3 f., 62, 112 I 
Berthüld II., B. des Hochstiftes Naum- I 

bürg Sä I 
Berthold v. Regensburg, O. F. Min. 312 1 



Bertieri Jos., O. F. Min., Dogmatiker 
32, 226. 

Bessel Gottfried, O. S. B., Abt v. Oött- 

weig, Hist. 9, 22 
Beyer August., Pr. v. Hbg. 279 
Beysz Andreas, Ch. v. Kr. 349 
Bielsky Wilh., Ch. v. Hbg. 90, 283 
Biesiekierski Joh. Aug., Ch. v. Kr. 338 f. 
Birk, österr. Geschichtsforscher 2S 
ßirkowski Fabian, O. Praed., ber. Kanzel- 
redner 345 
Bischoff, P. Viktor, O. S. Fr. 232 
Blachut Augustin, Ch. v. Kr. 360, 36J 
Blattau, Dr. Joh. Jak. 249 
Blaurer (Blarer) Ambr., schwäb. Re- 
formator 84 
Blumberger Friedr., O. S. B. v. Gött- 

weig, Histor. 284. 
Blumenbach, Dr. C. hL 62 
Btümlinger Floridus, Ch. v. Rbg. 190, 
202 ff. 

Rlfimlinger Odulf, Ch. v. Rbg. 204 
Boczek Ant. 92 

Bodoni Giamb., ital. Buchdrucker 5Q 
Boeheim Wendelin, Kustos 256, 262 
Böhm, österr. Geschichtsforscher 28 
Böhmer Joh. Friedr., Histor. 49, 75, 82, 
161 

Böhringer Friedr., ref. Theologe 14Ö 
Borgia Stephan, Kardinal 
Borgnet Ad. 82 
Borgnet M. 89 

Boulognes Etienne Ant., B. v. Troyes 
249 

Brant Sebastian, Dichter IQl 
Breitschwert J. L. C, Frh. v. 1111 
Brentius (Brenz Joh.), schwäb. Re- 
formator 253 
Breselmayr Joh. B., Ch. v. St. Fl. 131 ff-, 
150. 16g, m 

Bfezan Wenzel, Archivar 21Q 
Brigido Leop., Frh. v, Bresowitz, Ch. 

V. Vor. 322 
Brindley, engl. Buchdrucker 50. 
Brousil Ant. 204, 252 
Bruckner Ant., Komponist 13Q 
Brunner Sebastian, kath. Theologe 

141^ 201, 256, 260, 287, 294, 310, 319, 

320, 328, 352 
Brzozewski Sam., Autor 355 



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365 



Budberg, Baronesse v. 132 
Budinszky Alexand., Hist., 1£3 
Burckhardt Jak., Schweiz. Kultur- und 

Kunsthist. 9A. 
Burgholz Jakob v., Pseudonym Gitl- 

bauers IM 
Bußwald, Dr., O. S. B. v. Admont, 

Philologe 330 
Buz Raphael, Ch. v. Rbg. 186 
Byslrzycki St., Autor 355 
Bzowius, Autor 25^ 

c 

Cacilia, hlg. 223 
Caesar, Dr. Aquilin 320 ff. 
Ca jus, röm. Presbyter 35 
Caldara Ant., ital. Komponist 2ZS 
Camesina Albert, Kunsthist. 250, 253 
Canisius Heinr., Kanonist 250 
Canisius Petrus, S. J., sei. 249 
Cantius (Kanty) siehe bei Johannes K. 
Capellen, Herren von 109 
Carl, Carolina etc. siehe bei K 
Carpzov, berijhmte sächs. Familie 250 
Cäsar Gaius Jul. 1^ 
Cassius, Dio Coccejanus 300 
Castiglioni Fr. Xav., Kardinal, später 

P. Pius VIII. 230, 211 
Catharina, hlg., Märtyr., siehe bei K 
Cecconi Eug., Erzb.v. Florenz, Kirchen- 

hist. 304 
Cehoviz Joannes 3^ 
Cellarius Andr,, Autor 355 
Cernik Berth., Ch. v. Klg. 272, 300 
Cerri Carlo SS 

Certani Jakob, Hagiograph 1S4 
Chaignon Pierre, S. J. 306 
Champollion Jean Fran?., Agyptiolog 
22Ö 

Champollion -Figeac Jacques Jos., Ar- 

chäolog 229 
Chledowski, poln. Schriftst. 354 
Chlumecky Peter, R. v., Diplomatiker 

94, 9L oa 

Chmel Jos., Ch. v. St. Fl. 27, 45, 4L 
24 ff., 108. 110. III, 112 

Chmielecki Lorenz Florid., General- 
prälat der lat. Ch. Polens 353, 354 

Chodani Joh. Kanty, Ch. v. Kr. 355 ff. 

Chotek, Graf Fd. v.. Erzb. v. Olmütz 226 



Christalnigg Alfred, Graf 83 
Christian v. Regensburg, Magister 212 
Chrodegang, hlg., B. v. Metz 250 
Chrysostomus, hlg., s. bei Johannes 
Chytil, Dr. Jos. 94^ 98 
Cicero M. Tull. 166 
Clareta Petrus, Can. reg. Rudnic. 338 
Clemens Aug., Erzb. v. Köln, siehe 

j Droste- Vischering 

, Coleta (Colleta) Boilas, hlg. Klarissin 31 

I Collin, Dichter 61 
Columbus Christoph lAl 
Comboni Dan., ap. Provikar 303 
Conon, Papst 251 

Conrad Ambros, Ch. v. Klg. 222 f. 
Conrad II., Pr. v. Vor. 331 
Constans L 251 
Constans II. 251 

Constantia, Gemahlin d. ücinius 251 

Constantin, Papst 251 

Constantin L d. Gr. 94, 162 

Constantin II. 251 

Constantin IV. Pogonatus 251 
1 Constantin V. Copronymus 251 
j Constantin VI. Porphyrogenitus 251 

Constantius L Chlorus 251 

Constantius II. Flavius Jul. 251 

Constantius, Mitregent d. Honorius 251 

Cordara J. C, S. J. 114. 

Cori Joh. Nep., Kulturhist. 124 

Cornelius, Papst 251^ 252 

Cornelius a Lapide, Exeget 185 

Cornelius Nepos lüö 

Corsini Ed., Piarist, ital. Gelehrter 24a 
! Coudenhove Paula, Gräfin, Dichterin 
I 313 

j Crazolara Franz S., Ch. v. Nst. 298 f. 

Cynerski Joh., Autor 355 
I Czerny Alb., Ch. v. St. Fl. 9, 25, 46, 
, 49, 54, 122 ff., 12S 

Czikann 223 

i 

D 

D'Acher)' Jean Luc, Mauriner 250 
Damasus L, Papst 250 
Damasus II., Papst 25Ü 
Danzwohl Fr. Xav., Ch. v. St. Fl. 41^ 
53, 60 

Darnaut Vinz., k. k. Hofkapl., Kirchen- 
hist. 48, 235. 241. 244 



366 



David (Fuhrmann), Pr. v. St. Fl. 3 
Debiel Ludw., S. J., Theologieprof. 9^ 

216 

Degen, Wiener Buchdrucker 5Ö 
Delaville J. le Roulx 1hl 
Demosthenes 311 
Demuth K. J. 92 

Denis Mich., S. J., Bibliograph 4L 332 
Deubler Bernhard, Ch. v. St. Fl. 119. 

148. 150, 159 f. 
Deutinger Martin v., Hist. 26 j 
Dewischeit, Dr. Kurt v., Stenograph Ifil 
Dicklberger A., Bergmeister 48 
Didot, ber. Pariser Buchdruckerfamiiie 

Diekamp Wilh., Hist. 162 
Diemer Jos., Sprachforscher 1 13, 324 
Dierl Leop., Ch. v. St. FI. 29, 41 
Dietmar v. Alst, Minnesänger IflQ 
Dietrichstein, Fürst v, 242 
Dietrichstein Siegmund v., Landes- 
hauptmann lüS 

Dietricus, Pr. v. Vor. 320 
Dio Cassius Coccejanus s. Cassius 
Dionysius d. Gr. v. Alex. 14Ö 
Dittrich Franz, Kirchenhist. u. Kanonist 
14Ü 

Dobihammer üregor, Ch. v. Rbg. 193 ff., 

200, 203 
DoIIiner Thomas, Hist. 45, 112 
Domainko Eduard, Ch. v. Vor. 322 f. 
Domböck Fr. Xav. v., Pfarrer öl 
Donberger Georg, Ch. v. Hbg. 278, 279 
Doppelbauer Fr. S. Maria, B. v. Linz 

197 

Dornfeld Jak. v., Novize v. St. Fl. 2S 
Dörr Mich., Ch. v. St. Fl. 135. 136 f.. 
Lt2 

Dositheus, jüd. Theosoph 251 
Drexler Karl, Ch. v. Klg. 265 f., 211 
Droste-Vischering Klemens Aug., Erzb. 
V. Köln 56, 62 

Dryacki F., Autor 355 
Dubois M. IM 

t)u Cangc Charles Dufresne, Sieur, 
franz. Hist. und Philolog 250 j 

Dudik, Dr. Beda, O. S. B. v. Haigern, 
mähr. Hist. S8, 90, 9L 26 

Duellius Raymund, Ch. v. St. Pölten, ; 
Hist., Diplomatiker Q 



Dunkler, Dr. Gaudenz, Pr. v. Klg. 228, 

229, 230, 235. 24Q 
Dvorak 21Ü 

Dzierzon Joan., Bienenzüchter 1Ü2 
E 

Egger Berthold, Ch. v. Klg. 208, 264 H., 
268 

Egger Karl 24fi 

Eichhorn Joh.Oottfr., prot. Theologe 31 
Eichhorn Rudolf, Ch. v. Klg. 265. 262 f. 
Eigl Matthias, Ch. v. Hbg. 282 
Eiselt Ivo, Ch. v. Vor. 327 
Eizinger v. Eizing s. Eyzinger v. Eyzing 
Eleonore von Schottland 80 
Elisabeth, Kaiserin v. Österr. 143 
Elisabeth, Königin v. England 93 
Elzevir, holtänd. Buchdruckerfamilie Mi 
Emmert, Hist. 2S 
Endrulat, Hist. 162 
Englmann 62 

Epee, Abbe de r, Charl. Mich., Be- 
gründer d. Taubstummenunterr. in 
Frankreich 326 
Epp(en)stein, Markgrafen lüZ 
Erasmus v. Rotterdam, Humanist 25ä 
Erb Joh. Leop., Ch. v. St. Fl. 4 
Erdinger Ant., kath. Theologe 285 
Estius (van Est) Wilh., kath. Dogma- 

tiker und Exeget 280 
Estreicher-Rozbierski, Dr. Karl v., poln. 

Literarhist. 351, 354, 355, 360 
Eugen, Prinz v. Savoyen §2 
Euphemia, natürl. Tochter Friedr. d. 

Schönen 221 
Eusebius, f^apst 264 
Eusebius V. Vercelli, hig. 25Q 
Evagrius, Scholasticus und griecb. 

Kirchenhist. 25Ü 
Eyzinger v. Eyzing, Adelsgeschl. 84, Q9 

F 

Fabri Nikol. Klaudius, Senator v. Aix 
248 

Fadinger Stephan, Bauernhauptmann 
45, 132 

Faigl Joh. Nep., Ch. v. St. Fl. 141 ^^ 
Faigl Mich., Ch. v. Hbg. 286 
Fallmerayer Jak. Phil., -»Fragmentisti 
305 



d by Google 



367 



Pank Ant.., Ch. v. Hbg. 281 
Fanta Adolf, Hist. Ih2 
Faiciszewskf, Dr. Ludw., Ch. v. Kr. 34fi 
Feil von, Hist. 78, 04 
Felbinger Ubald, Ch. v. Klg. ZZÖ 
Felder, Herausg. d. Oelehrtenlexikon 

32, 38, 40, 52, 6Ö 
Felix II., Papst 264 
Felkel Anton, Mathematiker 223, 224 
Fellöcker Sigismund, O. S. B. v. Krems- 

münster 187, 189, 190 
Fent Possidius, Ch. v. Nst. 294 
Fenz Theobald, Ch. v. Hbg. 26fi 
Ferdinand L, deutscher Kaiser 03 
Ferdinand II., deutscher Kaiser Iii, 222 
Ferdinand L, österr. Kaiser 54, 105, 

236. 242 

Ferdinand, Erzherz. v. Österr. 99, 1118 
Ferrari, Hist. 229 

Feßler, Dr. Jos., Kirchenhist., B. v. 
St. Pölten 38, 114, 302, 303, 304, 306 

Festorazzo 242 

Ficker Jul., Hist. 162, 163 

Filos Fr. 29 

Filz Michael Ul 

Firnhaber 86 

Fischer Engelbert, Ch. v. Klg. 237, 252 ff 
Fischer Leonhard, Ch. v. St. Fl. 15 
Fischer Maximil., Ch. v. Klg. 44, 87, 

219. 240 ff., 241^ 252, 284 
Fleischanderl Jak., Ch. v. St. Fl. 
Florian, hlg. 141, 163, 177, 128 
Föckler Quarin, Ch. v. Rbg. 184 
Födermayr Joh. Bapt., Pr. v. St. FI. lü 
Folz, Dr. Karl, Hist. 16L 162 
Forer Valentin, Gymn.-Präfekt 297, 300, 

305 
Foucard 92 

Foulis, engl. Buchdrucker 50 
Fourier Petr., hlg., Aug.-Ch. 114, 200 
Fox (Foxius) Joh., Krak. Archidiakon 
3^ 

Frank Wilh. 248 

Franz Caracciolo, hlg. 31 

Franz v. Hieronymo, hlg. 323 

Franz K, Kaiser v. Österr. 24, 27, 29, 

30, 53, 54, 226. 236. 249. 295 

Franz Josef I^ Kaiser 149. 259 
Franz Jos. Karl, kais. Prinz 22. 
Franz Karl, Erzherzog 22 



Franz Sales, hlg. &7 
Franz Xaver, hlg. 126 
Frapporti Giuseppe 29 
Fras Franz Jul. 93 

Fräst Joh. v., O.-Zist v. Zwettl. Hist. 

78, 79, 284 
Freidank, Dichter der »Bescheidenheit« 

103 

Freiesleben Ferd. v., kais. Hofarchivar 
218. 228 

Freindaller Franz Jos., Ch. v. St. Fl. 

26. 29. 32 ff.. 54, 56, 73. 141, 163 
Frener Jos., Ch. v. St. Fl. 5Ü ff. 
Friedemann Friedr. Traug. 83 
Friedrich L, Kaiser 134 
Friedrich d. Schöne (III.), Kaiser 46. 

81, 89, 90, 99 
Friedrich IV., Kaiser 46, 78, 90, ?L 93, 

99, 319 

Friedrich II., der Streitbare 42 
Friedrich, Pr. v. St. Fl. siehe Mayer 
Frint, Dr. Jakob, B. v. St. Pölten 282 
Fröhlich Erasmus, S.J., Numismatiker 
10, 24S 

Fröschl Berth., Pr. v. Klg. 255 
Frost Wenzel, Schriftst. 326 
Fryzneker Paul, Ch. v. Kr. 348 
Fulgentius, hlg., B. 252 
Fux Ignaz Jos., Ch. v. St. Fl. 2 

Q 

Oachard Louis Prosper, belg. Hist. 29 
Gadeau, tL de Kerville 158 
Gaisberger Jos., Ch. v. St. FI. 27, 32, 

33, 68 ff., 74. 152. 167 
Gaisberger Josef und Maria 21 
Gaisruck K.nrl Kaj. v., Kard.-Erzb. v. 

Mailand 163 
Gajowy Eduard Petr., Ch. v. Kr. 352 
Gall. Dr. Ant., B. v. Linz 24, 29, 35 
Galura Bernh., Fürstb. v. Brixen 306 
Gangibauer Cölest., Kardinal 255 
Garcia Moreno Gabriel, Reformator von 

Ecuador 143 
Gardthausen Viktor, Philolog 166 
Gasselsberger. Dr. Jakob, Theologie- 
professor 112 
Gasser Vinz. Ferr., Fürstb. v. Brixen 

304, 306 
Gavre 356 



368 



Gazzaniga Petr. Maria, O. Praed., Dog- 
matiker 32 

0?bicki Peter, B. v. Kr. 340, 342^ 345 

Oebwin, Pr. v. Vor. 331 

Geishüttner, Dr. Jos., Theologieprof. 5Ö 

Geisler Nikol. Tolent., Ch. v. Rbg. 186 f. 

Gelasius, Papst 254 

Georg von Hessen - Darmstadt, Land- 
graf 93 

Georg III., König von England 93 
Gerho(c)h, Pr. v. Rbg., Theologe 107, 

108. 162. 161 
Gersen Giovanni, angebl. Verf. d. 

»Imitat. Christi« 139, 141 

Geßner Sal., Dichter 356 

Gevay von, Hist. 2fi 

Gielge Ign., Topograph 41 

Giftschütz Franz, Theologieprof. 35, 356 

Gitlbauer, Dr. Mich., Ch. v. St. Fl. 68, 
138. IM ff. 

Gladstone William Ewart, engl. Staats- 
mann 195 

Glira Alois, Ch. v. Nst. 310 
Goedeke Karl, Literarhist. 109. 110. 113 
Gomperz Theodor, Philolog Ifil 
Gorczyriski, Dr. Mich. Aquilin, Ch. v. 

Kr. 34S ff., 352^ 354 
Gori, Archäolog 229 
Görres Guido, Schrittst. LU 
Görz, Grafen von 02 
Gostner Josef, Missiongeneralvikar 302 
Göth, Dr. 25 

Gottfried, Prior in Linz 331 
Gottfried v. Straßburg, höf. Dichter m 
Grabowski, Dr. Adalbert Bertrand, Ch. 

V. Kr. 353 ff. 
Gräffer 223 

Granowski And., Autor 355 

Graß Fr. Xav., Ch. v. Nst. 294 f. 

Grasser Jos., B. v. Verona 305 

Gratz, Dr. Lorenz KIcm. v., kath. Theo- 
loge 2A9. 

Gregor, hig., Papst 42 

Gregor XI., Papst 312 

Gregor XVI., Papst 305 

Greith C, Komponist 16fi 

Grillnberger, Dr. Otto, O.-Zist. v. Wil- 
hering 126 

Grülparzer Franz 132 



Grimm Jakob, Forscher der deutschen 

Sprache 113 
Gros V. Ehrenstein Jos. Philib., Ch. v. 

St. FI. 6 f. 
Grotefend, Dr. C. L., Archivsekretär 05 
Gruber Josef, Musiker 15Ü 
Gruber Leopold, Hist. 213. 
Grueber, Dr. Gregor, Ch. v. Klg. 214 f. 
Grünpeck (Grünbeck) Jos., Humanist 

und Historiogr. Maximil. L TS^ 126 
Guben Johannes v., Stadtschreiber Sö 
Gugger Jos., Ch. v. St. Fl. 29, ^ 61 
Guidoto Vincenzo 86 
Guppenberger Lambert, O. S. B. v. 

Kremsmünster 30, 197 
Gußmann, Dr. Jul., Ch. v. Vor. 319 f. 
Gustav Adolf, Schwedenkönig 45 

H 

Hackhofer J. C, Maler 331 
Hadmar, Pr. v Klg. 221 

Hagemann 14Ö 

Hagen, Dr. Kaspar, Dichter 311 
Hagn Theodorich, O. S. B., Bibliothekar 

v. Kremsmünster 92^ 116 
Haidinger Petr., Kleriker v. St. FI. 3Ö 
Haller 242 

Haller Alois, Missionär 305 
Halm Karl v., Philolog 89 
Haltrich Ol 

Hämmerle Ambr., Ch. v. Nst, 311 
Hammer-Purgstall Jos., Frh. v., Orien- 
talist 45. 91. III. 238 
Han Joh. Bonavent., Pr. v. St. Andrä 

a. d. Traisen 284 
Hanrieder Norb., Volksschriftst. 204 
Hansjakob Heinr.. Schriftst. 204 
Hanslik J. A. Ol 

Hanthaler Chrysost., O.-Zist. v. Lilien- 
feld, Hist. 0 
Haring Amandus, Ch. v. Vor. 318 
Harieß Dr. W. 95 
Harnack Otto, Hist. 162 
Harrant 252 

Harrer Floridus, Ch. v. Rbg. 134, 198, 200 
Hartmann Laurenz, Ch, v. St. Fl. 6ö 
Hartmannus, selig., B. v. Brixen ^ 

253. 293, 295 
Hartwig Otto Peter Konr., Hist und 

Bibliograph 333 



d by Google 



369 



Haslach Stephan v. 2S4 
Haspinger Joachim, lirol. Patriot 132 
Haßl J. Alois 249 
Haupt E. Fr. 8Q 
Hauser Markus, Pr. v. Nst. 291 
Häußer, Dr. Ludwig M 
Havel Julien, Hist. 162, IM 
Hay Nikolaus II., Pr. v. Hbg. 221 
Heermann Norbert, Ch. v. Klg., spät. 
Pr. V. Wittingau 208 ff. 

Heider, Dr. Gustav, Kunstschriftst. 82 
Heine Heinr. 132 

Heinicke Sam., Taubstummenlehrer 326 
Heinrich II., Pr. v. St. Fl. 125 
Heinrich der Löwe, Herzog v. Bayern 

m 

Heinrich V., König v. Engl., IßS 
Heinrich, König v. Böhmen, Herz. v. 

Kärnten 79, 8Q 
Heinrich (V.) v. Oörz, Graf SQ 
Heinrich v. dem Türlin, adel. Epiker 

m 

Helfert Jos. Alex., Frh. v., österr. Hist. 
92, 251^ 252, 251 

Herberstein Sigismund, Frh. v., Diplo- 
mat IS 

Herbutus Joannes 342 

Hermann, O. S. B., Abt v. Niederalteich, 
Chronist 08 

Hermann Heinr. S3 

Hermanseder Theophil, Ch. v. St. Fl. 23 

Hermes 310 

Herz Thomas, Ch. v. St. Fl. 100 
Hessels van Est Willem 380 
Heysler Ambros. Ch. v. Nst. 295 f. 
Hilarius, Papst 2M 

Himmelbauer Roman, Ch. v. Klg. 268 
Hinteröcker Joh. Nep., S. J., Missionär 
142 

Hiptmaier, Dr. Matth., Theologe 14Q 
Hirsch C, Komponist 330 
Hirscher Joh. Bapt., Theologe 55 



Hohler Em. Th. 85 
Hölbling 12 

Holl Guarinus, Ch. v. Hbg. 279 

Höller Ernst, Komponist 330 

Hölzl, P. Basil., Servite 9 

Honorius Lii Papst 139, L4fl 

Horatius Flaccus 166, 304, 308 

Hormayr Jos., Frh. v., Hist. 24. 40. 45. 
46, 4L 49, UM 

Horstig, Mitbegründ. d. deutsch. Steno- 
graphie 162 

Hoyer Bartholom, (gen. Schirmer), Ch. 
v. Rbg. 201 

Huber Alfons, Hist. IM 

Huber Jos., Ch. v. St. Fl. 146 f. 

Huebmer Fr. Xav., Dechant v. St. Fl. 28 

Huemer Georg, O. S. B. v. Krems- 
münster, Musiker 21 

Hyazinth, hig. 345 

Hyazintha Mariscotti, hIg. 31 

I 

Ignatius, hlg., Ordensstifter, S. J. 7, 23, 
343. 344 

Ilg, Dr. Albert, Kunsthist. 262, 269 
liger, Linzer Buchhändler 9 
Inghirami Francesco, Malteser, Archäo- 

log 229 
Innocentius 1^ Papst 264, 306 
Iraja, Graf, B. v. Rio-Janeiro 306 
Irschara Dominik., Pr. v. Nst. 306, 308 

J 

Jabtoriski Bertrand, Ch. v. Kr. 352 
Jabornigg-Altenfels M., Frh. v. 83 
Jacquin sen. und jun., Naturhist. 56 
Jaeck Heinr. Joach., Bibliothekar 241 
Jäger Albert, österr. Hist. 88 
Jahn, Dr. Joh., O.-Praem., Bibelkritiker 
und Orientalist 52, 66, 2^ 230, 25Q 
Jakobi Friedr. Heinr., Philos. 52, 55 
Jaksch Aug. v., Hist. 162 



Hochberg Elisabeth v., Markgräfin 80 I Jannsen Johannes, Hist. 123 



Hofer Andreas 132 

Hoffmann Engelb., Pr. v. St. Fl. 12 f., 20 
Höf 1er Eberhard, Ch. v. Vor. 332 f. 
Hofmaninger Jos., Ch. v. St. Fl. 113 f. 
Hofmann, Professor 92 
Hofmann Peter, Ch. v. Nst. 307 f. 
Hohenwart, B. v. Linz 34 



Jaroszewicz, Dr. Simon, Ch. v. Kr. 352 
Jaud Georg, Ch. v. Klg., spät. Pr. v. 

Forbes 2Ü2 
Jeran Lukas, Redakteur 302 
Jeroschin Nik. v., Verf. d. Deutsch- 

Ordenschronik IIQ 
Jeune Jeane le, Abketiker 18 



Cernfk, SchriftslcIIer der Augustiner-Chorherrcnstiftc. 



24 



Joannes de Nigra Valle, O.-Praem. 338, 

346. 34S. 351 
Jocher Adam Bened., poln. Bibliograph 

338, 34L 342, 2äl 
Jochum Eduard, Ch. v. Nst. 305, 311 
Johann, Erzherzog 42 
Johann Chrysostom., hig. 306 
Johann Georg, Pr. v. St. Fl., s. Wiesmayr 
Johann v. Omunden, Astronom 81 j 
Johann Josef v. Kreuze, hIg. 282, 323 t 
Johannes Evangel., hIg. Ih 
Johannes Kanly (Cantius), hIg. 340, 344. 
Johannes v. Nepomuk, hIg. 23, 214 
Jolivet Dr., B. v. Maritzburg 262 
Joppi Vinz., Hist. IM 
Jörg, Maurer in St. Fi. 12Ö 
Jörg V. Stein, Herr v. Steyer 63 
Josaphat, ind. Prinz in >ßarlaam und 

Josaph.« ÜB 
Josef, hlg., Nährvater Christi 8, IS 
Josef, Pr. V. Waldhausen 4 
Josef L, Kaiser 3 
Josef II., Kaiser 114 
Josef V. Cupertino, hlg., O. S. Fr. 17, 23 
Jutha, sei., Äbtissin 338 

K 

Kadtubek Vinz., sei. 34Q i 
Kaltenbäck J. P., Hist. 79, S4, llü , 
Kämmel O. 162 j 
Kanty s. Johannes K. ! 
Karabafek, Dr. Jos., Archäolog 162 i 
Karajan Theodor Q. v., Hist. TS, 81, I 

86, 252, 253 , 
Karl der Große 162, IM i 
Karl III. 1^ I 
Karl IV., Kaiser 215 j 
Karl V., Kaiser 82, \ 
Karl VI., Kaiser 13, 72, 83 ! 
Karl V. Burgund IM j 
Karl, Erzherzog v. Österr. 28 
Karl Ludwig, österr. Prinz 22 
Karolina Auguste, Kaiserin 282 
Kasimir Johann, Polenkönig 342 
Kastenhofer Alanus, O.-Zist. v. Wil- 

hering 20 
Katharina, hlg., Märtyr. 18 
Kazimierczyk, sei., siehe Stanislaus 
Keiblinger Ignaz, O. S. B. v. Melk, Hist. 

78. 89. III. 252. 253. 284 



Kemeny, ung. Hist. 23 

Kendlmayer, Dr. Eusebius, Ch. v. 
Vor. 317 

Kenner Friedr., Numismat. 21 

Kepler Johann, Astronom 92, HO, 329 

Kernstock Ottokar, Ch. v. Vor. 329 ff. 

Kerschbaumer Theophil, Pr. v. Vor. 
321, 323 f. 

Keß Johannes, Ch. v. Klg. 213 

Khevenhiller, Graf Fr. Christ., Staats- 
mann, Hist. lOTj 108, im 

Khlesl siehe Klcsl 

Kink 82 

Klein, Dr. Anton, Professor 241 
Klein Karl Ed., Ch. v. St. FI. 26, 40 f., 

52, 55, 74, 114 
Kleine 1112 

Klemens V., Papst 341 
Klesl Melchior, Kardinal III 
Klimesch, Dr. Matth. 208, 210 
Klitsche Theodor Friedr. 249 
Klöckern, Joh. v., Ch. v. Hbg. 280 
Kloczyriski, Dr. Martin, Prälat, general. 
V. Kr. 34Q ff., 

KnabI Richard, Pfarrer 95 

Knauer Franz Sal. II., Pr. v. Vor. 323 

Knoblecher, Dr. Ignaz, Mission.-Pro- 

vikar 301, 302, 305 
Knycz Andr., Pfarrer 359 
Kobald Ildephons, Ch. v. Vor. 317 
Koch, Pastor 122 
Koch Matth., Hist. 82 
Koch Wilhelm Dan. Jos., Botaniker 

298 

Koch-Sternfeld. Ritt. Jos. v., Hist. UM, 

im 

Köhler G., Hist. 162 
Kolb Georg, S. J. 65 
Koler Dominik, Ch. v. Nst. 292 
Kollar Vinz., Entomolog 58 
Kollonitsch, Leop. v., Kardinal 317. 
Kometer Bartholomä III 
Konrad, Markgraf 112 
Konrad IV., O. S. B., Abt v. Seiten- 
stetten 99 

Konrad v. Würzburg, Minnesänger 1112 
Kopernik Nikolaus, Astronom 234 
Kopitar Bartholom., Slawist 28 
Kopp Ulr. Friedr., Diplomatiker 16 
Köppl, Pfarrer 62 



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371 



Korybut Michael, König v. Polen 342. 
345 

Kostersitz Ubald, Pr. v. Klg. 255 f., 
262 

Kotschy. Pastor 112 
Kralik, Dr. Richard v., Literat 162 
Kramer, Domherr, Theologe 38 
KreschniCka, Dr. Jos., Religionsprof. 22& 
Kreuzer, Archäolog 122 
Kreuzmayr Ambros, Pr. v. Rbg. 199, 
202 

Krieger Koloman, Ch. v. Klg. 254 f. 
Krischek, Mathematiker 330 
Kröll Franz Klaud., Pr. v. St. Fl. 3 f., 
12 

Krones, Dr. Franz, R. v. Marchland, 
Hist. 330 

Krukowski, Dr. Josef 346 
Kuczborski Valentin, Ch. v. Kr. 3il 
Kühschelm Josef, Dechant 2^ 
Kuklewicz Joh, Ch. v. Kr. 346 
Kumiecki Stephan de Rychty 35Ü 
Kumpfhofer Joh. Ev., Ch. v. St. FI. 
3S f. 

Künzel Heinr., Hist. 93 
Kürsinger, Ign. v. 93. IIP 
Kurz Anton 83 

Kurz Fr. Ser., Ch. v. St. Fl. 2L 29, 
4Q ff., 75, 81, 102. 104, 109. III. 125 

Kwiatkowski Sebast. Ouiraud., Prälat, 
gen. V. Kr. 355 

L 

Ladislaus Posth , König SO, 02^ 254 
Laimbauer Mart., oberösterr. Aufrührer 
45 

Lambert Joh. Heinr., Mathematiker 224 
Lampel Norbert., Ch. v. Vor. 328 f. 
Lampel Theodorich, Ch. v. Vor. 333 
Lamprecht Joh. Ev., Benefiziat 201 
Lamprecht K., Hist. 64, 123 
Lanckoronska Hedwig v. Czekarzo- 

wice 349 
Landau, Dr. O. 95 
Langenau, Burgpfarrer 218 
Langer Edmund, Prof. 2£d 
Langthaler Joh. B., Ch. v. St. Fl. 168 ff. 
Lanz, Dr. Karl 82 
Lapide Cornelius a, Exeget 185 



Leberbauer Peter, Ch. v. St. Fl. t44. 
i Le Blanc Thom., S. J., Theologe 185 
! Leeb, Dr. Floridus, Pr. Klg. 226, 223 
I Lefflad, Dr. M. 2Ö4 
; Le Glay SQ 
1 Lehmann Udo 158, 159 
i Lehner Matth., Ch. v. St. Fl. LZ2 
; Le Long Jacq., Oratorianer 2^ 
j Leo L, Papst 264 
i Leo XII., Papst 231 
I Leo Xm., Papst 168, 303, 304 
i Leonowicz Martin, Ch. v. Kr. 351 

Leopold der Heilige, Markgr. 172, 213, 
214. 246, 249, 257, 261^ 26L 270, 272^ 
281, 285, 286 

Leopold III., Herzog v. Österr. 312 

Leopold L Kaiser 3L 209, 212 

Leopold II., Kaiser 93 

Leopold (Teck), Herzog 

Leopold, Erzherzog, Fürstb. v. Passau 
277. 228 

Leopold Alexander, Erzherz. v. Österr. 

j 29 

Leopold V. Salerno, Prinz 239 
I Leopold, O. S. B., Abt v. Garsten 13 

Leopold Li Pr- v. St. Fl. 12 
I Leopold II., Pr. v. St. Fl. 21, 26, 2S 
Lepsius Karl Peter, Hist. 89 
Lessing Gotthold Ephr., Dichter 356 
Lessius Leonhard, S. J., Theologe 156 
Levis, Abbe 35 

Leyrer Wilibald Ign., Ch. v. Klg. 216 ff., 

240. 252. 254 
Liberius, Dr. Hyacinth, Ch. v. Kr. 339, 
342 ff.. 351 
: Lichnowsky, Fürst Ed. Mar., Hist. 82, 
; 90, llü 
Liechtenstein, Prinz Alois, Sozialpolitik. 

I m 

' Liegel O., Pomolog 59 
j Lind, Dr. Karl, Hist. 125 

Lindemayr, P. Maurus, O. S. B. v. Lam- 
bach, Dichter 2ü 

Lintner Ign., Ch. v. St. FI. 15 f. 

Linus, Papst 264 

Lipowsk)' Anton, Hist. 186 

Lipowsky Augustin, Ch. v. Rbg. 185 f. 

List, Dr. Kamillo, Kunsthist. 269 

Livius Titus 165, 166 

Log\vit-lo-Ladü, Fr. Xav., Barineger 302 

24* 



372 



Loniewski Christophor, Ch. v. Kr. 337 f., 
347. 350. 351. 353. 3M 

Lorenz Ambros, Pr. v. Klg. 22Z 

Lörsch, Diplomatiker, lfi2 

Lothar Kaiser 1^ 

Lothar IL, König Ifil 

Louise, Kaiserin v. Frankreich, Erz- 
herzog. V. Österr. tl 

Löwe, Dr. M. L., Prof. 9h 

Ludwig der Fromme, Kaiser IM 

Ludwig IL, Kaiser 162, 

Ludwig IV., der Bayer, Kaiser 82 

Ludwig d. D., König IM 

Ludwig IlL, König 163 

Ludwig das Kind IM 

Ludwig XVL, König v. Frankreich 34 

Ludwig IL, König v. Ungarn 86 

Ludwig Vinzenz, Ch. v. Klg. 212 

Luksch, Dr. Vinzenz, Theologieprof. 262 

M 

Mabillon Joh., O. S. B., Mauriner 248 
Macer Aemil, röm. Dichter 81 
Maciejowski Bernhard, B. v. Kr. 3M 
Mai Angelo, ital. Philolog. u. Archäolog 
220 

Mailath Jos., Graf, Hist. 44^ 45 
Mairhofer Theodor, Ch. v Nsf. 299 f. 
Mally Adam, Ch. v. Klg. 236 f. 
Maionowski Joh. B., Ch. v. Kr. 3^1 
Maniecki Stan,, Präl. v. Kr. 340^ 351 
Mann Fcrdin., Ch. v. Hbg. 286 
Marcion, Gnostiker hA 
Marcus Aurelius Ant., Kaiser 296 
MareJ Franz, Archivar 2111 
Margarethe v. Lanzberg Sd 
Margarethe v. Österr. 8ü 
Maria Antonia, Erzherzogin v. Österr. 
3A 

Maria Clementine, Erzherzogin 238. 
23a 

Maria Theresia, Kaiserin 34^ 35 
Marinelli Ernst, Ch. v. St. Fl. 122 ff., 
150 

Marinelli Josef 128. 
Mariscotti siehe Hyacintha 
Marlene Edmund, O. S. B., gelehrt. 
Mauriner 25Ü 

I 

Martin, hl., B. v. Tours IM j 
Martini v., Rechtslehrer 32 1 



Matthäus IL (Gogl), Pr. v. St. Fl. 12, 

27, 32 

Matthias (Corvinus), König v. Ungarn 

Matuszewicz, Dr. Joh. Herkul., General- 
prälat V. Kr. 352 f. 
Mauracher Matth., Orgelbauer 151 
Maurel Antonin, S. J., Theologe 14fi 
Maury Jean-Sifrein, ber. Kanzelredner 
356 

Maximilian L, Kaiser 78. 80. 84. 85. 

90, 99, 103j 109, 13L 300, 312, 319 
Maximilian IL, Kaiser Ol 
Maximilian Josef, König v. Bayern 35 
Mayer Ferdin., Ch. v. St. Fl. II 
Mayer Friedr. Theophil, Pr. v. St. Fl, 

12, 70, 106. 132. 133. 138. 282 

Mayr Ignaz, Ch. v. St. Fl. 34 
Mayr Jos. Leonhard 128 
Mayr Ludwig IL, Pr. v. Nst. 297. 298, 
301 

Mayr Peter, Tiroler Patriot 313 
Mayrhofer, Dr. Karl Maria, Theosoph 
115. 116 

Mazücchi Alex. Sym., Kardinal 248 
Mazza Don. Nikol. 302 
Megerle v. Miihlfeld Georg, Literat 79, 
85 

Megiser Hieronymus 125 

Mehler Joh. Bapt. 201 

Meier Gabriel, O. S. B. v. Einsiedeln, 

Bibliograph 333 
Meiller, Dr. Andr. v., Hist. SL ?0, 284 
Meindl Georg, Schützenobrist 201 
Mcindl Konrad, Pr. v. Rbg. 193, 19S, 

199 ff. 

Meinhard, sei. B., Apostel d. Livländer 
337 

Meissauer 253 

Meister, Dr. Karl Severin 121 

Melanchthon Philipp. Reformator 253 

Melchiades, Papst 2M 

Mennerstorff Konr., Ch. v. St. FI. 15 

Menninger, österr, Held 143 

Menzel Karl Ad., Hist. LQ 

Meümer Alois, Theologieprof. 304, 

305, 306 
Metternich, Fürst, Kanzler 43 
Mezzofanti, Kardinal, Polyglott 301, 305, 

306 



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373 



Mezzofanti Tirols siehe Mitterrutzner 
Michael L (Ziegler), Pr. v. St. Fl. s. 

Ziegler M. 
Michael II. (Arneth), Pr. v. St. FI. s. 

Arneth M. 
Michelsen Andr. Ludwig Jak., Forsch. 

d. deutsch. Gesch. 94^ 92 | 
Michelshausen Ant. Ch. Edl. v, 101 
Mies Frigdian, Ch. v. Hbg. 279, 280 
Milde Vinzenz, Fürsterzb. v. Wien 25Q 
Millauer, Hist. 44, 45 
Mionnet Theodore, Numismat. 2Q 
Mitterndorfer Thom., O. S. B., Abt v. 

Kremsmünster 92 I 
Mitterrutzner, Dr. Joh. Chrysost., Ch. 

V. Nst. 295, 300 ff., 311 
Mittrovsky v. Mittrowitz, Graf Anton 231 
Mock Andreas, Ch. v. Klg. 229. 232 f. 
Mödlhammer Ambros, O.-Zist. v. | 

Wilhering 19 j 
Möhner Reginbald, O. S. B. v. Augs- 
burg 124 

Mohr Heinrich, Ch. v. Nst. 299 
MoisI, Dr. Jos., Ch. v. St. Fl. 114 
Molinct, C, du, Autor 355 j 
Mone Franz Jos., Hist. 80, 92 
Morawski W., Autor, 355 
Morlang Franz, Missionär 302 
Mosengeil Friedr., Begründ. d. deutsch. I 

Stenographie 162 [ 
Moser Ferdin., Pr. v. St. Fl. 105, 153 
Moser Franz Jos., Prof., 249 
Moser Ingenuin, Ch. v. Nst. 308 f. | 
Mosmüller Andr., Pr. v. Klg. 262 
Muchar Albert v., O. S. B. v. Admont, | 

Hist. 44, lfi3 ! 
Miihlbacher, Dr. Engelbert, Ch. v. St. i 

Fl. 8, 24, 32, 40, 49. 65. 74. 115. ' 

160 ff. 

Müller Franz Xav., Ch. v. St. FI. 129 ■ 
Müller, Dr. Hermann, Philolog 166 
Müller, Dr. J. N. 249 
Müller Karl Ottfried, Archäolog 122 
Müller, Dr. Martin, Pr. v. Hbg. 222 f. | 
Müller Petrus d. Ale, Ch. v. St. Fl. IS 
Müller V. Mündelheini Nebridius, Ch. ! 

V. Klg. 202 f. I 
Mfinch-Bellinghausen Konstant, Frh. v. 

2ia ! 
Myszkowska Helene Konst., Fürstin 35Ö 1 



N 

Nagl Joh. Wilib., Germanist 324 
Nakielski, poln. Schriftst. 355 
Nas Joh., O. S. Fr., Polemiker 306 
Naumann, Dr. Robert, Bibliograph 253. 
2Ü3 

Neumann, Numismatiker 41 
Neupauer Fr. 321 

Nibby Antonio, ital. Archäologe 223 
Nicoladoni, Dr. Alex., 12?, 124 
Nicolaus V. Cusa, Kardin., B. v. Brixen 
BS . 

Niederland Jakob, Musiker 355 
Niedzicla Stanisl., Ch. v. Kr. 351 
Nicsiecki Kaspar, Heraldiker 337 
Nigra Valle, Joannes de, Ordin. Praem. 

338, 346, 348, 351 
Nißimüller F., S. J. 4Ö 
Nowodworski, poln. Schriftst. 355 
Nuceryn Sebastian, Prediger in Kr. 341 
Nuckonius Joann., Ch. v. Kr. 351 
NüII, Herr van der 26 

o 

Oberer, Dr. Franz, Theologe 146 
Oberleitner, Dr. Andreas, O. S. B. v. 

d. Schotten in Wien, Orientalist 23S 
Odo, König v. Westfrancien 162 
Olben Joh. Jak., Ch. v. St. Fl. 6 
Olympias 306 
Opatovius, Autor 355 
Oraczewski Johann K., Fähnrich 355 
Österreicher Hieronymus, Ch. v. Klg. 

240. 244 f. 
Osterwikjoh., hl., Aug.-Ch.,Märtyrer 14Ö 
Ottenthai, Emil v., Hist. 163 
Otto, Herzog fi9 

Otto, Truchseli v. Waldburg, siehe 
Truchseß 

Ottokar II., König v. Böhmen 43. 46, 
47, 49 

Ottokar III. (Ozy), Markgr. v. Steier- 
mark 63 

Oltokar IV., Markgr. v. Steiermark 63 
Ottokar Maria, Graf v. Attems, Fürstb. 

V. Seckau 326 
Ottokare, steir. Markgr. 63 
Owen (Oben), Dichter 51 
Ozlberger Anton, Ch. v. St. Fl. 114, 

134 f., 151, 198 



374 



P I 

Pachinger Alois, Ch. v. St. Fl. 124 f. 
Pachl Joh. Ev., Ch. v. St. Fl. 4 ff., IL 

m 

Fachmann, Dr. Theod., Theologieprof. 
251 

Pacificus v. St. Severin, hl. 282, 323 ! 
Pailler Maria 152 i 
Pailler Wilhelm, Ch. v. Sl. Fl. 102, 127, I 
141 ff. 

Palacky Franz, böhm. Hist. 82 , 
Paldele Bened,, Ch. v. Nst. 296 ff. | 
Palestrina Giovanni Pierluigi da, : 

Kirchenmusiker 156 
Pallavicino Sforza, Kardinal 249. 
Panzer Friedr. 06 
Paoli Casare, ital. Hist. 162 
Passionei Domenico, Nuntius, Kardin. 9. ' 
Patzak Alois, Ch. v. Klg. 260 
Pauer Joh. Paul, Ch. v. St. Fl. m f. 
Pauker, Dr. Wolfgang, Ch. v. Klg. 

208. 269. 2IQ f. 
Paul vom Kreuze, hl. 305 
Paulutius Camillus, Nuntius 352 , 
Peer, Archäolog 122 j 
Peinthor Josef, Dechant 321 i 
Pennotus Gabriel, Autor 355 
Perger, Dr. Ernest, Pr. v. Klg. 214, 236 i 
Pertinger Chrysostomus, Ch. v. Nst. j 

294 

Pertz (Perz) Georg Heinr., Hist. 49, ; 

75, 85, 9Q i 
Peter, Erzb. v. Mainz 9Ö 
Petrus Fourier, hl., August.-Ch. 114, 

142. 200, 204 
Petrus de Vinea, Kanzler K. Friedr. II. 

85 

Peuerbach, Georg v., Astronom 126 
Pcz Bernh., O. S. B. v. Melk, Hist. 5, 
221 

Pez Hieronymus, O. S. B. v. Melk, 
Hist. 5, 9 i 

Pfaffeneder Wilib., O. S B. v. Krems- 
münster 124 

Pfeiffer Franz, Germanist 125, 252, i 
253. 2Ö3 

Pfeiffer Hermann, Ch. v. Klg. 221 f. | 
Wisterer Joh. Georg, Ch. v. St. Fl. 22 f. 
Pflanzl Bartholom. II., Pr. v. Rbg. 199, 
202 



Pf lugk-Harttung, Julius v., Diplomatiker 
162 

Philipp II., König v. Spanien 8& 
Philipps George, Rechtslehrer und 

Publizist m 
Piasecius Paul, B. v. PrzemysI, Chronist 

343 

Piberhofer Joh. Ev., Ch. v. St. FI. 146 
Piccolomini, Graf Vinzenz 55 
Pichler Karoline, Dichterin 30, 61 
Pichlern Florian, Pseudonym v. Gugger 
s. d. 

PiffI Friedr., Ch. v. Klg. 270 

Pillwein, Hist. 38 

Pirkheimer Charitas, Äbtissin III 

Pitteroff Laurenz, Ch. v. St. Fl. 2 

Pius VI., Papst 28, 14Q 

Pius IX., Papst 303, 

Placidus, O. S. B., Abt v. AUenburg 

214 
Piaton 166 

Pietz, Dr. Jos., Theologe 116. 232,234. 

247, 248. 282 
Plucinski, Dr. Franz Hieron. 352 
Pollack Jakob, Ch. v. St. FI. 26 
Prandl Fr. Xav., Ch. v. St, FI. 168. 125 f. 
Prast Firmin. Ch. v. Nst. 313, 314 
Prausek Vinz., Land.-Schulinsp. 259 
Preuhaven Bertold, Malteser, Deutsch- 

ordcns-Komtur, UÖ 
Prill Benedikt, Ch. v. Klg. 21h 
Primisser Alois, österr. Hist. 45, 4Ö 
Pritz Fr. Xav., Ch. v. St. FI. 27, 62 ff., 

78, 80, 110, 112 
Pröller Ant. Jos., Ch. v. St. Fl. 9, 16, 

2Ö 

Proschko, Dr. Isidor, Schriftstell. 252 
Prugger (v. Pruggern) Fr. Sal., Ch. v. 
Vor. 325 ff. 

Pruszcz tL, Schriftst. 355 
Prutz tL, Hist. 162 
Pscharr Augustin, Ch. v. St. Fl. 8, M, 
39 f. 

Pucher Albert, Ch. v. St. FI. 8, 24, 
139 ff. 

Puell Philipp Ner., Ch. v. Nst. 293 
Pukala, Dr. Paul, Ch. v. Kr. 338 
Putz Jos., Ch. V, St. Fl. 121 
Pyrker Joh. Ladisl. v. Felsö-Eör, O. 
Zist. v. Lilienfeld, Erzb. v. Erlau 45 



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375 



Quadrupani Barbaro, Verf. asket. Schrift. 
Quirin! M. Vincenzo S5 



Radner Ant., Ch. v. St. Fl. 15Q 
Radomsko Nikolaus de, Ch. v. Kr. 3äl 
Radziwill Georg, B. v. Kr. 34Ü 
Rally 23 

Rauke Leopold, Hist. 124. 

Ranothowicz Stephan, Ch. v. Kr. 339. 
3£Z f., 354, 355 

Räß, Dr. Andr., B. v. Straßburg, Theo- 
loge 24fi 

Rathofer Augustin, Ch. v. Vor. 328 

Rauch Adrian, Piarist 2ifi 

Raumer Friedr. Georg Ludwig, Hist. 
103 

Rautenstrauch Franz Stephan, O. S. B., 
Abt V. Braunau, josef. Theologe 306 

Rautenstrauch Johann, antikirchl. Pam- 
phlettst 306 

Rebay 329 

Rebmann U13 

Rechberger Augustin, Theologe 115, Llfi 
Rechberger, Dr. Georg, bischöflicher 

Kanzler 36 
Regiomontanus Johann (joh. Müller), 

Mathcm., Astronom Sl 
Reichhart Karl, Ch. v. St. Fl. m 
Reindl Jos., Ch. v. St. Fl. 23 f. 
Reinhard Franz Volkmar, prot. Theo- 
loge 62 

Reinhart, Baron, Dir. d. k. k. Haus-, 

Hof- und Staatsarchivs Z6 
Reisacher Matth., Topograph 112 
Reiter Jos., Ch. v. St. Fl. 22 ff. 
Reiter, Dr. Jos., Ch. v. St. Fl. 114 ff., 

135 

Reithmayr, Dr. Franz Xav., Exeget 264 
Remich Kaspar, Ch. v. Nst. 292 
Resch, Dr. Jos., Hist. 293, 305 
Reuß Leopold, Ch. v. Rbg. 1S7 
Reyberger A. K., Moraltheologe 356 
Ribbele Mauriz., O. S. B., Fürstabt v. 

St. Blasien 21^ 
Ridler Joh. Wilhelm 79. 82, 24ä 
Rieder Edm., O. S. B. v. Admont, 

Oymn.-Prof., Odendichter 128, 330 



Rieger Franz 127, 132 

Riepl Peter, Ch. v. St. Fl. U2 f. 

Riepl Rob., O.-Zist. v. Wilhering, 

Gymn.-Prof. 134 
Ristl, Dr. Aug., Ch. v. Klg. 208. 211 f. 
Ristl, Dr. Ferdin. Karl, Ch. v. Klg. 215. f. 
Ritsehl Eduard, akad. Maler 256 
Ritter Karl, Ch. v. St. Fl., 52, m f.. 122 
Ritz Fr. Xav., Ch. v. St. Fl. LZ2 f. 
Robert M. Ul., Hist. 162 
Roepell, Dr. Richard 96 
Rohmberg A. 162 

Rollemann, Dr. Gottfr. v., Pr. v. Klg. 

217. 225 
Roschmann Anton, Hist. 293 
Rosenberg Peter, Jodok, Ulr. u. Joh. 

von 21Q 
Rossi Ignaz v., S. J. 248. 
Rößl, Dr. Euseb., Ch. v. Vor. 323 
Rößler, Dr. 86 
Rößler Emil Franz 93 
Rozycki Stanisl., Rektor 345 
Rudigier Franz Jos., B. v. Linz IQü. 

105, 149. 150. 153. 200, 258 
Rudolf L V. Habsburg, Kaiser 42 
Rudolf II., Kaiser 46, 47, 48, 82, 83, 

110. 125 

Rudolf (III.), Herzog v. Österr. 82 
Rudolf (IV.), Herzog v. Österr. 46, IM 
Rudolf, Erzb. v. Salzburg S5 
Ruinart Theodorich, O. S. B., Mauriner, 

Hagiograph 240, 243 
Rupert, hl., B. v. Salzburg 310 
Rupert (Ruprecht), Gegenkaiser Wen- 
zels 22 

Rupertsberger Matth., Ch. v. St. Fl. 

101, 157 ff. 
Rusieckl, Dr. Mich., Prael. general. v. 

Kr. 34S, 351 
Rutschmann David, O. S. Aug., 

Mechaniker 224 
Ruttenstock Jakob, Pr. v. Klg. 234 ff., 

247. 249, 25Q 
Rutz Benno, Ch. v. Nst. 313 f. 



Salzer, Dr. Anselm, O. S. B. v. Seiten- 
stetten, Literarhist. 330, 333 

Sandbichler Alois, Theologieprof. 38, 
109 



376 



Sarblewsky Matth. Kasimir, S. J., poln, 

Dichter 2äS. 
Sattler, Dr. J. C. 242 
Sauer Ernesf, Ch. v. Klg. 211 
Saurau Gr. Franz v., Staatsmann 42 
Sava von, Hist. Zfi 
Scala, A. v., Kunsthist. 127^ 262 
Schafafik Paul Jos., Slawist 82 
Schaffer Leander, Ch v. Rbg. 199 
Schäffler Franz, Ch. v. St. Fl. I 
Schafflinger Georg, Ch. v. St. Fl. 117. 

152 

Schallhammer Anton, R. v., k. k. Haupt- 
mann 23 

Scharrer Adam, Pr. v. Klg. 211 f. 
Scharz Odo, O. S. B. Q 
Schaunberg, Graf Ulr. v. IM 
Schau nberg. Grafen v. 65, 107. 108. 
110. III. 113 

Scheer Michael, Ch. v. St. Fl. 26 
Scheibclberger Friedr., Msgr., Publizist 

m 

Scheicher, Dr. Josef, Theologe und 

Soziologe 260^ 2Ö6 
Schiedermaier Jos., Domorganist m 
Schiffermayr Jos., Ch. v. St. Fl. M 
Schlager J. E. 81 

Schlager, Dr. Marcellin, Ch. v. Vor 
323, 328 

Schleiermacher Friedr. Ernest Dan.. 

Protest. Theologe 2ÖÖ 
Schmeding Beruh., Pr. v. Klg. m 222 
Schmeller Joh. Andr.. Sprachforscher 

76, LH 

Schmid Andreas 101, 102 

Schmid Christoph v., Jugeudschriftst. 
356 

Schmid Hugo, O.S.B, v. Krems- 
münster. Bibliograph 125 , 
Schmid Petrus, Pr. v. Rbg. 199 ■ 
Schmidberger Jos., Ch. v. St. FI. 56 ff., i 
109. 159 ] 

Schmidl, Dr. A. Adolf 83, 112 
Schmidt, Dr. \V. Adolf 
Schmitz M.ntth.. Theologe 306 
Schmolk Frigdian, Pr. v. Hbg. 2S6 f. 
Schneemann Gerhard, S. J., Thcoloec 
139 

Schneider Jos., S. J., Theologe Uh 
Schnürer. Dr. Franz, Literat 270^ 332 



Schoiber Anton, Ch. v. St. Fl. 22 
Scholasticus, Beiname des Evagrius,s.d. 
Schölzig Ferdinand, Ch. v. Klg., später 

Trappistenabt in Mariannhill 2Ö2 
Schönberg, Baron, päpstl. Kämmerer 
303 

Schoßer Ant., oberösterr. Dialektdichter 
163 

Schrämbl, Wiener Buchdrucker 50 
Schreck, Dr. Adam, Pr. v. Klg. 106, 254 
Schreiber, Dr. Heinr., Hist. u. Moral- 
philosoph SÜ 
Schreiber Petrus, Ch. v. Hbg. 2S0 
Schreitter Gottfr.. Ch. v. Vor. 324 f. 
Schrey Ferd., Begründer eines Steno- 
graphiesystems IM 
Schröder, Hist. 162 
Schröder Chr., Naturhist. 152 
Schröer K. J. 96 

Schuemann Damian Franz, Ch. v. St. Fl. 8 

Schuemann Gregor, Ch. v. Rbg. 184 

Schuler 125 

Schuller J. C, Hist. 2Q 

Schulteß-Rechberg 29 

Schumann v. Mansegg, Dr. Ign. 249 

Schupcrt Sigismund, Ch. v. Rbg. 184 f. 

Schurberg, Brüder 82 

Schützen berger Alois, Ch. v. Klg. 224. 

241^ 243 f., 232 
Schwarz Jos., Theologe 155 
Schwarzenberg, Fürst Ernest v., B. v. 

Raab 226 

Schwarzenberg, Fürst Friedrich Jos., 

Kardinal 105. 358 
Schwarzenberg, Fürst Josef 43 
Schweickhardt Franz, R. v., Hist. 244, 

283 

Schweizer Otto, Ch. v. Hbg. 287 
Schwinghaimb, Fr. Ser. Balthas., Ch. 

V. St. Fl. 65 ff., im 
Schwoy Franz Jos., mähr. Topograph 

22S. 

Schwoy Franz Xav., Ch. v. Klg. 233. 

238 ff., 245. 246, 249 
Scotti, ital. Asketiker 306 
Seback, Dr. Vinz., Ch. v. Klg. 228, 230, 

232. 238, 240. 246 ff. 
Sebald Ivo, Ch. v. Klg. 256, 262 f. 
Sedlaczek Wilh., Pr. v. Klg. 242 f.. 232 
Seibcrl Jos., Organist in St. FL 144. 151 



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377 



Severin, hig., Apostel der Noriker 114 
Severin, Pr. v. St. Nikola 186 
Shakespeare William, Dichter IM 
Siborius Adam, Ch. v. Kr. 351 
Siegel, Pomolog 58 
Si(e)gTtiund v. Österreich, Herzog 80^ 
89, 96 

Siekierski tnnoc. Joh., Ch. v. Kr. 351 | 
Silber Matth., Ch. v. St. FI. 158. 116 f. ; 
Simbinelli, Dr. Marcellin, Ch. v. Vor. 
319 

Simon Joh. Chrys., Ch. v. Rbg. 183 i 
Simonetti Franz, päpstl. Ablegat 3^ l 
Simsen B., Hist. 162 ! 
Sixtus, B. V. Freisingen M. 
Sixtus III., Papst 264 
Skarga Peter, S. J., ber. poln. Prediger 
345 

Skierniewski Nikol., Domherr 341 
Skrobiszewski, Autor 355 
^liwinski Felix, Ch. v. Kr. 355 
Stotwinski Stanisi., Abt d. Ch. v. Kr. 
352 ff. 

Smitmer, Malteser und Domherr 218 
Sobotka Bened., O.-Praem. v. Schlägl 
16S 

Sommer, Don Konstantin 231 
Sommerau-Beckh, Kardinal 251 
Sophokles 167, 311 
Sowiriski Albert, Ch. v. Kr. 351 
Spieß, Regierungsrat und Archivar 218 
Spinola Christoph Royas v., O. S. Fr., | 

Bischof zu Wiener-Neustadt 32 
Sprinzenstein, Graf Ernst 18 
Stadler Anianus, Ch. v. Vor. 320 
Stahel Alexander, Ch. v. Klg. 215 
Stalin Christoph Friedr. v., Forscher 

der deutschen Geschichte 16 
Stanislaus Kazimierczyk, sei., Ch. v. Kr. 

337, 339j 341j 347. 348, 3^ f., 353 ff.. 

359, 36Q j 
Stanislaus Kostka, hlg. 214 ' 
Stapf Jos. Ambros, Moraltheologe 249 j 
Starhemberg, Graf Heinrich v. 25 j 
Starhemberg, Graf Guido v. 82, 83 I 
Staudinger Berthold, Pr. v. Klg. 217, 225 j 
Stehle J. A., Musikdirektor 314 j 
Steigenberger Antonius, Pr. v. Nst. 

294 

Steinhausen 262 



Stelzhammer Fr., Dialektdichter 188, 

189, 191, 192 
Stelzhammer Jos. Christ. 103, 109, 244 
Stenzel Gust. Ad. Harald, Hist. 26 
St^plow&ki Kasimir 355 
Stern Jos., Ch. v. St. Fl. IDÖ f., 159. 
Sterneder Ferd., Ch. v. St. Fl. Iflfl 
Steurer Isidor, Ch. v. Nst. 310 
Stiasny, Dr. Rob., Kunsthist. 256 
Stieger Joh., Pr. v. St. Fl. 122 
Stieve Felix, Hist. 162 
Stöger. S.J. 115 

Stögmayr Karl, O.-Zist. v. Wilhering 19. 

Stöhr Georg, Pfarrer 232 

Stolberg Friedrich Leopold, Graf zu. 

Dichter 55 
Stolz Alban, Volksschriftst. 26Q 
Strambi Vinzenz M., sei., B. 305 
Straßer Fr. Ser., Ch. v. St. Fl. 19S 
Strein Richard 84, 85 
Streuber. Dr. Wilh. Theodor 94 
Striegl Jos. 112 

Stmadt Jul., Hist. 108. 113. 123 
Strommer Thomas, Kleriker des Stiftes 
Klg. 269 

Strozzi Joannes, Can. Reg. Lateran., 

Ordensgeneral 358 
Stubenrauch, Dr. Moritz 85 
Studentowicz Pet. Arbucs, Ch. v. Kr. 352 
Stülz Jodok, Pr. v. St. Fl. 25, 27, 32, 

40,44,45,47,48,56,78,80,84, 

102 ff., 112, 113, 121. 122. 148. 151. 

153, 161. 284 
Suchenwirt, Peter der. Dichter 84, 1Ü3 
Sunberg, Herr v. 168 
Suso (Seuse) Heinr., Mystiker 1113 
Sybel Heinr. v., Hist. 26 
Sylvins Äneas (Papst Pius II.) 95 
Szovik Alipius, Ch. v. Hbg. 283 

T 

Tacitus Com. 167, 309 
Tafel 92 

Tangl, Prof. Karlniann, Hist. 83. 107 
Tanstettcr Georg, Humanist 333 
Tartarotti Girolamo, Hist. 293 
Tavazzi 306 

Teck, Herzog Leopold 89, QÜ 
Terentius Publ. Afer, röm. Lustspiel- 
dichter Uü 



378 



Teutsch Georg Daniel, evang. B. der 

Siebenbürg. Saclisen 02 
Thalhofer, Dr. Valentin, Theologe 264 
Thaller Florian, Ch. v. Klg. 25Q f. 
Thanhauser 17 

Thausing Moritz, Univ.-Prof. 162 
Theresia, Gemahlin K. Franz II. 22 
Thiersch Friedr. Wilh., Philolog 55, IQ2 
Thomas 02 

Thomas v. Aquin, hig. 361 
Thomas v. Kempen, sei. 103. 140, 319 
Tilly, Grafen von IIIS 
Tilly Joh. Tzerklas, Graf v., Feldherr 42 
Timer, Ch. v. St. Fl. 9 
Tobenz, Dr. Daniel, Ch. v. Klg. 225 ff. 
Toepsl Franz, Pr. v. Pollingen 294, 320 
Tomaschek, Dr. Eduard v. 85 
Traumihler Ign., Ch. v. St. Fl. US ff., 
160 

Treberer Leopold Wolfg., Ch. v. St. Fl. 

Tioyer Fortunat v., Pr. v. Nst. 291 f. 
Trüber Primus 31 

Truchseß v. Waldburg Otto, B. v. 

Augsburg 91 
Trzciany, Jan z, poln. Schriftst. 355 
Trzebicki Andreas, B. v. Kr. 342, 243 
Tschernembl Erasmus Georg, Freih. v. 

108 

Tschurtschenthaler Ludw., Ch. v. Nst 
307 

Tücking, Prof. Karl, Philolog 166 
Tylicki, B. v. Kr. 34Ü 

u 

Ubiszewski, poln. Schriftsteller 355 
Ugarle, Graf, Kanzler 42, 43 
Ugolino, ital. Archäolog 229 
Ulbrich Florian, Ch. v. Klg. 223 ff. 
Unterberger Leo, Ch. v. Nst. 308 
Unterweger Albert, Ch. v. Nst. 309, 311 
Ursini (Orsini) Fr. Vinz., Erzb. v. Be- 
nevent, spät. Papst Benedikt XIU, 4 

V 

Vadovius Jakobus, Ch. v. Kr. 351 
Valentinelli, Hist. 92, 92 
Valentini Andreas 162 
Vascotti Clarus, O. Fr. Min. 140 
Veit (Leop.), Pr. v. St. Fl. 12 



Veith Emanuel, ber. Kirchenredner 2^ 
Vering, Dr. Friedr., Kanonist 141 
Veronika Giuliani, hIg. 323 
Vetter Leopold, Ch. v. St. Fl. LZ5 

I Victor V. Vita, B. 251 

; Viehboeck Anton, O. S. B. v. Krems- 
münster 66 

: Vielhaber Gottfr., 0.-I*raem. v. Schlägt 

1 ^ 

' Vinzenz Kadlubek, sei., O.-Zist., B. v. 
Kr. 34Q 
Virgil Maro Publ. 308 
I Vitzthum Anton lül 
: Vögeli Georg S4 

; Vogelsang Karl, Freih. v., Soziolog 26ä 

, Voitsberger, die 300 

! Voltaire Fran?. Mar. Arouet de 336 
Vonbank J. G. 305 
Vorbuchner, Pfarrer 1Ü5 
Vorster Kaspar, Pr. v. Su Fl. 122 

w 

Wackernagel Wilhelm, Forscher der 

deutschen Literatur 94 
Wagner J. Mar., Germanist 263 
Waibel Alois Adalb., Dogmatiker 249 
Watß Jakob, Ch. v. St. Fl. 144 
Waiz Bernhard, Pr. v. Klg. 20L 20Q, 

212 

Wallenstein Albr. W. E. 82, 151 
Wallner Emmerich, Ch. v. Hbg. 285 
Wallsee, Herren von 89i 9^ 92 
Wappler, Dr. Anton, Theologieprof. 228 
Wasser Daniel, Neomyst 282 
I Wattenbach W., Hist. 9Q 
Weber Adam, Ch. v. Nst. 291 
Weber Friedr. W., Dichter 300, 304 
Webersberg Franz Seb. v., Pr. v. Vor. 
319 

Wegele, Dr. Fr. Xav. 92 
Weidinger Jos. Bernh., Ch. v. St. Fl. Iii 
Weidmann Paul 152 
Weinender Augustin, Ch. v. Kl. 212 
Wciller Jos. Jak., Ch. v. St. Fl. Ih f. 
Weis Dr. Nikol. v., B. v. Speier, Theo- 
loge 249 
Weiß, Dr. Johann, Hist. 325, 327 
Weiß Jos., Ch. v. St. Fl. 136, 153 ff., 16Ö 
Weißenbach Placidus S4 
i Weißenbäck Andr., Ch. v. Klg. 212 f. 



d by Google 



379 



Weißenberg Matth, v., Pr, v. St. Fl. 3 
Weißenborn W., Philolog l^ö 
Weiüenwolff, Graf 113 
Weissteiner Aldobrand, Ch. v. Nst. 309 
Weitenhiller Moritz Maria, Sphragistiker 
256. 262 

Welte Bened., Theologe 32. 141. 201. 
250. 251 

Welzer Benedikt, Pr. v. St. Andrä 284 
Weninger Fr. Xav., S. J. 67, 115 
Wenzel, hig. 24Ö 
Wenzel, Kaiser 42 

Wenzlowsky Severin, Ch. v. Klg. 262 f. 
Wereszczyriski Viktor, Qeneralpräl. d. 

poln. Ch. 347j 351 
Wetstein Joh. Heinr., Buchdrucker zu 

Amsterdam 5ü 

Wetzer Heinr. Joh., Orientalist 32, 141^ 

201, 250, 251 
W^zyk Joh., Erzb. v. Onesen 34L 342 
Wichner Jos., Prof., Volksschriftst. 203 
Wiclif (Wycliff) John. engl. Reform., 

lüS 

Widmanstadtjos. Alb. v., Orientalist 24a 
Wieland Chr. Mart., Dichter 356 
Wieniawa Stanislaus v. Czenstochau 
359 

Wieser Theodor, Ch. v. Nst. 312 
Wiesmayr Joh. Georg, Pr. v. St. Fl. 6, 

S ff., Ifi 
Wiesner Julius 162 

Wilbirg, ehrw., Inklusa zu St. Fl. 111 
Wildenbruch Ernst v.. Dichter 168 
Wildenburg Ernst v., Pseudon. v. Rutz 

(s. d.) 
Wildner, Dr. Ignaz 240 
Wilhering, Herren v. 102 
Will Kornelius 142 
Willinger Achatz, Bauernanfübrer 45 
Wimmer, Dr. Fr. Ol 
Winckelmann Joh. Joach., Archäolog 

122 

Windhag Joach., Graf v. 22 
Winter, Dr. Vitus Anton 2A& 
Wintersteller Joh. Georg, Ch. v. St. Fl. 
IIS f., 

Wirtenberg, Grafen v. QU 

Wiseman, Dr. Nikol., Theologieprof., 
spät. Erzb. v. Westminster und Kar- 
dinal 232, 242 



Witt Fr. Xav., Musiker 120, 121 
Wittelsbach und Scheyern, Pfalzgrafen 
V. 185 

Wolf, Dr. Joh. Wilh., Germanist Qö 
Wolf Otto, Ch. V. Klg. 245, 25Q 
Wolfgang, hIg., B. v. Regensburg 201 
Wolfgang, Schreiber in Vor. 324 
Wolfsgruber, Dr. Cölestin, O. S. B. v 
d. Schotten in Wien, Kirchenhist. L55 

m 

Wollfahrt Robert, O. S. B. v. Melk 214 
Wolny Gregor, O. S. B. v. Raigern, Hist- 
97 

Wolski Nikolaus 338 

Würz Ign., S. J , Prof. der Rhetorik 32 

Wurzbach, Dr. Konstantin, Schriftst. 

32. 38. 40. 50. 62, 68. 74. 93. 94. 222. 

223. 293 
Wycliff siehe Wiclif John 

X 

Ximenes Franz, O. S. Fr., Kardin., Erb. 
V. Toledo, Staatsmann ^4fi 

z 

Zacher v. Sonnenstein Christoph Rieh., 

Ch. V. St. Fl. la f. 
Zahn Josef v., Archivdirektor, Hist. 

329 

Zajerski Franz 341 

Zallinger Bertrand, Ch. v. Rbg. 204 

Zängerle Roman Sebast., Fürstb. v. 
Seckau 234, 322 

Zanna v. Königstein Leopold (I.), Pr. 
V. Nst. 294 

Zdanowski de Zdanow Stanisl., Burg- 
graf 342 

Zechmeister Jos. 162 

Zegarth, Dr. Simon August., Ch. v. 
Kr. 346, 351 

Zeibig, Dr. Hartmann, Ch. v. Klg. 216. 
251 ff. 

Zeidler, Dr. Jak., Prof., Literarhist. 324 
Zeißberg Heinr., R. v., Hist. 163, 252 
Zeller Johann, Stiftsdekan v. St. Andrä 
I a. d. Tr. 284 
Zeno Apostolo, Gelehrter und Dichter 

m 



380 

Zieglauer, P. Cassian v. Blumenthal 132 Zöhrer Eduard, Ch. v. Rbg. 187 ff. 

Ziegler Gregor Thom., B. v. Linz 66, Zschokke Joh. Heinr., prot. Schrift- 

67, 105, m 233, 240, 24ä steller im 

Zie^lerjoh. Mich., Pr. v. St. Fl. 21 ff., Zunggo Joh., Ch. v. Vor. 318 f. 

40, 52,^ 53, 56, 68, 1112 Zwerger, Dr. Joh. Bapt., Fürstb. v. 

Zoega Oeorg, Archäolog 229 | Seckau 326 



Orts- und Sachregister. 



A 

Ablaß, Über den llfi 

Adelsgeschichte in Niederösterreich, I 

Beitrag zur M 
Adoxus obscurus L., Lebensweise des 

Akademie der Wissenschaften in Wien 
76, 105, 241, 252 1 

Akathoiiken, Sechswöchentlicher j 
Unterricht angehender 35, 32 | 

Altarsakrament, Heiligstes, Besuch von I 
Seiten der Schulkinder IIA i 

— Erklärung desselben 323 

— Wesen desselben 245, 292 
Altdeutsche Oedichte 324 ! 
Altenburg, Kloster O. S. B., Kopien von | 

Urkunden aus 9Q 

I 

Altertum, Überbleibsel desselben im i 

I 

Leben und Glauben der Bewohner i 
von Oberösterreich 03 
Altertümer aus dem Strombett der . 
Donau 13 1 

— Oermanische 22 

— Römische 22 f., 241 
Ameisen 158 

Amerika, Die Entdeckung von 143 
Analogie der oriental. Sprachen 295 
Ansfelden, Geschichte von 142 i 

— Pfarrgeschichte 58, 65 
Anthologie aus deutschen Dichtern 5D 
Antichristi, De investigatione, von 

Gerhoh lüS 
Antiphonarium Romanum für die Chor- 
herren von Klosterneuburg 245 



Antokol, Vorstadt Wilnas, Bruderschaft 

in 351 f. 
Apfel-Afterbiattlaus 52 
Apfel-Borkenkäfer 59 
Apfel-Rüsselkäfer, Naturgesch. dess. 58 
Apfelwickler 59 
Apolegtische Arbeiten 122 f. 
Apostelbriefe 305 

Aquileja, Uned. Diplome aus Ihl f. 
Arabisches Lexikon 295 
Arbeitsschulen für arme Mädchen 22 
Arcana, Sammlung von 151 
Archäologie, Biblische 23Ö ff., 234 
Archäologisches aus Obcrösterr, 22 f. 

— aus Niederösterreich 222. 241 
Archive in Oberösterreich 42, 43, 125 
Areopag 309 

Arezzo, Uned. Diplome aus 162 
Ars regia sive ars regendi se et alios 291 
Asketische Arbeiten 13 f., 16, 17, l^i 

23. 61, 101. 114. 118. 136. 146. 157. 

174. 184, 199, 208, 222, 22X 240, 246, 

291, 292. 306, 317, 323, 34&. 34S. 350. 

3fiQ 

Aßling, Pfarrgeschichte 312 
Athener, Charakteristik der 311 
Äthiopisches Vokabularium 295 
Augustiner-Chorfrauen, Horae diurnae 
für 139 

Augustiner - Chorherren, Aufgehobene 
Kanonien der Iii 

— Elogia et icones sanctorum ex ordine 
Canonicorum 22S 

— Geschichte derselben IH 318, 320, 
338, 351 



382 



Augustiner-Chorherren, Horae diumae 
für dieselben U9. 

— Kongregation derselben in Öster- 
reich, Geplante IM 

~ Polens und Lithauens 338, 340^ 353, 
357 

— Polens und ihre Verehrung der 
Gottesmutter 361 

— Schriftsteller derselben 3 ff., 320 

— Statuten derselben 338, 353 

— Visitation derselben in Österreich 105 
»Augustinus«, Literaturblatt des »Korre- 
spondenzblattes für den katholischen 
Klerus Österreichs« 265^ 203 

Authonomus cinctus I5S 

B 

Babenberger Chronik 253 
Babenberger Stammbaum 25Ü 
Barisprache 302, 306 
Basel, Handschriften in Bibliotheken 
von 22 

Basler Konzil, Handschriften über das QQ 

— Wirksamkeit desselben in Öster- ! 
reich 2M 

Bauernaufstand in Bayern 201 
Bauernaufstände in Oberösterreich 45, 
84, m 

Baumgartenberg (Ob.-Österr.), aufgeh. 
Kloster O.-Zist., Geschichte 64 

— Urkunden 45 
Baumweißling 59 

Bayern, Einfall derselben in Österr. 13 
Beichte 323 j 
Beichtgeheimnis 112 
Belletristisches 148 ff., 164, 168, 162 ff., j 
331 f. I 

Bergnamen, Deutsche, in den Ostalpen 

270 

Bertholdsdorf (Petersdorf), Geschichte 
84 

Bibel, Hebräische ZJQ 
Bibellesen, Über das 36 
Bibliothek der Kirchenväter 2hl 
Bibliothek, Ständische, des Hieron^ 

Megiser 125 j 
Biblische Geschichte für die Jugend 

von Schmid in poln. Übers. 356 | 
Biblische Wissenschaften und der j 

Rationalismus 23Q f. 



Bienen, Instinkt Ifil 

— Pflege, Naturgemäße lül 
Biographien kathol. Gelehrten 242 f. 
Birnblattwespe 59 

Birnmücke, Die kleine und die große ^ 

Birnsauger 59 

Birnspanner 52 

Birnwespe, Die paradoxe 59 

Blattläuse (Aphidinä) 59, 60 

Blut, Kostbares, Jesu Christi, Verehrung 

119. 140. 141 
Böhmen, Einfall des Kriegsvolkes 

Rudolfs II. in 125 
Braunau am Inn, Stadt, Geschichte 200 

— Wassertor 202 
Brevier 66, 321. 
Brixen, Bistum 306 

— Conciliabulum 310 

— Flora 298 

— Fürstentum 310 

— Gartenflora 298 

— K. k. Gymnasium, Geschichte 296, 
298, 312 

— Phanerogamen in der Gegend von 
298 

— zur Reformationszeit 300 

— Singvögel der Umgebung 299 

— Stadt 306 

Brixlegg, Passionsspiel 142 
Bruck, Kloster, Genieakademie 122 
Bruderschaften in Antokol (Wilna)351f. 

— in St. Kasimir (Krakau) 341. 348, 350 

— in der St. Pöltner Diözese 284 
Brünn, Franzens-Museum, Urkunden Qö 
Bücheranzeige Sensenschmieds 333 
Burgen, Deutsche, im Mittelalter 124 f. 
Bußsakrament, HIg., Erklärung 323 
Bychöw, aufgeh. Aug.-Chorherrenstift 

in Lithauen 340, 345 

c 

Cäcilien verein zur Hebung der Kirchen- 
musik 1^ 328 f. 

Cantica aus den Handschriften des 
Stiftes St. Florian 139 

Capellen, Herren v., Genealogie HB 

Carabidenlarven 158 

Casus 145 f., 155 ff., 175, 126 

Cetium, röm. Muniztpium 241 

Cetonia Eloricola H^, Larve 159 



d by Google 



383 



Chelm (Cholm), aufgehob. Augustiner- 
Chorhcrrenstift 338 

Chiemsee, bischöfl. Urbar 92 

Chinesen, Kollegium der Chinesen in 
Neapel 24ä 

Chorherren, Regul., siehe Augustiner- 
Chorherren 

Chunigel, mittelhochdeutsches Gedicht 
in Handschr. des Stiftes St. Florian Ol I 

Codex Wangianus 81 " 

Coleopteren 59, 132 ff. ! 

Cölibat Ö2 

Constantinische Schenkung in der 

deutschen Reichskanzlei 162 
Corpus diplomaticum Austriacum 42 
Corymbites holosericus IM 
-- tesselatus 13S 

I 

D 

Deismus, Philosophischer 32 

Dekretaliensammlung, Metrische Be- 
arbeitung in St. Florian 85 

Deutsche Geschichte unter den Karo- 
lingern 1^ 

Dezennalrezeß in Oberösterreich 11 

Dialekt, Tiroler 313 

Dialekte, Rhätoladinische, in Tirol 306 

Dichtungen 51 f., 61^ 100, ff., 179, 
195 f., 246, 280 

- im Dialekt 188 ff., 194 f. 
Dießen, ehem. Aug.-Chorherrenstift 202 
Dinkasprache, Grammatik 302, 306 
Diplome, Unedierte, aus Aquileja Ifil 

— aus Arezzo 162 

- aus Novara 162 

»Discours sur l'homme-, poln. Über- 
setzung 356 

Dogma, Christliches 32 

Dogmatik, Lehrbücher und Traktate 35, 
227, 240, 245 

— Patristisch-scholastische 32 
Donauburgen, Sechs 125 
Dorcadion fulvum Scop., Aus dem 

Leben des L5B 
Dramatische Reliquien 332 
Dürnstein siehe Tirnstein 

E 

Ebelsberg (Ebersberg) IIQ 

Echternach, Urkundenfälschung in 163 - 



Eckendorf, Out llö 
Edlitz, Pfarrinventare u. Zehentregister 
186 

Efferding, Regesten aus dem Archiv LOS 
Eggenburg, Stadtgeschichte 254 
Eheaufgebot 38 

Eheband, Unzertrennlichkeit 321 

Ehehindemisse 38 

Ehen, Gemischte IIS 

Eigentümlichkeit und Erziehung 266 

Eigentümlichkeiten,Angeborene körper- 
liche und psychische 266 

Einmauerung Lebendiger in Ober- 
österreich 125 

Eistalerspitze (Tatra) 22Ö 

Eizinger v. Eizing siehe Eyzinger v. 
V. Eyzing 

Elater sanguineus 158 
Elateriden, Lebensverhältnisse 158 
Empfängnis, Unbefleckte, Mariens 345 
Engelszell (Vallis Angelorum), ehem. 

Zisterzienserstift, Geschichte 112 
Enns, Stadt, Geschichte 63 

— Privilegien 42 

— Stadtturm 126 

Ennsburg, Grenzfestung, Geschichte 45 
Entomologische Arbeiten 58 ff-, 152 ff., 
324 f. 

Erbsünde 66, 62 
Ethik 2ÖS 

Eucharistie, Allerh. m, 245, 292, 323 

— und St. Thomas v. Aquin 361 

— und St. Vinzenz v. Paul 212 
Eule, Die dunkelbraune 59 
Eustrophus dermestoides 159 
Evangelium des hlg. Johannes, Erklä- 
rung 305 

Exegese, Biblische 185, 226, 227, 

230 f., 234, 280, 305 
Exlibriszeichen Georg Tanstetters 333 
Eyzinger v. Eyzing, österr. Adels- 
geschlecht, Geschichte 84, 99 

F 

Faktorentafeln 223 ff. 
Falkenstein in Oberösterr., ehem. Staats- 
herrschaft. Urbar m 
Fasten 321 

Fauna des Unterdonaukretses 187 



384 



Feldbach in Steiermark, Olockenin- | 
Schrift 91^ 92 i 
Feldkirchen in Oberösterreich, Pfarr- [ 
geschichte 112, 131 i 
Festenburg in Steiermark, Gemälde 331 ' 
Finis hominis 3^ | 
Firmung, Heilige 261 l 
»Fliegende Blätter», Münchener 320, | 
321 i 
Flora Admontensis 325 

— von Brixen 29S \ 

— von Reichersberg 187 ! 

— des Unterdonaukreises 187 j 
Floridsdorf und Umgebung, soziales 

Bild 268 

Forbes (Borovany) in Böhmen, ehem. j 

Augustiner-Chorherrenstift 209 
Formelbuch K. Albrechts L 9^ \ 
Freiheitsbriefe, Österreichische 83 

— Vidimus derselben 06 
Freisingen, bischöfliche Herrschaft in i 

Österreich 84, IID f. 
Frldericianuni majus 88^ 28 
Friedensschluß zwischen Ottokar und 

Bela 43 
Friesach, Geschichte Öl 
Fronleichnamsfest 261 
Fronleichnamsprozession im 14. Jahr- ' 

hundert 331 ! 

FundamentaItheologie,Praelectionesl59 | 
Fundgruben des Orients 230 ' 
Fürstenbriefe aus dem 15, Jahrh. 33 

G ! 

Galerucella viburni Payk, Eier der 159 | 
Gallmücke, Die schwarze 52 ! 
Gallneukirchen, Pfarre, Zeh ent-, Dienst- j 

und Sammlungsregister 95 
Oars, ehem. Augustiner -Chorherren- | 

Stift 2ÜI I 
Garsten, aufgehobenes Kloster O. S. B., \ 

Geschichte Ö2 

— Grabdenkmäler 63 

— Stiftskirche 126 

— Urkunden 45 
Garstental, Unruhen im 1Q2 

Gärten der alten und neueren Zeit 6fi 
Oartenlaubkäfer 32 

Gelehrte.Katholische, Biographien 241 f. I 
Gelübde, Feierliche 321 | 



Genesis, Alter und Glaubwürdigkeit 64 

Geognostisches aus St. Cassian in 
Tirol 307 

Georgica Virgils 308 

Germanische Altertümer 22 

Geschäftsleben, Geistliches, in Ober- 
österreich im 13. Jahrhundert 125 

Geschichte, Deutsche, unter den Karo- 
lingern 161 

-- Österr., Beiträge aus dem Stifls- 
archiv Klosterneuburgs 253 

~ Materialien zur österreichischen 22 f. 

Geschichtsforschung, Institut für öster- 
reichische 16Ü f. 

— -Mitteilungen des Instituts für öster- 
reichische G.€ 161 ff- 

— Pflege derselben in Österreich 42^ 
83^ 84, 86, 88, 93. 16a f., 252, 253 

Gesetzgebung des Klerus 321 
Glaubensprinzip, Das kathol. 240, 243 
Gleink, ehem. Kloster O. S. B., Ge- 
schichte 62 

— Urkunden 45, 1Ü2 

Glossarien, Beiträge zu den lateinischen 
und deutschen des Mittelalters aus 
Klosterneuburger Handschriften 8L 
241 

Glück der Völker 306 
Gmunden, Denkmäler 114 

— Stadtplan 112 

Gnesen, Erzbistum, Synodalkonstitu- 
tionen 341 
Goldafter 50 

— Raupen, Lebenskraft derselben 32 
Goldwörth, Pfarre, Geschichte m, 151 
Gotteshäuser des Innviertels, aus- 
haftende Kapitalien derselben 202 

Gottesmutter, Verehrung derselben und 
die regulierten Chorherren Polens 361 

Göttweig, Kloster O. S. B., Bibliotheks- 
handschriften Sü 

Gräber, Heilige, Geschichte 331 

Gräcismen, syntaktische, bei Horaz 308 

Grafenwörth, Topographie 288 

Grammastetten, Pfarre U 

Gratia, De divina 320 

Graz, Stadt, Beschreibung 321 
Taubstummenanstalt 326 f. 

Gries, Ehem. Augustiner-Chorherren- 
stift 291 



385 



Oroßkopf, Der 5ä 

>Großmacht der Jugfend- und Volks- 

literatur« 258 f., 261 
Grünbach, Pfarre 3 
Guttau, Pfarre, Geschichte 112 
- Patronat IQ 
Guttemplerorden LZ5 
Qymnasialstudien in Österreich 55 f., 

112 f. 



Habsburg, Geschichte des Hauses 88. 

89, 90^ 

«Habsburgisches Archiv^ 2fi 
Hag^enau, Herren auf, Genealogie 201 
Hallstatt, Die Gräber bei 23 
Hargelsberg, Pfarre, Beschreibung 4D 
Hauslehrer, Worte über 299 
Hausruckviertel, Unruhen, von Gustav 
Adolf gefördert 45 

Hebräische Poesie 311 
Heiligenbilder, Verehrung der 338 f. 
Heiligcnkreuz, Kloster O.-Zist. 22ä f. 
Heiliges Land, Reisebilder m, 133 
Heilmittel, Abergläubische ül 
Heinrichsschlag V. O. M. B., Pfarre, 

Patronat lö 
Helm, Österreichischer erzherzogl. 221 
Henriade von Voltaire, poln. Über- 
setzung 356 

Heraldische Untersuchungen 185, 221 
Herzogenburg, Markt, Geschichte 288 
Herzogenburg, Stift, Archiv 279 

— Directorium officii divini 285 
•— Epochen der Geschichte 284 

— Gedenkbuch 279 

— Gegenreformation 222 f. 

— Geschichte 280, 284, 287, 288 

— Katalog der Chorherren 284 I 

— Kirche, geschichtliche Notizen 284 

— Kirchenrestaurierung 222 f. | 
Münzenkabinett 279 ' 

— Nekrologium 284 

— Pröpste 284 

— Schriftsteller 225 ff. f 

— Stiftungsurkunde 90, 284 | 

— Urkundenbuch 286 I 
Hexenprozeß, Innsbrucker 312 j 
Hienzen, Volksstamm 332 



Hierarchie, Katholische 305 
HIetzing (Wien XIII.), Geschichte 211^ 
221 

— Marianisches Gnadenbild 21 1. 214 

— Pfarrkirche 214, 211 

— Regesten zur Geschichte 221 
Hofpredigten 243 

Högelwerd(Hegelwerth), aufgehobenes 
Augustiner-Chorherrenstift 291 

Hymnen aus Handschriften des Stiftes 
St. Florian 132 

1 

Idyllen von Geßner, polnische Über- 
setzung 356 

Inskripte, merkwürdige, in den Hand- 
schriften des Stiftes Klosterneuburg 
253 

Uluminaten, Sekte der 221 

Imbach (Minnbach), Nonnenkloster, Ur- 
kunden 79, 8Q 

Inkarnation, Mysterium der göttlichen 
346. 353 

Innerösterreich, Urkunden zur Ge- 
schichte im XIII. Jahrhundert Ö2 

Innsbruck, Ausschußlandtag der öster- 
reichischen Erblande 253 

— Hexenprozeß 312 

Innviertel, Gotteshäuser, aushaftende 

Kapitalien derselben 202 
-- Vereinigung mit Österreich 200 
^ Innviertier Volkszeitung« 204 
Insekten, Fürsorge Gottes für die Er- 
haltung der 6Q 

— Instinkt 59 

— Nutzen 52 

— Schädliche, für die Obstbäume, für 
die Landwirtschaft und Forstkultur 
5S ff. 

— Schaden 152 

— Wert des Studiums der 52 
Interimale K. Rudolfs II. Uü 
Introductio in N. T. 226, 227, 304 

— in V. T. 227, 23Ü f.. 234 
Inzersdorf ob der Traisen, Pfarrkirche 

228 

Ischl, Markt. Plan UA 

Italien, Kunsthistorische Reise durch 255 

Italienische Sprache, Grammatik 305 



Cernik, Schriftsteller der AuKUStiner-Chorherreiistiftc. 



25 



386 



J 

I 

Jerusalem, Reisebilder 131 

Jesuiten, Orden 3M 

Johanniswein, Segnung 12h. 

Joviacum, Die alte Lage von 22 

Jugendbündnisse LU 

»Jugend- und Volksliteratur, Großmacht 

der^ 25a ff., 2ÖJ 
Jugend- und Volksliteratur, Revision 

25S ff. 

— Wegweiser in der IM ff., 25fi f., 261 
Jugend- und Volksschriften 148 ff., 203, 

26Q f. 

Jus in et circa sacra 321 

K 

Käfer (Coleopteren), Biologische 
Literatur über die 158 

— Eier 15S 

— Larven 138 

— Larvenkatalog 158 

— Lebensgeschichte 132 ff. 
Käferfauna des Mühlviertels 158 
Kaiserchronik im Stifte Voran 324 ] 
Kaiserreich unter den Karolingern, 1 

Regesten Ifil 
Kaiserurkunde 163 

Kalendarium, Alberti plebani 126 j 

— Johanns v. Qmunden 81 

— des Johannes Regiomontan 81 j 
Kalender f. d. kath. Klerus Österreichs 

265. 268 

Kanon der Bücher des N. T. 35 

-- des N. T. und Marcion 54 i 

»Kanzelberedsamkeit, v. Maury, poln. 

Obersetzung 356 
Kanzleibuch Friedrichs IV., Auszüge 21 j 
Kapitulare, Angebl., Karls d. Or. 162 
KarIshof(Prag),ehem. Augustiner-Chor- 
herrenstift 215 i 
Kärnten, Recht des Hauses Habsburg ; 
auf 88 

Karolinger, Geschichte 161, 162, 164 

Karolingerurkunden 164 

Kasimir (Kazimierz), Vorstadt Krakaus, 

Entstehung und Geschichte 34L 352 j 
Katechetische Arbeiten 35, 37, 66» 67^280 , 
»Katholische Blätter ^, Linz 136, 141 
Kazimierz siehe Kasimir 



Kirche in Nordafrika 249^ 252 

— in Österreich, Rechte und Freiheiten 
321 

— in Polen I2t 

— in Rußland 136 

— Kath., Organismus der 245 

Kirchengeschichte, Lehrbücher 235 f^ 
237. 294 
Mailands 163 

— Oberösterreichs, Zur ältesten 163 
Kirchenlied, Kathol. deutsches 121, 314 
Kirchenmusik, Reform 223 
Kirchenrechtliche Arbeiten 139 f., 175, 

176. 321, 3^ 

Kirchensprache und Landessprache in 

der Liturgie 62 
Kirchentrennung und die Literatur Ul 
»Kirchenväter, Bibliothek der« 26i 306 
Kirchenzucht und bürgerliches Straf- 
gesetz LZa 
»Kirchliche Topographie von Öster- 
reich* 48, 103. 112. 241. 242. 244 
Kis-Märton, ehem. Kanonissenstift 317 
Klassiker, Griechische und lateinische, 
Ausgaben 166 f. 

— Geistesbildung durch sie und ihr 
Einfluß auf die sittlich-religiöse Er- 
ziehung 55 f. 

— Handschriften in der Stiftsbibliothek 
Klosterneuburg 254 

— Nutzen und Notwendigkeit des Stu- 
diums derselben 31^ 21 

Klerikalstand 320 

Klöster, Einstige, inNiederösterreich241 
Klösterwappen, Ursprung 185 
Klosterneuhurg, Dekanat, Topographie 
244 

Klosterneuburg, Stadt, Chronik, kleine 
253 

— Dreifaltigkeitssäule 245 

— Friedhofskapelle 242 

— Geschichte 222. 241. 269. 221 

— Hundskehle (Straße) 256 

— Mechitaristenkloster, ehem. 245 

— St. Jakob, ehem. Augustiner -Chor- 
frauenstift, Geschichte 221 

— St. Magdalena, ehem. Augustiner- 
Chorfrauenstift, Geschichte 221 

»Sturm jähr. 1848 243 

— Türkenbelagerung 243 



387 



Klosterneuburg, Stadt, Urkundenbuch 
253 

Klosterneuburg, Stift, Abbildungen, 
kunsthist. 242 

— Antiphonarium 24ä 

— Archiv 212, 211 ff. 

— Aufzeichnungen der Dechante 254 

— Bibliothek 217. 229. 24Ü f.. 253. 256 

— Chorherren 221^ 222 

— Chronik 221 

— Codex traditionum 241, 242 

— Dechante 222 

— Encomium Canoniae 213 

— Gebäude 222, 236 

— Gedenkfeier der Heiligsprechung 
St. Leopolds 251 

— Gemäldesammlung 250. 209 

— Geschichte 216. 210. 221. 222. 241, 
256. 269. 211 

— Ooldschmiedearbeiten 2Öä 

— Gräber der Pröpste, österreichischer 
Fürsten etc. 221 256 

— Onmdbficher, Auszüge 220. 221 

— Handschriften 220. 241. 253. 254. 263 

— Kirche 212, ^ 256 

— Kreuzgang 255 

— Kunst und Kunstgewerbe 269 

— Kunstgeschichte, Urkunden zur 262 

— Kunst^eschichtl. Monogfraphie 269 

— Kunstsammlung 227, 250, 256, 2Ö2, 
269 

— Leben des Stiftes, inneres u. äußeres, 
bis zum 14, Jahrhundert 254 

— Lehranstalt, theologische 225, 229 

— Marianischer Bilderzyklus 2ZI 

— Mitteilungen aus dem Archiv 253 

— Monumenta sepulchralia 256 

— Mühle 212 

— Münzensammlung 222 f. 

— Nekrologien 221^ 253 

— Öfen und Kamine 269 

~ Proprium Officii et Missarum 242 

— Pröpste 222 

— Ruinen des Municipiums Cetium 241 

— Saalbuch siehe Codex traditionum 

— Schatzkammer 212. 256. 262 
- Schriftsteller 205 H., 222 

— Stammbaum der Babenberger 25Q 

— Stuccodekorationen 269 

— 'Sturmjahr< 1848 242 



Klosterneuburg, Tafelbilder der Kunst> 

Sammlung 269 

— Türkenbelagerung 249 

— Übertragung der Gebeine St. Leo- 
polds 249 

— Urkunden 220, 222 

— Urkundenbuch 254 

— Verduner Altar 254 f., 2ö9 

— Wissenschaftliche Bestrebungen 272 

— Zehentregister 221 

— Ziergarten 236 
Knospenraupe, Die rote 59 

Konzil, Baseler, Akten und Wirksam- 
keit 90, 254 

— Konstanzer, Akten 254 

— Vatikanisches, Arbeiten 303, 304 
Konzilien, Quellen zur Geschichte der- 
selben im Ih^ Jahrhundert 254 

Konzilsakten des Jahrhunderts 26 
I Kompositionen siehe Musik 
I Konstanz, Konzil 254 
Komeuburg, Stadt, Geschichte 244 
»Korrespondenzblatt für den katho- 
lischen Klerus Österreichs ^ 265 f., 
267. 26a 

Krakau, Fürstbistum, Bischöfe 3iZ 

— Diözesankalender 346 
Krakau, Stadt, Emigranten 35B 

— Geschichte 342 

— Kasimir (Kazimierz), Vorstadt, Ent- 
stehung 342 

— Schwedische Invasion 342 f., 3iS 
Krakau, Stift d. Augustiner-Chorherren, 

Bruderschaften 341, 348, 15Q 

— Chorherren, berühmte 342 

— Corpus Christikirche 338 f., 341, 347, 
348. 359 

~ Geschichte 348, 352 

— Konföderationen 338 

— Memoriale Fratrum et Benefactorum 
352 

— Prälaten 341 

— Schriftsteller 335 ff. 

Kräsnik, polnisches Augustiner -Chor- 
herrenkloster 340. 346 

Kremsmünster, Kloster O. S. B., Kaiser- 
liche und päpstliche Briefe 85 

— Stiftsbrief 109 

Krippenspiele, Volkstümliche 148, 149 
Kronplatz im Pustertal 313 

25* 



388 



Krottendorf, verschollenes Dorf in 

Niederösterreich 284 
Krumau in Böhmen, Archiv 43 
Krzemienica, aufgeh. Augustiner-Chor- 

herrenkloster in Lithauen 338, 340 
Kulturkampf der Vandalen 252 
Kurozw^ki, aufgeh. Augustiner- Chor- 
herrenkloster 342 



Laa, Dekanat, Topographie und Oe 

schichte 244 
Labidostomis humeralis Schneid Ei- 
legen der 159 
Laibach, Erzbistum 322 
Lambach, Kloster O. S. B., Urkunden 45 
Lamberge, Zur Geschichte der, in 

Steyr 64 i 
Landsknechte, Deutsche, in Spanien 253 
Landsknechtlieder 330 ■ 
Landtage, Zur Geschichte der österr. 253 
Landwirtschaftliches 52 ff., IUI f. | 
Lasberg, Pfarrgeschichte L12 
Lauriacum (Lorch), röm. Altertümer 22 
Lavant, Bischofsreihe 331 
Legnano, Schlacht bei 134 
Lehenbuch Herzogs Albrechts V. in 
Österreich 98 

- K. Ladislaus Posth. in Österr. 92 
Lehre, Christkath.. in Beispielen 323 
Leichenbretter 22Ü 

Leonstein, Burg in Oberösterreich 65 j 
Leopoldau, Orts- u. Pfarrgeschichte 2fi 
Leopoldsdorf, Familienchronik der ; 

Beck V. 253 
Lesebücher, Deutsche, für Gymnasien, i 

Abfassung LLZ \ 
Lexicon Arabicum 295 | 
Liber regulae pastoralis, Glossarium 42 
Lieder, Geistliche und weltliche 22 ff., 

51^ m ff., 151, 188 ff., 194 f., 280, 

330, 332 

Liederkompositionen, Mittelalterliche | 

329, 332 
Lindenspanner, Der 59 
Linz, Altertümer, römische 22 

- Belagerung im Jahre 1626 163 

- Bistum, Geschichte 116, 143 

- - Jubiläumsfeier 200, 201 

- Karte 22 



Linz, Bis um, Rituale 34 
~ Bürgerspital 23 

— Collegium Nordicum 23 

— Elisabethinerinnenkloster.Geschichte 
21 

— Geschichte Ü3 

— Gymnasium, 24, 73^ US, 134 

— ^ Katholische Blättere 136, III 

— Landesarchiv 126 

— > Linzer Volksblatt* 136, L41 

— Medaille auf die Ankunft der Ge- 
mahlin Karls VL zu 22 

— »Musealblatt« 69 

— Museum Francisco -Carolinum 6S. 
71, 72. 84. 104. 123, 143 

— Seminarium St. Ignatii 23 
Theologische Lehranstalt 24 

— Waisenanstalten, Ehemalige 23 

— Zeitschrift des Museums Francisco- 
Carolinum 22 

Literatur, Entwicklung der poetischen 
und historischen, bei den Völkern 
Europas 112 

— und die Kirchentrennung IIJ 
Literaturgeschichte, Zur österr. 254 
Litschau, Zins- und Dienstbuch der 

Grafschaft 92 
Liturgik, Lehrbuch 221 
Liturgische Arbeiten 13S f., 145 f.. 155 ff. 
>Loci Communess Autograph Melanch- 

thons in Olmütz 253 
Lomnitzer Spitze 270 
Lorch, römische Altertümer 22 

— Stadtgeschichte 45 

Lourdes, Reisebilder u. Erinnerungen 
169. 333 

— Theophorischc Prozessionen 

— und seine Wunder 172^ LZ3 
Lourdesgebetbuch 122 

Lucanus cervus L., Die Larve von 159 
Lyrik, Neuere 330 f., 331 

M 

Machlandviertel, O.-Österr., Unruhen 4S 
Magnetismus, Animalischer, und die 

Wunder 304 
Mahä-Bhärata, Nalas-Episode 310 
Mailand, Zur Geschichte der Herzoge 9^ 

— Zur Kirchengeschichte 163 
Mainzer Regesten 113, 142 



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389 



Majestätsrechte 321 

Majus, Privilegium 88^ 98 

Malerei, Bestrebungen auf dem Gebiete 

195, 205, 255 
Manharter, schism. Sekte in Tirol 306 
Manuskriptenkataloge, Regulativ zur 

Bearbeitung 12& 
Marbach, Schloß 3 
Maria, Seligste Jungfrau, Bild in der 

Fronleichnamskirche zu Krakau 345 

— Bilderzyklus im Stifte Klosterneu- 
burg 221 

— Gnadenbild in Hietzing (Wien, 
XIII. Bez.) 211^ 21i 

— Lobgedichte auf, in Klosterneuburger 
Handschriften 253 

— Predigten auf 345 

— Unbefleckte Empfängnis 345 

— Verehrung derselben und die re- 
gulierten Chorherren in Polen 36J 

Mariannhill, Trappistenkloster in Süd- 
afrika 262 

Marienkult in Oberösterreich 65 
Martinsbrunn, verschollenes Dorf in 

Niederösterreich 284 
Märtyrerakten 240, 249 
Mathematik, Arbeiten auf dem Gebiete 

der 6, 223 ff., 346 
Mattighofen, Kollegiatstift, Grijndung64 
Mauthausen, Kriegerische Ereignisse 

1809 143 

Meidling (Wien. XII. Bez.), Geschichte 

und Topographie 241 
Meißau, Herrschaften und Erträgnisse 

im 14. Jahrhundert 92, 253 
Menschheit, Zweck der, Erlösung und 

Wiedergeburt 64 

Metamorphosis Sacra 318 

Michaelsberg, Dekanat am, Topogra- 
phie und Geschichte 244 

Michelsburg im Pustertal, Wieder- 
täufenn 312 

Ministrantenseelsorge 2^ 

Minnbach (Imbach), Nonnenkloster, 
Urkunden 79j 8Ö 

Minnelieder, Kompositionen in den 
Handschriften des Stiftes Voran 329 

Missale, Altes, in Völs 308 

Mission, Zentralafrikanische 301 ff., 306 

Mittersill, Bezirk, Topographie 110 



MÖdling, Herzoghof 8Sl 
Monatsschrift, Theologisch-praktische, 
zunächst für Seelsorger 36 

— Neue theologisch-praktische 

— Neueste theologisch-praktische 36 
Mondsee, aufgeh. Kloster O. S. B., Co- 
dex Traditionum 104 

Monotheismus, Urreligion derMenschen 
64 

Monumenta Austriaca 42 

— Boica 4a 

— Germaniae 161 

— Habsburgica 76, 88 
Moraltheologie, Casus 145 f., 155 ff., 

175. 126 

— der Kirchenväter 222 

— Lehrbücher 208. 227, 356 
Mühlviertel, Oberösterr., Käferfauna \M 

— Topographie 48 f. 

Münzbach. Oberösterr., Geschichte 64 

»Musarion< von Wieland, poln. Über- 
setzung 356 

^Musealblatt< des Francisco-Carolinum 
in Linz 69 

Musik, Kirchliche U9. ff., 279, 328 f. 

— Kompositionen 2Ö f., 121^ 160, 191 ff., 
273. 279, 314, 317, 327, 329. 

Mysterienspiel, Lat., des 12- Jahrh. im 
Stifte Voran 329 

N 

Nalas-Episode aus dem Mahä-Bhärata 
310 

>Nathan der Weisen poln. Übersetzung 

356 

Nationalkirchenrecht Österreichs 321 
Natur und Gnade 67^ 320 
Naturanschauung und -Verehrung im 

Altertum 63, 65 
Neapel, Kollegium, der Chinesen 24fi 
Negoi 22Ü 

»Neue Quartalschrift für kath. Geist- 
liche» 36 

»Neue theologisch -praktische Monat- 
schrift zunächst für Seelsorger«^ 36 

»Neue theologische Zeitschrift« 24ij 

»Neueste theologisch-praktische Monat- 
schrift zunächst für Seelsorger 3ö 

Neuhaus, Herren auf 201 

Neustift bei Brixen, Ort, Pest in 312 



Neustift bei Brixen, Stift d. Augustiner- ! 
Chorherren, Annalen 292 | 

— Aufhebung 294, 295 

— Baugeschichte 297 

— Bibliothek 292, 295 

— Catalogus Canonicorum 306 ! 

— Geschichte 292, 310 

— Neuerrichtung 294, 296 

— Prälaten 292 

— Schriftsteller 289 ff. 

— Typographische Denkmäler in der 
Bibliothek 295 

— Übernahme des k. k. Gymnasiums j 
in Bnxen 296 

— Urkundenbuch 300 i 
Niederalteich, aufgeh. Kloster O. S. B., 

Besitzungen 93 

Urkunden- und Notizensammlung 
des Abtes Hermann OS 
Niederösterreich, Archäologisches 222. ; 
241 

— Ausschußtag in Wien (1556) IUI 

— Gerechtsam keiten der Qrundherren 
186 I 

— Klöster, Einstige 87, 241 ' 

— Ortschaften, Einstige 8L 241, 284 ! 

— Regimentsräte 2Q 

— Ständische Verhältnisse 254 
Niederrana V. O. M. B., Geschichte 121 
Nieder - Waldkirchen, Pfarrgeschichte 

112 

Nordafrika, Das alte, und seine Kirche I 
24ä I 
»Notizenblatt- der K. Akademie der : 

Wissenschaften in Wien 26 
^ Notizenblatt für österreichische Ge- 
schichte 78i ai I 
Novara, Unedierte Diplome aus 162 
Noviziat, Unterbrechung des lAl 
Nuntiaturen Deutschlands, Geschichte 

der 321 ' 
Nürnberg, Reformation LLl ^ 
Nußdorf, Schifferinnung 28 ' 

o 

Oberammergau, Passionsspiel 143 | 
Obernberg am Inn, Markt, Geschichte 
200 

Oberon« v. Wieland, polnische Über- 
setzung 356 



Oberösterreich, Archäologisches 72 l 

— Archive 42 f., 125 

— Aufstand des bayrischen Landvolkes 
(1705) 22 

— Bauernkrieg und Bauernaufstände 
45^ 124 

— Bescheidbuch, Kirchen und Schnl- 
snchen betreffend 4Q 

— Briefe, Päpstliche und kaiserliche 
in den Klöstern 8S 

— Christentum, Einführung und Aus- 
breitung 37, 64 

— Dezennalrezeß U. 

— Diplomatar 72, 1119 

— Einfall der Bayern 13 

— Einfall der Franzosen 12 

— Einfall des von Rudolf II. ange- 
worbenen Kriegsvoikes 125 

— Gegenreformation III. 126 

— Geistliches Geschäftsleben im fünf- 
zehnten Jahrhundert 125 

— Geschichte 45 f., 62 

— Grundsteuerregulierung 197 f. 

— Kirchengeschicbte, Zur ältesten 163 

— Kirchliche Einteilung L12 

— Klöster und klösterliche Anstalten 65 

— Klösterverteidif^iinppsschrift L3 

— Landwehr, Geschichte der 46 

— Marienkult 65 

— Milde Stiftungen, Geschichte 21 

— Obstbaumzucht 59 

— Preßverein, Kath. 196 

— Reformation III 

— Römische Inschriften 73. 

— Salinen 4L 48 

— Spanischer Erbfolgekrieg 12 

— Topographie 4*7, 4S f., 63 

— Urkundenbuch HO. 142 

— Vereinsleben, Kath. 115, 196 

— Volksverein, Kath. 196 

— Weinbaugeschichte 123 

— Wiener Friede, Folgen für U 
Ober-Pinzgau, Topographie Uü 
Oberthalheim, Säkularfeier d. Pfarre 144 

— - Ereignisse während der französischen 
Invasionen 39 

Oberwallsee, Pfarrgeschichte 151 
Obstbäume, Erziehung der 53. f- 
~- Schädliche Insekten der 54 f. 
Obstmotte 59 



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391 



Obstorangeriebäumchen 53 j 
Ofen, Einnahme im Mai 1849 U3 | 
Offenbarung, Geschichtliches der gött- 
lichen 3S 

— Lehrbuch der Geschichte der gött- 
lichen, im Alten Bunde 211 

Offizium, Verpflichtung zum göttl. 11^ 
Olmötz, > Sturm jährt 1848 251 f. ' 
Ordensgebräuchc, Alte 208 I 
Ordensgelübde 66, 321 I 
Orient, »Fundgruben des O.« 238 

— Reisebilder 121 

Orientalische Sprachen, Analogie 295 1 

— Literatur, Veröffentl. aus der 238 
Ort a. d. Antiesen, Geschichte 199 | 

— Pfarrchronik 202 i 
Ortschaften, Einstige, in Niederöster- ! 

reich 24L 284 | 
Osmoderma eremita Scop., Larve 159 I 
Österreich, -Darstellung des Erzherzog- | 

tums« ?44 I 

— Finanzgeschichte im 14. Jahrhundert i 
78, 79, SQ I 

— Geschichte 46, 75, 22 f. ^ 84 f., 89, ' 
90, 223 

— Geschichtsforschung 5, 83, 84i 93, 
98, 161^ 252, 283 f. 

— Gesellschaftliche Verhältnisse 49 j 

— Gymnasialstudien 55 f., III f. 1 

— Handel in älteren Zeiten 46 

— Kirchenwesen, Röm.-kath. 99 

— ^Kirchliche Topographie 48, 103. 
241. 244 

— Kirchliche Verhältnisse 43 

— Lehenbücher tL Albr. V. und K. 
Ladislaus Posth. 92, 9fi 

— Markgrafen 212 

— Militärverfassung in alten Zeiten 46 

— Nationalkirchenrecht 321 

— Rationarlum Ol f. 

— Reformation 46 

— Städtewesen 28 

»Österreichischer Geschichtsforscher« 
28 

Ovilaba, römische Altertümer 23 | 



Paläographische Arbeiten 165 ff, 
Papstbriefe 264 
Papsturkunde 161 



Papstwahl, Die strittige, des J. 1130 161 
Paray-le-Monial, Erinnerungen 333 
Passau, Bischöfe 126 

— Bistum, Einkünfte Sl 

— Diözese, Matricula episcopalis 64 
Passauer Kriegsvolk Rudolts II., Ge- 
schichte 46, 48 

Pastoraltheologie, Arbeiten auf dem 
Gebiete der 35 ff., 145 f., 155 ff., LH, 
175. 176. 282 

Lehrbuch Giftschülz', polnisch über- 
setzt 356 

Patrologie, Lehrbücher 225, 226, 227, 321 

Perg, Vögte von 108, LLL L12 
Pergkirchen, Stiftung der Pfarre IM 
Peuerbach (Oberösterr.). Geschichte 1 13 
~ Topographie des Dekanats 1119 
Pfirsichblattwespe 59 
Pflanzen. De virtutibus herbarum Äl 
Pflaumenbohrer, der 59 
Pflaumenraupe, Die rötliche 59 
Fflaumensägewespe 59 
Phanerogamen in der Gegend von 

Brixen 298 
Philologische Arbeiten IM ff., 305 f., 

309, 310 

Philosophie des hlg. Augustin 208, 262 
Philosophische Abhandlungen 266, 320 

— Propädeutik in der Hand des Reli- 
gionslehrers 309 

Pillendreher, Der (Sisyphus Schäfferi) 
159 

Pillichsdorf, Dekanat, Topographie und 

Geschichte 244 
Poesie siehe Dichtungen 
Poetik m 
Polen, Aufstand 358 

— Augustiner -Chorherren 338, 353, 
357. 361 

— Geschichte L36 

— Kirche in 136 

— Privileg F^ius' IX. für 361 

— Schwedische Invasion 348 
Pöllau, aufgeh. Augustiner-Chorherren- 
stift, Fraternitatsbuch 32 

— jura fundationis 318, 319 

— Ursprung 321 

Pollingen, aufgeh. Aug.-Chorherrenstift 

294, 320 
Polsenz, Franzosen an der 142 



392 



Pomologie, Arbeiten auf dem Gebiete > 
der 52 ff. 

Pöschlianer, chiliast. Sekte in Ober- 
österreich 34. 35 
Predigten U 14 f., 12 f., 15 f.. 22, 23, 
34 f.. 36. 3Q. 66, 67. gg. 112, 116, 121, 
130. 133. 139. 151. 159. 168. 172. 177. 
213, 21A f., 237, 240. 352, 257, 
m 271^ 281, 282, 283, 285, 286, 
2^?, 323, 331, 333, 339. 343 ff.. 356. 
35k 

— Exhortationen für Studierende 36, 
198, 200 

— Fastenpredigten 3gj 200, 201, 255, 
261 

— - Hofprediglen 243 

— LeopoldspreUigten 261 1 

— Türkenpred'gten 2^ | 
Primitiairechte 321 i 
Privilegium majus 88, 3S { 

— Pius' IX. für Polen 361 j 
Propädeutik, Philosophische, in der : 

Hand des Religionslehrers 309 
Propheten, Die kleinen, Kommentar 234 
Prozessionen,Theophorische,inLourdes ! 

361 I 
Psalmen, Erklärung 185, 222 i 

— Übersetzung, Metrische lllQ 
Psalterium trilingue in der Stiftsbiblio- 
thek St. Florian Sl 

Pulgarn, Kloster des hig. Oeistordens 
IM >' 

Q 

>Quartalschrift für kath. Geistliche« 3, 

— Neue Q. f. kath. Geistliche- 36 j 

— Theologisch-prakt. Quartalschrift' 
(Linz) 115. 155 f. 

R 

Ranshofen, aufgeh. Augustiner-Chor- ! 
herrenstift, Chronik llfl i 
Geschichte 64, IM 

— Schicksale im bayrischen Erbfolge- 
kriege llü 

Rationalismus u. die biblischen Wissen- 
schaften 230 
Rationarium Austriacum 94 f. 
Rebenstecher, Der 59 
Reformation in Osterreich 46 



Regau, Pfarre 32 

Regel des hIg. Augustin, Ausgaben und 
Kommentare 214, 246, 338, "ML 

Reguläre Pfarrvikare, Installation 141 
Rf ichersberg, Ort, die Flora 187 
Reichersberg, Stift, Archiv 104, 183 

— Aufhebung durch die französische 
Regierung 187 

— Bibliothek 194 

— Catalogus omnium Canonicorum 200 

— Chroniken 186, 202 

— Geschichte 113, 193, 199, 201 

— Glockenweihe 199 

— Grabmonumente 201 

— Heiligsprechungsfeier deshig. Petrus 
Fourier 200 

— Jubiläumsbüchlein 200 

— Nekrologien 183, 201 

— Pfarre, Chronik 202 

— Rotelbriefe 184, 187, 202 

— Statuten 201 

— Stiftungen, Dokumente 202 

— Wiedererrichtung 187 
Reichstagsakten, Deutsche 26 
Rein, Kloster O. Zist., Nekrolog 221 
Reisebeschreibungen 130, 131, 1^ IMi 

169. 172. 178. 255, 333 
Religion, Geheimnisse 31 

— Gründe 22 

Rcligionslehrer und die philosophische 

Propädeutik 309 
Religionsunterricht, Leitfaden fürKinder 

35 

— Sechswöchentlicher, in Österreich, 
bei Übertritt zu einer tolerierten 
Konfession 35, 32 

Kevolution, Französische L43 
Rhätien, Unterjochung durch die Römer 
300 

Rhätt idinische Dialekte in Tirol 306 
Rhetorik 133 

Ried, StdZlt in Oberösterr.,Geschichte200 

— Samraelmarke 201 

— Ursprung 109 

— Wappen und Sage 109, UO 
Riedeck, aus dem Starhembcrgschen 

Archiv 47, 75, 79, 82 

Rituale, Deutsches UL 

— Polens 341 



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393 



Römische Altertümer in Österreich 72 f., 
241 

— Sepuichralmonumente 22 
Rosenberger Archiv in Wittingau und 

Krumau 41 

- Chronik 2111 
Rosenlcranz 35 
Rotbfuß, Der 59 

Rottenmann, aufgehobenes Augustiner» 
Chorherrenstift 317, 318, 319 

Rotwälsch (Gaunersprache) 263 

»Ruodlieb«, lateinisches Gedicht des 
LL Jahrhunderts in der Stiftsbiblio- 
thek St. Florian 113 

Rupertusfrage 310 

Rüsselkäfer, Der purpurfarbige 5ä 

Rußland, Kirche in 12t 

S 

Sagen, Sammlung 151 

Salinen in Oberösterreich, Geschichte 

der 47, 4S 
Sallapulka, Orts- und Pfarrgeschichte 

283, 287 

Salona,TachygraphischeQrabinschriften 
162 

Salzburg. Diözese im 15. Jahrhundert 91 

- Domstift, Regul., Liberdelegationum 
seu traditionum 95 

- St. Peter, Kloster O. S. B., Dona- 
tiones, fundationes et dotationes 96 

— Stadt, Topographie u. Geschichte 244 

— Urkunden u. Urkundenauszüge aus 
92 

St. Andrä a. d. Traisen, aufgehobenes 
Augustiner-Chorherrenstift, Epochen 
281, 284 

- Nekrolog 284 

— Pröpste 284 

St. Bernhard, aufgehobenes Frauen- 
kloster O. Zist., Geschichte 2^ 256 

- Stiftungsbuch 254 

St. Cassian, Geognostisches iQ2 
St.Dorothea, aufgehobenes Argustiner- 

Chorherrenstift in Wien, Archiv 218. 

222 

- Geschichte 241 

— Grabsteine 263 

- Kunstbestrebungen 222 

— Regesten 222 



I St. Florian, Stift, Altes Kloster, Ge- 
schichte 54. 123. HS 
I — Archiv 9, n, 12, 42, 4L lill 
I — Astronomische Beobachtungen 6 
' — Baumschule 52 

i - Bibliothek ?, 12. 25, 50, 100, 1^ f., 
j 124. 125. m 

i — Briefe, Kaiserliche und päpstliche 85 

— Bficherrechnungen Q ^ ^ 

— Caeremoniale und Rituale 12 . 

— Calendarium necrologicum^ des 
Propstes Heinrich Ii. 125 

' — Catalogfus Canonicorum 12, 18, 39 f., 

— Codex Traditionum 16 

— Codices epistolares 122 

— Direktorium 13& 

j — Exerzitien für die Novizen 13 f., 12 
, — Franzosen im Stifte 68 
j — »Führer« durch das Stift 169 
' - Gebäude 3, 5 

— Gemäldesammlung 23, L22 

: - Geschichte 5. 18. 48. 107. 112. 141, 
142 

— Handschriften 5, 6. 25. 81. 85. 113. 
139 

; — Inkunabeln 25, 48, 5Ü 
: — Jubiläum, 800jähriges 13Q 

— Kirche 54. 150. 151 

— Kirchenmusikalische Aufführungen 

IM 

— Kirchenmusikreform 119 f. 

— 'losterschule 124 

— Konchiliensammlung 26 

~ Kunst und Kunstgewerbe 124 

— Kunstgeschichtliches aus 121 
I - Kunstsammlungen 10, 151 

' — Kupferstichsammlung 26 

— Lehranstalt, Theologische 17, 32, 54 

— Literarische Leistungen 3 ff., 1hl 

— Münzenkabinett 10, 12, 41, 70, TL 
153 

— Naturalienkabinett 10, 26, 142 

— Nekrologien 108, 125 

— Obleybuch 126 

— Orgel 151 

— Physikalische Sammlung 12 

— Prälaten 6 

— Privilegien Ul 

— Proprium Missarum et Proprium 
Officii 139 



394 



St. Florian, Rituale u. Caeremoniale 12 

— Saalbuch siehe Codex trailitionum 

— Schatzkammer 12 

— Schriftsteller 3 ff., lül 

— Spital 10, 128 

— Statuten 4, 12, 25, OS 

— Wallfahrtsbüchlein HT^ HZ 

— Wissenschaftliche Bestrebungen 2^ ff. 
St. Georgen (später Herzogenburg), 

Augustiner-Chorherrenstift.Urkunden 
284 

St. Gotthard, Pfarre 10, 112 

St. Jakob, Pfarrgedenkbuch 328 

St. Johann am Windberg, Orts- und 

Pfarrgeschichte 112 
St. Leonhard, Orts- u. Pfarrgeschichtc 

112 

St. Marien, Orts- und Pfarrgeschichte 
112 

St. Marienkirchen, Geschichte der 

Franzosen in 3ä 
St. Oswald, Pfarrgeschichte 112 
St. Peter, Kloster O. S. B. siehe Salz- 
burg 

St. Peter am Windberg, Pfarrgeschichte 
112 

— Totenschild der A. Kath. Niedcr- 
mayrin 151 

St. Pölten, aufgehobenes Augustiner- 
Chorherrenstift, Nekrolog 221 

— Constitutiones Passavienses 85 
St. Veit, Pfarrgeschichte 112 

St. Zeno in Reichenhall, aufgehobenes 

Augustiner-Chorherrenstift 202 
Santa Lucia, Schlacht von 143 
Schaunberg, Herrschaft, Geschichte 65, 
107. llü 

Schauspiele für Jugend und Volk 143 f., 

148 ff., 151 f. 
Schildkäfer 158 

Schladming, Überfall zu (1525) 1118 
Schlügen, Römische Altertümer 22 
Schmalbauch, Der bQ. 
Schöndorf, Epigraphisches TA 
Schöngrabern, Romanische Kirche 82 
Schrift, Hlg., Auslegung, Unterschied 

zwischen der bloH rationellen und 

katholischen ^ 

— — Wahre menschliche Auslegung 
und deren Grundsätze 55, 5^ 



Schrift, Hlg., Introductio in V. T. 22L 
23Q f., 234 

in N. T. 226. 227. 304 

Kommentare 185, 280, 305 

— Revision der Übersetzung v. AlHoli 61 
Schule, Haus und Kirche 26Q 

j Schulwesen, Zur Geschichte 73 
; Schwägerschaft, Die unehrbare 116 
j Seckau, Kathedralstift 222 
I Secretum Pontificium 303 
I Seele, Unsterblichkeit 309 
i — Wesen 66 
Settenstetten, Kloster O. S. B., Hand- 
schriften, Historische 90 

— Urbarium, Ältestes 99 

' Siegeberg (Zegebert), aufgeh. Kloster 

der Augustiner-Chorherren 337 
j Singvögel der Umgebung Brixens 299 
: Sisyphus Schäfferi L., Der Pillendreher 
159 

Slawisches aus dem Pustertale 306 
Soziale Frage 135 

Soziologische Arbeiten 136 U L42 f., 
268 

Spanner, Grüner 58, 59 
Spinnart, Anleitung zur doppelten 22 
Spital am Pyhrn, Archivalischer Aus- 
flug 126 
I — Hospital, Gründung 112 

— Kollegiatstift, Geschichte M 

— Unruhen der Untertanen des Stiftes 
in? 

Sprache, Äthiopische, Vokabular 295 

— Arabische, Lexikon 295 

' — Barisprache, Grammatik 302, 306 

— Dinkasprache, Grammatik 302, 306 

— Italienische, Leichte Methode zur 
Erlernung für Lateiner 305 f. 

Sprachen, Analogie der orientalischen 
295 

Städtewesen, Österreichisches 28 
Stängelbohrer, Der 5a 
Statistik, Kirchliche 268 
Statzendorf, Geschichte 283 
Steiermark, Geschichte 63, 321, 331 

— Kunst und Künstler in 331 
Stein, Herrschaft 12 
Stenographie der Griechen und Römer 

165 ff. 

Stemsingerbund« in Oberösterr. 188 



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395 



Steyr, Archiv, Handschriften Ö5 

— Herrschaft 63 

— Lamberge, Geschichte 64 

— Reformation 126 

— Stadtgeschichte 62, 126 

Stil, Eigentümlichkeiten desselben bei 

Tacitus 309 
Stiraburg in Oberösterreich, Sagen iiber 

die Burg und ihre Bewohner 65 
Stockerau, Topographie u. Geschichte 

2M 

Strafgesetz und Kirchenzucht IIS 
Straß, Provisorische Kadettenschule 129 
Studium, Zweck ÖO 
'Sturmjahr* 1848 243. 251 f- 
Stuttgart.Btbliotheken, Handschriften 02 
Stütz-Borkenkäfer, Der rotaftrige 53 
Suben, aufgehobenes Augustiner-Chor- 
herrenstift, Geschichte 63 

— Grabdenkmäler 201 

Sucha, ehemal. Augustiner-Chorherren- 
kloster 340, 342 

Sylvesterspenden 253 

Synodalkonstitutionen des Erzbistums 
Gnesen 3^ 

T 

Tachygraphie, Griechische u. römische 

IM f., mi 

»Taschenbuch, Historisches», v. Hor- 

mayr 47 
Taubstummenunterricht 326 
Tauersheim, Pfarrkirche IIIS 
Thalberg, Burg 331 
Theologie, Dogmatisch-scholast. 355 

— Führerin zu Gott 352 

— Wissenschaft 25Q 
»Theologisch-praktische Monathschrift 

zunächst für Seelsorger« 36 

»Theologisch-praktische Quartalschrift« 
(Linz) 115. 154 f. 

Theosophische Werke 115. 116 

Tiere, Augen der 299 

Tiersymbolik S2 

Tfilysburg, Herrschaft 12 

Tlrnstein(Dürnstein), ehem. Augustiner- 
Chorfrauenstift, Äbtissinnen 284 
- Nonnenklosterkirche 284 

Timstein, ehemal. Augustiner-Chor- 
herrenstift, Epochen 284 



Tirnstein, Stift, Geschichte 271^ 283 
: - Nekrolog 284 
' - Pröpste 284 
I Tirol, Diplomatarium 293 

— Geschichte der Landesfürsten im 
14, Jahrhundert 79, 80 

: — Rhätoladinische Dialekte 306 

— Triasformation im südlichen 307 

, — Urkunden des 13. Jahrhunderts zur 
Geschichte 32 

— Venedigische Krieg, Anteil 300 
Tiroler Dialekt in der Literatur 313 

I Topographie, Kirchliche, Österreichs 
; 48. 103. 112. 241, 242, 244 

Totenschild der A. Kath. Niedermayrin 
in St. Peter am Windberg 151 

Tragödie, Normen nach Aristoteles 31 1 

Treupflicht in den Urkunden Karls des 
' Großen 163 

Triasformation, Südtirolische 307 

Trinitas, Sancta 346 

Troppau, Museum 29 

Tugend, Wesen 66 
! Tugenden, Theologische 21h. 

Tulln, Aufgeh. Frauenkloster 89» 221 

u 

Ufgau lÜS 
I Ungarn, Verhältnisse zu Ferdinands L 
Zeit 253 

i Unterdonaukreis, Fauna und Flora 187 
! Urfahr bei Linz, Kapuzinerkloster, Ge- 
I schichte 64 

Urkunde, Kaiser- 163 
I — Karls V. Burgund 164 
i — Ludwigs des Frommen 164 
I — St. Martins v. Tours, Gefälschte 164 

— Papst- 163 

Urkunden Friedrichs des Streitbaren 42 

— Karls III. 163 

— Karolinger- IM 

— Lothars L, Datierung 163 

V 

Vatikanisches Konzil, Arbeiten bei 
demselben 303 f. 

— Geschichte 304 

Verduner Altar in der Stiftskirche zu 
Klosterneuburg 254 f., 269 



396 



Verona, Urkundenfunde IM 
Virtutes theologicae 21h 
Vöcklabruck, Stadt, Bayrische Herr- 
schaft 33 

— Geschichte Uü 

— Urkunden aus dem Archiv TA 
Vögel, Kleid der 299 

— Leben der 152 

Voitsberger, Brixener Adelsgeschlecht 
300 

Vokabular, Arabisches 295 

— Äthiopisches 295 

— Lateinisch-deutsches, unter denHand- 
Schriften des Stiftes St. Florian Sl 

Volksdichtung 188 ff. 

Volksirrtümer, Religiöse 31 ' 

Volksliteratur, Wegweiser 162 ff.. 25a f., ■ 

m 

Volksschriften 136 f., L42 ff., 141 ff., 
169. 203, 26D f. 

Völs, Altes Missale 308 

Vorau, Stift, Antiphonarien 319, 333 i 

— Archiv 329 

— Bibliothek 319, 324, 326 f., 333 

— Bücherkatalog des Propstes Dietrich 
(t 1305) 320 

— Chorherrenbilder in der Bibliothek i 

320 , 

— Chronikalisches 331 

— Geistlicher Sprengel, Geschichte 
328 

— Geschichte 324 

— Handschriftenkatalog 320 

— Hausgymnasium 323 

— Herbarium 325 

— Inkunabelkatalog 333 

— Käfersammlung 324 

— Kirche zum hlg. Thomas 320 

— Mineraliensammlung 325 

— Münzensammlung 323 

— Musikarchiv 327 

— Naturalienkabinett 324, 325 

— Orgel 329 

— Pfarrgedenkbuch 328 

— Prälaten 328 

— Protocollum antiquissimum 331 

— Schriftsteller 315 ff. 

— Wirksamkeit 331 | 
Vunetare 22Q i 



w 

Waidhofen a. d. Vbbs 78 
Waizenkirchen, Markt, Geschichte 200 
Waldhausen, aufgeh. Augustiner-Chor- 
herrenstift, Geschichte 64 

— Urkunden 46 

Walding, Pfarrgeschichte n2, 131 
Waldkirchen, Calendarium Alberti plc- 
bani 12ö 

— Pfarrgeschichte 112 
Wallern, Pfarrgeschichte 65 
Wallsee, Herren von, Geschichte 89, 02 
Walpersdorf, Schloßkirche 22S 
Wälsch - Michel, Aufgeh. Augustiner- 
Chorherrenstift 291 

Wappen der Klöster, Ursprung 185 

— der Pfalzgrafen v. Wittelsbach und 
Scheyern 185 

Wappenschild, Österreichischer erz- 
herzoglicher 221 

Wartberg, Pfarrgeschicbte 112 

Wartenburg, Herrschaft 33 

Weihnachtslieder aus Oberösterreich 
und Tirol L43 

Weihnachtsspiele 148, 149, 151. 152 

Wein, Alkoholfreier, matetia valida 

Weissagungen und der animalische 
Magnetismus 304 

Wels, Stadt, Geschichte 200 

— Pancharta Rudolfs II. 42 

— Privilegien 42 

— Römische Gräber bei 23 
Wenigzell, Pfarrgedenkbuch 328 
Wert des Geldes, der Häuser etc. im 

Mittelalter 241 

Wiedertäufer, Sekte in Michelsburg im 

Pustertale 312 
Wien, Akademie der Wissenschaften 

76. 105, 160, 241, 252 

— »Copeybuch« der Stadt 2^ 

— Geschichte, Zur 04 

— Hietzing, XIII. Bez., siehe Hietzing 
^ Hofbibliothek, Handschriften 78, 79 

— Infanteriekadettenschuie 129 

— Meidling, XII. Bez., siehe bei Mcid- 
ling 

— Offizierstöchterinstitut 12Ö 

• Quellen zur Geschichte 22J f. 

— Rundgang durch das alte 269 



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397 



Wien, St. Dorothea, aufgeh. Augustiner- 
Chorherrenstift siehe bei St. Dorothea 
Staatsarchiv 43, Z5 f. 

— Theologische Fakultät, Kirchen- 
rechtskanzel 247, 25Ü 

— Universität, Zur Geschichte, im 
15. Jahrhundert Z8 

Wiener Friede 33 

Wiener -Neustadt, Dekanat, Topogra- 
phie und Geschichte 211 
Wigaloisi Wirnts v. Gravenberg in 
den Handschriften des Stiftes Vorau 
329 

Wildberg, Schloß 125 
Wildenau, Herren auf 201 

— Schloßkapelle 95 

Wilhering, Herren v. Wachsenberg, 

Griesbach und, Genealogie IDZ 
Wilhering, Kloster O. Zist,, Archiv IM 

— Briefe, Päpstliche u. kaiserliche 85 

— Geschichte 107. 112, 113 

— Gräber der Schaunberge 109. III 

— Urkunden 46 

Wilna, Aug.-Chorherrenkloster 3ilö 

— Universität 3äü 

Windberg, Der, in Oberöslerreich 112 



Windhag, Pfarrgeschichte 3, 64 
Wittingau, Archiv der Rosenberger 43 

— ehem. Aug.-Chorherrenstift 209 f. 
Wolbrom, aufgehobenes Augustiner- 
Chorherrenstift in Polen 340 

Wunder in den gegenwärtigen Zeiten 67 

— u. der animalische Magnetismus 304 
Wundsegen von den drei Brüdern 125 
»Würfel, Der<, Gedicht v. Suchenwirt 

in den Handschriften des Klosters 
Kremsmunster 84 

z 

Zauberei. Mordversuch durch 1371 312 
Zaubersprüche, Sammlung 151 
Zeitschrift des Museums Francisco- 

Carolinum in Linz 22 
»Zeitschrift, Neue theologische« 248 
»Zeitung für Stadt und Land' 2ZQ 
Zentralafrika, Mission 301 ff., 306 

— Missionäre 301 f., 305 
Zigeunersprache 263 
Zips, Bistum 322 

Zweigabstecher, Naturgeschichte des- 
selben 58 
Zwergbäume, Erziehung 5S 



Richtigstellungen 



Seile 14, Zeile 5 von oben lies: Exercitia statt Exertia. 



50, 


> 


11 > 


1*1 


Hlstoriae naturalis statt bist, naturis. 


52, 




10 > 


• ■ 1 


' 1771 statt 1777. 


62, 


» 


19 > 


» k 


4. Juni statt 4. Jänner. 


122, 




17 1 


» » 1 


Winckelmann statt Winkelmann. 


122, 




17 - 


\ r 


K. Ottfried Möller statt Gottfried iMüller. 


124, 


» 


21 > 


> 9 


Leopold Ranke statt Johannes Ranke. 






7 . 


» ttnten » 


erhielt statt er-. 




» 


16 < 


» oben « 


>Linzer Volksblatt« statt Ebd. 


203, 


II 


3 1 


> unten » 


unter den Scbriftstellem statt unter d. Milan. 


244, 


• 


13 ^ 


y oben > 


Jos. Christ Steizhammer statt Frans Stebb. 


251, 




9 > 


» a 


Conon statt Canon. 



OeseU$cta«lt«.Btichdrttckerei Bräd«r HolUneic, Wien, IH, ErdbefX*tr«ße 3. 



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Orsellschtfts • Buchdruckerci BrOder Hollinck, 
o Wien, III, Erdbcritstrtßc 3. o 



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